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Das "brave Mädchen", das "Bad Girl“ und das Ansehen

Braves Mädchen oder "Bad Girl"?
Ein „braves Mädchen“ ist zurückhaltend und fordert nichts ein. Dieses Mädchen erfüllt die Wünsche anderer, aber gibt vor, keine eigenen Wünsche zu haben. Brave Mädchen fürchten sich vor zu intensiven sexuellen Kontakten und Versuchen, ihre Anzahl so gering wie möglich zu halten. Deswegen treten sie zum Beispiel oft in die „zweite Reihe“ und geben sich zögerlich, wenn es um Entscheidungen geht. Im Aussehen und in der Kleidung geht das „brave“ Mädchen mit dem Mainstream - das fällt am wenigsten auf. Und - das brave Mädchen hat Vermutungen über die eigene Attraktivität, aber ist sich stets unsicher, ob sie zutreffen.

Ein "braves Mädchen" mit über 30?

Wenn du 18 bist und dich immer noch als „Mädchen“ fühlst, sind noch Änderungen an dieser Einstellung möglich. Was ist aber, wenn du längst über 30 bist und immer noch vor allem das „brave Mädchen“ gibst?

Nun, das Alter, indem andere „mädchenhaftes Verhalten“ nicht mehr als „süß“ oder „nett“ ansehen, variiert natürlich. Die Persönlichkeit der meisten erwachsenen Frauen lässt zu, dann und wann die Rolle des „braven Mädchens“ anzunehmen, wenn es ihnen als sinnvoll erscheint. Doch es gibt einen Unterschied: Ständig sein „inneres Mädchen“ vor sich hinzustellen, wirkt auf Dauer albern. Doch wenn du dann und wann die Rolle annimmst, kann dies erstens sehr charmant sein und dir zweitens eine Menge nützen.

Und was ist dann das „Bad Girl“ als Gegensatz zum „braven Mädchen“?

Warum das „Bad Girl“ nicht schlecht ist

Glaub am beste nichts von dem, was im Internet darüber steht. Ein „Bad Girl“ ist eine selbstbewusste Frau, die oftmals etwas tut, was man von „einem Mädchen“ oder ebene einer jungen Frau nicht erwartet: Offensiv sein, direkt sein, Wünsche anmelden. Du kannst durchaus Härte zeigen und Konsequenzen ziehen. Du hast ebenfalls die Möglichkeit, rundheraus zu sagen, was du denkst. Dadurch könntest du „Freunde“ verlieren - aber sie währen ohnehin „falsche Freunde“. Wichtig ist, etwas zu wagen - oftmals auch ohne all die „Wenns“ und „Abers“ zu bedenken, die „brave Mädchen“ ständig behindern.

Wenn du ein Beispiel brauchst: Wenn du eine berufliche Chance bekommst, die ungewöhnlich anspruchsvoll ist - was tust du? Eine Frau vom Typ „braves Mädchen“ überlegt, was passiert, wenn sie versagt - und zögert und zaudert, bevor sie dann endgültig absagt. Die Frau vom Typ „Bad Girl“ sagt sich: „Ich probier es einfach aus, sonst weiß ich es nie.“

Der Unterschied liegt also nicht so sehr darin, ob du „gut“ oder „schlecht“ bist, sondern wie viel Mut du hast, etwas Neues, eventuell gar etwas Ungewöhnliche zu versuchen.

Warum sind „Bad Girls“ manchmal wirklich unerträglich?

Die „Bad Girls“, die unerträglich sind, betreiben einen Lebensstil, der nur auf das Ziel ausgerichtet ist, „ungewöhnlich“ zu sein. Je mehr du damit spielst, damit manipulierst oder damit andere schädigst, umso mehr wirst du abgelehnt. Wenn du mit Gemeinheiten und Bosheiten arbeitest, wirst du von anderen nicht mehr respektiert - und das ist dann meist das Ende vom „erfolgreichen Bad Girl“.

Übrigens geht es „Bad Boys“ oft recht ähnlich.

Bad Girls und ihr Ansehen

Oft wird behauptet, ein „Braves Mädchen“ kümmere sich Minute für Minute vor allem um ihr Ansehen. Und deshalb würde ein „Bad Girl“ sich (im Gegensatz dazu) niemals um ihre Reputation kümmern.

