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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Das erste Mal – wenn du definitiv kein Teenager mehr bist

Einer von beiden sollte Erfahrung haben, wie "es geht"
Manches wird im Erwachsenenalter schwieriger. Zum Beispiel, etwas zum ersten Mal zu tun. Dazu gehört auch der "erste Sex". Wir sagen dir, wie du das ändern könntest. Und wir raten dir, dort nachzulesen, wo es auch die sehr jungen Leute tun. Das sind zuverlässige Quellen, und du brauchst dich nicht zu schämen, dich dort zu informieren. Hier für männliche Jungfrauen.

Ist es überhaupt ein "erstes Mal"?

„Das“ erste Mal ist für einen Menschen im voll erblühten Erwachsenenalter oft nicht zutreffend: Irgendetwas war meist schon mal, nur eben nicht DAS. Und DAS bedeutet für Menschen, die die niemals zuvor Geschlechtsverkehr hatten und heterosexuell sind: ein Mann, eine Frau, viel Intimität und mindestens die Illusion, verliebt zu sein.

Was, wenn du schon 25 oder älter bist?

Wenn eine Frau oder ein Mann von mehr als 25 Jahren Lebensalter noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, dann spielt fast immer die Angst die größte Rolle. Was ist, wenn der Partner oder die Partnerin entdeckt, dass du noch gar keine Erfahrung hast?

Die männliche Jungfrau

Es gibt durchaus Männer, die etwas Unterstützung benötigen, wenn sie ihren Penis „einführen“ wollen. Das macht den meisten Verführerinnen und anderen Frauen, die häufig den Geschlechtspartner wechseln, wenig aus. Sie helfen ihrem Partner einfach, die Sache „in den Griff zu kriegen“. Schwieriger wird es schon, wenn der Mann zögert, überhaupt aktiv zu werden, das Becken zu bewegen, oder einfach auf der Frau liegen bleibt.

Die weibliche Jungfrau

Weibliche Jungfrauen über 25 haben heute kaum noch Angst vor dem Penis „an sich“, also weder vor der Länge noch vor dem Umfang. Denn sobald sie Dildos oder Vibratoren zum Einführen benutzt habe, kennen sie die Wirkung. Sie fürchten sich eher vor dem Mann, der daran hängt und der sich nun sozusagen „in ihrer Vagina selbst befriedigt“. Vielleicht haben sie zu viel erwartet, möglicherweise auch befürchtet. Aber dass die ganze Sache so schnell vorbei sein würde, und dass sie dabei so wenig empfinden würden – das hätten sie nicht gedacht.

Wie du die Sache in den Griff bekommen kannst

Wenn du diesen Artikel liest, um es anders zu machen, dann gilt für Frauen wie für Männer: Achte darauf, dass wenigstens der/die andere Erfahrung hat. Wenn möglich, rede mit ihr/ihm darüber, dass du „noch wenig“ Erfahrung hast. Sei offen, und gehe mit Lust und Zuversicht an die Sache.

Weibliche Jungfrauen über 25

Beachte diese Tipps für weibliche Jungfrauen:

1. Trainiere deinen Beckenboden.
2. Versuche, dich mental völlig zu entspannen.
3. Benutze Dildos, bevor du den ersten „echten“ Geschlechtsverkehr hast.

Männliche Jungfrauen über 25

Männliche Jungfrauen sollten erwägen, ob sie wirklich mit den „Hubbewegungen“ beginnen sollten. Ein Mann, der „unten liegt“ ist für manche Frauen ebenfalls attraktiv. Dann bewegt sich die Frau … nicht schlecht für den Anfang. Wenn du es anders willst, dann helfen:

1. Beckenbodentraining und „Trockenübungen“, bei denen du lernst, dein Becken locker zu bewegen.
2. Atmung und Entspannung – versuche, auch bei Erregung zunächst „cool“ zu bleiben.
3. Übe die Anwendung von Kondomen. Dann kannst du überspielen, dass du es zum ersten Mal „in echt“ machst.

