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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche – Mann, Frau, Diverse – Leben, Lieben und Enten-Ansichten

Nochmals unsere besten Wünsche fürs neue Jahr … und damit sie in Erfüllung gehen, trennen wir den Weizen von der Spreu. Denn kaum jemand wird mit „Fake News“ so bekleckert wie Singles, die Partner wünschen. Höchstens noch die Unzufriedenen, die sich ein besseres Leben wünschen und dabei an Psycho-Gurus geraten.

Scharfe Würze und die die fleischliche Lust

Alles, was in der Liebe (zumindest in der Jugend) eine Rolle spielt, ist entweder „scharf“ oder „fleischlich“. Am Ende bekommt ihr einen Eindruck davon, wie sich Liebe anfühlt, wenn Sex dazukommt. Das ist wirklich wichtig – genauso wichtig wie die Persönlichkeitseigenschaften. Und – nicht zu vergessen, der Wille, sich zu binden. Übrigens gilt das nicht nur für die Jugend. Manche Frau über 40 „erlaubt“ sich erst in diesem Alter, sich mal an die „Chilischoten“ der Liebe zu wagen.

Was Enten mit Frauen, Gender und Sexualität zu tun haben

Normalerweise lässt mich das Geplapper um Gender-Frage inzwischen kalt. Aber da ist ein Punkt, über den wir reden müssen: Die Lüste und Begierden der Menschen (insbesondere der Männer) orientieren sich oft am Optischen – und am Taktilen. Klartext: Wenn jemand aussieht wie eine Frau, dann ist er vermutlich eine Frau – es sei denn, sie würde offenbaren, dass sie etwas anders ist. Dahinter steht das „Entenprinzip“. Und wenn jemand, der aussieht wie eine Frau, dich berührt wie eine Frau, dann … gerät die Heterowelt für einen Moment ins Wanken. Das ist relativ neu – seit wir auch beim Dating auf die Gender-Zwischenwelt treffen. Da ist schon die Frage, wie du dich dabei fühlst – vorher, währenddessen und nachher.

Ich füge hier vorsichtshalber ein, dass auch viele Hetero-Frauen auf „männlich wirkende“ Frauen abfahren.

Wieso eigentlich „fluide Sexualität?

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich mit „fluider“ Sexualität auseinanderzusetzen. Nahezu jede und jeder fühlt sie dann und wann – und nur wenige Menschen leben sie aktiv. Vorreiterinnen waren Frauen, die „dazu stehen“. Inzwischen haben sie mehrere Bücher geschrieben, manchmal fälschlich unter dem Etikett „Bisexuell“. Ich denke, es war an der Zeit, einmal den Unterschied zu erklären.

Männer, ihr Körper und die Ablösung vom Nest

Den eigenen Körper im aktiven, nonverbalen Dialog mit Frauen kennenzulernen und zu genießen, ist inzwischen etwas, das manche Männer zu spät lernen. Zumal sich viele Männer an das Elternhaus, die Heimat und andere konservative Werte klammern, die ihnen auf Dauer schaden. Nichts gegen die Liebe zu den Eltern und zur Heimat – aber erst einmal loslösen. Dann seht ihr Eltern und Heimat mit anderen Augen. Und bekommt einen Eindruck von eurer Rolle in der Welt.

Wie soll deine Beziehung eigentlich aussehen?

Gut, du bist Frau oder Mann und willst eine dauerhafte Beziehung mit einem garantiert heterosexuellen Partner des entgegengesetzten biologischen Geschlechts eingehen? Dann ist wichtig, wie ihr die Rollen verteilen wollt. Konservative Ehe, mit einem dominanten Mann? Bewusst abweichend, mit einer dominanten Frau und einem unterwürfigen Mann? „Teilen und Herrschen?“ Das wäre heute die beliebteste Form der Beziehung. Oder sich weitgehend ohne Geschlechterrollen-Klischees annähern? Da soll die Zukunft sein.

Sich nackt machen und fotografieren lassen?

Das Thema Akt- und Erotikfotografie ist nicht verschwunden, nur weil es „Selfies“ gibt. Sich in verschiedenen Phasen seines Lebens (ihres Lebens) nackt, erotisierend und frivol fotografieren zu lassen, ist nicht auf „Promis“ begrenzt. Es spiegelt vielmehr einen Teil des Lebens wieder.

Und nun ein paar Gedanken für euch zum Wochenende

Ein bisschen viel zum Nachdenken? Dann überlegt mal, wie ihr selbst leben wollt, was euch am Küssen, Umarmen, Umsorgen und am „übereinander herfallen“ so besonders gefällt. Oder was ihr nehmen und geben wollt, was ihr ertragen könnt und was ihr einfordern möchtet. Das ist allemal besser als die blöden Neujahrsvorsätze oder neue Listen von Dingen, die ihr unbedingt erleben wollt.

