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Strapse - Scheußlichkeiten statt chic

Schreckliche Pants - zum Abgewöhnen
Strapse sind wirklich toll – sehr sinnlich und chic zum Rock, jedenfalls viel eleganter als Strumpfhosen. Aber was den Männern in den 1950ern als verführerisch vorgesetzt wurde, spotten jeder Beschreibung. Hauptsache, die Beine waren bis zum Anschlag gespreizt – damals wollten die Männer noch „behaarte Kätzchen“ sehen. Das können wir natürlich nicht zeigen. Und wer damals Bilder von Frauen in Strapsen sehen wollte, konnte entweder Wäschekataloge aufschlagen (irgendwie musste die Dinger ja verkauft werden, schließlich waren Nylons modern). Oder aber er konnte Magazine kaufen, in denen spärlich bekleide Frauen in erregenden Posen ihre Strapse befestigten … na ja, und manchmal ein bisschen mehr.

Die größte Scheußlichkeit fanden wir im Bild oben. Wahrlich monströse, hässliche Pants über den Strapsen getragen – das hätte auch damals viele Männer in die Flucht gejagt, oder?

Inzwischen gibt es wirklich hübsche Teilchen - aber sollte man zu Dates tragen? Wir haben eine Antwort darauf gefunden.

Prostitution, Dating und der Graubereich - damals und heute

Das kann kein Zufall sein ...
Seit das Wort „Prostitution“ ethisch, kulturell und politisch zu einem Schlagwort geworden ist, sind die Wurzeln dessen verloren gegangen, was das Wort bedeutet. Der früher oft gebrauchte Begriff „Gunstgewerbe“ sagt viel deutlicher aus, was gemeint ist. Wenn eine Dame (oder ein Herr) eine erotische oder sexuelle Gunst gegen Geld oder Geldeswert eintauscht, und wenn dies gewerbsmäßig geschieht, dann ist dies eindeutig Prostitution. Einfacher: Wenn eine Frau davon lebt, sich gegen Bares vögeln zu lassen, dann ist sie eine Hure.

Rendezvous und Geldgeschäfte

Schon bevor der Begriff „Dating“ eingeführt wurde, gab es eine Verbindung zwischen „Rendezvous“ und „Geldgeschäften“. Das Interessante daran ist, dass es nicht nur Dienstmägde, Ladnerinnen und ähnliche Berufssparten waren, die auf diese Weise „ein Geschäft machten“, sondern durchaus auch Damen der Gesellschaft. Mochte die Mitgift auch noch so hoch gewesen sein, für Luxusbedürfnisse reichte sie selten. Die Kontakte wurden – wie damals üblich – fast ausschließlich über Kupplerinnen hergestellt.

Halbseidene Damen und lüsterne Herren in einem Nachtcafé um 1900


Begegnungen - das Wort konnte alles bedeuten

Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts reichten die Anzeigen, in denen „Begegnungen“ versprochen wurden, in denen „alles Schöne“ verwirklicht werden konnte – die Urheberinnen waren schwer zu identifizieren. Gelegentlich handelte es sich tatsächlich um verheiratete, „liebestolle“ Frauen, doch vielfach standen andere Interessen dahinter. Das Problem der annoncierenden Frauen war ja, die Worte, die auf „biete Sex“ hinweisen konnten, zu verschleiern und die Bedingungen, unter denen diese gewährt wurden, möglichst gar nicht zu erwähnen. Schon die Angabe „etwas anspruchsvoll“ Oder „etwas verwöhnt“ konnte zu Konflikten mit der Annoncenannahme führen, und wenn sich eine Frau gar entschloss, nach einem „solventen“ Herrn zu fahnden, war die Toleranzgrenze vieler Zeitungen bereits ausgeschöpft.

Huren und Bürgerfrauen

Die Anzeige einer Gelegenheitsprostituierten dufte sich also nicht deutlich von der Anzeige einer „anständigen“ bürgerlichen Frau unterscheiden, die tatsächlich einen Partner suchte. Allein aus diesem Grund war in Zeiten der Zeitungsanzeigen niemals erkennbar, welche Anzeigen tatsächlich von ledigen, geschiedenen oder verwitweten Frauen aufgegeben wurden, wie viele von lustvollen Ehefrauen und wie viele von Gelegenheitshuren. Die Formulierungen waren sich einfach zu ähnlich. Das betraf übrigens beide Seiten: die Huren und die „Soliden“. Denn ein unglücklich gewählter Begriff konnte durchaus eine Fülle von vor Lust geifernden Männern anlocken. SM-Liebhaber wandten sich dabei an „Englischlehrerinnen“, lechzende junge Männer an „Bio-Lehrerinnen“ und Oralliebhaber an „Französisch-Lehrerinnen“.

