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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche - das Menschliche, das Natürliche, der Minirock und die süßen Sünden

Dann und wann geh ich gerne zurück zu den „Graswurzeln“, also zu den natürlichen Grundlagen unseres Lebens. Ich kam darauf, als mich ein Fragesteller nervte, ob ich „Psyche, Körper oder Gehirn“ sei, und ich sagte ihm, er möge das „oder“ durch „und“ ersetzen. Dann reden wir von etwas „Menschlichem“.

Weg mit der Gender-Unsitte

Deshalb auch meine Aversion gegen das dauernde Gerede vom „sozialen Geschlecht“, das als Orchidee im Hinterhof der Soziologen einen Platz haben mag – aber nicht im Hier und Jetzt.

Jammern hilft (wirklich) nicht

Ein kleiner Seitenblick auf das Jammern: Es hilft niemandem, außer dass jemand möglicherweise „Trost“ bekommt. Aber es hilft niemals, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen oder Probleme zu lösen.

Sündige Träume, lustvolle Schreie …

Blieben Träume von erotischer Unterwerfung Schäume? Unser Artikel untersucht, welche „Ersatzhandlungen“ Menschen vornehmen, die zu schüchtern oder zu vorsichtig sind, sich ihren Fantasien zu beugen.

Die süße Lust der Unterwerfung und der Genuss von Schlägen

Ein ähnliches Thema ist die ständige Nachfrage, ob eine spielerische erotische Unterwerfung auch süßsaure Schläge enthalten darf oder soll. Dabei ist auch interessant, dass immer von „dominieren“ oder „dominiert werden“ die Rede ist. Mal Tacheles geredet: Wer kann sich darunter schon etwas Konkretes vorstellen?

Nippelgasmen – oder: Wie ist das mit den erogenen Zonen?

Nippel, Brustwarzen oder wie ihr sie sonst nennen mögt – sind bei Frau und Mann erogene Zonen. Soweit, so gut. Aber kann es allein durch Bruststimulation zum Orgasmus kommen? Nein, wir haben keine endgültige Antwort darauf. Hatte da jemand das Wort "Tit(te)" in den Raum geworfen? Sehpferd weiß, warum man die Brustwarzen so nennt - und was das ganze mit Vögeln zu tun hat.

Die Unlust der Frauen als Werbe-Idee

Im Grunde war es mehr ein Beitrag für die Humorfraktion: das Thema um die angebliche Unlust der Frauen. Diesmal ging es nicht um die lila Pille, sondern um einen kleinen Trick: Vermarkte eine Umfrage als Werbung für eine App. Offenbar boomt das Geschäft.

Verrocktes im Mini

Oh ja, wir hatten noch erfahren, dass der Minirock wiederkommt – für Frauen, versteht sich. Ob es auch Miniröcke für Männer gibt? Ich meine, ich hätte sie im ferneren Schottland schon gesehen. Vielleicht schreiben wir ja das nächste Mal über den „Minirock als Befreiungsschlag für den Mann“ – wegen der Gendergerechtigkeit (binäre Version). Oder über die Brustwarzenstimulation an Männern, oder über das „Johari-Fenster“ beim Dating. Ich schwanke noch zwischen Satire und der Veröffentlichung von Hintergrundinformationen.

Auf ins Wochenende ...

Bevor ihr es vergesst: es ist das letzte Wochenende im August! Nun aber hinaus, und auf zur Nachurlaubs-Partnersuche. Sie sind wieder alle da ... Mütter, Väter, Lehrerinnen, Lehrer und viele andere, die mit "Schule" eigentlich wenig am Hut haben. Und wie war das mit der Lust? Entweder sie konnte im Urlaub abgebaut werden, oder sie hat sich erst richtig aufgestaut. Und in diesem Sinne ... ein wundervolles Wochenende.

Spurensuche – Unterwerfungsfantasien und Schläge

Beinhaltet die Fantasie, dominiert zu werden, die Bereitschaft zu erotischen Schlägen?
Einer etwas älteren, normalerweise sehr verlässlichen Studie (1) zufolge, liebäugeln Frauen eher mit der „Unterwerfung“ als Männer. Fast zwei Drittel von ihnen träumen demnach davon, dominiert zu werden. Bei den Männern träumt ungefähr die Hälfte davon – der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist also nicht so steil wie viel glauben.

