Liebespfand und Liebesbeweis – noch aktuell?

Geschrieben von © induna •Freitag, 3. September 2010 • Kategorie: liebe an sich


liebespfand
das einzige offizielle liebespfand - der verlobungsring



Manche Wörter verschwinden einfach wieder aus der Sprache, andere werden gelegentlich wiederbelebt und verschwinden erneut. So ergeht es auch Begriffen aus dem Bereich der Liebe.

Die Liebe selbst ist ja ein Wort, das einem ziemlichen Wandel unterworfen ist: Mal steht es für die Treue und Freundschaft unter Männern und wird für die Lust an der Frau gar nicht verwendet, dann wieder bezeichnet es fast ausschließlich die Liebe zur Frau, und letztendlich ist das Wort „Liebe“ in vielen Varianten auch ein Synonym für „Sex“.

Der Liebesbeweis - vom Petting bis zur gewagten Mutprobe

Ein Wort, das solche Wandlungen durchmachte, ist der Liebesbeweis. Einst geschaffen, um den Beweis der Freundesliebe zu dokumentieren, ist es heute zu einem Wort der Teenager-Foren geworden. Eigentlich ist das ganz klar: Nur wer sehr jung oder betont naiv ist, glaubt, dass die Liebe Beweise braucht, und nur, wer durchtrieben ist, fordert solche „Beweise“.

Bis in die späten 1960er Jahre galt zum Beispiel unter Teenagern das berühmte „Petting“ als Liebesbeweis – erlaubte eine Frau gar den Geschlechtsverkehr, so galt dies schon als extrem Liebesbeweis. Je durchtriebener die Fordernden waren (und auch heute noch sind) umso gefährlicher oder teurer werden die „Liebesbeweise“. Für manche Frauen ist es eine innere Genugtuung, Männer mit der Forderung nach Liebesbeweisen in Form von Mutproben zu ködern, nur um herauszufinden, ob sie es wirklich tun würden. Das „Liebespfand“, also die versprochene erotische Vergünstigung, wird dabei dann am Ende oft nicht einmal eingelöst. Das Spiel funktioniert natürlich umso besser, je ungewöhnlicher die Liebes-Dienstleistung ist, die die Dame versprochen hat. Im Internet gibt es darüber hinaus zahllose Frauen, die unbestimmte erotische Dienstleistungen gegen „Liebesbeweise“ in Form von Geschenken anbieten. Auch dabei geht es darum, diese Leistungen niemals zu erbringen, die Geschenke aber anzunehmen. Das Verfahren wendet sich an typische männliche „Verlierer“, die in der einschlägigen Werbung auch deutlich angesprochen werden.

Wer seriöse und sichere Beziehungen zu Frauen sucht oder sich gar ein Date wünscht, ist hier natürlich völlig auf dem Holzwege, dennoch schaffen es diese Frauen immer wieder, mit der Salamitaktik Männer an sich zu ziehen und von ihren Versprechungen abhängig zu machen.

Das einzige echte Liebespfand: Der Verlobungsring

Die wirkliche Liebe zwischen Frau und Mann bedarf jedoch keines Beweises, und die Geschenke aus Liebe, die man einander gibt, sollten daher eher persönlich und einmalig sein statt teuer und überall gegen Geld verfügbar. In angelsächsischen Ländern gibt es einen wundervollen Brauch des Liebesbeweises, der zugleich Liebespfand ist: der Verlobungsring als Schmuckring.

Dieses Liebespfand wird in der Regel innerhalb einer einmaligen, persönlichen Zeremonie übergeben, die das ganze Spektrum der romantischen Liebe widerspiegelt: Man sucht einen besondern Ort aus, an dem die Übergabe stattfindet, und es ist üblich, dass der Mann dabei auf die Knie geht, um seiner Geliebten die Ehe zu versprechen.

Der romantische Hintergrund des Liebespfands

Das Liebespfand hatte stets einen durchaus romantischen Hintergrund. Wer über große Mittel verfügte, gab in alter Zeit schon einmal einen wertvollen Diamantring als Zeichen der Liebe, wer hingegen arm, jung und romantisch war, erbat sich eine Locke vom Haupthaar der Geliebten oder schenkte ihr eine gepresste Blume. Je nachdem, wie das Verhältnis beider zueinander war, konnte man den das Liebespfand als Zeichen der Hingabe aneinander oder auch als indirekte Bezahlung von Liebesdiensten werten.

Das Liebespfand in der Schmuddelerotik

Das Liebespfand geriet nach und nach in Vergessenheit. Für die heutigen Menschen und ihre Partnersuche ist das romantische Liebespfand überflüssig geworden, weil man ja jederzeit überall erreichbar ist. Immerhin ist es allerdings möglich, dass inzwischen das eine oder andere neue Liebespfand entstanden ist: Im Bereich der Schmuddelerotik sind es Kleidungsstücke, die man als Fetische ansehen könnte, und im Bereich der Teenageraffären ist es das sogenannte „sexting“, bei dem die jungen Frauen mehr oder weniger frivole Fotos an ihre jugendlichen Liebhaber schicken.

So ist der einst mit edler Gesinnung besetzte Begriff „Liebespfand“ heute zu einem abgedroschenen, unwürdigen und ganz und gar nicht liebevoll besetzten Begriff geworden. Ob es schade ist? Ich meine es ist gut so. Das Liebespfand gehört nicht in diese Welt, sondern in vergangene Zeiten, in denen es oft das einzige Stück war, das die Liebe symbolisch sichern konnte. – denn eine andere Form der Sicherheit gab es damals nicht.

Bild © 2009 by sinksanctity (Elizabeth Moorehead)
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Wie machen sich Frauen erotisch attraktiv?

Geschrieben von © induna •Dienstag, 31. August 2010 • Kategorie: liebe an sich


geheimnisvoll, tiefgründig, erotisch - besser als "sexy"?


brust raus: langweilig und unerotisch
Einem jungen Menschen den Unterschied zwischen Erotik und Pornografie zu erklären, fällt schwer, aber ich will es zunächst einmal versuchen: Pornografie ist, wenn man genau das sieht, was passiert, und Erotik ist, wenn man mehr sieht, als wirklich da ist. So ungefähr ist das auch beim Unterschied zwischen einer erotisch attraktiven Frau und einer Frau, die ihren Sex herausstellt. Wenn eine Frau beispielsweise das Thema „Push-up-BH – kurzer Rock – High Heels“ spielt, dann versucht sie, mit Sex zu verlocken: Dem Mann soll gezeigt werden: Hey, ich bin eine sexy Frau, und meine Kerle kriegen genau das, was du siehst (und vielleicht kriegst du es auch).

Modell der erotischen Frau: Die Geheimnisvolle

Dass es andere Wege gibt, zeigt ein anderes Modell, an dem sich Frauen gerne orientieren: die Geheimnisvolle. Ihr Thema heißt: „Ungewöhnliche Kleidung – sinnliche Körpersprache – rätselhafte Absichten“. Sie spielt also nicht nur eine andere Rolle, sondern auch ein anderes Spiel: „Entdecke mich, Fremder, und du wirst Dinge erleben, von denen du nicht einmal zu träumen gewagt hast.

Frauen-Modelle gibt es viele - aber wirken sie auch?

schon der blick kann verlockend sein
Klar gibt es auch noch andere Modelle: Da wäre der klassische Vamp oder seine Abwandlung, die Femme fatale. Die Botschaft lautet dann: Komm in meine Falle, Süßer, und du wirst Himmel und Hölle erleben“. Ihre Antipodin wäre die Mädchenfrau jeden Alters, die Blusen mit Rüschen und halblange Röcke trägt und die der Männerwelt suggeriert, allzeit wunderschön anzusehen zu sein und dabei stets taufrisch. Seltener geworden ist die Kumpelfrau, in Jeans und T-Shirt, die sich an die eher zurückhaltenden Männer wendet und deren Botschaft ist „Wir werden das Kind schon schaukeln“. Nun, diese Linie der Strategien ließe sich beliebig fortsetzen. Sie gehören zu den „Games People Play“, den Spielen der Erwachsenen.

Selbstverständlich kann die Erotik einer Frau in viele Rollen hineinspielen: Vollblut- und Mädchenfrauen, Femmes fatales und selbst die mütterliche Masche kann erotische Komponenten enthalten, denn hinter all diesen Varianten steht ja: „Wenn du mich wählst, bekommst du mehr als das, was du siehst“. Aber für die „Geheimnisvolle“ ist sie der Köder schlechthin: Sie suggeriert, etwas zu beherrschen, was man der Mann) in dieser Form und Ausführung noch nicht erlebt hat.

