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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Das Wagnis, deinen Mann frivol zu verführen

Jede Zeit kennt andere Lüste ... diese Darstellung ist schon ziemlich alt
Du und dein bester „Jemand“ sind nun schon lange ein Paar. Lange? Bei manchen Paaren reichen ein paar Monate, um festzustellen: Die Leidenschaft lässt nach. Bei anderen geht die Phase vorüber: Da waren ein paar Lebensumstände und Verwerfungen. Danach ist dennoch nicht alles wie zuvor: Die Lust muss wieder Glut bekommen, um den Körper erneut durch und durch zu befeuern. Und ja, manchmal kommt das sinnliche Tief erst nach Jahren - meist in der Blüte des Lebens.

Erwarte nicht, dass die lustvollen Sensationen von deinem Mann ausgehen

Ich glaube, ihr könnt von eurem Mann nicht erwarten, dass er eines Tages sagt: „Du, mit unserem Sexleben stimmte etwas nicht, sollten wir nicht mal darüber reden?“ Erstens beginnen Männer selten solche Gespräche, und zweitens reicht „reden allein“ sowieso nicht.

Vorsicht vor "Tipps" in Frauenzeitschriften

In manchen „einschlägigen“ Magazinen steht ja, dass es nützt, wenn du dich eine Weile verweigerst. Doch das Zaubermittel wirkt nur, wenn deinem Mann das Testosteron aus allen Poren quillt. Aber nicht, wenn er sich daran gewöhnt hat, dass Sex mit dir eine nette Routine ist, aber nichts wirklich Aufregendes.

Es geht auch nicht darum, gewaltige Szenarien aufzubauen, um dem Spiel der Lust eine Bühne zu verschaffen. Rollenspiele in großer Kulisse mit Verkleidungen sind hübsche Abwechslungen, aber sie entsprechen nicht dem, was du von einer lusterfüllten Nacht erwartest.

Ein Blick in dein Zauberbuch

Schau mal in dem Zauberbuch deiner Fantasien nach. Da gibt es sicher ein paar einfache Möglichkeiten, sie wirklich einmal zu versuchen. Scham überwinden, vorsichtig annähern, seine Reaktionen im Auge behalten und weitermachen, wenn es ihm offensichtlich gefällt.

Die brutale Wahrheit: Er hat noch Lust - also wecke sie wieder

Frauenzeitschriften, die wir gelesen haben (was sonst?) geben zahlreiche Empfehlungen, wie du deine Lust wieder aufpäppeln kannst. Schon merkwürdig, dass du es sein „musst“, der die Lust fehlt. Die Wahrheit ist brutal, aber es ist notwendig, sie hier aufzutischen.

„Er hat noch Lust - nur nicht auf Dich, so wie er dich jetzt sieht. Du hast Glück, dass er es noch nicht anderwärts versucht hat.“

Was heißt das nun im Klartext? Dass er dich nicht mehr liebt? Dass er nicht mehr mit dir leben kann?

Nein - auf keinen Fall. Es heißt nur, um es salopp zu sagen: Da kommt keine Begeisterung mehr auf.

Alles auf null zurück? Geht nicht. Also ist es besser, da anzusetzen, wo du bist. Was würdest du denn selber gerne erleben? Und hast du Lust, ihn zu „etwas“ verführen?

Was Experten dir sagen - und was wirklich stimmt

Im Gegensatz zu den meisten Frauenzeitschriften raten wirkliche Experten dazu, auf den Partner aktiv zuzugehen, denn dies gilt für viele Paare:

Laut Experten ist der Schlüssel zu einer glücklichen und erfüllten Sexualität in einer Langzeitbeziehung, sich stetig neu und abwechslungsreich zu begegnen (und) ... Spaß daran zu haben sich neue Kleinigkeiten für den anderen auszudenken, die eigenen Regeln immer wieder zu brechen und miteinander neu zu definieren.

Ich weiß ja nicht, wie viel Lebenserfahrung ihr habt oder ob ihr in diesen Schuhen gehen könnt: Aber das ist as einzige Prinzip, das wirklich funktioniert.

Das heißt:

Finde seine Wünsche heraus und erfülle sie, wenn du kannst.
Sag ihm deine Wünsche und erklär ihm, wie er sie dir erfüllen kann.

