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Wo gibt es eigentlich gefesselte Männer?

gefesselte Männer

Gefesselte Männer – richtige Kerle, bei denen mindestens der Oberkörper nackt ist – das war und ist etwas, das Frauen begeistert. Nun glaubten die meisten Menschen ja, bei der ganzen Sache mit Fesselungen und den damit verbundenen Erniedrigungen ginge es darum, Frauen gefügig zu machen – und in der Tat beweist ein Blick ins Internet, dass fast 95 Prozent aller Darstellungen von gefesselten Menschen sich mit Frauen beschäftigen. Die Posen, die diese dabei einnehmen, sind oft recht unappetitlich, und tatsächlich scheint es so zu sein, dass man mit diesen Bildern eine männliche Klientel anspricht, die in die Perversenecke gerückt werden kann. Diese Vermittlung liegt vor allem deswegen nahe, weil es ja oft nicht beim bloßen Anblick der Damen bleibt. Da schlagen Feministinnenherzen schon mal schneller und sagen: „Da sieht man doch, dass ihr Männer alle Drecksäue seid“.

Auf der Suche nach gefesselten Männern im Internet stößt man hauptsächlich auf zwei äußerst unterschiedliche Seiten: Solche, auf denen gar keine gefesselten Männer zu sehne sind, sondern ebenfalls gefesselte Frauen, und solche, auf denen die Fesselgelüste bestimmter homosexueller Gruppen bedient werden. Dort geht es dann meistens noch eine Spur härter zu, während das Schnittmuster genau so ist wie bei den Hetero-Männern, wenn sie Frauen unterwerfen: Ein kräftiger Mann fesselt, versklavt und benutzt einen weichlichen Mann.

Der starke Mann in seinen Fesseln bleibt ein Frauentraum

Doch Frauen suchen nach etwas anderem: nach starken, widerstandsfähigen Männern, die möglichst stehend mit erhobenen Armen gefesselt wurden, damit der schöne, feste Brustkorb und der sportgestählte Bauch auch richtig zur Wirkung kommen.

Gefesselte Männer, so hörte unsere Redaktion von Frauen, wären wirklich ein Festessen für die Augen und ein Lustkitzler für die Fantasie. „Ein Mann, der machen muss, was ich will, wäre schon ein Erlebnis“, sagten uns erlebnishungrige Frauen, die sich allerdings kaum trauen würden, von einem Mann zu fordern, sich nur im Unterhöschen fesseln oder dabei gar fotografieren zu lassen – auf Gedeih und Verderb, sozusagen.

Ein Problem für die Herstellung künstlerischer Fesselfotos liegt sicherlich darin, dass die meisten Internet-Fotografen, die überhaupt am Fetischismus interessiert sind, männlich sind. Bekanntermaßen haben Hetero-Männer aber Berührungsängste mit jeder Form von sexuellen Begegnungen mit dem gleichen Geschlecht, und sei es durch die Kameralinse. Weibliche Fotografen hingegen trauen sich oft nicht, ihre Männer zu fragen, ob sie sich ausziehen und wenigstens Handschellen anlegen lassen.

So bleibt es wohl so, wie auch der Redakteur dieser Zeilen am Ende entnervt feststellte: Ob nackt oder angezogen – gefesselte Männer kommen eher in historischen Grafiken und Opas Kino vor als im modernen Internet. Allerdings erfuhren wir auch dies: Zu perfekt sollen die Bilder auch nicht sein – Frauen wollen sich offenbar noch nah an die Kerle herandenken.

Gefesselte Männer -die Begierde ist vorhanden

Obwohl wir von Statistiken gar nichts halten, wollen wir doch erwähnen, dass erotische Fesselungen bereits 2004 auf fast ein Viertel der Frauen (22,7 Prozent laut „Psychologie heute“) erotisch wirken. Ob dabei alleine der nackte Männerkörper wirkt, oder ob die Hilflosigkeit des gefesselten Mannes die Frauen dazu anregt, an die sexuelle „Nutzung“ des Gefesselten zu denken, wurde nach Recherchen der Liebeszeitung niemals wirklich untersucht. Noch problematischer ist, über spielerischen Sadismus bei Frauen zu sprechen, weil Frauen angeblich selten sadistisch veranlagt sind.

Wie auch immer der Bedarf an Fotos von gefesselten Männern ist vorhanden, und neben manchen Männern, die sich selbst gerne in der Opferrolle sehen, sind es eben auch Frauen, die diese Bilder zur Erfüllung ihrer Fantasien benutzen. Trotz dieses Bedarfs gibt es kaum wirklich schicke Fotos zum Appetit holen. Denn welche Frau will schon auf drei Dutzend Gay-Seiten surfen, um einmal einen schnuckeligen Kerl gefesselt zu seihen?

Was meint ihr?

Titelbild: Barbari, Jacopo (Kupferstich, 15.oder 16. Jahrhundert)
Bild unten: Filmplakat zum Film "The Vampire Lovers" (1970, Ausschnitt)

CFNM – wie erklären wir denn das?

Ab und an erklärt die Liebeszeitung einmal einen Sexbegriff, der uns im Internet aufgefallen ist. Dabei mixen wir Sinnloses und Sinnvolles – Hauptsache ihr amüsiert euch.

Diesmal ist es: CFNM. Es kommt laut Google im Internet 4.320.000 Mal vor, also rund 4,3 Mio. Mal. Was es heißt, ist einfach:

CFNM=Clothed Female, Nude Male

Es bedeutet, dass sich die Männer ausziehen, die Frauen aber angezogen bleiben. Ja, ihr ratet richtig: vor dem Sex, beim Sex und nach dem Sex. Sehr interessant sind dafür natürlich Doktorspiele: Schon so mancher Jüngling ist von einer Mädchengruppe aufgegriffen worden, um ihn dann an einem stillen Ort zu begutachten: Zumeist nicht ganz nackt sondern nur da, wo die Jungs eben interessant werden. Waren die „Mädels“ erheblich älter, dann haben sie auch schon mal den Befehlston draufgehabt: „Los, ausziehen, ganz“. Schließlich weiß ja jedes Jüngelchen, dass man sich der Frau Doktor beim Gesundheitsamt besser nicht wiedersetzt. Na also.

Mal inspizieren, gell? Mal anfassen und gucken, ob so was wirklich hart wird – und überhaupt. Muss man ja mal gesehen haben.

Wenn ihr nun glaubt, dass Mädchen so was nicht tun: Ich weiß es genau, von meiner alten Freundin Helga W. – die hat es nämlich schon 1958 probiert. Nur wurde sie leider dabei erwischt. Die Mädels von Frau von P., drei wundervolle Schwestern mit Blondhaaren, wurden allerdings nie erwischt, genauso wie die Barackenmädchen, die immer Bürgersöhnchen auf den Schulweg eingefangen haben. Weiß ich alles von Helga.

Ob die Jungs deswegen heute noch so gerne CFNM-Filme und Bilder anguckten? Meistens sind es zwei oder drei „Mädchen“, die einen oder auch mal mehrere Jungen mit hängender Banane inspizieren. Ich weiß ja nicht, wer sich so etwas ansieht, ob es Jungs oder Mädchen sind. Aber interessant ist es schon – schließlich sieht man da mal was Natürliches.

Ich wage ja gar nicht, hier mehr zu zeigen – ich meine, die ist schließlich eine anständige Zeitung. Also bringe ich mal das Bild, das ihr oben seht.