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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Am Karsamstag



Heute wird es kompliziert – was ist eigentlich der Ostersamstag oder Ostersonnabend? Und was der „Karsamstag“ oder der „Karsonnabend“?

Ja, die Geschäfte öffnen am Karsamstag wieder - also heute, falls du diese Seite am 4. April 2026 aufrufst.

Ich wurde belehrt, dass mein Denken „alltagslogisch“ ist, denn für Leute wie mich beginnt die Woche am Montag und endet am Sonntag. Also ist der Ostersonnabend für mich der Sonnabend vor Ostern. Doch das, liebe Freude, ist falsch. Schließlich kann ich mir mein Ostern nicht machen, wie ich es will.

Neben der Alltagslogik existiert eben noch eine andere Logik: die der christlichen Kirche. Und bei ihr beginnt die Woche am Sonntag. Ein Tag, der mit „Oster…“ beginnt, kann also nicht vor dem Sonntag stehen, sondern muss nach dem Ostersonntag einsortiert werden, weshalb heute aus kirchlicher Sicht gar kein Ostersamstag ist.

Der Karsamstag hingegen zählt für die christliche Kirche zur Karwoche, und deshalb ist heute eigentlich „Karsamstag“.

Näheres erfahrt ihr sicherlich beim örtlichen Pfarrer oder auf dieser Webseite: Karsonnabend.

Am Karfreitag




Die Osterzeit ist besonders mit dem kommenden Frühling und der Fruchtbarkeit verbunden, die durch den Hasen symbolisiert wird. Das ist der Anteil, der mich seit vielen Jahren interessiert.

Wenn du diese Seite am 3. April 2026 aufrufst, erscheint in der Datumsangabe der Karfreitag, ansonsten der Tag, an dem du sie aufgerufen hast.

Beim folgenden Text aus historischer Sicht wird deutlich, dass nicht alle Christen dem Karfreitag eine große Bedeutung beimaßen.
Im Text wird Schottland erwähnt - allerdings wurde er 1871 dort doch noch zum Feiertag erklärt. In Deutschland gilt er seit 1771 als offizieller Feiertag,

Karfreitag, Charfreitag, auch Stiller Freitag, besonders in England und den Niederlanden auch Guter Freitag (lat. dies adoratus, Parasceve), der Freitag in der Karwoche (s. d.). Als Tag der Kreuzigung Christi gilt er, namentlich in England, als der höchste Festtag der evang. Kirche. Doch haben die schweiz. Kirchen ihn erst 1860 angenommen. Die schott. Kirche feiert ihn noch heute nicht. Die ersten Spuren einer Feier des K. und Ostersonntags (als Auferstehungstag) finden sich um die Mitte des 2. Jahrh. in der röm. Kirche; infolge des Passahstreites wurde die röm. Feier von dem Konzil zu Nicäa (325) zum allgemeinen Kirchengesetz erhoben.

Text von ca. 1896 zitiert aus RetroBib

Friedensschluss: Das Karfreitagsabkommen, unterzeichnet am 10. April 1998, beendete nach Jahrzehnten blutiger Gewalt den Nordirlandkonflikt.
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Am Gründonnerstag




Ich bringe mich einfach mal in Erinnerung. Denkt an eure Häsinnen und Hasen - die Liebe bleibt, auch wenn die Liebeszeitung nicht mehr weitergeführt wird.

Geschrieben habe ich dies am Gründonnerstag 2026. Wenn ihr diese Seite an diesem Tag aufruft, kommt dennoch keine Fest- oder Feiertagsmeldung. Für die meisten Christen ist der Gründonnerstag aber ein Gedenktag.

Gründonnerstag (Dies viridium, Feria bona quinta, Dies absolutionis oder indulgentiae, Coena domini), der Donnerstag vor Ostern, welcher, als Gedächtnistag der Einsetzung des Abendmahls gegen Ende des 7. Jahrh. zum Festtag erhoben, seitdem in der christlichen Kirche gefeiert wird. Die Benennung G., die zuerst um 1200 vorkommt, leitet man entweder von dem ihn auszeichnenden Leseabschnitt Ps. 23,1 oder von der noch heute verbreiteten Sitte ab, an diesem Tage grüne Frühlingskräuter zu genießen, denen man eine heilbringende Kraft beilegte.


Zitat: RetroBib (Meyers), ca. 1892

Die Zeit braucht mehr Liebe, aber keine Liebeszeitung mehr

Es gibt eine Zeit für alles – und die Zeit des App-Wahns für Liebende und Partnersuchende ist ganz offensichtlich vorbei. Kurz und bündig:

Die Liebeszeitung bleibt sichtbar, aber sie wird stillgelegt.


Die Zukunft:

Ich werde mich dann und wann noch einmal zu speziellen Themen melden, die "über den Tag hinausgehen".

