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  Eigenwerbung

Lockdown - emotionale und physische Lüste

Nicht dieselbe Berührung ...
Etwas wirklich sinnvolles über den Lockdown und die Lüste zu schreiben, ist fast unmöglich. Wir versuchen es dennoch, weil Menschen und ihre Gefühle wichtig sind.

Rein physisch ist es kein Problem, den Körper durch Reizungen aller Art sinnlich zu wecken. Von zärtlichen Berührungen, Massagen durch die eigene Hand bis hin zu Genitalkontakten, Vibratoren und selbst zugefügten erotischen Schmerzen.

Weder der Penis oder die Klitoris ist unser "Lotse"

Und doch ist es für unser „Gesamtsystem“ nicht üblich, dass der Genuss mit der Berührung der eigenen Haut beginnt. Wer das glaubt, verkennt die komplexen Zusammenhänge, die bei „sinnlichen“ Kontakten wirksam werden. Unser Gehirn ist ein wahrer Künstler, wenn es um das Kombinieren von Eindrücken geht. Erwartung, optische Eindrücke, sinnliche Berührungen und ein großes Maß an Fantasien kommen zusammen und bringen das „Blut in Wallungen“ wie der Volksmund sagen würde. Und nein, die Aufzählung ist keinesfalls komplett. Warum ein Mann (beispielsweise) von einer Blondine angetan ist, bei einer dunkelhaarigen Frau aber keinerlei Reaktion verspürt? Warum der eine die Schlampe will, der andere die scheue Geliebte? Wir wissen es nicht. Der Grund liegt irgendwo in seinen Erfahrungen verborgen.

Emotionen sind nicht ausschließlich "psychisch" bedingt

Körper und Psyche gehen oft nicht synchron. Mal folgt der körperlichen Reaktion eine psychische, mal der psychischen eine körperliche. Überhaupt sind „Emotionen“ im erotischen Bereich nicht einfach „irgendwelche Gefühle, die mal irgendwie entstanden sind“ – sie sind zu einem großen Teil auf den Einfluss körpereigener Drogen zurückzuführen.

Manchmal machen wir die Erfahrung: Die Drogen wirken zwar, sogar intensiv, aber die erwünschte vollständige Entspannung bleibt aus. Und dies sowohl bei sinnlichen Selbst-Massagen, Masturbationen oder selbst zugefügten Schlägen.

Szenarien aufbauen - ein Mittel, dem Frust zu entfliehen

Bei der Masturbation, die ja auch in „normalen“ Zeiten sehr verbreitet ist, bauen sich die Lustvoll-Ausführenden oft Szenarien auf. Das heißt, die Lust wird nicht erzeugt, indem „Hand angelegt“ wird, sondern indem zunächst eine Situation „zusammengeträumt“ wird. Nur der Mittelteil besteht dann aus Masturbation, am Schluss steht das Einkuscheln.

Wie ist das nun bei den „scharfen“ Berührungen? Was ist mit D/S Liebhabern, wie geht eine erotische Schmerzliebhaberin damit um?

Die eigenen Schläge und die der anderen

Offensichtlich ist es nicht so einfach. Eine Bloggerin (1) hat es erprobt, und zunächst war sie sehr zufrieden: Wenn der Winkel von Hand und Gesäß stimmt, ist es durchaus möglich, die gewünschte physische Wirkung zu erzielen.

Indessen bliebt die emotionale Wirkung aus – jedenfalls die erhoffte. Statt Erleichterung spürte sie Trauer, und aus ihr heraus begann sie zu weinen. Sie selbst konnte sich nicht den Partner (die Partnerin) ersetzen. Da fehlte der Menschen, an den sie sich hernach kuscheln konnte.

Wenn eine Begegnung wirklich erfüllt sein soll, so lernen wir daraus, dann ist ein Ausklang nötig. Eigentlich spielt es keine Rolle, ob es sich um eine lupenreine Freundschaft handelt, um heftigen Sex oder um ein Rollenspiel der „scharfen“ Art.

Gefahren durch den Lockdown - deine Psyche verhungert

Manchmal, auch das wissen wir, ist alles nur eine Illusion. Aber dann ist es eben eine Illusion mit Abschluss und keine mit offenem Ende, bei dem man nackt und weiterhin hungrig zurückbleibt.

