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Wenn er Sex will - Ja oder Nein?

Letzte Möglichkeit, "NEIN" zu sagen - für IHN
Wenn er Sex will - Ja oder Nein? ist etwas kniffliger als du vielleicht denkst. Aber sag maL. erwartest du eigentlich, dass der Mann immer "Ja" sagt, egal, was du von ihm willst?

Angeblich ist es ja furchtbar schwierig, „Nein“ zu sagen. Aber „ja“ zu sagen, ist auch nicht soooo schrecklich leicht. Also, was tun? „Nein“ sagen, weil es definitiv, und ultimativ und sowieso „Nein“ ist? Oder „Jaaah“ (sehr gedehnt, wenn’s (noch) nicht wirklich „Ja“ ist?

Ich habe gerade von jemandem gelesen, der weiß, wie du’s richtig machst. Und das geht so:

Du wartest nicht, bis er fragt, was für dich geht. Du fragst ihn, was für ihn geht.

Die Frau, die das blogt, meint, es sei immer sicher, weil du dabei sicher bist. Aber es funktioniert auch nicht immer, weil Männer sich nicht so schrecklich gerne danach fragen lassen. Bearbeitetes Zitat (1):

Ein wenig Beharrlichkeit und Einfühlungsvermögen kann Wunder bewirken, wenn er einige Zeit braucht, bis er dir sagt, wie er’s gerne hätte. Denn nicht jeder Mann fühlt sich wohl, wenn seine innersten Wünsche offengelegt werden - das ist aber wichtig, denn Wohlfühlen ist die Hauptsache beim Sex.

Wenn du fragst, heißt das noch lange nicht, dass es tun musst. Falls er antwortet, kannst du aber sagen: „Das, was du willst, geht gar nicht oder nur falls (...).“ Wenn er nicht gerade auf dem Romantik-Trip ist, wird er damit einverstanden sein, dass du ein bisschen „verhandelst“.

Falls du es „anders herum“ versuchst, zum Beispiel mit „du, ich hätte am liebsten, dass du (...)“, dann kann es sein, dass er ins Dilemma kommt, nicht „Nein“ sagen zu wollen, obgleich er „das“ eigentlich nicht will. Und da haben wir einen Punkt, der in keinem Ratgeber steht (bearbeitetes Zitat):

Viel zu oft wird angenommen, dass Männer im Schlafzimmer zu absolut allem bereit sind. Dies ist natürlich nicht wahr, aber die Gesellschaft stellt diese Erwartung an die Männer - und wir Frauen oft auch. Also denk daran: Männer machen nicht „alles“. Und wenn sie alles machen, dann tun sie’s oft nicht gerne. Und ohne Vergnügen ist Sex einfach blöd.

Fragen lohnt sich also. Fragen vor dem Ausziehen zu stellen ist immer besser, als mit Wünschen herauszuplatzen, wenn er/sie schon nackt ist. Und schließlich mal ganz nüchtern: Wenn du nicht fragst, wie willst du je in deinem Leben bekommen, worauf du wirklich richtig geil bist?

De verwendeten Zitate stammen von einer äußerst klugen Bloggerin,die aber eine Webseite betreibt, auf die wir nicht verlinken können.

Von Schlampen und wertvollen Frauen

Egal, wie klug sie ist - sie gilt als Schlampe, wenn sie erotische Vorzüge hat


Zu Anfang schreibe ich einfach mal einen Satz auf: Er kann aus der Kunst, dem Handwerk oder einem anderen Bereich stammen – und jeder wird ihm zustimmen:

Ich kann wunderschöne Dinge tun – und jeder hätte sie gerne von mir erworben.

Sagt dies eine zeitgenössische Bestseller-Autorin, dann lobt man sie nicht so sehr anhand der vielen „schönen“ Dinge, die sie tat und kaum anhand ihrer Bereicherung der deutschen Sprache. Sondern sehr wahrscheinlich anhand ihrer Auflage, die oft zu phänomenalen Einkünften führt. Dabei macht es nichts, wenn der Zuckerguss aus den Seiten hervorquillt, wie Spermafontänen in pornografischen Filmen. Gelobt sei, was Tränen hervorruft.

