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Orgasmen, Fesselungen, Schläge, Substanzen

Ein Einstieg in das Verständnis der besonderen Liebeserlebnisse im Schatten von Herrn Grey und Fräulein Steele.

Wie fühlen sich Hanfseile auf der Haut an?


Eines der wirklich schwierigen Themen in der Liebe ist ohne Zweifel der Orgasmus. Bereits anatomisch ist er schwerer zu erklären als gemeinhin angenommen wird. Kürzlich las ich beispielsweise die Albernheit, durch Stimulation der Klitoris würde der Orgasmus direkt und unmittelbar erzeugt. Das ist ungefähr so, als würde die Betätigung der Computermaus direkt zu einer Bildschirmanzeige führen – ohne CPU. Richtig ist, dass ohne die Nervenstränge, das Gehirn und die Botenstoffe, die vom Gehirn initiiert werden, gar nichts dergleichen geschähe. Emotional erleben Frauen und Männer ihre Orgasmen unterschiedlich, was ebenso schwer zu vermitteln ist – man lese entsprechende Aufklärungsbücher für junge Leute. Dort wird zwar alles beschrieben, aber ein Bild kann man sich trotz alledem nicht machen. Gefühle bleiben eben Gefühle, und sie sind kaum durch reine Beschreibungen zu vermitteln.

Seit einiger Zeit werden wir nun mit anderen Phänomenen konfrontiert. Offiziell sind die „50 Shades of Grey“ die Auslöser, doch das ist nur die Spitze eines Eisbergs, der längst tief im Meer der Lust liegt. Denn viele Paare versuchen seit langer Zeit, ihre müde Lust durch sinnliche Spiele „aufzupeppen“. Die „FSoG-Masche, in der Fräulein Steele und Herr Grey sich mit Fesselungen und Schlägen auf den Hintern beschäftigen, ist sozusagen nur die Übertragung einer Praxi der Eliten auf das gewöhnliche Volk. Und siehe, auch in ihm loderte die Lunte schon lange.

Ist es nun völlig pervers, einmal eigene Versuche zu wagen? Und was passiert eigentlich, wenn jemand gefesselt wird, Schläge bekommt oder wenn Substanzen auf die empfindliche Haut einwirken?

Keine Schranken zwischen Frau und Mann: ähnliche Gefühle

In einer Beziehung haben wir dabei Glück: Frauen und Männer mögen unterschiedlich reagieren, wenn es um die Empfindsamkeit, die Sinnlichkeit oder die Hemmschwellen und Schmerzgrenzen geht, die dabei überwunden werden. Aber: Im Prinzip ist die Wirkung am weiblichen wie am männlichen Körper so ähnlich, dass jeder ahnen kann, wie der andere fühlt. Hanfseile, Seide, Stahl, Kunststoff, Klebeband und Leder, eng an die Haut angelegt, fühlen sich für alle Menschen ähnlich an. Ebenso ist es mit den Schlägen, solange wir sie rein physisch betrachten und den Substanzen, die auf die Haut aufgebracht werden. In der Regel dienen sie in den „leichten“ Versionen lediglich dazu, die Durchblutung der „strategisch interessanten“ Stellen zu fördern und damit die Lust zu steigern. Über Schmerzen (insbesondere Lustschmerzen) lässt sich streiten, doch berichten zahlreiche Menschen davon, dass sie davon ebenfalls erotisch erregt werden. Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind dabei eher geringfügig und zumeist eher abhängig vom eigenen Schmerzempfinden. Klar dürfte sein, dass eine Frau, die Leistungssport betreibt und dabei ihre „Schrenzgrenzen“ kennt, anderes empfindet als eine verhöhnte Mode-Prinzessin auf der Erbse, die schon bei einem kleinen Klaps „Aua!“ schreit.

Bei den „50 Shades of Grey“ versäumte die Autorin ja bekanntlich nicht, einen psychologischen Grund für das „abweichende“ Verhalten von Herrn Grey zu nennen. Ich nutze dies, um Ihnen etwas über die psychologischen Faktoren von Unterwerfungen, Fesselungen und Schlägen zu berichten – in aller Kürze.

Erotische Unterwerfung

Unterwerfung als Verhaltensweise ist ein natürlicher Prozess, der ursächlich nichts mit Erotik zu tun hat, aber in allen Formen der gelebten Sexualität Auswirkungen hat. Wer darin bereits eine „sexuelle Abweichung“ sieht, ist zu bedauern. Das Spiel mit der erotischen Unterwerfung ist ein ganz normaler Bestandteil des „Liebeswerbens“ und wird von jedem Menschen nach eigenen Vorstellungen verwirklicht. Auch Männer neigend neuerdings dazu, sich in der Rolle des „Verführten“ wohlzufühlen, wenn die Partnerin über entsprechende erotische Ressourcen verfügt.

