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Die sexuelle Normalität

Was ist normal?
Die meisten Menschen, die über die „Normalität“ reden, wissen nicht einmal, was die Realität ist, aber sie behaupten, etwas über die Normalität sagen zu können. Es ist absolut anmaßend, wird aber merkwürdigerweise toleriert.

Unwissenheit und Unsinn aus der Wissenschaft

Wir lesen erstaunt, dass die „Normalität“ das „Selbstverständliche“ ist – doch die Lexika werden uns nie erklären können, was denn nun selbstverständlich ist. Bitte: Ist es das, was sich „von selbst versteht“? Sind die Soziologen wirklich so bescheuert, dass sie glauben, etwas „verstehe sich von selbst“? Nein, sind sie nicht. Sie sagen, es würde durch die Erziehung oder durch das Abgucken nützlicher Verhaltensweisen erlernt. Für die Ewigkeit? Aber nicht doch - welch ein Unsinn.

Oh, ich las weiter, was die Psychologen darüber denken – immer sehr interessant. Demnach ist das „Normale“ das akzeptierte, gesunde und förderungswürdige Verhalten. Nein, nein, das stammt nicht aus dem 19. Jahrhundert, sondern lässt sich taufrisch im Internet in einem Beitrag von 2018 nachlesen.

Das Weltbild des „Normalen“ bricht zusammen

Erstaunlich viele Menschen sind verwirrt, wenn ihr selbst gezimmertes Weltbild zusammenbricht. Sie verstehen nicht, dass sich die Welt da draußen bewegt. Andere haben sie verändert, mal langsamer, mal schneller, aber diese Veränderungen gingen nicht mit großen Fanalen, Protestmärschen und brennende Barrikaden einher – dun wenn doch, dann nicht vor unserer Tür. Wer stehen geblieben ist, reibt sich die Augen, so wie der Ehemann, der nach zwanzig Ehejahren geschieden wird und nun erneut eine Frau sucht. Die Art von Frau, die er sucht, existiert kaum noch, und die Methoden, sie zu finden und anzusprechen, werden nun eher belächelt.

Regeln selbst vereinbaren und festlegen

Das hat nun noch nichts mit Sexualität zu tun, sondern mit dem gesellschaftlichen Wandel. Die „alten Zeiten sind vorbei“, sagt man wohl leichthin, aber es sind nicht die „alten Zeiten“ und ihre festen Regeln, die durch neue, ebenso eherne Regeln ersetzt wurden.

Worum geht es dann? Es geht darum, dass es keine Normalität gibt, es sei denn, wir erschaffen sie. Es gab Zeiten, in denen wir glaubten, einen Charakter erkennen zu können, weil er einer Norm entsprach. Wir nahmen an, dass er/sie uns mit diesen marginalen Eigenschaften heiraten würde und dass sie sich niemals mehr verändern würden. Wir taten dies, weil wir keine Ahnung von der Vielfalt des menschlichen Wesens hatten. Ich muss an dieser Stelle gestehen, dass viele Menschen (auch angeblich kluge) dies heute noch glauben.

Normalität zwischen Partnern – und ihr Bruch

In Wahrheit entsteht die Normalität zwischen den Partnern heute dadurch, dass sie ähnliche Regungen und Eigenschaften bevorzugen. Das ist für sie „Normal“. Würde die „normale“ Gerlinde im dritten Ehejahr plötzlich ein Korsett tragen und sich mit einer Peitsche präsentieren, so wäre die Normalität gestört. Gerd und Gerlinde müssten dann „nachverhandeln“, ob sie solche Varianten des Liebesspiels als „normal“ einstufen würden. „Normal“ ist also überwiegend die Norm einer kleinen Gruppe, die eine Vereinbarung darüber schließt, was FÜR SIE normal ist.