Sollte eine Frau denselben Satz über ihre Liebeskünste oder ihre strenge Dominanz sagen, so wenden wir uns ab – zumeist empört. „Liebeskünste?“ Was ist denn das? Normalerweise wird diese Frau auch nicht anhand ihrer Einkünfte oder ihres Erfolgs am Markt der Liebe gemessen. Sie ist bereist abgewertet, wenn sie entdeckt, dass sie es einem Mann „besonders schön macht“.

Macht’s der Handwerker mit Herz und Hand, Lust und Verstand, so loben wir ihn. Macht’s die lustfähige Frau ebenso, unabhängig davon, ob sie Lust schenkt oder vermarktet, so nennen wir sie eine Schlampe.

Eigentlich darf man das nicht einmal denken, geschweige denn schreiben. Das Herz (nicht das richtige Herz), sondern Amors verkitschtes Herzchen ist „für die Liebe“ zuständig, die Brust, um den Säugling zu nähren und der Unterleib, um die Ausscheidungen abzuleiten.

Und weil das alles so ist, gelten Frauen mit verheißungsvollen Stimmen, sinnlichen Mündern oder sanften Händen eben nur dann etwas, wenn sie in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten.

Gramse bleibt Gramse - jetzt noch schärfer und ungerechter.
Bild: Historische Fotografie aus einem Männermagazin

Lust und Pandemie – bist du eine Fotokünstlerin?

Ganz so alt muss die Kamera nicht sein ...
Die Zeit der Beschränkungen könnte sich durchaus dazu eignen, eine Selbsterfahrung zu machen. Darauf haben mich einige Bilderserien hingewiesen, die dieser Tage von der Sticks-and-Stones-Agentur veröffentlicht wurden.

Dabei geht es darum, dich selbst mit einer Digitalkamera oder einem Handy zu beobachten und deine Emotionen dabei möglichst plastisch auszudrücken.

Natürlich geht das auch mit dem guten alten Kleinbild- oder Rollfilm, falls ihr selbst entwickelt oder euch traut, die Aufnahmen hernach fremd entwickeln zu lassen.

Der Selbsterfahrungseffekt liegt darin, euch selbst beim Alleinsein zu beobachten und festzustellen, wie ihr dabei ausseht, wenn ihr euch für „niemanden gut anziehen“ müsst.

Tipp: Kein Blitz, keine Selfies am langen Arm – und möglichst Serien. Und wenn ihr mögt, zeigt sie uns.

Wie wird eine Frau eigentlich „bimbofiziert“?

Als Puppe aufgemacht - hier eine Cos-Playerin im Selfie
Der Kern der Bimbofikation ist immer gleich: eine meist sehr junge Frau stellt eine Puppe dar – entweder in der Absicht, diese besonders gut nachahmen zu können oder aber in der Absicht, während einer begrenzten Phase „wie eine Puppe behandelt“ zu werden. Bei der letzteren Variante spricht man auch von einem entsprechenden „Fetisch“.

Nicht alle Bimbofizierungen führen zu "Bimbos"

Für manche (aber nicht alle) „Bimbofikationen“ (1) wird auch der Begriff „Pet Play“ (sich in Tiere verkleiden oder tierisches Verhalten simulieren) verwendet. Ein ähnlicher Prozess, aber unter anderen Voraussetzungen ist die „Dollyfikation“, die hauptsächlich für die fotografische Nachbearbeitung von weiblichen Porträts als „Püppchen“ verwendet wird. Daraus geht schon hervor, dass die Frau, die sich „bimbofiziert“ eine Art passive Rollenspielerin ist, die mit puppenhaftem Aussehen und willigem Gehabe Botschaften aussendet, die ihrerseits wieder ethisch fragwürdig sind.

Ob auch das Cosplay (2) zur „Bimbofizierung“ gehört, ist umstritten. Behauptet wird, dass der Begriff von Japanern auch als synonym für erotische Rollenspiele benutzt wird, wobei manche Rollenspielerinnen auch als Sexarbeiterinnen tätig sind.

