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Die Woche: Dominanz, Nikoläuse und das Märchen von der Perfektion

Wer dominiert in einer Beziehung? So einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Denn während manche Paare, die Chili als Gewürz verwenden, angeblich darüber reden, tun es die Vanillepaare meist nicht. Lest den Versuch, Licht ins Dunkel zu bringen mit unserem Artikel "wer dominiert einheitlich wirklich?"

Lasst euer kreatives Licht nicht ausblasen!

Sehr ernst: Habt ihr auch den Eindruck, dass nach und nach eure inneren Lichter ausgeblasen werden? Ich höre es von den meisten Kreativen in diesem Land. Der innere Lockdown ist meist schwerer zu meistern als der Äußere. Und die ständigen Appelle von den Fernsehgesichtern gehen mir noch auf den Keks. Also rufe ich mal dazu auf, das innere Licht glühen zu lassen - denn das ist immer möglich. Ich muss es wissen. Ein Blogger hat kaum Publikum, und er muss dennoch kreativ sein. Und bei mir beginnt jeder Tag mit Selbstmotivation.

Die Gefahren der Liebe, der Viren und der Einsamkeit

Apropos Lockdown: Sex mit Fremden kann gefährlich sein. Das war schon immer so. Ist er jetzt gefährlicher als vor einem Jahr? Oder ist es gefährlicher, ganz auf Lust, Sex oder gar Liebe zu verzichten? Ich höre von Lamento der Familien, die einander Weihnachten nicht wie gewohnt begegnen können. Ich höre von der Einsamkeit der alten Menschen. Doch wer redet über die Personen, die jetzt schwermütig werden, weil sie in jungen und mittleren Jahren niemanden zum Ankuscheln finden? Familienpolitiker oder ähnlich gelagerte Zeitgenossen jedenfalls nicht. Es gibt ja wichtigere Themen ... fragt sich nur, welche?

Dating-Pause? Warum nicht?

Die Dating-Branche ist natürlich weiterhin am Single und seinem Geld interessiert. Und ihnen gefällt sicher nicht, wenn einige ehemals Suchenden jetzt beschließen, eine Dating-Pause einzulegen.

Die Märchenerzähler und die schönen Illusionen

Die Märchen werden nicht alle: Die perfekte sinnliche Liebesnacht wird von vielen Frauen und Männern gesucht, aber selten gefunden. Und wenn sie gefunden wurde, dann war es ein seltener Zufall - oder der Partner spielte seine Rolle besonders gut. Oftmals gegen Bares.

Als schöne Illusionen erweisen sich auch manche Zeitungsartikel über die Partnersuche. Allerdings zerfallen sie gleich nach der Überschrift: Da wird „tatsächliche Liebe“ durch eine neue App versprochen - und gar eine Fachfrau, die das beurteilen kann. Irgendwie muss das den Erfinder der App freuen, oder etwa nicht?

Nikolaus als sehnsüchtige Fantasie

Früher habe ich oft etwas zum Nikolaustag geschrieben: Woher dieser Nikolaus eigentlich kommt, wer er war und was er tat - jedenfalls nach der Überlieferung. In diesem Jahr verzichte ich darauf. Stattdessen habe ich den Tag genutzt, um einmal mehr auf eine sinnliche Lust hinzuweisen: die als sinnlich empfundenen Schläge des Geliebten oder der Geliebten. Und um die dreiteilige Artikelserie von unserer Expertin für „Chili und Aua“ gar nicht erst in den Bereich von S/M einzuordnen, gibt es ein Vorwort.

Der erste Teil beschäftigt sich damit, warum gerade jetzt die „Zeit der lustvollen Schläge“ beginnt, der zweite handelt davon, was eigentlich so lustvoll daran ist - und der dritte Teil wird davon handeln, warum es so sexy ist, den Po zu präsentieren.

Ich weiß, das klingt alles nicht „super-serös“. Ist es aber. Wir haben mindestens ein Dutzend Frauenzeitschriften und Magazine durchgesehen, um die Sache auf den Punkt zu bringen - und natürlich haben wir viel mehr Material, als wir hier veröffentlichen können.

