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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Von Masken, Augen, Voyeuren und betont verhüllender Kleidung

Im Harem - eines der seltenen Bilder einer vollständig verschleierten Frau
Masken-Fetische gab es schon immer, aber seit wir alle Masken tragen, mussten wir lernen, dass man uns mit Maske „anders“ erkennt als ohne. Mein Handy erkannte mich gar nicht, die Vietnamesin im China-Takeaway erst nachdem ich lächelte. Doch etwas ahnte ich nicht: Offenbar entstand as dem massenhaften Tragen der Masken auch einer neue Fetisch. Es soll sich um eine Art Verschleierungs-Fetisch sein. Dazu gehört blickabweisende Formalkleidung und eine Maske, die ein bisschen schicker ist als eine „Mund-Nasen-Bedeckung“.

Warum trugen wir eigentlich früher Masken?

Wenn wir uns im Vorfeld fragen, warum wir überhaupt Masken trage, fallen uns zumeist zwei Gründe ein. Der eine ist der Reiz, nicht als „wir selbst“ erkannt zu werden. Unter dieser Maske können wir also tun, was wir wollen, ohne erkannt zu werden - jedenfalls bis zur Demaskierung.

Die Augen sprechen auch dann, wenn die Mimik weitgehend verhindert wird
Der zweite Reiz liegt darin, dass unsere Emotionen weniger sichtbar sind, weil sie oder unter der Maske schwächer wirken oder sogar ganz unterdrückt werden, weil die Mimik fehlt und damit ein Teil der Körpersprache.

In beiden Situationen gilt: Solange die Augen sichtbar bleiben, können die Emotionen nicht völlig unterdrückt werden. Das heißt, in beiden Fällen „sprechen die Augen“ weiterhin.

Was ist einheitlich ein "Maskenfetisch"?

Maskenfetisch - hier mit Gasmaske
Reden wir nun von Maskenfetischisten. Zunächst einmal: Was ist denn eigentlich ein(e) Maskenfetischist(in)?

Dafür gibt es zwei Erklärungen: Die eine ist, dass ein Maskenfetischist eine erhöhte sexuelle Erregung verspürt, wenn jemand anders eine Maske aufsetzt oder auch entfernt. Normalerweise können dies alle Arten von Masken sein, also sowohl Karnevalsmasken, Vollmasken, Gasmasken oder irgend eine andere Bedeckung des Gesichts - also beispielsweise auch ein Schleier. Wir können unterstellen, dass die etwas mit Voyeurismus im weitesten Sinne zu tun hat, möglicherweise auch mit sexueller Dominanz.

Die andere Erklärung scheint der ersten zu widersprechen: Demnach läge auch dann ein Maskenfetisch vor, wenn sich jemand gerne selbst eine dieser Masken anlegt oder spielerisch „gezwungen“ wird, dies zu tun. Ist dies der Fall, so erregt ihn sexuell, mehr oder weniger hilflos in der Maske zu sein, zumal, wenn er sie aus eigener Kraft nicht mehr entfernen kann. Wir finden dieses Verhalten hauptsächlich unter Menschen, die eine unterwürfige Rolle spielen.

Die Maske der Pandemie - eine Art Verschleierung der Mimik

Maskenfetisch während der Pandemie
In der Pandemie haben wir allerlei Masken gesehen - zunächst ebenso schicke wie behelfsmäßige Masken, aber auch schon erotisch motivierte mit aufgemalten Kussmündern. Die Erotik-Shops zeigten schon bald schwarze Masken, die den Harems- oder Verschleierungseffekt unterstützten: Die dunklen Augen der Trägerin sprechen zu uns, die Mimik wird ansonsten nahezu unterdrückt.

Vereinzelt konnte man auch beobachten, wie das Interesse an Klinikerotik zunahm. Schöne Frauen in grünen OP-Masken auf der Straße zu sehen, versetzte manche männliche Masochisten in Entzücken. Aber der Kreis der Männer, die von Klinikerotik und Prostata-Untersuchungen durch „Krankenschwestern“ fasziniert sind, ist begrenzt.

