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Ist das alles überhaupt Liebe, worüber wir schreiben?

Manche freut’s, manche stört’s – wenn wir über die spröde Liebe reden, über die Facetten, die Abweichungen vom Mainstream oder die Lust am Ungewöhnlichen.

Süße Romantik und machbare Verfürhrungen

Was wirklich interessant ist an der Liebe, ist einerseits die Romantik. Sie ist eine Illusion, eine „fromme Lüge“, die wir sehr gerne für wahr halten würden. Und in der Tat glauben ja viele Menschen, sei sei für sie persönlich wahr geworden. Lassen wir sie bitte in dem Glauben. Die Kehrseite: Romantik ist machbar. Sie kann arrangiert werden, denn die Essenzen, die man dazu benötigt, sind alle bekannt und sie lassen sich fast beliebig zusammenmixen. Aufmerksamkeit, Interesse, offenkundige, meist überschwängliche Zärtlichkeit und glaubwürdige Liebesbeteuerungen, zunächst verhaltene, aber spürbare Begierde – das erwartet die Prinzessin. Na schön, meist ist sie mitten in der Verführung schon ein bisschen angeduselt, aber auch das gehört zur romantischen Verführung.

Ach, die ersten Male - nicht so sehr für uns?

Etwas anderes, das viele jüngere Menschen bewegt, sind die vielen „ersten Male“- vom ersten Zungenkuss über das erste Entkleiden vor dem Partner bis hin zum ersten PiV-Kontakt oder zum ersten Experiment mit SM-Praktiken. Das überlassen wir in der Regel anderen Magazinen und Jugendzeitschriften.

Rafinessen und Gewürze in Massen?

Interessant sind freilich die Raffinessen – den Zungenkuss zu genießen und bewusst zur Verführung einzusetzen, beispielsweise. Die Gewissensfrage, ob man ihn von einer Frau oder einem Mann lernt. Der Einsatz von Kleidung und Dessous, um Männern zu verführen oder „bei der Stange zu halten“. Neuerdings lesen wie viel über falsche Vorstellungen – da wird Sex nicht als Lust, sondern als Wundertüte zum Aussuchen gesehen – was schon mal ganz schlecht ist.

Exotische Blüten der Lust

Aber – auch exotische Blüten werden in Foren oft abgefragt. Sinnliche Fantasien, beispielsweise. Den Menschen, die darüber diskutieren, merkt man an: Sie wünschen sich schon, dass die Lust über den Tellerrand schwappt, aber sie trauen sich nicht, ihren „Nächsten“ um die Erfüllung zu bitten.

Merkwürdige Lüste, echte Probleme?

Ja – und da ergibt sich natürlich auch für uns die Frage: Machen wir so weiter? Interessiert eine intakte Prostata, die auf die bekannte Art stimuliert, wird mehr als eine, in die nie von einem zarten Frauenfinger berührt wurde? Oder interessiert sie erst, wenn sie futsch ist?

Was ist mit Küssen und Qualen? Wir haben noch wenig über das Wechselspiel berichtet, das manche Frauen und Männer mögen. Oder Kitzeln und Liebkosen, wenn es denn „Vanille“ sein soll.

Das ganz Nomale - nicht so normal?

Ganz generell gesprochen: Es gibt viele Themenkreise, die sich um das „ganz Normale“ drehen – von der Verführung über die Kleidung bis zum Einsatz von Lippen, Zunge und Hand. Allein über das Thema „was trage ich drunter, und wie ziehe ich mich aus“, könnte man Bände schreiben. Das Thema ist ja gerade höchst aktuell: Was trägt frau unter dem Sommerkleid? Wie kurz darf der Rock sein? Dürfen die BH-Bügel sichtbar sein, vor allem, wenn sie mit der Haut kontrastieren? Und nach wie vor geht die Diskussion um Schamhaare, Cunnilingus und „Fingern“.

Ganz zu schweigen von allem anderen – und von dem, was Männer sich heimlich wünschen. Dem wäre noch ein besonderes Kapitel zu widmen, denn bevor ein Mann den Mund aufmacht und seine geheimsten Wünsche preisgibt – na ja, da geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr. Oder der Mann ins Bordell.

Was meint denn ihr nun eigentlich? Ihr seid ja die Leserinnen und Leser, oder?

