Skip to content
 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Ingwer und Figging - das scharfe Gewürz und die empfindlichen Körperteile

Isst du auch so gerne Ingwer? Oder verfeinerst du deine Karottengemüse gerne durch Ingwerstückchen? Ach, du kochst asiatisch? Bist heiser oder dein Magen braucht einen Tee?

Vielleicht denkst du dann an Ingwer - die Knolle, die vor vierzig Jahren noch niemand anrührte, und die heute in jedem Supermarkt erhältlich ist.

Der sinnliche Genuss des Ingwers

Die Wirkungen von Ingwer sind durchaus vielfältig, und manche hinlänglich bewiesen - und über den Geschmack streitet man ohnehin nicht. Und mal ganz nebenbei: Kandierter Ingwer in Bitterschokolade ist ein Genuss, auch wenn er ziemlich viel ungesunden Zucker enthält.

Der Umweg über den Rosstäuscher- figging

Na ja, also ich habe auch schon von anderen Anwendungen von Ingwer gehört. Wer jetzt an Pferde und Rosstäuscher denkt, ist bereits auf dem Pfad einer Anwendung, die sehr pikant ist, und von der man wenig spricht: Figging.

Kürzlich hat Kurier-Autorin Gabriele Kuhn das Thema im Supermarkt begonnen, ist dann aber auf das Internet übergewechselt: Sexuelle Lüste passen nicht in den Supermarkt, und doch liegt hier der Rohstoff für das teuflische Spiel mit dem „Feuer im Bett“.

Wenn der Unterleib ins Spiel kommt

Na schön, da hat jemand den „Stern“ gelesen, wie mir scheint. Denn der wusste, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers nicht nur auf die genusssüchtige Zunge wirken, sondern auch auf - Vagina und Anus. Ob es auch bei Männer wirkt? Nein das verrate ich euch nicht ... aber wenn ihr die sensiblen Teilchen des Mannes kennt, dann habt ihr die Antwort.

Zum Unterleib wandert die Knolle natürlich nicht von selbst. Möglichst frisch soll sie sein, und geschält muss sie werden - möglichst in die Form eines Dildos oder Analstöpsels.

Zurück zu den Rossnaturen - Figging und Du

Kommen wir mal zurück zu typschen Rossnaturen. Die hoben den Schweif und angeblich auch den Kopf, wenn sie in dieser Weise behandelt wurden. Was nicht nur kriminell, sondern auch unviehchisch ist. Der Mensch hingegen sucht die sonderbaren Lüste gerne auf, wenn ihm versprochen wird, dass sie die Lust anheizen, sodass es nicht unmenschlich ist, sich „figgen“ zu lassen.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Knolle wird im Zusammenhang mit lustvollen Körperstrafen, aber eben auch „solo“ genutzt, um „Feuer im Bett“ zu erzeugen. Dafür verantwortlich ist der „schärfste“ der Inhaltsstoffe, das Gingerol - es trug zugleich dazu bei, den Ingwer als Heilpflanze einzustufen.

Was auf der Zunge brennt, befeuert auch die Genitalien

Im Bereich der Sexualität, ob mit oder ohne Dominanz -oder Erziehungsspiele, ist das „nachbrennen“ des Ingwers bekannt. Das heißt: Auch wenn die Wurzel wieder körperlich entfernt wird, lodert das „Feuer“ weiterhin im Körper. Ungefähr so, als wenn du beim Inder ein wirklich scharf gewürztes Gericht gegessen hast und nun einen Liter Wasser benötigst, um die Schärfe wieder loszuwerden. Nur brennt es ebne woanders.

Ob es sich lohnt? Sagen wir mal so: Die „Rüstzeit“ ist ziemlich lang - die Naurknolle muss ja „in Form“ sein. Und sie muss auch wieder da heraus, wo sie hereingekommen ist - möglichst in einem Stück. Insofern sollen manche Menschen dem Ingweröl den Vorzug geben, das es in Lebensmittelqualität zu kaufen gibt. Tipp Nummer eins: Es lässt sich mit anderen Ölen verdünnen. Und als zweiter Tipp: Die Wärmewirkung lässt sich auch an weniger empfindlichen Körperteilen ausprobieren als ... na, eben da, wo du gerade dran gedacht hast.