Das Generelle

Die beste Einstellung für beide: Sei neugierig auf das, was kommt. Erwarte nichts, genieße die Teile, die du schon genießen kannst, und nimm den Rest als Erfahrung. Versuche später, die Eindrücke zu sortieren. Wenn sich deine Schwierigkeiten trotz aller Bemühungen nicht nachlassen, dann versuche, professionelle Hilfe vor Ort zu bekommen..

Und: sei die bewusst, dass ein „erstes Mal“ wirklich nicht der Einstieg in eine großartige Beziehung sein muss. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, einem freundlichen und zuvorkommenden Menschen zu begegnen, der dir die Angst vor der Lust nimmt als jemanden, der eine Beziehung mit jemandem sucht, der noch Jungfrau ist. Vor etwa 150 Jahren war das noch ganz anders - da kamen Frau und Mann in der Hochzeitsnacht zum ersten Mal zusammen. Manche gebildeten Frauen hatten sich vorher „informiert“ und sich gar körperlich darauf eingestellt – aber die Masse hatte keine Ahnung, was sie erwartete. Die jungen Männer hingegen wurden von Frauen „eingewiesen“, die „diese Sache nicht so genau nahmen“. Wenn es die Küchenhilfe war, dann war es eben die Küchenhilfe – das mussten die Familien wohl oder über akzeptieren, denn eine „Begegnung auf Augenhöhe“ war ausgeschlossen. Wie ihr seht, habt ihr heute viele Vorteile, als erfahrene Frauen und Männer zusammenzukommen.

Die Vielfalt „erster Male“

Bei dieser Gelegenheit will ich euch darauf hinweisen, dass es nicht nur „das erste Mal“ gibt, sondern dass jede der vier wichtigsten sexuellen Lüste ein neues „erstes Mal“ sein kann. Selbst wenn du niemals Cunnilingus, Fellatio, gegenseitigen Handverkehr oder Analverkehr ausüben solltest – das erste Mal ist immer das aufregendste Ereignis in der sexuellen Lebenswirklichkeit. Und es ist meist mit Angst besetzt.

Bild: Erotische Postkarte, gegen 1900.

Die Lust am Schamhaar – ein Fetisch?

Nächtgedanken zu Schmhaaren
Unsere nächsten Verwandten sind ganz und gar behaart – das heißt, sie können sich weder ihrer Nacktheit schämen noch ihrer Behaarung. Auch der Mensch schämt sich nicht, sein Haupthaar in Szene zu setzen – die Haarpflege gehört sogar zu den typischen Merkmalen intensiver Flirts. Und der Bart – oh ja, der Bart. Manche sehen ihn ihm eine Kussbremse, andere schwärmen von dem „Kuss mit Bart“. Meine Großmutter sagte noch, ein Kuss ohne Bart sei wie eine Suppe ohne Salz.

Wenn die Lippen von einem "Bart" gekrönt werden

Beim „Kuss mit Bart“ fällt dem Kundigen auf, was dem jungen Julian bei seiner ersten Begegnung mit jedem Mund gesagt wurde, der im Schatten liegt (1):

Wenn du … unter meinen Röcken einen Mund mit Schnurrbart finden solltest, dann darfst du ihn küssen.
Nun, der junge Mann fand „inmitten der Haare“ das, was er für den Mund halten musste. In der Folge erwies er sich als ausgesprochen gelehrig, obgleich er nicht wusste, was genau er dort bewirkte.

Sind Schamhaare sinnlicher als gedacht?

Und nein, wir lasen nichts von den Schrecken, den manche Männer angeblich empfinden, wenn sie aufgefordert werden, Intimküsse zu zelebrieren. Nicht von einem üblen Geruch, nicht von lästigen Haaren, die ohne Zweifel vorhanden waren. Nichts von einem unerträglichen Geschmack. Es sei ein wenig wie Eiweiß gewesen, nur etwas bitterer, sagte uns der wirkliche Autor jenes frivolen Romans. Die Beschreibung mag „auf naiv“ getrimmt worden sein, doch sie zeugte von genauen Recherchen.

