Skip to content
 Liebeszeitung - Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Weihnachten ist öfter – Cuffing auch

Fesselnde Erlebnisse von Oktober bis Februar
Hast du schon jemanden virtuelle Handschellen angelegt? Wer die Frage für extrem dusselig hält, hat zwar Recht – aber der Ursprung des Wortes „Cuffing“ besteht wirklich darin, sich an jemanden zu binden. Der Begriff wurde 2011 offiziell „erfunden“ – er beruht aber auf dem Hintergrund, mit einer Person in Liebe, Leidenschaft oder Sex zu „überwintern“.

Böse Zungen behaupten, das Ganze sei mehr oder weniger ein Trick, um in der Herbst- und Wintersaison miteinander zu vögeln oder wenigstens zu kuscheln. Dabei würde mindestens ein Partner die Beziehung „erheblich unter seinen üblichen Erwartungen“ eingehen. Mit anderen Worten: Er oder sie fungiert als Lückenbüßer, mit dem sich jemand über den Winter tröstet.

Das angeblich bewusstere Dating - der Netzwerk-Zeitgeist wird eingemischt

Andere wollen wissen, dass „Singles jetzt bewusster denn je“, und es ginge nunmehr darum, „auf gemeinsamen Werten“ aufzubauen.

Der Spruch mit den gemeinsamen Werten wird derzeit gerne verwendet – und erweist sich zumeist als bloßes Wunschdenken.

Zusammenrücken im Herbst und Winter

Die meisten verlässlichen Quellen stellen lediglich fest, dass es eine Zeit des „Zusammenrückens“ neuer Paare im Herbst gibt. Der Zeitraum wird dabei mit Mitte Oktober bis Mitte Februar (Valentinstag) angegeben.

Mindewertige oder hochwertige Beziehung?

Im Allgemeinen kann keine Rede davon sein, dass während dieser Zeit „minderwertige Beziehungen“ entstehen. Im Gegenteil: Wenn beide ihr beginnendes Verhältnis halbwegs ernst nehmen, können sie sich in den langen Winternächten genauer kennenlernen als während der „lockeren“ Frühlings- oder Sommerzeit.

Also – es kommt alleine auf euch an, was ihr aus einer Beziehung „macht“, die im Oktober oder November, Dezember oder Januar beginnt. Hört nicht auf die Presse, die beliebige Meinungen einsammelt und veröffentlicht. Hört auf euch und findet heraus, ob ihr die andere Person wirklich mögt.

Das ist alles – wirklich.

Quellen:

Über den Zeitgeist und eine "Studie"

Im Merriam-Webster (englisch, Fakten)

Die besten Tipps für erfolgreiches Kennenlernen …

Die besten Tipps für das Kennenlernen im Internet? Sie haben sich seit 25 Jahren nicht verändert.

1. Personen aussuchen, die möglicherweise passen könnten.
2. Zeigen, dass du Interesse an ihnen hast.
3. Wenn jemand interessiert ist, Kontakt aufnehmen. Wenn möglich Telefonkontakt, dann Video-Call.
4. Möglichst bald persönlich verabreden.
5. Wenn es sofort „funkt“, ein weiteres Date verabreden.
6. Beim nächsten Date klären, ob die „Rahmenbedingungen“ stimmen.
7. Wenn der Rahmen stimmt, Beziehungen vertiefen - auch sexuell.
8. Bei „vielleicht“ nicht bedrängen, aber die Möglichkeit offenlassen.
9. Beim „Nein“ oder bei zu langem Schweigen die Person vergessen und einem neuen Kontakt folgen.
10. Dating unterbrechen, wenn es mehre Male schiefgeht. Dann an deiner Persönlichkeit arbeiten oder die Kennenlern-Methode wechseln.


Einverstanden? Schreibt mal, ob es für euch ähnlich war …

Die Woche: realistisch sein - die beste Methode bei der Partnersuche

Einfache Sätze beschreiben die Realität oft besser als „psychologische Modelle“. Zum Beispiel dieser Satz:

Je höher die Erwartungen, umso größer ist das Risiko eines Misserfolgs.

In der sogenannten „positiven“ Psychologie wird oft die Kraft selbsterfüllender Prophezeiungen beschrieben. Nimmt man das Geheimnisvolle“ aus dieser These heraus, so bleibt dies:

Eine selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Annahme über die Zukunft, die dazu führt, dass der Träger sein Erleben und Verhalten so ändert, dass diese Annahme tatsächlich real wird.

Prüfstein Realität

Damit sind wir wieder in der Realität: Verhalten ändern (oder anpassen) und die Sache wird anders verlaufen – ob besser, wird sich schnell herausstellen.

Die Liebeszeitung versucht ständig, das wilde Gewirr psychologischer, soziologischer, religiöser und weltanschaulicher Denkweisen in die Realität zurückzubringen – und das versuchte die Redaktion diese Woche besonders intensiv.

