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Interessante Hinweise für Erotik-Autorinnen

Satte zehn Vorschläge für „fantastische“ oder „paranormale“ erotische Begegnungen hat unser Parallelmagazin „Sinnlich Schreiben“ gerade veröffentlicht – und damit erneut bewiesen, dass unsere Redakteure ausgesprochen ideenreich sind und mancher Autorin Impulse für ihre Arbeit geben können.

Andere mögen vielleicht 10 Tipps zum erotischen Schreiben veröffentlichen, oder 10 Themen, an die man sich einmal heranwagen könnte. Unser Magazin aber eröffnet Ihnen sogar 10 Themen aus dem paranormalen Bereich der Erotik – und Sie können die Ideengeber jederzeit per E-Mail konsultieren.
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Ein erotisches Fragment aus dem Leben …

Hellseherische Fähigkeiten in der Lust?


Es ist nicht immer leicht, sich als freie Journalistin durchzuschlagen. Also suchte ich mir Randthemen, die meine Kolleginnen nicht mal mit der Geburtszange angefasst hätten. Dabei stieß ich auch auf meine Schulfreundin Elvira, die sich als „Suggestive Sadistin“ im Internet anbot. Nun bin ich von Natur aus skeptisch, und ich war sicher, dass ich sie ein wenig in die Enge treiben konnte. Also fragte ich sie schließlich, wo sie denn ihre Ausbildung für „suggestiven Sadismus“ erworben hätte … und damit begannen die Dinge, aus dem Ruder zu laufen.

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„Um eine wirkliche Herrin zu werden, musst du die Kunstfertigkeit eines Malers mitbringen, das Wahrnehmungsvermögen eines Gedankenlesers und die Magie eines Schamanen. Und du brauchst eine gewisse Vorstellungskraft, wie der Bogen zwischen deiner sadistischen Neigung und den devoten Wünschen deiner Kunden und Kundinnen geschlossen werden kann. Manche Sadistinnen denken, es reiche völlig aus, ihre Sklavinnen und Sklaven beliebigen sinnlichen Qualen auszusetzen, aber das ist völlig falsch.“

Elvira schien nun ein Loch in die Wand zu starren, blickte mich aber nach einer Weile wieder intensiv an und fuhr dann mit einer deutlich abgesenkten Stimme fort: „Das gilt vor allem, wenn du dir deine Dienerinnen und Diener allein aus der Lust heraus hältst, dich zu erfreuen. Du musst sie sorgfältig auswählen, denn du musst wissen, was sie gerade fühlen, damit du entsprechend darauf antworten kannst und du genau diese wundervollen Gefühle in ihnen verstärken kannst.“

Beim Wort „entsprechend“ huschte ein wissendes Lächeln über Elviras Lippen, und nachdem ihr Blick wieder wie abwesend in die Ferne abgewandert war, sprach sie mich abrupt an: „Willst du ein bisschen von dieser Freude kosten?“

„Ich bin keine Dienerin, sondern Journalistin“, antwortete ich schnell – etwas zu schnell, um ehrlich empört zu klingen. Elviras Lächeln wandelte sich zu einem leichten Grinsen, und ihre Lippen kräuselten sich dabei: „Sagte ich nicht, dass ich Gedanken lesen könnte? Du hast doch die ganze Zeit an nichts anderes gedacht, als dass ich dir eine Kostprobe gebe, nicht wahr?“

Meine Kehle wurde trocken. Tatsächlich ließ mich die Idee nicht los, von den magischen, tiefgrünen Augen dieser Frau verführt zu werden, die Blicke nicht dabei von ihr lassen zu können, während sie …

„Während ich deine süßen kleinen Nippel zwischen meine Fingerspitzen nehme und dir den Genuss des Schmerzes gönne?“ Elviras Stimme klang plötzlich wie aus einer anderen Welt. Ihre Augen lagen starr auf mir, sodass ich mich fühlte wie das sprichwörtliche Kaninchen, das noch fortlaufen könnte, aber von der Schlange so fasziniert ist, dass ...“. Mein psychologischer Exkurs endete schlagartig, als sich etwas kaltes, metallenes unter meine Bluse schob. Kurz darauf traf ein leichter Windzug meine Brüste.