Mysteriös-erotisch ist kein Markenzeichen - die Lust liegt in der Besonderheit

Mysteriös zu sein ist kein Markenzeichen. Die Eigenschaft verlangt keine bestimmte Kleidung, aber sicher eine ungewöhnliche. Das reicht von einem Blaser, unter der nichts als eine schicke Korsage getragen wird über ein selbst geschneidertes Kleid oder ein ungewöhnliches Material bis hin zu eigenartigen Accessoires. Frauen mit weniger Fantasie können einfach schwarz tragen – mit einigen farbigen Beigaben. Überhaupt wird die mysteriöse Frau immer etwas Ungewöhnliches tragen: Mal wird es ein Schmuck sein, den der örtliche Juwelier nicht führt (antiquarischer Schmuck eignet sich gut), dann wieder eine Handtasche, die „heute kein Mensch mehr“ trägt und schließlich werden so „unentbehrliche“ Dinge wie Handschuhe und Hüte eingesetzt. Wichtig bei der Kleidung: Alles ist erlebt, außer zu viel Haut. Die mysteriöse Frau wird selten die Brüste vorzeigen, schon gar nicht, wenn sie auch Bein zeigt: Wenn der schwarze Rock nur bis zum Schritt reicht, trägt sie die Bluse hochgeschlossen. Statt eines Ausschnittes vorne trägt sie einen raffinierten Rückenausschnitt, und statt der Hotpants einen Schlitz im langen Kleid.

Körpersprache ist das Wichtigste für die erotisch wirkende Frau

Doch die eigentliche Stärke der erotischen Frau liegt in ihrer Körpersprache, und dazu weiß ich ein Geheimnis, das selbst Forschern entgeht: Männer wollen Frauenkörper in Bewegung sehen – sie gewinnen dadurch Rückschlüsse auf die sexuellen Genüsse, die sie bekommen können. Es lohnt sich also, auf Barhockern zu sitzen und sich lebhaft, aber nicht hektisch zu bewegen. Wo keine Bars sind, können Frauen durch den Raum schlendern und durch fließende, anregende Bewegungen zeigen, dass sie lustvolle Geliebte sein werden, und sicher ist es gut, auch alleine auf die Tanzfläche zu gehen – eine wundervolle Chance, den eigenen Körper mindestens so erotisch zu zeigen wie eine Stripperin, bevor die Hüllen fallen.

Der erotische Flirt: Der Mann soll neugierig auf ihre Liebeskunst werden

Ein weiteres Geheimnis der erotischen Frau ist ihr Flirt: Hier kommt wieder das Mysteriöse zum Tragen. Ihre Flirtstrategie lautet: Finde ganz viel heraus über mich, aber ich werde es dir ziemlich schwer machen. Letztendlich wird der Mann dann überzeugt sein: Wenn ich es wirklich herausfinden will, muss ich ihr folgen. Da Männer nicht immer ganz so mutig sind, wie sie vorgeben, sollte auch die mysteriös-erotische Frau ihrem Wunschmann eine kleine Brücke bauen, wohin der Weg führen soll.

Demaskierung: Die Illusion darf nicht platzen

Dazu gehört dann auch, dass diese Frau eine Umgebung bereithält, die dem Anspruch einer geheimnisvollen Frau entspricht. Nichts ist schrecklicher, als eine geheimnisvolle Frau mit dunklem Seelenhintergrund in der hellen Umgebung von Kiefernholzmöbeln wiederzufinden.

Wie denn überhaupt die „Demaskierung“ ein Akt besonderer Art ist. Manchmal geht es Männern, die von erotisch anmutenden Frauen eingefangen werden, wie in Schaubuden: Draußen, auf der „Parade“ waren sie die geheimnisvollen Königinnen der Nacht, drinnen sind sie abgehalfterte Tingel-Tangel-Tänzerinnen. Ich würde mir sehr wünschen, dass ihr nicht den gleichen Fehler macht: Ein bisschen von dem, was ihr versprecht, solltet ihr auch einlösen, und eure Zauberkraft braucht ihr sowieso: Verführt ist noch nicht vereinnahmt. Der Mann muss, wenn er bleiben soll, auch nach dem ersten Feuerwerk der Lust noch den Eindruck haben, dass er noch viel mehr wundervolle Dinge an euch entdecken kann, und ihr tut gut daran, dann auch andere Netze zu weben als nur solche, die auf eurer erotischen Kraft aufbauen.


Titelfoto: © 2007 by fab to pix
Bild unten links: © 2008 by Alaskan Dude
Bild oben rechts: © 2010 by simplified complication
Bild unten rechts: © 2008 by Adn Montalvo Adn Montalvo Estrada
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Sich verführen lassen

Geschrieben von © induna •Dienstag, 17. August 2010 • Kategorie: liebe an sich


naiv spielen hilft, wenn man verführt werden will


Die gesamte Literatur der klassischen Sinnlichkeit, aber auch das Internet ist mit der Schilderung von Verführern und bisweilen auch Verführerinnen besetzt. Letztere kommen erst jetzt wirklich in Mode, und zumeist sind es dann Frauen über 40, die junge Männer verführen – ein Modetrend, der nicht nur in der profanen Erotikliteratur Triumphe feieret, sondern nach und nach auch in die Realität vordringt. Die Verführerin ist heute freilich seltener eine verheiratete Frau, wie das Vorbild Ms. Robinson, sondern zumeist eine geschiedene oder ledige Frau, die sich ihre Kerlchen noch ein bisschen „zurechtbiegen“ will.

Doch was ist eigentlich mit jenen, die sich nur allzu gerne verführen lassen würden?

Noch vor wenigen Jahren hätte man eine solche Frage gar nicht gestellt. „Verführer“ galten als aktive, mit einem Hauch des Bösen ausgestattete Männer, die aus Wollust arme, bedauernswerte Geschöpfe zur Erduldung von Handlungen verführten, die dem späteren Gatten vorbehalten waren. Auch als die Frauen gegen Ende des 20. Jahrhunderts selbstständiger wurden, und man ihnen die „arme, verführte Unschuld“ nicht mehr zutraute, war die Verführung immer noch nicht gesellschaftsfähig: Erst musste die Übereinstimmung darüber gewonnen werden, miteinander ins Bett zu steigen, dann erst durfte der Koitus folgen – so jedenfalls die Theorie. Sich „verführen zu lassen“ kam seither offiziell niemals infrage, während inoffiziell weiterhin Prinzen und Raubritter in Frauenhirnen lauerten, die aber lediglich in der Fantasie freigesetzt wurden.

Männer - die Lust, verführt zu werden und die Scheu davor

Sehen wir uns einen Moment die Männer an. Aus Frauensicht sind sie ja immer verführbar, aber aus ihrer eigenen Sicht hegen sie Misstrauen gegenüber Verführerinnen. Sie nehmen an, dass es die Frau, die einen Mann verführt, nicht die Lust an sich, sondern auch Hintergedanken in sich trägt. Doch auf der anderen Seite ist gerade bei den jungen Männern zwischen 18 und 25 der Drang groß, einmal eine wirklich sinnliche Liebesnacht mit einer Frau zu erleben, die wirklich weiß, was sie tut – und je größer der Drang, umso weniger Widerstand verbleibt, wenn die Verführerin Witterung aufnimmt. Fantasien? Das Internet ist voll davon – dort kann man oft anonym hinterlassen, was man gegenüber dem Kumpel nicht ausspricht, nämlich einmal passiv zu sein, etwas geschehen zu lassen, ohne selbst einzugreifen – sich verführen lassen.

Wer verführt werden will, strahlt die zumeist auch aus

Sich verführen lassen bedeutet für Frauen wie für Männer, dass die innere Bereitschaft nach außen erkennbar wird. Erstaunlicherweise erkennen sowohl Verführerinnen wie auch Verführer diese Bereitschaft recht schnell. Dazu muss ein Irrtum berichtigt werden, der im Volk recht verbreitet ist: Es geht den meisten Verführern nicht darum, „harte Nüsse zu knacken“, wie man aus der Literatur zu wissen glaubt, sondern darum, das Ziel möglichst ohne große Umwege zu erreichen. Das ist sehr verständlich, denn wenn man mehrere Stunden einen Menschen „anbaggern“ muss, verliert sich am Ende auch die Lust. Deshalb ist es verständlich, dass Verführerinnen und Verführer sich lieber unterschwellig bereitwillige Menschen suchen, statt erst Anfangswiderstände aufzubrechen und dann stundenlang an der Psyche herumzubohren.

Wo kann man eigentlich Verführerinnen und Verführer finden?

Wer absolut verführt werden will, muss an Plätze gehen, an denen Verführerinnen und Verführer lauern. Manche Lokale sind bekannt dafür, dass sich dort Menschen einfinden, die erotische Abenteuer suchen. Doch eigentlich besteht immer und überall die Chance, einer Verführerin oder einem Verführer zu begegnen – Partys, Hotelbars, Konferenzen, ja sogar Kantinen eignen sich. Am besten ist es, sich naiv zu geben, nett zu erröten (auch bei jungen Männern macht sich dies noch gut) und zögerlich-dezent über das eigene, doch recht unerfüllte Leben zu reden. Ist das Gegenüber die geeignete Person, so wird sie den Köder aufnehmen, ist sie es nicht, merkt man es ebenso schnell und kann das Thema wechseln. Gelegentlich, insbesondere an Arbeitsplätzen, kommt die Botschaft erst mit Verzögerungen an – auch, damit nicht gleich die ganze Firma von der einen wie der anderen Neigung erfährt.