Fesselungen - Angst und Sinnlichkeit

In seiner Freiheit eingeschränkt zu werden, erzeugt Furcht. Wer in seiner Jugend in Abstellräume gesperrt wurde, oder wer einmal in Fesseln lag, während andere ihn verhöhnten, weiß davon. Ebenso erzeugt auch die erotische Fesselung Ängste. Je mehr die Bewegung eingeschränkt wird, je peinlicher die Zurschaustellung ist und je mehr Sinne manipuliert werden, umso größer ist in der Regel die Angst. Doch auch die Angst ist nicht bei allen Menschen identisch: Wer in seiner Jugend traumatische Erlebnisse hatte, mag panikartig reagieren, wer neugierig darauf ist, seine Reaktionen zu erforschen, reagiert hingegen meist erregt, aufmerksam und sinnlich. Man kann Fesselungen als sinnlich Extremerfahrungen betrachten, die durch Nacktheit und dem Verbinden der Augen noch verstärkt werden können.

Schläge, Lust und Strafen -psychisch

Schläge und Fesselungen hängen nicht ursächlich zusammen – und nicht alle Schläge sind erotische Strafen. Geht man von dieser Grundlage aus, so werden die Unterschiede deutlich: Der Klaps auf den Po, die krallenden Fingernägel im Nacken, der Biss in die Oberhaut oder die Abwendung einer Kleiderbürste oder Streichelpeitsche sind ungefähr gleichwertig sinnlich. Erst, wenn sich der Rezipient oder die Rezipientin sich psychisch in den Zustand der Strafe hineinversetzen will oder soll, werden möglicherweise längst vergessene Erfahrungen mit Körperstrafen aus der Erinnerung herausgebaggert. Und erst dann tauchen die „psychologischen“ Effekte“ auf, die in der Literatur ständig ausgekostet werden. Werden Schläge mit Fesselungen kombiniert, so können Ängste und Erinnerungen zu heftigsten psychischen Reaktionen führen, die nicht immer kontrollierbar sind.

Unterschiede zwischen Literatur und wirklichem Leben

Literarisch lässt sich selbstverständlich alles verarbeiten – auch der Gang durch die Hölle von Kindheits- oder Pubertätserinnerungen, die dabei möglicherweise hochkommen. Doch wer die Realität sucht, sollte sich davor hüten, sich Extremen hinzugeben. Die Beschäftigung mit sich selbst und die Erforschung der eigenen Psyche sind an sich schon abenteuerliche Unternehmen. Erinnern wir uns aber unbeabsichtigt unter erotischen Fesslungen und Schlägen an Szenen, die uns extrem ängstigen, so sollten wir andere Wege zur Lust suchen.

Was ist wirklich gut an den “Shades of Grey”?

Goldene Lösung Unterwerfung?
Bekanntlich hat die Trilogie „Shades of Grey“ ihre Gegner – und durchaus ihre Befürworter. Gehe ich mittags an der örtlichen Buchhandlung vorbei, dann sehe ich: Frauen sind die Rezipienten ähnlicher Machwerke, und sie verschlingen diese Bücher. Mit Sex, ohne Sex. Ist das neu? Eigentlich nicht. Früher wurden Dienstmägde bezichtigt, Arztromane aus falsch verstandener Romantik zu lesen. Heute lesen selbst Abiturientinnen kitschige Liebesromane. Sie wollen das. Offenbar brauchen sie das. Dabei ist den Frauen - trotz aller Emanzipation – die literarische Qualität scheißegal. So ähnlich wie bei Männern, die Heftchen-Pornos lesen, um geil zu werden.

Kritik kommt aber nicht nur vonseiten der Feuilletons. Auch die sogenannte BDSM-Community fühlt sich kompetent, etwas zu den „Shades of Grey“ zu sagen. Was sie dazu berechtigt, steht in den Sternen. BDSM ist keine Religion, ja nicht einmal eine Weltanschauung, und so, wie es kein Papsttum in der Liebe gibt, gibt es auch keine Verbindlichkeit, wie zwei Menschen ihre Lust ausleben sollten.

Doch – es gibt Positives zu berichten. Positives, über das, man nicht spricht, weil die meisten Leserinnen der „Shades of Grey“ janusgesichtige Anstandsbürgerinnen sind, die gezwungen sind, öffentlich ihre Schamröte vorzuzeigen.

