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    <title>die liebeszeitung (Artikel mit Tag fantasien)</title>
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    <description>liebeszeitung online - für liebe, lust und leidenschaft</description>
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    <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 14:10:22 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: die liebeszeitung - liebeszeitung online - für liebe, lust und leidenschaft</title>
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    <title>Das Haus der Frau Berkley und der Herr Ashbee </title>
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            <category>lust und begierden</category>
            <category>ungeklärtes und absonderliches </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ubomi Ulobi)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Eine mehrteilige Betrachtung über Wahrheiten und Mythen um die &quot;englische Erziehung&quot; und die Lust an erotischen Schlägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;#9200; Zu diesem Artikel gibt es eine neue, erweiterte  Version auf &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html&quot;&gt;sehpferd&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dritter Teil: Das Haus der Frau Berkley und der Herr Ashbee  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;Das Bordell der Theresa Berkley wurde von ihr vermutlich zwischen 1820 und ihrem Tod im Jahr 1836 betrieb. Im Jahr 1828 soll es ihr gelungen sein, ein neues Möbel für ihr Etablissement zu entwickeln, das man später das „Berkley Horse“ nannte. Neben ihren Fähigkeiten als Geschäftsfrau und Gouvernante soll es maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Bordells beigetragen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die mysteriösen Geheimnisse der Frau Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Frau Berkley, wie wir sie heute lesen, wurde allerdings erst weit nach ihrem Tod im Jahr 1836 geschrieben. Nachdem ihr Bruder, ein Missionar, das Erbe aus moralischen Gründen ausschlug, fiel es an Berkleys Hausarzt Dr. Vance, der sich allerdings später weigerte, das Erbe zu verwalten. Soweit scheint es sich um Fakten zu handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bücher, Bilder und Fantasien um das Leben der Frau Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ab hier beginnt die Fantasie Wellen zu schlagen. Denn besagter Dr. Vance behielt angeblich Frau Berkleys Korrespondenz. Und die war in jeder Hinsicht spektakulär, weil es ja nicht einige „unbekannte Perverse“ waren, die das Etablissement besuchten, sondern hohe Beamte, Geschäftsleute und Adlige. Man konnte sich vorstellen, was passiert wäre, hätte Dr. Vance diese Briefe tatsächlich besessen oder gar öffentlich gemacht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem die mysteriöse Kiste mit den Briefen offenbar verschwunden war, fand sich angeblich ein Schriftsteller, aus dessen Feder die gesamte Legende entwickelt wurde. Dabei spielte auch ein Buch eine Rolle, nämlich die „Venus School Mistress“. Auch diese Annahme erwies sich als falsch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In die Welt gebracht wurde der Mythos von dem Schriftsteller Henry Spencer Ashbee (Pseudonym: Pisanus Fraxi), (1834 – 1900), der im Jahr 1877, also etwa 40 Jahre nach dem Ableben von Mrs. Berkley und fast 50 Jahre nach dem Erscheinen der Ausgabe des Buches, die Legende begründete.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die angeblichen  „Memoiren“ der Theresa Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in den Schilderungen Ashbees auffällt, ist eine gewisse Doppeldeutigkeit. Einerseits schreibt er, dass die Memoiren der Theresa Berkley niemals veröffentlicht wurden, andererseits behauptet er aber auch, dass in diesen Memoiren eine Abbildung enthalten gewesen sie, die ihre Erfindung, das „Berkley Horse“ zeigte. Und er behauptete zudem, dass es eine ganz ausgezeichnete Abbildung des „Berkley Horse“ in einer der Ausgaben der „Venus School Mistress“ gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither kursiert das Gerücht, das auf Ashbee zurückgeht, in zahllosen Schriften weiter – und es wird ständig aufs Neue abgeschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Buch - die Venus School Mistress &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wie auch immer - die Geschichte der Memoiren von Frau Berkley ist frei erfunden. Werfen wir kurz einen Blick auf das Buch, das häufig als die „Memoiren der Berkley“ bezeichnet wird. Es ist eine relativ belanglose erotische Schrift, die dem Zeitgeist entsprach: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Venus School Mistress; or, Birchen Sports. By R. Birch.