An euch

Also, mal Los: lasst euer Licht leuchten (dürft ihr auch gerne hier tun), verzweifelt nicht im Single-Frust, und seid sehr, sehr vorsichtig beim Kontakt mit Fremden.

Neues Motto für Dezember: das LICHT in DIR

Lass es brennen, dein Licht
Unser Motto für November “Vorräte einsammeln und genießen" konnten wir kaum ausfüllen. Die weltweiten Pandemiebeschränkungen (und nicht nur die deutschen Konzepte dazu) waren nicht gerade auf „Einsammeln“ ausgerichtet. Genießen wäre trotzdem möglich gewesen, aber nun ist ja erst einmal hoheitlich verfügt worden, dass wir am besten alle zu Hause bleiben, und gar keine Kontakte mehr haben sollten. Zwar sind Autoren davon „eigentlich“ nicht betroffen, aber den meisten kreativen Geistern geht inzwischen der Frust auf die Mütze, der von Berlin ausgeht und sich auf jeden Einzelnen von uns auswirkt.

Kurz: Da draußen wird gelabert und gelabert und gelabert - aber nichts wirklich Sinnvolles hervorgebracht.

Die Regierungen erzeugen vor allem Frust - WIR nicht

Und wie wollen wir dann noch etwas Sinnvolles erzeugen? Einen Menschen, der einen Partner sucht, wird man kaum damit Freude machen, wenn gefordert wird, seine Kontakte um 75 Prozent zu reduzieren. Dieser Mensch hat gar keine vier Kontakte, um sie auf einen zu reduzieren. Im Gegenteil: Er/sie sucht Kontakte. Und wir wissen mittlerweile, dass der Frust zu unkontrolliertem, schnellen Sex führt - und nicht zu sorgfältig eingefädelten Beziehungen. Auch in diesem Punkt sollte man den Märchenerzählern mal auf die Füße treten.

Das Familienfest "Weihnachten" entzaubern

Oh, oh - nächsten Monat ist Dezember, und da findet irgendwie „Weihnachten“ statt. „Singles und Weihnachten“ war schon immer ein Problem. Aber es wurde erst richtig zum Problem, wenn der Single gefragt wurde, wann er den nun endlich einen Partner kennenlernen würde, damit es Enkel gibt. Das mindestens könnt ihr euch ersparen.

Das Motto für Dezember

Nein, nein - das Thema für Dezember wird nicht „Ran an die Nüsse“ - es hat weder mit dem Mann im roten Bademantel zu tun noch mit der Maid im langen weißen Nachthemd. Nicht mit dem Jesuskindlein und nichts mit dem Pfarrer.

Es ist einfach:

Zünde dein Licht endlich wieder an.

Ich setzte auf die Hoffnung, auf das Licht, auf die Wende zu längeren Tagen - selbst, wenn der Winter noch bevorsteht und alle Menschen im Unklaren gelassen werden, wann der Lockdown endlich aufgehoben werden kann.

Die Regierenden schaffen es nicht - WIR vielleicht schon ...

Wir schaffen das - und diesmal sind es wirklich WIR, die es schaffen müssen. Denn nur WIR können uns selbst und andere noch motivieren - die Regierenden und ihre Gefolgschaft sind in dieser Hinsicht inzwischen Totalversager. Sie glauben ernsthaft, dass sie uns mit ein bisschen Weihnachtsglück und „in Familie machen“ motivieren können? Wo leben die eigentlich? Haben die überhaupt noch einen Plan? Sind die Gesundheitsämter auf die nächste Welle oder die nächste Pandemie vorbereitet? Nein -sie sind es nicht. Und bevor ich Beifall von Randalieren bekomme - nur gegen etwas zu sein ist auch keine Lösung.

Also - her mit dem inneren Licht. Es braucht Nahrung, und dazu kann ich euch nur aufrufen: Leserinnen und Leser, Freunde und Gegner, Mitstreiter für eine auf den Grundsätzen des Humanismus basierende Kultur.

Macht etwas.

Eröffnet gemeinsame Projekte für mehr Kreativität.