Gesundheitliche Risiken? Nein, gewöhnliche Lebensrisiken

Die Beiträge endeten heute mit einer Betrachtung über angeblich Gesundheitsrisiken beim Online-Dating, die jeden Tag wieder durch die Presse summen wir Bienenschwärme. Fazit: Es gibt Gefahren, aber erstens sind die meisten von anderer Art, und zweitens betreffen sie längst nicht alle Menschen. Und überhaupt: Jeden Tag, an dem wir aufstehen, begeben wir uns in Gefahren.

Der Dating-Frust der gefräßigen "Nehmer"

Zuvor habe ich über den Dating-Frust geschrieben. Den könnte man zwar auch als „Krankheit“ bezeichnen, aber auch als ein Risiko aller Menschen über 30, die zum „Stamm Nimm“ gehören. Sie wollen zu viel und fallen damit auf die Nase. Sind sie dort gelandet, dann suchen sie nach „Schuldigen“. Dabei gibt es gute Gründe, über sich selbst nachzudenken.

Neuer Presse-Psycho-Trend: Danxity

Weiter geht es mit „Danxity“ und all dem Unsinn, der in diesem Modebegriff steht. Fazit: Einbetonierte Lebensentwürfe sind weitaus gefährlicher als die Angst, entweder zu versagen oder aber auch angenommen zu werden.

Wer nach Lösungen für sich selbst sucht – bitte schön. Alles, was du wissen musst, steht in diesem Artikel: Wie du Hemmungen und Probleme löst oder überwindest.

Kleine Hinweise, Coaching und der Rest

Ein kleiner Artikel „dazwischen“ gibt euch eine einfache Botschaft: Handelt einfach so, wie es euch gefällt – und sucht euch jemanden, der euch gut tut.

Coaching - Methoden wie vor 100 Jahren?

Was ich von „Coaching“ halte, dürfte bekannt sein. Inzwischen ist das „Coaching“ allerdings an eine kritische Grenze gekommen. Kurz und knapp: Bestehende Eigenschaften kannst du selber feststellen und ausbauen. Und die angeblich so tollen „psychologischen“ Techniken? In ihnen steckt das Müffeln von 100 Jahren, als die ersten „Erfolgsseminare“ in die Welt gebracht wurden.

Verlieben und Wissenschaft - viele Annahmen, wenig Fakten

Übrigens: Eine Wissenschaft über das Verlieben existiert nicht. Es gibt eine Natur, die sich beobachten lässt und deren Strategien wir kennen. Es gibt aber auch nahezu tausend Meinungen, die auf kaum mehr basieren als auf Annahmen.

Kommt unsere Kritik überhaupt an? Offenbar etwas mehr als noch vor ein paar Monaten. Mehr dazu in meinem Artikel.

Und damit rein ins Wochenende - ich hoffe, ihr verliebt euch über alle vier Ohren. Vier? Zwei reichen auch.

Das Gesundheitssystem, der Dating-Frust und die Statistik

Das Gerede vom Dating-Frust oder Dating-Burn-out oder gar Dating-Fatigue entstammt überwiegend einer einzigen Quelle. Genau genommen sagt diese allerdings nur aus, dass viele Kunden die „Nase voll“ vom Online-Angebot haben. Wenn man meine Ausdrucksweise auf „vornehm“ übersetzt, klingt sie so:

Auf die Frage, wie oft sie sich durch Dating-Apps emotional, geistig oder körperlich erschöpft fühlten, erlebten insgesamt 78 % dieses Gefühl manchmal, oft oder immer.

Leiden unter Misserfolgen

Im Grunde drückt auch diese „gehobene“ Formulierung allerdings nur aus: Sie sind enttäuscht und leiden vor allem unter ihrem Misserfolg.

Bei Misserfolgen fühlen wir uns nicht gut

Nun ist klar, dass man sich bei vielen Misserfolgen nicht sehr wohlfühlt, aber das ist kein „Burn-out“ und schon gar kein „Fatigue“, sondern schlicht und einfach „Enttäuschung der Erwartungen“. Was letztlich nur heißt: Die Erwartungen waren mit einiger Sicherheit zu hoch. Zum Teil waren die Anbieter daran schuld, weil ihre Versprechungen auf keinen Fall mit den Erfolgschancen übereinstimmten. Doch sie können nicht verantwortlich gemacht werden, wenn der Kunde ohnehin unrealistische Hoffnungen hegt.

Gib es ein beschreibbares Gesundheitsrisiko beim Online-Dating?

Wie auch immer - mit „wissenschaftlichen“ Krankheitsbegriffen kann man Menschen imponieren, die sich ansonsten nicht mit Süchten, Frust oder Entsagungen beschäftigen. Und insofern wundert es nicht, wenn insbesondere Gesundheitseinrichtungen Warnungen verbreiten, Online-Dating könne ein Gesundheitsrisiko sein. Doch andere Risiken überwiegen bei Weitem - ungeschützter Geschlechtsverkehr mag als Beispiel dienen.