Wenn nichts vereinbart ist – offen sein und fragen

Ein sehr gutes Beispiel dafür, was Menschen als „normal“ ansehen, finden wir wieder in der Partnersuche. Man kann beobachten, dass Frauen über 40 oft „brüskiert“ reagieren, wenn man ihnen rät, die Sinnlichkeit nicht zu Hause zu lassen und offen gegenüber der Sexualität zu sein. Sie halten für „normal“, so etwas nicht einmal zu denken und gehen davon aus, dass ein „anständiger Mann“ ebenfalls niemals „an so etwas“ denken würde.

Überhaupt gilt: Isoliert lebende Menschen und Ideologen haben es schwer, sich an Vereinbarungen zu gewöhnen. Wenn eine sexuelle Variante ihnen Unbehagen bereitet, dann überwiegend deshalb, weil sie diese nicht praktizieren. Werden sie aufgefordert, es dennoch zu versuchen, so sagen sie nicht einfach „Nein“ – was überaus legitim ist, sondern sie sagen „Pfui Teufel“. Und sie berufen sich schnell auf „die Normalität“, die ihnen verbietet, etwas „Schmutziges“ zu tun.

„Nein“ ist eine mögliche Antwort – aber wie war die Frage?

Nun ist es so: Wenn alles, was wir „dort draußen“ tun, abhängig von Vereinbarungen ist, dann müssen wir auch „fragen dürfen“. Männer haben inzwischen wahrscheinlich gelernt, dass ein „Nein“ heißt: „Ich will es nicht.“ Aber es heißt nicht, dass die Frage verboten ist, im Gegenteil: Wer nicht fragt, kann auch keine Vereinbarungen schließen.

Halten wir fest: Die Lust, die spontan aus beiden herausbricht, wie sie in Kitschromanen und im Kino gelegentlich gezeigt wird, ist eine Variante. Und eine andere ist die Ansage: „Du, ich sag dir mal was für den weiteren Abend noch möglich ist und was nicht – dann kannst du entscheiden, ob du das willst.“ Erstaunlicherweise hört man sie seit vielen Jahren auch von Frauen.

Bliebt noch zu fragen: «Ja, und was ist denn nun für dich „normal“?»Sieh mal, das kannst nur du wissen. Wer sonst?

Bild: Nach einer Zeichnung von Becat, Ausschnitt.
Lesenswert: Das Ende der Normalität, München 2011

Bei Liebe nur Blümchensex oder Vanille?

süß und harmlos oder schon frivol?
Bei Liebe nur Blümchensex oder Vanille? Eine Frage zu Liebe, Lust, Frauen, Begriffen, Sittsamkeit und - Mauern.

Die Definition machen immer die anderen. Wenn sie dann lange genug an einem Begriff herumgeschraubt haben, werden Lexika aktiv, die diese Begriffe als „Definitionen“ übernehmen – und damit ist das Ende der Freiheit erreicht. Zack, dir wird ein Begriff um die Ohren gehauen. In diesem Fall mit Seidenschals, denn wehtun soll es nicht. Der eine ist Blümchensex, der andere Vanille.

Was bedeuten die Worte, und warum benutzt man sie?

Blümchensex – wie bei den Bienchen und Blümchen

Der berühmte Blümchensex ist der mit den Bienen und Blüten. Ein bisschen Nektar saugen darf er oder sie schon, und gelegentlich kommen dabei auch Befruchtungen vor – sollen sie aber eigentlich nicht.

Vanille ist alles, was nicht „Kink“ ist

Das andere Wort, Vanille, trennt die „Normalos“ oder „Stinos“, kurz die Es-in-Es-Liebhaber mit und ohne Kondom von nahezu allen Anderen. Diejenigen, die das Wort erfunden haben, sind zwar in der Minderheit, aber das ist ihnen gleichgültig: Sie sind diejenigen mit den attraktiven sexuellen Macken, die anderen sind die als langweilig bezeichneten „Vanilla“ (1) Leute.

Ist es schon Sex oder noch Kuscheln?

Nun ist die Frage: Ist alles, wo etwas in etwas gesteckt wird, noch „Vanilla“ oder ist es schon „Kinky“? (2) Zählen Pegging (3) und Kuschelsex überhaupt schon zum Sex, oder ist Sex nur das, was man neuerdings als „Piv“ (4) bezeichnet, nämlich ein Penis, der eine Vagina beglückt?

