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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Geschieden? Denke nicht zurück, sondern öffne neue Türen

Geschieden? Das kann bitter sein, besonders, wenn du dir dein Leben mit ihr oder ihm bis ins späte Alter ausgemalt hast.

Ich zitiere euch jetzt Alexander Graham Bell:

Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnet sich eine andere. Wir aber sehen viel zu lange und bedauernd auf die Tür, die nun verschlossen ist. Und wir übersehen die Tür, die sich jetzt für uns öffnen könnte.

Die meisten Ratgeber sagen dir: „Öffne keine neuen Türen, wenn du geschieden wurdest!“ Das liegt daran, dass sie glauben, du leidest an der Psyche, und dieses Leid müsse erst durch die Zeit gelindert werden. Kein Widerspruch, wenn du dich so fühlst. Aber die Frage ist: Lohnt es sich zu warten, bis die Psyche wieder „verheilt“ ist?

Oder - wie denkst du über einen Menschen, der seine Anstellung verloren hat und nun darauf wartet, dass sich sein Schmerz darüber lindert, bevor er sich neu bewirbt?

Der Rat der Liebeszeitung

Wir raten: Die Tür hinter die verschließen, auch wenn es verführerisch wäre, sie wieder zu öffnen. Und hinauszugehen, um zu sehen, welche Türen sich öffnen könnten. Du musst dich wirklich nicht gleich „einschließen“lassen hinter der neuen Tür. Für den „Übergang“ gibt es Menschen, die sich nicht binden wollen und die dir trotzdem eine schöne Zeit schenken können.

Wie kommt frau eigentlich an einen guten Mann?

Was unterscheidet die Partnersuche 1920 von 2020?
Die Ratschläge und Vorstellungen von einem guten Mann haben sich in den letzten 100 Jahren erheblich gewandelt. Doch was hat sich wirklich verändert? Wie sagen die Wahrheit über ewige Wahrheiten, Zeitgeist, ethische Grundlagen, bürgerliche Normen und ökonomische Gesetze.

Die Optik – wie du auf Männer wirkst

Klassisch schön sein?
In den 1920er Jahren wurde erstmals die Parole ausgegeben: „Sei nicht spröde“ (unnahbar) und „zeige dich“. Heute würden wir sagen, dass Aussehen und innere Haltung zählen, und wir erweitern dies nun ganz schnell und sagen: Das Aussehen und das Verhalten, das Männer zuerst wahrnehmen, ist entscheidend.

Deine Bühne – wie du auftrittst

1920 sagte man, du müsstest dich „stramm halten“, also „Haltung beweisen“. Heute würde man ein „selbstbewusstes Auftreten“ fordern – das ist wesentlich präziser. Der Auftritt muss keinesfalls perfekt sein – aber er sollte deine Grundhaltung widerspiegeln.

Exkurs: Sich "rarmachen"?

Wenn du unterschiedliche Bücher aus verschiedensten Epochen liest, wirst du Sätze finden wie „willst du was gelten, mach dich selten“. Angeblich wollen dies sogar „Wissenschaftler herausgefunden haben“. Die Wahrheit: „Rarmachen“ an sich ist totaler Blödsinn. Lerne, ökonomisch zu denken, dann machst du solche Fehler nicht. Das erkläre ich gerne:

Wenn du „Klasse aussiehst“, sehr viele soziale und emotionale Eigenschaften hast, die sehr gefragt sind, eine erstklassige Geliebte bist und eine hervorragende Bildung genossen hast, dann kannst du „dich bedeckt“ halten.

In allen anderen Fällen heißt der Rat: Zeige dich, biete deine besten Eigenschaften an, schau, wer sie gebrauchen kann, und wende dich an diejenigen, die mit diesem „Mix“ an Eigenschaften wirklich etwas anfangen können. Das brauchst du zur zeitgemäßen Partnersuche.

