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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Herrlich eng - ein Mythos über die Vagina

Mythen und Illusionen - doch was steckt dahinter?
Hatten wir es nicht gerade von einem „zu kleinen Penis“? Klar, das ist so ein Männerding. Aber meistens ist der Penis gar nicht zu klein, und manchen Frauen ist es auch ziemlich egal, wie lang der Penis ist - solange er nicht zu lang ist.

Eigentlich gehen die Gerüchte über Vaginen immer vom Mann aus. Von der Furcht vor der Vagina Dentalis über die zu engen Vagina, die den Penis einquetscht bis hin zu einer Vagina, die zu weit ist und deshalb nicht genügend Reibungsreize erzeugen kann.

Hören wir die Fachfrau:

Die Intensität des Drucks auf den Penis, den du beim Sex spürst, hängt nicht von der Weite (oder Enge) der Vagina ab, sondern von der Bewegung der Beckenbodenmuskulatur.

Manche Beraterinnen empfehlen, sie mithilfe von Beckenbodenübungen zu trainieren. Doch zugleich wird gewarnt, dass diese Übungen, die der amerikanische Urologe Arnold Kegel entwickelt hat, für die alleinige Lösung bestehende Probleme zu halten. Denn diese Übungen trainieren nur die Muskeln, nicht die Emotionen.

Dazu die Expertin:

Unzählige Magazine und Artikel mit Sex-Tipps zeigen Ihnen, dass Kegels Ihren Partnern bessere Orgasmen und mehr Freude bereiten. Wir alle wünschten, es wäre so einfach, aber sexuelles Vergnügen ist mehr als Reibung ... Sex ist ebenso emotional wie körperlich.

Das bedeutet: Wenn die Emotionen auf „grün“ stehen, der Körper lustvoll entspannt ist und du nicht „trocken“ bist, dann steht dem Vergnügen eigentlich nichts mehr im Wege - weder deinem noch dem deines Partners. Denn: "Die Vagina einer Frau ist so gut wie niemals zu eng, um Sex zu haben. (Medical News Today). Wer mag, kann sich auch psychologisch informieren.

Gute Idee: Frauenarzt konsultieren

Fragt stets euren Urologen oder Frauenarzt, was ihr am besten tun könnt, wenn ihr glaubt, dass ihr „etwas tun“ müsst, um selbst intensivere und angenehmere Gefühle zu haben. Oder eurem Partner solche Gefühle zu ermöglichen. Die Hinweise von Lioness (Zitate) oder von netdoktor.at und Lilli halten wir ebenfalls für hilfreich.

Die Redaktion wiest darauf hin, dass keine kommerziellen Kontakte zu lilli oder lioness bestehen. Lioness ist allerdings auch kommerziell tätig.

Nur die Vulva ist die Vulva

Viele Menschen, sogar manche Frauen und erstaunlicherweise sogar manche Moderatoren, wissen nicht, was eine Vulva ist.

Die Vulva besteht aus dem Venushügel, den Schamlippen und der Klitoris (Kitzler), wobei die Klitoris größer ist, als sie zu sein scheint. Im Deutschen, Französischen und Englischen wird sie mit dem Maul der Katze verglichen, ein Sinnbild, das dem behaarten Venushügel mit dem dahinterliegenden, rosa „Katzenmäulchen entspringt. Entsprechen sagt man „Muschi“, „Pussy“ oder „Chatte“. Bei Menschenfrauen zählt, im Gegensatz zur Tierwelt, auch der Scheidenvorhof zu Vulva.

Vulva und Vagina

Wichtig ist, die Vulva von der Vagina (Scheide) unterscheiden zu können. Dazu bietet Lilli die besten Informationen, die du im Netz finden kannst. Zwar sind sie eigentlich eher für sehr junge Mädchen gedacht - sie helfen aber jedem Menschen, der sich ausführlich und verständlich informieren möchte.

Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. „Lilli“ ist einfach eine ausgesprochen zuverlässige Quelle. Alternativ könnt ihr bei „Netdoktor“ nachlesen.

Die Besten der Besten Vibratoren – gibt es sie?

Einfacher Vibrator - der Motor und der Exzenter, der die Vibration bewirkt
Dieser Tage veröffentlichte eine der Bloggerinnen, die wir hier (noch) regelmäßig lesen, einen Artikel über die besten „Sex Toys. Nun war der Artikel (ihr erratet es sicherlich) gesponsert, aber die Frage nach dem „Besten der Besten“ wird natürlich immer wieder gestellt, weil Spitzenqualitäten nicht für ein paar Euro zu haben sind. Sagen wir es deutlich: was „Solides“ fürs „unsolide“ Verhalten kostet zwischen 70 und 200 Euro.

Die „Besten Sex-Spielzeuge“ haben mit dem „Heiligen Römischen Weltreich“ (1) eines gemeinsam: Sie sind weder „die Besten“, noch geht es um Sex, und schon gar nicht um Spielzeuge.

