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Ein möglicher Grund, warum wir die falschen Frauen treffen

Das Internet auszuwerten kann sehr hilfreich sein – und Seth Stephens-Davidowitz hat es getan. Und er hat eine Erkenntnis über Dating gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten will:

Viele Menschen versuchen nicht, den Menschen zu begegnen, die sie am meisten begehren. Sie versuchen vielmehr, die Leute zu treffen, von denen sie glauben, dass sie ihre Freunde damit beeindrucken können.


Aus ökonomischer Sicht ist dieses Verhalten völlig sinnlos, und dies gilt nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen. Eine große Anzahl der Frauen sucht tatsächlich einen Mann „zum Vorzeigen“.

Der Autor Stephens-Davidowitz macht dies am „Übergewicht“ fest und behauptet, dass viele Männer zwar etwas fülligere Frauen mögen würden, sich aber nicht trauten, sie vorzuzeigen. Aus diesem Grunde würden gar keine Treffen mit ihnen vereinbart. Für Männer ist dabei noch etwas anderes interessant: Für sie hat es eigentlich beim Online-Dating gar keinen Sinn, auf schöne, erotische attraktive und schlanke Frauen zu zielen. Die bekommt der „Durchschnittsmann“ sowieso nicht. Wenn er sie „jagt“, verschwendet er also nutzlos Energie, die er anderweitig besser einsetzen könnte.

Warum wollen Frauen eigentlich erotisch dominieren?

Warum wollen Frauen eigentlich dominieren? Manche sagen: Sie wollen es gar nicht, es sei nur eine "Urbane Legende". Andere wollen etwas wissen oder erfahren haben, was Sie in psychologischen Betrachtungen gelesen haben. Doch wo liegt die Wahrheit? Unser Autor versucht, das Thema auf sehr ungewöhnliche Art anzugehen.
Die Dominanz kann viele Ausprägungen haben

Eine recht ungewöhnliche Antwort auf die Frage, warum Frauen dominieren wollen, könnten wir aus der Ökonomie ableiten: Es gibt eine große Anzahl an männlichen und weiblichen Submissiven. Das heißt, die Nachfrage ist riesig, während das Angebot ausgesprochen gering ist. Die Frage, warum sich sowohl Frauen wie auch Männer gerne Frauen (und nicht etwa Männern) unterwerfen, ist einfach: Sie erwarten mehr erotisches Einfühlungsvermögen von einer Frau als von einem Mann. Der „Dominatrice“ selber bringt dieser Umstand das Gefühl, sehr bedeutend zu sein, weil es viele Menschen gibt, die ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten. Ja, ein Teil davon fleht sie förmlich an, sie doch als „Sklave“ oder „Sklavin“ zu akzeptieren. Das erzeugt ein ungeheures Gefühl der Macht – und so können sie sich kleine Imperien aufbauen, in denen sie liebevoll nach eigenem Gusto herrschen können.

Psychologische Betrachtungen über Dominanz sind holprig

Ökonomisch ist die Frage also schneller beantwortet als psychologisch. Doch auch Psychologen glauben, dass es der Dominatrix in erster Linie um die Macht geht, die sie über andere hat. Wir wissen ja aus zahllosen Schilderungen, dass sich bereits junge Mädchen kleine Imperien aufbauen, um sich und anderen ihre Macht zu beweisen. Selbst in Firmen und Organisationen bauen Frauen Subkulturen um ihre Person herum auf, zu der oft ein eigenartiger Hofstaat gehört. Es sind ledige, meist unschöne Kolleginnen, devote männliche Jungangestellte, die sich an ihrer Schönheit laben wollen und leicht verkommene männliche Gestalten ohne Perspektive, die leicht zu führen sind. Wenn Sie sich fragen sollten, wo denn nun der Lohn bleibt, so sage ich Ihnen: Da falle jede Menge Sozialtaler auf das Konto der Rudelführerin – das ist übrigens bei manchen Affenarten ganz ähnlich.

Doch so ganz sind die Psychologen nicht damit einverstanden – sie vermuten nach freudscher Denkweise eine Fehlentwicklung. Dazu gehört beispielsweise, in der Jugend nicht genügend Liebe und/oder Aufmerksamkeit bekommen zu haben und deshalb die Dominanz an sich gerissen zu haben. Auch wird behauptet, dass diese Frauen ohne Maß und Ziel erzogen wurden, und schließlich werden diese Behauptungen mit dem üblichen Vorwurf getoppt, sexuelle Übergriffe erfahren zu haben.

