Skip to content
Werbung Email:

Anspruchsvolle Frauen? Männer – Finger weg!

Maskenhafte Emotionen oder natürliches Empfinden?
Der neue Schmus über Frauen, den wir jetzt vielfach lesen, entspricht den alten Klischees, nur jetzt „auf emanzipiert“. Demnach sind Frauen nun einmal edel, hilfreich und und gut. Und dieses Klischee halten sie auch dann aufrecht, wenn es um eine neue Edelsorte geht: anspruchsvolle Frauen mit „emotionalem Tiefgrund“. Und weil diese Frauen natürlich „mit Recht“ Ansprüche haben, widmen sich etliche Magazine diesem Thema – oder besser gesagt: Sie schreiben einen entsprechenden englischsprachigen Ursprungsartikel mal ab und mal um oder kürzen ihn ein. So werden aus den ursprünglichen 10 Punkten dann eben neun oder fünf.

Da lesen wir zum Beispiel in deutscher Sprache in im Wortlaut (Bei „Wunderweib“):

Emotional tiefgründige Frauen konnten bereits ein ganz anderes Verständnis für die Liebe entwickeln.


Aha – das überrascht mich ein wenig, denn „ein ganz anderes Verständnis für die Liebe“ kann auch eine Frau nicht einfach mal so aus der Lamäng entwickeln. Und nicht nur das – das stellt ich die Frage, ob jemand ein „ganz anderes Verständnis“ von der Liebe entwickeln kann, ohne einem Wahn zu folgen. Das gilt für Frauen wie für Männer. In jedem Fall aber schränkt jede „fixe Idee“ die Auswahl an möglichen Partnern ein – was übrigens viele Frauen schon erfahren haben. Wer also einerseits einen Spleen hat (eine „fixe Idee“) und anderseits „anspruchsvoll“ ist, der reduziert die Möglichkeit von erfolgreichen Begegnungen erheblich – bis gegen null.

Der Mann, der zur inneren emotionalen Ausschmückung passt?

Natürlich gibt es an Frauen, die ein exklusives, auf sich selbst bezogenes Konzept für „die Liebe“ entwickelt haben, nichts zu kritisieren – jedenfalls nicht aus der Sicht von Frauenzeitschriften. Und was muss die Frau nun? Nun muss sie „einen Mann finden, der ebenfalls dieses tiefe Verständnis von Liebe für sich entdecken konnte.

Unterstellen wir einmal, dass „dieses Verständnis“ für „ein ähnliches Verständnis“ steht, dann könnte man positiv anmerken: „Und nun müssen beide durch intensive Kommunikation feststellen, ob die von ihnen entwickelten Konzepte der Liebe übereinstimmen.“ Das wäre sinnvoll - und hätte möglicherweise auch Erfolg.

Sollten Männer die geheimen Liebeskonzepte sklavisch hinnehmen?

Doch nicht für Frauenzeitschriften. Sie gehen davon aus, dass weibliche Konzepte, egal, wie verquer sie erdacht wurden, richtig, unumstößlich und universell anerkannt sind. Und also muss der Mann gefunden werden, der die 10 Punkte der Frauenzeitschrift „verstanden hat“. Denn was einem Mann noch übrig bleibt, ist das „Liebeskonzept“ der Frau sklavisch hinzunehmen.

Wer sich nicht beugt, ist zu dumm, diese Frauen zu begreifen - oder?

Wenn dies nicht gelingt, sind die Männer dafür verantwortlich, denn in kaum einem der 10 Punkte (bei Wunderweib sind es nur fünf) fehlt ein Hinweis darauf, „warum so viele Männer sich mit anspruchsvollen Frauen schwer tun.“

Welche Frau macht eigentlich auf "lecker?"

Die Faktenlage ist allerdings anders: Kaum eine selbstbewusste Frau, die sich ihrer Gedanken und ihrer Emotionen sicher ist, macht auf „lecker“, was klartextlich heißt, sie schiebt keine Ansprüche vor sich her. Mit der „Bedeutung von Liebe“ hat dies gar nichts zu tun – das ist definitiv nichts als Bullshit, denn die Liebe bedeutet für jedes Individuum etwas anderes.

Welche Frau ist es denn nun, die sich als „lecker“ ausgibt, „Ansprüche“ stellt und behauptet, ein besonders „tiefes“ Verhältnis zur Liebe zu haben? Eine Frau mit Wünschen und Illusionen, esoterischen Tiefen und einer gewissen Realitätsferne? Eine Frau, die vorgibt, selbstbewusst zu sein, weil sei einem Konzept folgt?

