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    <title>die liebeszeitung - lust und begierden</title>
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    <description>liebeszeitung online - für liebe, lust und leidenschaft</description>
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    <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 14:10:22 GMT</pubDate>

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    <title>Das Haus der Frau Berkley und der Herr Ashbee </title>
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            <category>lust und begierden</category>
            <category>ungeklärtes und absonderliches </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ubomi Ulobi)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Eine mehrteilige Betrachtung über Wahrheiten und Mythen um die &quot;englische Erziehung&quot; und die Lust an erotischen Schlägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;#9200; Zu diesem Artikel gibt es eine neue, erweiterte  Version auf &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html&quot;&gt;sehpferd&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dritter Teil: Das Haus der Frau Berkley und der Herr Ashbee  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;Das Bordell der Theresa Berkley wurde von ihr vermutlich zwischen 1820 und ihrem Tod im Jahr 1836 betrieb. Im Jahr 1828 soll es ihr gelungen sein, ein neues Möbel für ihr Etablissement zu entwickeln, das man später das „Berkley Horse“ nannte. Neben ihren Fähigkeiten als Geschäftsfrau und Gouvernante soll es maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Bordells beigetragen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die mysteriösen Geheimnisse der Frau Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Frau Berkley, wie wir sie heute lesen, wurde allerdings erst weit nach ihrem Tod im Jahr 1836 geschrieben. Nachdem ihr Bruder, ein Missionar, das Erbe aus moralischen Gründen ausschlug, fiel es an Berkleys Hausarzt Dr. Vance, der sich allerdings später weigerte, das Erbe zu verwalten. Soweit scheint es sich um Fakten zu handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bücher, Bilder und Fantasien um das Leben der Frau Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ab hier beginnt die Fantasie Wellen zu schlagen. Denn besagter Dr. Vance behielt angeblich Frau Berkleys Korrespondenz. Und die war in jeder Hinsicht spektakulär, weil es ja nicht einige „unbekannte Perverse“ waren, die das Etablissement besuchten, sondern hohe Beamte, Geschäftsleute und Adlige. Man konnte sich vorstellen, was passiert wäre, hätte Dr. Vance diese Briefe tatsächlich besessen oder gar öffentlich gemacht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem die mysteriöse Kiste mit den Briefen offenbar verschwunden war, fand sich angeblich ein Schriftsteller, aus dessen Feder die gesamte Legende entwickelt wurde. Dabei spielte auch ein Buch eine Rolle, nämlich die „Venus School Mistress“. Auch diese Annahme erwies sich als falsch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In die Welt gebracht wurde der Mythos von dem Schriftsteller Henry Spencer Ashbee (Pseudonym: Pisanus Fraxi), (1834 – 1900), der im Jahr 1877, also etwa 40 Jahre nach dem Ableben von Mrs. Berkley und fast 50 Jahre nach dem Erscheinen der Ausgabe des Buches, die Legende begründete.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die angeblichen  „Memoiren“ der Theresa Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in den Schilderungen Ashbees auffällt, ist eine gewisse Doppeldeutigkeit. Einerseits schreibt er, dass die Memoiren der Theresa Berkley niemals veröffentlicht wurden, andererseits behauptet er aber auch, dass in diesen Memoiren eine Abbildung enthalten gewesen sie, die ihre Erfindung, das „Berkley Horse“ zeigte. Und er behauptete zudem, dass es eine ganz ausgezeichnete Abbildung des „Berkley Horse“ in einer der Ausgaben der „Venus School Mistress“ gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither kursiert das Gerücht, das auf Ashbee zurückgeht, in zahllosen Schriften weiter – und es wird ständig aufs Neue abgeschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Buch - die Venus School Mistress &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wie auch immer - die Geschichte der Memoiren von Frau Berkley ist frei erfunden. Werfen wir kurz einen Blick auf das Buch, das häufig als die „Memoiren der Berkley“ bezeichnet wird. Es ist eine relativ belanglose erotische Schrift, die dem Zeitgeist entsprach: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Venus School Mistress; or, Birchen Sports. By R. Birch.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/v_schcool_mstrs.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4214 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;377&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/v_schcool_mstrs.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Titel der Ausgabe von 1917&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Ausgabe von ca. 1810 ist möglicherweise die älteste, aber es soll eine zweite Ausgabe von 1820 geben, in der „vier Abbildungen“ enthalten sind. Zehn Jahre später gab es eine weitere Ausgabe unter dem gleichen Titel, die sich angeblich auf eine ältere Ausgabe bezog, diesmal eine von 1788. In der Ausgabe von ca. 1830 (1938) soll auch das „Berkley Horse“ zu sehen sein – mit Mrs. Berkley einer Frictrice und dem Berkley-Horse. Darauf kommen wir noch. Wer an der Geschichte des Buches interessiert ist, sollte den folgenden Abschnitt lesen. Er wirft viel Licht auf die Praxis der Veröffentlichung erotischer Schriften im frühen 19. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu existiert folgende fast genau zutreffende Original-Recherche über den Ursprung (gekürzt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Venus-Schulmeisterin; oder Birchen Sports. Von R. Birch, übersetzt aus Manons Memoiren. Gedruckt für Philosemus und verziert mit einem schönen Druck. Preis 10 Schilling, 6 Pence. Wahrscheinliches Erscheinungsdatum 1808 bis 1810…. Es gibt eine weitere Ausgabe von ca. 1820, „mit 4 farbigen Tafeln“.Um 1830 druckte Cannon das Werk mit dem Titel &quot;Venus School Mistress; or Birchen Sports. Es wurde im Titel als ein „Nachdruck der Ausgabe von 1788“ bezeichnet und mit einem Vorwort von &lt;em&gt;Mary Wilson&lt;/em&gt; eingeleitet, das einige Hinweise auf Mrs. Berkley enthielt. London: „Gedruckt von John Ludbury, Nr. 256, High Holborn. Es enthielt fünf oder sechs faltbare farbige Tafeln und ein Frontispiz (nicht faltbar), die „Das Berkley-Pferd“ darstellt. W. Dugdale gab um 1860 eine Ausgabe mit Titeln wie oben heraus. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Preis betrug also 10 Shilling und sechs Pence, was etwa dem heutigen Gegenwert von 75 GBP entsprach, ein Frontispiz (der Bildertitel) befindet sich dabei auf der zweiten, dem Titelblatt gegenüberliegenden Seite). Weitere Ausgaben erscheinen angeblich 1917 und das ging immer so weiter - stets wurde behauptet, man drucke die Ausgabe von 1788 nach. Als das Vorwort der angeblichen von &lt;em&gt;Mary Wilson&lt;/em&gt; dazukam, hieß es irgendwann „der verstorbenen Mrs. Berkley“, jedenfalls in der Ausgabe von 1917 (Nachdruck), die ich einsehen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/vorwort_1.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4213 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;781&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/vorwort_1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wann auch immer der Text geändert wurde - die Jahreszahl 1788 im Titel ist falsch&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Täuschungen und Verwirrungen um Mary Wilson&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist dabei, dass die Täuschungen mit dem Manuskript noch weitergingen. Die angebliche „Mary Wilson“, die ebenfalls als Bordellwirtin klassifiziert wurde, wird nämlich als Autorin eines sehr ähnlichen Buches genannt, „The Spirit Of Flagellation. Es wurde als „gedruckt und herausgegeben von Mary Wilson“ deklariert und enthält auch das gleiche Vorwort. Das Original soll angeblich von 1827 stammen, aber 1830 ist ebenfalls möglich. Jedenfalls wurde die Neuauflage angeblich 1892 veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie soll mit folgendem Text beworben worden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Da die meisten Werke zu diesem Thema vergriffen und äußerst selten sind, beabsichtige ich, sie in schneller Folge in einer Reihe von Bänden zu ersetzen, die mit der Gegenwart einheitlich sind. Herren, die eine Gouvernante benötigen, oder Damen, die in diesen Zweig der eleusinischen Mysterien eingeweiht werden möchten, können vertraulich mit den notwendigen Informationen versorgt werden, indem sie mit mir über die Buchhändler oder andere Agenten kommunizieren, die ihnen diese Arbeit liefern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria Wilson.&lt;br /&gt;
1. Mai 1892.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um eine wirkliche, möglicherweise aber auch fiktive Bordellwirtin, deren Etablissement ihre Glanzzeit angeblich zwischen 1815 und 1830 hatte und die mit ähnlichen Attributen beschreiben wurde wie Frau Berkley. Auch diese „Information“ stammt von Ivan Bloch (nach Ashbee). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ashbee und eine zweideutige Information &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jedenfalls behauptete Ashbee, auf der Frontispiz der &lt;em&gt;„Venus School Mistress“&lt;/em&gt; habe es eine Abbildung gegeben, die Frau Berkley, ihr wundersames Möbel, einen darauf festgebundenen Mann und eine &lt;em&gt;Frictrice&lt;/em&gt; zeige. Ashbee selber schrieb dann allerdings:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es gibt eine Darstellung in Mrs. Berkleys Memoiren. Sie zeigt einen Mann, der sich völlig nackt auf dem Chevalet befindet. Eine Frau sitzt auf einem Stuhl genau darunter, mit entblößtem Busen, Bauch und Schambereich und beschäftigt sich mit seinem Embolon, während Mrs. Berkley mit einer Rute auf sein Hinterteil einschlägt. Die weibliche Rolle als Frictrix nahm sich Miss Fisher, als Vorbild. Sie war eine schöne, große, dunkelhaarige Frau, an die sich jeder erinnern müsste, der in diesen Tagen die Charlotte Street besuchte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie der Mythos zementiert wurde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung der angeblichen Illustration in den „Memoiren“ ist heute noch in jedem Artikel zum Thema zu lesen: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Es gibt eine Abbildung in Mrs. Berkleys Memoiren, die einen beinahe nackten Mann darauf zeigt. Eine Frau sitzt in einem Stuhl direkt darunter, Hintern, Bauch und Scham entblößt, die den Mann mit der Hand befriedigt während Mrs. Berkley seine Rückseite mit Birkenruten bearbeitet. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wer dem Text glaubt, muss annehmen, dass Herr Ashbee tatsächlich die Memoiren der Theres Berkley gelesen habe, von denen er andererseits bestreitet, dass sie jemals veröffentlicht wurden. Und so beginnt die Legende vom „Berkley Horse“ tatsächlich mit Spencer Ashbee – aber sie endet nicht damit. In seinem Buch „Das Geschlechtsleben in England“ schreibt „Dr. Eugen Dühren“ (Der Arzt und Sexualwissenschaftler Iwan Bloch): &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Pisanus Fraxi ließ (das Bild) in seinem „Index Librorum Prohibitorum“ reproduzieren. Nach dieser Reproduktion wurde das Bild wiederholt bei Hansen („Stock und Peitsche)“ und Eulenburgs „Sadismus und Masochismus“ (veröffentlicht.) Man findet das Chevalet auch auf modernen Flagellationsbildern. In Paris soll es währen der Weltausstellung von 1900 praktische Verwendung und viel Anerkennung bei Lebemännern gefunden haben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Iwan Bloch ein angesehener Arzt war, zweifelte später niemand mehr daran, dass beides Realität war – die Memoiren einerseits und das „Berkley Horse“, so wie es Ashbee gesehen haben wollte, andererseits. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Klappleiter im Luxusbordell? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was uns nun noch fehlt, ist die Idee zur Zeichnung des angeblich „echten“ Berkley Horse, und wir finden sie erstaunlicherweise ebenfalls bei Iwan Bloch (wieder nach Ashbee):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die kuriose Einrichtung ihres Geschäftes bestand aus einer zusammenklappbaren Leiter, aus Riemen, Birkenruten, (und) Stechginsterbesen … (Die jungen Frauen) wurden auf verschiedene Weise flagelliert … (und) manchmal wurden sie an die Leiter gebunden.