Sexistisch: Frauen haben einen Tick, weil sie dominieren wollen

Was die Fehlentwicklung betrifft, so wird schnell deutlich, dass hier sexistische argumentiert wird: Für die meisten Jungen wäre es ein Traum, Häuptling eines Clans zu sein, der aus Männern und Frauen besteht. Ihm würde vielleicht sogar eine große Karriere als wirtschaftlicher oder politischer Führer vorausgesagt – und zwar unabhängig davon, wie viel Liebe er bekommen oder entbehrt hat.

Natürliche Veranlagung und die Erfahrung, als dominante Frau erwünscht zu sein

Ich behaupte einfach: Eine Frau, die es schafft, viele Menschen um sich zu scharen, hat eben die Veranlagung, dies zu tun – egal, wann, wie und womit sie diese Fähigkeit erwarb. Und sie kann diese Fähigkeit nutzen, um andere zu fördern oder auch, um ihnen zu schaden.

Das heißt nicht, dass alle Frauen, die Menschen für sich begeistern können, dominant sein müssen. Und es bedeutet auch keinesfalls, dass jeder dominanten Frau unendliche Sympathien entgegenschlagen.

Die „echte“ Dominatrix wird das, was sie ist, immer erst durch die Art der devoten Menschen, mit denen sie zusammenkommt. Es gibt einige Beispiele, dass die vorzüglichen Eigenschaften dominanter Frauen erst durch unterwürfige Frauen und Männer entwickelt wurden. Es ist ungefähr so, als wenn man plötzlich Vorgesetzter in einem Betrieb wird: Wie man sich dabei entwickelt, hängt neben den eigenen Fähigkeiten sehr von den Eigenschaften der Mitarbeiter ab.

Auf diese Weise wäre es eigentlich ganz normal, dass es einige dominante Frauen gibt, es einfach lieben, Führerinnen eines gemischten Rudels zu sein. Warum sie zur erotischen Dominanz kommen und nicht etwas Abteilungsleiterin werden, ist eines der Geheimnisse des Seins. Möglicherweise liegt es einfach daran, dass Individualistinnen selten Freude daran haben, Büromief zu atmen und den direktiven „von oben“ zu folgen. Und falls dann auch noch ein Schuss Neugierde dazu kommt, was devote Menschen alles tun würden, um ihr zu gefallen – dann ist die Dominatrix eigentlich perfekt.

Warum ich nicht von Geld redeten? Warum sollte ich? Ich frage ja auch nicht, warum ein Kunstmaler Geld damit verdienen möchte, eine Leinwand mit Farbe vollzupinseln.

Sexuelle Wünsche – erfühlen statt erfüllen?

Manches ist in der Fantasie schöner als in der Realität
Das Hauptproblem bei der Erfüllung erotischer oder konkreter sexueller Wünsche ist die Angst, darüber zu sprechen, sei es mit dem Partner oder mit irgendjemandem sonst.

Was kannst du tun, wenn du solche Wünsche hast? Oder auch nur, wenn du solche Wünsche in eine Kurzgeschichte oder ein Buch einbinden willst?

Ich will euch zehn Möglichkeiten zeigen, mit ungewöhnlichen erotischen Wünschen umzugehen.

Die zehn Wege, sich eine seltsame Lust zu erfüllen.