Der Lockdown ist psychisch gesehen, eine Katastrophe für die Lüste und Begierden der Singles Die einzige Methode, sie abzumildern, beseht darin, Szenarien mit sich selbst durchzuspielen. Wenn es denn gelingt.

(1) Die zitierte Erfahrung stammt von Erica Scott.

Sich selbst sinnlich schlagen … geht das?

Den Schmerz antesten - alleine erproben, bevor es der Lover tut
Nahezu alle Liebhaber sinnlicher Schmerzen haben eine bestimmte Szenerie im Hinterkopf – völlig unabhängig davon, ob sie diese schon einmal erlebt haben oder nicht.

Mancher hat sie gelesen, andere waren in der Lage, sie aus der eignen Fantasie geschöpft. Ein junger Mann erzählte mir, er könne sich „in die Schläge hineindenken“, und er erreiche seinen Samenerguss überhaupt nur, wenn er sich heftige Schläge auf sein nacktes Gesäß vorstelle.

Gefühle: Kitzeln ist nicht schlagen

Wer sich in seiner Jugend einmal dazu bereit erklärt hat, sich „durchkitzeln“ zu lassen, weiß, dass nur das „Fremdkitzeln“ zu den intensiven Empfindungen führt. Sich selbst zu kitzeln ist so gut wie unmöglich. Sich selbst zu schlagen ist möglich, hat aber bei geringen Einwirkungen ebenso wenig Auswirkungen. Man führt dies darauf zurück, dass man sich auf den selbst zugefügten Schlag vorbereiten kann – er kommt also „ganz anders an“.

Wer wissen will, wie der Schmerz wirkt, kann es erproben

Nur wenige emotional „intakte“ Menschen erproben an sich selbst, wie der selbst zugefügte Schmerz auf sie wirkt. Man hört bisweilen von Wachsspielen, bei denen auch intime Körperteile angesprochen werden. Und manche abenteuerlustige Frau denkt sich: „Ich probiere selbst mal Brustklemmen, bevor sie mir mein Freund anlegend darf.“

Ein Schauspiel für sich selbst

Dieser Tage versuchen viele Frauen und Männer, sich selbst erotische Szenarien aufzubauen. Dazu kann beispielsweise gehören, sich zunächst zu verkleiden, gerne auch frivol, um sich dann vor einer imaginären Person oder Gruppe zu entblößen. Mit Schottenrock im Stil der 1960er? Als viktorianische Hausangestellte? Im Pyjama oder Baby Doll?

Auf echten Schmerz kann verzichtet werden

Ob du tatsächlich einen „richtigen Schmerz“ brauchst? Oder reicht eine harte Bürste zur Massage der Haut? Ist die Haut einmal „irgendwie“ gerötet, so wirkt dies recht nachhaltig.

Manche Menschen benötigen eine Art „Skript“, um durch die folgenden imaginären Schläge den Höhepunkt der Lust zu erreiche, andere führen innere Dialoge mit verteilten Rollen. Sich selbst verbal zu erniedrigen, ist wesentlich einfacher als sich selbst „sinnvoll“ zu schlagen.

Ja- das alles endet voraussichtlich in Masturbation, und wenn es gut war, dann eben auch in wollüstiger Erschöpfung.

Aber warum eigentlich nicht?

Nachtrag für Autorinnen

Falls du eine Autorin bist: Schreib doch einfach über alles, was dir gerade durch den Kopf geht. Weitere Anregungen im Artikel "Lüste in der Pandemie"

Sich selbst fotografieren .... mit Assistenz und ohne

Die Palme versorgt sich nicht selbst ...
Maria Ferroni träumte davon, ein Fotoprojekt mit dem schönen Namen „Für mich selbst sorgen“ („self-care“) zu verwirklichen. Wegen der Corona-Beschränkungen war es ihr aber nicht möglich, mit einem Fotomodell zu arbeiten. Was kann man in dieser Situation tun? Natürlich selbst vor das Objektiv treten. Sie wies ihren Freund an, welche Perspektiven zu wählen sind - und so entstand die Fotoserie, auf die hier verweise.