Frauen, die verführt werden wollen, sollten eine Botschaft im Kopf haben: Der „typische“ Mann will am Ende als der große Verführer dastehen – es lohnt sich also, die naiv-erotische Rolle beizubehalten. Doch auch ganz generell ist es so: Die Illusion der Liebe spielt bei Verführungen immer eine große Rolle, und so gehört zum Spiel der Verführung zumeist dazu, zu ignorieren, dass man ein Spiel mit der Liebe spielt. Ronald D. Laings Satz passt da genau:

Sie spielen ein Spiel – sie spielen damit, kein Spiel zu spielen.


Graue Theorie - aber anwendbar: Führung aus der schwächeren Position

Ganz generell und nüchtern gesprochen ist Verführung ja nichts als eine Anwendung pragmatischer Kommunikation: Nicht immer lenkt der vermeintlich stärkere den Schwächeren – oft ist es genau umgekehrt: Der Schwächere lenkt die Energien des Stärkeren in die von ihm gewünschte Richtung – er verhält sich damit wie ein Mensch an einer Fernbedienung, indem er Kräfte freisetzen kann, die er selber gar nicht beherrscht. So kann derjenige, der die Ansicht hat, sich verführen zu lassen, die Verführer lenken, wie er will – vorausgesetzt, er beherrscht dieses Spiel.

Nun ja, grau, mein Freund (und meine Freundin), ist alle Theorie – aber wäre es nicht eine interessante Idee, auf diese Weise ins nächste Blind Date zu gehen, wenn man vorhat, sich verführen zu lassen?

Titelfoto © 2009 by andriux-uk
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In der erotischen Fantasie schwelgen

Geschrieben von © induna •Montag, 16. August 2010 • Kategorie: liebe an sich


die fantasie erlaubt alles - die realität ist oft kalt


Die erotische Novelle hat derzeit einen schweren Stand. Sie war einst die im obersten Bücherregal in der zweiten, verborgenen Reihe vor sich verstaubende Literatur, die man heimlich las. Ob das Blut dabei in die Genitalien oder in den Kopf schoss, sodass einem ganz mulmig wurde, mag individuell unterschiedlich gewesen sein – die Faszination jedoch betraf so gut wie alle Leser. Es ist amüsant zu erfahren, dass bereits gegen 1900 verschiedentlich davon berichtet wurde, dass junge Mädchen aus besten Kreisen solche Novellen lasen - man führte sogar den damals angeblich einsetzenden „Sittenverfall“ der Frauen auf derartige Literatur zurück.

Selbst der Psychiater August Forel kann nicht umhin, die Faszination zu beschreiben, die vorn erotischen Büchern ausging. Er schrieb 1905 innerhalb eines Artikels über den Masochismus:

Es ist wunderbar zu sehen, wie sich beim Masochisten poetisch-romantische und sexuelle Vorstellungen verweben, indem er sich die Idealgestalt eines herrischen und grausamen Weibes zusammenträumt, der er sich in schwärmerischer Neigung und anbetender Demut sich ergeben denkt.


In der Fantasie schwelgen, sich in die Rollen hineindenken, sie beinahe körperlich erleben – das war es, was Leserinnen und Leser faszinierte – und übrigens bis heute fasziniert. Es ist nicht die Literatur, die heute im Internet geboten wird, nicht jene, die pornografischen Filmen nachempfunden ist. Es ist vielmehr eine Welt, die in erster Linie das (damals wie heute) Unaussprechliche gezeigt wird:Menschen, die mit anderen Menschen in einer Weise umgehen, die zugleich fasziniert und abschreckt, und den Leser immer tiefer an die eigenen verbogenen Wünsche und Vorstellungen heranführt, die er dann wahlweise weiterträumen oder überblättern kann.

Eine erotische Literatur, die keine Grenzen überschreitet, wurde immer schnell langweilig. Was ich selber erleben kann, muss mir nicht geschildert werden – das ist so, wie in den romantischen Liebesromanen mit ihrer bürgerlichen Glitzerwelt und ihren Kitschdialogen auch. Deshalb handeln die Meisterwerke immer wieder von Überschreitungen: Eine Frau und ein Mann, die in einer soliden Beziehung gewöhnlichen Geschlechtsverkehr ausüben? Das ist kein Romanstoff, nicht wahr? Da muss mindestens eine der bürgerlichen Tabugrenzen überschritten werden: Neben dem „ersten Mal“ sind es andere Situationen, in denen sich Furcht mit Lust mischt – ein besonders häufig gebrauchtes Stilmittel in diesen Romanen. Grenzüberschreitungen können vielfältig sein, zum Beispiel hetero- oder bisexuelle Dreier, größere Orgien, Fesselungen, Flagellationen, Feminierungen und viele andere Varianten mehr.

Bei aller Faszination muss der erotische Roman einen Rest Realität beinhalten – mindestens soviel, dass der Leser sich noch in die Lage der Heldinnen und Helden hineinversetzen kann. Der Leser wünscht sich eine Einganssituation, die ihm „irgendwie bekannt“ vorkommt – insbesondere Frauen wollen so in den erotischen Roman eingeführt werden. Es sind oft Situationen, die man in der Realität „beinahe“ erlebt hätte, vor denen man sich aber fürchtete: Lesbische Verführungen sind ein beliebtes Thema in der erotischen Frauenliteratur, das Einlassen auf eine „Femme fatale“ ein Thema, das Männer niemals loslässt – und keinesfalls muss man Masochist dazu sein.

Der erotische Film kann diese Art von Literatur nicht ersetzen. Die Menschen wollen nicht wissen, wie „Emmanuelle“ oder „Viscount Ladywood“ aussehen, sie wollen sich in deren Rollen hereinträumen und den Liebhabern, Verführern und Peinigern selbst Gesichter geben. Dazu allerdings müssen sich die Autorinnen und Autoren mehr Mühe geben als die üblichen Internetschreiberinnen und Internetschreiber, die viel zu sehr an der Oberfläche bleiben. Insbesondere würde man sich wünschen, dass der Konflikt zwischen Furcht und Lust wirklich erkennbar wird. Den Beginn einer erotischen Entführung kann man nicht lediglich dadurch beschreiben, indem man sich mit einer Augenbinde versehen auf den Rücksitz eines Automobils setzt und die Tür zugeklappt wird. Erst, wenn man Mangels anderer Wahrnehmung den Geruch beschreibt, der von Mensch und Auto ausgeht, wenn man den Angstschweiß spürt und sich diese mit der Lust auf Liebesfreuden paart, wenn man also sozusagen „mit einsteigt“, wird der erotische Roman wirklich lebendig.

Meist ist es in der Erotik ja so: Alles, was mit dem bürgerlichen Stigma der „Perversionen“ behaftet ist, fasziniert die Menschen, und sie fantasieren darüber. Das Buch zeigt ihnen: „oh, andere haben auch schon darüber fantasiert – und das ist sehr anregend für mich“. Die Realität? Ach, die Realität. Sie ist kalt, grausam und gefährlich – und oft auch unbezahlbar. Mag es auch viele Männer geben, die hinausgehen, um sich für viel Geld wenige Stunden in einer Pappmaschee-Umgebung eine Show zu kaufen, innerhalb derer ihn eine wenig talentierte Schauspielerin grausamer Szenen quält? Und welche Frau will das Risiko eingehen, am Ende nicht mehr wirklich bestimmen zu können, was mit ihr geschieht?

Die Fantasie ist – bei allem Tadel, die wir als Autorinnen und Autoren, aber auch als Leserinnen und Leser einstecken müssen - eine Insel der seligen Wonne – und wenn wir unseren Roman weglegen, dann sind auch alle wilden Gelüste und bösen Buben wieder in der Kiste mit den Schokoladen-Keksen.

Bild: nach einer alten Fotografie, junge Frau, beim Lesen eines Buches errötend.
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Sommer – Lust mit Schürze

Geschrieben von © Miss Y. •Freitag, 13. August 2010 • Kategorie: inas liebesrat


Wahrscheinlich kennt ihr ja den Spruch: Die Mutter sagt zur halb erwachsenen Tochter: „eine anständige Frau trägt bei der Küchenarbeit eine Schürze“, worauf die Tochter antwortet: „Tatsächlich – nichts als eine Schürze?“

Tja, Schürzenerotik ist wüst "out", aber ich stell mir das gerade mal vor: Die Kerle grillen, und dabei tragen sie (zum Schutz, vorne, wegen der Glut) eine Schürze, und nix sonst. Boah … das wär’s doch, oder?