In diesem Sinne – ein tolles Wochenende für euch alle.

Was 2021 unter den Tisch fiel – und was leider nicht

Nein, dies Bild verwendeten wir nicht für Online-Dating
Der Zettelkasten von 2021 ist leer- nein, nicht ganz. Es liegen noch einige selbst ernannte Opfer darin. Die modernen „Opfer“ fallen sich allerdings selbst zum Opfer. Sie wollen extrem wahrgenommen werden, weil sie sich extrem wichtig fühlen. Oder weil man ihnen gerne einredet, sie seien Opfer. Wenn dann jemand wirklich „Opfer“ wird, gibt es kein Wort mehr dafür.

Das tägliche Lamento: wir sind alle Opfer

Typische Opfer sind vor allem „die Männer“ wie auch „die Frauen“. Die Ersteren bezeichnen sich als Opfer einer gelungenen Frauenemanzipation, die Letzteren werden zum Opfer, weil die Emanzipation nicht weit genug ging. Einschlägige Männer schreiben darüber, dass sie unbefriedigt am Straßenrad verkommen. Einschlägige Frauen geben dann „allen“ Männern den Rat, sich endlich zu ändern - das hätte auch irgendein Professor gesagt. Und klar, niemand würde ihnen „Mitleidsex“ schenken. Nein, ich habe die „Diversen“ nicht vergessen - wollen sie Männer? Wollen sie Frauen? Andere Diverse? Es mag Lebensformen geben, in denen das gleichgültig ist. Den meisten auf der anderen Seite der „anderen“ ist es aber nicht egal.

Mit Puppen spielen – oder gar RoboterInnen?

Nicht ganz unter den Tisch konnte ich die Avatare fallen lassen, mit denen man viel bessere Beziehungen haben kann als mit echten Menschen. Klar- und mit weiblich strukturierten Liebespuppen viel besseren Sex als mit echten Frauen. Und nicht zu vergessen solche mit „künstlicher Intelligenz“. Die Frauen von Stepford lassen grüßen.

Beinahe hätte sie es ins Archiv geschafft
Weihnachten ist auch nicht mehr, was es mal war

Ich habe eigentlich viel Humor, aber Dominas mit halb verdeckten Brüsten im Weihnachtsmannkostüm fand ich zu geschmacklos. Und die Rute, von pelzbemäntelten Geschöpfen auf nackte Gesäße appliziert, lockt auch kaum noch eine Leserin hinter dem Ofen hervor. Also habe ich sie weggelassen.

Echte Liebe braucht Zeit … und wie lange?

Dafür wurde mir vielfach das „nachhaltige“ Dating um die Ohren gehauen. Partnersuche darf auf keinen Fall mehr Spaß machen - alles muss jetzt ganz ernst ablaufen und ebenso behutsam wie bedeutungsschwanger angegangen werden. Warum kommt mit da bloß das Lied „An Englishman Needs Time“ in den Sinn? Und wie soll das gehen mit dem „Slow Dating“? Öffnet sich kein Schoss mehr, weil die Inhaberin keine plötzlich aufkeimende Lust verspürt? Schwillt kein Penis mehr an, nur weil die Nähe einer Dame den Gentleman beglückt? Und wie viel Runden muss man eigentlich „tu ich’s oder tu ich’s nicht“ spielen, um nachhaltig zu lieben? Gerade läutete eine Tageszeitung schon wieder die Vernunftehe ein. Auf der Seite war kaum etwas zu lesen, außer dass ich die Zeitung abonnieren sollte. Nein - diese „Ehe“ wollte ich nicht eingehen.

Und wo bleibt die Erotik?

Nein, die Erotik kam auf dem Bild nicht durch
Warum ich die meisten Versuche unterband, hier erotische Geschichten zu veröffentlichen? Weil sie entsetzlich langweilig waren. Das Paar sitzt beim Fünf-Uhr-Tee, als die Frau plötzlich sagt: „Wie wäre es eigentlich, wenn wir uns einmal einen Mann einladen würden für einen Dreier?“ Und schon klingelt es, und der Mann steht vor der Tür. Der Rest passt dann in ungefähr 300 Worte. Und dazu kommt noch, dass erotische Geschichten unter Einbeziehung von Frauen inzwischen als anrüchig gelten.

Also - lieber nicht. Aber trotz alledem muss der Zettelkasten wieder voll werden. Und etwas mehr fröhliche Frivolität könnte sich die Liebeszeitung auch leisten. Wenn ihr Ideen habt, dann sendet eure Vorschläge an unsere E-Mail-Adresse.