Eine positive Erscheinung haben

Erscheinung einer Dame um 1904
Mit „Erscheinung“ bezeichnet man die Summe der Eigenschaften, die sofort ins Auge stechen, also den berühmtem „ersten Eindruck“. Ob 1920 oder 2020: Die Erscheinung zählt immer. Wer mehr „scheinen als sein“ will, kann versuchen, den Schein anstelle des Seins zu setzen – das zahlt sich aber nicht aus. Oftmals ist es empfehlenswerter, mehr zu sein, als zu scheinen, was allgemein als „Understatement“ bezeichnet wird. Der Grund ist simpel: Der Mann kann später etwas an dir entdecken, was ihn begeistert. Heutzutage kommt noch dazu: Bildung an sich ist toll, und Selbstbewusstsein auch. Aber zwei Doktortitel schrecken manche Männer ab. „Positiv“ zu erscheinen bedeutet vor allem, den Ärger nicht „vor sich herzutragen“ oder die Zukunft in grauen Farben zu sehen. Beziehung reichen immer in die Zukunft hinein – und Pessimismus punktet nie.

Liebevoll sein können

Wird sie auch liebevoll sein?

Frauen galten zumindest im 19. und 20. Jahrhundert als „liebevoll“. Wozu auch gehörte, betont selbstlos zu lieben und den Partner liebevoll zu berühren – einfach aus dem Bedürfnis heraus, Nähe zu empfangen und zu schenken. Das alles mag ein bisschen „altbacken“ klingen, aber Küsse, zärtliche Berührungen und Umarmungen im richtigen Moment sind immer hilfreich. Da der Partner recht gut merkt, wann du „selbstlos“ liebst, hat es keinen Sinn, dabei zu tricksen oder „Zuneigung zu heucheln“.

Körperliche Liebe schenken

Körperliche Liebe - 1920 ein rares Gut
Diese Kapitel finden wir in den Büchern von 1920 nicht. Damals galt die körperliche Liebe vor der Ehe als verpönt, ja, sie war ein Verstoß gegen die guten Sitten und stieß hart an die Grenzen des „Abstiegs“. Immer noch galt 1920, dass Frauen kaum sexuelle Bedürfnisse hatten und ihnen deshalb auch kein Rat gegeben werden musste, wie sie ihre Lüste „ethisch korrekt“ befriedigen konnten. Heute geht es um zweierlei: den Anspruch, sexuell befriedigt zu werden und die Erwartung der Männer, Forderung, erotische Fähigkeiten zu besitzen. Wie sieht s nun aus bei den Männern? Was wollen sie hauptsächlich?

Nein, nicht „Das eine“, sondern den Genuss sowohl „des einen“ als noch vieler anderer Köstlichkeiten. Möglichst sollte es sich dabei um eine Frau handeln, die über viele unterschiedliche erotische Talente verfügt. Du wirst bald entdecken, dass du nicht alles abdecken kannst oder willst, was da an Wünschen auf dich zukommt.

Tatsächlich kommt es bei kaum einer Fähigkeit darauf an, dass jemand „alles perfekt beherrscht“. Viel wichtiger ist, mit dem wenigen, dass du wirklich gut kannst, möglichst viel erreichst. Das gilt für alle Fähigkeiten – auch für die sinnlichen.

Exkurs: erotische Kunstfertigkeit

Sich für die Liebe schmücken
Die Erotik ist eines jener Gebiete der Zweisamkeit, auf dem nicht „das Wahre“ oder „das Edle“ zählt, sondern die Kunst der schönen Illusionen. 1920 ging ein Mann zu einer Hure, wenn er exquisite erotische Lüste suchte, und er wusste, dass er eine Illusion bekommt. Die Ehefrau war oftmals auf die „reine Liebe“ abonniert – und auf die Nachkommenschaft. Im Gegensatz dazu 2020 erzeugen Paare einander gerne Illusionen, die ihre Lüste anreizen. Inzwischen nutzen viele Frauen auch ihre schauspielerischen Talente, um ihre Partner erotisch zu provozieren. Das ist relativ unabhängig vom Zeitgeist, der dies manchmal fördert und ein anderes Mal verbietet.

