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Eine Online-Präsenz haben, schreiben und beachtet werden

Entspannt nachdenken über mein Handeln
Wer einen eigenen Online-Auftritt hat, wird danach beurteilt, was er schreibt. Dein Sein, deine Persönlichkeit und dein Denken werden danach eingeschätzt.

Wir Autoren wissen natürlich, dass es nur Facetten und Aspekte der Persönlichkeit sind, die wir in Worte fassen. Aber ein Teil unserer Leserschaft (leider auch sogenannte Intellektuelle) glauben, sie können ein Urteil über uns fällen.

In Wahrheit ist das, was wir schreiben, ein mehrfach gefilterter, gelegentlich sogar wohlabgewogener Auszug aus dem, was wir denken und nur ein Flügelschlag dessen, was wir fühlen. Nein, wir haben keine fühlbaren Körper, keine nackt daliegenden Emotionen. Wir schreiben, was andere lesen und verstehen können – das hoffen wir jedenfalls.

Möglich, dass meine eigenen Worte über die Seiten streichen wie Sand an der See und dass deshalb nicht davon übrig bleibt. Indessen bin ich überzeugt, irgendjemanden mit meinen Worten Freude zu machen. Und wenn ich wirklich gut war, dann konnte ich jemandem helfen, sein Leben besser in den Griff zu bekommen. Vielleicht gelingt es mit heute noch.

Wer ich bin und warum ich all die Mühe auf mich nehme? Diese Frage hat man mir einmal gestellt, als ich gegen 38 Jahre alt war. Die Antwort war: Wer ich bin, geht dich nichts an, und was ich mache, tue ich, weil ich es tun muss.

Und ein Nachsatz: Frag niemanden, warum er etwas tut, von dem du nichts verstehst. Du könntest ihn damit dazu verleiten, den guten Weg zu verlassen.

Die Liebeszeitung wird gestärkt

Wie bereits mehrfach angekündigt, wird die Liebeszeitung zum zentralen Blog aller Interessen, die ich im Bereich von Partnersuche, Liebe, Lust und Leidenschaft abdecke. Betroffen sind davon nun auch die Neugründungen „sinnlich leben“, das heute eingestellt wurde und „sinnlich schreiben“, das Blog, das ich immer wieder mit Leben befeuert habe, obwohl ich es eigentlich schon vor Monaten aufgeben wollte. Was die Liebeszeitung selbst betrifft, so wurde sie vor Monaten auf eine neue Datenbank gesetzt, die sich inzwischen als stabil erwies. Außerdem wurde das Sicherheitszertifikat verlängert.

Damit ist diese Zeitung gut aufgestellt. In ihr wird nach wie vor alles zu lesen sein, was mit der „wahren“ und nicht ganz so wahren Liebe und all ihren Facetten zusammenhängt. Artikel über die Partnersuche werden konkreter, direkter und schnörkelloser – die Wahrheit mag gelegentlich schmerzen, aber es gibt keinen Grund für mich, Romantikkitsch und Küchenpsychologie als Wahrheiten zu verkaufen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich mich auf keinen der einschlägigen Erotik-Blogs mehr verlasse. Sie sind bestenfalls amüsante Unterhaltung, schlimmstenfalls aber verbreiten sie bewusst oder unbewusst fragwürdige Informationen. Und davon abgesehen dienen viele inzwischen ausschließlich der Produktwerbung.

Wer von Liebe schreibt, der schreibt eigentlich von einem Lebenselixier, das so wichtig ist wie die Nahrung. Ich denke, wir sollten das, was schön ist, und was wir lustvoll genießen können, auch so bezeichnen – egal, ob andere unsere Geschmacksrichtung als zuckersüß, süßsauer oder bittersüß einstufen.

Trotz der Aufgabe von „Sinnlich Schreiben“ bin ich nach wie vor der Meinung, dass ausgesprochen sinnliche Kurzgeschichten in ein Magazin wie die „Liebeszeitung“ passen. Wer Ideen dazu hat, darf sich gerne bei mir melden.

Ich jedenfalls freue mich auf die „Sinnlichkeit mit Sinn“, die hier ihren Platz finden kann.
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Lifestyle-Blogs – konstruierte Gefühlswelten?

Enthüllungen als konstruierte "Wahrheiten" - die Emotionen in Lifestyle-Blogs. Der zweite Teil zum Hauptartikel

Wirklich peinlich wird die Sache im Grunde erst, wenn der Grundsatz „hier schreiben echte Frauen für dich über ihr … Liebesleben“. Das fehlende Wort kann „schönes“, „peinliches“, „aufregendes“ oder „frustrierendes“ heißen. Im Prinzip ist es wurscht. Das Problem dabei: Diese Artikel sind pseudo-authentisch, und um veröffentlicht zu werden, müssen sie genau auf die Erwartungen oder Befürchtungen der Leserinnen passen.

Ich habe neulich dazu eine merkwürdige Erfahrung gemacht: Authentizität wird immer dann angenommen, wenn sich eine Autorin meldet, die im gleichen Alter ist wie die Leserinnen und vorgibt, dem gleichen Lifestyle zu frönen – der Wahrheitsgehalt wird dann nicht einmal in Frage gestellt. Fakten oder Wahrscheinlichkeiten spielen so gut wie keine Rolle, und Recherchen sind umständlich und viel zu mühevoll. Stattdessen wird eine Wahrheit konstruiert, die der Leserschaft „angemessen“ erscheint. Dazu gehört eine Kultur, in der die Neuzeit in eigenartiger Weise mit der Romantik vermischt wird, und nicht nur dies: da wird zwar Selbstbewusstsein gepredigt, aber Eigenverantwortung infrage gestellt. Die „schwache Frau“ wird in der „starken Frau“ verortet, weil dies der Seele gut tut, und die Eigenverantwortung wird betont, wenn alles (zum Beispiel im Job) gut geht, während sie infrage gestellt wird, wenn in der Beziehungssuche etwas schiefgeht.