Dominiert werden - oder sich lustvoll unterwerfen?

Anders sieht es aus, wenn wir die Lust betrachten, erotisch geschlagen zu werden. Nur ungefähr drei von 10 Männern wollten dies genießen oder erdulden, und bei den Frauen waren es knapp vier von zehn. Was letztlich heißt: Dominanz wird nicht zwangsläufig mit Schlägen in Verbindung gebracht. Die lustvolle Unterwerfung, als „erotisch dominiert werden“ kunstvoll umschrieben, ist häufiger als gedacht. Und auch der Wunsch, erotisch zu dominieren, wird ziemlich oft genannt - von etwa 47 Prozent der Frauen und etwa 60 Prozent der Männer.

Könnte es sein, dass „Dominanz“ für viele Frauen und Männer bedeutet, den Partner oder die Partnerin vollständig „in der Gewalt zu haben“, wenngleich es sich erstens um Fantasien (2), zweitens möglicherweise um Rollenspiele handelt? Und wäre es möglich, dass die Unterwerfung bedeutet, sich für eine begrenzte Zeit völlig in die Gewalt eines anderen Menschen zu begeben und dessen erotischen Wünschen zu folgen? Dann wäre doch die Frage: Was beinhaltet diese Dominanz, was bedeutet die Unterwerfung?

Die Originalfragen in der von uns meistzitierten Studie lauteten:

Jemanden sexuell zu dominieren?
Und umgekehrt:
Sich von jemandem sexuell dominieren lassen?
Jemanden schlagen oder peitschen, um sexuelle Lust zu erleben?
Und umgekehrt:
Sich schlagen oder peitschen lassen, um sexuelle Lust zu erleben?


Ein Szenario

Nehmen wir einmal an, Fantasien würden ein weites Szenario umfassen, dann wäre eine typische Szenerie, unterworfen zu werden, dabei gefesselt (oder sonst wie an den Ort gebunden) zu sein und am Ende Schläge zu erhoffen. Das hat aber wenig mit der Fantasie zu tun, „gepeitscht“ zu werden, die eher auf den Schmerz selber abhebt.

Umfragen in Ehren, aber geben sie uns ein Konkretes Abbild der Fantasien?

Wir sehen: Jede Umfrage hat ihre Mängel, und einem Begriff wie „dominiert zu werden“ stimmen Befragte mit Sicherheit eher zu als dem Begriff „unterworfen zu werden“.

Auch bei der Frage: „Sind dies alles ‚nur‘ Fantasien?“, könnte es inzwischen eine Veränderung gegeben haben. Jüngst wollen Forscher anhand von Studierenden in Paarbeziehungen festgestellt haben, dass fast 60 Prozent (3) bereits leichte Schläge bei sexuellen Handlungen bekommen/ausgeteilt hatten.

Habt ihr einmal darüber nachgedacht? Hat die Realität inzwischen die Fantasie überholt? Was meint ihr?

(1) Die kanadische Studie liegt uns in Auszügen vor.
(2) Bei Fantasien werden fast immer "Szenarien" erträumt, die sich so weit steigern, dass am Ende eine gewisse Befriedigung.
erreicht wird. Es geht also in Wahrheit nicht um eine Mono-Aktion.
(3) Eine neue Studie über reale Sexerlebnisse.
Grafik: Liebesverlag-Archiv

Lustvolle Strafen: Welche Träume bleiben Schäume?

Lust und vage Erinnerung an eine Strafe
Es heißt, mindestens ein Drittel der Menschen, würden über lustvolle körperlichen Strafen fantasieren – die meisten von ihnen würden sich aber scheuen, ihr Interesse in die Realität umzusetzen.

Wenn die meisten Träume also Schäume blieben, was tun dann diejenigen, die niemals „zur Sache“ gehen?

Die Antwort könnte sein: Sie nehmen Ersatzhandlungen vor oder versuchen, die heimliche Lust in „gewöhnlichen Sex“ zu integrieren.

Ersatzhandlungen ... die Peitsche als Wandschmuck?

Zunächst zu den Ersatzhandlungen: In den letzten Jahren wurden sehr viele „Gerätschaften“ über ganz gewöhnliche Sexshops verkauft, die entweder nie oder sehr selten zum Einsatz kamen. Sie stehen oder liegen aber noch irgendwo herum … und vielleicht reicht schon der Gedanke oder eine ferne Erinnerung, um die Lust wachzurufen. Als Steigerung gilt das „Ausstellen“ eines solchen Geräts in der Wohnung, wobei dann allerdings eher luxuriöse Exemplare gezeigt werden.