Von der Prostitution bis zur Kunstform - die vielen Gesichter der "Bimbofikation"

Gelegentlich wird die Szenerie, die hinter den diversen Bimbo-Rollenspielen steht, als Teil der BDSM-Szene betrachtet, teils als ungewöhnliches Sex-Rollenspiel und dann wieder als Kunstform.

In weiten Kreisen des Feminismus gilt Bimbofizierung als extreme Abwertung, weil die entsprechend wirkenden Frauen durch ihre Verkleidung „objektifiziert“ und damit ihrer Menschlichkeit beraubt würden. Dies könnte allerdings vor allem daran liegen, dass diese Frauen normalerweise „passive“ (unterwürfige, inaktive, puppenhafte) Rollen annehmen und keine dominanten Rollen, wie es in vielen andere BDSM-Spielen (z.B. Lehrerin-Schüler), der Fall ist.

Rollenspiele, die sich durch das Internet verbreiteten

Rein sachlich betrachtet spielen die Frauen selbstgewählte Rolle, die offenbar populär genug sind, um sie vermarkten zu können. Die „Bimbofizierunge mit all ihren Ausprägungen scheint erst durch das Internet und bestimmte Dienste, die solche Bilder zur Verfügung stellen, an Bedeutung gewonnen zu haben. Zuvor war es eine Absonderlichkeit für wenige Enthusiasten.

Lest hier weiter, welche Ausprägungen die Bimbofizierung hat, und warum manche davon ethisch bedenklicher sind als andere.

(1) Der Begriff wird "technisch" bei sehpferd erläutert.
(2) Cosplay - einen Comic- oder Fantasy-Helden (oft auch eine Heldin) darstellen.
Foto: Selfie einer Cosplayerin

Plakate zu entfernen ist kein sinnvoller Protest

in Stuttgart haben drei Stadträtinnen der Grünen gefordert, die an belebten Straßenbahn-Haltestellen angebrachten Plakate für eine Datingshow abzuhängen.

Die Frage ist allerdings, wen sie damit schlagen wollen. Denn das eigentlich sexistische und zudem höchst peinliche ist nicht das Plakat, das auf die Datingshow hinweist, sondern die Datingshow selbst.

Nur auf die Plakate hinzuweisen und damit die große Empörungsshow abzuziehen, ist in jedem Fall populistisch - unabhängig von der Beschlusslage des Stuttgarter Gemeinderats.

Die Plakate selbst zeigen nicht mehr als andere Werbeplakate für Filme auch. Der Hauptvorwurf: eine der Damen sei „tief dekolletiert“ abgebildet. Ja, so etwas - tief dekolletiert!

Und wie steht es mit diesem Vorwurf? (Zitat)

Im Rahmen der Kampagne für die Dating-Serie eines Privatsenders werden Frauen mit sexistischen Motiven und Texten herabgewürdigt


Nicht auf dem Plakat. Ein tiefer Ausschnitt ist sicher auch im Stuttgart Opernhaus häufiger zu sehen. Und der Begriff „MILF“ mag ausgeschrieben extrem ordinär sein, ist aber inzwischen in die Literatur und die Tagespresse eingegangen.

Die Show selbst - dazu haben wir unsere Meinung schon gesagt. Sie ist nicht anders als Dutzende anderer alberner Datigshows auch - und wenn ich richtig orientiert bin, dann werden solche Shows vor allem von Frauen gesehen.

Und so kann man wohl sagen: die Plakatfrauen werben um Frauen, die dann wiederum „frauenaffine“ Datingshows sehen wollen. Und die Plakate zu entfernen ist deshalb kein sinnvoller Protest. Der wäre beim Betreiber der Sendung anzumelden - und der gehört bekanntlich einem mächtigen Medienkonzern.

Fundsache: die Schöpfer der Werbekampagne.

Ach, und hier noch die Krone der Menschenverachtung: Tolldreisterr Samenspender zwecks Schwangerschaft gesucht..