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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Warum Frauen nicht mehr so viel verziehen wird

Frauen wollen heute realistisch gesehen werden - doch ist nach wie vor die Frage, wie sich dann die Widersprüche auflösen zwischen „ich bin für nichts verantwortlich“ und „ich trage große Verantwortung für mich“.

Bringt uns dieses Zitate da weiter? (Die Zeit):

Heute schwankt die Meinung ... immer noch zwischen Idealisierung und Dämonisierung – und wir leben in einem größeren Widerspruch als Anfang der Siebzigerjahre. Weil die Frau heute als emanzipiert gilt, wird ihr weniger verziehen.
Mal diese Karte zu ziehen, mal jene, ist ein Spiel. Es kann Freude machen, aber es kann eben auch nerven. Und nein, es ist nicht nur der Widerspruch zwischen „Idealisierung und Dämonisierung“ - das glauben vielleicht die selbst ernannten Eliten, die das Leben als Theateraufführung sehen. Die Realität ist anders, und sie ist wesentlich nüchterner. Der Moment ist der Moment, und alles findet im "Hier und Jetzt" statt.

Warum sollten „wir“ nun Frauen verzeihen, nur weil sie Frauen sind? Gibt es irgendeinen plausiblen Grund dafür? Ich meine: Nein. „Wir“ dürfen jedem Verzeihen, Frauen wie Männer. Und „wir“ dürfen Widersprüche nach wie vor deutlich machen - auch bei Frauen und Männern.

Was „wir“ wirklich akzeptieren müssen, ist die Rolle, die sich jemand wählt - und genau das tun Frauen und Männer im liberalen Staat nach eigenem Gutdünken. Das heißt aber auch: Idealisiert wird, wer sich als ideal präsentiert, und dämonisiert wird, wer sich als „geheimnisvoll“ darstellt. Und manche Menschen tun sowohl das eine wie das andere, je nach Stimmungslage.

Und nun: Was gibt es da zu „verzeihen“?