Fantasien rund um Masken und sinnliche Verschleierungen

Wie kommt es nun, dass die Pandemie den Maskenfetisch beflügelt hat? Vermutlich ist es der spielerische Voyeurismus. Wer eine Gesichtsmaske unterhalb der Augen trägt, hat eine ähnliche Wirkung wie jemand, der einen Schleier trägt. Kombiniert mit fester Kleidung, die den Körperformen nicht folgt, ist der Schleier eine Art Fetisch. Und der Voyeur, der gewohnt ist, Frauen mit den Augen abzutasten, entdeckt unter dem Schleier den Mund, und unter der festen Kleidung die Dessous oder die Körperformen.
Eigentlich eine biblische Darstellung - Verschleierung und Nacktheit
Solche Fantasien waren zu Zeiten unserer Urgroßväter in Massen verbreitet. Es war der Orient, der die Fantasie anregte, und mit ihm die Verschleierung und Entschleierung orientalischer Frauen. Einige Maler der damaligen Zeit, sogenannte „Orientalisten“, schufen Bilder von opulenten Harems, in denen Frauen aller Hautfarben ihre sinnlichen Reize darboten, meist unverschleiert, teils aber auch in Verschleierungen.

Je undurchdringlicher die Kleidung, umso mehr bemüht sich der Voyeur

Von Kopf bis Fuß verhüllt: Junge Damen beim Ausgang 1904
Mit der Realität hatte dies alles wenig zu tun, aber die „schwelgerische, fremdländische Erotik“, war in jener Zeit mächtig „en vogue“. Zudem gab es an den heimischen Frauen in der Öffentlichkeit nur selten ein Fetzchen Haut zu sehen. Die jungen Frauen verhüllten sich von der Halskrause bis zu den Zehenspitzen in engen körpernahen Kleidern, die aber die natürliche Erscheinung eher zerstörten als unterstützten.

Erstaunlich dabei ist, dass der männliche Voyeur zu jeder Zeit versucht hat, die formale, feste Kleidung in seiner Fantasie zu durchdringen. Die „strenge Erzieherin“, die es auch zu Zeiten der Ur-Urgroßväter schon gab, posierte keinesfalls in Dessous, sondern in streng konservativer Kleidung oder Fantasieuniformen.

Mit den Augen ausziehen

Echte Voyeure sind unter Frauen unbeliebt, obgleich viele Frauen behaupten, alle Männer seien „mehr oder weniger Voyeure“. Die schlimmsten unter den Männern werden bezichtigt, „Frauen mit den Augen auszuziehen“. Und obgleich Männer nicht wirklich unter die Maske, durch das Kleid oder gar unter die Uniform schauen können, fühlen sich viele Frauen unwohl, wenn der männliche Blick durch ihre Kleidung wandert.

Der gewöhnliche männliche Pseudo-Voyeuer schämt sich nicht

Zum Erstaunen der meisten Frauen schämen sich die „ganz gewöhnlichen Voyeure“ kaum. Eine schöne Frau in der Bewegung zu sehen, scheint einen Impuls in ihnen auszulösen, der auf „Paarung“ ausgerichtet ist - und das reicht auch, um manchen frivolen Gedanken hervorzurufen. Solange er ihnen nicht aus dem Mund fällt, können alle beruhigt sein.

Ignorieren statt ärgern - Passanten vorbeiziehen lassen

Und heute? Offenbar tun sie es heute noch, wenn ein nach ihrer Meinung „schöner“ Körper stark verhüllt an ihnen vorbeirauscht. Ob sie die Frau als Person darin sehen? Vermutlich nicht. Ist das beschämend? Nur, wenn man es so sehen will. Denn was wir, ob Frau oder Mann, in Passanten sehen, wissen diejenigen nicht, die an uns vorbeiziehen. Und oftmals denke ich: glücklicherweise nicht.

Titelbild: Jan-Baptist Huysmans, flämischer Maler, Orientalist, Auszug aus "Im Harem".
Bild "Maskenfetisch" - anonym, aus unserem Archiv.
Bild: "Maske verdeckt die Augen nicht", anonym, aus unserem Archiv.
Bild "Augen über Maske": Werbung für erotische Masken während der Corona-Pandemie.
Bild biblisch: Émile Jean-Horace Vernet (1789-1863), Orientmaler, Ausschnitt.
Bild unten: Modebeilage von 1904.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrfach überarbeitet und am 14.07.2021 neu veröffentlicht

Sex mit Händen und Füßen?

Des einen Sohle ist des anderen Sinnlichkeit
Wenn zwei nicht die gleiche Sprache sprechen, dann versuchen sie, sich mit Händen und Füßen zu unterhalten. Bekanntlich kann man sexuelle Genüsse auch bekommen, ohne miteinander zu reden: richtige Zeit, richtiger Ort, richtige Stimmung. Das dürfte reichen.