Wobei sich zugleich die Frage ergibt: Ist es (im Sinne von Volksweisheiten) schon Sex, wenn „sie“ etwas in die Hand nimmt, dessen Name ihr nicht über die Lippen kommen will oder „er“ sich des Fingers bedient, um „sie“ zu beglücken? Ist Oralsex „echter“ Sex? Und wie ist das mit dem Sex, der an der Kehrseite ausgeführt wird?

Ganz klassisch – Blümchen und Vanille

Üblicherweise – sagen wir es doch mal klassisch – gilt die Liebe als noch nicht vollzogen, bevor das Fleisch zum Fleische kommt. Und sie gilt (ebenfalls wieder klassisch) bereits als „gegen die Natur“, wenn das „Natürliche“ nicht wenigstens angestrebt wird.

Also würden die Moralisten sagen, dass die eigentliche körperliche Liebe ausschließlich das ist, was Adam mit Eva tat – oder Eva mit Adam oder so.

Auf der anderen Seite stehen all jene, die nicht ausschließlich in „Reproduktion“ (oder die Verhinderung derselben) denken, sondern „Lust an sich“ durch intensive Gefühle erreichen wollen. Was sie antreibt, ist einerseits die Neugier, dann aber auch die Steigerung der Lüste oder die Verlängerung des lustvollen Erlebens.

Ist „ehrbarer“ Blümchensex der Standard geblieben?

Dem Pennäler mag noch in den Ohren klingen, was der Deutschlehrer einst verkürzt sagte: dem Spruch „erlaubt ist, was gefällt“, setzt die Prinzessin entgegen: „Erlaubt ist, was sich ziemt.(5)“

Dieses „ziemen“ wurde nicht nur bei Goethe, sondern auch noch Jahrhunderte später den Frauen zugesprochen, die als Bewahrer der Sitte galten.

Und wirst du die Geschlechter beide fragen:
Nach Freiheit strebt der Mann, das Weib nach Sitte.


Diese Formel ging vor allem deshalb auf, weil man bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht erwartete, dass Frauen jemals selbst Lustbedürfnisse entwickeln würden. Und sie wurde durch die Keuschheitserziehung verstärkt: Jede gute Tochter hatte als „Jungfrau in die Ehe“ zu gehen – in Körper, Geist und Psyche.

Der Wandel ging eigentlich von Frauen aus

Später, vor allem im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts, explodierten die Bedürfnisse, weil niemand mehr den „Daumen darauf“ hielt. Wer risikofreudig war, erprobte eben auch, was die Natur hergab, ohne dass dabei aktiv an Nachkommenschaft gedacht wird – die reine Lust oder „die Lust an sich.“

Frauen haben heute eine andere Auffassung als die Prinzessin bei Goethe, die den Dialog mit Tasso führt. Dazu will ich die beiden Zeilen zitieren, die den Geist der Vergangenheit noch einmal aus der Versenkung holen:

Die Schicklichkeit umgibt mit einer Mauer
Das zarte leicht verletzliche Geschlecht.


Der Wandel ist offenkundig: Mauerbauerinnen sind selten geworden, und die edlen Ritter, die einst vor den Burgtoren lechzten, bis es sich öffnete, sind verschwunden. Was auch heißt: Die Frauen, die sich emotional oder gar physisch nach wie vor einmauern, haben das Nachsehen.

Die Liebe und die Lust – und die Lust an sich

Inzwischen sind Männer sind auch heute noch überrascht oder gar verwirrt, wenn ihnen offensive Frauen begegnen, die von sich aus Vorschläge unterbreiten, wie sie ihre Lust verwirklichen wollen.

Zitate: Goethe, Torquato Tasso.
(1) Vanilla oder Vanille - jeder Sex, der nicht im Umfeld der SM-Kreise praktiziert wird.
(2) Kink - jeder Sex, der mit SM, BDSM oder Fetischen zu tun hat.
(3) Pegging - Analverkehr mit Instrumenten (Dildos).
(4) PiV ist ein üblicher Begriff geworden - Sex, bei dem der Penis in die Vagina eindringt.
(5) Es ziemt sich - es entspricht dem Verhaltenskodex.