Das wäre ein Anfang. Wie du die Sache angehst, liegt alleine bei dir, denn DU kennst deinen Mann besser as jede andere. Erotische Szenarien, ob geschrieben oder als Video, reizen nahezu jeden Mann. Die Art, in der du dich kleidest, schminkst und als sinnliche Person darstellst, führt untrüglich zur Lust. Im verlinkten Text stehen allerlei zusätzliche Informationen.

Das Ziel ist, ihn wieder wirklich von dir zu begeistern

In einem älteren Text konntest du hier noch lesen, es ginge um Kuscheln, Reizen oder Peitschen. Das ist lange her - damals waren gerade die „50 Shades of Grey“ aktuell und damit die Frage: „Selbst den Rohrstock schwingen oder sich übers Knie legen lassen?“ Heut ist es viel mehr: Was liebst DU, was dein Partner außer seinem Penis in deiner Vagina? Wenn du es weißt, dann versuche einfach, ihn damit zu verführen. Wenn er mag, dass du schicke Dessous trägst, hat das nichts mit Fetischismus oder Voyeurismus zu tun. Wenn er geil davon wird, wird er geil davon - das ist ja genau das, was du wolltest. Und du kannst einem Mann durchaus den Weg dorthin zeigen, wo du geküsst werden willst, und was er mit seinen Lippen und seiner Zunge sonst noch Gutes für dich tun kann.

Neue Anwendungen für alte Haushaltsgeräte?
Das Repertoire - deine Vorführkünste, deine Klamotten und ein bisschen Soft-SM

Es ist nicht falsch, ein Arsenal von Klamotten zu haben, die sich schön anfassen und lustvoll ansehen lassen. Im Gegenteil, so etwas gehört zur Grundausstattung der Lust. Und Peitschen, Handschellen und Augenbinden? Sie sind sozusagen das Werkzeug für das, was man „Soft-SM“ nennt. Das Wagnis, deinen Mann frivol und auf ungewöhnliche Art zu reizen und zu verführen, lohnt sich allemal.

Es ist nicht die Scham allein, die eine Hürde sein könnte. Manche Menschen (auch Männer) finden es „falsch“ die Regeln zu brechen, die ihnen sagt: „Das tut man nicht.“

Doch, das tut man - und noch viele mehr, wenn es Lust bereitet.

Zitat aus: Emotion.de.

Die Woche: Wahhrheiten, Kinks, Fantasien, überspringende Funken und Wissenschaftskritik

In diesen Zeiten, in der wir weiterhin von der Pandemie geschwächt und vom Krieg entsetzt sind, ist es schwer, über die Liebe zu schreiben. Dabei wäre es gut, jetzt jeden Tag zu nutzen, um irgendetwas zu finden, was uns wirklich erfreut. Die Liebeszeitung weicht dann gerne auf „Tacheles“ aus. Aber das ist naturgemäß nicht besonders amüsant.

Wir sagen, was gesagt werden muss und pflegen den liberalen Geist

Immerhin nehmen wir im April kein Blatt vor den Mund. Das können wir, weil unser Land zu den wenigen Nationen weltweit gehört, die noch eine freie Presse haben und den liberalen Geist pflegen. Und also: April, April, jeder freut sich, woran er will.

Von "überspringenden Funken" und anderen Hohlphrasen

Reden wir also Tacheles. Da erwarten Menschen bei ersten Treffen tatsächlich, dass der Funke überspringt, die Schmetterlinge im Bauch tanzen und sich die Genitalien mit Blut füllen. Ist ja hübsch, wenn es so sein sollte. Aber das entsetzliche Dummgeschwätz aus den Mündern der Partnersuchenden ist wirklich unerträglich. Immerhin fanden wir ein Dutzend Konstellationen, die beim Date zutreffen können - mal mit, mal ohne Erregung.

Wir, Geisteswissenschaften, Psychologie und ein Paralleluniversum

Es gibt bei der Bewertung von Beziehungen zwei Probleme: erstens die Übergriffe der Psychologie auf unser Dasein, Bewusstsein und Erleben. Und dann die Übergriffe der Soziologie, die offenbar in einem Paralleluniversum lebt. Vor allem die Soziologen behaupten das Blaue vom Himmel herunter – und verweigern sich der Tatsache, dass auch Menschen Teil der Natur sind.