Mit diesen fünf Grundsätzen findest du deinen Partner

Niemand weiß zuvor, wohin sich die Liebe neigt ...
Ob du nun nach drei, fünf oder sieben Wahrheiten über „erfolgreiche Strategien“ oder „schlimme Fehler“ bei Dates gesucht hast – du bist jetzt an der richtigen Seite gelandet.

Das Erste und wichtigste: Erwarte nichts

Sobald du etwas erwartest, willst du etwas, das deiner Sichtweise entspricht – aber es ist etwas, das ein anderer /eine andere erfüllen soll. Und nun frage ich dich – warum sollte er oder sie das tun? Was du triffst, ist eine andere Person. Wenn du Glück hast, sucht sie ernsthaft, und bei sehr großem Glück will sie dich.

Das Zweite: Eindrücke sammeln

Wenn jemand mit seinem Wissen prahlen will, sagt er oft: „Die Sympathie entsteht in den ersten 100 Millisekunden“. Wenn das so wäre, könntet ihr euch das langwierige Gespräch schenken. In den „ersten 100 Millisekunden“ entscheidet der Mensch ob er weglaufen oder standhalten soll. Solange du nicht das Bedürfnis hast, wegzulaufen, solltest du zuhören, was der andere zu sagen hat. Und die wirkliche „Sympathie“ ist ein Puzzle, das aus vielen Eindrücken besteht.

Das Dritte: Kommunikation fördern

Ich höre oft von dem vielen Small-Talk und sonstigem blödsinnigen Gequatsche, das bei Dates angeblich eine Rolle spielt. Gespräche führen bedeutet nicht, Pingpong zu spielen, sondern etwas Wichtiges zu erfahren und zu verstehen. Das kannst du lernen. Es ist sehr einfach, aber du benötigst ein paar Grundlagen.

Das Vierte: Funken und Schmetterlinge sind nicht viel wert

Die ständigen Dummsprüche über „Funkenflug“, „Schmetterlinge“ und andere erhofften Emotionen sind Fakes. Es kann bei Dates passieren, dass sofort eine erotische Spannung entsteht oder eine spürbare sexuelle Erregung. Das ist oftmals gut, weil es die Partner veranlasst, sich körperlich näher zu kommen. Sobald dies so ist, steigt auch der Wunsch nach Sex. Das ist gut und richtig, aber es bedeutet nur, aufeinander Lust zu haben, und nicht, dass der andere der/die passende Beziehung ist.

Das Fünfte: Entscheiden ist nötig

In Deutschland ist es üblich, am Ende des ersten Dates die Entscheidung zu fällen, ob man sich noch einmal wiedersehen will. Das ist eine sehr gute Verhaltensweise. Denn meist stellt sich bis spätestens bis zum dritten Date heraus, ob der andere für eine Beziehung taugt. Und genau das ist entscheidend. Herausfinden kannst du es nur, wenn du tatsächlich das Risiko einkalkulierst, dass es nicht von Dauer sein könnte.

Und jetzt?

Du hast es gelesen? Dann tu genau das, was hier steht. Du brauchst keine Tricks, um einen Partner oder eine Partnerin zu finden. Die fünf Punkte, die ich genannt habe, reichen völlig. Und ich verdiene keinen Cent daran, sie hier zu veröffentlichen.

Die Woche: lauter Lügen über die Liebe und ein bisschen Wahrheit

Gelogen wird überall und immer. In der Werbung sagt man, dass die Firmen einfach eine schönere Version der Wahrheit erfinden - und sie nenne das nicht „Lügen“. In der Welt der Liebe, der Sinnlichkeit, der Erotik und der Sexualität werden besonders viele Wahrheiten „hübsch erfunden“ werden. Manchmal, um eine Ideologie, Religion oder „Wissenschaft“ in den Fokus der Öffentlichkeit zu schieben, mal, um jemanden zu beeindrucken.

Machen wir es kurz: Jeder hat seine eigene „Wahrheit“ über die Liebe. Diejenigen, die Freud und Lust am eigenen wie am fremden Körper haben, reden nur zögerlich darüber. Und jene, die Leid und Pein erlebt haben, reden umso mehr. „Die Wahrheit“ ist ja auch viel zu einfach: Der Trieb treibt alle an, aber die meisten sagen es nicht. Sie erfinden eine Version, in der ihre Begierde nur eine untergeordnete Rolle spielt. Und – das mag für sie selbst sogar die Wahrheit sein.