Elvira musste eine Schere benutzt haben, um mir Bluse und BH aufzuschneiden. Immerhin konnte ich wieder klar denken – und in die starren Augen von Elvira traten wieder die kleinen, lustvollen Blitze, mit denen sie schon zu unserer Schulzeit alle Menschen faszinierte. „Deine Nippel sind ganz schön erregt“, lachte Elvira mich nun an, „das macht es mir wesentlich leichter, sie ein wenig … zu behandeln …“ Ich sah sie zugleich neugierig und entsetzt an. „Du wirst doch nicht?“, fragte ich matt und unsicher. „Doch ich werde!“, antwortete Elvira, „sieh mir wieder fest in die Augen, damit ich mein sadistisches Selbst mit deiner hungernden devoten Seele verbinden kann.“

Ich konnte nun gar nicht mehr anders, als ihr wieder in die Augen zu sehen. Die Welt um mich herum verschwand, und nur der Schmerz erfasste mich, den die spitzen Fingernägel auf meinen empfindlichen Brustwarzen hinterließen, scharf und beißend wie Mausezähne. Und jedes Mal, wenn der Schmerz mein Gesicht durchzuckte, hatte ich den Eindruck, dass meine hungrige Seele in meinen Augen sichtbar wurde und pochende Botschaften an Elviras Augen sandten, die jedes Mal verdächtig aufblitzen, wenn der Schmerz am intensivsten war.

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Es dürfte euch klar sein, dass die Geschichte hier nicht zu Ende ist. Und sie hat ja auch nicht hier angefangen, denn natürlich war ich immer schon neugierig, wie es ist, mich einfach fallen zu lassen und nichts dabei denken zu müssen.

Hinweis des Rechteinhabers: Diese Geschichte (zwischen den Sternchen) ist frei verwendbar, solange Sie diese Webseite als Quelle angeben und den Rechteinhaber, Liebesverlag,de, benachrichtigen. Das gilt auch dann, wenn Sie diese Geschichte abwandeln, weiterverarbeiten oder in einen Roman einbetten.

Ansprache an einen unterwürfigen Mann

Was wird dich erwarten?


Jetzt willst du etwas sagen, aber jetzt ist es zu spät. Als ich dich vor unserem kleinen Abenteuer fragte, was du von mir erwartest, hast du geschwiegen wie ein verschämtes Kind.

Ich beobachte dein Minenspiel. Es spricht Bände. Deine Lust, deine Verzweiflung, alles geht daraus hervor. Doch würdest du nun sprechen, so wüsste ich: Du würdest mir wieder nicht sagen, was du von mir willst.

Da steht ein Mann vor mir, ein nackter bewegungsloser Mann. Vor lauter Schreck ist dir sogar die Erektion abhandengekommen. Das werden wir ändern, aber nicht so, wie du denkst. Wer nicht weiß, was er will, bekommt das, was ihm gebührt.

Was ich sehe, ist ist ein kleiner Bub im Körper eines etwas zu füllig gewordenen Mannes. Nicht unbedingt hässlich, aber auch nicht hübsch. Stark behaart, was sich ändern ließe, aber ich will dir nicht alles auf einmal gönnen. Heute will ich nur sehen, was passiert, wenn du bekommst, was du nicht sagst, worüber du nicht sprichst, aber eben das, was nur deine Augen erflehen.

Diese flehenden Augen. Erst sagten sie „mach etwas mit mir“, jetzt zeigt mir das Flackern darin, dass du unsicher bist, was mit dir geschehen wird. Ich koste deine Unsicherheit aus. Ich spüre, dass du etwas sagen wolltest, gerade jetzt. Wenn du könntest. Aber dein Mund ist fest verschlossen, nur aus den Mundwinkeln sickert Speichel heraus. Die Worte, die du mir nicht geschenkt hast, kreisen jetzt in deinem Hirn: Erregung, Geilheit, Schmerzlust und zugleich das eigenartige Gefühl, nur verlacht zu werden. Ja, ich werde dich verlachen, beschämen, bespucken und jeder Art erniedrigen. Du musst erkennen, dass du nur ein seelenloses Stück Dreck bist, und das ist nicht einmal gelogen.

Oh, ich weiß, wovon du träumst. Aber das ist eine Nummer zu chic für dich. Ich will gar nicht, dass dich irgendetwas glücklich macht, was ich die schenken könnte. Kein Speichel und keine Hiebe. Ich will nur, dass du dich ganz an mich auslieferst.

Du kannst sowieso nicht mehr fort. Wir werden das Spiel zu Ende führen, versteht du? Ich will, dass du dich vor dem fürchtest, was ich mit dir tun könnte, und nicht, dass du dich darauf freust, was ich tun werde. Ein Wort wie „Freude“ ist dir sowieso fremd, den nur deine perverse Geilheit treibt dich in meine Arme.