Präzise: Zweite und dritte Ehen

Ich werde ja oft angegriffen, weil ich zu nebulös bleibe, wenn es konkret um „bessere Beziehungen“ oder „besser Dates“ geht. Also habe ich mich „zusammengerissen“, um einmal extrem Tacheles zu reden – und ich wende mich an jene, die eine zweite oder dritte Ehe eingehen wollen.

Alles über Abweichungen, Fantasien und "Kinks"

Analysen, Fakten und Verstand braucht man, wenn man über „Kinks“, Abweichungen oder einfach erotische Fantasien schreibt. Denn eine erotische Fantasie kann sich um Oralverkehr, Zurschaustellung oder den Tanz des Rohrstocks auf dem nackten Gesäß drehen. Und das sind immerhin drei Situationen, die deutlich voneinander abweichen.

Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit der Logik – können wir wirklich sagen, wie „Abweichungen“ entstehen und sich in Fantasien auswirken? Wer weder Sigmund Freud noch einigen vorwitzigen Autoren glaubt, findet schnell mehr Gründe, die gegen das „Verkorksen“ in der Jugend sprechen als dafür. Wer eher daran interessiert ist, wie Fantasien und Realitäten sich aneinander reiben oder versöhnen, der sollte auch den zweiten Teil lesen.

Ein bisschen mehr Freude - vorläufig zum "Selbermachen"

Klar, es gab auch etwas Lustiges. Karikaturen zu allerlei lustvollen „Sonderwünschen“, Damen, die mit Strapsen bekleidet, auffällig den Rock hoben und allerlei andere Lüste der Vergangenheit, nach denen heute kein Hahn mehr kräht. Schicke Fermes Fatales und endlich einen weiblichen, dunkelhäutigen Avatar für unsere Grafiken. Kommt alles noch. Übrigens: Ich plane ernsthaft, den Artikel „Schmusen, Reizen oder Peitschen“ von vor zehn Jahren noch einmal neu schreiben zu lassen – aus heutiger Sicht. Wer Lust dazu hat, etwas dazu zu sagen, der möge sich bei mir melden.

Und vor allen Dingen: Bleibt erstens schön gesund und zweitens zuversichtlich. Wer Gas oder Öl sparen will, kann sich mit seinem neuen oder vorhandenen Partner jetzt mal einkuscheln. Es soll Wunder bewirken – nicht wegen des Gas- oder Ölverbrauchs.

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Wie kommen eigentlich erotische Wünsche zustande? Zweiter Teil: erotische Wünsche und Realitäten

Wie kommen eigentlich erotische Wünsche, Abweichungen oder "Kinks" zustande? In diesem zweiten Teil beschäftigen wir uns mit Fantasie und Realität.. Oder hier erst einmal zum ersten Teil?
Nur in der Fantasie fließen keineTränen

Die Realität ist leider sehr real – Fantasien sind oft gefälliger

Fantasien sind völlig anders als Realitäten. Nehmen wir mal Fesselungen. In der Fantasie bedarf es lediglich einiger Gedanken, um uns die Augen zu verbinden und die Hände zu fesseln. Wir wissen ja – die einschneidenden und einschränkenden Umstände verschwinden wieder, wenn sich unser Fantasie erfüllt hat. Und die Fantasie, das Höschen herunterzulassen und dabei in entwürdigendem Zustand scharfe Schläge auf das nackte Gesäß zu bekommen? Wir wissen, dass sie keine Spuren hinterlassen.

Es gäbe dazu noch viel zu sagen, aber ich will nicht ins Detail gehen. Nur so viel: In der Fantasie geht nichts schief, du wirst nicht schwanger und du infizierst dich nicht. Und letztlich ist alles wie beim Murmeltier: Es grüßt am nächsten Morgen so, als wäre nie etwas geschehen.

Sigmund Freud, erotische Literatur und Küchenpsychologie

Manchmal lese ich etwas über die eigenartige Entwicklung von „Fetischen“, absonderlichen Lüsten oder „Kinks“. Üblicherweise halte ich das, was in Romanen steht, für frei erfunden – ein Verschnitt von Freud‘schen Behauptungen, gepaart mit genau jener Fantasie, die gerade angeprangert wird.