Und das Bild zeigt noch mehr: die Palme kann sich nicht selbst versorgen - sie benötigt unsere Hilfe.

Es lohnt sich, alle Bilder der italienischen Modefotografin anzusehen. Das Copyright liegt bei den Autoren und/oder Verlegern.

Hinweis wegen Nacktheit / NSFW

An manchen Orten und bei manchen Menschen wird "Nacktheit" als "pornografisch" gewertet. Es ist kaum noch nachzuvollziehen, aber es ist eben so.

Fotohinweis für dich persönlich

Übrigens könnt ihr solche Fotos auch selbst verwirklichen. Die Schwierigkeit liegt darin, sich im Moment des "Abdrückens" von der Monitorkontrolle zu lösen. Aber natürlich geht es auch mit einem Freund oder einer Freundin als Assistenten.

Yogis und Radfahrerinnen

Auf und davon ... auf dem Velo
Yogis sind eigentlich „Büßer brahmanischen Glaubens“, und keine Sportler. Doch Männer, die „Yoga machen“ sollen sehr begehrt sein. Das verstehen ihr doch, Frauen, nicht wahr? Denn mit so einem Typen könnt ihr jetzt die Sexstellungen ausprobieren, die ein Steifbock nicht mehr mitmacht, auch wenn er sonst noch ganz wacker bockt.

Um Himmels willen, das meinen die Typen sicher ganz anders, die ein paar Tinderellos und Tinderellas auf die virtuelle Pirsch geschickt hatten. Zitat:

Unter Frauen hält dagegen die Mehrheit Yoga treibende Männer für besonders anziehend.

Und die Männer? Sie lieben Frauen, die auf schmalen Sätteln sitzen. Das kann man ja irgendwie verstehen - hust ... jetzt habe ich es mir mal wieder mit den Feministinnen verdorben. Leider hat der Radfahrer ja noch einen anderen Ruf, und so denke ich mal, dass Radfahrerinnen davon nicht ausgenommen sind: Sie können kräftig zutreten - jedenfalls nach unten. Was wieder die Jungs erfreuen wird, die sich gerne mal von nackten oder beschuhten Frauenfüßen betrampeln lassen wollen.

Noch mal zurück zum Yoga: Auf Platz zwei der durch Sport hervortretenden Männer fanden sich die Gewichtheber. Das muss jetzt gesagt werden, sonst versteht ihr den Rest noch weniger als ich.

Ich jedenfalls habe mir das alles erklären lassen. So aus der Sicht der Altsteinzeit, als die Gewichtheber noch Felsbrocken stemmten. (Abermals Zitat)

Schon in grauer Vorzeit war es Aufgabe der Männer, ihre Frau und ihre Kinder zu schützen, das traut man dem Hünen anscheinend unbewusst noch heute eher zu als demjenigen, der bloß schnell davonlaufen kann.

Das ist absolut einleuchtend. So wie bei den Frauen, die schnell mit dem Steinzeit-Fahrrad wegfahren konnten, wenn’s brenzlig wurde. Oder weglaufen. Oder behänd auf den nächsten Baum klettern.

So weit für heute und so weit aus der Steinzeit. Frauen sind halt schnell weg - mit dem Velo oder auch ohne. Das verstehe ich - so wahr ich Gramse heiße.

Alle Zitate: ICON.
Bild: Werbung für eine Fahrschule für Fahrradfahrer(innen) historisch.
Tipp von der Redaktion: Wer dies für eine Satire hält, ist sicher auf dem richtigen Weg. Wer dahinter Wahrheiten vermutet, sollte sich mal die Prozentsätze ansehen, die tatsächlich ermittelt wurden.

Was soll das neue Jahr 2021 jetzt bringen?

Und es gibt Hoffnung ...
Um es vorab zu sagen: Ich überspringe den unangenehmen Teil. Kein Mensch will die beinahe bedauernswert hilflosen Appelle der Politik mehr hören. „Der Weg hinaus ist der Weg hindurch“ soll einmal ein General gesagt haben, und so ist es auch. Wir werden noch eine Weile verharren müssen, aber wir dürfen uns auf keinen Fall aufgeben.