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Informationen stammen offensichtlich aus der Presse, weil die Betreiberin der „Akademie der Züchtigungen“, eine gewisse Sarah Potter, (auch Sarah Stewart genannt) angezeigt wurde. Ihre Gerätschaften landeten beim „Westminster-Polizeigericht“, und es ist überliefert, dass „die Öffentlichkeit davon erfuhr.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorfall stammt allerdings (laut Bloch) aus dem Jahr 1863 – fällt also ungefähr in die Zeit von Ashbees Recherchen, was erneut Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit nährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Welchen Apparat hatte Frau Berkley wirklich erfunden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer all dies gelesen hat, wird sich nun fragen: Wie hätte denn Frau Berkleys Erfindung „wirklich“ aussehen können? Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten. Größer, höher, schwerer und dennoch flexibler. Wie er allerdings „genau“ aussah, wissen auch wir nicht - aber es gibt durchaus Hinweise. Und davon nun in der vierten Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quellen (unter anderem):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Art and Popular Culture: &lt;a href=&quot;http://www.artandpopularculture.com/Sexual_Life_in_England:_Past_and_Present&quot;&gt;Sexual LIfe in England&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4734-Die-lustvollen-Strafen,-Frau-Berkley-und-ihr-geheimnisvolles-Pferd.html&quot;&gt;Körperstrafen und Definition&lt;/a&gt; - Körperstrafen (Definitionen) &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4735-Eintauchen-in-die-Viktorianische-Zeit-Adel,-Buergertum,-Fassade-und-Bordelle.html&quot;&gt;Die viktorianische Zeit und das 19. Jahrhundert &lt;/a&gt; Adel, Bürgertum, Fassaden. &lt;br /&gt;
Das Bordell der Frau Berkley und die einzige Quelle dafür bei Ashbee (hier)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4737-Die-Legende-vom-Berkley-Horse-oder-ein-Flagellationsbordell-innovativ-moeblieren.html&quot;&gt;Das angebliche „Berkley Horse“&lt;/a&gt; - ein Möbel für ein Bordell.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4738-Ein-Nachtrag-zu-meiner-Vorgehensweisen-im-Fall-Berkley-Horse.html&quot;&gt;Meine Vorgehensweise bei den Recherchen&lt;/a&gt; - die Wahrheit. &lt;/em&gt; 
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    <pubDate>Wed, 15 Mar 2023 13:21:00 +0000</pubDate>
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    <category>brüste</category>
<category>erotisch</category>
<category>fantasien</category>
<category>frauen</category>
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<category>sex</category>

</item>
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    <title>Englische Erziehung durch Prostituierte im 19. Jahrhundert</title>
    <link>https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3075-Englische-Erziehung-durch-Prostituierte-im-19.-Jahrhundert.html</link>
            <category>lust und begierden</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ubomi Ulobi)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2884 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;736&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/peitschende_frauen_620.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Darstellung aus einem vornehmen Flagellations-Bordell - möglicherweise für eine Buchillustration&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Über die „englische Erziehung“ wird viel gemunkelt. Manche wollen wissen, dass sie ein „Codewort“ oder eine Verschleierung für „erotische, körperliche Züchtigungen“ ist. Und obgleich Codeworte nicht mehr die frühere Bedeutung haben, weil interessierte Männer aus einem offenen Menü von Aktivitäten der dominanten Damen wählen können, hat sich der Begriff „Englische Erziehung“ doch erhalten. In der Literatur wird dies gelegentlich so beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Briten und die Lust an der Züchtigung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;«Die Briten liebten ihre Züchtigungen. Die Kunst des Schlagens war ein Teil des Repertoires, das man von jeder guten Prostituierten erwartete. Häusliche Gewalt wurde generell von Gerichten toleriert, solange sie nicht „widerliche und unnatürliche“ Größenordnungen annahm.»&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die „Gouvernante“ die „Domina“ des 19. Jahrhunderts &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3968-Suchst-du-etwas-ueber-Lueste-anno-dazumal.html&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3658 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;242&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/sex_21_jh.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sei neugierig&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Als Begriff und Namensgeberin musste dafür die häusliche „Erzieherin“ im herkömmlichen Sinne herhalten - im Anklang an eine „Gouvernante“, also eine wichtige Person mit Erziehungsfunktion im viktorianischen Haushalt. Sie hatte die Aufgabe, die Kinder zu erziehen – eine Tätigkeit, der adlige und wohlstands-bürgerliche Damen nur höchst ungern nachkamen. Entsprechend nannten sich die diejenigen Frauen, die sich auf die körperliche Züchtigung von Erwachsenen, namentlich lust- und schmerzbereiten Gentlemen, spezialisiert hatten, „Gouvernanten“ (Governesses). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stars dieses Metiers arbeiteten in Bordellen, die auf „correction“ spezialisiert waren – und „correction“ war wieder ein Synonym für „Züchtigung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine spezielle Form des Bordells&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den verfügbaren Quellen geht allerdings hervor, dass in solchen Bordellen auch andere, teils gewöhnliche, teils ungewöhnliche Lüste befriedigt wurden. Tatsächlich verdanken wir die Schilderungen aus diesen Bordellen, namentlich aus dem der Theresa Berkley, alle einer Quelle, die man bestenfalls als „aus zweiter Hand“ nennen konnte: dem populistisch-erotischen Autor Henry Spencer Ashbee. (In der Literatur besser bekannt als Pisanus Fraxi). Er beschreibt nicht nur das gewaltige Arsenal an Züchtigungsinstrumenten, sondern erwähnt auch die Kombination von Lust und Schmerz, für die das Bordell von Frau Berkley berühmt wurde. Im Zusammenhang mit einem angeblich von Frau Berkley erfundenen erotischen Strafbock (Berkley Horse“) wird eine erotische Illustration erwähnt, auf der dies zu sehen ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Man sieht Mrs. Berkley eigenhändig die Posteriora (1) des auf dem Chevalet (2) befestigten Mannes peitschen, während ein auf dem Stuhl darunter sitzendes stark dekolletiertes Mädchen ihm Dienste als &quot;Frictrix“ (3) leistet. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lustschmerz oder Brutalität bei der englischen Erziehung? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich dürfte klar sein, dass all diese Behauptungen, die &lt;em&gt;Henry Spencer Ashbee &lt;/em&gt;aufstellt, nicht von ihm selber überprüft wurden, sondern möglicherweise aus reißerischen Schilderungen stammen, die er sich angelesen hatte - diese Quellen waren aber leider oft sehr fragwürdig. Und Ashbee war weder ein Zeitzeuge noch ein Augenzeuge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch warum gingen die Gentlemen so gerne in die berühmten und nicht minder berüchtigten Flagellationsbordelle? Welche Lüste sollten dort geweckt werden, und wie wurden Sie befriedigt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schränken wir unsere Betrachtung auf „Gentlemen“ ein (verschiedentlich gab es auch Ladys als Kunden) und sehen wir uns nur diejenigen an, die aktiv gepeitscht werden wollten, so ergeben sich drei Arten von Interessenten an den Diensten solcher Bordelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren zunächst diejenigen, von denen das sensationshungrige Publikum am liebsten lesen wollte: jene, die „bis aus aufs Blut“ mit den verschiedensten Instrumenten des Repertoires bedacht werden wollten. Gerüchteweise verlautet sogar, dass sich Frau Berkley nach der Menge und dem Fluss des vergossenen Blutes bezahlen ließ. Andere jedoch liebten es offenbar, zugleich gepeitscht und am „Embulon“ beglückt zu werden, wobei eine zweite Dame spärlich bekleidet Fellatio (möglicherweise auch Brust- oder Handverkehr) ausübte und deshalb auch „Frictrix“ oder „Frictrice“(3) hieß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Flagellationsbordelle: Auch Anschubhilfe bei Impotenz? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 631px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2883 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;631&quot; height=&quot;800&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/cully_flaug_d.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Züchtigung und Entblößung als Mittel gegen die Impotenz &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
Einen dritten Personenkreis hatte man damals offenbar nicht im Visier: Es waren ältere Herren, die im Lauf ihres Lebens einen erheblichen Teil ihrer Manneskraft verloren und sie nun vermittels Flagellation zurückgewinnen wollten. Eine solche Szene ist sogar als Grafik belegt: The „Cully Flaug’d“, auf Deutsch  etwa „Der gepeitschte Trottel“. Es handelt sich dabei um eine extrem sinnliche Darstellung einer Prostituierten, die ihren nackten Schoß präsentiert und ihm zugleich die Rute verabreicht. Im Text heißt es sinngemäß, dass sich der Penis nicht ohne die Beschwörung durch die Rute aufrichten wird. Nicht ganz wörtlich und etwas holprig übersetzt etwa: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Eine Schinderei ist hier zu sehen, eine Zucht, um ihn zu erregen.&lt;br /&gt;
Geht es doch drum, den alten Mann zum Aufstand zu bewegen.&lt;br /&gt;
Schlag weiter auf die Schenkel ein, holde Dame der Rutenkunst,&lt;br /&gt;
Denn ohne die Beschwörungen schenkt ihm der Teufel keine Gunst.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Englisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;What Drudgery’s here, what Bridewell-like(4) Correction!&lt;br /&gt;
To bring an Old Man, to an Insurrection.&lt;br /&gt;
Firk on Fair Lady, Flaug the Fumblers Thighs,&lt;br /&gt;
Without such Conjuring th’ Devil will not rise.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelte sich also eindeutig auch um Fälle der altersbedingten Impotenz – ein Thema, das weder spektakulär noch öffentlichkeitstauglich war. Und so dürfen wir vermuten, dass die starken Reize, die von der Brust oder dem Unterleib einer Frau ausgingen, kombiniert mit den stimulierenden Schlägen der Rute, durchaus manche Herren  „wiedererweckt“ haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die „englische Erziehung“ in Deutschland &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Strenge Gouvernanten“, die „erziehungsbedürftige Herren“ suchten und die sich gelegentlich auch als „Bewandert in der englischen Erziehung“ anboten, gab es im Übrigen auch in Deutschland – sie wurden allerdings weit weniger beachtet und konnten nicht den Reichtum erarbeiten, den Ms. Berkley einst ansammelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hinweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1)	Posteria – der Hintern. &lt;br /&gt;
(2)	Chevalet – jede Art von Bock.&lt;br /&gt;
(3)	Frictrīx, aus dem lateinischen auch ins französische (Frictrice)  übergegangen, ist eine „Reiberin“, die den Penis erotisch stimuliert. &lt;br /&gt;
(4)	Bridewell – bekanntes britisches Zuchthaus.&lt;br /&gt;
(5)	Bild unten: The Cully Flaug&#039;d by Marcellus Laroon II; c 1700 © The Trustees of the British Museum.&lt;br /&gt;
(6)    Bild oben: Unbekannte Buchillustration, Scan-Daten unbekannt.&lt;br /&gt;
(7)    Die Recherchen zum Thema wurden in &quot;sehpferd&quot; weitergeführt, vertieft und aktualisiert. Eine &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html&quot;&gt;humorvolle Einfügung&lt;/a&gt; könnt ihr im Link lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel erhielt - trotz gründlicher Recherche - die bislang schlechteste Bewertung. Ein Satz über Ashbee wurde im März 2022 geändert, 2026  gab es neue Erkenntnisse, allerdings mit dem gleichen Ergebnis.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 Mar 2018 11:49:00 +0000</pubDate>
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    <title>Der Mythos vom &quot;Berkley Horse&quot; </title>
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            <category>lifestyle, psycho und so</category>