Das ist wirklich falsch. Richtig ist, dass sich „Brave Mädchen“ ständig bemühen, ihr Verhalten zu begründen, sich oft beklagen, dass alles nicht so ist, wie sie es sich wünschen und ihr Versagen anderen anlasten. Eine selbstbewusste Frau tut so etwas nicht. „Never complain, never explain“ ist also ein ausgezeichnetes Motto, im ganzen Satz:

Versuch nie, dich zu beklagen, und erkläre niemals, warum du dich so verhältst.

Man nennt dies auch einen „individuellen Weg“, und er erfordert nicht viel mehr als den Mut, so zu leben. Tatsache ist: Sobald du deinen eigenen Weg gehst, hast du Bewunderer und Feinde. Irgendjemand wird dein Verhalten „mutig“ finden, während ein anderer dich wegen desselben Verhaltens verachten wird.

Sowohl Bewunderer wie auch Feinde sollten nicht der Maßstab für dich sein: Du wirst deine Feinde nicht umstimmen, indem du ihnen „Avancen“ machst. Und du solltest nichts tun, das deinen Bewunderer gefällt, aber dir nicht.

Das Fazit und der Tipp für dich

Am Ende noch mein Tipp: Hör auf, dich um „gut“ und „schlecht“ zu kümmern. Tu, was du für richtig hältst, tu es konsequent und mit dem Blick auf deine Ziele. Das reicht völlig.

(1) Das Zitat soll von Kate Moss stammen, andere sagen, dass es im Original von Johnny Depp stammt. Der Satz soll in der Dezemberausgabe 2012 von "Vanity Fair"gefallen sein.

Beziehungen: Gewinnt derjenige, der das geringere Interesse hat?

Wer hat mehr Interesse? Er oder ich?
Ein Satz vorab: Es ist wundervoll, wenn beide Partner ein ähnlich starkes Bedürfnis haben, eine Beziehung einzugehen – egal, zu welchem Zweck und auf welche Dauer sie angelegt ist.

Allerdings ist dies ein Wunschtraum. Zumindest zu Anfang ist in den meisten Beziehungen einer der Partner stärker interessiert als der andere.

Wer drängt, ist im Nachteil

Üblicherweise drängt der Partner, der stärker interessiert ist, den anderen zu einer Entscheidung. Ob es sich darum handelt, eine Nacht miteinander zu verbringen, ein Wochenende oder ein Leben, spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Fragen wir uns, wer in dieser Konstellation die Entscheidungsgewalt hat, dann liegt die Antwort auf der Hand: Derjenige, der weniger interessiert ist.

ONS, Verführungen und Beziehungen - neu bewerten?

Folgen wir dieser Sichtweise, dann müssen wir ONS, Verführungen und Beziehungen neu bewerten. Denn die Macht hat derjenige, der in der Entscheidungsposition ist. Wie könnte es auch anders sein? Kaufen wir alles, was wir sehen? Gehen wir mit jedem (jeder) ins Bett, wenn ein Angebot kommt? Wollen wir jeden (jede) heiraten, nur weil wir gerade ein Date miteinander haben?

Wohin das Drängen führen kann

Nein, natürlich nicht. Aber zumeist ist einer dringlicher interessiert als der andere. Frauen, die kurz vor dem 40. Lebensjahr noch schnell heiraten wollen und schon von Kindern reden, wenn sie den anderen noch gar nicht genau kennen, sind als Dating-Partner verpönt. Da drängt die Frau und der Mann fühlt sich unter Druck gesetzt. Bei ONS ist es oft umgekehrt. Der Mann ist dringlicher an Sex interessiert als die Frau, was nun der Frau die Macht verschafft, die Nacht nach ihren Wünschen zu gestalten – oder ihn „kalt abfahren“ zu lassen. Das mögen Extrembeispiele sein – aber sie sollen ja auch nur vergegenwärtigen, wer die Macht hat.

Umkehr der Verhältnisse - verführt eigentlich der/die Verführte?

Ziemlich verworren wird dieses System bei heutigen Verführungen – in diesem Fall haben Verführerinnen oder Verführer nicht die Macht, die sie sich zuschreiben. Vielmehr haben die Personen, die verführt werden sollen, die Macht, dies zuzulassen oder zu verweigern. Das mag im 19. Jahrhundert noch anders gewesen sein – aber wir reden von der Jetztzeit.