Der Bestand:

Das Blog bliebt allen Interessenten erhalten - es dokumentiert nach wie vor die Entwicklung des Online-Datings von Ende 2009 bis Anfang 2026.

Wer mich als Autor gerne weiterhin lesen mochte, der kann gelegentlich beim aktuellen "sehpferd" vorbeischauen. Sehpferd-Seiten als modernes Blog gibt es übrigens schon seit dem 18. September 2003. also seit ungefähr 8.200 Tagen.

Hinweise:
Text zuletzt geändert am 14.3.2026
Neu: 23.04.2026 Das "sehpferd-team" schreibt hier über aktuelle Entwicklungen im Bereich von Kommunikation, Psychologie und Sexualkunde.

Die Woche: selber denken – den Zeitgeist verlassen

Warum du alles Denken und fast alles sagen darfst – und wie sich die Sache mit der Höflichkeit verhält.

Was du bestimmt nicht sagen darfst, regeln Gesetze, die zum Schutz der Persönlichkeit geschaffen wurden – und falls du Fragen dazu hast, ist ein Jurist die richtige Adresse.

Weichgespülte Sprache, aufgezwungene Begriffe

Außerhalb dieser Bereiche steht das, was man „soziale Sanktionen“ nennt. Ein Beispiel wäre, stets auf „sozialer Korrektheit“ zu bestehen, also darauf, andere nur so zu benennen, dass die Ausdrücke möglichst „weichgespült“ werden. Diese Kunstsprache macht insbesondere Autoren zu schaffen, denn der Alltagsmensch redet nicht so.

Die andere Seite der Medaille ist, dass wir manchmal genötigt werden, die Sprache von Minderheiten zu übernehmen – auch für uns selbst. Das heißt, dass sich die Massen der Sprachregelung von Minderheiten oder sozialen Untergruppen anpassen „müssen“, wenn sie nicht sozial geächtet werden wollen. Ein allgemeines Beispiel ist, angeblich „heterosexuell“ zu sein. Wer es ist, der ist es nur aus der Sicht der LGBT*-Gemeinschaft, die wahlweise auch den Ausdruck „CIS-Gender“ benutzt.

Frauen in bestimmter Weise wahrnehmen und "Gendern"

Ein anderes Beispiel ist das „Gendern“, das wir aus der gleichen Ecke übernehmen sollen – allerdings auch von Sozialwissenschaftlern, die damit einer Ideologie folgen. Zu den Nötigungen gehört auch, über Frauen in einer ganz bestimmten Weise zu schreiben – die Persönlichkeit soll im Vordergrund stehen, der Körper soll im Hintergrund verschwinden. Dieser Anspruch erscheint vielen Männern (und mittlerweile auch vielen Frauen außerhalb der streng-feministischen Szene) als ziemlich absurd.

50 Jahre Anbauten an die Ruinen der Realität

Vor 50 Jahren warnte ein bekannter Autor davor, dass wir in Wahrheit in einer Pseudo-Realität leben, die ständig nach neuen Reparaturen schreit. Mehr dazu lest ihr auch auf "sehpferd".

Auf der anderen Seite wurden gerade in diesen Jahren (1975 bis 2025) viele neue Anhänge zum alten Realitätsmodell gefunden, die an die brüchigen Fassaden geklebt wurden. Seither existiert eine Art Doppelkultur mit unendlich vielen Widersprüchen: Von Männern wird nach wie vor „alte Schule“ verlangt, also eine gewisse höfliche Einschränkung, während kein Mensch von einer Frau erwartet, sich wie eine Dame zu benehmen. Ähnlich ist es mit der viel beschworenen „Kommunikation“: Die Inhalte werden immer flacher, weil die Wahrheit oft schmerzhaft sein kann, während die Anforderungen an „gute“ Kommunikation immer höher werden. Dieser Widerspruch ist kaum noch lösbar, zumal der Sinn von Kommunikation dabei vor die Hunde geht, denn Kommunikation ist nur „gut“, wenn sie dazu dient, das gegenseitige Verstehen zu fördern. Mehr darüber in "Realfeelings".

Eine Lösung – befreit euch vom Zeitgeist!

Die Lösung ist im Grunde einfach: Löst euch los von euren Ideologien und macht euch frei vom Zeitgeist. Redet nicht das nach, was andere euch einreden wolle, und sagt, was ihr wirklich sagen wollt.

Damit findet ihr voraussichtlich keinen Follower, keine Likes oder falschen Applaus. Aber es könnte durchaus sein, dass ihr damit eine Person findet, die euch wirklich mag.

Ach, ich habe noch etwas vergessen ... wenn jemand ein Date hat und den oder die andere wirklich mag, dann ist es ganz normal, sexuell erregt zu sein. Warum wundern sich Menschen eigentlich immer wieder darüber?

Aber ein schönes Wochenende wünsche ich euch in jedem Fall.