Sugar Babys, Wahrheiten und Grauzonen im Dating-Bereich

Sugar Baby sein: Ein Traum? Eine Illusion? Oder einfach eine Geldsache?
Heute will ich euch ein bisschen Interna der Liebeszeitung verraten, nämlich, wie wir unsere Artikel finden. Und wie wir – trotz aller Sorgfalt, eben auch mal in die Honigtöpfchen verdeckter, oft gutgläubiger Beeinflusser (Influencer) fallen konnten.

Dabei will ich ich euch auch die beiden Artikel nennen, die am meisten Leser (oder Begucker) brachten.

Die Dating-Branche entdeckt „edle“ Sexkontakte

Der erste Artikel beschäftigte sich mit einem seit etwa 2010 aufkommendem Phänomen in der Dating-Branche: Sugar Babys und Sugar Daddys. Das Thema wurde damals von der Presse zu Anfang noch bewusst „flach gehalten“. Ausgangspunkt waren die hohen Kredite, die viele Studenten aufnehmen mussten, um ihre Studiengebühren zu zahlen. Um diese Schulden abzutragen oder überhaupt erst einmal zu vermeiden, stellten sich einige Studentinnen tatsächlich die Frage: Als Bedienung im Pub jobben, Strippen, Escort-Service oder Spendierhose? In einer Betrachtung kam dabei heraus, dass die „Spendierhose“, also der Sugar-Daddy, die bei Weitem bequemste und einträglichste Lösung sei. Ich schrieb damals darüber, ohne zu bemerken, wie fragwürdig die Quellen waren, sowohl in der Sache als auch in der „Höhe der Unterstützung“ die ein Sugar Baby zu erwarten hat.

Die Suche nach Gelegenheitssex und Geld-Beziehungen

Kurz zuvor war auch das „Casual Dating“ bekannt geworden, dass trotz des verschleiernden Namens eigentlich eine Bezeichnung für „Suche nach Gelegenheitssex“ ist. Meine Warnung wurde allerdings eher überlesen:

Tatsache ist, dass sich Frauen auf mehreren deutschen und internationalen Dating-Seiten gegen Bezahlung anbieten, die sich nicht als „Prostituierte“ kenntlich machen. Die Betreiber gehen manchmal mit der größtmöglichen Nonchalance darüber hinweg: ob Seitenspringerin, Goldgräberin, Gelegenheitshure oder Abzockerin: Eine Frau ist eine Frau, und Frauen braucht man, um das Geschäft aufrechterhalten zu können.

Ich würde diesen Satz heute ohne Änderungen noch einmal schreiben.

2015 waren wir kritischer mit Sugar Babys

Der zweite Beitrag ist von 2015, und er wurde anhand von etwas seriöseren Zeitungsberichten, Verlautbarungen und eigenen Recherchen sowie Insiderkenntnissen von Branchenkennern sorgfältig und kritisch gefasst. Als es darum ging, den Artikel in der Urform zu veröffentlichen, dachte ich: Nun ja, wir wollen die Sache der „Unterstützung“ nicht als völlig negativ darstellen – sie mag ja auch ihr Gutes haben.“ Wenn ein „Schürzenstipendium“ oder ein „Bratkartoffelverhältnis“ nicht allzu anrüchig war, warum sollte es dann die Finanzierung durch einen „Sugar Daddy“ sein? Also habe ich als verantwortlicher Redakteur relativiert:

Beide können zumindest behaupten, ein „ganz gewöhnliches Paar“ zu sein. So sehen das auch die Agenturen, die solche „schrägen“ Beziehungen vermitteln. Für sie ist alles eben nur „Dating“.