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    <author>nospam@example.com (Ubomi Ulobi)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/horse_strichzeichnung.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3466 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;737&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/horse_strichzeichnung.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Links: Moderner Nachbau, rechts: Originalzeichnung, entzerrt. Die Figur zum Größenvergleich&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Mythos um den legendären Prügelbock begann mit dem Tod der Theresa Berkley im Jahre 1836, als ihr Vermögen durch Verzicht der Erben an die Krone fiel. Alle Unterlagen, die sich damals im Besitz von Frau Berkley befanden, wurden angeblich zerstört. Doch nun begannen die Gerüchte zu brodeln. Das bekannteste drehte sich tatsächlich um das mysteriöse „&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3738-Hat-es-jemals-ein-Berkley-Horse-gegeben.html&quot;&gt;Berkley Horse&lt;/a&gt;“.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte diese Prügelbocks ist wird mit Pseudo-Belegen untermauert, die allesamt wertlos sind, weil keiner der angeblichen Belege zum Zeitpunkt der Untersuchungen wirklich existierte. Lesen wir einfach nach (1,2): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In Mrs. Berkleys Memoiren befand sich ein Kupferstich, der das „Pferd“ in Action darstellte. Man sieht Mrs. Berkley eigenhändig die Posteriora des auf dem Chevalet befestigten Mannes peitschen, während ein auf einem Stuhl darunter sitzendes stark dekolletiertes Mädchen ihm Dienste als &quot;Frictrix&quot; (3) leistet. Eine Abbildung des „Pferdes“ findet sich in der Ausgabe der „Venus School-Mistress“ von 1836, wonach Pisanus Fraxi es in seinem „.Index Librorum Prohibitorum“ zu Seite XLIV reproduciren liess. Nach dieser Reproduction wurde das Bild wiederholt bei Hansen „Stock und Peitsche“ S. 167 und Eulenburg „Sadismus und Masochismus“ S. 61.  Man findet das Chevalet auch auf modernen Flagellationsbildern. In Paris soll es während der  Weltausstellung von 1900 practische Verwendung und viel Anerkennung bei Lebemännern gefunden haben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei so viel Experten und Zeitzeugen (Bloch, Hansen, Fraxi, Euleburg,  Besucher der Weltausstellung) wäre es sehr unwahrscheinlich, wenn ein Bild ganz und gar verschwände. Eigenartig ist auch, dass niemand auf dieser Welt mehr ein Exemplar des Bildes, sei es aus den Büchern oder kopiert, in Händen halten würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Informationen aus zweiter und dritter Hand&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in der heutigen Zeit auch, brüsteten sich Journalisten und Buchautoren auch damals mit einem angeblichen „authentischen“ Wissen. Die Gentlemen, die im Etablissement von Frau Berkley verkehrten, hüteten sich, darüber zu sprechen, und die wenigen, die man wirklich zum Reden brachte, sprachen vom „Chevalet“, also einem Gestell, an das man einen Mann festbindet, während er geschlagen wird. Jede „Gouvernante“, ob sich nun um die Inhaberin des Etablissements oder eine Angestellte handelte, war auf solche „Prügelböcke“ angewiesen – denn das waren sie im engeren Sinne. Wie bereits erwähnt, dienten sie einerseits der Vervollständigung der Illusion, der Gouvernante ausgeliefert zu sein, wie auch zur Sicherheit der Besucher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Woher stammten die Ideen für die Prügelböcke?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/london_zuchthaus.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3467 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;575&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/london_zuchthaus.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bild aus einem Zeitungsbericht, angeblich aus 1905&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die meisten Ideen für Prügelböcke in erotischen Etablissements lassen sich auf den Vollzug von Prügelstrafen in der Justiz zurückführen, ein kleinerer Teil auf die Praxis der häuslichen Züchtigung (insbesondere an Domestiken) und der schulischen Züchtigung (insbesondere in Internaten). Die Idee, die Justiz als Vorbild zu nehmen, ist nicht so abwegig, wie es scheint, denn die Etablissements benötigten besonders stabile, schwere Geräte, die für den Dauergebrauch geeignet waren. Man kann durchaus annehmen, dass ein solches Gerät in einem Flagellationsbordell noch weitaus häufiger gebraucht wurde als im Zuchthaus. Die Idee zum Modell, das angeblich von Frau Berkley verwendet wurde, entstammt sehr wahrscheinlich einem Londoner Zuchthaus. Eine Leiterkonstruktion vorne, eine Auflage für den Körper, verschiedene Ösen, um Riemen daran zu befestigten – das alles deutet auf das Vorbild eines Zuchthauses hin. Allerdings ist die Zeichnung selbst eindeutig ein Produkt der Fantasie. Wenngleich Iwan Bloch davon ausgeht, dass es sich um eine „Leiterkonstruktion“ handelt, ist seine Schilderung die Grundlage der Illusion, man könne mithilfe des Geräts einen Gentleman „in jeder beliebigen Lage“ peitschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir also &lt;em&gt;Iwan Bloch&lt;/em&gt; alias &lt;em&gt;Dr. Eugen Dühren&lt;/em&gt; noch einmal zu Wort kommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Im Wesentlichen ist es eine verstellbare Leiter, die bis zu einem beträchtlichen Grade ausgespannt werden kann und auf welcher der Betreffende festgeschnallt wurde, indem für Kopf und Genitalien Öffnungen gelassen wurden.&lt;/blockquote&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3739-Der-Mythos-vom-Berkley-Horse.html#extended&quot;&gt;&quot;Der Mythos vom &amp;quot;Berkley Horse&amp;quot; &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 21 Aug 2020 04:20:00 +0000</pubDate>
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    <category>brüste</category>
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<category>sehpferd</category>

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    <title>Die Sünde, die Buße, die Fleischeslust und die Hiebe</title>
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            <category>lifestyle, psycho und so</category>
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    <author>nospam@example.com (Ubomi Ulobi)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/flagellation.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3487 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;587&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/flagellation.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt; Der Kirche nicht unbekannt: erotische Flagellation &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;em&gt;In dem Treibhause der römisch-katholischen Kirche wachsen Prügel von allen Sorten. &lt;br /&gt;
