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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Lust am Schamhaar – ein Fetisch?

Nächtgedanken zu Schmhaaren
Unsere nächsten Verwandten sind ganz und gar behaart – das heißt, sie können sich weder ihrer Nacktheit schämen noch ihrer Behaarung. Auch der Mensch schämt sich nicht, sein Haupthaar in Szene zu setzen – die Haarpflege gehört sogar zu den typischen Merkmalen intensiver Flirts. Und der Bart – oh ja, der Bart. Manche sehen ihn ihm eine Kussbremse, andere schwärmen von dem „Kuss mit Bart“. Meine Großmutter sagte noch, ein Kuss ohne Bart sei wie eine Suppe ohne Salz.

Wenn die Lippen von einem "Bart" gekrönt werden

Beim „Kuss mit Bart“ fällt dem Kundigen auf, was dem jungen Julian bei seiner ersten Begegnung mit jedem Mund gesagt wurde, der im Schatten liegt (1):

Wenn du … unter meinen Röcken einen Mund mit Schnurrbart finden solltest, dann darfst du ihn küssen.
Nun, der junge Mann fand „inmitten der Haare“ das, was er für den Mund halten musste. In der Folge erwies er sich als ausgesprochen gelehrig, obgleich er nicht wusste, was genau er dort bewirkte.

Sind Schamhaare sinnlicher als gedacht?

Und nein, wir lasen nichts von den Schrecken, den manche Männer angeblich empfinden, wenn sie aufgefordert werden, Intimküsse zu zelebrieren. Nicht von einem üblen Geruch, nicht von lästigen Haaren, die ohne Zweifel vorhanden waren. Nichts von einem unerträglichen Geschmack. Es sei ein wenig wie Eiweiß gewesen, nur etwas bitterer, sagte uns der wirkliche Autor jenes frivolen Romans. Die Beschreibung mag „auf naiv“ getrimmt worden sein, doch sie zeugte von genauen Recherchen.

Auch wer seine ersten sexuellen Erfahrungen nicht „unter dem Rock einer Frau“ machen dufte, wird sich erinnern, wie eigenartig der direkte Kontakt mit dem Schamhaar war. Wer Glück hatte, dem boten sich weiche, sanfte Locken an, die sinnlich dufteten. Oftmals wird dieser Geruch als natürliches Parfüm der erwachsenen Frau bezeichnet, das durch seinen Inhaltsstoffe die Sinne wesentlich mehr erregt als irgendein anderer, künstlich aufgebrachter Duft. Ein Hauch von Fell, übrig geblieben aus der Evolution, das den Lockstoff der Weiblichkeit auffängt. Manche Männer sollen gar verharren und den Duft einen Moment lang einsaugen.

Die Wirkung: Optisch, ästhetisch oder durch sinnlichen Kontakt?

Doch zurück zu den Haaren. Sie können auch optisch ein Genuss sein – jedenfalls für Männer, die sich tatsächlich für natürliche, lockige oder strähnige, blonde oder rötliche Haare interessieren. Von dunklen Haaren einmal ganz abgesehen. Ein Mann muss wirklich kein Fetischist sein, um das „Natürliche“ auch schön zu finden. Und auch die Berührung mit einem luftigen, sauberen und nicht verschwitzten Schamhaar werden als durchaus angenehm empfunden.

Die Faszination des Mannes

Und ja, gewiss – hin und wieder musste man sich wohl ein Haar von Lippen oder Zunge entfernen, wie wir vielfach lesen konnten. Mancher Mann will zuerst bewundern, was er zu küssen beabsichtigt und dann das Wunder intimer Berührungen erleben. Andere sind vom Duft fasziniert, der angeblich geheimnisvolle Stoffe enthält, die den Verstand durchaus lähmen können.

Frauen, Fantasien und Realität - liegen Welten dazwischen?

