Skip to content
  Werbung

Begehrenswert sein - zehn Tipps für gebildete Frauen

Nur schön zu wirken, ist nicht immer gut
Die Zeiten, in denen Männer sich ziemlich sicher waren, dass weniger intelligente Frauen den männlichen Lustgewinn erheblich verbessern könnten, sind vorbei. Damals hatten Männer dafür die Formel „dfg“, die ich hier nicht ausschreiben will.

Heute ist es die gebildete, selbstbewusste und sexuell offene Frau, die sich am besten mit dem auskennt was man „Lustgewinn“ nennen könnte. Der Grund mag noch unerforscht sein. Doch scheint mir zu sein, dass besonders gebildete Frauen auch früher schon toleranter und experimentierfreudiger waren.

Der „natürliche Feind“ das Selbstbewusstsein ist Arroganz, früher auch „Dünkel“ genannt, also der Gedanke, ungewöhnlich wichtig und wertvoll zu sein, ohne dies auszustrahlen.

Und was, bitte, benötigt man noch, um eine begehrenswerte Partnerin zu sein?

Körperliche Schönheit?

Schönheit schadet nicht, ist aber nicht unbedingt nötig, wenn du über den Tag hinaussieht – und für Beziehungen ist ungewöhnliche körperliche Schönheit manchmal sogar kontraproduktiv. Wir wissen aus Berichten, dass wohlhabende Männer nach besonders schönen Frauen suchen, um entweder einige tolle Nächte mit ihnen zu verbringen oder um mit ihnen zu repräsentieren, aber deutlich seltener, um ein Alltagsleben mit ihnen zu führen.

Sich aufbewahren für den „Richtigen“?

Der altbackene Spruch wird immer wieder in Ratschläge eingemischt. „Mach dich rar“, „bewahre dir einen Rest an Unschuld“ oder gar „erprobe so wenig Sexpartner wie möglich.“ In Wahrheit mag dies niemand „unterschreiben“. Unser Rat: sammele bewusst Erfahrungen, und verschweige sie gegenüber allen folgenden Lovern – auch dem Mann, den du heiraten willst. Deine Fähigkeit, Lust zu empfinden und den Männern Lust zu bereiten, kannst du jederzeit als „Naturtalent“ bezeichnen.

Hier die 10 Eigenschaften, die wirklich wichtig sind

Ich nenne euch hier zehn Eigenschaften, mit denen jede Frau – aber besonders jede gebildete Frau – wirklich Punkten kann.

1. Sei sicher über dein Selbstbewusstsein
2. Habe Freude am Sein und am eigenen Körper.
3. Sei dir klar, wie du in unterschiedlichen Situationen wirkst.
4. Entwickle deine Sinnlichkeit, ohne dich „sexy“ zur Schau zu stellen.
5. Schau, ob du grundlos „Lust auf Lust“ haben kannst.
6. Erkenne deine Hoffnungen, Wünsche und Grenzen.
7. Sei Widerstandsfähigkeit, vor allem in Notlagen
8. Erlaube dir eine flexible Zukunftsgestaltung
9. Erwerbe Problemlösungsfähigkeiten.
10. Versuche, stets den Humor zu bewahren.

Warum diese zehn Punkte?

Wie du wahrscheinlich bemerkt hast, haben wir unterschiedliche Persönlichkeitseigenschaften und Fähigkeiten angesprochen, die in der Summe für ein ganzes Leben reichen werden. (Wir erläutern gerne einzelne, wenn du uns in Kommentaren darum bitten solltest).

Die wichtigste Eigenschaft heute: Flexibilität

Der Punkt acht ist besonders wichtig für Frauen mit guter Berufsausbildung. Zu Anfang mag es dir günstig erscheinen, mit einem Mann an einem Ort zu bleiben und die einmal begonnene Anstellung oder Berufstätigkeit für immer auszuüben und dabei den eingeschlagenen Lebensstil für immer fortzuführen. Später wirst du oftmals herausfinden, dass es tatsächlich andere Perspektiven gibt, und du einige deiner Gewohnheiten aufgeben kannst. Selbst wenn’s banal klingt: Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Und ein letzter Satz: Das Meiste, was hier steht, gilt auch für Männer.

