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Sexuell sein oder sich den Klischees anpassen?

Neue Lüste erproben - Wagnis oder ein neuer Weg, sich sexuell zu verwirklichen?
Du bist männlich, bezeichnest dich als „heterosexuell“, verführst Frauen dazu, mit dir zu vögeln und liegst dabei „oben“? Dann passt du in das Klischee der Männer.

Solltest du weiblich sein, dich ebenfalls „heterosexuell“ nennen, und lässt du dich gerne von Männern verführen, wobei du am liebsten „unten“ liegst - dann passt du perfekt in das Klischee der Frauen.

Das Leben in Klischees - einfach, aber auch gut?

In Klischees zu leben, ist einfach: Die meisten Frauen/Männer erwarten, dass du leicht einzuschätzen bist, damit die Erwartungen an die „Liebesnacht“ irgendwie erfüllt werden.

Die Frage wäre allerdings: Willst du das wirklich?

Eine Bloggerin schrieb kürzlich sinngemäß: „Er kennt mich als geile Schlampe, und das bin ich gerne. Aber wird er mich noch lieben, wenn ich einmal nicht seine geile Schlampe sein will?

Sicher, das ist ein Extrem. Das Gegenteil wäre es auch. Wenn der Mann seine neue Bekanntschaft als zurückhaltend-seriöse Frau kennenlernte, was würde er wohl sagen, wenn sie plötzlich Praktiken an den Tag legte, die er bestenfalls bei einer Hure vermuten würde?

Wer willst du eigentlich sein?

Ein Autorenteam stellte kürzlich die Frage: „Wer bin ich und wer will ich sein?“, und meinte dies im sexuellen Sinn. Dabei ging es vor allem darum, ob wir mit den Klischees glücklich sind, unter denen wir lieben, und ... (Zitat)

Sich von all den Klischees über Sex zu verabschieden, ist herausfordernd. Die eigenen Bedürfnisse benennen zu können, braucht Mut. Aber es kann sich lohnen. Wer auf diese Weise gefestigt ist, kann sich leichter mit der Partnerin oder dem Partner darüber austauschen, wie der Sex für ihn zu einer schönen, bewegenden, wohligen oder atemberaubenden Erfahrung werden kann, um dann gemeinsam zu entscheiden, was man tun möchte.

Die Frage, ob man sich selbst infrage stellen sollte, beschäftigt die Philosophen und Psychologen seit Langem. Indessen gilt die Frage, ob man seine sexuellen Definitionen, Praktiken und Lüste ebenfalls infrage stellen sollte, als grenzwertig. Um dies zu klären, verallgemeinere ich einfach mal: Was bedeutet es, sich zu ändern?

Die Bedeutung von Änderungen

Es gibt gewisse Erfahrungen mit Veränderungen aller Art, und sie gelten als gesichert:

1. Veränderungen sind nicht gleichbedeutend mit Verbesserungen.
2. Veränderungen können positives, negatives oder gar nichts bewirken.
3. Wer sich verändert, macht damit neue Erfahrungen, mit denen er nicht unbedingt gerechnet hat.


Wenn du etwas ändern willst, solltest du wissen, was IST. Du findest dabei heraus, was du nur tust „weil es üblich ist“ oder „weil es jemand von mir verlangt“ und was du wirklich genießt. Schließlich schreibst du auf, welche sexuellen Lüste du gerne verwirklichen würdest. Nach Abschluss dieser Betrachtungen weißt du sehr wahrscheinlich:

1. Was du immer noch tust, obgleich du es nicht wirklich magst.
2. Was du jetzt schon tust, weil es dir gefällt.
3. Was du noch tun willst oder tun könntest, um mehr Lust zu bekommen.


Theorie ist nicht alles - Änderungen wollen erprobt sein

Üblicherweise funktioniert die Öffnung zur „sexpositiven“ Person nicht rein theoretisch - du musst auch die Gelegenheit haben, sie auszuprobieren. Dazu schreibt das Autorenteam:

Natürlich kannst du dich auch einfach beim Sex ausprobieren. Machen statt denken. Wer dem eigenen Verlangen aber einmal ganz bewusst nachgeht, sich selbst besser verstehen lernt und herausfindet, was es noch alles zu entdecken gibt, dem stehen für die eigene Weiterentwicklung viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung.