Gut – das alles mag „gut tun“. Tut es vielleicht auch. Lifestyle-Blogs als Likörchen für die Seele? Ein neues Kleid, ein neues paar Schuhe, ein neuer Vibrator oder ein Erotik-Fummel, um sich äußerlich und innerlich aufzuhübschen?

Manchmal, so denke ich jedenfalls, wäre Geist nicht nur hübscher, sondern auch erotischer.

Lifestyle-Blogs – mit und ohne Erotik – haben sie Sinn?

Dies Blog ist nicht (un)moralischer als andere - aber dennoch meint unser Autor, dass Lifestyle-Blogs möglicherweise mehr schaden als nützen.

Blogs haben eine lange Geschichte. Begonnen haben sie aus zweierlei Gründen: als Protest gegen die Massenmedien und als öffentliche Tagebücher. Das Konzept war (und ist) so einfach, dass es jeder benutzen konnte – man brauchte nicht notwendigerweise Programmierkenntnisse, obgleich sie sehr nützlich sein können.

Der Mainstream hat Blogs vereinnahmt - und kommerzialisiert

Seither sind viele Jahre vergangen. Der Mainstream hat sie schlicht und einfach vereinnahmt, die Blogs. Was nicht im offiziellen Teil der Gazetten steht, wird als Meinungsbeiträge gerne in Blogs ausgewiesen. Online-Zeitungen werden gerne in Blog-Form herausgebracht, und oft nicht nur bescheidene kleine Nischenmagazine, sondern auch weltbekannte Zeitungen und Online-Magazine, die auf Blog-Technologie basieren.

Seit einigen Jahren haben sich die Dinge noch einmal total umgekehrt. Dabei spielten zwei Ereignisse unabhängig voneinander eine Rolle: die Lust der Menschen am „tollen Unwesentlichen“ und die Orientierung am „Lifestyle“. Besonders die „Lifestyle“-Magazine sprechen Frauen an, und unter ihnen sind jene besonders erfolgreich, die das unterschwellige Motto verfolgen: „Sieh her, hier schreiben richtige Frauen wie du mit echten Erlebnissen für dich. Und die verstehen total, was dich bewegt.“

Aufstieg und Fall der unabhängigen Blogs

Auf dieser Basis arbeiten seit Jahren Jugend-, Männer und insbesondere Frauenzeitschriften. Doch Zeitschriften gelten inzwischen als „Old School“, während Blogs als unheimlich „cool“ gelten. Das liegt wiederum an zwei Dingen: Einmal daran, dass vom Lifestyle-Blog blitzartig zum Produkt verlinkt werden kann – das eröffnet PR- und Werbemöglichkeiten ohne Ende. Und dann, dass „eigentlich“ kaum noch jemand am PC sitzt und „Blogs guckt“ – jedenfalls nicht die Frauen und Mädchen, die lifestyleaffin sind. Sie „gucken Smartphone“, und dort haben Lifestyle-Blogs mittlerweile ihr Lieblingspublikum gefunden.

Willkürliche Anteilnahme als Lockmittel

Interessant ist, dass die journalistische Tugend, sich selbst möglichst aus der Liebe zum Produkt oder aus der Lust am Produkt herauszuhalten, im Lifestyle-Blog bewusst durchbrochen wird. Soweit Erotik nicht betroffen ist, wird der eine Satz hochgehalten: „Schau, ich bin eine Frau wie du, die auch Interesse an diesen tollen Sachen hat.“ Ist hingegen Erotik im Spiel, wird die Sache kniffliger: „Ich habe dieses tolle Produkt für dich ausprobiert und hier kannst du es kaufen“ erfordert etwas Mut – aha, sie hat es sich selber in die Vagina eingeführt. Und was ihrer Vagina gut tut, könnte auch mir Lust machen.“ Da muss frau sich schon ziemlich „outen“, wenn sie zugibt, regelmäßig mechanisch forcierte Orgasmen zu bekommen.

Rotieren um sich selbst - kommerzielle Frauenblogs mit Sex- und Erotikberatung

Ein weiterer Baustein für „authentische“ Frauen-Blogs sind Empfehlungen zur Körpermodifikation, zur emotionalen Bereicherung oder zur Verbesserung sexueller Genüsse. Das dieses Thema bald ausgeschöpft ist, wird es immer wieder aufgewärmt – und im Umfeld der Lifestyle-Blogs findnen wir dann auch jede Menge langweilige oder auch mal fragwürdige Beraterinnen, die Wohlgefühle verkaufen oder schon einmal ein Buch geschrieben haben – Werbung für Berater-Webseiten oder Bücher fällt nicht so auf wie die redaktionelle Direktverlinkung zu Mode- oder Erotikfirmen.

(Wird mit einem zweiten Teil fortgesetzt)

FACEBOOK – wozu eigentlich?

Freunde finden, die eigentlich nutzlos sind? Neugierig auf Personen und Dinge sein, die man besser meiden sollte? Sich mit lästigen Menschen herumschlagen, die Ideen oder Waren verkaufen wollen, statt der Wahrheit die Ehre zu geben? Ich, für meinen Teil, habe die Konsequenzen gezogen. Ich bin nicht mehr bei FACEBOOK. Es ist bereits das dritte „Soziale Netzwerk“, das ich verlasse. Und ich schließe nicht aus, dass es weitere geben wird, denen ich den Rücken kehre. Wer sich mit mir vernetzten will, kann mir schreiben. Und Menschen, die guten Willens sind und nicht gleich Dollarscheine in den Augen haben, sind mir immer willkommen.