Na ja, wieder mal so ein Sommergedanke. Ein Tarzan mit Lendenschurz täte es auch, oder nicht?
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Aktfotos: meine Scheu habe ich schnell überwunden …

Geschrieben von © induna •Donnerstag, 29. Juli 2010 • Kategorie: liebe an sich


solche bilder gelingen nur, wenn man sich wirklich wohlfühlt - achtung: das bild stellt nicht die interviewte person dar



Warum lassen Frauen Aktfotos von sich machen? Was fühlen Sie dabei und wie sehen sie die Fotosession nach einigen Monaten? Die Liebeszeitung sprach mit Monika L, die ihre Fotos beim Bocholter Fotografen Kristian Liebrand (Aktfotostudie VISBLE ©) herstellen ließ. Ob nackt oder in schicken Dessous – am Ende stimmte das Ergebnis. Unser Redakteur war vor allem überrascht davon, warum eine Frau Aktfotos von sich machen lässt. Der Name der Kundin wurde in Monika L. verändert, die Fotos zeigen ähnliche Bilder professioneller Modelle.

Liebeszeitung (LZ):Wie kamen Sie auf die Idee, Aktfotos von sich machen zu lassen?“

Monika L. (MO): „Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt. Seit ich einmal eine Reportage im Fernsehen gesehen habe, über eine eher unattraktive Frau die durch gute Arbeit des Fotografen sehr gut präsentiert wurde. Da dachte ich mir, dass ich auch gerne eine Erinnerung daran hätte, wie ich jung mal aussah, für die Zeit, wenn ich mal alt bin. Und ich fand auch die Vorstellung gut, mal so richtig vom Profi fotografiert zu werden, der genau weiß, mit welchen Mitteln er mich besonders vorteilhaft darstellen kann. Des Weiteren finde ich Aktfotos einfach sehr sinnlich und schön.“

LZ: „Wie haben Sie das Fotostudio gefunden, das sich auf Aktaufnahmen spezialisiert?“

MO: „Ich habe einfach die Stichwörter in eine Suchmaschine eingegeben.“

LZ: “Hat es für Sie eine Rolle gespielt, ob eine Frau oder ein Mann Sie fotografiert?“

MO: „Ja, eigentlich wäre ich lieber zu einer Frau gegangen, weil ich glaubte, mich dort vielleicht wohler zu fühlen. Aber da mich Kristians Bilder auf seiner Homepage einfach überzeugt haben und auch das auf meine Anfragemail geführte Telefonat sehr nett war, habe ich mich überwunden und einen Termin bei ihm gemacht. Beim Shooting habe ich mich dann aber sehr schnell sehr wohl gefühlt.

LZ: “Wie haben Sie sich auf das Shooting vorbereitet?“

MO: „Ich habe mir verschiedene Dessous und Accessoires gekauft oder geliehen und versucht ein bisschen abzunehmen, was aber nicht so ganz gelungen ist und außerdem habe ich mir ein Profistyling im benachbarten Beautysalon gegönnt.“

LZ:“Waren Sie sehr nervös, als Sie beim Fotografen vor der Tür standen?“

MO: „Am Anfang sehr, später dann immer weniger, aber leicht nervös oder sagen wir mal aufgeregt war ich die ganze Zeit.“

LZ:“Wie empfanden Sie das Shooting, nachdem sich die Aufregung gelegt hatte? Wie war die Atmosphäre?“

MO: "Die Atmosphäre war wirklich angenehm, Kristian hat sich viel Zeit zum Erklären genommen, hat einen zu nichts gedrängt und immer auf eine gewisse Distanz geachtet, ohne dass es unpersönlich war. Das hat mir gut gefallen."

LZ: “Ist es Ihnen eigentlich wirklich leicht gefallen, sich unbekleidet fotografieren zu lassen?“

MO: (lächelt) "Nee erst gar nicht. Ich fühle mich nackt normalerweise eher unwohl und auch vor Kameras stehe ich nicht gerne. Die Situation war also doppelt unangenehm für mich. Jedoch habe ich meine Scheu recht schnell verloren, nachdem ich gesehen habe, wie toll selbst die unbearbeiteten Bilder schon aussehen. Danach wurde ich lockerer.“

LZ:Was hat Sie besonders beeindruckt bei diesem Fotografen?

MO: „Die Atmosphäre, dass sich der Fotograf so viel Zeit gelassen hat, die vielen verschiedenen Kulissen und Möglichkeiten waren toll. Auch mit dem Ergebnis war ich mehr als zufrieden.

LZ: "Konnten Sie alle Ihre Wünsche verwirklichen oder blieb noch etwas offen?"

MO: „Im Nachhinein hätte ich gerne mehr Bilder von meinem Po gehabt und auch ein paar, auf denen ich etwas mehr anhabe. Das ist aber nicht die Schuld des Fotografen, denn er hat mich immer gefragt, ob ich noch Wünsche hätte. Ich habe allerdings erst später gemerkt, dass ich die Bilder auf denen ich zum Beispiel noch einen BH trage manchmal noch reizvoller finde, als wenn man direkt alles sieht. Ich hätte also gerne ein paar mehr Dessousbilder gehabt im Nachhinein. Außerdem war es natürlich viel Geld,aber ich bereue nicht, es ausgegeben zu haben. Insgesamt war es auf jeden Fall eine positive Erfahrung."

aktfoto oder erotikfoto? die grenzen sind fließend - achtung: das bild stellt nicht die interviewte person dar


LZ: “Die Erfahrung war sicher interessant – aber waren Sie mit dem Ergebnis zufrieden? Oder haben sie Sie es am Ende bereut, ins Studio gekommen zu sein?“

MO: Ich war sehr zufrieden und habe es auf keinen Fall bereut. War ein toller Tag und ich bin sehr glücklich mit den Bildern."

LZ:“Haben Sie durch die Fotos tatsächlich eine andere Selbstwahrnehmung bekommen, wie vom Fotografen gelegentlich behauptet wird?“

MO: "Ein kleines bisschen, ja. Ich habe früher immer gedacht ich sei zu dick und mein Busen sei nicht schön, auf den Bildern finde ich mich weder zu dick noch finde ich meinen Busen unattraktiv – im Gegenteil."

LZ: “Es heißt ja, so ein Shooting wäre ein besonders Erlebnis, nicht, wahr? Haben Sie jemandem davon erzählt?“

MO: „So ziemlich jedem der es hören wollte“

LZ:“Sie sind damit ja ziemlich offen umgegangen. Haben Sie die Fotos auch Fremden gezeigt?“

MO: „Bisher nur meinem (mittlerweile Ex-) Partner, da er nicht wollte, dass sie sonst jemand sieht. Nun werde ich sie auch engen Freundinnen und auch
meiner Mutter zeigen.“

LZ: "Ihrer Mutter?"

MO: "Ja, warum nicht?"

LZ: "Nun gut, das halte ich für sehr mutig, aber sagen Sie: Welchen emotionalen Wert haben diese Fotos für Sie denn jetzt, nachdem das Shooting längst vorbei ist?“

MO: „Es sind sehr schöne, erotische Bilder und ich bin glücklich sie zu haben und mir, wenn ich mal 80 bin, sagen zu können: guck mal wie toll du mal aussahst“

LZ: “Eine letzte Frage bitte noch: Würden Sie anderen Frauen so ein Shooting empfehlen?“

MO: „Ja, auf jeden Fall. Am liebsten jeder“

Die Fragen formulierte unser Redakteur Gebhard Roese

Alle hier gezeigten Fotos © 2010 by Kristian Liebrand
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Erotische Fotografie im Aktfotostudio VISIBLE

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 28. Juli 2010 • Kategorie: lust und sex


großzügige, helle räume entspannen die kundin


Erotische Kunstwerke mit der Kamera zu schaffen ist gar nicht einfach – aber der Bocholter Fotograf Kristian Liebrand kann es optimal. Dabei ist es noch nicht einmal drei Jahre her, dass ihn eine Kundin ansprach, ob er auch erotische Fotos herstellen könnte – sie hätte diese Bilder gerne als Geschenk für ihren Mann. Das Experiment gelang, und weil die Fotos so wundervoll waren, kam bald auch eine Freundin dieser Kundin in sein Atelier, um ebenfalls erotische Fotos von sich anfertigen zu lassen. Seither hat er alle Berufsgruppen von der Automechanikerin bis zur Zahnärztin in ihrer natürlichen Schönheit oder in erotischen Posen abgelichtet. Inzwischen kommen seien Kundinnen nicht nur aus dem Ruhrgebiet, sondern auch über die Nahe niederländische Grenze – und manche von ihrer reisen gar von weit her an – manche über 700 Kilometer.

