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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Neues zu einer Volksweisheit - „Gleich und Gleich“

Volksweisheiten wie - „Gleich und Gleich“ oder auch "Gegensätze ziehen sich an" sollten kritisch hinterfragt werden. Stattdessen wurde "Gleich und Gleich" nun angeblich wissenschaftlich bestätigt. Wem nützt dies? Den Partnersuchenden? Unser Autor zweifelt daran.

Für manche Psychologen und Soziologen ist längst bewiesen, dass „Gleich und Gleich“ der Schlüssel zur perfekten Partnerschaft ist. Andere bezweifelnd dies. Allerdings sagen sie nicht „Gegensätze ziehen sich an“, sondern beispielsweise: „Die Eigenschaften von Paaren sollten sich ergänzen“.

Es gibt also drei Meinungen zum Thema:

1. Die Formel „Gleich und Gleich“ ergibt ideale oder harmonische Paare.
2. Gegensätze ergeben neue Perspektiven und interessantere Beziehungen.
3. Ergänzungen ergeben Mehrwerte oder Synergien.


Die erste These, so berichten zahllose Zeitungen immer wieder, habe sich als zutreffend erwiesen – doch welchen Wert hat diese Feststellung?

Woraus ergibt sich die Harmonie in Beziehungen?

Für Menschen mit relativ simplen Vorstellungen vom Zusammenleben spielte die Harmonie schon immer die größte Rolle. Doch auch sie basiert auf Persönlichkeitseigenschaften wie Verständnis, Toleranz, Problemlösungsfähigkeit und sicher auch Anpassungsfähigkeit. Sie werden also gerne lesen, dass die „Vögel mit gleichen Federn“ immer wieder zusammenkommen und damit glücklich werden.

Doch stimmt das alles wirklich? Oder schafft die Wissenschaft mit ihrer etwas einseitigen Betrachtungsweise vielleicht sogar Pseudofakten?

Sicher scheint nur zu sein, dass es auf die Kriterien für die angeblichen „Gleichheiten“ ankommt. Doch es gibt noch eine ganz andere Interpretation. (Zitat)

„Die ... Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst in Situationen, in denen wir das Gefühl haben, eine Wahl in Bezug auf unsere Beziehungen zu haben, möglicherweise Mechanismen hinter den Kulissen wirken, die uns nicht vollständig bewusst sind“.

Da war noch die Liebe, oder?

Könnte eines der „Mechanismen“ vielleicht Liebe sein? Ich kann nur hoffen, dass meine Leser(innen) sich auf sich selbst besinnen, bevor sie „Forschungsergebnisse“ als Grundlage für ihre Lebensplanung wählen.

Quellen:

(1) Studienergebnisse mit Zweifeln von einem Fachmann.
(2) Ursprung des verwendeten Zitats aus "Independent" (Tanya Horwitz).

Bereitest du dich wirklich auf ein Date vor?

Das erste Date - worauf bist du vorbereitet?
Was hast du bisher getan, bevor du dein erstes Date hattest? Dich geduscht, frisieren lassen, eine neue Bluse oder gar neue Dessous gekauft?

Das kann alles sinnvoll sein. Doch in den meisten Fällen hätte weniger davon das Gleiche erreicht. Die Erfahrung zeigt: Innerlich leben die meisten Partnersuchenden von Hoffnungen und Erwartungen.

Falls das bei dir auch so ist: Hier sind die Grundlagen für eine sinnvolle „innere Einstellung“ zum ersten Date: „Sei vorbereitet“.

Bereite dich auf alle Situationen vor

Sich vorzubereiten bedeutet, mit gewöhnlichen wie auch ungewöhnlichen Situationen umgehen zu können. Wenn du Anfänger(in) bist, benötigst du sehr wahrscheinlich eine Lernphase. Dabei wirst du bemerken, dass andere Menschen nicht dieselben Vorstellungen haben wie du. Beim ersten Date empfiehlt sich, selbstbewusst, aber dennoch offen aufzutreten. Von der Bekleidung über das Verhalten bis zum Gespräch: Klare Konturen zeichnen, aber dennoch offen zu sein für die Auffassungen anderer.