Ein Beispiel: Der Antiheld eines Romans lässt sich von einer schönen Frau beherrschen, erniedrigen und quälen, die offensichtlich sadistisch ist und Beziehungen zu Frauen bevorzugt. Nun erfindet die Autorin dazu eine Geschichte aus dessen Pubertät, die als Ursache herhalten muss: Eine Erzieherin, die schön und sadistisch ist und in einer Beziehung mit einer Frau lebt, führt in die Lust der erotischen Flagellation ein.

Realistischer ist die folgende Schilderung, in der von Zufällen berichtet wird, in der sich Fantasie und Realität kreuzen:

Wenn du eine Perversion wie Bondage (Fesselungen) ausprobierst und als angenehme Erfahrung empfindest … (kann dies zur Gewohnheit werden)…. Wenn du dich während der Fesselung wohlgefühlt hast und einen besonders intensiven Orgasmus hattest, wirst du es wahrscheinlich in Zukunft noch einmal versuchen.

Diese Aussage ähnelt sehr all den Schilderungen, die wir vom „ersten ganz gewöhnlichen Sex“ haben:

Manche Menschen berichten, dass sie sexuelle Fantasien hatten, bevor sie jemals wussten, was ein Geschlechtsverkehr wirklich bedeutet. Sie stellten sich einfach vor, auf oder unter jemanden zu liegen und sich dabei „irgendwie“ zu bewegen. Und als sie dann wirklich Geschlechtsverkehr hatten, war er gut, wenn sich dieses wundervolle Gefühl des Orgasmus einstellte. Oder wenigstens ein anderes „wohliges“ Gefühl. Jedenfalls nahmen die Personen einen entscheidenden Eindruck mit, es „noch einmal zu tun“.

Ist uns dies Verhalten fremd? Ich glaube nicht. Wer nie dran gedacht hatte, indisch zu essen und einmal im Leben dazu eingeladen wird, der könnte wahrhaftig dabeibleiben. Na klar, es ist manchmal teuflisch scharf, aber es ist so wundervoll exotisch …

Ich denke, das ist wirklich genug, um sich erotischen Fantasien zu nähern und sie möglichst zu verstehen. Und es soll dich anregen, dein eigenes Verhältnis zur Fantasie und eben auch zur Realität zu überprüfen. Es ist immer gut, zu wissen, was wäre, wenn …

Der zweiteilige Artikel ist hier zu Ende, aber ich hoffe, deine Gedanken dazu sind es noch nicht.

Quellen: Zitat aus "DAME"
Weitere Informationen aus Statistiken, Büchern und Beobachtungen, kritischen wissenschaftlichen Beiträgen und mehr
Bild: Nach einer Vorlage eines unbekannten Autors
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Wie kommen eigentlich erotische Wünsche zustande?

Wie kommen eigentlich erotische Wünsche, Abweichungen oder "Kinks" zustande? Im ersten Teil suchen wir nach Erklärungsmodellen.
Verkehrte Rollen: Die entkleidete Verführerin reizt den Voyeur

Die Fähigkeit und der Wunsch, den Geschlechtsverkehr auszuüben, liegt tief in unseren Genen verborgen. Er äußert sich unterschiedlich stark, und er kommt durchaus in Variationen vor. Irgendwann stellen wir fest, wie es geht – und hoffentlich auch, dass es Freude bereitet.

Das können wir getrost als Tatsache nehmen. Doch wir Menschen haben eine weitere Fähigkeit, die für die Welt der Erotik eine große Rolle spielt: die Fantasie. Wir können uns also vorstellen, was wäre, wenn …

Indem wir mit dem Gedanken spielen, entwickeln wir Szenarien von eigener Art. Offenbar verfügen viele Menschen über die Fähigkeit, sich in erotische Fantasien hineinzusteigern und dabei erotische Feuerwerke im Gehirn auszulösen. Wo die Tatsachen enden, also dort, wo die Angst-, Scham-, Schmerz- oder Ekelgrenzen berührt werden, setzen die Fantasien ein.

Wo der gewöhnliche Sex endet, beginnen die Fantasien

Das bedeutet nun aber: Wo der „normale Sex“ für dich endet und wo deine eigene Fantasie zu spielen beginnt, gilt erst einmal für dich. Fasst man die dazu vorhandenen Zahlen zusammen, so tritt Folgendes in die Welt der Fantasie ein:

1. Alle oralen Praktiken – etwa vier Fünftel aller Menschen fantasieren darüber.
2. Alle Arten von außerehelichen Abenteuern, inklusiv Gruppen.
3. Voyeurismus und Zeigelust.
4. Unterwerfen, dominieren, Peitschen oder Fesseln.
5. Offener oder latenter Wunsch nach sexuellen Handlungen mit dem gleichen Geschlecht.