Wer das örtliche Fotostudio in seiner Heimatstadt kennt, kann sich oft nicht vorstellen, hier ein Aktfotos herstellen zu lassen. Zwar sollte jeder Fotograf die Technik beherrschen, doch aus der Praxis weiß die Liebeszeitung, dass allein die Location vieler Fotografen nicht geeignet ist, um die heimelige Atmosphäre zu erzeugen, die für Akt- und Erotikaufnahmen nun einmal nötig ist.

Dies ist bei Kristian Liebrand ganz anders: In seinem großzügigen Studio, das er Aktfotostudio VISIBLE© getauft hat, findet man beispielsweise eine frei stehende Badewanne für die romantische Erotik, während die forsche junge Frau sich vielleicht eher für die Graffiti-Wand im Studio entscheidet. Wer seine natürliche Schönheit lieber ländlich-rustikal zeigen will, der kann sich in die Kulisse einer Scheune einfügen.

Vor allem aber hat der Fotograf ein „Händchen“ für seine Kundinnen. Manche dieser Frauen kommen mit Herzklopfen in sein Studio – denn der Entschluss, nackt vor einer Kamera zu stehen, ist eine Sache – die Ausführung jedoch eine andere. Schon allein deshalb arbeitet Kristian Liebrand nicht unter Zeitdruck – sechs Stunden kann eine Fotosession durchaus dauern.
Der Preis für seien Arbeit wirkt im Vergleich zum Aufwand lächerlich gering: Nur rund 400 Euro, so verriet er der Liebeszeitung, würde das Shooting kosten – zusammen mit 20 fix und fertig bearbeiteten Fotos auf einer CD.

Das wirklich Überraschende für die Redaktion der Liebeszeitung: Viele Frauen wollen die Fotos nur für sich selbst, um damit die Schönheit ihrer „mittleren Jahre“ (die meisten Kundinnen sind zwischen 30 und 40 Jahre alt) zu dokumentieren – und manchmal wollen sie sich auch selbst täglich sehen: Das eigene Aktfoto hängt auch schon mal im Schlafzimmer einer Singledame.

Foto © 2010 by Kristian Liebrand
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Das Aktfoto wird schick

Geschrieben von © induna •Dienstag, 27. Juli 2010 • Kategorie: liebe an sich


aktfotografie damals: nacktheit, wo sie angeblich hingehörte: an den strand


Unsere Redaktion ist einem Trend auf der Spur: Warum wollen heute immer mehr Frauen wundervolle Akt- und Erotikfotos von sich machen lassen? Noch vor wenigen Jahren hatten Aktfotos ein ausgesprochenes Schmuddelimage. Die Folge: Die Aktfotografie, eigentlich ein anerkanntes Genre in der Fotografie, verkam zu unerotischen, nichtssagenden Darstellungen des menschlichen Körpers. Die Liebeszeitung zeigt in einem mehrteiligen Bericht, was an Aktfotografie so schön ist – und sie sprach mit den Beteiligten vor und hinter der Kamera.

Aktfotos sind ein ganz normaler Bestandteil der Fotografenausbildung. Der Umgang mit der nackten Haut erfordert nicht nur eine besondere Lichttechnik, sondern setzt auch voraus, dass sich Fotograf und Modell noch auf einer Ebene verständigen können, die im Alltag höchst ungewöhnlich ist: Das spricht ein nackter Mensch zu einem angezogenen Menschen auf gleicher Ebene – und diese Art von Kommunikation ist höchst ungewöhnlich. Man erinnert sich dabei oft unwillkürlich an die Erniedrigung, die mit dem Ausziehen in anderen Situationen verbunden war, fürchtet möglicherweise das Ausgeliefertsein, das mit der Nacktheit einherging, oder man erinnert sich schamhaft an das erste Ausziehen vor einem Liebhaber bei hellem Licht.

Aktfotos haben und hatten leider immer noch ein wenig „Schmuddelcharakter“. Er wurde vor allem dadurch erzeugt, dass sich in früheren Zeiten „keine anständige Frau“ für ein Foto ausgezogen hätte – schon gar nicht, wenn ein Amateur hinter der Kamera stand. Vor allem die Gruppe der Amateure produzierte bis in die 1990er Jahre hinein grässliche, verkrampfte Fotos, die sie als „ästhetische Aktfotografie“ zu tarnen versuchten. Die Erotik wurde gleich ausgespart: Sie galt als „Pfui Teufel“ und wurde von den „edlen Rittern“ der Amateur-Aktfotografie von vornherein verteufelt.

Die Krux dabei war eigentlich immer die gleiche: Die Männer hatten im Grunde genommen keinen Schimmer, wie man den nackten Körper „ins rechte Licht stellt“, und sie waren kaum in der Lage, sich mit ihren Modellen ohne Hemmungen zu unterhalten. Die Frauen, die sich bereit erklärten, für derartige „Shootings“ zu posieren brauchten das Geld – aber sie hatten keine Ahnung davon, wie man nackt posiert. So entstanden all die faden, glanzlosen Fotos, die eines gemeinsam hatten: Sie zeigten nackte Körper, aber keine nackten Personen.


die heutige aktfotografie darf durchaus sinnlich sein: foto © 2010 by Kristian Liebrand, Bocholt, Germany


Um wirklich wundervolle Aktfotos herzustellen, braucht man dreierlei: ein gutes Auge, ein für Aktfotografie taugliches Studio und vor allem eine Vertrauen einflößende Kommunikation mit der Person, die sich fotografieren lassen möchte.

In den letzten Jahren wurde der Wunsch nach wundervollen Akt- und Erotikfotos immer größer. Seither haben sich immer mehr Fotografinnen und Fotografen auf diesen Markt spezialisiert. Die Liebeszeitung ist der Sache einmal nachgegangen und hat den Bocholter Fotograf Kristian Liebrand sowie eine seiner Kundinnen danach gefragt, wie eine Fotosession abläuft. Natürlich fragten wir auch, wie man sich als Kundin dabei fühlt, wenn, wie in unserem Beispiel, ein Mann fotografiert.

Lesen Sie Morgen in der Liebeszeitung zunächst, was uns der auf Aktfotografie spezialisierte Fotograf Kristian Liebrand dazu sagte - übermorgen veröffentlichen wir dann das Interview mit seiner Kundin.

Den Unterschied zwischen Akt- und Erotikfotografie erklären wir hier.
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Akt- und Erotikfotografie – wo liegt der Unterschied?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 26. Juli 2010 • Kategorie: hintergrund


So manche Frau fragt sich heute, ob sie es wagen kann, Akt- oder Erotikaufnahmen von sich herstellen zu lassen. Dabei taucht allerdings schon eine Frage auf: Wo beginnt und endet Aktfotografie, was ist erotische Fotografie, und wann wirken Bilder kitschig oder frivol?

bild © 1933 by man ray
Wie die Liebeszeitung erfuhr, lassen sich heute Akt- und Erotikfotografie nicht mehr eindeutig trennen. Früher galten die fotografischen Darstellungen weiblicher Körper, die wie „dahingegossen“ wirkten, als pure Aktfotografie, während Erotikfotografie bereist damit begann, dass die zur Person gehörenden Gesichter nicht starr, sondern lustvoll dargestellt wurden. Damen, die zur körperlichen Nacktheit Schuhe, Schmuck oder gar Dessous trugen, galten bereits als Gipfel der Frivolität. Diese Haltung hatte mit dem Ausdrucksmöglichkeiten künstlerischer Fotografie gar nichts zu tun, sondern basiert auf der herrschenden Moral, die Nacktheit zwar notfalls tolerierte, „aufreizende“ Fotos aber zensierte.

Heute sollte jeder Fotograf in der Lage sein, den Körper bekleidet, halb nackt oder wirklich nackt so darzustellen, dass die Schönheit oder die erotische Ausstrahlung der Person in den Vordergrund gerückt wird. Da nur einige Menschen gewohnt sind, nackt zu posieren, muss sich der Fotograf in der Regel viel Zeit nehmen, um die erotischen Persönlichkeitsmerkmale herauszustellen.

Wer etwas über Akt- und Erotikfotografie aus historischer Sicht lernen will, sollte sich die sinnlichen Beispiele sind die sinnlichen Bilder des Fotografen Man Ray von seiner zeitweiligen Lebensgefährtin, dem Malermodell Kiki de Montparnasse sowie seine erregenden Fotos von Meret Oppenheim, die ausschließlich mit Druckerschwärze „bekleidet“ ist, vor einer Druckpresse.

Unser Leitartikel zum Thema "Das Aktfoto wird schick" jetzt in der Liebeszeitung -wo denn eigentlich sonst?
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In der magisch hellen Tropennacht – heiraten?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 21. Juli 2010 • Kategorie: liebe an sich


Unser Autor setzt sich heute kritisch mit dem großen Pomp aus, der heute bei Hochzeiten beobachtet werde kann, und fragt sich, für wen man eigentlich heiratet – füreinander oder für das Publikum?

hochzeit - hohe zeit für das paar oder gelegenheit zum herumprotzen?