Auch wer seine ersten sexuellen Erfahrungen nicht „unter dem Rock einer Frau“ machen dufte, wird sich erinnern, wie eigenartig der direkte Kontakt mit dem Schamhaar war. Wer Glück hatte, dem boten sich weiche, sanfte Locken an, die sinnlich dufteten. Oftmals wird dieser Geruch als natürliches Parfüm der erwachsenen Frau bezeichnet, das durch seinen Inhaltsstoffe die Sinne wesentlich mehr erregt als irgendein anderer, künstlich aufgebrachter Duft. Ein Hauch von Fell, übrig geblieben aus der Evolution, das den Lockstoff der Weiblichkeit auffängt. Manche Männer sollen gar verharren und den Duft einen Moment lang einsaugen.

Die Wirkung: Optisch, ästhetisch oder durch sinnlichen Kontakt?

Doch zurück zu den Haaren. Sie können auch optisch ein Genuss sein – jedenfalls für Männer, die sich tatsächlich für natürliche, lockige oder strähnige, blonde oder rötliche Haare interessieren. Von dunklen Haaren einmal ganz abgesehen. Ein Mann muss wirklich kein Fetischist sein, um das „Natürliche“ auch schön zu finden. Und auch die Berührung mit einem luftigen, sauberen und nicht verschwitzten Schamhaar werden als durchaus angenehm empfunden.

Die Faszination des Mannes

Und ja, gewiss – hin und wieder musste man sich wohl ein Haar von Lippen oder Zunge entfernen, wie wir vielfach lesen konnten. Mancher Mann will zuerst bewundern, was er zu küssen beabsichtigt und dann das Wunder intimer Berührungen erleben. Andere sind vom Duft fasziniert, der angeblich geheimnisvolle Stoffe enthält, die den Verstand durchaus lähmen können.

Frauen, Fantasien und Realität - liegen Welten dazwischen?

In der Realität, die den Liebenden wie auch den Begierigen mehr Mut abverlangt als die Fantasie, gibt es unter Frauen einerseits begeisterte Annehmerinnen des Intimkusses. Andererseits finden wir aber auch vehemente, bisweilen aggressive Verweigerinnen solcher Genüsse. Und entsprechend bleiben die wahren Wünsche nebulös. Bestenfalls beim Kontakt zwischen Frauen lesen wir die Begeisterung für Schamlippenküsse heraus. In der Fantasie ergibt sich hingegen ein Bild völliger Begeisterung. Nein, ich langweile euch nicht mit Prozentzahlen. Doch die überwiegende Mehrheit der Frauen giert in ihren Träumen nach Küssen und weiteren Kontakten im Intimbereich. Mit oder ohne Schamhaare. Und immerhin ein starkes Drittel träumt davon, Cunnilingus zu geben.

Männer - Begeisterung nur in der Fantasie?

Männern geht es recht ähnlich. Sie reden nicht gerne darüber, schon gar nicht, wenn sie sich als „maskulin“ darstellen wollen. Immerhin müssen sie sich vor der Frau „erniedrigen“, auch wenn es nur der Kopf ist, der tiefer ansetzt und nicht das Gehirn. Fast vier von fünf Männern fantasieren darüber, sich dem Schritt der Frau auf diese Weise zu nähern. Ob er behaart sein darf oder nicht? Das wissen wir in diesem Fall nicht.

Verschleierungen und Informationsmangel

Ist das alles nun ein Fetisch? Oder sind die Männer, die Frauen mit natürlichem Schamhaar mögen, einfach nur „normaler“ als jene, die eine Frau bis aufs Haupthaar ab liebsten völlig enthaart sehen würden? Oder sind Sie Körperhaare vielleicht sogar das „eigentlich ekelhafte“ am Intimkuss?