Ganz normal ... oder doch recht neugierig auf "mehr"?

Die Woche begann bei mir mit einer Betrachtung, warum wir versuchen, möglichst als „Stinos“ durchs Leben zu gehen – also „stinknormal“. Es gibt gute Gründe dafür und dagegen. Und ja, es gibt Zufälle. Eine große Anzahl von euch hat einen davon erlebt, und die Schilderungen beginnen immer mit „ich hätte nie gedacht, dass…“.

Wenn die Lust aus den Poren schießt - als Duft

Oh, ich erwähnte bereits die animalische Begierde. Sie soll, wenn man Gerüchten glauben will, durch das Homeoffice wieder heftig aufgeflammt sein, und die Verantwortung dafür soll beim Duft lange getragener Kleidung oder auch beim Achselschweiß liegen, der nicht täglich abgeduscht wird.

Demut - deine Lust, dein Horror

Informationen zur Demut sind rar. Entweder sie kommen aus religiösen Quellen, dann ist die Demut positiv, oder aus den Quellen des Bildungsbürgertums, dann ist sie mal so und mal so. Und schließlich würde die Radikalfeministinnen die Demut gerne in die Hölle verbannen. Was ist dran? Wir reden darüber.

Lebensentwürfe zu verkaufen?

Noch ein Satz zu Informationen: In den letzten Jahren schwappte aus den USA, aber auch aus dem Vereinigten Königreich, eine Welle auf uns zu, die man als „Erkenne dich selbst – heile dich selbst“ bezeichnen könnte. Sie besteht darin, für bestimmte Lebensweisen zu werben – möglich für solche, mit denen sich Geld verdienen lässt. Mal ehrlich, liebe Leserin, lieber Leser: Weißt du wirklich nicht, wie du dein Leben selbst halbwegs in er Griff bekommst?

Die angeblich Liebe zu blonden Frauen mit happigen Oberweiten

Oh, wir haben noch eine „Information“ nachrecherchiert: Die „Liebe“ des deutschen Mannes zu Blondinen mit Brüsten zum „darin versinken“. So etwas sagt der Volksmund anders, aber wir haben uns schwer bemüht, diese Begriffe nicht zu verwenden – nicht mal der alte Satiriker Gramse. Er rät den „Deerns“, die Brüste hübsch zu lassen, wie sie sind, denn Natur zählt eben auch. Und nein: Es ist nicht nötig, die Brüste beim Date durch BHs zusammenzudrücken und anzuheben. Die Verlockung mag gelingen, die Beziehung jedoch kaum.

Und ... hinaus in den Frühling

Übrigens: Es ist Frühling geworden. Ihr könnt überall hingehen und Menschen kennenlernen. Traditionell eignet sich der Frühling bestens zu Verlieben. Allerdings gehört dazu eine gewisse Bereitschaft, den übertriebenen Stolz an der Garderobe abzugeben. Und da kann ich nur noch einen Standardsatz sagen: „Ja, warum eigentlich nicht?“

Ein schönes Wochenende euch allen.

Unser Link für junge Menschen,die nach der Wahrheit suchen:

Alles für neugierige junge Leute - und andere Menschen sicher auch

Diese Link verfolgt keine kommerziellen Zwecke und wurde nicht gesponsert.

Die Quellen der erotischen Wahrheit und der Lüge

Wer spricht die Wahrheit? Und wie stellt man sie fest?
Wissenschaftler (egal welcher Art) gehören zu den Personen, die „von ganz wenig ganz viel wissen“. Den meisten fehlt die Weitsicht oder der Überblick über die Gesamtsituation. Aus dieser Sicht sind angeblich „wertvolle“ Beiträge oft nicht das geringste wert – jedenfalls nicht für die lebendige, tatsächlich existierende Person.

Der Bereich sexueller Dienstleistungen - oft ungeeignet als Quelle

Im sogenannten „professionellen Bereich“ wird viel gelogen. Das ist ganz selbstverständlich, denn wo Illusionen verkauft werden, hat die Realität wenig verloren. Prostituierte oder Dominatricen (1), die über ihre Profession berichten, verschweigen also nicht nur etwas, sie fügen auch etwas hinzu, um ihr Angebot attraktiv erscheinen zu lassen.

