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Die Psyche lehren und den Körper dazu nutzen?

Über den Körper die Psyche verändern?
Die Psyche lehren und den Körper dazu nutzen? Was meinst du? Ist es für dich richtig?

Der Körper zu erforschen kann auch heißen, die Psyche herauszufordern. Denn wenn du deinen Körper von der Kleidung befreist und ihn dem Geliebten oder der Geliebten preisgibt, lernt auch der Kopf dazu, was mit dir möglich ist und was dir gut tut. Das heißt; wenn du deinen Körper öffnest, öffnest du auch deine Psyche für erregende Gefühle.

Meistens ist es ja so: Da ist irgendwo eine Schamgrenze, von der du gar nicht weißt, warum sie eigentlich dort ist. Sie hindert deine Gedanken, und sie blockiert deine Gefühle. Doch wenn du deinen Körper sinnlichen Berührungen aussetzt, dann schwinden die Hürden.

Angebliche Tabus, Schamgrenzen oder der Gedanke, dass etwas unmöglich ist, kann durch Berührungen widerlegt werden. Du kannst dein wahres Selbst finden, deine wirkliche Orientierung, oder aber auch nur die Art von Rolle, die du gerne während deiner Lust spielen würdest.

Die Erfahrung, sich fallen lassen zu können und die Psyche einfach auf „Sinneseindrücke“ einzustellen, während sich dein Körper für Berührungen öffnet, ist oft überwältigend. Probier es mit einem liebevollen Menschen aus, der ganz auf dich eingeht und bei dem du dich absolut sicher fühlst – dann ist es eine Offenbarung.

Deine Meinung? Sollten wir die Psyche empfänglicher machen, indem wir den Körper für Berührungen öffnen?
Bild: Nach einer anonymen historischen Zeichnung

Wenn man Gelüste nicht teilen kann

Wenn man Gelüste nicht mitteilen kann, dann wird man sie auch nicht teilen können. Und falls man sie mitteilt, um sie zu teilen, dann kommt es oftmals zur "Teilung" der Beziehung, Ob man aus diesem Dilemma herauskommt?Leicht ist es jedenfalls nicht.

In einem sind sich fast alle Autoren, die ihre wildesten Gelüste schilderten, einig: „Sprich niemals mit einem potenziellen Lover darüber.“ Gleich, ob du eine Frau oder ein Mann bist oder ob dein Lover Mann oder Frau ist – wenn du wirklich eine Beziehung willst - sprich nicht drüber.

Eine Frau schreibt dazu (Zitat):

Wie könnte ich meinem Freund meine Gelüste schildern, wenn ich sie mir nicht einmal selber eingestehen könnte? … Fetischisten haben keine Routinen, sich zu outen.

In ihrem Fall war’s besonders schwer – sie liebte Schläge. Und jemandem die Liebe zu Schlägen einzugestehen, ist so ziemlich das Schlimmste, was du tun kannst. „Mein Gott, du arme, bist du etwa als Kind geschlagen worden?“, ist noch das Harmloseste, was du hören wirst.

"Du musst zum Arzt" – wirklich?

Ein Mann, der es seiner Freundin gestand, wurde noch schroffer abgewertet: „Du glaubst doch nicht, dass dann noch eine Beziehung infrage kommt? Geh sofort zu einem Psychiater mit deiner Perversion.“ Wer diesem Rat folgen sollte, wird bald erkennen: Es kommt sehr auf den Psychiater (Psychotherapeuten) an, was er dazu sagt. Das Beste, was er euch sagen kann, ist „Was stört Sie denn an dem Wunsch, geschlagen zu werden?“

Geschlagen werden ist nur eine der seltsamen Lüste

Dabei ist das „Geschlagen werden wollen“ eine der absolut harmlosen, manchmal verachteten, anderseits aber auch wieder viel gepriesenen Methoden, das sinnliche Leben zu bereichern. Andere Wünsche und Gelüste sind oft nicht so harmlos, und es ist noch weitaus schwieriger, jemanden zu finden, der eine der selteneren Abweichungen teilen möchte. Und weil wir gerade bei „selten“ sind: Das Geständnis, erotisch geschlagen werden zu wollen, ist sehr selten, der latente Wunsch hingegen nicht. Männer hegen ihn zu etwa 29 Prozent, Frauen zu 36 Prozent. Man kann den Wunsch nach sexueller Beherrschung durch ungewöhnliche Maßnahmen noch höher einstufen, denn wenn gefragt wird,“träumst du davon, von einem Partner dominiert zu werden? Sagt bereits über die Hälfte der Männer „ja, das tue ich“ – und bei den Frauen sind es fast zwei Drittel.