Ein Leben miteinander führen

Die Hausfrau: weniger gefragt
Der wesentliche Teil einer Ehe ist nicht die wahre Liebe oder der verheißungsvolle Sex, sondern der Alltag in einer Zweisamkeit. Hier finden wie einen entscheidenden Unterschied zwischen 1920 und 2020. Denn hausfrauliche Fähigkeiten und Tugenden sind nicht mehr entscheidend. Viel wichtiger ist, dass du den gewählten Beruf gerne ausübst und dich in den wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Dingen auskennst. Selbstbewusstsein wird immer wichtiger, und nach wie vor ist praktisches, erdverbundenes Handeln sehr gefragt. Übergriffe Dritter in die Ehe sind ebenso nach wie vor verpönt, gleich, ob es sich um die sprichwörtliche Schwiegermutter oder einen heimlichen Liebhaber handelt.

Wenn du deine Dinge „Im Griff hast“ und dazu noch einen Teil der gemeinsamen Dinge verwaltest, hast du Vorteile. Wenn du dich in Kunst und Kultur auskennst, sammelst du in jedem Fall Punkte. Wichtig ist ein eigenes Meinungsbild ebenso wie eigene Interessen. Das hilft dir, nicht nur „mitzuschwimmen“, sondern Akzente zu setzen. Dein Partner wird sich freuen, wenn du dich nicht übermäßig von außen beeinflussen lässt, sondern überwiegend authentisch handelst.

Kurz: Der Alltag nimmt am meisten Zeit ein in einer Beziehung, und je besser du ihn gestalten kannst, umso eher bist du gut gerüstet für ein Leben zu zweit.

Ich hoffe, du hast einen Nutzen von diesem Artikel, der 1920 mit 2020 vergleicht und dabei nicht zu sehr in die Tiefe geht.

Bilder: Titel (Anzeige) Original-Anzeige für das Buch, das ich zu Vergleichen verwendet habe. Künstler plus Modell und Schmuckhändler plus sich schmückende Frau © 2020 by Liebesverlag.de Gemälde, nicht näher bezeichnet, offenbar ein Mann mit seiner heimlichen Geliebten. Daten sind verlorengegangen. Ebenso für das sitzende, noch zögerliche Liebespaar, ca.1910. Dame um 1904 - aus einer Modebeilage jener Zeit. Das Bild zeigt eine Dame im Tea-Gown, ein Kleidungsstück, das nicht in der Öffentlichkeit getragen wurde. Dame mit Brotröster ca. 1912.

Begierde wecken, verführen und an sich binden

Schönheit kann sehr verwirrend sein ...
Im Grunde ist es ganz einfach, einen Mann zu begeistern – AIDA lässt grüßen. Nein, nicht die AIDA von diesem Verdi. Die andere AIDA. Das ist der ehemalige Star der Seminare, die aus gewöhnlichen Frauen und Männern Starverkäufer machen wollten.

AIDA - eine Verkaufsformel, die sich auch für die Partnersuche eignet

Was sagt uns diese AIDA?

Ganz viel mit wenigen Buchstaben:

Du musst Aufmerksamkeit erregen. Das ist das erste „A“. Womit du Aufmerksamkeit erregst, ist nicht ganz so wichtig: Schönheit, Haltung, Kleidung, Selbstbewusstsein – alles ist denkbar. Es muss nur zum Mann passen, den du begeistern willst.

Das reicht aber nicht, denn nun musst du sein Interesse an Dir wachrufen. Das ist das „I“. Hier kommt der Flirt ins Spiel, die Preisgabe von Informationen, die du nicht jedem beliebigen Mann gibst. Einfacher: Macht dich mit dem interessant, was du wirklich bist und kannst.

Das „D“ steht für „Desire“ (Verlangen) und kann in Deutsch ganz gut mit „Drang“ übersetzt werden. In dieser Phase machst du den Mann heiß auf dich – und damit wird auch klar, dass du „zu haben“ bist.

Das letzte „A“ ist dann der Abschluss - eine Verlängerung des Dates, eine intimere Begegnung oder auch nur ein zweites Treffen.

Dieses Schema benutzen wahrscheinlich mit einigen Abwandlungen und Verzögerungseffekten etwa 95 Prozent der Frauen. In dieser Phase sind die Netze ausgeworfen, und ein Fisch hat sich darin verfangen.

Dieser Fisch bleibt dir aber nicht, weil dein Netz noch viele Schlupflöcher zulässt.

