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Wird „sinnlich“ jetzt sinnlos?

Sinnlichkeit ist nötig, um daran zu lernen
Je mehr die Pornografie in die Hirne eingegangen ist, umso mehr wird fraglich, was eigentlich noch sinnlich ist. Nicht nur an den gegenwärtig aktuellen Machwerken der neuen Romantik-Sex-Autoren zeigt sich, wie dürftig die Ausdrucksmöglichkeiten heutiger Schriftsteller(innen) noch sind.

Doch Sinnliches brauchen wir, um die Sinne zu schärfen, um zu wissen, was wir tun, wann und wie wir dem anderen verfallen und sicher auch, wie wir noch rechtzeitig die „Notbremse“ zeihen können.

Was nützt es uns, wenn das sexuelle Geschehen in Kapiteln abgehakt wird, die wie aufgesetzt wirken? Ach, das ist gar nichts. Das ist eine Romanze mit einem eingestreuten Porno, nicht weiter. Von einem erotischen Roman erwarte ich das Wimmern unter der Bürde der Lust ebenso wie die Brunstschreie, die Tränen ebenso wie das Lachen und all diese Gefühle des Zweifels.

Wenn der Mann mit seiner neuen Geliebten in ein erotisches Varieté geht, und die Freundin sich mit der Tänzerin vergleicht, dann kocht das Blut – nicht, wenn er sie jedes Mal brav zum Vögeln abholt. Realitäten? Ach, du liebes Bisschen. Nein, wir brauchen exotische Gesichter, ungewöhnliche Begegnungen ... und vor allem die Vorstellung von alldem, was ein könnte.

Ja, ich erwarte Sinnlichkeit, brutale Sinnlichkeit, die sich auf der Haut und unter der Haut ausbreitet wie ein Feuer. Sinnlichkeit ist nicht sinnlos. Sie ist das Gewürz, mit dem aus dem schnöden Sex die unendliche Wollust wird. Mag sein, dass die Katholiken das Wort nicht gerne hören – aber ich bin ja kein Katholik.

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