Literatur - teils wahr, teils deutlich übertrieben

In der Literatur finden wir zwar manchmal eine Grundwahrheit – gerade in erotisch geprägten Büchern wird diese aber „überspitzt“ – das ist ganz normal für Schriftsteller(innen). Die Figur muss stets höhere Risiken eingehen und emotional gerührter sein als die Autorin – sonst würden ihre die Leserinnen ausgehen.

Die große Masse - Perlen der Wahrheit sind selten

Was uns als Quelle bleibt, ist die Masse derjenigen, die in irgendeiner Form etwas Sinnliches oder Erotisches betreiben – außerhalb des „professionellen“ Bereichs. Dabei stoßen wir allerdings schnell auf ein Problem: Manche der Berichterstatter(innen) verhalten sich wie Teenager, die damit prahlen, etwas schon erlebt zu haben. Sie tun es, um sich interessant zu machen – wir vermuten es in vielen Blogs. Dergleichen ist als Quelle natürlich unbrauchbar. Und schon stoßen wir auf eine zweite Schwierigkeit: Wer mit seinen Lüsten höchst zufrieden ist und sie mit der entsprechenden Energie betreibt, hält sich mit Informationen gerne zurück. Zu groß ist die Gefahr, als „Schlampe“ oder gar als „Mannstoll“ (sexsüchtig) bezeichnet zu werden. Männer sind davon durchaus ebenfalls betroffen – sie werden entsprechen verachtet, wenn sie den „falschen“ Lüsten nachhängen.

In einem Blog (2) las ich neulich:

In der Welt, in der es um lustvolle oder auch heftige erotische Strafen geht, mögen wir heftige Schläge – viel mehr als Personen, die einen Klaps auf den Hintern genießen. Wir sehnen uns also nach mehr als nach der Lust, beim Geschlechtsverkehr den Hintern gerötet zu bekommen. Einige von uns stoßen in den Bereich vor, der als S/M bekannt ist. Aber die meisten von uns nicht. Wir, also die reinen Liebhaber von lustvollen Körperstrafen, liegen deutlich zwischen „Vanilla“ (3) und S/M. (4).

Solche nüchternen Betrachtungen sind selten. Es gehört eine Menge Mut dazu, sich zu dem Ungewöhnlichen zu bekennen und noch mehr, es farbig, aber dennoch wahrheitsgemäß und hinreichend ästhetisch zu schildern.

Und es ist gut, ein wenig beurteilen zu können, was möglich ist, wie es sich anfühlt und wie es sich am Ende auswirkt. Das ist der Teil unserer Arbeit, der am schwierigsten ist.

Hinweise:

(1) Ich finde den Begriff charmanter als "Dominä" oder "Dominas".
(2) Wie immer, verweisen ich nicht direkt auf Quellen, die als Verlinkung falsch aufgefasst werden könnten. Der Text wurde so angepasst, dass er für „Normalbürger“ verständlich ist.
(3) Vanilla nach dem Gewürz "Vanille", stellvertretend für "stinknormal".
(4) Der Begriff S/M ist populärer als D/S, der hier eigentlich verwendet werden müsste. (Dominanz und Submission)

Demütig sein und gerne gedemütigt werden - wie geht denn das?

Das Spiel mit der Demut - oder ein Mensch voller Demut?
Demut gilt – je nach Kulturkreis und religiöser Ausrichtung – als durchaus Ehrenhaft.

Alte Lexika versuchen verkrampft, das Wort überhaupt zu erklären, so Meyers und Brockhaus (vor 1900). Brockhaus sagt mit vereinfachtem Text (1):

Demut … ist die Herabsetzung oder Erniedrigung der eigenen Person unter andere. (Beruht sie) auf einem verkennend der eigenen Kräfte oder der Zaghaftigkeit, (Im Wettbewerb mit andren) davon Gebrauch zu machen, so ist sie eine tadelnswerte moralische Schwäche. Beruht sie hingegen (darauf) … in der Beurteilung seiner selbst strenger zu (sein) … als in der Beurteilung andrer, so ist sie als Zeichen eines gewissen Zartgefühls der Gegenstand moralischer Hochachtung.
Das hat sich inzwischen kaum geändert. Der Begriff „Demut“ sagt heute fast nichts mehr aus, und diesen Umstand in Worte zu fassen, fällt weiterhin schwer.

Was aber bedeutet die Demut als Gefühl?