Wir winden uns, bevor wir gestehen – wenn überhaupt

Normalerweise winden wir uns wie ein Korkenzieher im Weinkork, wenn wir gestehen sollen, dass wir eine dieser harmlosen kleinen Obsessionen haben. Die meisten verkappten Lüstlinge und lüsternen Frauen hoffen, dass es irgendwann einmal den „Plopp“ gibt, und jemand den Korken zieht.

Ist nach einem Versuch alles besser?

Ja, ihr mögt recht haben – du weißt nie, ob es dir wirklich gut tut, was dann kommt. Nicht jeder, der seltsame Wünsche hat, ist auch begeistert, wenn sie erfüllt werden. Und dabei geht es wirklich nicht nur um Spanking und andere Fetische. Auch „ganz gewöhnliche Ungewöhnliche“ Praktiken, wie etwa Cunnilingus oder Analverkehr, können beim ersten Mal verwirrend sein. Und: es wird nicht „besser“. Es wird „anders“, wenn du’s versuchst. Du musst also aushalten können, dass etwas anders wird.

Warum wollen Frauen eigentlich erotisch dominieren?

Warum wollen Frauen eigentlich dominieren? Manche sagen: Sie wollen es gar nicht, es sei nur eine "Urbane Legende". Andere wollen etwas wissen oder erfahren haben, was Sie in psychologischen Betrachtungen gelesen haben. Doch wo liegt die Wahrheit? Unser Autor versucht, das Thema auf sehr ungewöhnliche Art anzugehen.
Die Dominanz kann viele Ausprägungen haben

Eine recht ungewöhnliche Antwort auf die Frage, warum Frauen dominieren wollen, könnten wir aus der Ökonomie ableiten: Es gibt eine große Anzahl an männlichen und weiblichen Submissiven. Das heißt, die Nachfrage ist riesig, während das Angebot ausgesprochen gering ist. Die Frage, warum sich sowohl Frauen wie auch Männer gerne Frauen (und nicht etwa Männern) unterwerfen, ist einfach: Sie erwarten mehr erotisches Einfühlungsvermögen von einer Frau als von einem Mann. Der „Dominatrice“ selber bringt dieser Umstand das Gefühl, sehr bedeutend zu sein, weil es viele Menschen gibt, die ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten. Ja, ein Teil davon fleht sie förmlich an, sie doch als „Sklave“ oder „Sklavin“ zu akzeptieren. Das erzeugt ein ungeheures Gefühl der Macht – und so können sie sich kleine Imperien aufbauen, in denen sie liebevoll nach eigenem Gusto herrschen können.

Psychologische Betrachtungen über Dominanz sind holprig

Ökonomisch ist die Frage also schneller beantwortet als psychologisch. Doch auch Psychologen glauben, dass es der Dominatrix in erster Linie um die Macht geht, die sie über andere hat. Wir wissen ja aus zahllosen Schilderungen, dass sich bereits junge Mädchen kleine Imperien aufbauen, um sich und anderen ihre Macht zu beweisen. Selbst in Firmen und Organisationen bauen Frauen Subkulturen um ihre Person herum auf, zu der oft ein eigenartiger Hofstaat gehört. Es sind ledige, meist unschöne Kolleginnen, devote männliche Jungangestellte, die sich an ihrer Schönheit laben wollen und leicht verkommene männliche Gestalten ohne Perspektive, die leicht zu führen sind. Wenn Sie sich fragen sollten, wo denn nun der Lohn bleibt, so sage ich Ihnen: Da falle jede Menge Sozialtaler auf das Konto der Rudelführerin – das ist übrigens bei manchen Affenarten ganz ähnlich.

Doch so ganz sind die Psychologen nicht damit einverstanden – sie vermuten nach freudscher Denkweise eine Fehlentwicklung. Dazu gehört beispielsweise, in der Jugend nicht genügend Liebe und/oder Aufmerksamkeit bekommen zu haben und deshalb die Dominanz an sich gerissen zu haben. Auch wird behauptet, dass diese Frauen ohne Maß und Ziel erzogen wurden, und schließlich werden diese Behauptungen mit dem üblichen Vorwurf getoppt, sexuelle Übergriffe erfahren zu haben.