Codes für Prostitution - immer und überall

In Länder, in denen Prostitution verboten ist, gibt es zwischen „Freiern“ und „Huren“, aber auch zwischen Menschen, die andere Gelegenheitsbeziehungen suchen, zumeist Codebegriffe. Sie reichen von der „Kurzzeitbeziehung“ über das Begriffspaar „verwöhnen/verwöhnt“ werden bis zu völligen Umschreibungen wie „kompensiertes Dating“ oder „sexuelle Genesung“ („Sexual Healing“). Weil sie immer wieder neu erfunden und angepasst werden, ist es schwer, sich zu orientieren. Auch der Begriff „außergewöhnliche Begegnungen“ steht oft für Prostitution.

Japan und China - alte Männer, sehr junge Frauen

Nachdem die Unsitte junger Japanerinnen (und älterer männlich Japaner) bekannt wurde, sich zum „kompensierten Dating“ oder Enjo-kōsai (援助交際 zu verabreden, bekannt wurde, hat man nun auch in Hongkong ähnliche Beobachtungen gemacht. Chinesische Kommentatoren weisen inzwischen häufig auf diese neue Erscheinung hin, die dadurch möglich wird, dass Internetportale solche Kontakte sehr schnell und abseits der öffentlichen Wahrnehmung vermitteln können.

Neue Technologien, alte Verhaltensweisen

Ändert sich die Welt? Ja, sie ändert sich, weil neue Technologien zur Verfügung stehen. Und weil es unter jungen Frauen immer mehr darum geht, schnell an fast unerreichbare Luxusgüter zu kommen. Und die Männer? Sie fragen wenig – zu wenig. Denn anders als die bürgerlichen Frauen, der Vergangenheit, die sich auf Seitenwegen an schwärmerischen und lüsternen Männern bereicherten, und dabei genau wussten, was sie taten, wissen es die jungen Frauen nicht.

Dating kann ein betrügerisches Spiel mit Sex sein

Und wie war das nun mit dem „Dating“ hierzulande? Wer als junger Mann Sex oder liebevolle erotische Begegnungen sucht, wird vielfach um sein Geld betrogen, bevor er überhaupt einen Kontakt bekommt. Und die großen und kleinen Betrügerinnen, Fopperinnen und ähnliche weibliche Gestalten betreiben ihre undurchsichtigen Geschäfte weiterhin in der üblichen Art: Absichten verschleiern, viel fordern, wenig geben.

Bild oben: Illustration (oben) eines Groschenhefts, 50er Jahre,
Unten: Nicht datiertes Bild, um 1900 mit dme Titel "Nachtcafé"

Sollten sich Männer bei Frauen Grenzen setzen?

Frauen sind perfekt – haben wir oft genug gehört. Sie kennen ihre Grenzen und sie halten diese ein. Na klar. In Grimms Märchen vielleicht und nicht einmal da. Wie war das noch mit der Krötenküsserin?

Ach, ist das alles verlogen. Menschen haben Grenzen, und die erfolgreichen unter uns überschreiten diese Grenzen hin und wieder. Ohne Grenzüberschreitungen gibt es keinen Fortschritt, sondern ein verharren im Althergebrachten.

Frauen setzen sich auch Grenzen in Liebe, Lust und Leidenschaft. Nur schreiben sie dies nicht auf gelbe Zettel, die sie sich auf die Stirn kleben. Im Gegenteil. Sie denken sich sinngemäß: „Mal sehen, wie er vorgeht, und wenn ich dann mehr oder etwas anderes will, kann ich immer noch aktiv werden.“

Männer – das wird Sie erstaunen – setzen sich ebenfalls Grenzen. Und wie Frauen auch, wissen sie, dass sie diese Grenzen gelegentlich überschreiten müssen. Es gehört einfach dazu. Den richtigen Ton auf der Klaviatur treffen, heißt nicht immer, lieb und nett zu sein. Im Gegenteil. Jeder Mann, der höflich, nett, zuvorkommend und zurückhaltend war, hat schon mal erlebt, dass er damit nicht weiterkommt. Zu Recht. Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Und nun zitiere ich mal:

Das Ausloten von Grenzen der Sexualität ist in der Erotik nahezu systemimmanent. Grenzüberschreitungen sind manchmal erfolgreich, manchmal nicht. Wer nicht wagt, gewinnt nie.