Positiv: Frauen stehen wenigstens selbst zu ihren geheimen Lüsten

Die Fantasien aus dem engen Gefängnis der Scham herauslassen? Bingo, das ist gelungen. Nach Zehntausenden zählende Frauen bekennen sich wenigstens in der Abgeschiedenheit ihrer Schlafzimmer, Küchen und Bäder dazu, „ganz arg schmutzige“, aber ziemlich schicke Fantasien zu haben. Ein großer Teil von ihnen masturbiert über die Stellen des Buches, die ihre Fantasie besonders kitzelt. Ein weiterer, etwas kleinerer Teil beschließt, sich einmal der beißende Zunge einer Peitsche auszusetzen es und den Genuss daran zu erproben. Und manche Frau rettete damit ihre Ehe aus der erotischen Langeweile.

Das alles ist gut - solange wir der Sexualität offen gegenüberstehen, Paare das leben lassen, was sie gerne möchten und Gedankenfreiheit gewähren.

Negativ: Leichtsinniges Erproben der Inhalte mit Fremden

Vergessen sollten wir allerdings nicht, dass Menschen frei und gleich geboren sind und niemand des anderen Sklave werden sollte. Was in der Literatur möglicherweise noch chic ist, kann im wirklichen Leben leicht zum Desaster verkommen. Auch der Unterwürfige muss seine Würde, sein Selbstbewusstsein und seine Integrität wahren. Ist dies nicht der Fall, so stimmt etwas nicht in der Psyche des einen, des anderen oder beider.

Aus dieser Sicht sollte jede Frau (und sicher auch jeder Mann) äußerste Vorsicht walten lassen, wenn ihr oder ihm „Sklavenverträge“ sowie örtliche, finanzielle oder sachliche Knebelungen angeboten werden. Was Sie einfach wissen müssen: Nicht alle Menschen spielen fair. Und bestimmte psychologische Verfahren, die der Gehirnwäsche ähneln, sind den Rattenfängern unter den „Herinnen“ und „Herren“ durchaus geläufig.

Die bunten Facetten der weiblichen Dominanz

Dominieren - nicht die Realität, sondern ein Exponat im erotischen Museum


Die bunten Facetten der weiblichen Dominanz und die Gefühle eines Mannes, für den die Unterwerfung unter eine Frau Neuland bedeutet – das beschreibt ein Roman von G. Horsam, der seinerseits Teil eines geplanten Zyklus über weibliche Dominierung („Femdom“) ist.

Ist es möglich, sich dem Partner völlig zu unterwerfen und dennoch eine enge Liebesbeziehung miteinander einzugehen? Diese Frage wird dieser Tage die gesamte Presse beschäftigen, denn die „Shades of Grey“ kommen demnächst ins Kino. Neben den üblichen Ankündigungen, wie lange die Akteurin im Film nackt sein wird und wie sensationell dies für einen Kinofilm ist, wird auch die Diskussion über die „sadomasochistische“ Haltung von Herrn Grey und Fräulein Steele wieder zur Debatte sehen.

Liebe in Dominanz – ein klassisches Thema

Es gab immer Versuche, die Frage nach der Vereinbarkeit von „Liebe und Abhängigkeit“ zu beschreiben, sei es aus männlicher Sicht in der „Venus im Pelz“ oder aus weiblicher in der „Histoire d’O“. Doch auch außerhalb der Literatur existiert dazu eine umfassende, nicht immer sachliche Diskussion, in der diese Art von Beziehungen einerseits verherrlicht, andererseits verdammt wurden.

Der Autor eines neuen Buches, „In dominanter Liebe“ versucht, uns einen Einblick in die Entwicklung einer solchen Beziehung zu geben. Das Buch handelt von der faszinierenden, gebildeten und ausgesprochen dominanten Claudia und ihrem ebenso zögerlichen wie neugierigen Liebhaber Thomas. Dabei stellt sich Thomas vor, aus Neugierde ein bisschen an einer „sadomasochistischen“ Affäre naschen, während für Claudia nur eine konsequent gelebte Vollzeitbeziehung infrage kommt.

Dominanz und Unterwerfung „auf Probe“

Die Geschichte bekommt ihre Dramatik durch den Vorschlag von Thomas, sie als „Gast“ zu einer Party zu begleiten, die ganz von weiblicher Dominanz geprägt ist. Claudia nutzt die Gelegenheit, um Thomas einen ausführlichen Einblick in die Welt der weiblichen Dominanz vorzuschlagen – zweifellos mit dem Hintergedanken, dass er noch tiefer in ihren Sog gerät, als dies schon zu Anfang der Fall ist. Nach vielfältigen Bedenken und bis zum letzen Moment zögernd, entschließt sich der Icherzähler Thomas, auf Claudias Angebot einer 14-tägigen „Ausbildungszeit zu einem akzeptablen und vorzeigbaren Sklaven einzugehen.