Warum wollen manche Männer „übers Knie gelegt” werden?

Warum wollen manche Männer „übers Knie gelegt” werden? Sie haben sich die Frage nie gestellt? Es muss ja nicht immer die Berühmte Position "übers Knie legen" sein - also: was begeistert Männer daran, von eienr schönen Frau durch Schläge geliebt zu werden?

Die mesnchliche Hand wäre da doch angenehmer ...

Eine mögliche Antwort ist: Sie wollen einmal die ungeteilte Aufmerksamkeit einer Frau – wenn es sein kann, einer schönen, selbstbewussten Frau.

Doch diese Antwort ist nicht sehr befriedigend, wenn man den Aufwand bedenkt, den ein Mann betreiben muss, um von einer „ganz gewöhnlichen Frau“ geschlagen zu werden. Also muss es etwas mehr sein, was den Mann bewegt, sich den Po von zarter, aber kräftiger Hand versohlen zu lassen.

Einen merkwürdigen, aber nicht zu vernachlässigenden Aspekt lasen wir neulich: Wenn wir uns erniedrigen lassen, gibt uns dies möglicherweise das Gefühl, in jeder Hinsicht empfänglich für Lust zu sein. Das mag für Männer interessant sein, die ja zumeist glauben, Liebe sei mit motorischer Aktivität verbunden, die schnell zum Lustgewinn führt und dann ebenso schnell verraucht. Wenn sie sich nun ganz der Situation der sinnlichen Schläge hingeben, können sie barrierefrei Lust empfangen.

Müssten es denn Schläge sein? Nicht unbedingt. Aber gerade die Schläge auf den Po, wohl dosiert, aber konsequent platziert, könnten dafür sorgen, dass die benachbarten Genitalien stark durchblutet würden. Und dies sei für Frauen wie für Männer ein wundervolles Gefühl. Interessant ist dabei für denjenigen, der „übers Knie gelegt“ oder sonst wie behandelt wird, dass die Erregung über lange Zeit beibehalten werden kann. Selbstverständlich kann sie auch in Wellen aufgebaut und wieder abgebaut werden, was für viele Menschen eine besondere Sensation darstellt.

Beschäftigt Männer seit Jahrzehnten: OTK-Spanking

Behauptet wird auch, dass mit Handschlägen eine unglaublich intensive Intimität hergestellt werden kann, währen die Schläge mit Instrumenten den Wunsch nach erneuter Berührung mit der Hand wecken würden.

Die „Behandlung“ kann also sehr sinnlich sein, auch wenn sie eigentlich nicht primär sexueller Natur ist – denn oftmals gehört der Geschlechtsverkehr nicht zu den Ritualen, die beim „Spanking“ mit einbezogen werden.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Gedanken von von Stacey Grenrock Woods. Sie verwandte für ihren Artikel außerdem Auszüge aus einem Buch von Gloria Brame.

Bild oben: Werbung für eine Flagellationsmaschine

Warum wollen Frauen eigentlich erotisch dominieren?

Warum wollen Frauen eigentlich dominieren? Manche sagen: Sie wollen es gar nicht, es sei nur eine "Urbane Legende". Andere wollen etwas wissen oder erfahren haben, was Sie in psychologischen Betrachtungen gelesen haben. Doch wo liegt die Wahrheit? Unser Autor versucht, das Thema auf sehr ungewöhnliche Art anzugehen.
Die Dominanz kann viele Ausprägungen haben

Eine recht ungewöhnliche Antwort auf die Frage, warum Frauen dominieren wollen, könnten wir aus der Ökonomie ableiten: Es gibt eine große Anzahl an männlichen und weiblichen Submissiven. Das heißt, die Nachfrage ist riesig, während das Angebot ausgesprochen gering ist. Die Frage, warum sich sowohl Frauen wie auch Männer gerne Frauen (und nicht etwa Männern) unterwerfen, ist einfach: Sie erwarten mehr erotisches Einfühlungsvermögen von einer Frau als von einem Mann. Der „Dominatrice“ selber bringt dieser Umstand das Gefühl, sehr bedeutend zu sein, weil es viele Menschen gibt, die ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten. Ja, ein Teil davon fleht sie förmlich an, sie doch als „Sklave“ oder „Sklavin“ zu akzeptieren. Das erzeugt ein ungeheures Gefühl der Macht – und so können sie sich kleine Imperien aufbauen, in denen sie liebevoll nach eigenem Gusto herrschen können.