Wenn einer von euch wildere Lüste hat als der andere

Ich weiß etwas, was du noch nicht weißt ...
Wie lotst du dich durch eine Beziehung, in der du wesentlich mehr Lust auf „frivole Spiele“ hast als er? Oder durch eine, in der dein Partner wesentlich heftigere Lüste verspürt als du? So richtig ungewöhnliche,, die du noch für „pervers“ gehalten hast, bevor du …na ja, ein paar davon ausprobiert hast? Nein, nein, du musst jetzt nicht „aus der Schule plaudern“. Wir glauben dir auch so. Es ist normal, sich vor Austern zu ekeln, bevor man sie probiert hat. Oder etwa nicht?

Kommunikation, Schnittstellen und Sehnsüchte

Manchmal hilft ja Kommunikation. Dazu musst du (oder er oder wer auch immer) aber fein die Ohren spitzen und die Zunge nicht ganz so spitz machen wie sonst. Für manche Sachen kriegst du früher oder später „grünes Licht“, um es einmal auszuprobieren. Es gibt immer Schnittstellen, wenn ihr beide sagt: „Oh ja, das könnte gehen …“, so ganz nüchtern. Und es gibt diese Themen, bei denen du auch nach vielen Monaten nicht weißt, wie sie oder er reagieren wird, wenn du ihr/ihm etwas aus dem „Katalog deiner Sehnsüchte“ vorschlägst.

Wo schon mal was ging, geht meistens auch noch mehr

Es ist sicher am besten, ihr setzt da an, wo’s schon etwas gibt: Wenn ihr schon ein „bisschen Soft-SM“ zusammen gemacht habt, kannst du leicht eine härtere Abweichung vorschlagen. Ein bisschen oral kann auch heftiger werden, und anal ist sowieso so ein Thema, das du nur angehen solltest, wenn der Finger schon mal vorgefühlt hat. Neu ist bei vielen Paaren, dass die Frau ihre „Spielzeuge“ mitnimmst und sie ihm mal zeigst, was damit möglich ist – übrigens auch bei ihm.

Respekt und Toleranz, JA und NEIN

Dein Spiel mit ihr/ihm sollte immer auf Respekt und Toleranz beruhen, wobei du immer ihre/seine Neugierde nutzen kannst. Ob es am Ende funktioniert?“ Wenn du „ja, bitte mehr davon“ hörst, ist es „ja“. Und „nein“ ist eben „nein“. Du kannst allerdings nicht davon ausgehen, dass ihr beide etwas gleich „heiß und innig“ liebt – mal gibst du nach, mal deine Partnerin oder dein Partner.

Manche Wünsche ... lasst sie besser Fantasie bleiben

Ach ja … und manche Wünsche bleiben unerfüllt. Das ist ein Kapitel, das ihr wirklich miteinander ausmachen müsst. Ich kann euch nur sagen: Bei allen Paaren bleiben irgendwelche Reste, die sich nicht erfüllen lassen. Und falls es euch tröstet: Darunter sind einige, die nicht wirklich so schön anfühlen, wie es die euch die Fantasie vorgaukelt.

Ich hoffe, ihr könnt damit leben.

Singles: warten auf den Lohn des Wohlverhaltens?

Die wahre Lust und Sinnlichkeit - das ist die Hoffnung
Der Monat Mai sollte uns eigentlich die Lust zurückbringen. „Hoffen auf Berührungen und Lust“ war das von mir gewählte Motto - und sicher, von der Hoffnung konnte ich schreiben. In der hochoffiziellen Realität, die uns die Obrigkeit derzeit kredenzt, kommt die Lusterfüllung allerdings nicht vor - jedenfalls nicht für Singles ohne feste Bindung. Was man wirklich auf 1,50 m Abstand tun kann, reicht nicht einmal dazu, echt Appetit aufeinander zu bekommen. Zumal, wenn es legal unmöglich ist, das Versprechen der Lust auch erfüllt zu bekommen.

Der Dauerkonflikt des Singles

Die Lust zum Wagnis ist also in jedem Fall illegal.

Mag sein, dass Robert Walsers Satz auf viele Singles zutrifft - einer der wenigen Sätze, die sich überhaupt mit den Konflikten der Lust und der Legalität beschäftigen:

Ich hätte wohl Lust, es zu wagen, aber ich habe ebensoviel Lust, zum Gesetz ja und zum Wagnis nein zu sagen.

Hauptsache irgendwie Lust?