(covin)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben anderen Bußen wie das Auferlegen des Fastens, des Deklamierens von Gebeten oder Psalmen wurde dem Büßer noch „eine bestimmte Anzahl von Hieben“ auferlegt - so sagte es uns Otto von Corvin (1) in „Die Geißler“, und …&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Geißelhiebe wurden gleichsam die Scheidemünze der Buße, besonders für die, welche der römischen Kirche keine anderen Münzen zahlen konnten.&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Doch was bewirkte diese Form der Buße? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Kirchenmänner jener Zeit waren nicht dumm, sondern zumeist sehr belesen und mit dem „Menschlichen“ vertrauter als man heute glaubt. So sagte der Abbé Charles Boileau (2):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wenn die Lendenmuskeln mit Ruten- oder Peitschenhieben genossen werden, (werden) ... die Lebensgeister mit Heftigkeit gegen das os pubis (Schambein) zurückgestoßen werden und unkeusche Bewegungen erregen. Diese Eindrücke gehen sogleich in das Gehirn über, malen hier lebhafte Bilder verbotener Freuden, bezaubern durch ihre trügerischen Reize den Verstand, und die Keuschheit liegt in den letzten Zügen.&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
Man muss nicht viel mehr wissen, um sich zu verinnerlichen, wie eng Lust und Strafe zusammengehen, und wie sich die Vorstellung der Wollust mit jenen der Hiebe vermischen. Die alten Sünden, die Buße, die Schläge und neue Sünde „wider die Keuschheit“ lagen nach Meinung des Kirchenmannes eng beieinander.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Lust durch Schläge heute &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie nahe liegen heute Buße, Unterwerfung, Geißelung, Hiebe und Wollust?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wem würde sich der heutige Mensch noch unterwerfen, ohne einen unmittelbaren Anlass zu haben? Warum sollte er Buße tun, wenn ihn seine Fehler nicht drücken? Und wer würde sich, wenn er denn bei Verstand wäre, freiwillig peitschen lassen?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Antwort ist nicht leicht zu finden. Tatsache ist: Eine gewisse Anzahl von Menschen tut es bereits, andere träumen davon. Meist sind es Männer mit großer Verantwortung, die sich an eine sozial deutlich schlechte angesehene Gruppe von Frauen werden. Männer mit Selbstzweifeln „auf hohem Niveau“ (2), die Grund zur Buße im herkömmlichen Sinne hätten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das ist die eine Seite: Buße üben, indem sich der Mensch erniedrigen und strafen lässt. Und die andere?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Heute wie gestern -  der gegenseitige Einfluss von Lust und Schmerz &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Abbé beschreibt recht deutlich und ungewöhnlich modern, was geschieht, wenn der Körper einmal mit gezielten Schlägen konfrontiert wird. Die Erregung mit Hautrötungen und verstärkter Durchblutung wird vom Gehirn zunächst als Sinnesreiz wahrgenommen und erst dann umgesetzt in „Schmerz“ und/oder „Lust“. Wird die Lust einmal „freigesetzt“ dann versucht das Gehirn, die Reize zu verstärken, um den Menschen zum Geschlechtsakt zu befähigen. Und je nachdem, wie sich diese Rückkoppelung auswirkt, schreitet das Gehirn der Vollendung entgehen - sei es gedanklich oder gar körperlich. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unsicherheiten - warum mal Schmerz, mal Lust?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man glaubt, heute zu wissen, dass Schmerz, Religiosität und Sexualität im Gehirn eng beieinanderliegen. Dennoch weiß man nicht, unter welchen Voraussetzungen sich der Mensch zur Hingabe an den Schmerz entschließt oder sich der Lust hingibt, die von den Schlägen ausgeht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem Menschen heute erst im Erwachsenenalter und völlig freiwillig mit Schlägen konfrontiert werden, können wir annehmen, dass ein altes Prinzip äußerst wirksam ist: der Kreisprozess. Denn ob die „Schmerzgeilheit“ zuerst im Kopf entsteht oder zuerst in den Lenden, ist ganz und gar unwichtig, sobald wir feststellen, dass sie sich gegenseitig beeinflussen und „hochschaukeln“ können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Oder einfacher: Die Lust an Schlägen kann vom Gehirn ausgelöst werden oder von der Rötung der Pobacken. Am Ende aber gibt es keine Gefühle, die nicht vom Gehirn beeinflusst werden. Es gibt also keinen Anfang und kein Ende, keine Ursache und keine Wirkung. Alles, was wir so nennen, trifft sich wieder im Gehirn, der einzigen Instanz für unsere Gefühlswelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um allerlei Sünden geht es auch in &quot;Lustsünden&quot;. In diesem Beitrag zum Beispiel um &lt;a href=&quot;https://lustsuenden.de/index.php?/archives/72-Ist-eine-erotische-Fantasie-eine-Suende.html&quot;&gt;erotische Fantasien&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt; (1) &lt;a href=&quot;https://www.projekt-gutenberg.org/corvin/geissler/chap002.html&quot;&gt;Zitatenquelle Covin&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
 (2) Hofprediger am Hof Ludwigs XIV * 1648 in Beauvais; † 28. Mai 1704 in Paris)&lt;br /&gt;
Hinweis: Otto Julius Bernhard von Corvin-Wiersbitzki war ein Autor des 19. Jahrhunderts. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 06 Sep 2020 12:36:00 +0000</pubDate>
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    <category>erotisch</category>
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    <title>Ist der Orient noch faszinierend?</title>
    <link>https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3275-Ist-der-Orient-noch-faszinierend.html</link>
            <category>lust und begierden</category>