Soziologie und Ökonomie - rar ist teuer

Das soziologische „Principle of least interest” mag umstritten sein, doch spricht viel dafür, dass derjenige mit dem geringeren Interesse die besten Chancen hat, mit seinen Wünschen und Vorstellungen durchzukommen. Die Sache kann nämlich auch so gesehen werden: Wenn das Angebot an etwas gering ist und die Nachfrage groß, dann hat der Anbieter den Vorteil, seinen „Preis“ festzulegen.

Lohnt es sich, brav zu sein?

Brave Mädchen beim Ausgang um 1900
Ein braves Mädchen sein, ein braver Junge? Den Regeln folgen ohne ständig dazu aufgefordert zu werden? Sich unterordnen, ohne dass momentan eine Veranlassung dazu besteht? Verinnerlichen, was es bedeutet, brav zu sein?

Lohnt es sich wirklich, "brav" zu sein?

Eine der Regeln der Kindheit lautet: Brav sein lohnt sich. Doch die Wissenschaft hat erhebliche Zweifel daran.

Dazu zitiere ich mal:

Wir wollen brav den Bedingungen entsprechen, weil uns dann der Papa, die Mama, die internalisierten Eltern die Zuneigung versprechen.

Die „internalisierten Eltern“ sind dabei immer die Mäuschen, die uns in die Ohren pfeifen: „Sei brav, dann hast du am meisten Erfolg, weil dich dann alle Menschen lieben.“

Zweifel am "Lohn des Bravseins"

Wir merken früher oder später, dass dies nicht ganz stimmt. Erstens, weil sich der Erfolg nicht einstellt. „Brav sein“ reicht häufig nicht. Jedenfalls nicht, um aus der Masse durchschnittlicher, ja selbst noch überdurchschnittlicher Befähigungen, herauszuragen. Denn früher oder später merkst du: Wenn du „brav“ bist, wirst du kaum wahrgenommen.

Als richten wir uns zumeist darauf ein, manchmal brav zu sein und dann auch wieder nicht. Wollen wir Erfolg, müssen wir hervortreten aus der Masse. Insoweit lohnt sich also nicht, brav zu sein.

Und auch der Rest über die „Bravheit“ stimmt nicht.

Wir können brav sein und deshalb geliebt werden

Eine schöne Vorstellung? Mag sein. Allerdings dauert ihre Liebe nur an, wenn du brav folgst – aber nicht mehr, wenn du eigene Wege gehen willst, die ihrem Verständnis eines „braven“ Menschen widersprechen.

Wir können nicht brav sein und deshalb geliebt werden

Manche Menschen lieben uns dafür, dass wir unsere eigenen Wege gehen. Sie mögen uns, weil wir solche Möglichkeiten gefunden haben und bewundern uns, weil wir damit unabhängiger werden.

Brav oder nicht – wir werden geliebt oder auch nicht

Unabhängig davon, ob wir als „brav“ oder „eigensinnig“ gelten, werden wir von Menschen geliebt, die uns so mögen, wie wir sind. Und wir werden von anderen gehasst, weil sie eben nicht mögen, wie wir sind. Diese Menschen lieben oder hassen uns als Person.

Wie Menschen dich lieben

Generell lässt sich dies sagen:

Einige Menschen lieben dich, weil du existierst. Meist sind es „Eltern-Typen“ oder „Geschwister-Typen“, die schon immer der Meinung waren: Liebe wir nicht verhandelt, sondern sie ist Voraussetzung für das Leben.

Andere lieben dich für das, was du (für sie) tust. Du musst dir die Liebe also „erwerben“. „Brav zu sein“ ist dabei meist zu wenig. Sie werden mit der Zeit mehr von dir verlangen. Liebe gibt es nur gegen Leistungen.

Das Fazit: Lohnt es sich, „brav“ zu bleiben?

Lohnt es sich also, ein „braves Mädchen“ zu sein und zu bleiben? Oder ein „braver Junge“?

Nein, es lohnt sich nicht. Wer einen eigenen Weg gehen will, darf sich nicht davon lenken lassen, ob er für sein „Wohlverhalten“ geliebt wird. Allerdings muss man nun kein „Bad Girl“, also ein aufmüpfiges Mädchen werden, um Erfolg zu haben. Es geht nur darum, eigene Werte zu finden und sie gegenüber anderen durchzusetzen. Für Jungs gilt übrigens das Gleiche.

Zitat aus "Businessinsider"

Warum Männer nicht mit schiefgegangenen Dates prahlen

Die „Berliner Zeitung“ veröffentliche kürzlich einen Artikel über lauter „schiefgegangene“ Dates.