Es gibt kaum ein Thema, das die Herzen höher schlagen lässt als das Heiraten – und nach wie vor sind es vor allem Frauen, die von ihrem „großen Tag“ reden. In der romantisierenden Verklärung der Heirat, die auch heute noch vorherrscht, ist die Hochzeit ja etwas ganz besonderes im Leben einer Frau, etwas Einmaliges. Man hört es oft: „Ach, mach dir keine Gedanken über die Kosten, mein Kund, man heiratet doch nur einmal im Leben.“ Man möchte es ja auch wirklich glauben, dass es nur ein Mal ist – vor allem beim ersten Mal.

Die traditionelle Hochzeit, die „Heirat in weiß“ wie sie sich die junge Braut meisten wünscht, ist das letzte Überbleibsel des Bürgertums aus der Zeit seines Größenwahns: Man versuchte, den Pomp, mit dem beim Adel Hochzeiten gefeiert wurden, nachzuvollziehen und heiratete deswegen mit Getöse, vielen Gästen von nah und fern – und vor allem: „In Weiß“. Das „Heiraten in Weiß“ galt und gilt als die eigentliche „Hochzeit“ bei den stolzen Besitzbürgern. Für sie sind alle anderen Heiraten nichts als popelige „Eheschließungen“. Lohnen tut es sich nicht – es ist im Grunde genommen eine bewusste Verschwendung von Mitteln, die man anderweitig besser gebrauchen könnte.

Traditionelle Hochzeit - mehr eine Tortur als ein Vergnügen

Paare, die sich zumuten wollen, die traditionelle Prozedur zu vollziehen, heiraten gerne im Frühjahr oder im Sommer. Gerade der Sommer soll angeblich sehr geeignet sein für die Hochzeit: An romantischen Seen sieht man dass massenweise Brautpaare im Gebüsch – nicht, um der Liebe zu frönen, sondern um fotografiert zu werden. Neuerdings lässt man sich auch gerne an anderen Lokationen fotografieren – schließlich muss man dazu gegebenenfalls auch noch die Brautjungfern mit einladen.

Beim Heiraten im Sommer kann man sich zeigen, und darum geht es vor allem der Braut. Wer eine traditionelle Heirat selbst erlebt oder aus der Nähe beobachtet hat, der weiß, dass es um das Brautkleid stets allerlei Affentänzchen gibt, die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind. Es soll verhaltene Erotik ausstrahlen und zugleich den „Prinzessinnen-Look“ des Adels simulieren, und es muss vor allem Geld kosten – viel, viel Geld.

Heiraten und damit Herumprotzen - ist das sinnvoll?

Davon redet man bei Hochzeiten allerdings nicht – vom Geld. Denn es ist ja nicht die Hochzeit, die Geld kostet, sondern das protzige „wir sind wer, wir lassen es uns was kosten“.

Sommer – warme Tropennacht – „ach, heiraten Sie doch in einem Schloss“, wird mancher der heutigen Arrangeure von Heiraten sagen. Schloss, Sommernacht, Empfang im Freien, Champagner – da kann sich die Braut feiern lassen. Allerdings ist das Heiraten im Hochsommer eine Tortur: Das schwitzt die Braut mehr, als ihr Recht sein kann, das Korsett schneidet tief in die ohnehin bereits malträtierte Haut, und dann soll sie auch noch tanzen, wohl hoffend, dass der Saal der Gaststätte oder des Schlosses wenigstens klimatisiert ist – meist ein Trugschluss.

Die Kirche - wenigstens etwas Abkühlung

Immerhin wäre da noch die Kirche, in der man Kühlung finden kann, denn als ungeschriebenes Gesetz in den feinen Familien gilt: Das Paar lässt sich kirchlich trauen. Ob sie Moses für den Religionsstifter halten oder vielleicht Paulus, spielt ja keine Rolle - alles ist ohnehin nur ein Ritual, dass zur romantischen Heirat gehört. Da haucht sie denn ihr „Ja-Wort“ hin, die Braut, und darf noch einmal geküsst werden – Auislöser für die Tränen der Rührung bei den älteren weiblichen Hochzeitsgästen.

Heiraten "für die Leute" oder für das Paar?

Wofür heiraten Paare eigentlich? Um sich einander durchaus auch öffentlich zu versprechen oder um eine Bühnenshow mit dem Namen „Heiraten“ hinzulegen? Ist es richtig, nötig und sinnvoll, mit saus und braus, Glanz und Gloria in die Ehe zu gehen?

Drei Dinge muss man tun, um in der Jugend glücklich zu heiraten: Zum Standesamt gehen, sich einen wirklich schönen Tag machen, und einen guten Ehevertrag in der Tasche haben, für alle Fälle.

Die magisch helle Tropennacht im Schlosspark, das weiße Hochzeitskleid und die Feier mit 200 geladenen Gästen hingegen – die könnt ihr wirklich vergessen. Dafür könnt ihr euch eine unvergesslich schöne Hochzeitsreise leisten, in einer echten Tropennacht im Luxushotel - und in manchen dieser Länder kann man sogar heiraten. Tipp: Wenn man im Ausland heiratet, sollte man zu Hause auf eine kleinen Nachfeier im Kreise der Familie bestehen, damit die Gemüter beruhigt sind. Statt „groß nachzufeiern“ sollte man lieber den freigiebigen Schwiegervater davon überzeugen, dass er besser das neue Schlafzimmer finanziert als die große Hochzeitsnachfeier im Schlosspark.

Originaltitelbild © 2009 by Ryuugakusei (Mike Connolly), Modifikationen von sehpferd
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Romantik, Liebe, Leidenschaft und Lust – alles per Mausklick?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 19. Juli 2010 • Kategorie: liebe an sich


die maus per mausklick finden?


„Die große Liebe per Mausklick finden“ – im Grunde genommen kann man seien Inkompetenz in Sachen Online-Dating gar nicht deutlicher ausdrücken. „Die große Liebe“, die „Liebe meines Lebens“, der „Traumpartner“ oder der „einzige richtige Partner“ sind Bestandteile der bürgerlichen Welt des 20. Jahrhunderts. Sie hatten eine Berechtigung, als das Prinzip, Töchter per Mitgift zu verkuppeln, nach und nach auslief und die Liebesheirat Mode wurde.

Die Zeit vor dem Mausklick - keinesfalls wirklich romantisch

Schon gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde klar, dass diese Begrifflichkeit nichts als Makulatur war. Die schicksalhafte und romantische Begegnung der Geschlechter war längst Kitschromanen vorbehalten. In Wahrheit war die aktive Partnersuche längst Alltag – nur suchte man damals eben noch ein wenig anders. Die meisten der vermeintlichen „Zufälle“ erwiesen sich bei näherem Hinsehen stets als Absichten. Man ging eben nur dorthin, wo man passende Partner zu finden hoffte, was praktisch bedeutete, man suchte sich den Lebenspartner aus einem gewissen Kreis von Menschen, denen man nicht zufällig und schicksalhaft, sondern zumeist recht gezielt begegnete. Man erinnere sich: Männer fragten stets, ob es auf Partys oder in Discos auch genügend „Frauen“ vorhanden wären, um eine Auswahl zu haben – und bei Partys versuchte man verzweifelt, die Anzahl der teilnehmenden Damen und Herren im Lot zu halten – meist mit erheblicher weiblicher Unterdeckung.

Die Internet Zeit - "offline" so unromantisch wie "online"

Heute findet der Partnersuchende, vor allem der Spätstarter, alles andere als eine romantische Umgebung vor, in der er wählen kann wie in einem Süßwarenladen. Die Partnersuche findet überall und unter allen Bedingungen auf einem hart umkämpften Markt satt. Bestimmte Gruppen von Männern – besonders junge Männer zwischen 21 und 35 – haben kaum Chancen, wenn sie nicht zukunftsträchtige Ausbildungen oder bereits entsprechende finanzielle Mittel vorweisen können.

Doch die bürgerliche Welt will dies alles nicht wahrhaben. Sie war bereits im 20. Jahrhundert noch tief in der Begrifflichkeit des 19. Jahrhunderts verwurzelt, wenn es um die Liebe ging, und sie ist es bis heute. Offen oder unterschwellig wird immer wieder der Verlust der romantischen Liebe beklagt wird.

Originaltext einer aktuelle Tageszeitung (1): „Wirklich romantisch ist das Kennenlernen im WWW nicht, es erinnert eher ein wenig an Online-Shopping.“ Fragt sich, wen es an Online-Shopping erinnert - mich zum Beispiel nicht.