Also doch Prostitution? Niemand legt sich wirklich fest

Hier zeigt sich eine der Schwierigkeiten: Uns allen, Branchenkennern wie Branchenfremden, Bloggern und investigativen Journalisten, ist nicht möglich, den Graubereich der Prostitution in „Schwarz“ und „Weiß“ oder gar in ein Farbenspektrum aufzuteilen, ohne dass wir den Wahrheitsgehalt abwägen und bewerten. Selbst die Giganten der Presse, also große Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehstationen tun sich damit schwer. Wenn es um die Kernfrage geht, nämlich „Wann und wie wird geldliche Unterstützung von Personen zur Prostitution?“, dann müssen wir letztendlich passen. Zwar kann man die Frage nach den Gesetzen unterschiedlicher Länder in der einen oder anderen Weise beantworten, aber diese Methode schließt eine ethische Bewertung aus. (1)

Das heißt: Weder die Frage nach der Legalität noch nach der ethischen Perspektive kann uns Aufschluss darüber geben, ob es sich lediglich um ein „Dating besonderer Art“ oder um eine besondere Form der Prostitution handelt, wenn von Sugar Babys und ihren Unterstützern die Rede ist.

Selbst bedeutende Medien scheiterten bei der Wahrheitssuche

Wo hätten wir also damals (wie auch heute) „die Wahrheit“ gefunden? Wir hätten sie gar nicht gefunden, denn das haben längst andere versucht – mit größeren Möglichkeiten und sogar unter Einsatz von Undercover-Girls. Und obgleich dabei herauskam, dass dieses „Geschäft“ sehr mühevoll ist und der Einsatz oftmals höher als erwartet oder befürchtet war: So recht wollte niemand mit einer Beurteilung heraus. Es hieß nur, dass die „Sugar Babys“ ihre „Höhen und Tiefen“ durchlebten – die sie nach diesem Bericht offenbar daraus ableiten, ob sie einem einzigen Lover bequem 3000 GBP pro Woche aus der Tasche ziehen konnten oder um die „Belohnung“ geneppt wurden. Da ich keinen Zugriff auf die Dokumentation der BBC bekam, las ich einen Artikel darüber in der „SUN“. Er strotze nur so von Lob über die Verdienstmöglichkeiten und der leichten und lockeren Lebensart, die man bei dieser Art Tätigkeit hat (Zitat SUN):

Natürlich will ich mit ihm schlafen … ich genieße es und es macht mir Spaß“ Trotz des Sex und der Geldgeschenke glaubt Valentina, dass sie in einer Beziehung wie jeder anderen lebt. Sie besteht darauf, dass es nicht dasselbe ist, wie ein Escort-Girl oder eine Prostituierte zu sein.


Die Grauzonen werden nicht farbiger

Ich schreibe diesen Zusatz (der Beitrag der BBC datiert von von 2019), um zu zeigen, dass auch wesentlich mächtigere Medien etwa fünf Jahre später nicht zum Kern des Phänomens „Sugar Baby-Beziehungen“ vordringen konnten.

Und was sich daraus noch ergibt: Es gibt Grauzonen, die niemand der Beteiligten, also Dating-Seiten-Anbieter, Unterstützer oder „Unterstützung Suchende“, um es neutral zu formulieren, jemals einem Journalisten vorbehalt- und schnörkellos offenbaren würden.

(1) Der entsprechende Pressebericht war nicht wirklich eindeutig, weil nicht klar wurde, was eigentlich vom Gericht gerügt wurde. Es heiß nur, dass der Anbieter wegen "Anstiftung zur Prostitution" angeklagt wurde.
Bild: Teil einer Illustration von Becat

25-Stunden-Tag

Warum sucht ein Mann online? Weil sein Arbeitstag 25 Stunden hat. So stand es jedenfalls in der Zeitung.

Nach meinen 25-Stunden-Arbeitstagen hatte ich keine Lust, irgendwo hin zu gehen. Also hab’ ich mich bei so einem Single-Ding angemeldet.


Na, wenn die Zeit so knapp war …

Eigentlich hatte mich eine etwas altbackene Aussage auf die Seite gelockt:

Die Menschen haben es verlernt, jemanden zu erobern.