Dein Treffen von Anfang bis zum Ende in mehreren Varianten durchdenken.

Fünf Grundsituationen und wie du sie nutzen kannst


Die meisten Menschen gehen mit einem starren Konzept zu einem Date: Beziehungen oder gar nichts. Das Hauptproblem dabei ist, Hürden aufzubauen, die nur schwer zu überwinden sind. Bei jedem Date können mehrere Wünsche auftreten:

1. Du willst seine/ihre Persönlichkeit kennenlernen, weil er/sie für dich interessant ist. Aber: Du kannst dir Sex im Moment nicht vorstellen.
2. Du findest die Voraussetzungen für eine Beziehung ideal, aber „dir fehlt etwas“ an der anderen Person.
3. Du bist fasziniert von der Person und wirst in deren Gegenwart auch bereits sexuell erregt – den Rest ignorierst du vorläufig.
4. Du entdeckst „viele Gemeinsamkeiten“, von denen du annimmst, dass sie in eine ideale Beziehung führen könnten.
5. Du vermutest, dass die Beziehung gewisse Risiken beinhaltet, aber du fühlst dich stark genug, diese Risiken einzugehen.

Was würdest du tun?

Meine Empfehlung: Du weißt vorher nie, was aus „euch“ wird. Ein zweites Treffen und eine Portion Selbstbewusstsein helfen dir, den anderen von einer weiteren Seite kennenzulernen. Du kannst aus jeder dieser Begegnungen einen Gewinn mitnehmen: Erlebnisse, Freuden, Lüste oder einfach – Erfahrungen.

Bild: Aus "La Vie Parisienne" , 1934, Original von Georges Léonnec.

Hinweis: Es gibt überall "Tipps" für erfolgreiches Dating. Aber es gibt nur eine Person, die es realisieren kann: DU.

Mit über 40 ist alles anders …

Was mit 40 anders ist?

Etwas Humor, ein wenig Frust, mehr Spontansex … aber wo bleibt die Beziehung? Dieses Zitat fand ich amüsant:

Dating um die 40 ähnelt der Wohnungssuche in Wien – viel Fassaden-Tünche, wenig Substanz darunter, und am Ende zieht man wieder weiter.

Im gleichen Artikel gibt es auch ein paar Antworten auf die Frage „Was wärest du, wenn du ein Lebensmittel wärst?“

Ich verkneife mir mal, selbst ein paar Antworten zu finden …

Zitat aus: Profilf.at

Was Frauen angeblich über „Männermaterial“ denken

Wir hören und lesen ständig von ähnlichen „Gründen“, wenn von den angeblichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten bei der Partnersuche die Rede ist:

1. Frauen sind finanziell unabhängiger geworden – eine Ehe ist demnach optional.
2. Kinderlos zu sein ist durch den Zeitgeist mehr in den Fokus gerückt.
3. Feministisches Bewusstsein führt zu einem neuen Selbstwert.

Das bedeutet, so folgern viele Autoren in ähnlicher Weise:

(Diese Frauen …) verlieren das Interesse, sich den Mühlen eines nachhaltigen Beziehungsaufbaus zu unterziehen.

Bliebe zu ergänzen: Auch Männer verlieren das Interesse, sich ständig nach den relativ hohen Vorgaben der Frauen zu orientieren. Wenn ein Mann angeblich „keiner Frau genügt“, dann wird er nach und nach aufgeben, sich für feste Beziehungen zu interessieren.

Das Problem der Frauen steht in der Berichterstattung leider oft im Vordergrund. Sie geben oftmals an, das „Männermaterial“, habe in der heutigen Zeit kein Benehmen und keine Kommunikationsfähigkeit mehr.

„Männermaterial“? Was wäre, wenn Männer so über das „Frauenmaterial“ sprechen würden? Und woher nehmen Frauen eigentlich die Überzeugung, sie würden besser kommunizieren können?

Fragen über Fragen, die wir uns wirklich stellen sollten.