Ein Wink aus der Zeit vor 100 Jahren

Ein Dichter der Vergangenheit soll einmal gesagt haben (1):

Viele, fast alle … junge Frauen … werfen ihre Netze zum Fangen aus … aus, aber die meisten bemühen sich vergebens, weil ihre Netze nicht fest und haltbar genug sind: Die Schlingen der Schönheit allein genügen nicht, es muss auch dazukommen das Garn der Liebenswürdigkeit und Herzensgüte und vor allem die festen Maschen der Durchbildung.


Nützt uns das Wissen von 1920 heute noch?

Ein zweites Date, eine erregende Liebesnacht – das alles dient nur dazu, den Mann „näher“ kennenzulernen. Aber um ihn an dich zu binden, ist viel mehr nötig. Mag es auch so scheinen, als wäre er mit deiner Schönheit oder dem Sex, den du schenkst, äußert zufrieden. Auf lange Sicht will der Mann wissen, ob du ihm auch andere Gefühle entgegenbringst – Liebe, Verständnis, Güte, Treue und dergleichen. und letztendlich das, was der Dichter als „Durchbildung“ bezeichnet: das vollständige Bild aller Eigenschaften, die dich erstens auszeichnen und die ihm zweitens gefallen.

Heute - die Beziehung beginnt nach der Verführung - oder auch nicht

Ganz modern ausgedrückt: Wenn du ihn anmachst, heißt das noch nicht, dass er wirklich Interesse an dir hat. Und falls er Interesse hat, kann es ausschließlich dein Körper sein, der ihn begeistert. Dann überfällt ihn der Drang, dich zu verführen. Oder du verführst ihn, weil du alles „in der Hand“ behalten willst.

Aber dann geht es erst los mit der Beziehung. Der Mann will am Ende wissen, was er als „Gesamtpaket“ bekommt. An weiblichen „Wundertüten“ sind nur wenige Männer interessiert – es sei denn, sie suchten nichts als eine aufregende Geliebte.

Zitat nach: "Wie gewinne ich die Liebe eines Mannes", geschrieben 1920. Das Original-Zitat stammt möglicherweise aus einem er vielen Fortsetzungsromanen, die in jener Zeit in Zeitschriften veröffentlicht wurden.
Das Bild oben wurde nach einer Illustration aus jener Zeit (ca. 1920) gestaltet. Es ging dabei um "den Reiz ihrer Brüste als unwiderstehlichen Köder". Das Original soll von Gustave Brisgand als Rötelzeichnung ausgeführt worden sein.

Jetzt: Richte deine Wohnung erotisch ein!

Auch Tagträume im Schlafzimmer sind schön ...
Bist du zur Zeit oft in deiner Wohnung? Und fühlst du dich darin alles andere als sexy, frivol oder erotisch?

Dann könntest du überlegen, ob du es nicht ein wenig „lustvoll aufhübschen“ könntest. Sieh mal: Die Lust ist nichts, was du verbergen müsstest. Und du musst niemanden in deiner Wohnung empfangen, der da nichts zu suchen hat. Also könntest du eigentlich alles ein wenig „erotisieren“: Flur, Badezimmer, Wohnzimmer ... und natürlich das Schlafzimmer. Du brauchst dazu keine Möbel, die es nur in Spezialgeschäften gibt ... es reicht völlig, alles ein bisschen umzugestalten. Und wenn du wirklich schamvoll bist ... nimm das Schlafzimmer unter die Lupe. Hat dort jemand anders etwas zu suchen außer Dir und deinen Lovern oder Geliebten?

Farben des Orients - vor allem Rot

Das Erste ist die Farbe. Warum nicht rot oder wenigsten rötlich? Die „Farben des Orients“ sind immer sinnlich. Wenn das absolut nicht geht, hilft die Beleuchtung: Rote Lampenschirme erzeugen ein perfektes Licht, in dem auch du wesentlich besser aussiehst, wenn du nackt bist. Egal, welches Bett du hast: Stell es so, dass es von beiden (oder von drei) Seiten zugänglich ist - das hilft dir dabei, dich selbst besser zu präsentieren und verschieden Stellungen auszuprobieren, die du beim Sex nutzen willst.