In der Realität, die den Liebenden wie auch den Begierigen mehr Mut abverlangt als die Fantasie, gibt es unter Frauen einerseits begeisterte Annehmerinnen des Intimkusses. Andererseits finden wir aber auch vehemente, bisweilen aggressive Verweigerinnen solcher Genüsse. Und entsprechend bleiben die wahren Wünsche nebulös. Bestenfalls beim Kontakt zwischen Frauen lesen wir die Begeisterung für Schamlippenküsse heraus. In der Fantasie ergibt sich hingegen ein Bild völliger Begeisterung. Nein, ich langweile euch nicht mit Prozentzahlen. Doch die überwiegende Mehrheit der Frauen giert in ihren Träumen nach Küssen und weiteren Kontakten im Intimbereich. Mit oder ohne Schamhaare. Und immerhin ein starkes Drittel träumt davon, Cunnilingus zu geben.

Männer - Begeisterung nur in der Fantasie?

Männern geht es recht ähnlich. Sie reden nicht gerne darüber, schon gar nicht, wenn sie sich als „maskulin“ darstellen wollen. Immerhin müssen sie sich vor der Frau „erniedrigen“, auch wenn es nur der Kopf ist, der tiefer ansetzt und nicht das Gehirn. Fast vier von fünf Männern fantasieren darüber, sich dem Schritt der Frau auf diese Weise zu nähern. Ob er behaart sein darf oder nicht? Das wissen wir in diesem Fall nicht.

Verschleierungen und Informationsmangel

Ist das alles nun ein Fetisch? Oder sind die Männer, die Frauen mit natürlichem Schamhaar mögen, einfach nur „normaler“ als jene, die eine Frau bis aufs Haupthaar ab liebsten völlig enthaart sehen würden? Oder sind Sie Körperhaare vielleicht sogar das „eigentlich ekelhafte“ am Intimkuss?

Wenn es in der „anständigen“ Literatur mehr Informationen über die Lust an Intimküssen gäbe, wäre dieses Thema transparenter. Immerhin hörten wir von einem schreibenden Liebhaber solcher Genüsse, er habe diese Praxis bei einer Dame erlernt, die deutlich älter war als er selbst. Wobei sich vielleicht wieder bewahrheitet: Der erste Intimverkehr ist prägend – auch für Männer.

(1) Gynecocracy, Originalausgabe., erster Band.
Bild: Grafik © 2021by Liebesverlag.de
Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels beruht auf Internet-Recherchen, Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Bewertungen.

Die intimen Doktorspiele der Erwachsenen

Nein, dies ist kein Doktorspiel .... (1)
Prolog zum Thema "Klinik- und Doktorspiele der Erwachsenen"

Warum spielen Erwachsene noch „Doktorspiele“? Kaum jemand wird euch die Frage beantworten wollen – sie ist zu intim. Der folgende Artikel enthält Informationen, die für manche Menschen „widerwärtig“ klingen. Zudem muss gesagt werden: Klinikspiele haben nichts mit der Realität zu tun. Sie hangeln sich viel mehr an Schamgefühlen, Ängsten und Fantasien lang. Weiterhin will ich vorausschicken, dass wir hier überwiegend von Spielen berichten, in denen Frauen dominieren. Sie haben auch die größte Relevanz.

Vorsichtiges Herantasten: Was die Rollen bieten

Tasten wir uns vorsichtig heran: Die meisten dieser Spiele beruhen auf dem unglaublichen Respekt, den wir vor Ärztinnen oder Ärzten haben. Vor Ihnen ziehen wir uns aus, obgleich wir Reste von Scham dabei empfinden. Sie dürfen unseren Körper berühren, obgleich uns dies unangenehm sein könnte. Und sie dürfen unseren Körper mit Gegenständen und Verfahren in Kontakt bringen, die schmerzhaft und peinlich sind.

Drehen wird die Befürchtungen in Reize um, dann haben wie einen Ansatz. Denn manchmal bemerken wir, wie wir uns überwinden. Dann sehen wir letztlich einen Erfolg darin, uns ganz den Augen, Händen und Instrumenten hingegeben zu haben.