Letztendlich wirst du dein persönliches Konzept für das aufstellen, was dir wirklich gefällt - und du kannst überlegen, wen du dir dafür aussuchst, falls du Single bist. Oder du kannst deine Partnerin / deinen Partner einladen, etwas mit dir zu erproben, was ihre beide noch nie miteinander getan habt.

Zitate: Aus "SPEKTRUM".

Was ist erotischer Masochismus wirklich?

Erotische Unterwerfung
Schon der an sich recht distanzierte Psychiater Krafft-Ebing vermutete, dass der erotische Masochismus durchaus natürliche Wurzeln haben könne.

Orakelnd schreibt er in der Schlussbetrachtung zum „Versuch einer Erklärung des Masochismus“ (1):

Im Zustand der wollüstigen Erregung … (ist) … jede Einwirkung, welche von der Person, von der der sexuelle Reiz ausgeht, auf den erregten ausgeübt wird, willkommen, unabhängig von der Art dieser Einwirkung“.

Nicht nur der Krafft-Ebing, sondern auch viele andere Psychiater und Psychotherapeuten sahen den Masochismus als Umkehrung des Sadismus. Durch die Sammlung von Fallbeschreibungen, wohl aber auch durch die Lektüre von Sacher-Masochs Hauptwerk „Venus im Pelz“ oftmals zu der Erkenntnis, dass Sadismus und Masochismus zwei Seiten derselben Medaille waren.

Die Evolution hat Unterodnung favorisiert

Vergessen wurde dabei, dass die Evolution uns mit zwei Eigenschaften ausgestattet hat, die beide auf „Unterordnung“ ausgelegt sind. Die Erste besteht darin, dass wir uns eher unter die Alpha-Tiere unterordnen als gegen sie zu kämpfen. Oder mal ganz einfach: Es ist wesentlich bequemer, mit den Wölfen zu heulen als der Leitwolf zu sein. Die zweite Eigenschaft besteht in den Drogencocktails, die unser Gehirn bereithält, wenn es um die Fortpflanzung geht: Gehirn ausschalten, Gefahr ignorieren, im Sinnesrausch begatten oder begattet werden. Was dabei alle sonst noch geschieht, wird vom Ruf der Natur plattgewalzt.

Selbstzweifel eiens Psychiaters und der Zeitgeist

Krafft-Ebing hatte an seinen Theorien, die bis heute in der Psycho-Welt vertreten werden, durchaus Zweifel. Dies ist deutlich daran erkennbar, dass er bei Unsicherheiten plötzlich sehr verklausulierte, lange Sätze benutzt wie diesen:

Ich meine hier die allverbreitete Tatsache, dass in unzähligen und in den verschiedensten Variationen auftretenden Fällen ein Individuum in eine ganz ungewöhnliche, höchst auffällige Abhängigkeit von einem Individuum des anderen Geschlechts gerät, bis zum Verlust jedes selbstständigen Willens, eine Abhängigkeit, welche den beherrschten Teil zu Handlungen und Duldungen zwingt, die schwere Opfer am eigenen Interesse bedeuten…

"Was ist erotischer Masochismus wirklich? " vollständig lesen

Die Liste deiner erotischen Wünsche

Du kannst ja schon mal drüber nachdenken ...
Ist „die Krise“ bald überwunden? Oder ist das, was wir bisher erlebten, nur ein Vorgeschmack? Wird es eine zweite Welle geben und wie intensiv wird sie uns treffen?

Mach dich nicht verrückt - plane, worauf du jetzt Lust hast

Warum machst du dir Gedanken darüber? Frag dich lieber, was du gerne tun würdest, wenn du die völlige Freiheit hättest … auch (und gerade) erotisch.