Je nach Bewertung kann sich die Reihenfolge ändern, aber zumindest die Punkte eins und zwei haben eine enorme Bedeutung für die erotischen Fantasien.

In den meisten Aufstellungen werden auch Fetische angeführt, doch ist stets die Frage, was ein Fetisch ist. Die Liebe zum weiblichen Fuß ist beispielsweise nur dann fetischistisch, wenn der Fuß um seiner selbst willen geliebt wird – die Dame, zu der dieser Fuß gehört, dabei aber völlig gleichgültig ist.

Was sind die Auslöser?

Was ist der Auslöser? Manche Autoren machen es sich einfach: Da ist sie doch, die böse Pornografie, die in jeder Bildschirmecke lauert. Sie verdirbt Frau und Mann und auch jene, die sich weder für Frauen noch für Männer halten.

Andere glauben, dass „sexuelle Abweichungen“ durch Verführerinnen und Verführer ausgelöst wird. Da war also jemand in „seinem“ Leben, die … nun etwas mit den Lippen tat, was eine anständige Frau niemals im Leben getan hätte. Und nun giert er danach, den Genuss immer wieder zu bekommen. Und weil er sich das irgendwie nicht erlauben kann, fantasiert er. Ähnlich ergeht es der Frau, die den oralen Kontakt im Schritt sucht. Tritt dies zu, dann wurde die „Grenze zur Realität“ bereits überschritten – aber der Genuss ist nicht jederzeit „barrierefrei“ wiederholbar. Die Flucht in die Fantasie ist dann ein Weg, die Situation erneut herbeizuführen – aus der Erinnerung heraus.

Thesen und Antithesen zur Entstehung erotischer Fantasien

Manche Wissenschaftler nehmen an, dass jede Fantasie in „irgendetwas“ ihre Ursache haben muss. Unterstellt man dies, wie es zahllose Psychologen, Laien und auch Schriftsteller gerne tun, dann ergibt sich eine These – und eine Fülle von Antithesen:

1. Psycho- und Laienverständnis: Sie/er hat in der Kindheit oder während der Pubertät ein Erlebnis, das er nicht verarbeiten konnte und das sich im Erwachsenleben negativ für sie/auswirkte.
2. Gleiche Ursache, keine Wirkung: Kontra: Andere hatten solche Erlebnisse auch, aber sie wirkten sich nicht aus.
3. Rechtzeitige Selbstkorrektur: Ja, es gab Ereignisse, aber sie/er verfügte über geeignete Kommunikationsmöglichkeiten oder sie/er war in der Lage, ihre/seine Selbstregulation zu aktivieren.
4. Ausschluss: Viele erotische Fantasien werden spontan entwickelt, ohne dass es eine erkennbare Situation in der Jugend oder Adoleszenz gab.
5. Vielfalt: Die erotischen Fantasien entstehen im Kopf aus so vielen Komponenten, dass man keine genauen Ursachen feststellen kann.
6. Bewusstes Erlebnis: Die erotischen Fantasien basieren auf einem bewussten Erlebnis im Erwachsenenalter, das nicht auf einfache Art wiederholt werden kann.
7. Nicht erklärbar: So gut wie keine Fantasie hat einen „eindeutigen“ Ursprung. Sie entwickelt sich aus der Beschäftigung damit.

Genau an diesem Punkt sollten wir uns fragen: Was bringt „reine“ Fantasien eigentlich wirklich hervor? Ist es wirklich nötig, eine Schilderung über lustvolle Schläge gelesen zu haben, um darüber einen Orgasmus zu bekommen? Muss jemand ein Video mit Fesslungen gesehen haben, um sich vorzustellen, wie es sein mag? Oder nackt auf der Bühne zu stehen, während zahllose Damen und Herren ihre Abendgarderobe tragen?