Wenn es in der „anständigen“ Literatur mehr Informationen über die Lust an Intimküssen gäbe, wäre dieses Thema transparenter. Immerhin hörten wir von einem schreibenden Liebhaber solcher Genüsse, er habe diese Praxis bei einer Dame erlernt, die deutlich älter war als er selbst. Wobei sich vielleicht wieder bewahrheitet: Der erste Intimverkehr ist prägend – auch für Männer.

(1) Gynecocracy, Originalausgabe., erster Band.
Bild: Grafik © 2021by Liebesverlag.de
Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels beruht auf Internet-Recherchen, Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Bewertungen.

Die geheimen Lüste, die dich verlegen machen könnten

Leichtes Erröten und sinnliche Gedanken ...
Falls du dich das schon mal gefragt hast: Wir wollen die Neugierigen nicht mutiger machen und die Mutigen nicht neugieriger. Wenn wir über unser April-Thema „Wechselbäder der Gefühle“ schreiben, dann wollen wir informieren – mehr nicht.

Geheimes Verlangen mit Hürden

Die natürlichen emotionalen Zweifel kommen ja immer dann zustande, wenn wir etwas ersehnen, zugleich aber fürchten. Mit anderen Worten: Wir wollen auf der einen Seite Spannung, Genuss und Befriedigung genießen. Auf der anderen Seite türmen sich aber Hürden auf: Wie werden die Folgen sein? Werde ich psychische oder körperliche Schäden davontragen? Wir sich mein Leben emotional verändern? Oder im Extrem: Werde ich eventuell soziale Ächtung oder gar Verluste erleiden?

Ein Teil dieser widersprüchlichen Empfindungen wird dir geläufig sein. Denke an dein „erstes Mal“, dann hast du eine Grundlage.

Und heute? Wir wissen ganz sicher, dass Menschen über wesentlich mehr in erheblich heftigerer Weise fantasieren als das, was sie wirklich wagen.

Im Leben manchmal befremdlich, in der Fantasie lustvoll

An einem recht harmlosen Beispiel will ich es erläutern: Fellatio („Blowjob geben“) ist nicht gerade die sexuelle Lieblingsbetätigung der Frauen. Cunnilingus (im Schritt lecken) ebenso wenig die höchste Lust der meisten Männer. Dennoch haben laut einer wissenschaftlichen Studie nahezu 90 Prozent (1) aller Frauen und Männer Fantasien darüber. Differenziert man ein wenig, so träumen nahezu 80 Prozent (1) der Männer davon, Cunnilingus zu geben, verglichen mit etwa 70 Prozent (1) aller befragten Frauen.

Wem sich jetzt die Zehennägel sträuben, den kann ich beruhigen: Es heißt nicht, dass die Befragten dies tun, sondern dass sie ihre lustvollen Gedanken damit unterstützen.

Die geheimen Gedanken eklig oder sinnlich?

Wenn wir gedanklich so weit gerüstet sind, begreifen wir, warum kaum jemand seine geheimen Gedanken öffentlich herausposaunt. Wie kann eine Frau oder ein Mann sich etwas wünschen, wovor es sich angeblich ekelt?

Ganz einfach: Weil sie oder er beim „Tun“ erhebliche Hürden aus Scham, vielleicht gar Ekel, Vorbehalten und Ängsten überwinden müsste. In der Fantasie hingegen überwiegt schnell die Lust, weil da gar kein konkreter Körper ist, an dem etwas „vollzogen“ werden muss.

Drei geheime Lüste: Anal, SM und gleichgeschlechtlich

Die größten Hürden, die allgemein bekannt sind, liegen neben dem Analverkehr und den zahllosen SM-Varianten vor allem in gleichgeschlechtlichen Aktivitäten. Neuerdings wird öffentlich auch diskutiert, welche sexuellen Lüste mit dem „dritten Geschlecht“ möglich sind.