Nun ergab sich kürzlich die Frage: Können Menschen ihre Lüste auch verwirklichen, wenn einer von beiden sich weigert, dazu seine Genitalien bereitzustellen? Ist Sex mit Händen und Füßen dann eine Lösung?

Mit nackten Füßen oder echten Nylons?

In einem etwas schrägen Kriminalfall sagte jüngst eine Zeugin, sie habe da einen Geliebten, der ausschließlich mit den Füßen befriedigt werden wollte. Als ich die Sache mit meiner einzig verbliebenen Freundin Hanna besprechen wollte, sah sie nur kurz auf und fragte dann zurück: „Mit Nylons oder mit den nackten Füßen?“

Nun muss ich dazu sagen, dass Hanna Erotik schreibt. Uns solange sie nicht selbst Hand oder Fuß anlegen muss, ist bei ihr immer alles „ganz gewöhnlich“. Also auch das mit den Füßen. Und mit den Händen sowieso.

Retro-Sex oder eine neue Mode?

Also - sollte es eine neue Variante zu den anderen Retro-Themen sein? Ich denke mal nach: Da gab es doch so etwas Seltsames wie Armbeugen- und Schenkelverkehr. Und natürlich Brustverkehr, wenn es die Freundin erlaubte. Handverkehr war zwar unbeliebt, weil die jungen Männer ja immer glauben, dass sie so etwas besser können. War aber kein Vergleich, wenn eine Fachfrau die Sache in die Hand nahm - und das ist bis heute noch so. Handverkehr ist sowieso die einzige Form von Sex, bei dem du wirklich die volle Kontrolle über deinen Lover hast, aber das wissen nicht viele. Na ja, und Fußverkehr. Viel Aufwand, wenig Gefühl für sich selbst. Aber alles ohne Schwangerschaftsrisiko.

Übung macht die Meisterin ...

Wirklich tolle Gefühle verschaffst du deinem Lover mit deinen Händen oder Füßen allerdings nur, wenn du so etwas meisterlich (oder „meisterinnenlich“?) beherrscht. Wie jemand vor einige Zeit über die Füße schrieb ist …

Jede Praktik, die in den Mainstream rutscht, sieht leichter aus, als sie eigentlich ist. Schließlich sind die meisten nicht ganz so geschickt mit ihren Füßen wie mit den Händen.

Lob der Hand

Was nun die Hände betrifft - auch da reicht „Geschick“ nicht aus. Wenn du deinem Lover etwas wirklich Sensationelles bieten willst, dann benötigst du nicht nur die formenden Hände einer Töpferin, sondern ein Gefühl für das, was gerade in deinem Lover „abgeht“. Denn das „Material“ das du bearbeitest, lebt und spricht zu dir. Es ist voller Begierde, aber gerade die kannst du durch deine sinnlichen Hände umsteuern. Wer sich vulgär ausdrücken will, kann sagen: Wenn du merkst, dass er „kommen“ will, höre auf, ihn zu stimulieren. Kannst immer wieder neue beginnen, wenn du merkst, dass seine Erektion etwas nachlässt. Dann geht es von vorne los.

Oh, es ist nicht alles, womit du dich mit deinem Liebhaber durch „Hände und Füße“ unterhalten kannst. Hast du jemals überlegt, ob er deine Finger ablutschen mag? Oder ob es ihm gefallen würde, deine Zehen zu lecken?

Wenn du enge Körperkontakte benötigst, sind solche Liebkosungen natürlich nicht geeignet. Aber wenn du deinen Lover möglichst lange auf Distanz halten willst, bevor du auf andere Lüste eingehst, dann ... Nun ja, dann kannst du ihn recht lange damit beschäftigen.

Was du davon hast? Och, ich kenne dich doch gar nicht. Aber so weit ich weiß, gibt es recht viele Spielerinnen unter euch, die nicht nur das „Kurzprogramm“ erleben wollen, das in drei Minuten sowieso verraucht ist. Und ja, es muss dir Spaß machen, deinen Lover zu befriedigen.

Oder sollte ich mich da irren?

Zitat: Refinery.
Mehr Informationen: Praxis-Tipp in "Nice".
Und für die Meisterinnen des Handverkehrs: Elle.