Videos und Bücher - die Lust aus der Retorte

Dann wären da die Videos: auch beim dort gezeigten Vanillesex treffen gelegentlich Hände auf Pobacken. Bei manchen Menschen wird der Lustschmerz allein durch das Video ausgelöst - eventuell sogar durch Bücher wie „Shades of Grey“.

Auch gezielte "Informationen" können die Lust anregen

Im Vorfeld der Lust sollen sich auch viele Interessenten informiert haben, wie die „Gerätschaften“ wirken, wenn sie auf der Haut auftreffen. Praktiziert haben sie die Sache dann nie, aber allein, dies zu wissen, empfanden sie als lustvoll.

Etwas Würze für den normalen Sex

Während des „ganz normalen Geschlechtsverkehrs“, oder kurz davor Handschläge auf den Po zu bekommen, wirkt stimulierend – und viele Paare wissen dies. Sie würden aber nie sagen, dass sie dies als „Strafen“ ansehen.

Unterwerfung zählt oft mehr als Schläge - schon in der Fantasie

Interessant ist, dass es in entsprechenden Rollenspielen oft nicht um „die Schläge selbst“ geht, sondern um die Unterwerfung. Dazu passt, dass deutlich mehr Menschen von sexueller Unterwerfung träumen als von lustvoll ausgeführten Schlägen, selbst wenn sie annehmen, dass die „im Gesamtpaket enthalten“ sind.

Physische Erregung durch Schreiben

Eine der Krönungen beim Thema „virtuelle Lustschläge“ besteht in der Vermutung, dass ein großer Teil der Autoren/Autorinnen einschlägiger Spanking-Stories sich niemals einer solchen Prozedur unterworfen hat. Manche von ihnen wurden aber „physisch erregt“, als sie erotisch schrieben.

Wovon Menschen träumen - und Bucket-Lists

Dies alles haben wir aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt. Dazu zählte auch ein Blogbeitrag, in der 36 mögliche Antworten zum Thema „hast du schon einmal …“ angeboten wurden. Darin enthalten sind auch Fragen zu „realen Situationen“ und dem „Tag danach“, von denen ich euch hier verschonen will.

Entsprechende Wünsche stehen gelegentlich auch auf den sogenannten erotischen „Bucket-Lists“, also Wunschlisten von Handlungen, die jemand noch „unbedingt verwirklichen will“. Doch darüber zu schreiben, wäre eine neue Herausforderung. Die Ergebnisse, so weiß ich bereits, sind allerdings verblüffend.

Quellen: Blogs, wissenschaftliche Erhebungen, Erfahrungsberichte, ein Lehrbuch über "erotisches Schreiben" und viele andere Quellen, die ich hier nicht nennen will.

Die heftigen Vorstellungen von ungewöhnlichem Sex

Die Traumvorstellung ist nicht die Realität
Sexuelle Vorstellungen sind oft erregender als die reale Situation. Das gilt für „Vanilla Sex“ ebenso wie alle Arten von sexuellen Abenteuern.

Wer schon einmal ehrliche Berichte gelesen hat, ist oft entsetzt, wovon die Menschen erotisch träumen. Bei den meisten Vorstellungen handelt es sich um „Abweichungen“ von „normalen“ Sexsituationen mit dem Freund oder der Freundin. Und in der Regel (1) werden sie dazu benutzt, heftig zu masturbieren.

Dabei verwirrt zunächst, wie wenige Menschen die Situation tatsächlich erlebt haben, über die sie zu ihren wildesten Vorstellungen und zu ihren heftigsten Orgasmen kommen. Viele haben solche Situationen nie erlebt, und die meisten fürchten sich sogar davor. So sind die Vorstellungen aus dem S/M-Bereich, also beispielsweise Unterwerfungen, Schläge, Fesslungen, Entführungen und Erniedrigungen, zwar sehr häufig - aber eben nicht in der Realität.


Neulich las ich von einem Mann, der gestand, dass er eine Weile benötigt, um zu ejakulieren. Der „endgültige Auslöser“ ist ein heftiger Schlag mit dem Rohrstock, während er sich in der Gewalt einer Frau befindet.