Und weil das alles so ist, und auf gar keinen Fall anders, können mir manche Diskussionen gestohlen bleiben. Zum Beispiel die, dass „wir Männer“ uns nun endlich mal ändern sollten. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert. Wir wissen, dass Frauen so viel erotische erotische Bedürfnisse haben wie wir selbst und wir wissen auch, dass nicht jeder Mann vom Honigtöpfchen naschen darf, auch nicht, wenn es weit offen ist.

Aber jemand darf es möglicherweise. Und er muss es herausfinden, sonst langweilt sich die Frau – jedenfalls bei einem Date oder auf einer einschlägigen Party. Denn die Frau kommt nicht als Neutrum, sondern als lustvoller Mensch, der sich von der Begegnung etwas verspricht.

Oh ja, ich gebe zu – es gibt da Begegnungen, die immer noch so ablaufen wie im 19. Jahrhundert. Vorsichtiges Betasten, sorgfältiges Abwägen, die Erotik ganz hinten in die Ecke stellen und das Symphatie-Karrussell drehen, bis sich im Hirn etwas lockert. Das alles hat etwas von Kommerz. „Ach ich wertvolles Wesen, ich muss mich so teuer wie möglich verkaufen.“

Na schön. Falls Sie so denken, sollten Sie mal überlegen, was Sie da wirklich tun: Sie bieten sich bewusst teuer an. Sie erwarten, dass der Mann den Preis bezahlt, den Sie einfordern. Und das halten Sie für eine ethisch korrekte Einstellung?

Zitat aus: Tichy

Englische Erziehung durch Prostituierte im 19. Jahrhundert

Darstellung aus einem vornehmen Flagellations-Bordell - möglicherweise für eine Buchillustration
Über die „englische Erziehung“ wird viel gemunkelt. Manche wollen wissen, dass sie ein „Codewort“ oder eine Verschleierung für „erotische, körperliche Züchtigungen“ ist. Und obgleich Codeworte nicht mehr die frühere Bedeutung haben, weil interessierte Männer aus einem offenen Menü von Aktivitäten der dominanten Damen wählen können, hat sich der Begriff „Englische Erziehung“ doch erhalten. In der Literatur wird dies gelegentlich so beschrieben:

Die Briten und die Lust an der Züchtigung

«Die Briten liebten ihre Züchtigungen. Die Kunst des Schlagens war ein Teil des Repertoires, das man von jeder guten Prostituierten erwartete. Häusliche Gewalt wurde generell von Gerichten toleriert, solange sie nicht „widerliche und unnatürliche“ Größenordnungen annahm.»


Die „Gouvernante“ die „Domina“ des 19. Jahrhunderts

Als Begriff und Namensgeberin musste dafür die häusliche „Erzieherin“ im herkömmlichen Sinne herhalten - im Anklang an eine „Gouvernante“, also eine wichtige Person mit Erziehungsfunktion im viktorianischen Haushalt. Sie hatte die Aufgabe, die Kinder zu erziehen – eine Tätigkeit, der adlige und wohlstandsbürgerliche Damen nur höchst ungern nachkamen. Entsprechend nannte sich die diejenigen Frauen, die sich auf die körperliche Züchtigung von Erwachsenen, namentlich lust- und schmerzbereiten Gentlemen, spezialisiert hatten, „Gouvernanten“ (Governesses).

Die Stars dieses Metiers arbeiteten in Bordellen, die auf „correction“ spezialisiert waren – und „correction“ war wieder ein Synonym für „Züchtigung“.

Eine spezielle Form des Bordells

Aus den verfügbaren Quellen geht allerdings hervor, dass in solchen Bordellen auch andere, teils gewöhnliche, teils ungewöhnliche Lüste befriedigt wurden. Tatsächlich verdanken wir die Schilderungen aus diesen Bordellen, namentlich aus dem der Theresa Berkley, alle einer Quelle, die man bestenfalls als „aus zweiter Hand“ nennen konnte: dem populistisch-erotischen Autor Henry Spencer Ashbee. (In der Literatur besser bekannt als Pisanus Fraxi). Er beschreibt nicht nur das gewaltige Arsenal an Züchtigungsinstrumenten, sondern erwähnt auch die Kombination von Lust und Schmerz, für die das Bordell von Frau Berkley berühmt wurde. Im Zusammenhang mit einem angeblich von Frau Berkley erfundenen erotischen Strafbock (Berkley Horse“) wird eine erotische Illustration erwähnt, auf der dies zu sehen ist:

Man sieht Mrs. Berkley eigenhändig die Posteriora (1) des auf dem Chevalet (2) befestigten Mannes peitschen, während ein auf dem Stuhl darunter sitzendes stark dekolletiertes Mädchen ihm Dienste als "Frictrix“ (3) leistet.