Sexistisch: Frauen haben einen Tick, weil sie dominieren wollen

Was die Fehlentwicklung betrifft, so wird schnell deutlich, dass hier sexistische argumentiert wird: Für die meisten Jungen wäre es ein Traum, Häuptling eines Clans zu sein, der aus Männern und Frauen besteht. Ihm würde vielleicht sogar eine große Karriere als wirtschaftlicher oder politischer Führer vorausgesagt – und zwar unabhängig davon, wie viel Liebe er bekommen oder entbehrt hat.

Natürliche Veranlagung und die Erfahrung, als dominante Frau erwünscht zu sein

Ich behaupte einfach: Eine Frau, die es schafft, viele Menschen um sich zu scharen, hat eben die Veranlagung, dies zu tun – egal, wann, wie und womit sie diese Fähigkeit erwarb. Und sie kann diese Fähigkeit nutzen, um andere zu fördern oder auch, um ihnen zu schaden.

Das heißt nicht, dass alle Frauen, die Menschen für sich begeistern können, dominant sein müssen. Und es bedeutet auch keinesfalls, dass jeder dominanten Frau unendliche Sympathien entgegenschlagen.

Die „echte“ Dominatrix wird das, was sie ist, immer erst durch die Art der devoten Menschen, mit denen sie zusammenkommt. Es gibt einige Beispiele, dass die vorzüglichen Eigenschaften dominanter Frauen erst durch unterwürfige Frauen und Männer entwickelt wurden. Es ist ungefähr so, als wenn man plötzlich Vorgesetzter in einem Betrieb wird: Wie man sich dabei entwickelt, hängt neben den eigenen Fähigkeiten sehr von den Eigenschaften der Mitarbeiter ab.

Auf diese Weise wäre es eigentlich ganz normal, dass es einige dominante Frauen gibt, es einfach lieben, Führerinnen eines gemischten Rudels zu sein. Warum sie zur erotischen Dominanz kommen und nicht etwas Abteilungsleiterin werden, ist eines der Geheimnisse des Seins. Möglicherweise liegt es einfach daran, dass Individualistinnen selten Freude daran haben, Büromief zu atmen und den direktiven „von oben“ zu folgen. Und falls dann auch noch ein Schuss Neugierde dazu kommt, was devote Menschen alles tun würden, um ihr zu gefallen – dann ist die Dominatrix eigentlich perfekt.

Warum ich nicht von Geld redeten? Warum sollte ich? Ich frage ja auch nicht, warum ein Kunstmaler Geld damit verdienen möchte, eine Leinwand mit Farbe vollzupinseln.

Sind Frauen das bessere Geschlecht?

Sind es nun gute Nachrichten für Frauen oder gute Nachrichten für Servas und andere BDSM-Anhängerinnen?

Jedenfalls will ein US-amerikanischer Autor wissen, dass Frauen viele Pluspunkte haben. Neben dem höheren erreichbaren Lebensalter sei es vor allem die Schmerztoleranz. Was dran positiv sein soll, wissen wir nicht, denken aber, dass die Schmerztoleranz situativ variiert. Vielleicht sollten Sie mal einen Sadisten fragen, wenn Sie eine präzise Antwort wollen?

Und: Frauen haben eine höhere „soziale und emotionale Intelligenz“ – glaubt man jedenfalls. Wirtschaftlich nutzen kann man sie auch – jedenfalls die soziale Intelligenz. Bei der sogenannten „emotionalen Intelligenz“ habe ich da meine Zweifel.

Und natürlich haben Frauen einen Vorteil, um dem wir Männer sie beneiden: Sie können Orgasmen in Serie haben, jedenfalls mit dem richtigen Vibrator.

Geht uns Männer da nicht das Herz auf über so viele Superqualitäten? Männer haben angeblich nur einen Vorteil – ein besseres Reaktionsvermögen.

Und damit gebe ich mal zurück an die Redaktion – so wahr ich Gramse heiße.

Anmerkung: der verlinkte Artikel ist inzwischen steinalt, aber gleichwohl für eine Satire gut.

Sex – es machen oder es sich machen lassen?