Ich kann das Motto nur für mich und die Liebeszeitung ausgeben:

„Zünde dein Licht endlich wieder an - und lasse es hell in dir leuchten"

Für mich selbst will ich es versuchen.

Danke, dass ihr dies gelesen habt.

Die Woche - Wahrheiten oder Schwachsinn in Bonbonpapier?

Die Wahrheit ist nicht das gefragteste Gut in diesen Zeiten. Mir war klar, dass mein Artikel „Besser Denkweisen - Bessere Dates“ wenig positive Resonanz bekommen würde. Die Sache ist: Du kannst jeden beliebigen Schwachsinn über Dates verfassen, wenn er nur in rosa Bonbonpapier eingehüllt ist. Denn dann sieht Lieschen Müller das Bonbonpapier und lutscht den Inhalt aus, ohne darüber nachzudenken. Das schien auch bei meinem Artikel „Schweigen und Dates“ so zu sein, denn auch in ihm bin ich auf den Kern einer Beziehung eingegangen - und das ist für viele Menschen inzwischen ein Fremdwort.

Wie die Pandemie den schnellen Sex begünstigt

Weil ich gerade so hübsch am Motzen bin, noch eine unbequeme Wahrheit. Viele Singles suchen in der Zeit der Pandemie nicht nach Beziehungen, sondern nach schnellem, unkomplizierten Sex. Auch Frauen. Wen wundert es eigentlich noch angesichts des wachsenden Selbstbewusstseins?

Dominante Frauen

Unterhaltungswert wie auch einen Sinn hat der Artikel über weibliche Dominanz. Die Idee stammt von einer dominanten Frau - und Isidora war so nett, ihn in neue Worte zu fassen.

Ungewöhnliches über Dreier

Ungewöhnlich auch die Sichtweise über Dreier - wenngleich wohlfundiert und gut recherchiert von Ubi.

Wünsche an uns?

Ihr wollte mehr? Dann schickt mir mal hübsche Links, Beispiele und alles, von dem ihr gehört und gelesen habt.

Wünsche an euch

Ansonsten wünsche ich euch vor allem Liebe, Sinnlichkeit und Gesundheit. Und da demnächst Weihnachten sein soll, wie ich hörte: Lasst doch eure Verwandten dieses Mal in Ruhe, wenn ihr Single seid. Es erspart manchem von euch dumme Kommentare und lästige Fragen.

Die kleinen Sünden zwischen den Jahren

Nachdem die Weihnachten und selbst die Raunächte nun überall ventiliert wurden, ist ein Begriff in den Hintergrund geraten: die Zeit zwischen den Jahren.

Tatsächlich gab es diese Zeit früher wirklich. Es war die Zeit „zwischen den Jahren“, also dem Ende des alten Jahres und dem Beginn des neuen Jahres. Während dieser Zeit erwartete man merkwürdige, teils ungebetene Besucher, die in wilden Heerscharen über die Dörfer hinwegfegten. Diese Tage –und vor allem deren Nächte waren keine „heiligen Nächte“, sondern überwiegend Zeiten, vor denen man sich fürchten musste. Es war sozusagen eine „Zeit außerhalb der Zeit.“ Stell euch einfach vor, das alte Jahr würde am heutigen 24. Dezember enden. Dann gäbe es 11 Nächte oder 12 Tage, an denen es weder Jahr noch Monat oder Tag wäre, und erst am heutigen 6. Januar würde das neue Jahr wieder beginnen.

Die Zeit, die es nicht gibt – und die kleinen Sünden

Was läge näher, als diese Zeit ganz auszugrenzen? Wenn es eine zeitlose Zeit gab, warum sollte es dann nicht auch die Zeit sein, in der an kleine Sünden begehen konnte, ohne dass dafür eine Strafe vorgesehen war? Warum sollte man nicht „verkehrte Welt“ spielen? Nein, die Rede ist nicht von den großen Sünden. Gemeint ist viel mehr eine Art Karneval der Sinne, in dem alles was gemeinhin als „Fleischeslüste“ bezeichnet wird, Konjunktur haben könnte. Schuld an dieser Sichtweise sollen die Römer gewesen sein. Ihre „Saturnalien“ zu ähnlichen Terminen waren bekannt für ihre orgiastischen Auswüchse.