Lustschmerz oder Brutalität bei der englischen Erziehung?

Eigentlich dürfte klar sein, dass all diese Behauptungen, die Henry Spencer Ashbee aufstellt, nicht von ihm selber überprüft wurden, sondern möglicherweise aus reißerischen Schilderungen stammen, die er in Pubs gehört hat.

Doch warum gingen die Gentlemen so gerne in die berühmten und nicht minder berüchtigten Flagellationsbordelle? Welche Lüste sollten dort geweckt werden, und wie wurden Sie befriedigt?

Schränken wir unsere Betrachtung auf „Gentlemen“ ein (verschiedentlich gab es auch Ladys als Kunden) und sehen wir uns nur diejenigen an, die aktiv gepeitscht werden wollten, so ergeben sich drei Arten von Interessenten an den Diensten solcher Bordelle.

Da waren zunächst diejenigen, von denen das sensationshungrige Publikum am liebsten lesen wollte: jene, die „bis aus aufs Blut“ mit den verschiedensten Instrumenten des Repertoires bedacht werden wollten. Gerüchteweise verlautet sogar, dass sich Frau Berkley nach der Menge und dem Fluss des vergossenen Blutes bezahlen ließ. Andere jedoch liebten es offenbar, zugleich gepeitscht und am „Embulon“ beglückt zu werden, wobei eine zweite Dame spärlich bekleidet Fellatio (möglicherweise auch Brust- oder Handverkehr) ausübte und deshalb auch „Frictrix“ oder „Frictrice“(3) hieß.

Flagellationsbordelle: Auch Anschubhilfe bei Impotenz?
Züchtigung und Entblößung als Mittel gegen die Impotenz

Einen dritten Personenkreis hatte man damals offenbar nicht im Visier: Es waren ältere Herren, die im Lauf ihres Lebens einen erheblichen Teil ihrer Manneskraft verloren und sie nun vermittels Flagellation zurückgewinnen wollten. Eine solche Szene eist sogar als Grafik belegt: The „Cully Flaug’d“, auf Deutsch etwa „Der gepeitschte Trottel“. Es handlet sich dabei um eine extrem sinnliche Darstellung einer Prostituierten, die ihren nackten Schoß präsentiert und ihm zugleich die Rute verabreicht. Im Text heißt es sinngemäß, dass sich der Penis nicht ohne die Beschwörung durch die Rute aufrichten wird. Nicht ganz wörtlich und etwas holprig übersetzt etwa:

Eine Schinderei ist hier zu sehen, eine Zucht, um ihn zu erregen.
Geht es doch drum, den alten Mann zum Aufstand zu bewegen.
Schlag weiter auf die Schenkel ein, holde Dame der Rutenkunst,
Denn ohne die Beschwörungen schenkt ihm der Teufel keine Gunst.


Englisch:

What Drudgery’s here, what Bridewell-like(4) Correction!
To bring an Old Man, to an Insurrection.
Firk on Fair Lady, Flaug the Fumblers Thighs,
Without such Conjuring th’ Devil will not rise.


Es handelte sich also eindeutig auch um Fälle der altersbedingten Impotenz – ein Thema, das weder spektakulär noch öffentlichkeitstauglich war. Und so dürfen wir vermuten, dass die starken Reize, die von der Brust oder dem Unterleib einer Frau ausgingen, kombiniert mit den stimulierenden Schlägen der Rute, durchaus manche Herren „wiedererweckt“ haben.

Die „englische Erziehung“ in Deutschland

„Strenge Gouvernanten“, die „erziehungsbedürftige Herren“ suchten und die sich gelegentlich auch als „Bewandert in der englischen Erziehung“ anboten, gab es im Übrigen auch in Deutschland – sie wurden allerdings weit weniger beachtet und konnten nicht den Reichtum ansammlen, den Ms. Berkley einst ansammelte.