Bleiben wir bei den oralen Praktiken, so erfahren wir, dass etwa ein Drittel der Frauen (1) und ein Viertel der Männer (1) durchaus darüber fantasieren, gleichgeschlechtlich Lüste mit oralen zu verbinden. Dies betrifft sinngemäß auch andere „homoerotische“ Lüste und sogar „sexuelle Beziehungen“ zum gleichen Geschlecht.

Wie passen "Transfrauen" und Shemales in das Schema?

Offen ist die Frage, wie viele Männer (oder Frauen) von Kontakten mit den Angehörigen „dritter“ Geschlechter träumen würden. Bekannt ist hingegen, dass etwa 88 Prozent der Befragten sich auf keinen Fall ein solches Date (2) vorstellen könnten.

Ein Date zu haben, bedeutet zumeist, auf eine Beziehung zu hoffen. Indessen wäre die Frage, warum immer wieder berichtet wird, dass Männer von sogenannten „Ladyboys“ fasziniert sind? Warum gehen einige in Bordelle, in denen sie Männer mit Brüsten und Penis bevorzugen? Und was passiert, wenn Männer dir Türen verschließen und Tagträumen nachhängen?

Vor einiger Zeit wurde eine Transfrau (3) gefragt. Sie konnte keine Antwort darauf geben, weil sie „ja kein Mann sei“, doch vermutetet sie:

Transfrauen sind neu, sie sind ungewöhnlich. Bestimmt finden viele Männer auch die Vorstellung aufregend, dass da ein Penis sein könnte.
Wenn nicht einmal Transfrauen darüber nachdenken, wer sollte es dann tun? Denn „neu“ ist dieses Phänomen auf keinen Fall – es wurde nur öffentlicher.

Wer mehr Aufschluss darüber will, den wird interessieren, dass „Shemales“ immerhin auf Platz 77 der männlichen Sexfantasien stehen (4), die auf Pornografie-Seiten abgefragt werden. Hilfreich könnte auch sein, wie viele Männer schon einmal anal instrumentell „behandelt“ wurden und wie viel sich dies vergleichsweise wünschen (5). (15 Prozent getan, 23 Prozent würden es tun). Über weitere Lüste, die passiven Analverkehr oder dergleichen voraussetzen, ist wenig bekannt, da die meisten Forscher nur nach „anal“ fragen und bei Männern nicht zwischen „aktiv“ und „passiv“ differenzieren.

Fragt sich noch, warum manche Frauen von Transvestiten, Transgender-Frauen, Ladyboys oder Shemales fasziniert sind. Obgleich ich in allen Ecken herumschnüffelte, bekam ich nur einmal eine ehrliche Antwort (6):

Weil sie sowohl Brüste wie auch einen Penis haben – das regt mich unglaublich an.

Mit dieser Antwort verlasse ich euch für heute. Sie ist wirklich authentisch und liegt mindestens ein Vierteljahrhundert zurück.

(1) Diese kanadische Studie wird in der Liebeszeitung auf der Basis der Originalunterlagen häufig verwendet. Sie gilt als ungewöhnlich aufschlussreich. Original: Department of Psychology, Université du Québec à Trois-Rivières.
(2) Wissenschaftliche Studie auf Gender-Basis.
(3) Auf ViCE.
(4) Everybody Lies, New York, 2017
(5) Umfrage, nicht verifizierbar.
(6) Privat, gegen 1995

Die Lust am Leid und das Leid an der Lust

Absonderliche Spiele in Lust und Schmerz?
Diese Woche will ich über Lust und Leid in der Liebe schreiben. Manche Zeitgenossen meinen ja, beides gehöre zusammen. Diese Diskussion ist besonders unter Psychologen und Philosophen verbreitet.