Heimliche Sex-Wunschlisten

Viele Menschen haben heimliche Wunschlisten. Solche, auf denen etwas steht, was sie niemals vorzeigen. Aber es bohrt in ihren Hirnen, befeuchtet ihre Vaginen und lässt Penisse erstarken. Nachts, wenn alle Gedanken frei sind und sich die Finger ungeduldig an die Geschlechtsteile schleichen, werden sie wach, diese Wünsche. Die meisten von ihnen wirst du nie in Realitäten überführen, aber es könnte ja sein, oder nicht? Meistens steht noch ein Satz auf solchen Listen: Erotische Dinge, die ich tun will, bevor …“ manchmal ist es eine bevorstehende Ehe – da hatten schon die „höheren Töchter“ zum Ende des 19. Jahrhunderts so ihre Vorstellungen. Manchmal ist es das Jahresende oder ein bestimmtes Alter. Bevor du 30 wirst? Oder 40? Oder gar, bevor du in Rente gehst?

Anrüchige Wünsche

Die Wünsche sind zumeist etwas anrüchig. Es sind genau die, die du mit keinem Mann teilst, aber auch sicher nicht mit Mutter und Tochter. Sie teilen sich in „Sex in Gruppen“ sowie sexuelle Unterwerfungen, gefahrvolle Abenteuer und gleichgeschlechtliche Aktivitäten. Deswegen bringst du sie nicht zu Papier, und in dein Tagebuch schreibst du bestenfalls harmlose Verschleierungen. Männer haben all dies auch – aber sie bringen sie nicht einmal über die Lippen, geschweige denn zu Papier.

Manchmal handelt es sich um Wünsche, die „man“ besser nicht verwirklicht, doch einige dieser Vorstellungen sind durchaus erfüllbar. Und all die Wünsche, die „gar nicht gehen“ lassen sich wenigstens zu farbigen Fantasien ausschmücken.

Das Leben nach den Restriktionen - sei vobereitet

Jetzt wäre die Zeit, dies zu tun. Mag die Realität grau sein, mag sie auch auf sich warten lassen – jeder Tunnel hat ein Ende. Hast du einmal beobachtet, wie Autofahrer reagieren, wenn sie aus einem Tunnel fahren? Sie fühlen sie befreit, und diejenigen, die schnell, klug und besonnen reagieren, erwischen die richtige Spur. Plötzlich pulsiert das Leben wieder.

Wenn du Pläne hast, bist du am Ende des emotionalen Tunnels eher bereit, auf die richtige Spur zu wechseln. Wenn du Vorstellungen hast, wie alles ablaufen soll, kannst du Menschen ansprechen, die dir begegnen, ohne mit der „Tür ins Haus zu fallen“. Wahrscheinlich werden alle, die sich am Ende von der Last des Verzichts befreit haben, ebenso experimentierfreudig sein wie du. Natürlich bleibst du vorsichtig. Aber es ist eine angstfreie Vorsicht – nicht eine, die von Dämonen überschattet wird.

Nun, es gibt zahllose Listen dieser Art. manche von ihnen enthalten fünf bis zehn Punkte, andere mehr als 50. Einige sind nahezu realistisch, andere reine Produkte der Fantasie.

Solo ist es am einfachsten

Bei den meisten muss eine Hürde überwunden werden, bevor du sie realisierst. Wenn du solo bist und auch alleine verwirklichen kannst, was du gerne ausprobieren möchtest, geht es auch jetzt und hier. Dazu gehört zum Beispiel der Vorsatz, dir „effektive“ Toys zu kaufen oder endlich auszuprobieren, wo dein G-Punkt sitzt und ob es wirklich funktioniert, ihn zu stimulieren.

Schwieriger wird es, wenn du einen Mann oder eine Frau dazu brauchst, sehr schwierig, wenn mehrere Frauen und/oder Männer daran beteiligt sein sollen. Aber trotzdem lohnt es sich, die Liste zu vervollständigen, denn zu jedem Thema kannst du mehrere Fantasien haben, die du zum Teil zuerst selbst ausleben kannst.

Die häufigsten Fantasien der Frauen

Die geheime Wunschliste für Frauen stellt sich objektiv ungefähr so da:

Abenteuer, Oralverkehr (aktiv und passiv, auch gemischt),Handverkehr (aktiv wie passiv) sowie sexuelle Domination (ebenfalls aktiv und passiv) stehen an den ersten Stellen, gefolgt von Sex mit mehr als zwei Personen (1) und gleichgeschlechtlichen Kontakten.