Beispiel aus der Presse (und Ursprung des gekürzten Zitats)


Sie sucht ihn ... Kultur, Natur und DU

Bei den meisten Säugetieren stellen sich die Männchen zur Schau, um die Weibchen zu beeindrucken. Das hat sich recht gut bewährt, weil die Weibchen dadurch sicherstellen, den bestmöglichen Nachwuchs auf die Welt zubringen – was letztlich in aller Interesse ist.

Die Menschen haben irgendwann ein Verfahren entwickelt, in dem die Weibchen die Vorteile ihre Körper zur Schau stellen. Jedenfalls an geeigneten Orten, bei geeigneten Gelegenheiten und meist einem begrenzten Kreis von Bewerbern.

Die Männchen sind durchaus in der Lage, nach wie vor die üblichen „Affentänzchen“ aufzuführen. Was letztlich bedeutet, den Körper mit Kraft und Stärke zu präsentieren – gegebenenfalls auch mit Geist und Kontostand.

Er sucht sie - großer Aufwand, wenig Erfolg

Dennoch „sucht“ der Mann angeblich die Frau – was manche Statistiken durchaus belegen. Er umwirbt sie, er lädt ein, er bezahlt, er lässt sich abweisen. Manchmal lässt er sich auch suchen – aber dann muss der Mann schon außerordentlich begehrenswert sein. Der Rest (oder gar die Mehrheit) spielt einfach weiter – mit hohem Einsatz, aber nahezu ohne erkennbare Erfolge.

Was wäre, wenn SIE suchen würde?

Eines ist sicher: Wer selbst sucht, kann die besser Auswahl treffen. Voraussetzung waren allerdings ausreichende Ressourcen, oder im Volksmund: „Ob er eine gute Partie ist“. War er das, folgte noch eine kurze Prüfung des „Charakters“. Passte beides, durfte die Frau noch das „Jawort“ geben, um die Sache zu besiegeln. Ausgehandelt war längst alles: vom Kandidaten um die „Hand der Tochter“ und dem Vater der Braut.

Hat man je gehört, dass eine Frau um die Hand des Sohnes anhielt? Und dass die Mutter des Bräutigams gemeinsam mit der Kandidatin die Bedingungen für die Heirat aushandelte?

Auf keinen Fall. Es war einfach nicht möglich. Der Vater hatte das Geld – und darum ging es.

Die Gesellschaft ändert sich - doch ist das überall angekommen?

Inzwischen gaben es viele Änderungen in der Gesellschaftsordnung. Zuerst wurde die “Neigungsehe“ zum Standard. Sie beruhte im Wesentlichen darauf, dass sich Paare auf dem freien Heiratsmarkt tummeln konnten. Damit war es auch möglich, den Willen der Eltern zu umgehen.

Inzwischen sind Frauen zu Geld, Macht und Einfluss gekommen. Theoretisch sind sie die Gewinner aller Kulturevolutionen der letzten hundert Jahre. Sie könnten also ausschwärmen und „ihren Mann“ suchen – frei, ohne Vorbehalte und Standesdünkel.

Tun sie das?

Nein, das tun sie nicht. Sie lassen sich einladen, verlocken durch ihr Auftreten und ihre Kleidung – oftmals mehr als durch andere Ressourcen. Nur wenige wissen, wer für sie wirklich infrage käme – und ich bin ganz sicher, dass diese Frauen längst einen Partner gefunden haben. Die Mehrheit der Suchenden schwebt irgendwo zwischen Einfamilienhäusern, Familienidealen und Illusionen aller Art.

Beziehungen suchen geht auch anders

Wäre es nicht besser, erst einmal Bilanz zu machen? Zum Beispiel zu fragen: Wer bist du und was willst du eigentlich da, wo du bist? Und sich dann zu fragen: Was fehlt dir wirklich, und mit wem kannst du es wo erreichen?

Wenn du das kannst, dann kannst du selber deinen Mann suchen, finden und an dich binden.

Warum also lässt du dich suchen? Warum suchst du nicht selbst?

Nein, antworte nicht der Liebeszeitung. Suche die Antwort für dich selbst – und schreib sie auf.