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  Eigenwerbung

Der unhygienische Kuss anno 1920

Der angeblich sichere Kuss - 1920
Wir schlagen uns wacker, wenngleich etwas verwirrt und abgekämpft durch Epidemien und Pandemien. Damit ihr etwas zu lächeln habt, zeige ich euch hier eine Anzeige von ca. 1920. In einer wissenschaftlichen Zeitung jener Zeit erschien dazu ein etwas ironischer Artikel, und zwar in der Ausgabe 96/1920 der Zeitschrift „Popular Science Monthly“ (Seite 198). Auszug aus dem Text:

Text (unten, Auszug)

Wissenschaftler warnen uns, dass Küsse unhygienisch sind - transportieren sie doch alle Arten von gefährlichen Krankheitskeimen. Viele von uns tragen das Risiko, doch manche von uns gehören zu den Vorsichtigen, die sich um den umsichtigen und reinen Kuss bemühen. Einer von ihnen hat dieses Kuss-Filter entwickelt, ... das Netz ist mit einer antiseptischen Substanz bedeckt, dass alle keime im Nu tötet.

Der Text im Original


Quelle zum Nachlesen: Babel.

Die Badebürste

Ein besonderer Service ...
Ich bin froh, wenn ihr die „Badebürste“ im Bild mit Humor sehen könnt. Sie heißt auch „Rückenbürste“ und wird „eigentlich“ dazu genutzt, um den Rücken kräftig zu reinigen.

Viele Liebhaber des lustvollen Schmerzes haben Bürsten aller Art „ins Herz geschlossen“. Meist ist es die Haarbürste, was viele von euch sicher verwundern dürfte. Gemeint ist damit wirklich eine „echte“ Bürste für das Kopfhaar. Allerdings nimmt man für „erzieherische Rollenspiele“ die flache, hölzerne Seite.

Es scheint, als seien Haarbürsten in Ländern besonders beliebt, in denen sich ältere Liebhaber(innen) des Instruments tatsächlich noch daran erinnern, wie sie damit gezüchtigt wurden. In Deutschland wäre es (die Älteren hier werden sich noch voller Scham erinnern) der „Ausklopfer“, der - wie die Haarbürste - im Haushalt ohnehin vorhanden war. Beide galten als typische Züchtigungsinstrumente in der Hand von Damen.

Die Verwendung von „Badebürsten“ für derartige Zwecke ist nicht neu, aber immerhin recht ungewöhnlich.

Die Karikatur von ca. 1937 aus dem „Pleasure Magazine“ hatte den Untertitel: „Aber sicher, gnädige Frau - das ist in den besten Familien üblich.“

Wer empfindsam auf die Rollenverteilung reagiert: Selbstverständlich wäre eine kräftige Dienstmagd links und ein scheuer Jüngling (rechts) eine Alternative zum Szenario.

Wenn der Hotelportier an den Weihnachtsmann glaubt ...

In diesem Aufzug glauben sie sicher an den Weihnachtsmann ...
Fall der Hotelportier beim Besuch einer Dame an den Weihnachtsmann glauben sollte ... ob es so geklappt hätte?

Das Cover des Magazins "Le Rire" liegt natürlich schon etwas zurück - wann genau, war nicht feststellbar.

Wie die Pandemie Begierde in schnellen Sex wandelt

Das Date im Bett: Folge der Pandemie?
Frauen und Männer, die auf Sex nicht verzichten wollen, treffen weiterhin begehrlich Suchende, die ebenfalls vor Lust bersten. Sollten sie nicht. Tun sie aber.

Sagte ich „Frauen und Männer“? Oh ja, und ich kann das per Zitat belegen:

Auf Sex möchte ich nicht verzichten. Klar, mir geht es dabei auch um Nähe, aber vor allem um Bestätigung. Begehrt zu werden hilft mir dabei, mich selbstbewusst und schön zu fühlen.
Eine nette Umschreibung, aber das Ziel ist eben, die Begierde in Lust zu wandeln und die Lust in Selbstbestätigung.

Mir scheint, die schnellen Verabredungen werden gar nicht erst als „Beziehungsversuche“ getarnt, wie es im konventionellen Online-Dating üblich ist. Und ich bekomme die Bestätigung dafür, denn die „Situationen, in denen es zu One-Night-Stands kommt, sind natürlich seltener geworden.“

Darf ich lächeln? Die Situationen sind „natürlich“ seltener geworden? Kam man (ob Frau oder Mann) früher etwa häufiger in die Versuchung, sogleich heftig der Lust zu frönen? Offenbar war das so. Wieder lese ich:

Für verbindliche Dates braucht man Bars, Theater und Kinos.

Die also braucht man? Und eine Flasche Wein, zu zweit gebechert, reicht gerade mal für die Befriedigung aktueller Gelüste, wobei nicht der Wein gemeint ist?

Nun gut – ich muss das alles nicht verstehen. Aber mich beschleicht immer mehr der Verdacht, dass die „neue Notgeilheit“ mit allerlei Ausreden einhergeht. Mit und ohne Pandemie.

Zitate: ze.tt.
Grafik: Historisch, anonym.