Männer durchschauen Frauen, die mit Illusionen und Ansprüchen leben

Kommen wir mal zu den Männern. Sie sind nicht ganz so blöd, wie viele Frauen denken. Und sie können durchaus unterscheiden, ob ihnen eine „anspruchsvolle“ Frau mit Illusionen gegenübersitzt oder eine selbstbewusste Frau, die weiß, was sie begehren kann und was sie geben will – und die das Wort „Kompromiss“ nicht für ein Schimpfwort hält.

Wie ich schon schrieb – Ansprüche plus Illusionen plus undurchsichtige Eigenkonzepte von „der Liebe“ führen zu keinen positiven Kontakten mit suchenden Männern. Und nach einer Weile möglicherweise dazu, dass frau wieder zurück auf Start muss – mit einem neuen Konzept. Hoffentlich mit einem besseren.

Interesse an den englischsprachigen Quellen? (Beispiele):
curiousmindmagazine
Relrules
thoughtcatalog (könnte der Ursprung sein, ist aber nicht ganz sicher)
Oder geben Sie in Google einfach den Satz ein: "Reasons why Men can´t handle a deep woman"

Starke Frauen – warum Männer angeblich Probleme damit haben

Starke Frauen – das sind Frauen, die mitten im Leben stehen, wissen, was sie wollen und sich nötigenfalls kurzfristig beschaffen, was (und wen) sie benötigen. Doch was wollen sie von Männern? Ist es wirklich so, dass Männer Probleme mit starken Frauen haben? Wir haben drei Behauptungen untersucht.

1. Eine starke Frau stellt zu viele schwer zu beantwortende Fragen
Da lachen die Hühner. Jede(r) Intellektuelle kann sich Fragen ausdenken, die vom anderen jetzt nicht beantwortet werden können. Genannt werden „Was ist dein Lebensziel?“ „Was macht dich glücklich?“ Wer so fragt, ist nicht Frau, sondern Psychotherapeutin. Nur, dass der Mann bei einer Psychotherapeutin sicher sein kann, dass sie die Fragen zu seinem Gunsten stellt, während eine Provokateurin sie nutzt, um ein (vernichtendes?) Urteil abzugeben.

2. Eine starke Frau sucht eine feste Beziehung
Eine starke Frau will eine intensive Beziehung. Noch so ein Blödsinn. Eine starke Frau will das, was sie momentan will – einen Mann mit Muskeln und kräftigen Penis? Eine zärtliche Romanze? Ja, vielleicht auch eine Beziehung. Also Leute: Glaubt nichts davon. Schwache Frauen suchen Beziehungen – starke Frauen nehmen sich die Personen, die sie wollen, und genießen sie, solange sie Freude daran haben. Klar können sie auch eine Beziehung wollen.

3. Eine starke Frau ist unglaublich wählerisch
Starke Frauen wissen, was sie wollen – das ist nicht das Gleiche wie „wählerisch sein“. „Wählerisch sein“ kann heißen, lecker zu sein, anspruchsvoll zu sein und sich Wünschen und Vorstellungen hinzugeben statt die Realität so hinzunehmen, wie sie ist. Heißt: Wenn nur noch eine Pizzeria offen ist und sie Hunger hat, isst sie auch Pizza. Die Behauptung, dass sie nach geistigen und emotionalen Themen auf einem hohen Niveau giert, ist Unsinn. Klar will sie einen Mann, der ihr auf Augenhöhe begegnen kann. Aber es muss kein Adonis und kein Spitzen-Manager sein – und die starke Frau macht einen Unterschied, ob sie jemanden fürs Bett sucht oder für Tisch und Bett.

Geben sich schwache Frauen als "starke Frauen" aus?

Ich danke mal, da haben die Autorinnen, die so etwas im Ursprung geschrieben haben, eher eine Frau im Auge gehabt, die viel von sich hält, aber die dem, was sie fordert, selbst nicht standhält.

Und natürlich schreibt da mal wieder eine Autorin von der anderen ab.

Was mir noch so auffiel: Männer sind nicht so schlecht darin, eine Frau zu erkennen, die sich sich mit aufgesetzter Anspruchshaltung auf ihren Thron setzt und Frau Königin spielt, ohne es zu sein. Aus eigener Anschauung will ich gerne hinzufügen: Die Frauen, die ich traf und die wirklich selbstbewusst und gebildet waren, machten niemals eine Schau aus sich. Sie waren, im Gegenteil, ausgesprochen unprätentiös, angenehm im Umgang und sagten in erfrischender Offenheit, was sie dachten.