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/v_schcool_mstrs.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4214 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;377&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/v_schcool_mstrs.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Titel der Ausgabe von 1917&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Ausgabe von ca. 1810 ist möglicherweise die älteste, aber es soll eine zweite Ausgabe von 1820 geben, in der „vier Abbildungen“ enthalten sind. Zehn Jahre später gab es eine weitere Ausgabe unter dem gleichen Titel, die sich angeblich auf eine ältere Ausgabe bezog, diesmal eine von 1788. In der Ausgabe von ca. 1830 (1938) soll auch das „Berkley Horse“ zu sehen sein – mit Mrs. Berkley einer Frictrice und dem Berkley-Horse. Darauf kommen wir noch. Wer an der Geschichte des Buches interessiert ist, sollte den folgenden Abschnitt lesen. Er wirft viel Licht auf die Praxis der Veröffentlichung erotischer Schriften im frühen 19. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu existiert folgende fast genau zutreffende Original-Recherche über den Ursprung (gekürzt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Venus-Schulmeisterin; oder Birchen Sports. Von R. Birch, übersetzt aus Manons Memoiren. Gedruckt für Philosemus und verziert mit einem schönen Druck. Preis 10 Schilling, 6 Pence. Wahrscheinliches Erscheinungsdatum 1808 bis 1810…. Es gibt eine weitere Ausgabe von ca. 1820, „mit 4 farbigen Tafeln“.Um 1830 druckte Cannon das Werk mit dem Titel &quot;Venus School Mistress; or Birchen Sports. Es wurde im Titel als ein „Nachdruck der Ausgabe von 1788“ bezeichnet und mit einem Vorwort von &lt;em&gt;Mary Wilson&lt;/em&gt; eingeleitet, das einige Hinweise auf Mrs. Berkley enthielt. London: „Gedruckt von John Ludbury, Nr. 256, High Holborn. Es enthielt fünf oder sechs faltbare farbige Tafeln und ein Frontispiz (nicht faltbar), die „Das Berkley-Pferd“ darstellt. W. Dugdale gab um 1860 eine Ausgabe mit Titeln wie oben heraus. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Der Preis betrug also 10 Shilling und sechs Pence, was etwa dem heutigen Gegenwert von 75 GBP entsprach, ein Frontispiz (der Bildertitel) befindet sich dabei auf der zweiten, dem Titelblatt gegenüberliegenden Seite). Weitere Ausgaben erscheinen angeblich 1917 und das ging immer so weiter - stets wurde behauptet, man drucke die Ausgabe von 1788 nach. Als das Vorwort der angeblichen von &lt;em&gt;Mary Wilson&lt;/em&gt; dazukam, hieß es irgendwann „der verstorbenen Mrs. Berkley“, jedenfalls in der Ausgabe von 1917 (Nachdruck), die ich einsehen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/vorwort_1.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:4213 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;781&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/vorwort_1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wann auch immer der Text geändert wurde - die Jahreszahl 1788 im Titel ist falsch&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Täuschungen und Verwirrungen um Mary Wilson&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist dabei, dass die Täuschungen mit dem Manuskript noch weitergingen. Die angebliche „Mary Wilson“, die ebenfalls als Bordellwirtin klassifiziert wurde, wird nämlich als Autorin eines sehr ähnlichen Buches genannt, „The Spirit Of Flagellation. Es wurde als „gedruckt und herausgegeben von Mary Wilson“ deklariert und enthält auch das gleiche Vorwort. Das Original soll angeblich von 1827 stammen, aber 1830 ist ebenfalls möglich. Jedenfalls wurde die Neuauflage angeblich 1892 veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie soll mit folgendem Text beworben worden sein: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Da die meisten Werke zu diesem Thema vergriffen und äußerst selten sind, beabsichtige ich, sie in schneller Folge in einer Reihe von Bänden zu ersetzen, die mit der Gegenwart einheitlich sind. Herren, die eine Gouvernante benötigen, oder Damen, die in diesen Zweig der eleusinischen Mysterien eingeweiht werden möchten, können vertraulich mit den notwendigen Informationen versorgt werden, indem sie mit mir über die Buchhändler oder andere Agenten kommunizieren, die ihnen diese Arbeit liefern können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria Wilson.&lt;br /&gt;