Ein Spiegel und lustvolle Bilder

Als hübsch erweisen sich erotische Skulpturen oder Bilder. Wenn du wenig Geld hast, kannst durchaus Fotos oder Drucke verwenden - sie wirken beim Schummerlicht genauso intensiv wie „echte“ Gemälde. Zu deinem eigenen Vergnügen und zur Kontrolle deines Aussehens sollte ein Spiegel nicht fehlen - er muss nicht groß sein. Interessant ist, einige erotische Bücher zu verstreuen - auch Bildbände.

Sehr modern - ein Monitor, um anregende Filme zu sehen

Wenn du im Bett liegst und Anregungen benötigst, ist ein unauffälliger Monitor oder ein Fernsehgerät nicht schlecht. Du kannst damit die Filme ansehen, die dich anregen - oder dich und deinen Lover.

Versteck nicht, was deine (seine,ihre) Lust anregt

Ich finde es hübsch, die kleinen „Essentials“ zu zeigen und nicht zu verstecken. Eine hübsche kleine Schale mit Kondomen, falls du männliche Liebhaber erwartest? Vielleicht eine kleine Peitsche oder ein paar Handschellen? Für alle Fällen sinnvoll - auch wenn die Gegenstände nur zu erotischen Gesprächen anregen sollte. Ähnlich verhält es sich mit „Spielzeugen“.

Wenn du ein bisschen nostalgisch bist: Es ist unglaublich erregend für ältere Herren, wenn du dich hinter einem Paravent entkleidest.

Ob allein, für erotische Spiele zu zweit, für Vanillesex oder Experimente - das Schlafzimmer ist immer ein Ort, an dem du dich vollständig hingeben kannst.

Müde davon, Ratschläge zu bekommen?

Wer auf Ratschläge zur Partnersuche baut, baut auf Sand. Denn gerade diese Ratschläge sind ein Beweis dafür, dass die Lösung nicht kommen kann, bevor das Problem bekannt ist. Dazu gibt es ein Beispiel vom humoristischen Dichter Christian Morgenstern:

doch wie er´s machte - er verlor.
Zwar stimmte jeder Rat genau,
doch jeweils nicht für jede Frau.


Jede Rat zur Partnersuche ist im Grunde Unsinn

Das heißt: Jeder Rat, den du in einer Frauenzeitschrift (daher kommen sie ja vor allem) bekommst, ist wahrscheinlich falsch, bis auf die wenigen Ausnahmen, in denen er richtig ist. Dann ist er entweder zufällig richtig oder er löst einen psychologischen Effekt aus, den man als "selbsterfüllende Prophezeiung" bezeichnet.

In der Theorie wie in der Praxis sind Ratschläge „Quatsch mit Soße“. Wenn du zum Arzt gehst, sagst du ja auch nicht: „Ach, ich fühle mich nicht wohl ...“ und der Arzt antwortet dann nicht „Ach, das kenne ich, ich verschreibe Ihnen die roten Pillen, auf denen steht: ‚Nimm mich, dann fühlst du sich wohl‘.“

Und wie beim Arzt ist es auch bei den Lösung deiner Liebes- und Verhaltensprobleme - Ratschläge sind Schall und Rauch, weil sie weder für dich, noch für dein Problem, noch für die Situation passen, in der du bist.

So kannst du deine Probleme wirklich lösen

Und wie löst du dann deine Probleme?

Es gibt keinen Königinnenweg. Aber es gibt einen Rat, der wirklich nützt:

1. Ist dein Problem so realistisch, dass es deiner Meinung nach lösbar ist?
2. Wenn es realistisch ist, dann kannst du es beschreiben.
3. Beschreibe es mithilfe von offenen Fragen und deinen Antworten dazu.
4. Hast du dir mindestens sechs Fragen dazu gestellt?
5. Wenn nicht, stelle dir mehr Fragen.
6. Wenn ja, füge den Antworten hinzu, wie alles sein SOLL.
7. Stelle die Differenz fest zu dem, was IST.
8. Schlage dir selbst vor, was du ändern könntest.
9. Versuche, diese Änderungen anzuwenden.
10. Dokumentiere Erfolge und Misserfolge möglichst präzis.

Unser Rat? Befolge unseren Rat. Einen Besseren wirst du schwerlich finden.