Psychologische Betrachtungen über Dominanz sind holprig

Ökonomisch ist die Frage also schneller beantwortet als psychologisch. Doch auch Psychologen glauben, dass es der Dominatrix in erster Linie um die Macht geht, die sie über andere hat. Wir wissen ja aus zahllosen Schilderungen, dass sich bereits junge Mädchen kleine Imperien aufbauen, um sich und anderen ihre Macht zu beweisen. Selbst in Firmen und Organisationen bauen Frauen Subkulturen um ihre Person herum auf, zu der oft ein eigenartiger Hofstaat gehört. Es sind ledige, meist unschöne Kolleginnen, devote männliche Jungangestellte, die sich an ihrer Schönheit laben wollen und leicht verkommene männliche Gestalten ohne Perspektive, die leicht zu führen sind. Wenn Sie sich fragen sollten, wo denn nun der Lohn bleibt, so sage ich Ihnen: Da falle jede Menge Sozialtaler auf das Konto der Rudelführerin – das ist übrigens bei manchen Affenarten ganz ähnlich.

Doch so ganz sind die Psychologen nicht damit einverstanden – sie vermuten nach freudscher Denkweise eine Fehlentwicklung. Dazu gehört beispielsweise, in der Jugend nicht genügend Liebe und/oder Aufmerksamkeit bekommen zu haben und deshalb die Dominanz an sich gerissen zu haben. Auch wird behauptet, dass diese Frauen ohne Maß und Ziel erzogen wurden, und schließlich werden diese Behauptungen mit dem üblichen Vorwurf getoppt, sexuelle Übergriffe erfahren zu haben.

Sexistisch: Frauen haben einen Tick, weil sie dominieren wollen

Was die Fehlentwicklung betrifft, so wird schnell deutlich, dass hier sexistische argumentiert wird: Für die meisten Jungen wäre es ein Traum, Häuptling eines Clans zu sein, der aus Männern und Frauen besteht. Ihm würde vielleicht sogar eine große Karriere als wirtschaftlicher oder politischer Führer vorausgesagt – und zwar unabhängig davon, wie viel Liebe er bekommen oder entbehrt hat.

Natürliche Veranlagung und die Erfahrung, als dominante Frau erwünscht zu sein

Ich behaupte einfach: Eine Frau, die es schafft, viele Menschen um sich zu scharen, hat eben die Veranlagung, dies zu tun – egal, wann, wie und womit sie diese Fähigkeit erwarb. Und sie kann diese Fähigkeit nutzen, um andere zu fördern oder auch, um ihnen zu schaden.

Das heißt nicht, dass alle Frauen, die Menschen für sich begeistern können, dominant sein müssen. Und es bedeutet auch keinesfalls, dass jeder dominanten Frau unendliche Sympathien entgegenschlagen.

Die „echte“ Dominatrix wird das, was sie ist, immer erst durch die Art der devoten Menschen, mit denen sie zusammenkommt. Es gibt einige Beispiele, dass die vorzüglichen Eigenschaften dominanter Frauen erst durch unterwürfige Frauen und Männer entwickelt wurden. Es ist ungefähr so, als wenn man plötzlich Vorgesetzter in einem Betrieb wird: Wie man sich dabei entwickelt, hängt neben den eigenen Fähigkeiten sehr von den Eigenschaften der Mitarbeiter ab.

Auf diese Weise wäre es eigentlich ganz normal, dass es einige dominante Frauen gibt, es einfach lieben, Führerinnen eines gemischten Rudels zu sein. Warum sie zur erotischen Dominanz kommen und nicht etwas Abteilungsleiterin werden, ist eines der Geheimnisse des Seins. Möglicherweise liegt es einfach daran, dass Individualistinnen selten Freude daran haben, Büromief zu atmen und den direktiven „von oben“ zu folgen. Und falls dann auch noch ein Schuss Neugierde dazu kommt, was devote Menschen alles tun würden, um ihr zu gefallen – dann ist die Dominatrix eigentlich perfekt.

Warum ich nicht von Geld redeten? Warum sollte ich? Ich frage ja auch nicht, warum ein Kunstmaler Geld damit verdienen möchte, eine Leinwand mit Farbe vollzupinseln.

