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Dein Leben ist Super – Dein Matching-Algorithmus ist Mist

Frauen - hört mal zu. Ihr weder diese Geschichte nur einmal lesen, und zwar hier. Sage mal, du da … warum hast du eigentlich keinen Erfolg bei den Kerlen? Ich meine, dauerhaft … für einmal reicht’s doch immer, oder?

Na, das liegt also entweder an den Männern, die keine Lust auf Bindung haben, oder an den Verhältnissen, weil die Scheiße sind oder an den Apps und Singlebörsen, bei denen es schon gar nicht klappt.

Nun nehmen wir mal an, „Männer sind sowieso Scheiße“ wäre was für die Prolos, die Verhältnisse (die Objektifizierung, der Kapitalismus) sind, was für links-intellektuelle Frauen, und das Singlebörsen-Verfluchen passt zu Frauen, die „schließlich etwas haben wollen für ihr Geld“.

Lösung für akademische Kränzchen: es liegt an den "unvollkommenen Algorithmen"

Und nun – endlich – haben wir die Lösung für die echt sauber polierten Intellektuellen unter euch – oder auf solche, die sich auf Partys gerne dafür ausgeben wollen: Es liegt an den unvollkommenen Algorithmen.

Ich meine, stellt euch mal vor, wenn ihr das auf einer Party sagt! Allein das Wort „Algorithmen“ zeigt doch den anderen, dass ihr nicht BILD, sondern Bildung im Kopf habt, nicht wahr? Ihr werdet ohnehin kaum jemanden finden, der auch dazu auffordert, das jetzt erstmal zu erklären. Niemand will sich ja die Blöße geben, nicht wahr?

Und wie kann man die Algorithmen verbessern? Ganz klar, mit KI und Superrechnern … beide zusammen können bekanntlich so schnell in die Ritzen der Weisheit gucken, dass … dass … ach so … na, dass sich die eigenen Algorithmen optimieren, nicht wahr?

Ich garantiere euch: Da fragt jetzt keiner mehr nach.

Also - für die nächste Party merken:

„Dass ich noch keinen Partner gefunden habe, liegt an den unvollkommenen Algorithmen, die heute noch verwendet werden, aber die Forscher arbeiten ja daran, sie zu optimieren.“

Na also - geht doch!

Hinweise: Erstens handelt es sich hier natürlich um eine Satire. Zweitens glauben manche Forscher wirklich daran.

Dating - machen dich die Haare schön?

Du hast die Haare schön … sagen viele über Frauen, über die sich sonst nicht viel Positives sagen lässt. Eine junge Frau machte mithilfe von Gala und einer Firma, die für Haarstyling steht, die „Probe aufs Exempel“.

Diese Frau hat drei „Looks“ ins Netz gestellt, oder besser gesagt, auf Tinder. Dabei wurde der gesamte Look (also nicht nur die Haartracht) verändert, dazu die Perspektive, die Profilansicht und der Bildhintergrund.

Einmal „Undone“, also in Räuberzivil mit Blick nach vorne, dann „Casual“ mit Blick nach rechts oben, also sittsam und gepflegt für den Ausgang am Nachmittag. Und schließlich etwas, das die Gala für „Glamourös“ hielt – nun, das ist Geschmackssache. Jedenfalls sieht sie dabei nach links oben.

Festgestellt werden sollte, „welche Männer auf welchen Typ Frauen stehen.“ Festgestellt hat sie’s nicht, aber sie hat herausgefunden, welches ihrer Looks die meisten „Likes“ bekamen.

Gewonnen hat „Casual“, das mit Abstand am schlechtesten getroffen Bild von allen, egal, in welchem Outfit. Ich mag gar nichts schreiben, was es meiner Meinung nach ausdrückt – ich beleidige ungerne die Fotografen oder die Dargestellten – jedenfalls wirkt es verkrampfter als die beiden anderen.

Meine Meinung: „Undone“ sieht diese Frau nicht nur am natürlichsten aus – das Bild ist auch ausdrucksstärker als die bedien anderen. Das Glamour-Foto ist erstens keines, und zweitens wirken „Glamour“ und „Abendkleid“ nicht eben anregend auf die Jungs, die bei Tinder herumschnuppern.

Und was wissen wir jetzt? Eigentlich gar nichts. Nur eines fand die junge Dame heraus: Um die Haare ging es nicht. Und da hat sie immerhin etwas gelernt.

Männer, Hände, Zungen und Vibratoren

Keine Zunge kann es so gut ...
Die Frage, welche Berührungen Frauen die meiste Lüste schenken, scheint beantwortet zu sein. Allerdings betrifft dies ausschließlich die „finale Belohnung“, also den Orgasmus. In verschiedenen Frauen- und Publikumszeitschriften jedenfalls wurde diese Frage inzwischen angeblich „ultimativ“ beantwortet.

Auslöser ist – wie im Medienzeitalter nicht unüblich – ein Buch. Es heißt „Scharfstellung: Die neue sexuelle Revolution - eine Sexualtherapeutin spricht Klartext.

„Klartext“ hat sie gegenüber MYSELF gesprochen. In der Frauenzeitschrift „für junge, selbstbewusste Frauen, die wissen wollen, was zurzeit angesagt ist“ finden wir den entscheidenden Satz (2):

Diese Dinger (1) sind inzwischen so gut, dass man sich nicht wundern muss, dass viele Frauen Schwierigkeiten mit dem Orgasmus haben, wenn der Mann sein Glück versucht. Ein Penis, eine Hand oder eine Zunge kommen da nicht mit.