Lust? Unlust? Inzwischen ist es längst nicht mehr die Auswahl der „höchsten Lust“, des bestmöglichen „Matches“, der unsere Singles bewegt. Vielmehr ist es die Hoffnung, aber auch der Drang, endlich einmal wieder einen Menschen an Tisch und Bett vorzufinden - einen Menschen, der körperliche Wärme ausstrahlt. Wenigstens einen, wenigstens einmal, wenigsten bald ... es muss gar nicht unbedingt Sex sein ...

Warten auf den Lohn des Wohlverhaltens?

Der brave Single, der die Gesetze achtet, die Distanz nicht mutwillig überwindet, ja, der ich überhaupt zurückhält, empfindet sich zwar als „edel und gesetzestreu“, doch weiß er auch, dass ihm dieses Verhalten nicht nützt. Allerdings weiß er ebenso nicht, ob ihm das gegenteilige Verhalten nützen würde. Und also tut er das, was alle „verantwortungsvollen Bürger“ tun: Abwarten und Hoffen.

Nach den gängigen Prinzipien der menschlichen Ökonomie fordert jemand, der lange Zeit gut, brav und edel war und deshalb gewisse Verluste erleidet, irgendwann den Gewinn ein. Die Hoffnung, durch zeitweilige Abstinenz zu gewinnen, nährt ihn. Möglicherweise hat er sogar einen Gewinn durch die Abstinenz selbst - aber es ist nicht der Gewinn, auf den er gehofft hat, eher ein „Beifang“.

Das Prinzip "Weihnachtsmann" wird nicht funktionieren

Wer derzeit den Schönrednern, Geschäftemachern und Moralapostel glaubt, hat etwas von einem Kind, das an den Weihnachtsmann glaubt: Brav, edel und fromm zu sein hat Einfluss auf die Größe der Weihnachtsgeschenke.

Es wäre an der Zeit, erwachsen zu werden und niemandem zu glauben, der uns das Belohnungssystem des Weihnachtsmannes nahebringen will. Und dabei ist völlig unerheblich, ob er einen Rauschebart oder einen Jugendflaum im Gesicht trägt - und selbstverständlich auch, welchen akademischen Titel er führt.

Wohlverhalten erbringt bei der Partnersuche keinen Gewinn

Und um es klar zu sagen: ich empfehle, weiterhin Abstand zu halten und gar nicht erst auf die „Weihnachtsmannlüge“ hereinzufallen. Denn an dem Tag, an dem es wieder möglich wird, einander im echten Leben zu treffen und sich körperlich näher zu kommen, werden diejenigen gewinnen, die am schnellsten und sichersten die geeignetsten Dates eingehen.

Bild: Möglicherweise von Léon Courbouleix, gegen 1930, als Illustration in der erotischen Literatur verwendet. Es handelt sich um einen kolorierten Ausschnitt aus der Originalzeichnung.

Die Escort-Agentur im Blick der Öffentlichkeit

Historische "Escort-Dame" und Geschäftsmann
„Eskortieren“ heißt eigentlich „begleiten“, und so lautet der deutsche Name für eine Escort-Agentur auch „Begleitagentur“. Das Angebot richtete sich ursprünglich an gut betuchte Männer, die zumeist auf Geschäftsreisen eine attraktive Begleiterin suchten. Dabei stand das soziale Zusammensein (Ausgehen) angeblich im Vordergrund, während die sexuellen Komponenten weitgehend in den Hintergrund gestellt wurden.

Begleitung, bezahlte Dates oder Prostitution?

Dies ist immer noch der Fall in jenen Ländern, die Prostitution verbieten: Dort werden sexuelle Dienstleistungen unter anderen Namen angeboten, und die Escort-Dienste bieten deshalb nur „soziale und unterhaltende“ Dienstleistungen an, die heute auch oft als „Dates“ bezeichnet werden. Die dabei erbrachten sexuellen Dienste, so wird in diesen Ländern behauptet, würden von den Damen ausschließlich „privat“ angeboten.

Die Öffentlichkeit kennt Escort-Agenturen überwiegend aus Kriminalfilmen

Im Gegensatz zu anderen Formen der Prostitution bieten seriöse Escort-Agenturen die sexuellen Dienste nicht „fallweise“, sondern „stundenweise“ an – das heißt, der Klient bezahlt die Zeit, die er mit der Dame verbringt, unabhängig davon, welche Dienste innerhalb dieses Zeitraums erbracht werden. In der Regel werden Hotelräume genutzt, um den intimen Teil der Treffen zu zelebrieren. Was ein solcher Dienst kostet, und wer ihn aus welchen Gründen in Anspruch nimmt, gerät selten ans Licht der Öffentlichkeit. Fernsehzuschauer wissen, dass Escort-Dienste mittlerweile in vielen Kriminalfilmen gezeigt wurden, wobei das wahre Bild der Escort-Frauen auch nicht gerade erhellt wird. Meist wird dabei versucht, die Escort-Frauen ebenso ins Zwielicht zu zerren wie die Agentur-Betreiber(innen) und die Klienten.

