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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Frau will … ja was denn?

Subjekt der Lust oder Objekt der Begierde?
Die Frau will in der heutigen Gesellschaft als „ganze Person“ gesehen werden. Das heißt, die anderen – Frauen wie Männer – sollen alle Aspekte ihrer Person betrachten, und sie danach einschätzen. Das lässt sich noch etwas nachschärfen: Die Aspekte, die offenkundig sind und die Aspekte, die sie gerne vermitteln würde.

Wenn es um ihre erotische Ausstrahlung geht, dann will sie …

Begehrtes Subjekt, also gleichwertiger Mensch sein, nicht ein Objekt der Begierde.

Der Unterschied ist einfach: Jede Frau möchte, dass sie begehrenswert wird, aber keine möchte, dass die Menschen sie als „sexuelles Objekt“ sehen. Der Drahtseiltanz, den frau dazu beherrschen muss, ist bisweilen schwer zu erlernen, denn er ist nicht ausschließlich davon abhängig, was „frau“ selber will.

Rollen, keine Rollen, ganzer Mensch?

Seit längerer Zeit sehen wir „Frauen“ in verschiedenen Rollen, in denen sie durchaus unterschiedliche Persönlichkeiten in den Vordergrund stellen. Die „einzige“, integre Persönlichkeit gerät dabei in den Hintergrund. Wenn ein Mann sich die Zähne von einer Frau behandeln lässt, sieht er sie Zahnärztin nicht primär als Frau. Wen das Beispiel nicht gefällt, der mag sich eine Urologin vorstellen. Das heißt: Es ist nicht leicht, hinter der Rolle die ganze Person zu sein, und es ist deutlich schwieriger, in manchen Situationen die Attraktivität einer Frau zu beurteilen.

Wahrgenommen werden beim Sex - und wie?

Wie ist es nun mit dem Sex? Ich zitiere noch mal:

Die Frau will, wenn es um ihre Sexualität geht, persönlich gesehen, gespürt, wahrgenommen und gemeint sein. Als Frau. Punkt.

Also nicht in der Rolle - das ist verständlich. Aber als was denn dann?

Da brauche ich noch ein Zitat:

Auch Frau möchte Überraschungen und erotische Spiele, Sinnlichkeit und Intensität, die den Kopf leer werden lässt und Hingabe ermöglicht.

Das klingt nun wieder so, als sie die Persönlichkeit gar nicht gemeint: „Nimm mich als ganze Person, damit ich vergesse, dass ich eine Person bin?“

Das Geheimnis scheint zu sein, mit dem geeigneten Partner einfach „loslassen“ zu wollen.

Und dann höre ich noch diesen Appell:

Frau, gönne dir dich selbst mit allen Sinnen und zeige, ja, nimm dir, was dir Lust und Erregung beschert, was du brauchst, selbstverständlich auch hier nie auf Kosten anderer.

Im Grunde ruft die Natur

Sind Männer nun klüger geworden? Oder die Frauen selbst?

Die „totale Hingabe“ an den Partner, an sich selbst, an den Sex schlechthin galt in er Vergangenheit nicht gerade als erstrebenswert. Was ist also passiert?

Eigentlich etwas, das vorhersehbar war: Beim Sex geht es nicht um die ganze Person – und das erwartet in Wahrheit auch niemand. Der Geist bliebt draußen, die Kultur bleibt draußen, und manchmal fällt die mühsam aufgebaut Fassade in sich zusammen. Die Natur bricht durch, die Begierde tritt in den Vordergrund, und dann und wann schreien wir vor Glück.

Ich las einen Artikel von Nicole Siller vom 11. Juni .2022 in „Der Standard“ aus dem die Zitate stammen

Was ist dran an der MILF, der GILF und der Cougar?

Die Begriffe sind vage und obszön - MILF, GILF oder Cougar? Und ja, sie sind auch Etiketten. Aber sie stehen für Beziehungen von jungen Männern zu deutlich älteren Frauen.
Welchen Reiz sie haben, muss jeder Mann selbst herausfinden ...

Es gibt kaum einen Mann, der niemals von einer älteren Frau fasziniert war. Das ist sehr einfach zu erklären: Junge Männer müssen sich gewaltig anstrengen, um eine gleichaltrige Freundin zu finden. Es sei denn, sie wären ungewöhnlich maskulin, sehr intelligent, künstlerisch begabt oder ausgezeichnete Sportler. Möglichst eine Kombination von mindestens zwei dieser Punkte. Und wenn sie eine Freundin gefunden haben, wird die Sache erst richtig kompliziert. Denn die „etwa gleichaltrige Freundin“ eines jungen Mannes (sagen wir, bis mindestens 25) ist selbst noch nicht sicher, wer sie ist und was sie langfristig will. Doch sie kommt mit Ansprüchen daher, die nicht jeder erfüllen kann oder will. Und weil sie sich nicht sicher ist, spielt sie mit den jungen Männern. Sobald ein Mann nicht zu ihren Bedingungen spielt, sondern eigene Regeln hat, schmollt sie oder gibt ihrem Ärger lebhaft Ausdruck.