Erotische Wünsche ohne Sex

In der reinen Erotik (ohne Sex) steht an erster Stelle, sich eine romantische Umgebung zu erträumen: Kerzen, Champagner, Musik, sanfte, seidige Wäsche und sinnliche Gedanken. Aber ich denke, dazu brauchst du keine Wunschliste.

Die drei Hauptvorteile von erotischen Wunschlisten

Die Vorteile:

1. Eine Wunschliste zu erstellen, ist als solches sehr erregend.
2. Zu jedem Punkt kannst du dir jetzt schon mehrere Szenarien ausmalen. Die wahrscheinlichste kannst du später verwirklichen.
3. Diese Praktiken lassen sich teilweise auch ohne Partner erproben. (Gleitmittel, Analdildo, Materialien auf der Haut und ihre Wirkung). Damit bist du vorbereitet und erschrickst nicht, wenn’s Wirklichkeit wird.

Das Wichtigste ist aber, dass du für eine Zeit planst, in der dich das erotische Glück erneut ergreifen wird. Dann kannst du es anlächeln und sagen: „Komm…“

(1) Hier wurden alle Wünsche mit mehr als zwei Personen zusammengefasst, vom Dreier bis zur Orgie.

50 und mehr Vorschläge (englisch):

"LOL"
OPRAH
TheStir
Und auf deutsch für Frauen über 40: Bevor du den Löffel abgibst ...
Und natürtlich ... COSMO.

Jetzt: Richte deine Wohnung erotisch ein!

Auch Tagträume im Schlafzimmer sind schön ...
Bist du zur Zeit oft in deiner Wohnung? Und fühlst du dich darin alles andere als sexy, frivol oder erotisch?

Dann könntest du überlegen, ob du es nicht ein wenig „lustvoll aufhübschen“ könntest. Sieh mal: Die Lust ist nichts, was du verbergen müsstest. Und du musst niemanden in deiner Wohnung empfangen, der da nichts zu suchen hat. Also könntest du eigentlich alles ein wenig „erotisieren“: Flur, Badezimmer, Wohnzimmer ... und natürlich das Schlafzimmer. Du brauchst dazu keine Möbel, die es nur in Spezialgeschäften gibt ... es reicht völlig, alles ein bisschen umzugestalten. Und wenn du wirklich schamvoll bist ... nimm das Schlafzimmer unter die Lupe. Hat dort jemand anders etwas zu suchen außer Dir und deinen Lovern oder Geliebten?

Farben des Orients - vor allem Rot

Das Erste ist die Farbe. Warum nicht rot oder wenigsten rötlich? Die „Farben des Orients“ sind immer sinnlich. Wenn das absolut nicht geht, hilft die Beleuchtung: Rote Lampenschirme erzeugen ein perfektes Licht, in dem auch du wesentlich besser aussiehst, wenn du nackt bist. Egal, welches Bett du hast: Stell es so, dass es von beiden (oder von drei) Seiten zugänglich ist - das hilft dir dabei, dich selbst besser zu präsentieren und verschieden Stellungen auszuprobieren, die du beim Sex nutzen willst.

Ein Spiegel und lustvolle Bilder

Als hübsch erweisen sich erotische Skulpturen oder Bilder. Wenn du wenig Geld hast, kannst durchaus Fotos oder Drucke verwenden - sie wirken beim Schummerlicht genauso intensiv wie „echte“ Gemälde. Zu deinem eigenen Vergnügen und zur Kontrolle deines Aussehens sollte ein Spiegel nicht fehlen - er muss nicht groß sein. Interessant ist, einige erotische Bücher zu verstreuen - auch Bildbände.

Sehr modern - ein Monitor, um anregende Filme zu sehen

Wenn du im Bett liegst und Anregungen benötigst, ist ein unauffälliger Monitor oder ein Fernsehgerät nicht schlecht. Du kannst damit die Filme ansehen, die dich anregen - oder dich und deinen Lover.