Das Technik-Zeug – vom Drehen zum Rütteln

Normalerweise ist der Name „Sex Toys“ ein Zusammenfassung von Dildos und Massagegeräten, die nahezu ausschließlich von Exzenter-Motoren angetrieben werden und dabei eine „rüttelnde“ Bewegung erzeugen. Da normalerweise starke Motoren nötig sind, um diese Bewegungen zu ermöglichen, verbrauchen sie auch relativ viel Strom. Das brachte manche Hersteller auf die Idee, sie für 110/240-Volt auszulegen. Ähnlich wie bei anderen Massagegräten, liegt die Elektrik völlig abgeschirmt im Gehäuse, nur die Vibration wird nach außen geleitet. Andere Konstruktionen nutzen Batterien oder Akkumulatoren zum Antrieb der Gleichspannungs-Motore. Diese rotiert nur – sie können nichts anderes. In den meisten Geräten arbeiten Mini-Antriebe, die mit etwa 2000 – 10.000 UpM (Umdrehungen pro Minute) rotieren.

Eine Top-Marke setzt beispielsweise einen Motor mit 6.400 UpM ein. Das musst du durch 60 teilen, um die maximale Rüttelfrequenz zu errechnen, ergibt also ungefähr 100 Hertz. Auf dem Motor sitzt dann die „Unwucht“ die dafür sorgt, dass die Rotation in Vibration verwandelt wird. Diese wird anschließend entweder direkt oder über eine Welle an den Kopf des Vibrators übertragen.Wie das bei einem hochwertigen Vibrator oder Massagegerät funktioniert, kannst du hier an einem zerlegten Gerät sehen. Diese Frequenz ist hörbar, und deshalb „summen“ Vibratoren tieffrequent, sie „brummen“ also. Durch sogenannte „Obertöne“ „klingen“ sie aber oft heller. Zum Vergleich: Der „Kammerton“ in der Musik hat eine Frequenz von 440 Hertz.

Köpfchen, Köpfchen …

Dieser „Kopf“ kann theoretische jedwede Form haben – von einer Kugel über eine eichelähnliche Spitze bis hin zu einem schnabelartigen, kleinflächigen Punkt. Einige Vibratoren sind dafür gedacht, von der Vagina ausgehend auf die inneren Organe (und auch die Klitoris) abzustrahlen. Stärkere Reize gehen in der Regel von kugel- schnabel- oder punktförmigen Köpfen aus, die speziell die Schamlippen und/oder die Klitoris reizen. Die „Auflagevibratoren“ massieren den Unterleib eher flächig und gelten deshalb als sanft. Übrigens spielt auch das Material der Außenhaut eines Vibrators eine wesentliche Rolle für deine Gesundheit. Darüber ist allerdings schon viel geschrieben worden, sodass wir hier darauf verzichten.

(1) Das Reich war nicht "heilig" sondern weltlich, nicht römisch, sonder deutsch, und auf keinen Fall ein Weltreich. Ähnlich ist es übrigens mit den "Heiligen Drei Königen".

Nächste Folge: Was passiert eigentlich in dir und auf dir, wenn du unterschiedliche Vibratoren einsetzt?

Der Geruch der Genitalien

Irgendwann kommt der Moment: „Seine“ Nase kommt deiner Vagina nahe. Gut, vielleicht nicht nur die Nase. Und du – du machst dir Gedanken darüber, wie du riechst und wie du schmeckst.

Tu’s nicht.

Falls du befürchtest, dass deine Genitalien nicht „gut“ riechen, solltest du bedenken: Genitalien sollten wie Genitalien aussehen und wie Genitalien riechen. Falsche Informationen zur Körperkultur und Produkte wie Vaginalduschen erwecken den Eindruck, dass Vaginas nach Blumen riechen sollten. Aber das tun sie niemals.

Du riechst, wie du riechst. Wenn er dich „dort“ nicht mag – warum solltest du ihn dann „dort“ mögen?

Weibliche Anatomie ausführlich – leider in Englisch

Die Anatomie des weiblichen Unterleibs ist selbst für manche Frauen ein Rätsel – sie haben schließlich gelernt, sich möglichst nicht damit zu beschäftigen. Wer es dennoch wagen will, sich mit allem zu beschäftigen, was unterhalb des Bauchnabels Lust und Frust bereitet – bitte schön.

Em & Lo bieten aber nicht nur das – sie erklären auch, warum es vaginale Druckpunkte gibt, die Reize auslösen. Wie bekannt, ist dies ein langjähriger, teils heftig geführter Kampf zwischen Frauenärzten und Forschern, Psychologen und Gender-Forschern, und vor allem zwischen Feministinnen und lustvollen Frauen, die es eigentlich wissen mussten.

Das Geheimnis: Auch dort, wo keine unmittelbaren Nerverstränge verlaufen, kann Druck auf andere Organe ausgeübt werden, die sensible Nerven enthalten. Und dann – geht die Post ab oder auch nicht. Je nachdem, was du vorher schon ausprobiert hast und wie dein Gehirn die Reize aufnimmt.