1. Fantasieren ist sinnvoll. Natürlich nicht nur, wenn es um erotische Wünsche geht, sondern bei jeder Idee, die du vielleicht einmal umsetzen willst.
2. Wenn du dich traust, schreib’s auf. Es ist immer eine gute Idee, die Möglichkeiten schwarz auf weiß vor sich zu sehen – das verfestigt die Idee und macht sie realistischer.
3. Ja, wenn du kannst, dann rede mit jemandem darüber. Mit Frauen und Männern, mit Hetero- und Homosexuellen. Auch, wenn du niemals schreibst: Behaupte einfach, du wolltest darüber schreiben und suchst nach Informationen.
4. Lies Foren. Je harmloser sie sind, umso wahrscheinlicher wird dort die Wahrheit gesagt. Heute findest du in Frauen- oder Medizinforen alles – auch Erotik, die hart an der Grenze liegt.
5. Versuche, dein Wissen aus Büchern zu vertiefen. Manchmal ist es schwer, ein glaubwürdiges Buch über Sex, Erotik, Fetische und Ähnliches zu finden. Du erkennst diese Bücher daran, dass sie keine Perfektion vermitteln wollen.
6. Lies Schilderungen und Kurzgeschichten. Sie informieren manchmal ganz gut über die sexuellen Praktiken, die du anstrebst. Die meisten sind leider sehr unrealistisch und schlecht geschrieben. Finde die heraus, in denen Gefühle genauer beschrieben werden.
7. Visuelle Pornografie hilft. Ja, sie ist meist unrealistisch, aber sie zeigt dir dennoch, was geht und was nicht. Echter Sex und andere Praktiken sind wesentlich schmutziger und weniger elegant. Und sie und funktionieren nicht auf Anhieb so doll wie im Film.
8. Stell dich neben dich und frage dich: Wenn ich die Lust ausleben wollte, von der ich träume, wie wäre ich dann? Willst du diese Person sein oder nur spielen?
9. Sei für einen Moment dein Partner. Versuche, dich in die Person hineinzuversetzen, die du als Partner brauchst. Was wird sie denken und fühlen?
10. Mach es einfach, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Weihe eine gute Freundin oder einen guten Freund in deine Wünsche ein, und bitte sie (ihn) etwas mit dir auszuprobieren. Klappt am besten bei Fetischen und SM, weniger bei Vanille-Sexpraktiken.

Wenn du dies alles tust (oder einen Teil davon), dann weißt du ein bisschen mehr über deine Gefühle, die du bei den neuen Praktiken empfinden könntest – und vielleicht bekommst du schon eine Vorstellung, wie sie sich wirklich anfühlen könnten. Solltest du wirklich eine Autorin sein, ist unerlässlich, alle Punkte zu beherzigen.

Unmoralisch und unethisch – keine gesunden Gefühle

Unethisch oder auch „unmoralisch“ sind Wörter, die wir oft benutzen, die aber keine präzise Bedeutung haben. Etwas ist „unethisch“, wenn es nicht den herrschenden Begriffen der Ethik oder der Moral entspricht – und das bedeutet: Diese Begriffe müssten festgeschrieben sein.

Sind sie es?

Nach einer populären Definition ist ethisch, was den sittlichen Normen entspricht, auf denen verantwortungsbewusstes Handeln fußt. Der Satz an sich ist mehrdeutig: Sind es die sittlichen Nomen, die verantwortungsbewusstes Handeln bestimmen, oder ist es das verantwortliche Handeln, das die sittlichen Normen begründet?

Wenn wir uns einmal davon befreien, was ist dann noch ethisch gut und richtig? Wie sollten wir sein, und wie sollten wir handeln? Betrachten wir hier nur die sexuelle Moral - da haben wir genug zu diskutieren.

Wer bestimmt eigentlich die sexuelle Moral?

Im Bereich der sexuellen Moral gibt es Regeln, die zum Teil auf Gesetzbüchern, teils auf pragmatischen Regeln und teils auf Religionen und Ideologien beruhen.

Außer dem Gesetztbuch, das für alle verbindlich ist, gelten also auch „ungeschriebene Gesetze“, die von Religionen, Meinungen, Ideologien und nicht zuletzt vom Zeitgeist beeinflusst werden. Genau genommen haben wir keine einheitliche „sittliche Norm“, sondern viele sittliche Vorstellungen, die für manche eine feste Norm, für ander eine Empfehlung und für wieder andere nur Schall und Rauch sind.

Wie leben wir denn nun sinnlich, erotisch oder sexuell zusammen, wenn die Normen so vielfältig interpretierbar sind?

Was gesund ist, ist zumeist auch moralisch

Ich habe dazu einen Vorschlag: Neben dem Gesetz, das wir alle achten müssen, könnten wir einen neuen Begriff einführen: Das, was uns gut tut. Dabei würde uns eine Definition von Gesundheit helfen, die besagt, dass wir uns darum bemühen sollten, ein vollständiges körperliches, emotionales und soziales Wohlbefinden anzustreben – man könnte das geistige Wohlbefinden noch ergänzen.