Lest bitte nur weiter, wenn ihr unerschrocken seid ...
"Die intimen Doktorspiele der Erwachsenen " vollständig lesen

Rollenspiele: wenn der Mann einmal Frau sein will

Keine Frau sein, aber so aussehen?
Eine besondere Form der Rollenspiele zwischen Frau und Mann ist der komplette Rollenwechsel. Meist ist es der Mann, der sich in die Rolle der Frau begeben will. Die Frage, warum das so ist, kann nicht endgültig beantwortet werden, und vorschnelle Urteile solltet ihr in jedem Fall vermeiden.

Ist es für einen Mann interessant, als Frau begehrt zu werden?

Berichtet wird, dass sich Männer gerne als Frauen ausgeben, um erotisch beachtet zu werden. Manchmal sehnen sie sich auch danach, verletzlich sein zu dürfen oder andere angeblich typische „weibliche Eigenschaften“ zu zeigen, zum Beispiel zu weinen. Für manche Männer ist offenbar auch reizvoll, die Ambivalenz zwischen einem „sexuellen Objekt“ und einem „geliebten Menschen“ zu spüren. Ein Psychologe hätte vielleicht mehr dazu zu sagen – wir beschränken uns hier mal auf das Grundsätzliche.

Sind männliche Spiele mit der Geschlechterrolle "homosexuell"?

Die Frage, inwieweit Männer „homosexuelle“ Gedanken in dieses Spiel einbringen, wird oft diskutiert – doch gerade diese Überlegung ist völlig unsinnig. Jeder Mann und jede Frau hat die Möglichkeit, einen Partner des gleichen Geschlechts zu befriedigen. Die meisten Frauen wissen dies durchaus, ohne es wirklich zu praktizieren. Männer hingegen behaupten, sie hätten nie solche Gedanken gehabt. Wer sich darüber Sorgen machen will, mag es tun – sehr sinnvoll ist es nicht.

Die Transformation: großer Aufwand, wenn alles stimmen soll

Das Spiel mit dem Rollenwechsel zwischen Frau und Mann ist zumeist auf den Mann beschränkt. Das heißt: Der Mann wechselt die Rolle und wird zur Frau, die Frau hingegen bleibt Frau.

Die Frage ist dabei, wie weit die „Transformation“ gehen soll. Das heißt: Wie weit soll der Mann in Gestalt, Aussehen, Kleidung und Verhalten gewandelt werden? Oder konkret: Muss er komplett geschminkt werden, eine Perücke tragen, mit falschen Brüsten ausgestattet werden, in Unter- und Oberbekleidung völlig „feminisiert“ werden?

Die zweite Frage wäre, ob es ihm um den „Zauber“ geht, plötzlich als Frau vor dem Spiegel zu stehen oder ob er die Rolle als „demütigend“ versteht.

Die letzte Frage (und sicher die heikelste) ist, ob der Mann sich am Ende auch sexuell der Frau hingeben will. Also beispielsweise, ob „Pegging“ auf dem Programm steht oder ob „gemeinsames Ausgehen“ geplant ist.

Falls dir bei der Lektüre dieses Artikels nun etwas mulmig geworden ist – das geht den meisten Männern so. Der Rollenwechsel kann alle Reaktionen auslösen, von völliger Begeisterung bis zu totaler Ablehnung. Wenn es dich reizt, dann gib dich der Rolle ganz hin, wenn nicht, dann lässt du es eben bleiben.

Hinweis: Alle Informationen zum Thema stammen aus verlässlichen Internet-Quellen.

Valentinstag in der Ritterrüstung

In voller Rüstung Valentinstag feiern
Valentinstag ist kein Grund zur Traurigkeit für Singles. Vor allem nicht, wenn sie wirklich eine Beziehung wollen. Mag ja sein, dass „die Gesellschaft“ auf einige Frauen Druck ausübt, „endlich eine Beziehung einzugehen“. Aber zumeist ist es nicht „die Gesellschaft“, sondern die Mutter, die sich danach sehnt, Großmutter zu werden.