Nein, nein – du tust das nicht – ich weiß. Aber viele tun es eben.

Die erotische Anziehungskraft – bis 40 ist sie enorm

Die erotische Anziehungskraft von Frauen bis etwa 40 ist geradezu sprichwörtlich. Ob sie nun als begehrenswerte, zielbewusste und kommunikative Wesen gesehen werden, als Mentorinnen oder als sexuell zugängliche Partnerinnen, bleibt zunächst offen. Wie denn überhaupt die „physische Bindung“ eine weitaus geringere Rolle zu spielen scheint wie alle anderen Vorteile, die einem jungen Mann aus dem Kontakt mit einer älteren Frau erwachsen.

"Was ist dran an der MILF, der GILF und der Cougar? " vollständig lesen

Der Mann als lustvoller Masochist

Illustration zu einem Buch von Sacher-Masoch von Gaston Noury (?)
Der forensische Psychiater Krafft-Ebing erwies sich oftmals ganz als „Kind seiner Zeit“. Manche Behauptungen erscheinen uns heute absurd, und viele wurden vor dem Hintergrund damaliger Lehrmeinungen abgegeben. Insbesondere bei seiner Auffassung von der „Rolle des Weibes“ erntete er immer wieder Spott.

Allerdings ließ er sich auch belehren, und zwar nach einem ganz aktuellen Prinzip: Er bat einige seiner Patienten, ihm ausführlicher zu schildern, wie sie in ihre jeweilige Situation hineingeschlittert waren. Tatsächlich interessierte er sich sehr für die Ursachen der Schmerzlust, die er später nach dem Schriftsteller Sacher-Masoch als „Masochismus“ bezeichnete. Er las nicht nur Sacher-Masoch, sondern bat einige seiner Patienten, ihm ausführlich zu schreiben, wie sich ihre Neigung entwickelt haben.

Der Kontakt mit weiblicher Macht beginnt schon früh

Demnach war es nicht, wie oft angenommen wurde, die damals noch weitgehend übliche Prügelstrafe, sondern die Lust, sich Frauen zu nähern, die Macht ausübten. Manche jungen Männer taten dies offenbar schon, bevor sie an ein „Sexualleben“ denken konnten. Die Lust, sich in Spielen der Macht von jungen Frauen zu unterwerfen, scheint aber in der Pubertät zu wachsen. Geschildert wird beispielsweise ein junger Mann, dessen Begierde mit 15 Jahren wuchs. Er stellte sich dabei vor, „dass Mädchen ihn in einen Hinterhalt lockten und schlugen.“ Kurz, nachdem dieser junge Mann ein „normales“ Geschlechtsleben aufnahm, muss er sich aber gegenüber einer Hure über weitere Wünsche geäußert haben, denn „sie schlug ihm vor, eine masochistische Szene“ mit ihm zu inszenieren. Seither habe er häufiger Huren besucht, die zunächst masochistische Szenen mit ihm aufführten, um erst anschließend den Koitus auszuführen.

Es ist etwas schwierig, die verhüllenden Schilderungen zu entschlüsseln, aber wir finden immer wieder das gleiche Muster. Ein junger Mann begibt sich in eine Situation, in der Frauen Macht über ihn gewinnen können, und er genießt es, von ihnen erniedrigt zu werden. "Der Mann als lustvoller Masochist " vollständig lesen

Die andere Art zu leben: Liebe und Sex trennen

Prolog: Im Grund geht es bei der Auftrennung von „Sex und Liebe“ nicht wirklich um die Liebe, sondern darum, ob du eine Beziehung benötigst, um Sex mit jemandem zu haben. Aber auch darum, wie es sich auswirkt, „Sex und Liebe“ innerlich zu trennen.
Sex: Höllische Versuchung oder ein Genuss besonderer Art?

Der Konflikt beginnt

Eines Tages hat dein Körper verrückt gespielt. Wahrscheinlich ist es dir ergangen wie allen anderen Menschen auch: Plötzlich durchglühen Stoffe den Adern, die dich erschauern lassen. Dein Körper beginnt ein Eigenleben, und du stellst erstaunt fest, dass du manche Reaktionen nicht willentlich verhindern kannst. Manchmal fürchtest du dich davor, dann wieder greifst du es auf. Wenn du diese Gefühle mit anderen Menschen verbindest, schwankst du zwischen der Lust, dich mit ihrer Hilfe zu befriedigen und dem Wunsch, das Leben mit ihnen zu teilen.

Den einen Teil ordnest du der Wollust zu, den anderen Teil einer Art Liebesbeziehung. Du beginnst, ein kompliziertes Geflecht aufzubauen, wann, wie und wo du welche der beiden Möglichkeiten aufgreifst. Über diesen Zwiespalt wurden so viel Worte verloren, dass es müßig wäre, noch welche hinzuzufügen. Du kennst die Fragen, die immer wieder gestellt werden: „Wann ist es Zeit für Sex, und was passiert, wenn ich zu früh oder zu spät Sex anbiete oder erbitte?“

Geht es wirklich um „Sex und Beziehungen“?