Die Woche – Lüste, Träume, Flaschenhälse und Schwarzseher

In den Kaninchenlöchern zu verharren, nur ein paar neue Gänge zu graben und mit der Nase nicht mehr an der frischen Luft und der sinnlichen Lust zu sein, wird nach und nach unerträglich. Die Realität ruft seit Langem nach uns. Nach DIR, nach DIR dort dahinten, die sich gerade verschämt abwendet. Und nach mir, versteht sich.

Erotische Träume von Frauen und Männern

Während von den Heißspornen bestimmter Szenerien nach wie vor versucht wird, Keile in die Gesellschaft zu schlagen, nähern sich wenigstens die sexuellen Fantasien zwischen Frauen und Männern an. Ich habe lange nachgedacht: Wer die Machtfrage zwischen Schwarz und Weiß, Frauen und Männern, Homosexuellen und sogenannten Heterosexuellen stellt, schädigt die Gesellschaft, weil er/sie Hass erzeugt. Und das sollten wir jenen nun auch deutlich sagen.

Die Naiven und die notorischen Schwarzseher

Keine Frage für mich: Viele Personen gehen die Frage der Beziehungen recht naiv an. Fantasien beherrschen weiterhin die Gehirne der Suchenden, Realitäten werden oft gar nicht wahrgenommen. Teils landen die Partnersuchenden in ihren Vorstellungen schon am Rand des Realitätsverlustes. Gut – das kann man ändern. Doch die notorischen Schwarzseher und Realitätsleugner versuchen seit Langem, und das Kennenlernen zu vermiesen, indem sie neue Grenzen und Normen setzen. Merkwürdigerweise gibt es nun auch eine Heilsbringer-Fraktion, die behauptet, nach dem Ende der Pandemie würde alles viel wunderbarer sein. Die Behauptungen, es gäbe „Slow Dating“ oder „nachhaltige Anbahnungen“ im Vorfeld von Beziehungen ist absoluter Unfug. Wo leben denn diese Leute? Im 18. Jahrhundert? Im 19. Jahrhundert? Oder ist in ihren Hirnen inzwischen eine Parallelwelt entstanden, in der Liebe, Zuneigung und innige Verbindungen keine Rolle mehr spielen?

Demnächst: Flaschenhals bei Lüsten und neuen Beziehungen

Oh, wo ich gerade dabei bin – sehr wahrscheinlich wird es eine andere Entwicklung geben, die auch nicht so positiv ist: die überaus heftige Lust auf Lust. Dort wurde allerdings ein Phänomen nicht erwähnt: der Flaschenhals. Das heißt, alle werden sich in der Flasche drängen, bedrängen und vielleicht vordrängen, um zuerst an die begehrten Sinneslüste zu kommen. Das ist menschlich und möglicherweise nicht einmal zu vermeiden. Aber DU solltest es wissen und vorsichtig sein. Die Flaschenhälse entstehen immer dort, wo die Begierden kaum Durchlass finden.

Deutschland und die gute Positionierung am Dating-Markt

Online-Dating ist bei mir zu einem Nebenthema geworden. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Branche vom großen Geld getrieben wird. Wie bekannt, habe ich nichts gegen die Vermarktung von entsprechenden Dienstleistungen – falls diese Leistungen auch erbracht werden. Andererseits interessieren mich die Schwierigkeiten der Menschen mehr als die Interessen der Konzerne und Glücksritter, die auf diesem Gebiet tätig sind. Eine Ausnahme habe ich gemacht – Deutschland ist der weltweite Marktführer im sogenannten „Matchmaking“.

Sinnliche Schreiber(innen) und die Zukunft

Das Interesse der Liebeszeitung an intelligenten, sinnlichen Schreiberinnen und Schreibern ist nicht dadurch erloschen, dass wir unser Blog „Sinnlichschreiben“ schließen. Deshalb versuchen wir dann und wann, euer Interesse zu wecken, zum Beispiel mit dem „kalten Wind, der die Brustwarzen berührt.“ Soll ja beim Dating im Freien derzeit durchaus vorkommen.

Ich arbeite hart daran, dass die Liebeszeitung überlebt. Es wäre schön, wenn ihr mich mit Verlinkungen und Erwähnungen unterstützen könntet.

Wenn ihr am Wochenende Lust dazu habt – tut es bitte. Allen anderen natürlich auch ein lustvolles, möglichst sonniges Wochenende.

Wenn der kalte Wind die Brustwarzen berührt ...