1. Mai 1892.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei um eine wirkliche, möglicherweise aber auch fiktive Bordellwirtin, deren Etablissement ihre Glanzzeit angeblich zwischen 1815 und 1830 hatte und die mit ähnlichen Attributen beschreiben wurde wie Frau Berkley. Auch diese „Information“ stammt von Ivan Bloch (nach Ashbee). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ashbee und eine zweideutige Information &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jedenfalls behauptete Ashbee, auf der Frontispiz der &lt;em&gt;„Venus School Mistress“&lt;/em&gt; habe es eine Abbildung gegeben, die Frau Berkley, ihr wundersames Möbel, einen darauf festgebundenen Mann und eine &lt;em&gt;Frictrice&lt;/em&gt; zeige. Ashbee selber schrieb dann allerdings:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Es gibt eine Darstellung in Mrs. Berkleys Memoiren. Sie zeigt einen Mann, der sich völlig nackt auf dem Chevalet befindet. Eine Frau sitzt auf einem Stuhl genau darunter, mit entblößtem Busen, Bauch und Schambereich und beschäftigt sich mit seinem Embolon, während Mrs. Berkley mit einer Rute auf sein Hinterteil einschlägt. Die weibliche Rolle als Frictrix nahm sich Miss Fisher, als Vorbild. Sie war eine schöne, große, dunkelhaarige Frau, an die sich jeder erinnern müsste, der in diesen Tagen die Charlotte Street besuchte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie der Mythos zementiert wurde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung der angeblichen Illustration in den „Memoiren“ ist heute noch in jedem Artikel zum Thema zu lesen: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Es gibt eine Abbildung in Mrs. Berkleys Memoiren, die einen beinahe nackten Mann darauf zeigt. Eine Frau sitzt in einem Stuhl direkt darunter, Hintern, Bauch und Scham entblößt, die den Mann mit der Hand befriedigt während Mrs. Berkley seine Rückseite mit Birkenruten bearbeitet. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wer dem Text glaubt, muss annehmen, dass Herr Ashbee tatsächlich die Memoiren der Theres Berkley gelesen habe, von denen er andererseits bestreitet, dass sie jemals veröffentlicht wurden. Und so beginnt die Legende vom „Berkley Horse“ tatsächlich mit Spencer Ashbee – aber sie endet nicht damit. In seinem Buch „Das Geschlechtsleben in England“ schreibt „Dr. Eugen Dühren“ (Der Arzt und Sexualwissenschaftler Iwan Bloch): &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Pisanus Fraxi ließ (das Bild) in seinem „Index Librorum Prohibitorum“ reproduzieren. Nach dieser Reproduktion wurde das Bild wiederholt bei Hansen („Stock und Peitsche)“ und Eulenburgs „Sadismus und Masochismus“ (veröffentlicht.) Man findet das Chevalet auch auf modernen Flagellationsbildern. In Paris soll es währen der Weltausstellung von 1900 praktische Verwendung und viel Anerkennung bei Lebemännern gefunden haben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Iwan Bloch ein angesehener Arzt war, zweifelte später niemand mehr daran, dass beides Realität war – die Memoiren einerseits und das „Berkley Horse“, so wie es Ashbee gesehen haben wollte, andererseits. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Klappleiter im Luxusbordell? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was uns nun noch fehlt, ist die Idee zur Zeichnung des angeblich „echten“ Berkley Horse, und wir finden sie erstaunlicherweise ebenfalls bei Iwan Bloch (wieder nach Ashbee):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die kuriose Einrichtung ihres Geschäftes bestand aus einer zusammenklappbaren Leiter, aus Riemen, Birkenruten, (und) Stechginsterbesen … (Die jungen Frauen) wurden auf verschiedene Weise flagelliert … (und) manchmal wurden sie an die Leiter gebunden.