Aye, aye, Captain. Dann erobert mal schön. Am Ende bitte nicht vergessen, die Piratenflagge zu hissen.

Das erste Date … wie gehst du es an?

Der Artikel "Das erste Date … wie gehst du es an?" richtet sich überwiegend an Männer - aber selbstverständlich ließe sich dieser Artikel auch auf Frauen "umschreiben".

Manche Männer zeigen beim ersten Date überraschend wenig Selbstvertrauen oder versuchen, ihre Nervosität zu überspielen. Hat ein Mann zum ersten Mal nach langen Jahren der Abstinenz wieder ein Date, so ist er zumeist unsicher, wie die Verabredung „ausgehen“ wird. Dabei ist es völlig gleich, ob man sich zur Lust für eine Nacht oder zum Aufbau einer Beziehung verabredet hat. Die Faustregel ist: Du kannst niemals sicher sein, ob genau das passiert, was du dir vorstellst. Schon deshalb gibt es keinen Grund, nervös zu sein.

Wie kannst du eine Frau wirklich beeindrucken?

Jemanden wirklich von Anfang an zu beeindrucken ist nichts schwer. Der „erste Eindruck“ ist meist wichtig, und er bestehlt aus drei Teilen:

1. Deine Erscheinung
2. Dein Auftreten
3. Deine Ansprache

Zum ersten Punkt solltest du etwas beitragen, wenn du kein „geborener Alphamann“ bist. Denn während nahezu alle Frauen ihre Erscheinung optimieren, bevor sie jemand treffen, tun es Männer oft nicht. Die Erscheinung besteht aus deinem Körper, deiner Kleidung sowie deinem Auftreten. Womit wir beim zweiten Punkt wären.


Das Auftreten ist sozusagen der Moment, indem sie DICH sieht oder als Partner erkennt. Dieses Auftreten sollte freundliches Selbstbewusstsein ausstrahlen. Wenn du dich nicht auskennst: Bleib einen Moment stehen, und blicke mit klarem Blick in die Runde. Die Ansprache (also die ersten Worte, die du an sie richtest) sollten freundlich sein – es ist der einzige Moment, in dem „Small Talk“ angebracht ist. Die meisten Frauen sind aufrichtig daran interessiert, deine Gedanken und Empfindungen kennenzulernen – aber nicht, sich Vorträge über dich anzuhören. Versuche, nach einigen einleitenden Sätzen über dich eine Frage an deine Partnerin zu richten, die sie nicht mit „Ja“, „nein“ oder einer anderen kurzen Antwort „abhaken“ lässt.

Bedenke, dass du bei jedem Date (auch bei den meisten sogenannten Casual Dates) eine ruhige, entspannte Atmosphäre erzeugen solltest, in der sich die Frau wohlfühlt. Sie wird dann ihrerseits dafür sorgen, dass du dich wohlfühlst.

Das wichtigste während des Dates

Sei auf alles gefasst – drauf, dass genau das herauskommt, was du zuvor dachtest, aber auch auf die beiden anderen Fälle, nämlich dass nichts oder etwas ganz anderes dabei herauskommt. Wenn du auf alles vorbereitet bist, aber nichts erwartest, kannst du nicht enttäuscht werden.

Ich kann dir versichern, dass die meisten Männer (und die meisten Frauen) von Dates enttäuscht waren, wie sie jemand anders (nämlich ihre Wunschvorstellung vom Partner) oder etwas anderes (nämlich ihre Vorstellung von diesem Date) erwartet hatten.

Die Erinnerung ist auch wichtig, wenn „nichts“ passiert

An ein gutes Essen in einer netten Atmosphäre und gute Gespräche erinnert sich jede Frau gerne, gleich, ob sie sich nun in dich verliebt, mit die ins Bett geht oder gar nichts weiter passiert. Sollte es „gar nichts“ sein: Frag nicht, ob dir das nützt oder nicht, sondern genieße einfach, jemandem einen schönen Abend geschenkt zu haben. Auch das kann sich für dich auszahlen.