Versteck nicht, was deine (seine,ihre) Lust anregt

Ich finde es hübsch, die kleinen „Essentials“ zu zeigen und nicht zu verstecken. Eine hübsche kleine Schale mit Kondomen, falls du männliche Liebhaber erwartest? Vielleicht eine kleine Peitsche oder ein paar Handschellen? Für alle Fällen sinnvoll - auch wenn die Gegenstände nur zu erotischen Gesprächen anregen sollte. Ähnlich verhält es sich mit „Spielzeugen“.

Wenn du ein bisschen nostalgisch bist: Es ist unglaublich erregend für ältere Herren, wenn du dich hinter einem Paravent entkleidest.

Ob allein, für erotische Spiele zu zweit, für Vanillesex oder Experimente - das Schlafzimmer ist immer ein Ort, an dem du dich vollständig hingeben kannst.

Nach der Pandemie: Die Begierden werden zurückkommen

Hier nicht küssen - am besten gar nicht ...
Nach der Pandemie ist vor der Flut der Begierden, die lange Zeit in Fesseln gelegt wurden. Doch statt uns darauf vorzubereiten, reden uns die Moralisten ein, dass danach das Himmlereich auf Erden eintritt. Es ist an der Zeit, ihnen auf die Füße zu treten.

Eine große Anzahl ansonsten weitsichtiger Menschen erwartet von der „Corona-Krise“ positive Auswirkungen – so wie beim „reinigenden“ Gewitter, das ja auch zunächst mal furchtbar rumst und dabei vor allem Schaden anrichtet.

Der gute Mensch der Moralisten - ein Trugbild

Die Moralisten erwarten, dass die Sexualität in der Zukunft nahezu ausschließlich in monogamen Betten stattfindet, die ewig Gestrigen pochen auf bürgerliche Werte und hoffen, dass die „guten Sitten“ zurückkommen mögen. Die Schöndenker träumen von der allumfassenden Solidarität, die der Krise folgen wird. Der „gute Mensch“, der bekanntlich stets edel und hilfreich ist, wird allenthalben als Kasperkopf auf den Rampen der Medien präsentiert.

Nun ist der ganz gewöhnliche „gute Mensch“ allerdings vor allem Mensch. Er will das Beste für sich, und er unterstellt dabei, dass sein Wille, das Beste zu schaffen, auch anderen nützt. Er kennt seinen Vorrat an Mitgefühl und weiß, dass er ihn nicht erschöpfen darf. Tut er es dennoch, fällt er aus als Versorger, Glücksbringer und Tröster.

Machen wir uns nichts vor: Moralisten reden mit falschen Zungen. Das, was sie im Munde führen, ist nicht menschlich, sondern ein Flickwerk aus vielerlei Dogmen. Im Grunde genommen ist ihnen gleichgültig, was Menschen bewegt.

Und dien Prognosen, alles würde „danach“ besser, edler und moralischer?

Der Keuschheitsgürtel der Jetztzeit - eine Maßnahme mit schweren Folgen

Die Wahrheit mag schwer zu ertragen sein, aber währen der Krise wurde das Individuelle, das Schöpferische, das Befreiende zunächst einmal weggesperrt. Den Ledigen wurde die Lusterfüllung verweigert. Der Keuschheitsgürtel der Jetztzeit heißt: „Abstand halten“. Er verhindert aber nicht nur Infektionen, sondern auch die Triebabfuhr. Man muss kein Priester, Psychologe, Psychotherapeut oder Psychiater sein, um zu beurteilen, was mit Menschen passiert, die ihre Triebe im Übermaß zügeln müssen. Die meisten Singles nehmen dies zähneknirschend in Kauf, aber auch die gutwilligsten warten auf den Tag und die Stunde, in dem sie ihren Keuschheitsgürtel abnehmen dürfen.

Die Befreiung von den Fesseln wird Begierden auslösen

Nein – es gibt sie nicht, die „positiven“ Auswirkungen der Krise. Sie werden aus fragwürdigen Motiven herbeigeredet. Die „Zeit nach der Krise“ wird davon geprägt sein, dass sich die Gierigen unter den Menschen um jeden Preis holen, was sie entbehren mussten. Wenn wir uns auf etwas verbreiten müssen, dann darauf, diese Situation zu beherrschen und dort regulierend einzugreifen.