Was fühlt ein Mann, der Unterwerfung lernt?

Der Autor beschränkt sich dabei nicht darauf, nur die Ereignisse zu schildern, die ihn in diesen Tagen erwarten, sondern erzählt auch von der Entwicklung seiner Gefühle in Lust, Schmerz, Verzweiflung und Verliebtheit. Dabei erweist sich Claudia als wesentlich unnachgiebiger, als der Held dies erwarten konnte, und seine Seele schreit gelegentlich auf unter dem Schmerz und der Erniedrigung. Doch zugleich verliebt er sich immer mehr in seine raffinierte, erotische Peinigerin.

Das Buch verschafft den neugierigen Leserinnen und Lesern vor allem einen facettenreichen Einblick in die weibliche Dominanz. Es zeigt aber auch auf, wie sich Wege finden lassen, Dominanz und Unterwerfung einerseits und sinnliche Liebe andererseits in Einklang zu bringen und sich dabei sogar gegenseitigen Respekt zu erweisen.

Frauen und Paaren zur Lektüre empfohlen

Obgleich es aus der Sicht des männlichen Helden verfasst wurde, ist das Buch „In dominanter Liebe – die Probezeit“ besonders interessant für weibliche Leser, die sich in die Möglichkeiten der Dominanz einlesen wollen. Interessant ist das Buch „In dominanter Liebe – die Probezeit“ auch für Paare, die sich schon lange wünschen, ihre Beziehung durch neue Elemente der Sinnlichkeit zu bereichern – auch wenn sie keine „sadomasochistische“ Beziehung anstreben, sondern lediglich ein wenig damit spielen wollen.

Buch: "In dominanter Liebe" ein FemDom-Zyklus von G. Horsam, Band 1: Die Probezeit, Taschenbuch: 234 Seiten (auch als E-Book verfügbar), 2014, ISBN-10: 1505383579, ISBN-13: 978-1505383577.

Glühende Hintern in einer Welt von Arschlöchern und Langweilern?

Lutschmerz: Das kaum zu unterdrückende "Autsch"!


Nun kommt es also in die Kinos, dieses von Kitsch triefende Machwerk, das wir unter dem Namen „Fifty Shades of Grey“ bereits als Trilogie kennen. Der zweifellos gigantische Erfolg, der schon jetzt abzusehen ist, wird aber nicht nur diejenigen auf den Plan rufen, dies sagen: „Es ist eben Kino, und die Leute wollen solchen Mist“, sondern auch alle anderen, die sich irgendwie betroffen fühlen.

Die Beton-Moralisten werden dagegen wettern, dass die Darstellerin so schrecklich nackt ist, die sozial korrekten werden bemängeln, dass Mr. Grey „nicht mit Frauen schläft, sondern sie fickt (1)“. Die Empörungsmafia wird das Abendland in Gefahr sehen, weil der Anastasia der Hintern versohlt wird, und die Gutmenschenschaft, weil sie dabei gefesselt wird. Von Genderforschern und Feministinnen will ich gar nicht reden – sie sind im Chor der Kritiker ohnehin nur die Quakfrösche. Doch auch sie werden, gemeinsam mit Psychologen, Theologen, Kulturkritiker und anderen Vielredner, demnächst viel heiße Luft ablassen. Und möglicherweise wird man sogar noch ein paar BDSM-Adepten auftreten lassen. Letztere eignen sich immer als Paradiesvögel im Sex-Zirkus, doch sind sie diesmal nicht einverstanden weil – nun ja, weil alles eben nur Kino ist und nichts von ihrer Ideologie widerspiegelt.

Den Nagel auf den Kopf getroffen hat –wie es scheint - jenseits aller eitler Salbaderei, der Psychoanalytiker Peter Schneider, der begründet, warum die mittlere weibliche Angestellte das Buch als „Wichsvorlage“ benötigt (2):

Die heutige Arbeitswelt hat nur Unterwerfung und unerotische Machtspiele zu bieten. Die Chefs sind keine Greys, sondern meistens nur mittelmäßige Arschlöcher oder nette Langweiler.


Das mag eine extreme Meinung sein, sie drückt aber ohne Umschweife aus, wo des Pudels kern liegt. Da träumt die Mittelklasse-Mami vom tollen Abenteuer mit einem vornehmen, reichen und mächtigen, mild-perversen Gentleman, der sie dahin bringt, wohin sie sich niemals trauen würde.