Kosten für Escorts: Unbezahlbar oder Billigtarife?

Für die meisten „gewöhnlichen“ Männer liegen die Tarife der „exklusiven“ Agenturen außerhalb ihres finanziellen Rahmens. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile auch Agenturen, die mit „Billigangeboten“ punkten wollen, ebenso wie Dating-Dienste, die „bezahlte Dates“ anbieten. Zudem gibt es Randzonen, wie beispielsweise gewisse Online-Dienste, die „Sponsoren“ für den Lebensunterhalt versprechen (aber nicht vermitteln) sowie „User Dates“ und andere Angebote, die zumindest unter dem Verdacht der Prostitution stehen.

Und in der Corona-Krise?

Die gegenwärtige Krise, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, verhindert nahezu alle intimen Begegnungen mit Fremden, gleich, ob e sich um potenzielle Liebespartner, sexuell freizügige Frauen und Männer oder um Prostituierte im Sinne des Gesetzes handelt. Ob vorsichtige oder baldige Freigabe, ob Escort-Frau, lustbereite Frauen oder „edle Partnersuchende“ – die Kontaktbeschränkungen gelten zunächst einmal für alle.

Bild: Offenbar als Buchzeichen benutzte Zeichnung ohne Jahrgang.

Die Partnersuche wird entwertet – durch Apps

Virtuell zu lieben ist viel schöner ... oder?
Ganz zu Anfang der Appedemie(1) habe ich einmal behauptet, das Online-Dating würde durch die „neuen“ Dating-Apps entwertet.

Selbstverständlich hat man mich nicht erst genommen. Die Branche kennt nur eines: Profit um jeden Preis – und warum auch immer – noch läuft das Geschäft mit ständig neunen „Apps“, die eigentlich das Geld nicht wert sind, das die Investoren dafür hinausgeworfen haben – wenn nicht - ja, wenn es nicht immer wieder einen Bedarf gäbe.

Und jetzt? Angesicht der Pandemie und der Körperkontakt-Sperren fällt etwas Licht auf Apps, das eigentlich von vornherein klar war: Die jungen Leute, die es heute nutzen, sehen darin eine Art Spielzeug, das zur virtuellen Welt gehört wie die verdammten Netzwerke, in denen sie ihre Zeit vertrödeln. Oder mal in einer klaren Ansage (Zitat, 2):

Die 18-Jährigen, die heutzutage die App nutzen, sind im Gegensatz zu ihren Vorgängern … in Social-Media-Apps aufgewachsen und sehen diese virtuelle Welt als etwas ganz Natürliches an, (denn) bei Online-Spielen dieser Generation geht es nicht nur darum, ein Treffen im wirklichen Leben zu organisieren, sondern auch darum, Online-Erfahrungen zu sammeln.

Und die Zukunft? Wenn es nach den App-Gurus gehen würde, dann wäre die digitale Welt der natürlichen Welt absolut gleichwertig, was nur logisch ist: denn am Kontakt in der natürlichen Welt verdienen die Dating-App-Produzenten keinen müden Cent. Warum sollten sie dann daran interessiert sein?

Und was sagt der Autor der BBC dazu, der den Artikel über die Entwicklung in der App-Szenerie führte? Zunächst das Zitat (3):

In einer Welt anhaltender sozialer Distanzierung muss dieses Credo möglicherweise auch in gewissem Maße auch von älteren Partnersuchenden akzeptiert werden.

Was geschehen würde, wenn wir die reale Welt der virtuellen gleichstellen würden, wage ich nicht einmal zu denken. Und die Jugend mag ja in manchen Punkten merkwürdig sein, aber virtuelle Kontakte gegenüber physischen Kontakten zu bevorzugen – so meschugge kann eigentlich niemand sein.

(1) Appedemie - Seuche der sich epidemisch sich verbreitenden "Apps".
(2) Elie Seidman von "Tinder"
(3) Dougal Shaw, BBC Mitarbeiter.