Oh, oh, was würdest du mir sagen, wenn du jetzt sprechen könntest? „Isidora ich liebe dich?“ Oh, was für ein Lügner du doch bist. Du hast immer nur dich geliebt, nie einen anderen Menschen.

Nun, wie fühlst du dich? Oh, dein ganzer Körper spricht zu mir: „Nein, so bin ich nicht.“

Wir werden sehen, wie du bist. Ich habe viel, viel Zeit, um alles über dich herauszufinden. Du wirst mir dankbar dafür sein, das verspreche ich dir. Ich lasse dich jetzt allein. Denk über dich nach.

Wie erotische Bücher entstehen (oder besser nicht)

Mild perverse Herren - und eine erlebnishungrige Dame

Wie erotische Bücher massenhaft entstehen - und warum die meisten Autorinnen und Autoren zum Misserfolg verdammt sind.

Eine Satire von UU

Was Autoren tun, die aus innerem Drang schreiben

Wer erotisch schreiben will, kann dies aus dem Drang tun, den feuchten Dschungel der erotischen Innenwelt nach außen zu kehren. Dies ist durchaus lobenswert, denn über die Gefühlswelt des erotischen Menschen ist wenig bekannt. Die meisten erotisch schreibenden Autorinnen und Autoren vermeiden ängstlich, die Wellen zu schildern, die durch Körper und Psyche ziehen, während ihre Heldinnen und Helden den Geschlechtsverkehr ausüben, sich die Genitalen reiben oder sich in den Mund spucken lassen. Möglicherweise fürchten sie sich vor sich selbst, vor der Entblößung der Seele. Schließlich wird allen Schreibenden unterstellt, ständig die eigene Psyche vorzuzeigen – oder wenigstens Teile davon. Das übliche, unkundige Volk, unsere häufigste Leserschaft, traut uns einfach nicht zu, das Gefühlsleben anderer zu erforschen, auszubauen und zu Papier zu bringen.

Soweit Literatur, soweit Kunst, soweit Philosophie. Kommen wir nun zu Groschenromanen, Kitsch und Küchenpsychologie. Wie bekannt, kosten Groschenromane längst nicht mehr einen Groschen, haben inzwischen schrecklich viele Seiten und sind in seriösen Buchhandlungen erhältlich.

Was Autoren tun, die dem Leser eine Lustwelt vorgaukeln

Das Ziel dieser Romane besteht nahezu ausschließlich darin, Sehnsüchte zu befriedigen. Einerseits die Sehnsucht nach Frauen- oder Männerhaut, die gerade nicht zur Verfügung steht, dann aber auch nach Penissen und Vaginen, Mündern und Rosetten, nach deren verbotenem Genuss die Erinnerung giert. In den etwas härteren Versionen werden dann die rauen Fantasien bemüht: Erniedrigungen und Fesselungen wie auch Schläge und Schmerzen.

Das Rezeptbuch ist einfach: Man nehme eine intelligente, sinnliche, sehnsüchtige, aber unerfahrene Heldin und füttere sie mit raffinierter Verführung erotisch an. Wie jede Leserin mit guter bürgerlicher Erziehung zu wissen glaubt, führt dies früher oder später zum Verderben. Zumal, wenn nun noch erotische Exzesse wie Triolen, bisexuelle Handlungen oder sinnlich verbrämte Folterqualen kommen.

Abstieg zur Hure oder Aufstieg zur Prinzessin?

Spannungskurve auf dem Höhepunkt? Gut! Nun muss ein edler oder Mensch her, der unsere Heldinnen und Helden errettet. Allerdings muss er einen kleinen Webfehler haben, sodass an seinem/ihren Edelmut ein Restzweifel bleibt. An dieser Stelle ist Küchenpsychologie gefragt. Ob Held oder Heldin: Eine versaute Pubertät empfiehlt sich sehr. Irgendwann wurde auch der aufrichtigste Mann oder die edelmütigste Frau einmal sexuell ausgenutzt, nicht wahr? Also verschweigen Sie dies eine Weile und lassen Sie Ihre Leserschaft im Unklaren, ob die Retterin/der Retter ein verkappter „Perverser“ oder ein psychisch leicht geschädigter Edelmensch ist.