Und was meinen Sie dazu?

Textbeispiele:
curiousmindmagazine
Relrules
Oder geben Sie in Google einfach den Satz ein: "Reasons why Men can´t handle a deep woman"


Und erst jetzt eindeckt: in Wunderweib - auf Deutsch und genauso erbärmlich schlecht.

Sollten sich Männer bei Frauen Grenzen setzen?

Frauen sind perfekt – haben wir oft genug gehört. Sie kennen ihre Grenzen und sie halten diese ein. Na klar. In Grimms Märchen vielleicht und nicht einmal da. Wie war das noch mit der Krötenküsserin?

Ach, ist das alles verlogen. Menschen haben Grenzen, und die erfolgreichen unter uns überschreiten diese Grenzen hin und wieder. Ohne Grenzüberschreitungen gibt es keinen Fortschritt, sondern ein verharren im Althergebrachten.

Frauen setzen sich auch Grenzen in Liebe, Lust und Leidenschaft. Nur schreiben sie dies nicht auf gelbe Zettel, die sie sich auf die Stirn kleben. Im Gegenteil. Sie denken sich sinngemäß: „Mal sehen, wie er vorgeht, und wenn ich dann mehr oder etwas anderes will, kann ich immer noch aktiv werden.“

Männer – das wird Sie erstaunen – setzen sich ebenfalls Grenzen. Und wie Frauen auch, wissen sie, dass sie diese Grenzen gelegentlich überschreiten müssen. Es gehört einfach dazu. Den richtigen Ton auf der Klaviatur treffen, heißt nicht immer, lieb und nett zu sein. Im Gegenteil. Jeder Mann, der höflich, nett, zuvorkommend und zurückhaltend war, hat schon mal erlebt, dass er damit nicht weiterkommt. Zu Recht. Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Und nun zitiere ich mal:

Das Ausloten von Grenzen der Sexualität ist in der Erotik nahezu systemimmanent. Grenzüberschreitungen sind manchmal erfolgreich, manchmal nicht. Wer nicht wagt, gewinnt nie.


Und weil das alles so ist, und auf gar keinen Fall anders, können mir manche Diskussionen gestohlen bleiben. Zum Beispiel die, dass „wir Männer“ uns nun endlich mal ändern sollten. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert. Wir wissen, dass Frauen so viel erotische erotische Bedürfnisse haben wie wir selbst und wir wissen auch, dass nicht jeder Mann vom Honigtöpfchen naschen darf, auch nicht, wenn es weit offen ist.

Aber jemand darf es möglicherweise. Und er muss es herausfinden, sonst langweilt sich die Frau – jedenfalls bei einem Date oder auf einer einschlägigen Party. Denn die Frau kommt nicht als Neutrum, sondern als lustvoller Mensch, der sich von der Begegnung etwas verspricht.

Oh ja, ich gebe zu – es gibt da Begegnungen, die immer noch so ablaufen wie im 19. Jahrhundert. Vorsichtiges Betasten, sorgfältiges Abwägen, die Erotik ganz hinten in die Ecke stellen und das Symphatie-Karrussell drehen, bis sich im Hirn etwas lockert. Das alles hat etwas von Kommerz. „Ach ich wertvolles Wesen, ich muss mich so teuer wie möglich verkaufen.“

Na schön. Falls Sie so denken, sollten Sie mal überlegen, was Sie da wirklich tun: Sie bieten sich bewusst teuer an. Sie erwarten, dass der Mann den Preis bezahlt, den Sie einfordern. Und das halten Sie für eine ethisch korrekte Einstellung?

Zitat aus: Tichy

Worum geht’s denn zwischen Frau und Mann?

Die Feministinnen haben sich fein aufgestellt und ein Wort entdeckt, das ihnen gefällt: Macht. Wenn Sie die Macht haben oder hätten, dann wäre alles anders. Nein, nicht anders. Es wäre besser.

Lektion in Macht und Machtmissbrauch - für Frauen

Klar, das relativiert sich auf Dauer, vielleicht schon in 20 Jahren, vielleicht auch erst in 50 Jahren, automatisch. Dann werden Frauen so viel Macht haben, dass sie diese beliebig gebrauchen können. Und natürlich, um sie missbrauchen zu können.

Doch nun reden diese Frauen erst einmal. Und das geht so: Solange sie keine echte Macht haben, reden sie darüber, dass es falsch ist, dass die anderen die Macht haben. „Die anderen“, das wissen wir mittlerweile, sind „weiße, reiche und unverschämte Männer“, wahlweise aber auch „alle Männer“, je nach Ideologie.