Wie dem auch sei:

Die Fotografin Briony Douglas aus Toronto hat eine Fotostory kreiert, die sich damit beschäftigt, wie du diene eigene „Ritterin“ in voller Rüstung sein kannst - statt auf den Helden zu warten, der vielleicht mal vorbeikommt.

Veröffentlicht wurden die Bilder von Ainsley Hutchence (Sticks and Stones) - dort sind weitere Bilder der Serie zu sehen.

Das Modell heißt Jessica Taylor.


Wichtiger Hinweis: Das © 2021 liegt bei den Künstlern und/oder Agenten.

Die Furcht der Männer vor der Urologin

Schwer begehbares Terrain
Dieser Artikel ist wirklich ernst gemeint. Er handelt von falscher Scham und einigen Irrtümern, sowie merkwürdigen Befürchtungen von Männern und Frauen, die sich nicht "unter sich" fühlen. Falls du ein Mann bist: Geh in jedem Fall zur Prostata-Vorsorgeuntersuchung. Egal, ob du da einer Frau oder einem Mann begegnest.

Vor Jahren genoss ich eine Auszeit in einer Einrichtung, die im Allgemeinen „Reha“ genannt wird. Normalerweise wurden Männer im dritten Stock behandelt, Frauen im zweiten. Die medizinischen Bäder mit lindernden Substanzen hatte man allerdings in den zweiten Stock verlegt.

Da saß ich also in der Abteilung für Damen und wurde kritisch beäugt. Nach einiger Zeit fasste sich eine feine Dame mittleren Alters das berühmte Herz und fragte ich in ungewohnt direktem Ton: „Sie sie sicher, dass sie hier richtig sind?“ Ich antwortete „absolut sicher, meine Dame.“ Daraufhin versuchte die Dame, an mir vorbei zu blicken, aber der Zweifel und die Verwirrung blieben weiterhin wie Zwillinge in ihrem Gesicht stehen.

Es ist merkwürdig, dass sich manche Orte als „weiblich besetzt“ gelten, andere als männlich. Etwas typisch „männliches“ ist, da sind sich viele sicher, eine Urologenpraxis, auch „Männerarzt-Praxis“ genannt. Was an diesem geheimnisumwitterten Ort geschieht, dringt so gut wie nie an die Öffentlichkeit – nicht einmal an das Ohr mancher Männer. Und Frauen wollen schon gar nicht wissen, was da mit den Männern geschieht.

Einmal bin ich in der urologischen Praxis einem weitläufigen Bekannten begegnet, der sich sofort für seinen Besuch dort entschuldigte. Man geht nicht zum Urologen, es sei denn, gar nichts geht mehr. Und sollte das so sein, dann meint der Mann nicht, dass er unter „Harnverhaltung“ leidet, sondern unter einer Störung … na ja, eben diese Störung. Und dies ist ihm peinlicher, als wenn’s mal in die Hose geht.

Und weil alles so schrecklich peinlich ist, was den „richtigen Mann“ bewegt, geht er oft erste gar nicht zur Vorsorgeuntersuchung. Und wenn er sich dann tatsächlich schamvoll dorthin quält, dann hofft er, dass ihn der „Männerarzt“ beruhigt – schließlich redet man dort ja von „Mann zu Mann“.

Nun gibt es tatsächlich Frauen, die den Beruf des Urologen ausüben: Urologinnen. Und dazu las ich: „Welcher Mann geht denn freiwillig zu einer Urologin?“ Oder „haben niedergelassene Urologinnen nicht (einmal) so viel Kundschaft wie ein Schneeräumdienst im Sommer?“ (Zitat: „Der Spiegel“)

Nur, er schon einmal in einer Institution des Gesundheitswesens Kontakte mit einer Urologin hatte (und dies bemerkte, weil er bei Bewusstsein war) weiß es. Und es ist wirklich genau wie bei den männlichen Urologen.

Allerdings frage ich mich, wie die liebenswerten Mit-Patientinnen in den Wartezimmern der Urologinnen reagieren werden, wenn dort plötzlich ein Mann auftauchen würde. Ob sie ihn irgendwann einmal fragen würden, ob er sich nicht in der Praxis geirrt hat?