Adam, selbstbewusst, links, Lilith, sinnlich, in der Mitte als Schlange - Eva unterwürfig rechts
Genau genommen ist die Geschichte, wenngleich nicht biblisch authentisch, so alt wie die Religion selbst: Machst du es ihm/ihr oder lässt du es von ihm/ihr machen? Oder, mal auf die Ursprünge zurückgeführt: Am Anfang war die Genesis, und das schuf Gott Mann und Weib nach seinem Ebenbild. Das harmonierte logisch aber nicht mit der anderen Story, weil später doch dieser Adam allein durch das Paradies latschte, und ihm erst noch eine Frau aus der Rippe geschnitten werden musste. Und weil das nun mal nicht zusammengeht, kam flugs die Legende auf: Also da war Lilith, Adams erste Frau – und die wollte oben liegen, also sexuell dominieren und sich ihre Lust holen, wann sie wollte. Das ging nun gar nicht für den armen Adam, und so musste die zweite Frau her, also die Eva.

Frauenklischees - doch sollten Frauen sie wirklich aufgreifen ?

Nun – seither wissen wir, was Sache ist: Frauen sind zwar widerwärtige Verführerinnen und Urheber der Erbsünde, aber andererseits ertragen sie, wenngleich widerstrebend, die Begattungsversuche ihrer plumpen Ehemänner. Sie fordern keine Befriedigung ein, und spielen ihrem Mann stattdessen die große Show vor, einen Orgasmus zu haben. Klischee bleibt Klischee. Frau stellt sich auf den Mann ein, mal so und mal so, aber der Mann muss machen. Schließlich ist er der „Macker“. Und der Macker macht, was er will.

Männerklischees - sollten Männer danach leben?

Für den Mann gelten noch mehr Klischees. Sie grunzen vor Wollust, wenn sie eine Frau sehen, ihr Penis schwillt sozusagen automatisch an, und sie stecken ihn überall herein, wo sich eine Öffnung im Körper auftut. Denn männlich sein, heißt, seinen „Samen“ überall hin zu verkleckern, koste es, was es wolle. Also bedrängt er, penetriert er, was nicht fest verschlossen bleibt, und entleert seine Prostata überall hin, wo es feucht ist.

Und wenn Lilith das bessere Vorbild wäre?

Was wäre eigentlich wenn … Lilith obsiegt hätte? Wenn Frauen beim Sex verlockend, sinnlich, fordernd, begierig und aktiv wären und die Männer eher passiv? Wen sie sich hinlegen würden, den Mast in die Höhe, und Frauen sich rittlings ihr Vergnügen holen würden? Was, wenn Frauen es Männern „schön machen“ würden, statt „unten zu liegen“ und zu warten warten, wie der Mann sich abrackert? Oder wenn Männer alles daran setzen würden, Frauen die volle Lust zu schenken, ohne dabei ihren Penis einzusetzen?

Wir teilen die Geschlechter in „Frau“ und „Mann“. Wir weisen ihnen sodann den Status „aktiv“ für männlich und „passiv“ für weiblich zu. Wir sagen, dass so, wie sie Sex am meisten genießen, auch ihre Veranlagung sei: homo- oder heterosexuell.

Aktiv und passiv - einfach nur, weil eins davon mehr Lust macht?

Wir brauchen, wie es scheint, Kontraste, um diese in Schuhkartons mit Etiketten zu verpacken. Damit man bloß nicht in den falschen Karton greift. Doch, was wäre, wenn es hochsensible Hetero-Männer gäbe, die einfach mal passiv genießen wollen? Oder raue, auf sich selbst fixierte Hetero-Frauen, einem Mann mal die Flötentöne beibringen wollten, ohne dabei zimperlich zu sein?

Heterosexuell und passiv? Oder was denn nun?

Oder sagen wir mal: Wann ist ein Mann „schwul“, wann eine Frau „lesbisch“? Ist der Mann schwul, weil es sanft und lustvoll behandelt werden will? Oder die selbstbewusste Frau lesbisch, weil sie Vergnügen daran hat, sich hübsche junge Frauen einzuladen, um sie nach Strich und Faden zu verführen?

Sind Sex-Klischees noch tragfähig?

Na klar – Klischees entstehen nicht von heute auf morgen. Mag sein, dass Frauen tatsächlich „überwiegend“ dem Klischee der passiven Frau entsprechen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie nun über Müllwerker oder Programmierer herrschen. Aber es mag eben auch so sein, dass die Klischees nicht zutreffen. Und wäre es so, dann müssten wir eigentlich mal darüber nachdenken, warum wir eigentlich dieses Possenspiel weiter betreiben.

Was meinen Sie?

Hinweis: das © des Bildes konnte nicht ermittelt werden