Ansonsten geht es im Buch überwiegend um das, was „das Internet“ inzwischen an der Menschheit „angerichtet“ hat. Zitat Klappentext (3):

In therapeutischen Praxen häufen sich die Klagen Betroffener, deren Phantasien und Verhaltensweisen sich dermaßen verselbstständigen, dass sie dabei sind, alles, was ihnen bisher lieb und teuer war, zu gefährden. Wie verändert sich unser Sexleben und damit auch die Gesellschaft durch Netzpornos, Dating-Apps, Sex-Toys und käuflichen Sex?


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Die Frage ist, was daran ausschließlich aus den Beobachtungen der Therapeutin entspringt und was davon insgesamt in der Gesellschaft „ankommt“ – und natürlich auch, ob es „das Internet“ ist oder die Selbstsucht, die mithilfe des Internets beflügelt wird.

Und so bleiben Fragen offen … bis auf eine: Wird die Klitoris einer sensiblen Vibration ausgesetzt, und ist der Kopf frei für einen Orgasmus, dann ist die Wahrscheinlichkeit große, dass es auch einen gibt – oder gar mehrere.

Und da gibt es wirklich nur eine rhetorische Frage: Sex-Toys: Warum eigentlich nicht?
(1) Sex Toys
(2) Die Therapeutin Heike Melzer in MYSELF Oktober 2018
(3) Aus Klappentext und Verlagsankündigung.

Dates … was du besser nicht tust – sieben harte Tatsachen

Ach? Ach so?
Eigentlich … ja eigentlich sind Dating-Ratschläge Mist. Aber hier habe ich einige, die dich interessieren könnten. Geht darum, was du NICHT tun solltest.

1. Hobbys? Bist du ein Kind?

Bist du wirklich so blöd, ein „Hobby“ zu haben? Oder ein Fan von Frau Dingskirchen oder dem 1. FC zu sein? Dann hast du dich schon als beschränkt eingeordnet. Tun mir leid, Jungs – und Mädchen auch. Du kannst gerne Fan sein, Hobbys haben und was sonst noch – aber das ist kein Thema für ein Date. Es ist ein Date, hast du verstanden? Es geht um mehr als ein bisschen Gelaber.

2. Dating? Sei nicht so bescheuert, darüber zu reden!

Hier sitzt du, und dir gegenüber sitzt die Person, die dich interessieren sollte. Niemand sonst. Es geht nicht um irgendwelche anderen Dates, sondern um DIESES Date. Und du willst nicht wirklich wissen, welche Dates er/sie schon hatte.

3. Es geht um euch - nicht um Kinder

Wenn du schon Kinder hast, kannst du sagen, wie alt sie sind und ob sie bei dir leben. Das klärt die Sache zunächst mal. Aber eigentlich geht es nicht um deine Kinder, sondern um dich und dein Gegenüber. Ihr seid die Personen, die sich jetzt und hier treffen. Und was für vorhandene Kinder gilt, gilt auch für Zukünftige oder eine erwünschte Ehe: kein Thema für das erste Date.

4. Brücken noch nicht verbrannt? Dann wird es Zeit!

Es geht nicht drum, wie viele Beziehungen du schon hattest und warum sie in die Brüche gingen – sondern darum, welche Beziehung du JETZT willst. Frag nicht, lass dich nicht danach fragen. Es reicht, dass du jetzt keine Beziehung hast und bereit für eine Neue bist.

5. Sex ist immer eine Option – aber kein Thema

Wenn du bewusst Sex-Dating betreibst, dann kannst du natürlich reden, über was du willst – und dann ist’s auch sinnvoll. Aber sonst wird nicht über Sex geredet, verstanden? Nicht, weil es unfein ist, aber es führt zu dem Missverständnis, dass dir Sex wichtiger ist als eine Beziehung. Wenn du anschleißend mit ihm/ihr ins Bett gehst, ist das OK, aber nicht unbedingt notwendig.

6. Frag nicht „Warum“ – die Antwort ist fast immer gelogen

„Warum bist du noch (wieder) Single?“ Frage nicht so blöd. Du kriegst Scheiß-Atworten, wenn du fragst. Du kriegst früher oder später raus, was ihn/sie jetzt zum Single gemacht hat und warum er/sie jetzt sucht.

7. Red keinen Scheiß

Gut, du kannst mit irgendeinem Mist anfangen. Mit dem Wetter oder „hast du diesen Ort schnell gefunden?“ Aber macht bloß nicht so weiter. Sei ehrlich, sag, was du sagen willst und hör gut zu, was er/sie zu sagen hat. Stell Fragen dazu, was er/sie täglich tut oder wo und was er/sie isst, wenn dir sonst nichts einfällt. Denk dran: Ihr wollt gucken, ob ihr zusammenpasst. Da hat ein dummes Gelaber keinen Platz.

Anderer Meinung? Dann sag sie!

Bild: Aus einer Seifen-Werbung, Alter unbekannt

Dämonin

Dämonin mit gezieltem Vampirbiss?
Dämonische Frauen? Gibt es sie noch? Und was stellen sie eigentlich mit ihren Gespielinnen und Gespielen an? In den dunklen Schlund der Abhängigkeit ziehen?

Was meint ihr? Was tut eine dämonische Verführerin heute?

Das Bild ist ein Extrakt des Titelbilds eines Hefts der 1930er Jahre