Wir haben uns daran gewöhnt, von einer „besinnlichen“ Weihnachtszeit zu sprechen, in der wir nachdenklich, teils grüblerisch werden, uns in die Kindheit zurückbegeben, um dann Wintertrübsal zu erleiden?

Wäre es da nicht lustvoller, sich in eine Zeit hineinzuversetzen, in der – unverbrüchlich – keine der kleinen Sünden gesühnt wird?

Ich las gerade, wie eine Gruppe von Menschen unterschiedlicher Konfessionen, die alle in viktorianische Gewänder gehüllt waren, nach einer internen Feier eine katholische Mitternachtsmesse besuchten. Das mag bizarr klingen, aber es fällt ebenfalls in die Zeit „zwischen den Jahren“, in denen die Sinnlichkeit mit dem Sinn konkurriert und keiner am Ende den Sieg davon trägt.

Unheilige Weihnachten

Nein, Weihnachten ist heute noch nicht. Aber Winteranfang und Wintersonnenwende war gerade ebene. Singles bekomme jetzt Tiefaugen, überprüfen ihre Alkoholvorräte, sehen ins Fernsehprogramm und denken „ich scheiß auf all den sentimentalen Quatsch“.

Die Weihnachtsmärkte verabschieden feierlich ihre Weißbärtigen, die letzten Weihnachtsferien wurden überstanden, sogar die meisten Jul-Frühstücke. Letztere sind wegen ihrer Länge, ihrer Vielfalt, ihres Alkoholkonsums und mancher anschließender Seitensprünge beliebt und gefürchtet.

Die Zwölf Weihnachtstage – und Weihnachtsnächte - kommen noch. Sie sind zugleich der Übergang von christlichen Weihnachten zu den heidnischen Weihnachten. Das wiederkehrende Licht wir mit Radau, viel Licht, bösen Streichen, Ritualen und manchmal mit ausschweifendem Sex gefeiert.

Es ist irgendwie wie jedes Jahr: Weihnachten rührt das Fernsehen die Menschen mit Familienkitsch an, und die Gedanken der etwas Nachdenklicheren unter uns gehen „in Großvaters Haus“:

Wihnachenobend
denn goht wie no boben,
denn pingelt de Klocken,
denn danzt de Poppen,
denn piept de Müs‘
in Grooßvadder sien Hüs‘.


Was letztlich heißt: Sie erinnern sich an das, was Weihnachten einmal für sie war – und nicht nur Weihnachten. Denn wenn die Puppen tanzen, man sich also an das Gute erinnert, und die Mäuse piepen, was wenig Gutes verheißt, dann hat man so ungefähr das, was die Erinnerung an die Vergangenheit, durch Großvaters Haus“ bezeichnet, ausmacht.

Ja, ich weiß, WEIHNACHTEN ist für die meisten von euch das, was Wikipedia verkündet:

Weihnachten, auch Weihnacht, Christfest oder Heiliger Christ genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi.


Das Christfest mag ja das Christfest sein, aber Weihnachten ist für mich wie für viele andere Menschen des Nordens ist es die Rückkehr des Lichts, so wie es die Germanen und die Römer sahen. Es hat aus meiner Sicht überhaupt nichts mit Religion zu tun, sondern mit einem Naturereignis. Selbst Wikipedia muss zugeben, dass erst der Papst Julius das Fest des Sol durch ein Christenfest ersetzen ließ. Und, Wikipedia: die Natur war immer zuerst da – ihren Verlauf haben Menschen schon beobachtet, bevor sie die seltsame Kunde aus dem vorderen Orient hörten.

Ob es nun für euch die Glocken sind, die derzeit ja angeblich niemals „süßer Klingen“ als derzeit, ob es die Puppen sind, die zwischen den Jahren tanzen, oder die Mäuse, die euer Versagen noch einmal frei nagen – ich wünsche euch frohe Festtage, was immer ihr feiert.

(Zitat oben von Rudolph Kinau, niederdeutscher Schriftsteller)