Die Sprache der Dummheit: Liebe per Mausklick

Hier zeigt sich das zweite Problem der Sprache unserer Presse: Das Leben, das man aus der bürgerlichen Welt zu kennen glaubt, kämpft nun gegen die angebliche digitale Wirklichkeit – dazwischen existiert offenbar ein Vakuum. Denn wer einmal einen Partner per Internet gesucht hat, weiß, dass es dabei weder um die „Partnersuche per Mausklick“ noch um eine „Art Shopping“ geht. Shoppen, lassen Sie es mich einmal knallhart sagen, kann man im Internet bestenfalls Vollzeit- und Teilzeithuren. Alle anderen Menschen wollen mit Sorgfalt gewonnen werden – und dafür ist das Wort „Mausklick“ so unangebracht, dass sich einem die kleinen Nackenhaar sträuben.

Das "shoppen" von Gelegenheitssex

Soweit die Liebe – wie ist es aber bei Lust oder Leidenschaft, vielleicht sogar bei der Suche nach einem Seitensprung, einem Erotikabenteuer, oder eine Hure, die besondere Dienstleistungen anbietet? Kann man da nicht einfach Menschen in den Warenkorb legen, zur Kasse gehen und bezahlen? Da wäre doch der Satz angebracht, man können „Frauen und Männer shoppen“ oder etwa nicht?

Nun, „shoppen“ kann man immer nur diejenigen Menschen, die gewohnt sind, ihren Körper oder eine sexuelle Dienstleistung anderer Art gegen Geld anzubieten. Sie wissen, was sie wert sind, und sie sagen es zumeist auch deutlich. Schwieriger wird es schon, wenn man nur die glühende, spontane Leidenschaft sucht, aber kein „TG“ zahlen will oder „Menschen ohne FI“ sucht.

Tatsache ist: je offener das Scheunentor der „Casual Sex“-Börse, wie man so etwas nennt, geöffnet wird, umso mehr zweifelhafte Gestalten melden sich dort an. Zweifelhaft kann viel sein, zum Beispiel:


- Die Bitte, den Partner unter einer Mehrwert-Nummer anzurufen.
- Die Möglichkeit zu offerieren, sofort SMS auszutauschen (über Mehrwert-SMS-Nummern).
- Die schnelle Abfrage sehr persönlicher Daten (deutet auf Datenräuber oder Detektive hin).
- Der Vorschlag sofortiger Treffen ( oftmals Verbrecher aller Art, insbesondere Räuber und Erpresser).
- Sehr schneller Sex ohne Kondom und Bezahlung (gewillkürte Schwangerschaften oder die Erpressung damit).
- Schneller Sex an merkwürdigen Orten (versteckte Kameras, Erpressung, Auftauchen von Zuhältern).

Casual Sex birgt immer Risiken

Das bedeutet nun nicht, dass „Casual Sex“ auf Agenturseiten gefährlicher ist als gewöhnlicher Gelegenheitssex mit Zufallsbekanntschaft aus Bars – aber er ist mindestens genau so gefährlich. Die männliche Meinung, ihnen könne ja gar nichts passieren, weil sie Männer sind, ist lächerlich: Sex-Betrügerinnen und Betrüger sind mit allen Wassern gewaschen – und solange man nur schriftlich in Kontakt steht, könnte die lustvolle, kurvenreiche Clementine auch Clemens sein, der sich als Student mit geilen SMS oder Email ein paar Euro dazu verdient.

Unser Tipp: Niemals versuchen, Menschen zu „shoppen“, weder für Beziehungen noch für die schnelle Lustbefriedigung. Bei der Suche nach Langzeitpartnern ist man ja gemeinhin besonders höflich und umsichtig, und wir raten sehr, dies auch beim „Casual Dating“ zu sein. Gerade hier sind die Suchenden oft noch unsicher und sie freuen sich, wenn sie als Menschen wahrgenommen werden – und nicht als Lustobjekte, die zum Abschluss freigegeben worden sind.

Zitat aus der "Frankfurter Rundschau"

Titelbild: Nach einem Originalfoto von Lorena Cupcake, © 2008 by Lorene Cupcake.
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Wie stillen Frauen eigentlich ihren Durst nach Liebe?

Geschrieben von © induna •Samstag, 17. Juli 2010 • Kategorie: liebe an sich


spiel mit dir selbst
das lustvolle spiel mit sich selbst


Männer lechzen ja dauernd – nach Bewunderern, Liebe, Leidenschaft, Erotik, Sex und vor allem natürlich nach den wenigen Sekunden, in denen sie dann ihre Erfüllung in die stille Mondnacht schreien – zwar meist nur einmal, aber dafür umso animalischer.

Aber Frauen? Wonach lechzen sie? Haben sie „nur“ sinnliche Gedanken oder legen sie dabei auch „Hand an“? Und was geschieht, wenn die Single-Frau monatelang keinen Lover ins Bett locken kann – dürstet es sie dann nicht, mal einen Brunnen aufzusuchen und ihn nach Herzenslust auszusaufen? Wie erfüllen sie sich ihre Sinnlichkeit, ihre Liebe, ihre Lust? Ja, natürlich meinen wir: außer durch Shopping, Prosecco und Sahnetörtchen.

Frauen – so urteilten die wenigen Damen, die dazu Auskunft geben wollten (ich kenne keine Frauen unter 30, wie ich zu meiner Schande gestehen muss) – suchen vor allem nach Sinnlichkeit. Sie haben sinnliche Träume, verführen sich selbst auf sinnliche Weise und wünschen sich sinnliche männliche Liebhaber – und wenn sie die nicht finden, dann gieren sie eher nach Frauenkörpern als nach den Typen, die ausschließlich auf die Befriedigung der eigenen Lust aus sind. So ganz genau beschreiben ist dies alles nicht, also lasse ich mal eine unserer Gewährsfrauen zu Wort kommen: „Im Grunde will ich alles: Wildheit und Zärtlichkeit, Dominanz und Demut und vor allem will ich alles, aber auch alles vergessen, was um mich herum passiert“. Sie weiß, wovon sie redet: Romantik ist eigentlich für sie ein Fremdwort – der Job ist hart, und sie muss nicht nur mit Zahlen umgehen, sondern auch welche vorweisen. Doch Kerzen, ein Gläschen Sekt, ein sinnliches, sanftes Spielzeug für den Anfang und dann dazu das Kopfkino – das geht eigentlich immer.

Die kleinen Helfer trösten seit fast hundert Jahren

Nirgendwo wird so viel verschwiegen wie über die einsamen Nächte, in denen die Lüste sanft daherkommen. Man hat da dies oder jenes im Nachtschränkchen, und man kauft bei seinem Lieblingsversandhändler auch dann und wann ein Teilchen dazu. Frauen tun dies seit 100 Jahren. Damals wurde für die kleinen Helfer sogar in Hausfrauenmagazinen geworben – heute dürfen wir nicht einmal mehr hier dafür werben, ohne Ärger mit einem Werbeanbieter zu bekommen.

„Ich fühle mich gerne unbeobachtet, und ich will nicht, dass mir jemand übel nachreden kann“, sagt unsere Gewährsfrau noch. Sie kann sich nicht leisten, als Flittchen oder Schlampe geoutet zu werden – und erst recht nicht als Bi-Frau. Was da bleibt? Wenig. Mal eine Begegnung auf einer Konferenz, mal ein Besuch in einer Hotelbar unter falscher Identität –eigentlich nicht sonderlich lohnend, sagt sie.

Männer: Räubern, locken, kaufen?

Der größte Irrtum, so sagt uns die attraktive Anja, sei ja, dass es genug gute Männer gäbe – gibt es aber nicht, jedenfalls keine guten Lover. Sie muss vor allem verschwiegen sein, denn sie räubert in Beziehungen. Sie lächelt, wenn sie erzählt, dass manche Ehefrauen ihre Männer als Liebhaber loben. „Wer ein guter Lover für die Ehefrau ist, ist erst recht ein guter Lover für eine fremde Frau“, sagt sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie ist unter 40 und hat noch die freie Wahl – doch an den Partnermarkt will sie nicht, weil sie ledige Männer nicht besonders mag: Viel zu kompliziert sei es mit denen.

Andere Frauen in Anjas Alter locken mit ihren Liebesqualitäten: Machst du es mir schön, mach ich es dir schön. Der Deal läuft so schlecht und Recht, aber man müsse schon zusehen, dass man auch wirklich seinen Anteil bekäme – Männer seien eben Sexegoisten. Sinnlichkeit, Liebe und Leidenschaft gäbe es aber schon, sagt eine Frau über 40, die es wissen muss: Sie hat einen jüngeren Lover, der noch ein bisschen lernfähig ist. Doch das „Anlocken“ lohne sich – und ihre Fallen würde sie im Internet auslegen, will uns aber nicht sagen, wo. Last not Least: Callboys, männliche Escorts, Loverboys? Wir fanden für unsere kurte Befragung niemanden, der zugab, sich Männer zu kaufen. Doch auch hier wurden wir verschämt auf gewisse Seiten des Internets verwiesen, auf denen Frauen sich einen Liebhaber für ein paar Tage anlachen können – Casual Dating heißt so etwas.