Nun wird die Sache erheblich schwieriger. Bevor wir wissen, ob und in welcher Weise wir „demütig“ sind, haben wir uns schon in die Gesellschaftsordnung eingebracht und haben unsere Position in den Hierarchien gefunden. Das heißt nicht, dass diese Position festgeschrieben ist, aber wir haben sie zumindest „Hier und Jetzt“ anerkannt. Deswegen erleben wir „Demut“ kaum als Gefühl – es sei denn, wir werden gedemütigt.

Die Furcht vor Demütigungen

Erst hier werden viele von euch die Ohren spitzen, denn vermutlich gibt es niemanden, der nicht schon einmal einer Demütigung ausgeliefert war. Genau in diesem Fall erleben wir eine Kränkung, weil wir nicht erwarten konnten, dass ein anderer unser Denken und Handeln „in den Boden stampft“.

Keine Macht der Welt kann uns davor schützen, zeitweilig Demütigungen ausgeliefert zu sein. Und dennoch ist es eine Frage der Veranlagung, wie wir damit umgehen. Ist jemand überempfindlich, so kann schon eine „freche“ Randbemerkung dazu führen, sich „getroffen“ zu fühlen. Wenn jemand mit Selbstbewusstsein, Schlagfertigkeit und Humor gewappnet ist, prallen solche Bemerkungen an ihm oder ihr ab. Es liegt also nicht nur an anderen, sondern auch an uns selbst, ob wir uns die Demütigung „zuweisen lassen“ oder sie abweisen.

Demut als Machtfaktor

Erstaunen wird euch, dass Demut ein Machtfaktor sein kann. Der Mensch, der beobachtet, analysiert und im richtigen Moment den entscheidenden Satz hervorbringt, ist zumeist ein zuvor wenig beachteter Zeitgenosse. Auf diese Weise kann eine Sekretärin über mehr Einfluss verfügen als ihr Chef. Und mancher Detektiv oder Kriminalist in den gängigen Kriminalromanen wird unterschätzt, weil er sein „Licht unter den Scheffel stellt.

Die Demütigung aus freiem Willen

Der Mann als gedemütigter Spieler
Was bedeutet es nun, sich aus freiem Willen demütigen zu lassen? Hat das etwas mit der erworbenen oder gefundenen Demut zu tun? Im Grunde nicht, denn der Zustand des Menschen, der sich bewusst demütigen lassen will, ist eine Mischung aus Abenteuergeist, Spieltrieb und der Macht der Demut.

Das sinnliche Spiel mit der Demut

Um das zu verstehen, müssen wir uns auf das Grenzgebiet sinnlicher, erotischer oder gar sexueller Demütigungen begeben. Der Sinn des Spiels besteht darin, sich ganz sicher zu sein, die volle Kontrolle über die Demütigung bis kurz vor dem Ende zu erhalten und sich danach weiterhin in Sicherheit zu befinden. Man kann es auch so ausdrücken: Die Choreografie zur erotischen Demütigung schreibt derjenige, der gedemütigt werden will. Der Peinigerin oder der Peiniger hat wenig Spielraum in ihrer/seiner Rolle, sondern ist ausschließlich für eine konsequente, aber sichere Ausführung zuständig.

Die Gefahr, an die falsche Person zu geraten

Darin liegt zugleich das Problem solcher Aktivitäten: Wenn es sich bei der Demütigerin oder dem Demütiger um eine wirklich sadistische oder Person handelt, ist Gefahr im Verzug – und Ähnliches gilt für Amateurinnen / Amateure, die ihr Handeln nicht ausreichend kontrollieren können. Viele Menschen sind einfach nicht darauf vorbereitet, was passieren kann, wenn ein Spiel „aus dem Ruder“ läuft.

Kitzelspiele als Herausforderung in der Jugend

Andererseits sind Spiele mit der Demut durchaus nicht selten. Sie werden immer wieder von jenen initiiert, die den „Kitzel“ suchen, jemandem „auf Zeit“ ausgeliefert zu sein. Und weil ich gerade das Wort „Kitzel“benutzt habe: Ich kann mich erinnern, dass auf den Schulhöfen oft „Kitzelfrei“ gespielt wurde. Heute nennt man dies unter Jugendlichen eine „Kitzel-Challenge. (Tickling-Challenge) und sie gehören, wenn ich richtig gelesen haben, zu den Partyspielen.
(1) Aus Retrolib, Brockhaus.