Womit dann der Zweck derartiger „Literatur“ oder „Filmkunst“ absolut erfüllt wäre.

(1) "Ich schlafe nicht mit jemandem. Ich ficke ... hart" (Shades of Grey, Seite 111, deutsche Ausgabe.

(2) Zitat aus der Printausgabe der „Leipziger Volkszeitung“ vom 7. Februar 2015

Hinweis: Das Bild entspricht keinem im Film gezeigten Ausschnitt, es ist eine künstlerische Nachahmung der Träume davon.

Liebe Woche: jetzt wieder mehr Liebeszeitung

Die Liebeszeitung ist immer aktiv – aber in den letzten Wochen habe ich doch ein klein wenig die Zügel schleifen lassen. Der Grund liegt daran, dass ich kaum Zeit zum Schreiben habe, und auch Ina hat gerade andere Pläne. Kann man ihr nicht verdenken. Erotik- und Beratungsthemen sind ziemlich ausgelutscht.

Diese Woche will zumindest ich euch aber mal wieder ansprechen. Wir hatten ja schon oft das Thema „Unterwürdig sein – dominant sein.“ Ich kann nicht „gegen den Strom“ schwimmen, wenn das Thema gerade im Fokus des Interesses steht – und das tut es zweifellos. Klar wollen mal wieder alle davon profitieren, auch die Hersteller von „Erotik-Spielwaren“ und insbesondere von stabilen Leder-Erzeugnissen, damit der Po schön rot wird. Autsch!

Immer beliebt - Isdiora über unterwürfige Männer

Ich gehe zwar nicht wirklich auf die Knie, wenn ich Isidora bitte, einen Artikel zu schreiben, aber warten muss ich doch oft. Deshalb bin ich froh, euch die „Ansprache an einen unterwürfigen Mann“ präsentieren zu können.

Ina schreibt über Hass bei der Liebe und anale Möglichkeiten


Diese Woche konnte ich Ina bewegen, statt meiner zu schreiben. Dabei kam etwas heraus, was alle Frauen interessieren dürfte (auch Männer, die nicht absolut beratungsresistent sind): was Frauen vor und nach dem Sex abtörnt.

Schamhaar muss unglaublich gefährlich sein. Sein Anblick ist so schrecklich, dass Erwachsenen- und Jugendschützer in Panik geraten, wenn sie zu sehen sind. Da könnte einem der Humor beinahe vergehen – oder doch nicht?

Manchmal regen uns fremde Artikel an, etwas zu schreiben: zum Beispiel, wenn US-Frauen über Sexthemen schreiben. Diesmal geht es um „anal“ – und warum ihr die Scham aus dem Thema nehmen solltet.

Noch mal Ina, diesmal mit Humor: Wir hatten wieder etwas gelesen, und das wurde gleich mal umgesetzt: „Sex mit sich selbst oder mit anderen?“ Was ist besser? Wahrscheinlich kennt ihr schon den alten Witz: „Der Vorteil beim Geschlechtsverkehr gegenüber der Masturbation ist, wesentlich mehr Leute kennenzulernen.“ Der Artikel nennt aber 10 Punkte pro und kontra.

Wer hat dich, du armer Mann, verführt?

Das war noch was? Junge Männer und reife Verführerinnen. Das ist ja alles schrecklich verpönt und die Presse fasst es auch nur mit der Kohlenzange an. Fragt sich nur, wie denn der junge Mann Lust und Leidenschaft lernen soll, die zum vollständigen Genuss führt.

Neu: Wilderotische Verführerinnen, dominante Frauen und süße Sugar-Babys

Die kommenden Wochen werden spannend. Ich werde Isidora nochmals die Füße küssen müssen, damit sie uns über das schreibt, was in der Szene „Femdom“ heißt – weibliche Domination. Und Ina habe ich gebeten, sich mal in die Rolle eines Sugar-Babys hineinzufühlen. Ob’s gelingt? Beide Themen sind interessant, wurden hier auch schon behandelt, aber nie aus der Sicht von Unterwerfungs-Süchtigen, echt dominanten Frauen oder Autorinnen und Autoren. Ich schaue Mal, was sich machen lässt, um Einsichten in die beiden heiklen Themen zu gewinnen.

Schreibst Du? Dann her mit den Manuskripten!

Schreibst du? Möchtest Du gereni Auszüge aus erotischen Romanen bei uns veröffentlichen? Oder Kurzgeschichten, Artikel, Stellungnahmen? Willst du auf dem Trend mitschwimmen? Dann nichts wie Kontakt aufnehmen! Oder erstmal hier lesen, wie man über sinnliche Fesselungen schreiben kann.