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Informationen stammen offensichtlich aus der Presse, weil die Betreiberin der „Akademie der Züchtigungen“, eine gewisse Sarah Potter, (auch Sarah Stewart genannt) angezeigt wurde. Ihre Gerätschaften landeten beim „Westminster-Polizeigericht“, und es ist überliefert, dass „die Öffentlichkeit davon erfuhr.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vorfall stammt allerdings (laut Bloch) aus dem Jahr 1863 – fällt also ungefähr in die Zeit von Ashbees Recherchen, was erneut Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit nährt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Welchen Apparat hatte Frau Berkley wirklich erfunden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer all dies gelesen hat, wird sich nun fragen: Wie hätte denn Frau Berkleys Erfindung „wirklich“ aussehen können? Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten. Größer, höher, schwerer und dennoch flexibler. Wie er allerdings „genau“ aussah, wissen auch wir nicht - aber es gibt durchaus Hinweise. Und davon nun in der vierten Folge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quellen (unter anderem):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Art and Popular Culture: &lt;a href=&quot;http://www.artandpopularculture.com/Sexual_Life_in_England:_Past_and_Present&quot;&gt;Sexual LIfe in England&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Folgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4734-Die-lustvollen-Strafen,-Frau-Berkley-und-ihr-geheimnisvolles-Pferd.html&quot;&gt;Körperstrafen und Definition&lt;/a&gt; - Körperstrafen (Definitionen) &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4735-Eintauchen-in-die-Viktorianische-Zeit-Adel,-Buergertum,-Fassade-und-Bordelle.html&quot;&gt;Die viktorianische Zeit und das 19. Jahrhundert &lt;/a&gt; Adel, Bürgertum, Fassaden. &lt;br /&gt;
Das Bordell der Frau Berkley und die einzige Quelle dafür bei Ashbee (hier)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4737-Die-Legende-vom-Berkley-Horse-oder-ein-Flagellationsbordell-innovativ-moeblieren.html&quot;&gt;Das angebliche „Berkley Horse“&lt;/a&gt; - ein Möbel für ein Bordell.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/4738-Ein-Nachtrag-zu-meiner-Vorgehensweisen-im-Fall-Berkley-Horse.html&quot;&gt;Meine Vorgehensweise bei den Recherchen&lt;/a&gt; - die Wahrheit. &lt;/em&gt; 
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    <pubDate>Wed, 15 Mar 2023 13:21:00 +0000</pubDate>
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    <category>brüste</category>
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</item>
<item>
    <title>Der Mythos vom &quot;Berkley Horse&quot; </title>
    <link>https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3739-Der-Mythos-vom-Berkley-Horse.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Ubomi Ulobi)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/horse_strichzeichnung.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3466 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;737&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/horse_strichzeichnung.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Links: Moderner Nachbau, rechts: Originalzeichnung, entzerrt. Die Figur zum Größenvergleich&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Mythos um den legendären Prügelbock begann mit dem Tod der Theresa Berkley im Jahre 1836, als ihr Vermögen durch Verzicht der Erben an die Krone fiel. Alle Unterlagen, die sich damals im Besitz von Frau Berkley befanden, wurden angeblich zerstört. Doch nun begannen die Gerüchte zu brodeln. Das bekannteste drehte sich tatsächlich um das mysteriöse „&lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3738-Hat-es-jemals-ein-Berkley-Horse-gegeben.html&quot;&gt;Berkley Horse&lt;/a&gt;“.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte diese Prügelbocks ist wird mit Pseudo-Belegen untermauert, die allesamt wertlos sind, weil keiner der angeblichen Belege zum Zeitpunkt der Untersuchungen wirklich existierte. Lesen wir einfach nach (1,2): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In Mrs. Berkleys Memoiren befand sich ein Kupferstich, der das „Pferd“ in Action darstellte. Man sieht Mrs. Berkley eigenhändig die Posteriora des auf dem Chevalet befestigten Mannes peitschen, während ein auf einem Stuhl darunter sitzendes stark dekolletiertes Mädchen ihm Dienste als &quot;Frictrix&quot; (3) leistet. Eine Abbildung des „Pferdes“ findet sich in der Ausgabe der „Venus School-Mistress“ von 1836, wonach Pisanus Fraxi es in seinem „.Index Librorum Prohibitorum“ zu Seite XLIV reproduciren liess. Nach dieser Reproduction wurde das Bild wiederholt bei Hansen „Stock und Peitsche“ S. 167 und Eulenburg „Sadismus und Masochismus“ S. 61.  