Hinweise:

(1) Posteria – der Hintern.
(2) Chevalet – jede Art von Bock.
(3) Frictrīx, aus dem lateinischen auch ins französische (Frictrice) übergegangen, ist eine „Reiberin“, die den Penis erotisch stimuliert.
(4) Bridewell – bekanntes britisches Zuchthaus.
(5) Bild unten: The Cully Flaug'd by Marcellus Laroon II; c 1700 © The Trustees of the British Museum.
(6) Bild oben: Unbekannte Buchillustration, Scan-Daten unbekannt.

Enorme Umsätze mit angeblich „suchenden“ Bikinischönheiten

Viel verwendetes Fake-Profil (hier ohne Unterleib, aus gutem Grund)
Menschen kennenlernen? Prima Sache – vor allem, wenn man Single ist und einen Partner oder eine Partnerin sucht. Fragt sich nur, warum Männer 100 Millionen Euro für Dating-Portale ausgeben, auf denen es nahezu unmöglich ist, eine Partnerin zu finden.

Fake-Kennenlernseiten - meist mit freizügigen Frauenfotos

Dazu hat der Singlebörsen-Vergleich „normale“ Datingseiten auf der einen Seite und Dating-Seiten mit sogenannten „Fakes“ auf der andern Seite untersucht. Die typische Datingseite mit Fakes lädt notgeile und meist etwas „unterbelichtete“ Männer dazu ein, sich in die Arme von Bikini-Schönheiten zu begeben oder sich an große Brüste anzukuscheln.

Wo finden Männer diese Pseudo-Kennenlernseiten?

Wie erreichen die Fake-Seiten ihre männlichen Kunden?

Dazu weiß der Singlebörsen-Vergleich (Zitat)

Den Schwerpunkt am Graumarkt bilden Dating-Plattformen, bei denen Männer durch Animation zum Bezahlen motiviert werden.
Sie unterscheiden sich im Automatisierungsgrad:
• Vertriebsmitarbeiter versuchen mittels Fake-Profilen User von anderen Portalen abzuwerben und woanders in Bezahl-Mitgliedschaften zu quatschen. Für diese Jobs als „IKM-Schreiber“ gibt es sogar offizielle Stellenausschreibungen.
• Aktuell am erfolgreichsten sind Tausende Kontaktseiten mit ausgereiften automatisiert animierten Fake-Profilen, die bevorzugt im halbseidenen Kontext über Porntube-Channels, nachts auf TV-Kanälen aber auch über Internet-Kleinanzeigenmärkte beworben werden.


Verlockende nackte Schönheiten per E-Mail

Typisches Wäschfoto aus einem Fake-Profil
Das Modell ist bekannt – und es funktioniert genau, wie beschrieben, doch zusätzlich kommen noch besondere Verlockungen dazu: Wer einmal seine E-Mail-Adresse dort deponiert hat, um eine „kostenlose Mitgliedschaft“ zu erreichen, wird mit E-Mail zugeschüttet, die mehr oder weniger bekleidet (oftmals ganz und gar unbekleidete oder schrittoffene) Damen zeigt – manchmal mit Sternchen über den intimsten Stellen, dann aber auch mal ganz ohne Blickschutz.

Ziel ist es nun, diese Männer zu einem Abonnement zu bewegen, das ihnen angeblich ermöglicht, solche Damen Kennzulernen. Selbstverständlich ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich Frauen so darstellen, um Männer für echte Beziehungen kennenzulernen – aber wer „notgeil“ ist, wird trotzdem darauf hereinfallen.

Wer sind nun die "Frauen", die dort „angeboten“ werden?

Sie sind vor allem nur selten Frauen, denn sie existieren nur als Foto, das irgendwo her gestohlen wurde (meist von den Webseiten junger Models, Cam-Girls oder Wäschemodellen), aber auch durchaus aus ganz gewöhnlichen sozialen Netzwerken. Hinter dem Foto steht dann entweder ein Märchenonkel (IKM-Schreiber sind oft Männer) oder ein Roboter-Schreibsystem, das aus gewissen Stichwörtern halbwegs passable Dialoge erzeugen kann. Das ist schon mit einfachen Programmiertechniken möglich, solange man keine ungewöhnlichen Wörter benutzt oder extrem persönliche Fragen stellt.

Was sehr bedenklich ist: Diese 100 Mio. Euro mussten ja irgendwie einmal mit ehrlicher, harter Arbeit erwirtschaftet werden, bevor sie in die Taschen der Internet-Anbieter flossen.

Die Anbieter ihrerseits sind „fein heraus“: Sie nutzen ihre AGB, um darin ihre Rechte abzusichern, dem Kunden Fake-Profile unterzujubeln.