Wenn wir auf diese Weise „gut zu uns“ und „gut zu andren“ sind, sollte eigentlich bereits umrissen sein, was „moralisch“ ist. Auf diese Weise würden wir zu andren Sichtweisen kommen: Wenn Grete heute mit Hans und morgen mit Jakob schläft, alle verhüten und am Ende sowohl Grete wie auch Hans und Jakob sehr zufrieden damit sind, dann ist das moralisch. Unmoralisch wäre, wenn die Grete dem Hans verspricht, ihr einziger Liebhaber zu sein, weil sie damit die soziale Komponente der Moral verfehlt. Das Gleiche gilt auch, wenn die Grete heute mit dem Hans und morgen mit der Monika schläft.

Fluchten, Ausreden und Zweifel

Beim Sex neigen wir dazu, kleine Fluchten zu wagen: Es ist zwar gegen die Norm, etwas zu tun, aber wir tun es dennoch, weil es uns Lust bereitet. Und falls wir es nicht allen tun können, müssen wir uns jemanden suchen, der uns diese Lust bereiten kann. Das ist der Grund, warum manche Männer entgegen ihrer Überzeugung ins Bordell oder ins Domina-Studio gehen: Dort finden sie die Lust, die ihnen anderwärts vorenthalten wird. Daraus entstehen, kleine Sünden, Lügen und Selbstzweifel. Diese Männer glauben oft, sich nicht moralisch verhalten zu haben, auch wenn sie niemandem damit geschadet haben. Was tief in ihnen sitzt, ist die Scham, dergleichen benötigt zu haben. Eigentlich ist diese Scham absurd: Wäre das, was diesem Mann Lust bereitet, stets verfügbar, müsste er nicht abweichen. So wird die Abweichung vom „Pfad der Tugend“ zum eigentlichen Problem, nicht die Erfüllung der Lust.

Die meisten Menschen denken nicht, dass alles, was ihnen gut tut, auch gut ist. Und sie ziehen ihre Moral in Zweifel, weil sie ein rares Gut begehrten und sie es nicht „freizügig“ bekamen: die vollständige, lustvolle Befriedigung. Es ist eine Schleife ohne Ende: Man begehrt Lüste, und allein das Begehren löst Zweifel aus. Erfüllt man sie sich, so lösen die Umstände Zweifel aus. Gesund ist das nicht – und warum sollte es dann moralisch sein?

Spiele mit der „Nacherziehung“ unbotmäßiger Damen und Herren

Erziehungsspiele unter Damen waren einstmals Lieblingsthemen der erotischen Literatur
Man nennt sie „Erziehungsspiele“, und dabei geht es fast immer darum, die häusliche oder schulische Erziehung des vergangenen Jahrhunderts nachzubilden. Strenge Erzieherinnen, Gouvernanten, Lehrerinnen, Tanten und Großtanten, aber selbstverständlich auch einige männliche Pendants bilden die „Erziehungsberechtigten“ und (selbstverständlich erwachsene, meist sogar recht reife) Schüler(innen), Nichten (Neffen) und Zöglinge bilden die Gruppen derjenigen, die es „nachzuerziehen“ gilt.

Man kann die Menschen, die solches praktizieren, in drei Gruppen teilen:

1. Gruppen und Paare, die ausschließlich Freude an diesen Erziehungsspielen haben und dabei sowohl aktiv als auch passiv Lust empfinden.
2. Einige feste Paare, die in ihren aktuellen Beziehungen Lust auf Erziehungsspiele haben und diese zeitlich begrenzt als Rollenspiele ausführen.
3. Diejenigen, die als Klient oder Dienstleister(in) auftreten und die keinerlei Beziehung zueinander haben.

Wie bei anderen Rollenspielen auch ist weitgehend ungeklärt, warum Erwachsene solche Spiele eingehen. Die meisten von ihnen haben jedenfalls keine körperliche Züchtigung mehr in der Schule oder im Internat erlebt, und nur einige wenige wurden im Familienkreis oder in dessen Umfeld geschlagen.

Es scheint, als wollten die unterwürfigen Spieler vor allem noch einmal erleben, was es bedeutet, demütig anderen zu folgen und sich denjenigen zu unterwerfen, die einstmals die Erziehungsgewalt ausübten. Und egal, wie sinnreich diese war – haben wir sie nicht alle gehasst, gehassliebt oder sogar ein wenig geliebt? Schließlich waren wir ja damals durch Belehrungen, Schelte, Entbehrungen oder Schläge von der Schuld am Geschehen reingewaschen. Als wir dann erwachsen wurden, mussten wir uns die Schuld an unserem Versagen selbst zuweisen - oder aber zuweisen lassen. Und das ist wahrlich gelegentlich sehr, sehr hart gewesen, nicht wahr?