Die Mär von 291 „Begegnungen“ bis zur Beziehung
Irgendwo hält sie sich verborgen, die viel zitierte „norwegische Studie“, von der wir hörten (1):
An anderer Stelle lasen wir (2):
Oder so (3):
Matches, Begegnungen, Treffen und Zahlenspiele
Nun wissen wir, dass ein „Match“ eine ziemlich unverbindliche Bezeichnung dafür ist, ob ein Paar zusammenpasst. Für den Test, ob es einen „guten Klang gibt“, benötigen wir ein reales Treffen. Nehmen wir das zweite Textbeispiel, würden wir also 291 Treffen benötigen, also fast ein Treffen pro Tag, wenn wir es in einem Jahr schaffen wollen. Wenn wir annehmen, dass mit einer Begegnung ein wirkliches Treffen gemeint ist, gilt dasselbe.
Des Rätsels Lösung: Man hat ein Zahlenspiel verwendet, nämlich dieses:
Im Durchschnitt sind 57 Matches nötig, um ein einziges Date zu finden, und etwa 5,1 Dates mit verschiedenen Personen, um eine Partnerschaft zu beginnen.
Also multiplizierte man die 5,1 mit 57 und kam auf die Zahl von 291. Die Rückrechnung ergibt, dass bei einer angenommen Erfolgsquote von einer Beziehung auf 5,1 Dates tatsächlich 291 Matches nötig wären. Um diese Anzahl zu erreichen, sind alledings erhebliche Anstrengungen nötig, vor allem für Männer.
Na schön. Die Norweger, die diese Studie vor ein paar Jahren veranlasst hatten, erhielten ihre Daten (5) von 269 Studierenden, davon 62 Prozent Frauen. Und es ging um eine einzige Dating-App. Ob das ausreicht, um die Zahlen hochzurechnen, mag jeder selber entscheiden.
Genau besehen ...
Wenn wir genau hinsehen, ist eine der Aussagen sogar fast korrekt: Die „Quote“ der erfolgreichen Beziehungen stimmt, falls man ein „Match“ schon für eine verwertbare Größe hält und der verwendeten Formel vertraut. Die 291 „Treffen“ stimmen hingegen nicht, es sei dann, man würde Matches als „Treffen“ bezeichnen. Dies allerdings wäre höchst unüblich.
Eine genauere Analyse findet sich übrigens beim "Instiitut der deutschen Wirtschaft", deren Autorin sich ausfühlrich mit den norwegischen Studie und verschiedenen anderen Studien beschäftigt hat. (5)
Was das Sehpferd-Team vor allem fordert, ist mehr Vorsicht bei der Veröffentlichung von derarigen Zahlenspielen. Das Gleiche gillt für Wörter wie „Matches“, „Begegnungen“ oder „Treffen“.
Quellen und ein Hinweis:
(1) Aus einem Blog.
(2) WAZ (Wissen).
(3) Morgenpost - Ratgeber.
(4) Original von psycnet
(5) IW - ausfürliche Analyse und Quelle der meisten Artikel.
Die Verölässlichkeit der norwegischen Studie wurde bereits zuvor in der Liebeszeitung angezweifelt.
Anmerkung: Falls du es noch besser weißt, schreibe uns eine E-Mail. Auch wir können irren.
Eine norwegische Studie zeigt: Die Erfolgsquote von Dating-Apps liegt bei 1:291. Das bedeutet: Hinter einer erfolgreichen Beziehung stehen 291 erfolglose Matches.
An anderer Stelle lasen wir (2):
Meistens braucht es 57 Matches, um auf ein Date zu gehen, und durchschnittlich 291 Treffen bis eine feste Beziehung zustande kommt.
Oder so (3):
Das bedeutet, dass aus durchschnittlich 291 Begegnungen nur eine einzige feste Beziehung entsteht.
Matches, Begegnungen, Treffen und Zahlenspiele
Nun wissen wir, dass ein „Match“ eine ziemlich unverbindliche Bezeichnung dafür ist, ob ein Paar zusammenpasst. Für den Test, ob es einen „guten Klang gibt“, benötigen wir ein reales Treffen. Nehmen wir das zweite Textbeispiel, würden wir also 291 Treffen benötigen, also fast ein Treffen pro Tag, wenn wir es in einem Jahr schaffen wollen. Wenn wir annehmen, dass mit einer Begegnung ein wirkliches Treffen gemeint ist, gilt dasselbe.
Des Rätsels Lösung: Man hat ein Zahlenspiel verwendet, nämlich dieses:
Im Durchschnitt sind 57 Matches nötig, um ein einziges Date zu finden, und etwa 5,1 Dates mit verschiedenen Personen, um eine Partnerschaft zu beginnen.
Also multiplizierte man die 5,1 mit 57 und kam auf die Zahl von 291. Die Rückrechnung ergibt, dass bei einer angenommen Erfolgsquote von einer Beziehung auf 5,1 Dates tatsächlich 291 Matches nötig wären. Um diese Anzahl zu erreichen, sind alledings erhebliche Anstrengungen nötig, vor allem für Männer.
Na schön. Die Norweger, die diese Studie vor ein paar Jahren veranlasst hatten, erhielten ihre Daten (5) von 269 Studierenden, davon 62 Prozent Frauen. Und es ging um eine einzige Dating-App. Ob das ausreicht, um die Zahlen hochzurechnen, mag jeder selber entscheiden.
Genau besehen ...
Wenn wir genau hinsehen, ist eine der Aussagen sogar fast korrekt: Die „Quote“ der erfolgreichen Beziehungen stimmt, falls man ein „Match“ schon für eine verwertbare Größe hält und der verwendeten Formel vertraut. Die 291 „Treffen“ stimmen hingegen nicht, es sei dann, man würde Matches als „Treffen“ bezeichnen. Dies allerdings wäre höchst unüblich.
Eine genauere Analyse findet sich übrigens beim "Instiitut der deutschen Wirtschaft", deren Autorin sich ausfühlrich mit den norwegischen Studie und verschiedenen anderen Studien beschäftigt hat. (5)
Was das Sehpferd-Team vor allem fordert, ist mehr Vorsicht bei der Veröffentlichung von derarigen Zahlenspielen. Das Gleiche gillt für Wörter wie „Matches“, „Begegnungen“ oder „Treffen“.
Quellen und ein Hinweis:
(1) Aus einem Blog.
(2) WAZ (Wissen).
(3) Morgenpost - Ratgeber.
(4) Original von psycnet
(5) IW - ausfürliche Analyse und Quelle der meisten Artikel.
Die Verölässlichkeit der norwegischen Studie wurde bereits zuvor in der Liebeszeitung angezweifelt.
Anmerkung: Falls du es noch besser weißt, schreibe uns eine E-Mail. Auch wir können irren.