Ein bisschen psychischer Horror in der Pubertät hilft ihrer Story

Bei dem Ereignis, das Sie mithilfe einschlägiger psychologischer Werke aufbauen können, sollte es sich um einen „minderschweren Fall“ eines „psychischen Knackses“ handeln. Es reicht, wenn ihre Heldin oder ihr Held zu Unzeiten nackte Genitalien gesehen haben oder sie bei einem „Hinternvoll“ sexuelle Lüste bekamen. Achten Sie darauf, dass es, wenngleich alles selbstverständlich psychisch unglaublich „schädigend“ war, doch nicht in einem Zusammenhang stattfand, der Ihre Leserschaft abstößt. Entfernte Tanten oder Cousinen, geile alte Jungfern oder lüsternes Küchenpersonal eignen sich vorzüglich, um dem Vorwurf der „Unzucht mit Abhängigen“ zu entgehen.

Happy End trotz Anzeichen sexuellen Verfalls

Ja, am Ende muss alles heraus – und selbstverständlich ist ihre verführbare Heldin (oder ihr verführbarer Held) nicht in den Sumpf der sexuellen Gier oder der Prostitution abgestiegen, obgleich es ab und an so schien. Auch der rettende Held (oder eine entsprechende Heldin) ist nicht pervers, sondern hat die psychischen Verletzungen der Jugend längst überwunden. Ja – und dann führt der edle Prinz seine erotisch perfektionierte Prinzessin auf sein Schloss, dun es wird Hochzeit gefeiert. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Die Besucherin des Schriftstellers

Die "Besucherin des Schriftstellers" ist eine Geschichte aus unserem Archiv. Sie wurde bisher noch nirgendwo veröffentlicht.

Wenn die Blicke auf die Brüste fallen ...


Sie legte den Blazer ab. „Mehr werde ich nicht ausziehen, auch später nicht“, sagte sie leise. Merkwürdig – über „später“ hatten wir gar nicht gesprochen. „Oh, ich hatte keine dahin gehenden Erwartungen“, versuchte ich zu scherzen. Sie sah einen Moment aus dem riesigen Dachflächenfester in den nahen Wald, so, als ob sie dort nach Erleuchtung suchen würde. Dann drehte sie sich um und fragte mit leicht geröteten Wangen: „Sie hätten aber auch nichts dagegen, nicht wahr?“ Dabei stellte sie sich so gegen das Fenster, dass sich ihr Körper silhouettenhaft unter einer weißen Seidenbluse absetzte. Kein BH hübsche Nippel, die offenbar bereits erregt waren. „Ihnen muss doch gefallen, was Sie sehen, sagen Sie einfach, wie sie mich einschätzen“, begann sie erneut.

Ich lächelte: „Sie haben einen wundervollen Körper – und das wissen Sie. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum Sie ihn mir so auffällig präsentieren, und Sie reden in Rätseln. Wollen Sie, dass ich Sie als Vorbild für eine meiner Kurzgeschichten verwende?“

Sie trat nun an mich heran, wesentlich näher, als es schicklich war, und sagte leichthin: „Ich möchte, dass Sie etwas tun, worüber sie nicht schreiben werden, weil es ihnen peinlich sein dürfte …“

Nun lachte ich laut auf: „Etwas Menschliches ist mir selten peinlich – hatten sie bestimmte Pläne? Sie stockte einen kurzen Moment, dann gab sie sich einen Ruck: „Ich möchte, dass Sie mir etwas von sich schenken – etwas Intimes“, sagte sie knapp und errötete dabei noch mehr.

Was für eine naive Vorstellung – doch ich beschloss, herauszufinden, worauf meine Besucherin eigentlich hinaus wollte, also fragte ich: „Und dachten Sie dabei an etwas Bestimmtes?“

Sie blickte schüchtern zu Boden und sagte beinahe tonlos: „Ja, ich dachte an etwas … Sperma.“

Irgendwie sah ich die Sache nun mit Humor und antwortete: „Aber meine Beste, dergleichen ist doch für Frauen reserviert, die ein Mann besonders gut kennt, also vielleicht für eine liebevolle Freundin, oder nicht?

„Dann will ich ihre Freundin werden“, antwortete die Besucherin nun hastig. „Bitte – ich will es, und ich gehe nicht, bevor ich es bekommen habe.“

Ich hob an, einen Vortag zu halten: „Hören Sie, Sie können hier nicht einfach auftauchen und meine Freundin werden wollen. Dazu gehört doch … etwas Romantik, ein paar Küsse und vor allem – Zuneigung, nicht wahr?