Man findet das Chevalet auch auf modernen Flagellationsbildern. In Paris soll es während der  Weltausstellung von 1900 practische Verwendung und viel Anerkennung bei Lebemännern gefunden haben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei so viel Experten und Zeitzeugen (Bloch, Hansen, Fraxi, Euleburg,  Besucher der Weltausstellung) wäre es sehr unwahrscheinlich, wenn ein Bild ganz und gar verschwände. Eigenartig ist auch, dass niemand auf dieser Welt mehr ein Exemplar des Bildes, sei es aus den Büchern oder kopiert, in Händen halten würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Informationen aus zweiter und dritter Hand&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in der heutigen Zeit auch, brüsteten sich Journalisten und Buchautoren auch damals mit einem angeblichen „authentischen“ Wissen. Die Gentlemen, die im Etablissement von Frau Berkley verkehrten, hüteten sich, darüber zu sprechen, und die wenigen, die man wirklich zum Reden brachte, sprachen vom „Chevalet“, also einem Gestell, an das man einen Mann festbindet, während er geschlagen wird. Jede „Gouvernante“, ob sich nun um die Inhaberin des Etablissements oder eine Angestellte handelte, war auf solche „Prügelböcke“ angewiesen – denn das waren sie im engeren Sinne. Wie bereits erwähnt, dienten sie einerseits der Vervollständigung der Illusion, der Gouvernante ausgeliefert zu sein, wie auch zur Sicherheit der Besucher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Woher stammten die Ideen für die Prügelböcke?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot;  href=&#039;https://liebeszeitung.de/uploads/london_zuchthaus.jpg&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3467 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;575&quot;  src=&quot;https://liebeszeitung.de/uploads/london_zuchthaus.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bild aus einem Zeitungsbericht, angeblich aus 1905&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die meisten Ideen für Prügelböcke in erotischen Etablissements lassen sich auf den Vollzug von Prügelstrafen in der Justiz zurückführen, ein kleinerer Teil auf die Praxis der häuslichen Züchtigung (insbesondere an Domestiken) und der schulischen Züchtigung (insbesondere in Internaten). Die Idee, die Justiz als Vorbild zu nehmen, ist nicht so abwegig, wie es scheint, denn die Etablissements benötigten besonders stabile, schwere Geräte, die für den Dauergebrauch geeignet waren. Man kann durchaus annehmen, dass ein solches Gerät in einem Flagellationsbordell noch weitaus häufiger gebraucht wurde als im Zuchthaus. Die Idee zum Modell, das angeblich von Frau Berkley verwendet wurde, entstammt sehr wahrscheinlich einem Londoner Zuchthaus. Eine Leiterkonstruktion vorne, eine Auflage für den Körper, verschiedene Ösen, um Riemen daran zu befestigten – das alles deutet auf das Vorbild eines Zuchthauses hin. Allerdings ist die Zeichnung selbst eindeutig ein Produkt der Fantasie. Wenngleich Iwan Bloch davon ausgeht, dass es sich um eine „Leiterkonstruktion“ handelt, ist seine Schilderung die Grundlage der Illusion, man könne mithilfe des Geräts einen Gentleman „in jeder beliebigen Lage“ peitschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir also &lt;em&gt;Iwan Bloch&lt;/em&gt; alias &lt;em&gt;Dr. Eugen Dühren&lt;/em&gt; noch einmal zu Wort kommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Im Wesentlichen ist es eine verstellbare Leiter, die bis zu einem beträchtlichen Grade ausgespannt werden kann und auf welcher der Betreffende festgeschnallt wurde, indem für Kopf und Genitalien Öffnungen gelassen wurden.&lt;/blockquote&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/3739-Der-Mythos-vom-Berkley-Horse.html#extended&quot;&gt;&quot;Der Mythos vom &amp;quot;Berkley Horse&amp;quot; &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Fri, 21 Aug 2020 04:20:00 +0000</pubDate>
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