Klare Ansage: Wir haben keinen Beweis, dass Lust und Leid oder Begierde und Schmerz unmittelbar zusammenhängen. Doch jedem ist dies bewusst:

Sobald ich Emotionen zulasse, gehe ich ein Risiko ein. Es kann zu Gewinn und Verlust führen.

Also ist es die Öffnung der Gefühle, die uns einerseits verletzlich, andererseits aber auch begierig macht. Und daraus ergibt sich: Wenn ich intensiv lieben will, muss ich auch den Anteil von Leid ertragen, der möglicherweise damit verbunden ist.

Aus Liebe schenken ...

Bleiben wir mal bei der Liebe. Wenn wir jemandem etwas „aus Liebe“ schenken, was wir niemals anderen schenken würden, dann nehmen wir bereits „ein bisschen“ Schmerz in Kauf. Die anfängliche Überwindung bei Fellatio oder Cunnilingus, zum Beispiel. Wer es je probiert hat, weiß, dass die Lust beim Handeln kommt, wenn wird dabei bleiben. Sollte es uns dauerhaft anekeln, so würden wir es nicht mehr tun. Dennoch träumen viele davon, sind hingerissen zwischen Ekel und Lust.

Der Preis der Liebe in Lust und Schmerz

Reden wir also vom Genuss des Gemisches aus Neigung und Abneigung. Wer in seiner Jugend etwas dafür tun musste, um geliebt zu werden, zahlt auch später den Preis. Sie oder er ist gewohnt, eine Pflicht erfüllen zu müssen, um Liebe zu bekommen.

Jeder, der dies Situation kennt, weiß: der Preis für die Gunst schwankt. Das gehört zum Spiel der weiblichen und männlichen Puppenspieler, die ihre Objekte gerne „Männchen machen lassen“, bevor es Liebe und/oder Sex gibt. Die meisten, die gelernt haben, dass nur Wohlverhalten mit sinnlicher Lust oder Liebe belohnt wird, finden rechtzeitig einen Absprung aus solchen „toxischen“ Beziehungen.

Körper und Psyche

Betrachten wir noch kurz Körper und Psyche, um zu verstehen, was Lust und Schmerz bedeuten kann.

Wenn die Psyche zugleich schmerzt und frohlockt, ist stets die Frage, ob dieser Zustand in der gesamten Beziehung besteht oder nur zeitweilig „spielerisch hervorgebracht wird“. Ist sie ein Spiel in vollem Einverständnis, dann spricht nicht das Geringste dagegen. Falls du dich fragst, wie das funktioniert, muss ich dich aufs Rollenspiel verweisen. Eine Rolle hat bekanntlich einen Anfang und ein Ende. Die übrige Zeit lebt das Paar „ganz normal“.

Lob des Körpers

Beim Körper ist das ein klein wenig anders, denn im Fall der Züchtigung oder anderer körperlicher Qualen, die mit Lust verbunden sind, sehen die meisten Menschen keinen Grundkonflikt. Einfacher: Kaum jemand will „die zu erwartende Liebe durch Schläge bezahlen“.

Dennoch begibt sich jeder, der solche Praktiken ausführt, auf ein dünnes Eis. Wer sein Verhalten in Lust und Schmerz öffentlich macht, wird mit merkwürdigen Blicken verfolgt. Oftmals wird den aktiven wie den passiven Mitwirkenden ein „psychischer Schaden“ unterstellt, was dann auch in der Ablehnung mündet, sich „mit solch einem Menschen“ sozial zu treffen. Das mag auch der Grund sein, warum sich die Liebhaber solcher Praktiken in eigenen Gruppen zusammenfinden, in denen sie verstanden und akzeptiert werden.

Mehr für dich über Lust und Schmerz

Wenn du darüber mehr erfahren willst – wir werden darüber schreiben. Dabei werden wir uns allerdings auf einvernehmliche Rollenspiele und den Gewinn daraus beschränken. Ich hoffe, ihr werdet Freude daran haben und euch informiert fühlen.