Es ist noch etwas kühl ...
Kalte Luft, harte Brustwarzen, sanfte Finger. Ich könnte mir keine sinnlicher Vorlage für eine erotische Geschichte vorstellen. Und sie passt genau in diese Tage, in denen man nie weiß, was man zum Date im Freien anziehen soll. Da werden die Brustwarzen schon mal heftig vom kalten Wind berührt, oder?

Bild: Comic aus dem Repertoire des Liebesverlags.

Über die Liebe zum Damenfuß

Sinnlich oder verwerflich?
Aus dem Titel kannst du schon erkennen: Ich versuche es mal „altmodisch“. Wenn du in der „seriösen“ Literatur nach Fußerotik suchst, findest du den komplizierten Begriff mit den zwei „F“, denn Google nicht mag. Sogar in relativ seriöser Literatur kommt er nicht vor, man spricht dort von „Partialismus“.

Nun ist es so: Bei der Liebe zum Fuß handelt es sich eigentlich um die Lust an einem Körperteil, der nicht zu den „erogenen Zonen“ gehört. Nehmen wir an, es wäre ein solcher Teil des Körpers, wie etwa die Frauenbrust, so wäre es (altertümlich) Busenfetischismus. Dies wäre nun zwar auch nur eine „Liebe zum Körperteil“, aber dadurch weniger sanktioniert, dass dieses Verhalten durchaus zur beidseitigen Erregung dienen kann.

Die Liste der guten und verfemte Lüste (stark vereinfacht nach Schulnoten):

1. Lust auf ganze Person: sehr gut.
2. Lust auf ihren Körper: gut.
3. Lust auf ihre Brüste: befriedigend.
4. Lust auf ihre Füße: ausreichend.
5. Lust auf ihre Schuhe am Körper: mangelhaft.
6. Lust auf die Schuhe allein: ungenügend.

Wenn du das verinnerlicht hast, weißt du, wie manche Sexualforscher (und nicht nur sie!) über die Rangfolge der Liebkosungen denken.

Kommen wir also zu den Füßen. Demnach glaubt der Fußliebhaber (nach Meinung eines Psychiaters)

Seine mangelnde Potenz durch die Befriedigung mit (dieser Verhaltensweise) stärken zu können. (Die Verhaltensweise) ist auch Symbol für das eigene Geschlechtsorgan, das der Frau … symbolisch geschenkt wird.

(Nunberg, Neurosenlehre).

Die Liebe zum Fuß, die Lust und die Perversion

Die Liebhaber des Frauenfußes mögen sich darüber empören oder lächeln. Üblicherweise wurden in alten Lexika besonders Fotos von Prostituierten in Schnürstiefeln gezeigt, um die „Perversion“ der Handlung zu betonen.

Kommen wir zurück auf die Erde, wo ein junger, sinnlicher weiblicher Fuß ruhen mag, während ein Mann damit beginnt, eben jenen Fuß zu liebkosen. Wir wissen, dass es Damen gibt (ja, Damen …) die es sinnlich, angenehm oder amüsant finden, wenn ihre Füße massiert, geküsst oder beleckt werden. Und so viel ist auch sicher: Nicht alle Männer, die Lust auf Füße oder Zehen haben, wollen auch die Schuhe belecken. Wir können also durchaus Fußliebhaber von „Unterwürfigen“ unterscheiden.

Kaum Erfahrungsberichte über die Lust der Damen

Oft wird gefragt, wie es Frauen empfinden, wenn jemand (es muss kein Mann sein) ihre Füße liebkost oder gar leckt. Ich muss gestehen, dass keine der Recherchen, die ich durchführte, ein eindeutiges Ergebnis zeigte. Als Fazit blieb, dass diejenigen Frauen, die es mögen, darin ein sinnliches Erlebnis der besonderen Art sahen - und diejenigen, die es nicht mögen? Wahrscheinlich kommen sie damit gar nicht erst damit in Berührung.

Erfahrungsberichte sind - wie immer - mit Vorsicht zu genießen. Ich las vor einiger Zeit, dass manche Frauen durchaus die Macht genießen, die sie über den Mann haben, solange er am Boden liegt und inbrünstig ihre Zehen schleckt. Aber es sei eben auch ein Vergnügen der besonderen Art, wenn sie so viel und vor allem so lange die ungeteilte Aufmerksamkeit des Mannes hätten - und sei es nur über die Füße.

P.S. Wenn du etwas dazu sagen möchtest, dann kommentiere hier einfach.