Sexuelle Wünsche – erfühlen statt erfüllen?

Manches ist in der Fantasie schöner als in der Realität
Das Hauptproblem bei der Erfüllung erotischer oder konkreter sexueller Wünsche ist die Angst, darüber zu sprechen, sei es mit dem Partner oder mit irgendjemandem sonst.

Was kannst du tun, wenn du solche Wünsche hast? Oder auch nur, wenn du solche Wünsche in eine Kurzgeschichte oder ein Buch einbinden willst?

Ich will euch zehn Möglichkeiten zeigen, mit ungewöhnlichen erotischen Wünschen umzugehen.

Die zehn Wege, sich eine seltsame Lust zu erfüllen.

1. Fantasieren ist sinnvoll. Natürlich nicht nur, wenn es um erotische Wünsche geht, sondern bei jeder Idee, die du vielleicht einmal umsetzen willst.
2. Wenn du dich traust, schreib’s auf. Es ist immer eine gute Idee, die Möglichkeiten schwarz auf weiß vor sich zu sehen – das verfestigt die Idee und macht sie realistischer.
3. Ja, wenn du kannst, dann rede mit jemandem darüber. Mit Frauen und Männern, mit Hetero- und Homosexuellen. Auch, wenn du niemals schreibst: Behaupte einfach, du wolltest darüber schreiben und suchst nach Informationen.
4. Lies Foren. Je harmloser sie sind, umso wahrscheinlicher wird dort die Wahrheit gesagt. Heute findest du in Frauen- oder Medizinforen alles – auch Erotik, die hart an der Grenze liegt.
5. Versuche, dein Wissen aus Büchern zu vertiefen. Manchmal ist es schwer, ein glaubwürdiges Buch über Sex, Erotik, Fetische und Ähnliches zu finden. Du erkennst diese Bücher daran, dass sie keine Perfektion vermitteln wollen.
6. Lies Schilderungen und Kurzgeschichten. Sie informieren manchmal ganz gut über die sexuellen Praktiken, die du anstrebst. Die meisten sind leider sehr unrealistisch und schlecht geschrieben. Finde die heraus, in denen Gefühle genauer beschrieben werden.
7. Visuelle Pornografie hilft. Ja, sie ist meist unrealistisch, aber sie zeigt dir dennoch, was geht und was nicht. Echter Sex und andere Praktiken sind wesentlich schmutziger und weniger elegant. Und sie und funktionieren nicht auf Anhieb so doll wie im Film.
8. Stell dich neben dich und frage dich: Wenn ich die Lust ausleben wollte, von der ich träume, wie wäre ich dann? Willst du diese Person sein oder nur spielen?
9. Sei für einen Moment dein Partner. Versuche, dich in die Person hineinzuversetzen, die du als Partner brauchst. Was wird sie denken und fühlen?
10. Mach es einfach, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Weihe eine gute Freundin oder einen guten Freund in deine Wünsche ein, und bitte sie (ihn) etwas mit dir auszuprobieren. Klappt am besten bei Fetischen und SM, weniger bei Vanille-Sexpraktiken.

Wenn du dies alles tust (oder einen Teil davon), dann weißt du ein bisschen mehr über deine Gefühle, die du bei den neuen Praktiken empfinden könntest – und vielleicht bekommst du schon eine Vorstellung, wie sie sich wirklich anfühlen könnten. Solltest du wirklich eine Autorin sein, ist unerlässlich, alle Punkte zu beherzigen.

Dominanz

Freude an der Dominanz? Dann mach weiter!
Wenn du deinem Freund einen Dienst erweist, den er als “dominant” empfindet, kann es sein, dass du dich selbst überhaupt nicht als dominant erlebst. Du bist dann vielleicht seine liebe Freundin, die ihm eine Gefälligkeit erweist. Das heißt: Du spielst die Domina, damit er Freude daran hat. Nun kann’s sein, dass es dir nach und nach Freude bereitet – wer weiß das schon. Aber wenn du keine Lust dazu hast, Macht auszuüben und auszuprobieren, wie weit du gehen kannst – dann verpufft die Freude daran, ihm „mit Dominanz zu dienen“ ganz schnell.

Wenn du deine Dominanz verinnerlichen kannst – dann mach weiter.