Auf der Suche nach der Wahrheit - nüchterne Betrachtungen

Etwa zwei Drittel der Kunden von an sich empfehlenswerten Online-Dating-Unternehmen finden dort keinen Partner (keine Partnerin) – ich will mich um ein Paar Prozent hin und her nicht streiten. Aber diese Quote wurde vor Jahren einmal von einem sehr erfolgreichen Unternehmen veröffentlicht und durch Beobachter bestätigt. In vielen anderen Fällen waren es deutlich weniger „Treffer“ oder eine Beziehung war nur ein Nebenziel der Suchenden.

Am Ende der Spirale der Enttäuschungen hockt der Frust

Nach psychologischen Gesetzen (1) werden die Aussichten mit jedem Misserfolg tiefer in die Psyche eingegraben, sodass es eine Weile dauert, bis die Kunden am „Ende der Spirale“ angekommen sind und sich enttäuscht abwenden. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind dies im Schnitt über drei Viertel aller Suchenden aus allen Nischen des Online-Datings. Daher überrascht es mich nicht, wenn Statistiker behaupten, 78 Prozent „der Befragten“ würden unter „Online-Dating-Burn-out“ leiden. Richtig gelesen heißt dies: Sie sind davon erschöpft einen Partner oder eine Partnerin zu suchen. Ebenso unsinnig ist im Prinzip, dass in einer deutschen Studie nur rund 34 Prozent der Befragten angaben, sie hätten „niemanden gefunden, der infrage käme“. Würde der Rückschluss lauten: 66 Prozent haben jemanden gefunden, der infrage gekommen wäre, dann wäre das eine ausgezeichnete Quote – aber leider völlig unrealistisch.

Das Gesundheitssystem und die menschliche Natur

Eine der Kernfragen blieb dabei überantwortet: Warum interessiert sich das Gesundheitssystem plötzlich für die Partnersuche? Sollten unter den „frustrierten“ und irregeleiteten Kunden tatsächlich einige „ausgebrannte“ Personen befinden, so wären die Krankenkassen natürlich involviert. Doch niemand weiß, wie viele Frauen und Männer erst „durch“ Online-Dating in das Dilemma ständiger Enttäuschungen hineingerutscht sind. Immerhin sind schlechte Erfolgsquoten, sagen wir einmal zehn Prozent, immer noch besser als die Chancen, in der Lotterie zu gewinnen. Und für Männer – um einmal für sie zu sprechen - ist es schon ein Riesenerfolg, auf zehn Anfragen ein einziges Date zu bekommen. Wohlgemerkt: ein Date – nicht etwa eine Beziehung

Das Fazit: Hohe Erwartungen - tiefe Enttäuschungen

Nimmt man alles zusammen, so wird vor allem klar: Die Enttäuschungen erwachsen aus den Erwartungen. Das ist mehr als verständlich – aber daran können die meisten Betroffenen etwas ändern. Und der Rest hat vielleicht mehr Freude an einem erfüllten Singleleben als irgendwann das Rattenrennen um eine Ehe zu gewinnen.

(1) Thorndike’s law of effect.

Weitere Quellen:
Statistiken und Zitat: Forbes.
Dating-Frust: Liebeszeitung.


Liebeszeitung nimmt Fahrt auf – auch durch Kritik

Die Liebeszeitung gewinnt in der letzten Zeit wieder ungeahnte Popularität: Gleich vier Artikel aus jüngster Zeit haben es geschafft, unter die „Meistbewerteten“ zu kommen:

Im Juli hatte die Liebeszeitung mit die „schrecklichen Dating-Apps“ einen Erfolg von: 4914 Stimmen gab es für diesen Artikel.

Dieser Artikel war ebenso kritisch wie die anderen aus dem August 2025 über angeblich „authentische“ Partnersuche mit 4875 Stimmen, oder „Wokefishing“. Der Artikel handelte von dem Unsinn, der in sozialen Netzwerken verbreitet wird.

Am meisten Bewertungen aber hatte ein Artikel über einen ziemlichen Blödsinn: „Jede Frau findet einen Mann“. (5035 Stimmen). Mathematisch halbwegs begründet, theoretisch auch, aber völlig an den Realitäten vorbei.

Wenn die Liebeszeitung eine Chance hat, inmitten der „Sozialen Netzwerke“ weiter zu existieren, dann dank meiner Leserinnen und Leser.

Danke, an alle, die unsere „Liebeszeitung“ lesen. Und auch, dass ihr nicht alle auf den „Mainstream“ hört, euren Verstand nicht in „sozialen Netzwerken“ verliert und nicht auf „Influencer(innen)“ hereinfallt.

Das gibt mir persönlich Hoffnung.

Euer

Gebhard Roese