Hinweis: Der Bildnachweis ist leider in diesem Fall nicht möglich.

Die Woche – Dating-Erfolg ist machbar, ONS, Wissenschaft und Männer

Die Woche begann mit einem „Schlag ins Kontor“ – ich musste meine Aktivitäten auf etwas ein Viertel des Üblichen reduzieren. Allerdings waren noch einige vorbereitete Artikel im Archiv. Und danke, es geht mir deutlich besser.

Schlecht denken über den ONS?

Frauen wie Männer, die häufiger einen ONS oder eine andere ultrakurze, aber extrem heftige Beziehung hatten, geben normalerweise nicht damit an. Vor allem Frauen nicht, die auf ihren Ruf bedacht sein müssen. Und doch ist es nicht unnormal, bei der Partnersuche diese Option zu haben. Es hat sogar Tradition, denn Frauen, die einst „Kurzzeitbeziehungen“ anstrebten, annoncierten in Zeitungen lieber in der Rubrik „Heiratswünsche “ als in der Rubrik „Bekanntschaften“. Der Grund ist einfach: Frauen mit „festen Absichten“ stehen nicht unter „Schlampenverdacht“ und sie locken weniger abenteuerlustige Kerle an. Warum es ihnen ging (und immer noch geht), ist die Lust ohne feste Bindung - warum auch immer.

Es gibt den sicheren Weg zum Dating-Erfolg

Dating-Erfolge fallen, wie jeder andere Erfolg, nur selten vom Himmel. Wen du also jemand bist, dem das Glück nicht in den Schoß fällt und der Himmel dir keine engelsgleichen Menschen schickt, dann brauchst du einen Plan. Und den gibt es wirklich. Einer der Kernpunkte ist „selbstverantwortlich zu handeln“. Denn alle, die nicht durchs Leben gehen wir Gustav Gans (Gladstone Gander) (oder ein entsprechendes weibliches Äquivalent) sind immer aufgefordert, das Leben aktiv anzupacken.

Probleme sind lösbar

Ich habe das Thema „Probleme lösen“ erneut aufgegriffen, um euch zu zeigen, dass es möglich ist. Und tatsächlich geschieht es auch jeden Tag. Und es ist sogar sehr einfach. Oder sagen wir: Es wäre sehr einfach, wenn die Problemlösungsmodelle inzwischen nicht schrecklich verkompliziert worden wären. Ich selbst habe Jahre gebraucht, bevor ich das Modell, das ich gelernt hatte, einmal wirklich angewendet habe. Als Buch ist „Entscheidungstraining“ von Tom Werneck und Frank Ullman nach wie vor die beste Methode für Anfänger - inzwischen kostete s kaum mehr als einen Euro. Das Buch ist in Wahrheit eine komplette Anleitung zum Lösen von Problemen.

Was Männer wirklich erregt

Klar: Große Brüste, pralle Hinteren? Nein, nicht ganz. Denn Männer schöpfen – wie Frauen auch – aus ihren Erinnerungen. Was Männer wirklich erregt, ist also der Gedanke an eine wundervolle erotische Situation, in der sie voll und ganz zufrieden waren. Mal ganz einfach gefragt: Warum sollte ein Mann sich an Brüste erinnern, deren Wärme er nicht körperlich gefühlt hat?

Eigene Sache und wissenschaftliche Arroganz

Ich schreibe diese Woche „in eigener Sache“, dass die Liebeszeitung mit oft unendlich gründlichem Aufwand versucht, redliche Quellen zu verwenden und dies auch zu überprüfen. Der Anlass war, dass bestimmte arrogante Autoren aus dem Wissenschaftsbereich versuchen, Journalisten und Schriftsteller in Misskredit zu bringen, weil sie nicht die „reine Wahrheit“ verbreiten würden. Ich denke, ich komme bald noch mal darauf zurück.

Abgesang für Heute

Wenn ihr glaubt, dass wir „schief liegen“, oder „falsch zitieren“, ungeeignete, veraltete oder gar falsche Quellen nutzen, dann reicht eine kurze E-Mail, um uns zu benachrichtigen. Ich überprüfe jeden Fall persönlich und informiere den Einsender über meine Ergebnisse und Änderungen, die ich daraufhin vorgenommen habe.

Und ja – das Motto für Dezember fehlt noch – aber das kommt spätestens Montag.

Bis dahin: Freut euch an der schönen Vorweihnachtszeit und versucht, dabei das Glück zu fangen. Und natürlich: das Beste für das kommende Wochenende.