Der Druck, sich irgendwie zu paaren

Sehen wir es nüchtern: Singles stehen unter dem Druck, sich zu paaren. Es spielt dabei keine Rolle, ob sie dabei seriös vorgehen und eine Beziehung suchen, oder ob sie „nur“ berauschende Orgasmen erleben wollen. Und was inzwischen beinahe ein halbes Jahr als Druck aufgebaut wurde, verlangt irgendwann einmal nach Erfüllung. Wir alle tragen Masken, bleiben zu Hause, halten Abstand und verzichten auf Lustbarkeiten. Aber nur ein Teil von uns ist „Single“.

Und sicher – dann und wann entfloh jemand für Stunden, Tage oder gar Wochen dem Klammergriff des Lockdowns. Teils war das sogar ganz legal. Wohl dem, der zur rechten Zeit am richtigen Ort die richtige Liebe fand.

Wie du die ersten Monate von 2021 Lust empfinden kannst

Wir geben uns nicht auf, wenn wir uns trotz fehlender Kosmetikerinnen und Friseurinnen jeden Tag hübsch machen. Nun gut, das mag für Männer nicht ganz überzeugend klingen. Aber sie könnten dann und wann mal in den Spiegel schauen, um sich die Ohren- oder Nasenhaare zu entfernen. Wie wäre es, sich ein paar Döschen mit Cremes zuzulegen oder ein neues, exotisches Parfüm zu verwenden? Und da wir gerade beim letzten Schliff für die Ohren waren: Wie ist es eigentlich mit dem Vorrat an Unterwäsche? Ist etwas wirklich Hübsches dabei? Ja, ich meine die Männer.

Wer sich jeden Tag komplett und perfekt anzieht, hat eindeutig mehr Lebensfreude. Und Frauen erleben Unterwäsche „solo“ als ebenso sinnlich, als würden sie darin einem Mann gegenübertreten. Alles, was sich sanft und seidig anfühlt und den Körper umspielt, ist Lust pur – auch ohne Partner.

Erotik und Pornografie als Zauberstab zur Lust

Erotik ist ein wiedererstandenes Zauberwort. Wenn die Worte durch das Hirn in die Brustspitzen rauschen, wird die Lust entfacht und sie glüht vielleicht noch einige Stunden nach. Männer mögen mit dem, was man „Pornografie“ nennt, besser bedient sein. Wer ihnen das Vergnügen nicht gönnt, mag seine Gründe haben – aber die Kraft der bewegten Bilder führt zu schnellen, ekstatischen Orgasmen. Frauen mögen über die Darstellerinnen denken, was sie wollen – aber sie vermitteln sehr vielen Männern eine Form von Lust, die sie derzeit nicht „in Real“ bekommen.

Ach, seid doch froh, dass ihr eure kleinen Fluchten gefunden habt. Die sinnlichen Träume, Fantasien und angeblich „schrecklichen“ Lüste sind zumeist wesentlich erregender als die entsprechenden Realitäten.

Ich weiß es, du weißt es. Millionen Frauen haben die „Shades of Grey“ gelesen und sich begierig in die Rolle der Anastasia hineingeträumt. Und wer die Realität zu genießen versucht hat, der sagt oft, sie sei nicht halb so lustvoll wie die in der Trilogie. Oder mit einfachen Worten für einfache Gemüter: Ein richtig herber Schlag auf einen wirklich nackten, unvorbereiteten Hintern erzeugt mehr als ein sinnliches „Aua“.

Die maskenverhangene, nebulöse Gegenwart und die kommende, lustvolle Zukunft

Der Weg hinaus ist der Weg hindurch. Es scheint so, als müssten sich Singles noch eine Weile ihren maskenverhangenen Weg durch triste Supermärkte erkämpfen, während sich der feuchte Beschlag im inneren sammelt. Bis zu heftigen Schweiß- und anderen Feuchtigkeitsausbrüchen zwischen den Laken wird noch einige Zeit vergehen.

Und bis dahin wünsche ich euch Singles von Herzen viel Glück ins 2021. Und all den anderen, die noch nicht begriffen haben, dass Lust keine Schande ist, wünsche ich gute Besserung.