Sie dachte einen Moment nach, dann schüttelte sie den Kopf: „Was Sie sich da vorstellen, geht bei mir nicht. Würde es ihnen helfen, wenn ich die Bluse weiter aufknöpfen würde? Es wird Sie doch sicher erregen?“

Sobald sie dies gesagt hatte, knöpfte sie ihre Bluse so weit auf, dass ihre Aureolen sichtbar wurden. „Weiter nicht“, sagte sie bedauerndem Lächeln. „Aber es reicht doch, um Sie anzuregen, nicht wahr?“

Ich war völlig überrascht, konnte meinen Blick aber nicht von den wunderschönen, weißlich schimmernden Brüsten nehmen, die mit bläulichen Blutbahnen durchsetzt waren. Dazu lachten mich die süßen, nugatfarbenen Aureolen an und die fordernd vorstehenden Brustwarzen, die sich unter der Seide abzeichneten. Ich beschloss dennoch, kühl zu bleiben: „Für was soll es denn reichen?“

„Dafür, dass Sie … nun, dass Sie mich damit … benetzen, wovon ich gesprochen habe. Ihnen gefallen meine Brüste, wie ich sehe. Was hindert Sie, mir den kleinen Dienst zu erweisen?“

Nun wurde es wirklich peinlich. Wenn ich das Ganze richtig verstanden hatte, dann sollte ich auf ihre Brüste … allein der Gedanke daran stieß mich ab. Ich beschloss, energisch zu werden, bevor mi die Situation aus den Fingern litt – denn ganz unbeeindruckt war ich von den wunderschönen Brüsten nicht, die mir dargeboten wurden. Also wandte ich mich an meine Besucherin und sagt in freundlichem, aber durchaus unnachgiebigem Ton: „Ich denke, Sie sollten ihre Bluse wieder zuknöpfen … und das Ganze besser vergessen.“

Sie schüttelte den Kopf und lächelte nun überlegen: „Ich sagte doch, ich würde nicht gehen, ohne dass ich das von Ihnen bekommen habe, was ich mir wünsche. Und außerdem: Ihr Mund sagt es so, ihr Penis will es anders, nicht wahr?“ Dabei legte sie ihre Hand auf meine weiße Bauwollhose, genau dort, wo sich in der Tat etwas regte, was mir gegenwärtig überhaupt nicht passend erschien.

„Sie haben es provoziert“, sagte ich nun etwas kleinlaut, „doch das, was Sie zu sehen glauben, ist nichts als eine biologische Reaktion auf den Anblick ihrer Brüste. Das muss keine Folgen haben, wenn Sie wissen, was ich meine. Bitte nehmen sie doch ihre Hand … von meiner Hose .. es ist mir peinlich, wie sie mich gerade provozieren.“

Ihre Augen blitzen. „sagten Sie nicht zuvor, nichts wäre Ihnen peinlich?“ Und als ich nicht antwortete, fuhr sie fort: „Wollen wie nicht ‚du‘ sagen, jetzt, wo ich deine Freundin werde? Einen Penis zu streicheln, ist doch etwas, was eine Freundin tut, nicht wahr? Wenn wir uns duzen, ist es dir vielleicht nicht mehr so peinlich, oder?“

Ich versuchte noch einmal, zu widersprechen: „Ich werde jedenfalls nichts mit … Ihnen … tun, was im entferntesten nach Sex aussieht.“

Wieder lächelte sie schelmisch: „Du musst auch nichts machen. Ich tue es für dich.“

Ich weiß wirklich nicht, was mich dazu veranlasste, aber ich gab auf, ihr zu widersprechen und ließ den Dingen ihren Lauf. Als ich wieder halbwegs zu Sinnen kam, sah ich drei kleine, langsam ineinanderfließende Bächlein über ihre Brüste rinnen, die sich nach und nach ihren Weg in die Bluse bahnten, die ihrerseits auch bereits einige feuchte Flecken aufwies. Sie sprach kein Wort, sondern knöpfte die Bluse wieder zu, so, wie sie war, wobei sie darauf achtet, dass sie gut durchtränkt wurde von den Resten, die sich noch auf ihrer Haut befanden. Dann zog sie ihre Blazerjacke wieder darüber, ging zur Tür und sagte: „Auf Wiedersehen – vielleicht treffen wir uns mal bei einer Lesung?“

Ich wollte sie noch hindern und ihr folgen, doch ich muss gestehen, nicht richtig angezogen gewesen zu sein für diesen Zweck. Man kann nicht gut ohne Hose auf die Straße gehen, jedenfalls nicht in meiner Gegend.