Er enthält das Übliche: Eine Dame trifft Männer, lehnt sie ab und putzt sie runter. Am Ende war dann „keiner dabei“.

Männer prahlen nicht mit ihrem Versagen

Ei, wie amüsant. Und wie schön, dass die Begegnungen der männlichen Partersuchenden immer so schrecklich positiv sind. Zicken, Diven, Selbstdarstellerinnen? Ja, sie gibt es – aber nein, Männer reden nicht ständig davon. Und selbstverständlich glaubt jede der Frauen, sie sei perfekt und überaus begehrenswert.

Frauen, mal einhalten und herhören:

Einem Mann, der ständig schreiben würde, wie „Scheiße“ doch die Frauen sind, die er trifft, hätte man längst gesagt: „Ey, guck doch mal, ob es vielleicht an DIR liegt.“ Schon deswegen schreiben Männer (zumeist) nicht drüber, dass sie ständig „beschissene“ Frauen treffen.

Alls klar? Hoffentlich.

Wann sind „besondere“ Sex-Dates gefährlich?

Hast du schon einmal gehört, dass ein SM-Date (ja, so etwas wie in den „Shades of Grey)“ mit psychischen oder physischen Verletzungen geendet hat?

Und fürchtest du dich seither davor, obgleich du davon heimlich träumst?

Wir haben gehört und gelesen, dass es ein paar „schwarze Schafe“ gibt - teils so schwarz, dass man sich vor ihnen fürchten sollte. Und wir haben einen Artikel gelesen, wie man sich davor schützen kann. Die folgenden Warnungen haben wir von jemandem erfahren, der sich auskennt. Sie gelten aber eigentlich nicht nur für SM-Beziehungen, sondern für jede Beziehung, in der ein Mensch dem anderen die Verfügung über seinen Körper gestattet.

Einsame Wölfe wollen dich kapern

Wo wir gerade beim Schaf sind: Derjenige, der oder draußen herumschleicht, ist kein Schaf, sondern zumeist ein einsamer Wolf. Gelegentlich, aber nicht sehr häufig, haben wir auch von Wölfinnen gehört.

Sie haben all eine gemeinsame Eigenschaft: Sie wollen dich kapern. Du sollst zu ihnen gehören - oder schlimmer noch: Du sollst ihnen gehören, ihnen hörig sein.

Lass dich nicht in eine Rolle drängen

Wenn du zunächst nach Erfahrungen oder Erlebnissen suchst, bis du mit hoher Wahrscheinlichkeit ein(e) „Sub“. So nennt man die unterwürfigen Partner. Aber du könntest ebenso gut etwas zwischen „Sub“ und „Dom“ sein oder gar nicht von beiden -sondern einfach jemand, der solche Praktiken genießt.

Lass dich nicht zum „Nachspielen“ verleiten

Du träumst zwar von dem, was geschehen könnte, aber du weißt noch nicht, was „viel“ oder „wenig“ für sich ist. Das kannst du wirklich nur „am eigenen Leib“ erleben.

Der Weg hinaus muss frei bleiben

Für dich muss es immer einen „Weg hinaus geben“. Manche Männer und einige Frauen verwenden die Salamitaktik: „Hast du es einmal getan, wirst du beim nächsten Mal mehr tun, und dann immer mehr, bis du nicht mehr du selbst sein kannst.“

Warnung und Entwarnung

Die Schwierigkeit vieler Menschen, die irgendetwas sexuelles „ausprobieren“ wollen, besteht darin, dass sie sich lieber verführen lassen wollen als mit jemandem zuvor zu besprechen, was möglich ist und was nicht. Das gilt für so gut wie alle „ersten sexuellen Kontakte“, egal, was gerade erprobt werden soll.

Das Einzige, was man einer „abenteuerlustigen Person“ auf den Weg geben kann, ist deshalb: Sprich über das, was Du beim ersten Mal zulassen willst oder eben auch nicht willst. Und natürlich gilt: Sag irgendjemandem, zu wem du gehst und was du dort tun möchtest. Habe ich etwas vergessen?

Oh ja - lass kleine Fotos oder Videos von dir „in der Situation“ machen, egal, ob dir der neue Partner verspricht, sie „privat“ zu behandeln.

Hinweis: für diesen Artikel wurden Informationen aus unterschiedlichen Blogs verwendet.