Die Woche: Mundverkehr, Toys, Schönheit und Partnersuche

Haben die Männer nun Lust darauf, den lustvollsten Punkt ihrer Geliebten „mit der Zunge zu berühren“? Inzwischen haben wir vielfach darüber geschrieben und wissen: Manche Männer hassen es, andere mögen es. Und ebenso viele Frauen hassen es auch oder mögen es. Nur eines wissen wir verbindlich: Fast alle träumend davon. Wir haben einen Artikel dazu gelesen und Miss Y. hat sich ihre eigenen Gedanken dazu gemacht.

Frau sucht Mann, Mann sucht Frau - ziemlich chaotisch

Bei meinem Artikel „Welche Art Frau suchen eigentlich die Männer?“ bin ich mal wieder ins Fettnäpfchen getreten. Liebe Frauen, es geht nicht um eure „einschlägigen“ Erfahrungen, mit Männern, die mit euch geschlafen haben und die das „nicht wert“ waren. Es geht darum, ob ihr eure eigenen Werte kennt. Sollte das nicht in eure Köpfe wollen, macht das nichts. Nur dann werden ihr weiterhin mit eurem Scheitern konfrontiert. Bei jedem Date.

Tja, und welche Art Mann suchen eigentlich die Frauen? Bei vielen von euch beginnt da schon die Dissonanz. Es gibt kaum mehr Irrtümer und Fehleinschätzungen darüber, wie Frauen auf Beutezug gehen. Hoden oder Hirn? Geld oder Geduld? Bildung oder Bizeps? Sagte da jemand: „Alles und noch viel mehr?“ Mein Fazit: Jede und jeder sollte ihr/sein Beuteschema überdenken -und vielleicht nicht einmal solche hirnlosen Begriffe wie „mein Typ“ verwenden.

Die Schönste aller Frauen treffen?

Wobei wir bei den Schönen angekommen wären. Die „schönste“ Frau ist bekanntlich nicht die beste Wahl. Sollte man sie dennoch treffen, wenn man „darf“? Und wieso werden „schöne Frauen“ eigentlich überschätzt?

Wühlen in der Literaturgeschichte

Wir forschen gelegentlich – und stellen beispielsweise fest, wie einst französische Eiferer die Engländer(innen) bezichtigt haben, perversen Neigungen nachzugehen. Sie haben ganz hübsch daran verdient, den daraus ist eine Porno-Gattung entstanden, Sie wird seither „Englische Erziehung“ oder „Englisches Laster“ genannt.

Toy-Tester - wichtig wie Singlebörsen-Tester?

Es ist lange her, als ich feststellte, dass es Singlebörsen-Tester gab. Und ich war glücklich darüber. Ebenso glücklich bin ich, dass es Toy-Tester(innen) gibt. Wir fanden nun eine Webseite, die dies in Deutschland nach skandinavischem Vorbild umsetzt. Die Idee fanden wir wundervoll – noch ist die Sache allerdings im Aufbau. Aber wir werden sicher bald wissen, ob die Geschäftsidee in Deutschland Erfolg hat. Jedenfalls halten wir unser Ohr dran.

Wiedersehen, Februar, hallo März und noch mehr

Der Februar hat sich bei sang- und klanglos verabschiedet. Der März hat schon etwas kecker um die Ecke geguckt.

Zu den Merkwürdigkeiten des Lebens gehört für mich, warum Singles, die „nicht suchen“ sich aber dennoch bei Partnerbörsen einschreiben. Klar – die PR erträgt alles.

Und was kostet ein Wort bei mir?

Nein, ich verkaufe keine Wörter, sondern Worte. Und davon möchte ich viel, viel mehr verkaufen. Zum Beispiel an dich … Anfragen jederzeit ... auch unverbindlich.

Erst einmal: schönes Wochenende an euch alle. Ich „durfte“ endlich wieder zum Friseur. Wie schön, wenn man wenigsten dies noch dürfen darf.