Lange, bevor du all dies merkwürdigen Gefühle bekamst, hast du festgestellt, dass die bestimmte Verhaltensweisen Vorteile einbringen: Brav zu sein, lieb zu sein, zuvorkommend zu sein ... was auch immer. Du hast gelernt, ein Verhalten aufzubauen, das nicht deinen inneren Wünschen entspricht, sondern das dir Vorteile bringt. Das hat ursächlich nichts mit Sex zu tun, sondern mit der Stellung, die du in der Gesellschaft erworben hast.

Wenn das für dich zutrifft, so sagt man über dich: „Er/sie hat gelernt, seine/ihre Vorteile zu wahren.“ Ein kleiner negativer Unterton dringt durch den Stolz der Redner, einen selbstbewussten Sohn oder eine entsprechende Tochter zu haben.

Die Vorteile, sich Emotionen nicht willenlos zu unterwerfen, sondern sie in das Verhalten einzubinden, werden dich in Zukunft begleiten. Und wenn die ersten Wallungen des Blutes abgeebbt sind, wird dir bewusst, dass du eine neue Attraktivität gewonnen hast, die du ebenfalls in dein Verhalten einbauen könntest. "Die andere Art zu leben: Liebe und Sex trennen" vollständig lesen

Die Liebeszeitung - woher kommen eigentlich die Ideen?

Die Ideen für die Liebeszeitung kommen von überall her. Sie flattern sozusagen ein wie die Tauben, aber die meisten der eingehenden Gedanken erreichen das Hirn erst gar nicht - sie wandern sofort in den virtuellen Papierkorb.

Manchmal ist es ein Lied, das mich anregt. Dann wieder ein Artikel, der etwas tiefer geht als das übliche Blahblah, das von einfältigen Journalisten und Journalistinnen aus den Fugen der sozialen Netzwerke gekratzt wird. Dann und wann sind es auch Bilder, auf denen ich mehr sehen kann, als dort abgebildet ist.

Das Dilemma - viel zu wenig echte Gefühle

Erotische Geschichten kommen so gut wie gar nicht infrage, „Leider“, wie ich mit einem Seufzer sagen muss. Denn fast 95 Prozent zischen wie die Silvesterraketen an den sinnlichen Gefühlen vorbei, um „Vorgänge“ zu schildern. Man sieht einen Moment den Lichterglanz hochschießender Spermafontänen - und wer davon angetan ist, wird so etwas vielleicht sogar mögen. Aber die Geschichten eignen sich eben nicht, um hinter den Vorhang der Gefühle zu sehen.

Auf der anderen Seite wird eine Kitschromantik zusammengekleistert, auf deren süßem Schleim man unwillkürlich ausrutscht. Kein Schweiß, kein Sperma ... niemand muss auch nur in den Waschraum. Die Autorinnen legen sozusagen ein Kondom über alles, was ihnen zu feucht oder zu heikel ist. Die Gefühle, die wir erlesen oder ersehen können, sind für die Tränendrüsen gemacht, nicht für das Verständnis der Emotionen.

Na schön. Ich muss beides nicht unbedingt aufgreifen.

Pressetrends, die kein Mensch braucht

Auffällig oft werden in den letzten Tagen Artikel über „toxische“ Männlichkeit geschrieben, die in ebenso „vergiftete“ Beziehungen münden. Eine ähnliche Flut konnte ich beim Begriff „Narzissmus“ mit deutlichem Verweis auf Männer feststellen. Dazu kamen Meinungsbeiträge, in denen darauf verwiesen wurd, wie Männer angeblich neue Unarten entwickeln, die Frauen schaden. Sie werden neutralisierend gerne als „fiese Datingtrends“ bezeichnet - und die Frauenzeitschriften, die solche Sensationen nur allzu gerne veröffentlichen, greifen sie auf. Der neue Begriff „Negging“ passt hervorragend auf das Konzept, Männer abzukanzeln. Dabei wird verschwiegen, dass es sich um eine gezielte Manipulation aus dem Repertoire sogenannter PUAs handelt, also von Männern, für die Frauen ohnehin nichts als „Objekte“ sind.

Nein, auch diesen Bockmist greifen wir nicht auf - und viele andere Sensationsberichte auch nicht, die der bewussten Desinformation dienen.

Ich bin gespannt, was diese Woche ins Haus flattert - und was davon wirklich so interessant ist, dass es sich lohnt, darüber zu recherchieren und die Informationen zu vertiefen. Und natürlich soll die Liebe an sich nicht zu kurz kommen - sie ist die Grundlage dieser Publikation.

Und diese Woche?

Ich bin euch noch etwas schuldig - nämlich die Informationen zu vertiefen, die ich über Männer herausgefunden habe, die sich sozusagen „übers Knie legen lassen“. Ohne jemals in der Jugend über einem solchen gelegen zu haben. Ich habe dazu eine Collage vorbereitet, die auf zuverlässige Informationen aus dem 19. Jahrhundert zurückgeht und sie mit verschämten Geständnissen aus der Neuzeit kombiniert, deren Quellen ich verschweige.

Machen wir nun weiter nun einfach mit der Liebeszeitung ... sie war und ist anders als jede andere Publikation im Internet.