Frauen: geheime Geliebte statt männlicher Lover?

Die Faszination ist groß, und in der Fantasie stehen sie der Lusterfüllung oft zur Seite, die eleganten Verführerinnen oder mädchenhaften Geliebten. Alleine – die Praxis gibt sie nicht her. Wer nicht selbst zur Verführerin taugt, sei aufgeschmissen, sagt eine Freundin, die sich ein bisschen in der Szene auskennt – aber da geht es schon los: Wer will denn schon eine Szenenfrau, wenn es um eine lesbische Romanze geht?

Das Fazit einer durchfragten Sommernacht: Es wäre schön, zu zweit zu sein, und alles wäre wesentlich erregender, wenn sich fremde Haut an der eigenen Haut riebe. Doch letztlich gilt: Die Single-Frauen wären ja alle gern sinnlich und wären gern froh – nur die Verhältnisse, die sind eben nicht so.

Foto © 2006 by "TheAlieness GiselaGiardino²³" - Gisela Giardino
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Was trägt die Frau eigentlich bei der Liebe?

Geschrieben von © induna •Freitag, 16. Juli 2010 • Kategorie: liebe an sich


was trägst du eigentlich bei der liebe?


Manchmal fragen Frauen: „Wie kann ich eigentlich meinen Liebsten mal wieder so richtig scharfmachen?“ und dann ist die Antwort der Briefkastentante oft: „Die Männer sind alle Augenmenschen – am besten du ziehst scharfe Unterwäsche an oder ein besonders verführerisches Nachthemd. Ist die Briefkastentante ganz mutig, dann schreibt sie vielleicht auch: „Du trägst am besten Strapse, echte Nylons und High Heels und du behältst alles im Bett an, das treibt die Männer zur Weißglut“.

Die Kleidung für die Liebe: elegant oder verrucht?

Ja – was trägt die Frau von Welt denn nun eigentlich bei der Liebe? Soll sie sich am Rat eleganter Damen orientieren, die ich zuflüstern: „nichts als ein Paar Tropfen Parfüm?“ Oder soll sich am Katalog eines Erotikversenders orientieren, der ihr rät, sich für die nächtliche Verführung zu Kleiden wie die Frauen im Bordell? Ist es das Negligé oder das „Baby Doll“, was den Männern das Blut in den Unterleib schießen lässt? Oder soll sie animalisches Leder auf der Haut tragen, wenn sie sich dem Liebsten anbietet?

Ein Kleidungsstück im Bett anbehalten - aber welches?

Warum ich darauf komme, will ich verraten: Gerade ist ein britisches Unternehmen mit einer Umfrage ins Sommerloch hineingestoßen und hat dort zu ermitteln versucht, ob Großmütterleins Rat noch wirkt: „Kind, du solltest immer wenigstens ein Kleidungsstück anbehalten, wenn du Männer beglücken willst." Ei potz – da fragt sich natürlich, welches?

Einen BH im Bett tragen? Nein, danke

Also, erst einmal zur Umfrage: Die Meinung der befragten Britinnen war zweigeteilt: Etwa die Hälfte meinte, sie würden beim Sex am liebsten kein Kleidungsstück tragen, während die andere Hälfte ein Teilchen anbehalten wollte. Wer nun meint, es seien die Strapse samt Strümpfe, oder vielleicht doch das Oberteil des frechen Negligés, der irrt:Britinnen wollen offenbar ihren Männern zumuten, ausgerechnet ihre BHs anzubehalten. Na schön – manche Damen, die ihre Liebhaber am Straßenrand finden, behalten sogar ihr Höschen an – zur Seite schieben geht schließlich auch.

Offenbar fühlen sich die Britinnen einfach besser, wenn sie bei der Liebe weder nackt sind noch gesehen werden – fast zwei Drittel (61 Prozent) sollen bei der Umfrage der MyCelebrityFashion.co.uk geantwortet haben, sie würden den Sex stets am liebsten bei Dunkelheit vollziehen.

Aha – nun wissen wir es – „Kleidung kann das Selbstbewusstsein der Frau erhöhen – auch im Bett“.

Fragt sich nur: Würden wir diesen Rat auch geben?

Miss Y. zur Kleiderfrage im Bett

Unsere Lieblings-Briefkastentante Miss Y. sieht die Sache schon etwas anders. Sie meint, jede Frau soll einmal Sex bei Licht versuchen – wenn eine Frau glaubt, nicht schön genug zu sein, sollte sie eben rötliches, sanftes Licht wählen. Über BHs im Bett kann sie nur lachen: Die Brust, so Miss Y., sei der Hauptlustbringer für Männer. Dabei käme es nicht auf das Aussehen an, sondern darauf, wie lustvoll man sie „an den Mann bringt“. Na, und für die Verführung? „Halsband, Höschen und halterlose Strümpfe in einer Farbe, möglichst in Schwarz“ seine einen Versuch wert, meine Miss Y. Im Übrigen seien Verführungen ja keine Sachen, die ausschließlich im Bett stattfänden – es käme also darauf an, was die Frau am Abend tragen würde, falls sie beabsichtige, ihren „Typen richtig scharfzumachen“. Ja, und was denn nun? Miss Y, meint, dafür gäbe es keinen verbindlichen Rat – während der eine Mann auf nuttige Fetzchen abfahre, würde ein anderer seine Geliebte am liebsten im Kostüm mit durchsichtiger Bluse sehen – und dann und wann sogar in einer erotischen Rolle. Gewöhnliche Frauen verführen - da sind sich übrigens alle einig – allerdings hauptsächlich durch den Einsatz des erotischen Teils ihrer Persönlichkeit und des geschickten Einsatzes ihrer Körper – nur Huren verführen mit aufgeschminkter Geilheit und der typischen „Berufskleidung“.

Die Lust fängt im Hirn an - erst denken, dann Fummel kaufen

Das Internet ist voller Ratschläge, was Frauen tragen sollten, wenn sie den Liebsten „wuschig machen“ wollen, und sie enden nicht bei der Kleidung, sondern dringen tief in die männlichen Lustzentren vor – vor allem, aber nicht ausschließlich, ist das immer noch das Gehirn. Es lohnt sich also, nachzudenken, was dort wohl vorgehen mag, bevor Frauen ihre Lust- und Verführungsstrategien entwickeln. Schließlich geht es ja vor allem darum, miteinander Freude zu haben, nicht wahr?

Bild © 2009 by sprungli.
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Das Weltbild zwischen Märchen und Erotikfilm

Geschrieben von © Miss Y. •Dienstag, 13. Juli 2010 • Kategorie: inas liebesrat




Was wäre, wenn Frauen ihr sexuelles Weltbild aus Märchen bezögen und Männer aus Erotikfilmen? Nun? Dann würde sie sich eines Tages fragen, woher sie den Prinz bekommt, der sie eines Tages auf sein Schloss nimmt und er sich, wann er denn endlich diese verdammte Schlampe treffen kann, die ihn eine ganze Nacht sexuell fordert.

Äh – nur mal so: was wäre, wenn:

Beide ihr Weltbild aus Märchen beziehen würden? Dann muss sie mindestens in einem gespielten Koma liegen. Bloß: Wie macht man denn so etwas in der Disco? Mit einer Schneewittchensarggalerie?

Und was wäre, wenn beide ihre Weltbilder aus Erotikfilmen beziehen würden? Dann würden sich beide wahrscheinlich ansehen und sich fragen: „Du, was machen wir eigentlich, damit wir wirklich Spaß daran haben?“

Bild: Marianne Stokes, Illustration zu Snow White.
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Mal richtig erotisch auskuscheln – im Hotel

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 10. Juli 2010 • Kategorie: liebes kurznachrichten


Sand in Getriebe bei der Liebe? Das bringt inzwischen manchen Hotelier auf die Idee, das eigene Haus ganz auf Liebe, Erotik und sexuelle Lüste auszurichten.

Gerade haben wir von ""Maiers Kuschelwelt", gehört, die aus zwei Hotels mit insgesamt 200 Betten besteht und deren erklärte Zielgruppe verliebte Paare sind, die einen romantischen Kurzurlaub verbringen möchten.

Allerdings befindet sich die erotische Kuschelwelt Henndorf in Österreich, nahe der Grenzstadt Jennersdorf im Burgenland. Wer die verführerischen Dessous nicht gleich mitgebracht hat, findet sie dort notfalls auch noch im Kuschelshop – woran man mal wieder sehen kann, wie man sich um die Liebenden kümmert: Manchen Hotels bereitet schon die Beschaffung einer Zahnbürste ernstliche Probleme.

Über: ORF


Hinweis für Sie: Haben Sie auch ein Hotel für die Liebe, die Lust oder für die Flitterwochen? Dann setzen Sie sich doch mit uns in Verbindung. Vielleicht schreiben wir dann etwas über Ihr Hotel?
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