Wie du deine Probleme lösen kannst

Ich werde häufig danach gefragt, wie sich Probleme lösen lassen. Der Grund mag sein, dass ich mich seit über 40 Jahren mit dem Thema beschäftige. Zum Beispiel auch auf "sehpferd" .

Hast du schon einmal jemanden gefragt: „Wie kann ich dies Problem lösen?“

Wenn du das tust, werden wahrscheinlich Vorschläge auf dich niederprasseln. Ich kann dir verbindlich sagen: Mit großer Wahrscheinlichkeit passt kein Vorschlag auf dein Problem.

Professionelle Problemlöser tun so etwas nicht. Sie versuchen, dein Problem zu verstehen, bevor sie einen „Tipp“ geben.

Wer Probleme hat, hat keine Lösungen mehr

Denn ein Problem zu haben, deutet darauf hin, dass dein Repertoire an Lösungen erschöpft ist. Und wenn die Situation, in der du das Problem „hast“, nicht neu ist, sondern ständig wiederauftaucht, ist mehr als ein Tipp nötig.

Wie wir mit Problemen umgehen können

Ich habe das schon oft geschrieben, ich weiß. Und mir ist völlig klar, dass nicht alle deine Probleme mit „technischen“ Problemlösungsverfahren behandelt werden können. Und deshalb will ich in diesem kurzen Beitrag nur dies sagen:

Die Frage an einen Menschen auf Reisen könnte sein: „Wo willst du hin und was willst du dort tun?“ Wenn du das weißt, ist schon viel gewonnen. Erfahrene Reisende wissen: Dabei können Probleme auftauchen. Die meisten sind lösbar, weil du ihnen schon begegnet bist und sie in der Vergangenheit gelöst hast.

Aber dann taucht ein neues Problem auf – als Beispiel: Du kannst in absehbarer Zeit nirgendwo mehr ankommen. Was bedeutet dies dann für dich als Reisenden? Oder anders gefragt: Was ist jetzt – und was sollte sein? Welche Möglichkeiten hast du noch? Könnest du einen anderen Weg einschlagen, und wo möchtest du auf diesem Ankommen?

Was ich dir eben anhand des Reisenden beschrieben habe, kann auch auf deinen Lebensweg, deine Dating-Praxis und noch mehr angewendet werden. Die Frage, die sich stellt, ist aber immer die Gleiche: Würdest du auch einen neuen, bsilang unbekannten Weg einschlagen und könntest du dir vorstellen, woanders anzukommen?

Das ist natürlich nicht alles – aber es wäre ein Anfang, um neu nachzudenken.

Er hatte einige ONS - na und?

Vor einigen Tagen sah ich, wie eine Frau völlig verstört war, als ihre junger Dating-Partner sagte, er habe zwar „nur eine feste Beziehung“ gehabt, jedoch einräumte, danach mehrere ONS gehabt zu haben.

Was hat die Dame mehr erschreckt: Nur die eine feste Beziehung oder die „vielen“ ONS?

Ja, es waren die „vielen“ ONS, und wer jetzt sagt: „Selbstverständlich hatte sie recht“, der sollte vielleicht noch einmal nachdenken.

ONS sind beim Dating nicht ungewöhnlich

Einen One-Night-Stand mit einer Frau gehabt zu haben, heißt nicht, dass er sie morgens aus dem Bett geschmissen hat oder abgehauen ist, ohne seine Telefonnummer zu hinterlassen. Es war einfach so.

Mir ist schon oft aufgefallen, dass Männer, die ONS zugeben, von den „anständigen Frauen“ genau deshalb verachtet werden.

Warum? Wer sagt uns, dass die Frauen, die am ONS mitgewirkt haben, eine Beziehung wollten? Und falls sie eine Beziehung wollten? Könnte es vielleicht sein, dass die selbst die gute Gelegenheit nutzen, wieder einmal in den Genuss der feuchten Lüste zu kommen?

Der ONS ist eine von fünf Möglichen Entscheidungen bei jedem Date

Bei einem Date gibt es immer fünf Möglichkeiten:

- Die Frau will unbedingt eine feste Beziehung mit Aussicht auf Ehe und Familie.
- Die Frau will (meist aus beruflichen Gründen) auf keinen Fall eine feste Bindung, aber sie will ihre Lüste ausleben.
- Die Frau entscheidet sich erst am Ende des Dates für das eine oder das andere.
- Sie kann sich für eine ganz andere Möglichkeit entscheiden.
- Sie will auf gar keinen Fall irgendetwas von ihm.

Wir leben in der Zeit der freien und gleichen Entfaltung der persönlichen Bedürfnisse. Niemand sollte dem anderen unterstellen, wegen seiner oder ihrer Entscheidung ein Schuft zu sein.