Wenn Frauen die Macht bekommen, handeln sie kaum anders als Männer – und das sollte eigentlich nicht verwundern, denn Macht bedeutet auch, die Richtung vorzugeben. Es bedeutet, manche Mitarbeiter zu fördern und andere zu ignorieren. Es bedeutet auch, die eigene Macht zu festigen und– die Machtstrukturen zu kontrollieren und gegebenenfalls in sie einzugreifen.

In der Theorie ist alles goldig, in der Praxis eher nicht

Die Machtverhältnisse zwischen „den“ Frauen und „den“ Männern interessieren überwiegend akademisch gebildete Frauen, die darüber theoretische spekulieren. Also Frauen, die über viel angehörtes oder angelesenes Wissen über die Entwicklung der Frauenrechte verfügen, aber nicht über wirtschaftliche oder politische Macht. Ob sie das eigentliche Leben, nämlich das Privatleben, auch so toll eingerichtet haben wie ihre Theorien, hinterfragt niemand.

Wer Macht hat, redet kaum darüber

Wenn Sie zufälligerweise ein Mann sind, werden Sie voraussichtlich niemals Frauen kennenlernen, die bereits Macht haben und mit Ihnen darüber streiten wollen, was Frauenmacht oder Männermacht bedeutet. Mit der Macht ist es wie mit dem Reichtum: Wer ihn hat, spricht nicht darüber, wer nach ihm strebt, orientiert sich an anderen, die schon reich sind, und wer nur davon träumt, der redet darüber.

Die dümmliche Machtdiskussion

Die theoretische Macht, die ausgeübte Macht, die sexuelle Macht, die soziale Macht – all diese Themen sind völlig unsinnig, wenn es darum geht, ein Paar zu werden. Frauen sind von der Natur als Frauen ausgelegt, Männer als Männer, und beide haben wahrhaftig auch noch andere Bedürfnisse, als sich an Geld, Macht oder Willkür satt zu quatschen.

In Afrika habe ich oftmals dies gehört: „Das Geld entscheidet, ob dein Land gute Erträge abwirft.“ Das ist natürlich nicht so, aber viele landwirtschaftliche Helfer glauben fest daran.

Die Macht ist nicht entscheidend für die Liebe

Und in Deutschland, bei der Suche nach Liebe, Lust, Leidenschaft oder gar einer Ehe? Entscheidet hier die Macht, ob Sie ein Paar werden oder ob es nur eine einmalige feuchte Begegnung gibt?

Man (und auch frau) muss reichlich naiv sein, um zu glauben, dass die Macht oder das Geld die Entwicklung und Qualität einer echten Liebesbeziehung Beziehung bestimmt.

Singles – angeblich zufrieden, aber voller Angst?

Zufrieden mit Literatur und lustvollen Gedanken?
Singles – so las sich jüngst – seien zu fast 60 Prozent „gerne Single“. Jedenfalls „derzeit“, was immer dabei „derzeit“ bedeutet. Im Moment der Befragung? Solange genügend ONS zur Verfügung stehen? Beim sinnlichen Träumen?

Vertieft man sich etwas in solche „Befragungen“ hinein, dann kann einem schon mulmig werden: Man liest dann über die Angst, (erneut) enttäuscht oder (abermals) abgelehnt zu werden, aber auch von der Arroganz, keine Kompromisse eingehen zu wollen. Betrachtet man Angst nicht nur als einen zwar gelegentlich verständlichen, aber eher flüchtigen Zustand, sondern nimmt man die Sätze ernst, so beginnt das kalte Grausen den Nacken herunterzukriechen. Wie bitte? Mehr als die Hälfte der Singles fürchten sich vor der lebenswichtigen Begegnung mit einem Liebespartner? Und 45 Prozent erweisen sich als so überheblich, von „hohen Ansprüchen“ und unerwünschten Kompromissen zu faseln?

Man kann dies der Art der Befragung anlasten. Sollten sich solche Zahlen aber bewahrheiten, dann muss man sowohl den Geisteszustand als auch die emotionale Integrität der Singles in Zweifel ziehen. Und dies würde kein gutes Licht auf die Alleinlebenden als solche wie auch auf die Partnersuche an sich werfen.

Bild: Illustration unbekannter Herkunft (Aquarell?), Oberteil. Das Gesamtbild zeigt deutlicher, warum diese Single-Dame so glücklich lächelt.