Lest bitte weiter im zweiten Teil, es lohnt sich!
Bild auf dieser Seite: Original Anonym, restauriert von liebesverlag.de

Die Woche – die Sinnlichkeit und die Fantasie

Nein – es gibt heute keinen Aprilscherz. Mir ist das Scherzen auf Kosten anderer vergangen - mindestens seit es „soziale Netzwerke“ und ihre Auswüchse gibt. Und diese Woche habe ich mich ein wenig mit der PC-Technik und dem Fernsehen beschäftigt. Auch das musste mal sein. DVB-T? Sat>IP? Wie kommen eigentlich die Favoriten auf den Bildschirm? Nun gut, ich will euch nicht langweilen.

Blühende Landschaft der erotischen Fantasien

Diese Woche gehörte den erotischen Fantasien. Wir haben versucht, dir möglichst transparent aufzuzeigen, wir du ihnen näherkommst und wie du sie für dich einordnen kannst. Das ist die Grundlage, um mit ihnen umgehen zu können. Das ist nicht nur für dich selbst und deine Fantasien wichtig, sondern hilft dir auch, die Fantasien anderer zu verstehen.

Wer sich mit erotischen Fantasien beschäftigt und vorurteilsarm an das Thema herangeht, findet darin wahrhaftig „blühende Landschaften“, aber auch einige Fakten, die sich lohnen, gelesen zu werden. In der Liebeszeitung, natürlich.

Deine Lüste und die Lüste der anderen

Sexualität ist nicht das Leben. Vielleicht wachst du als Mann damit auf (das ist, im Übrigen, natürlich), aber dann hast du noch andere Themen. Brötchen kaufen, deinen Job meistern und ganz generell das vom Tag gestalten, was dir gehört. Über „die Sexualität“ kannst du so viel reden, wie du willst – aber das Gedankengebäude deiner Wünsche und Lüste gehört nicht in die Öffentlichkeit. Solange es um Realitäten oder erfüllbare Wünsche geht - geht – rede mit deinem Partner (deiner Partnerin). Und sobald es um sinnliche Fantasiegebilde geht – behalte sie für dich. Und die Sexualität anderer? Die geht dich nichts an, es sei denn, du hast Gelüste auf sie. Dann wäge ab, ob es sich lohnt, sie zu fragen.

Warum Gefühle sinnlicher sind als Handlungen

Wir haben ein ähnliches Thema für alle, die Geschichten entwickeln. Wie in den Tagträumen der sinnlichen Welt, so ist auch beim Schreiben das Gefühl der Figuren am wichtigsten – nicht die Abfolge der erotischen Handlungen. Wir dachten, das müsste einmal wieder hervorgehoben werden. Denn die Handlung ist bei fast allen erotischen Kurzgeschichten vorhersehbar.

Wenn die Psychologie sich die Hoheit kapert

Die Psychologie hat im Grunde der das Recht noch den Anspruch, die Persönlichkeit zu beschreiben. Sie hat sich dieses Recht gegen 1990, also vor etwa 30 Jahren, gekapert. Es gab auch zuvor schon einige Bemühungen, dies zu tun, aber daraus wurden keine „Hoheitsrechte“, wie es heute der Fall ist. Dabei verkenne ich keinesfalls die Bemühungen, die eine gewisse Berechtigung haben, um Vergleiche ziehen zu können. Es ist vielmehr die Frechheit, mit der das „heute gültige“ Persönlichkeitskonzept (Fünffaktorenmodell) als eine Art „Sakrament der Psychologie“ verteidigt wird. An dieser Stelle hätte ich große Lust, die Irrtümer der Psychobranche, von Freud über Jung und Reich bis zu den Super-Gurus der Branche aufzuzählen. Aber das nur am Rande.

Probleme mit Links gelöst

Die Probleme mit Verlinkungen zu Lilli sind gelöst. Wenn ihr einen PC habt, findet ihr neue Avatare und neue Links in der rechten Randspalte. Für Smartphones überlege ich noch, wohin ich sie stelle.

Zum Schluss – bleibt froh und genießt, was möglich ist

Und zum Schluss – das Beste für euch, denn ihr seid es, die am Ende gemeint seid. Ich schiebe noch ein Motto für April nach – wahrscheinlich eines aus meiner „ursprünglichen“ Heimat. Und bis dahin und überhaupt: Versucht, Freude miteinander und aneinander zu haben. Motiviert euch selbst und unterdrückt die Freuden des Lebens nicht.

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