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Was unterscheidet Tinder von Ashley Madison?

Hätte nicht das Wirtschaftsmagazin „FORBES“ darüber geschrieben, dann wäre es beinahe zum Lachen. Ein Vergleich zwischen TINDER und ASHLEY MADISON? Sehen wir einmal davon ab, dass beide von sexueller Neugierde leben, so sin die Grundlagen doch anders – denn ASHLEY MADISON verdient „richtig Geld“ – was Tinder erst noch beweisen muss.

Freilich gäbe es da noch einen Unterschied: Die Jugend, die von Tinder begeistert ist, hat in der Regel wenig dagegen, wenn sie ihre Privatleben aus dem Fenster hängen lässt. Demgegenüber versuchen 40-50-jährige, verheiratete Männer tunlichst, ihre Wünsche nach einer erotischen Affäre möglichst geheim zu halten.

Verblüfft? Im Grunde ist es immer besser, erotische Wünsche nicht an die „große Glocke“ zu hängen, gleich, ob in sozialen Netzwerken oder sonst wo. Das wird auch die Jugend früher oder später begreifen.

Pornografie ist durchaus moralisch – meinen die Iren

Manche Anregung für Ehefrauen ...


Pornografie ist nicht unmoralisch – das sagen jedenfalls gut zwei Drittel der irischen Bevölkerung. Nur etwa 31 Prozent wollten ich auf die Aussage festlegen, Pornografie sei unmoralisch.

Gesehen wird Pornografie auch dann, wenn man sich davon „abgestoßen“ fühlt – allerdings mit unterschiedlichen Resultaten. Denn obgleich sich offenkundig viele Iren nicht mit Pornografie befreunden konnten, glaubten doch 25 Prozent der Männer und 27 Prozent er Frauen, Pornografie habe einen positiven Einfluss auf ihr Eheleben gehabt.

Wie immer, wenn von Pornografie die Rede ist, sprechen Soziologinnen gerne von Frauenfeindlichkeit, so auch die Professorin Pat O’Connor aus Limerick, die der Zeitung „Independent“ sagte, die Ergebnisse der Umfrage seien sehr beunruhigend für die Gesellschaftsordnung. Berücksichtige man, dass sie (die Pornografie) so verbreitet sei, so würde dies „beunruhigende Zeichen von Frauenhass“ beinhalten.

Lassen wir Pat O’Connor mal ihr Weltbild. Sie schwebt ohnehin abgehoben über den Dingen – und beschäftigt sich, wie könnte es anders sein, mit „Gender Studies“. Wer sich damit beschäftigt, dividiert die Menschheit ohnehin auseinander.

Dem Rest der Menschheit aber könnte man sagen: Na, denn. Warum machen wir eigentlich so viel Aufhebens um Pornografie, wenn sie denn längst zum Alltag gehört?

Quelle: Independent.

Gefällig und fragwürdig: Presse, Frauen, Masochismus

Die Fantasie ist immer grenzenlos - und kein Beweis für die Zugschreibung "Masochistin"

Was der „Frankfurter Rundschau“ vor einiger Zeit recht war, ist dem FOCUS (mit zeitlicher Verzögerung) billig. Schrieb die FR vor Kurzem:

Gerade Frauen haben der Studie zufolge häufig Unterwerfungs-Fantasien.


Das ist sachlich halbrichtig, aber nur, wenn es aus dem Zusammenhang gerissen wird. Durch das Wort „gerade“, von der Redaktion der FR als „namentlich“ verwendet, wird die Aussage weiter auf gefällige Art verfälscht. Der Leser muss auf die Idee kommen, es seien „im Übermaß Frauen“, die ganz offensichtlich wissenschaftlich abgesichert („der Studie zufolge“) Unterwerfungsfantasien haben.

Immerhin bleibt die FR soweit bei der Wahrheit: Es handelte sich bei der Forschung um Fantasien, und nur als solche sollten sie verstanden werden. Die FOCUS-Redaktion sah dies offenbar etwas anders. Sie textete:

Eine Studie zu Sex-Fantasien zeigt: Zwei Drittel aller Frauen haben masochistische Neigungen.


Das geht nun einen Schritt weiter, denn natürlich kann eine Studie über Fantasien keine Neigungen feststellen. Abgesehen davon, dass dies (wie auch in der FR) nur einen Ausschnitt der Wahrheit widerspiegelt, denn zumindest ein Teil dieser Frauen hatte neben Unterwerfungs-Fantasien auch solche, die auf Dominierung abzielen. Für sich genommen, hätte man sogar texten können: "Die Hälfte der Frauen haben sadistische Neigungen." Das ginge, wenn man denn wollte, aus der gleichen Quelle hervor.

Wer wird demnächst schreiben: “Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, sind Frauen ausgesprochen masochistisch veranlagt: Zwei Drittel träumen davon, sexuell versklavt zu werden.“ Das ist zwar noch etwas falscher, deckt sich zahlenmäßig aber noch mit der Studie – und dass ich hier „Fantasien“ durch „Träume“ ersetzt habe, würde wohl kaum einen deutschen Boulevard-Redakteur stören.

Was ist die Presse wert? Sei schreibt, was Menschen sensationell finden – aber eben auch, was gerade noch als „gefällig“ abgenickt wird. Was ist sie also Wert? Entscheiden Sie selbst. Wenn Sie jetzt sagen sollten: "Aber auch Blogger machen Fehler", dann vergegenwärtigen sie sich bitte, wie hoch die Auflage der Massenmedien ist und wie viel unkritische Leser ihre Informationen daraus beziehen.