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3083 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;495&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/orient_roman_1950er.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Orient-Kitschroman: Teil des Titelbilds&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Ist der Orient noch faszinierend? Oder regt er noch die erotische Fantasie der Männer an? „Kaum“, wäre meine Antwort heute - aber im 18. und 19. Jahrhundert war das einmal ganz anders.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzlich wurde ich gefragt, ob es noch romantische Vorstellungen vom Orient gibt. Nun bin ich ein ausgewiesener Fan von Scheherazade – und ich meine nicht das Buch, sondern die „Sinfonische Dichtung“ von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3081 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;448&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/karl_may.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Karl May war der populärste Erzähler orientalischer &quot;Märchen&quot;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wirklich fasziniert vom Orient waren die „Orientalisten“, eine Gruppe von Malern, die im 19. Jahrhundert opulente Werke schufen. Ihre Vorstellungen wurden von  neugierige, halbgebildete Bürgern weitergetragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wussten die Menschen schon vom Orient? Man fand die salomonische Pracht faszinierend, die man überall im Orient vorzufinden glaubte, und die Erotik-Fanatiker interessierten hauptsächlich zwei Themen: Die unglaubliche Wollust der Orientalen, die –man stelle sich vor – Harems mit mehreren Hauptfrauen und zahllosen Sklavinnen unterhielten. Und nicht zuletzt wurden die „Haremsstrafen“ in allen erdenklichen Farben geschildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und während die Erwachsenen erotische Orientromane mit der für das Bürgertum typischen Mischung von Faszination und Abscheu verschlangen, lasen Männer, Frauen und Kinder die aufregenden Orientromane von Karl May im „Deutschen Hausschatz in Wort und Bild“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3082 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;427&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/serail_wieisse_obeliske.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Vorstellung einer weißen Sklavin im Harem&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Das Schloss eines orientalischen Fürsten nannte man auch „Serail“, und schon im 18. Jahrhundert nutzten Schriftsteller und Librettisten das Thema für Geschichten von weißen Sklavinnen, die ins Serail verschleppt wurden, zum Beispiel „Belmont und Constanze, oder: die Entführung aus dem Serail“. Von Christoph Friedrich Bretzner.  Das Singspiel wäre verloren gegangen wäre, wenn es nicht von Johann Gottlieb Stephanie neu gefasst worden und von Mozart vertont wurde. Wie bei mehreren anderen Singspielen (die Zauberflöte) „von Mozart“ war Mozart nicht der Initiator, sondern der Komponist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer: Ein großer Teil der Faszination der Bildungsbürger lässt sich an den Orientalisten der Malerei sowie der „Entführung aus dem Serail“ und der fiktiven Reiseliteratur nach dem Vorbild von Karl May festmachen. Die Erotik stammt ebenfalls hauptsächlich der Darstellung von nackten (oftmals weißen) Sklavinnen und aus Büchern über Sklavenhalter, die dann auch oftmals flagellantische Motive enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3080 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;408&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/typische_darstellung.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Beliebtes Thema: weiße Sklavinnen im Orient&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; Das Thema flackerte in den 1950er Jahren noch einmal kurz auf, als zahlreiche &quot;Orientromane&quot; als Groschenhefte verlegt wurden. (Titelbild dieses Artikels). Wie auch schon früher, lagen Kunst und Kitsch in der Orientbetrachtung Seite an Seite.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was fasziniert heute noch am Orient? Hauptsächlich die Erinnerung der Menschen an Erzählungen, Gemälde und Libretti. Was davon noch erkennbar ist, wird manchem klar, der einmal das Glück hatte, in die sinnlich erscheinenden Augen einer jungen Frau aus der Levante (dem Vorderen Orient) zu sehen, die immer noch „märchenhaft“ wirken. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bilder: &lt;br /&gt;
Titel: &quot;Liebesabenteuer im Orient&quot;, Sittenroman-Reihe, No. 1, Teilansicht&lt;br /&gt;
(oben links) Titelbild aus der Zeitschrift, die Karl May veröffentlichte.&lt;br /&gt;
Unten: Otto Pilny, der Skalvenmarkt (1910)&lt;br /&gt;
Unten: ???, Orientalist. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 20 Sep 2019 09:02:00 +0000</pubDate>
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    <category>erotik</category>
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</item>
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    <title>Flirten – die Körpersprache entschlüsseln</title>
    <link>https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/5200-Flirten-die-Koerpersprache-entschluesseln.html</link>
            <category>Liebe an sich -  vom Chef der Liebeszeitung</category>
            <category>lust und begierden</category>
            <category>partnersuche und beziehungen</category>
            <category>ungeklärtes und absonderliches </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:2645 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;729&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/flirt_pose_comic.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Kleidung, Kopfhaltung und mehr ... übertriebene Flirtsignale&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Lange von dem „Kennenlernen“ und den Versuchen, sich einander zu nähern, erfassen Menschen die andere Person als „Gestalt“. Wir haben dies aus der Evolution mitgenommen, und es ist fest in unseren Genen verankert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie Flirten beginnt - mit Begegnungen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir versuchen dabei, schon auf einige Entfernung Schlüsse zu ziehen – und das alles in Sekundenbruchteilen. Ist die Person freundlich oder bedrohlich? Frau oder Mann? Alt oder jung? Aufmerksam oder teilnahmslos? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist sie eine Person, die aus unserer Sicht begehrenswert ist, dann ergibt sich die Grundfrage: Sucht sie Partner(innen)? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vom Auftritt der Person bis zu kleinsten Details: Flirtsignale &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle kommen wir zu den Flirtsignalen, die sich zunächst wieder in der „Gestalt“ zeigen – vom Auftritt über das grundsätzliche Verhalten bis zum Detail. Noch ist es nicht einmal erforderlich, dass die Flirtsignale an eine bestimmte Person gesendet werden. Offenheit reicht in der Regel, denn sie bedeutet schon, an interessanten Begebungen interessiert zu sein - mit oder ohne Flirtabsicht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mit dem Begriff der Gestalt oder dem „Auftritt“ nichts anfangen kann, kennt dennoch meist die „Details“. Neben dem Lächeln und der Sprache der Augen sind es die Bewegungen des Körpers, die weitere Botschaften aussenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Flirten - angeboren und erlernt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten selbstbewussten Frauen haben während ihrer Jugendjahre erlernt, ihr Flirtverhalten zu optimieren. Im Grund sind es dieselben Gesten, dien auch naive Frauen verwenden, aber sie wurden verfeinert und dabei auch kontrollierter eingesetzt. Dazu gehört der Augenkontakt, der etwas länger gehalten wird, als es üblich ist. Wird der Kopf schräg gehalten oder der Hals auf andere Weise betont, so heiß dies: „Ich zeige dir etwas von mir – findest du es interessant?“ Ganz ähnlich (und ebenso harmlos) ist es, Kleider oder Schmuckstücke zu tragen, die auf die Brüste hinweisen. All dies gilt als absolut normal. Stärkere Flirtsignale zeigen sich in den Berührungen des eigenen Körpers: Die Haarpflege ist wirksam, aber noch nicht erotisierend. Wandern die Hände jedoch an andere Stellen des Körpers, so „präsentiert“ die Frau sich sinnlich, auch wenn diese Berührungen nur angedeutet werden. Besonders intim, ja beinahe ordinär wirkt hingegen, die eignen Lippen zu berühren oder die Fingerkuppe zu lecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ratschläge und Regeln enthalten oft Behauptungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten „Regeln“ für Flirts sind in Wahrheit Annahmen oder Behauptungen. Denn welche Aktion wirklich dazu geführt hat, einen Menschen zu verlocken, ist nachträglich nicht mehr feststellbar. Der Flirt besteht aus einem Mix von vielen Signalen, die teils bewusst, teils unbewusst ausgesendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die „üblichen Ratschläge“? Sie funktionieren nicht. Behauptet wird beispielsweise, dass Männer innerhalb von drei Sekunden auf die Flirtsignale einer Frau reagieren müssten, um Erfolg zu haben. In Wahrheit senden flirtbereite Frauen bewusst und unbewusst eine Vielzahl von Signalen aus, von denen einige Freude, andere Sympathie und manche eben auch die gewisse „Spielbereitschaft“ ausdrücken. Denn der Flirt ist – anders als es die „Experten“ behaupten -  nichts mehr als ein Versuch, sich die eigene Attraktivität von anderen bestätigen zu lassen. Das bedeutet nicht, dass die Person Single ist – und schon gar nicht, dass sie nach einer Paarung lechzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Artikel existiert in einer anderen Version auch im &quot;Neuen Liebeslexikon&quot;.&lt;br /&gt;
Darf es etwas intimer sein? Dann auf zu &lt;a href=&quot;https://lustsuenden.de/index.php?/archives/59-Flirten-das-sinnliche-Zuendeln-mit-der-Lust.html&quot;&gt;&quot;Lustsünden&lt;/a&gt;&quot;. &lt;/em&gt; 
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    <pubDate>Wed, 04 Dec 2024 08:13:00 +0000</pubDate>
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    <category>anlocken</category>
<category>erotisieren</category>
<category>flirt</category>
<category>flirten</category>
<category>flirtsignale</category>
<category>frauen</category>

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    <title>Tritt keine Türen ein – warte, bis sie sich öffnen</title>
    <link>https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/5460-Tritt-keine-Tueren-ein-warte,-bis-sie-sich-oeffnen.html</link>
            <category>anders denken </category>
            <category>lust und begierden</category>
    
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4520 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;723&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/a_house_maybe_a_home_620.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Türen öffnen sich leise ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Manche Männer treten die Türen ein, statt zu warten, bis sie sich öffnen. Das ist natürlich nicht im „wahrsten Sinne des Wortes“ gemeint, sondern emotional. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre zum Beispiel die Sache mit den Anmachsprüchen. Die mögen ja bei einem Viertel der betrunkenen weiblichen Gäste in irgendwelchen Bars wirken, aber ansonsten? Was würdest du sagen, wenn du dich den halben Abend gegen dumme Anmachsprüche von aufdringlichen Tussis wehren müsstest? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wenn du ein Mann bist ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du ein Mann bist (was ich jetzt mal annehme), dann fängst du am besten ein „ganz normales Gespräch“ an. Wenn die Frau so etwas wie &lt;em&gt;Selbstbewusstsein&lt;/em&gt; hat, dann hast du wenigstens ein gutes Gespräch gehabt. Manchmal lenken Frauen uns Männer ja selbst auf den Pfad, der ihre Türen öffnet. Dann gehst du einfach drauf ein und wartest, was sie alles in ihrer süßen Wunderkiste hat - und ob du wirklich davon naschen möchtest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Höfliche Versuche statt Zaubersprüche&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie beim Sachthema (oder beim&lt;em&gt; Smalltalk&lt;/em&gt;) bleibt, kannst du immer noch versuchen, ein bisschen tiefer zu schürfen – das Gold soll ja mit „bloßen Augen unsichtbar“ sein. Wie auch immer: Es ist um vieles einfacher, ein geöffnetes Tor zu betreten, statt ständig neue Zaubersprüche zu lernen, die es angeblich öffnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage weißt du bei „zufälligen Treffen“ nie, welche Absichten, Ziele oder Wünsche hinter der Stirn einer Frau verborgen sind, die offensichtlich allein ausgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt: Sprich mit ihr. Du wirst davon nicht dümmer, sondern sehr wahrscheinlich erheblich erfahrener. Und deshalb wäre es ganz gut, auf alles vorbereitet zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dir ist der Text nicht sachlich genug? Dann schau mal, ob er dir auf sehpferds  &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/139-Small-Talk,-um-Liebe-zu-finden.html&quot;&gt;Kommunikationsblog&lt;/a&gt; besser gefällt.  
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    <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 13:46:00 +0000</pubDate>
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