Sinngemäß sagte er (2):

Erst wenn ich den Schlag spüre, ergieße ich mich über alles, was mich umgibt. Ich denke nicht einmal daran, dass ich Spuren hinterlassen könnte oder dass mich jemand hört. Und ich schäme mich hinterher, dass ich mich in diese Situation hereingebracht habe.

Der Rohrstock ist dabei nur ein Symbol. Andere (3) berichten darüber, das sie die gesamte Vorstellung einer Bestrafung benötigen - vom beschämenden Entkleiden über heftige Züchtigungen bis zum Eckenstehen.

Es muss nicht immer eine Züchtigung sein. Sehr viele Vorstellungen von erwünschter Unterwerfung und zufälliger Ausweglosigkeit sollen angeblich dazu führen, heftige Orgasmen zu bekommen – sowohl bei Männern wie bei Frauen. Und nochmals: Die meisten dieser Fantasien sind zugleich mit Furcht besetzt.

Interpretieren mögen das andere. Und falls sie jemand dazu durchringen sollte, eine psychologische Theorie darüber zu entwerfen, so ist noch lange nicht sicher, wie sich der Einzelne oder die Einzelne dabei fühlt.

(1) Glaubwüdige wissenschaftliche Studien bestätigen dies. Details auf Anfrage.
(2) Aus einer privaten Schilderung.
(3) Blogbeitrag, zu dem ich nicht verlinken kann
Weitere detaillierte Informationen auch in der "Liebeszeitung".

Die frivole Lust, in einer erotischen Rolle aufzugehen

Stets zu Diensten? Im Rollenspiel geht vieles, was im wahren Leben nicht geht ...
Warst du irgendwann einmal ein Laienspieler? Oder hast du in einem Verhaltenstraining einmal eine Rolle angenommen?

Wenn du wirklich überzeugen gespielt hast, dann bist du nach und nach „eins mit der Rolle geworden“. Zu deiner Überraschung hats du vielleicht festgestellt, dass dir diese Rolle nicht einmal behagte – sie wurde einfach ausgelost. Und dennoch hattest du sie nach einiger Zeit so im Griff, dass du tatsächlich gegen deine Überzeugungen geredet und gehandelt hast.

All diese Erfahrungen können dir Helfen, erotische Rollenspiele zu zelebrieren. Kürzlich las ich in einem Blog:

Wenn du dich entscheidest, eine frivole Szene mit deinem Partner zu spielen, ist es immer eine gute Idee, sich vollständig daraus einzulassen. Wenn du es tust, vergisst du deine Überzeugungen, wie auch diene Vorurteile, solange du spielst.

Du musst also im Spiel nicht bleiben, was du bist. Es gibt durchaus Frauen, die extrem feministische Gedanken verbreiten, aber in manchen Momenten danach lechzen, erniedrigt zu werden. Meist schämen sie sich dafür – aber es ist ziemlich normal, wenn intelligente Menschen mit festen Überzeugungen auch mal „loslassen“ wollen. Wir sollten dabei bedenken, dass es anstrengend ist, dauernd unser Selbstbewusstsein oder unsere Überzeugung vor uns herzutragen. Das ist bei Männern ähnlich, die über große Organisationen herrschen. Macht kann ganz hübsch sein, aber auch eine unendliche Belastung, aus der mancher Mann einen Ausweg sucht.

Es kann sein, dass du dich bei einigen erotischen Rollenspielen nicht „wiederfindest“. Viele Frauen finden es völlig unmöglich, eine Stripperin oder gar eine Hure zu spielen, weil sie diese Rolle absolut missbilligen. Für sie ist die dominante Rolle möglicherweise der bessere Weg in erfüllende Rollenspiele. Tatsächlich werden „strenge Lehrerinnen“, „resolute Oberschwestern“ oder „unerbittliche Erzieherinnen“ oft gewünscht.

Erstaunliche viele gute Spielerinnen können und wollen „Switcher“ sein – also zwischen Dominanz und Unterwerfung abwechseln. Ist es die Freude am Spiel? Kann jemand beide Rollen lieben?

Es scheint so, als ob die Freude am frivolen Spiel wichtiger ist als die Rolle, die jemand einnimmt. Eine Schauspielerin würde vielleicht sagen: „Sie sollen alle denken, was ich nicht bin.“ Und eine wirkliche engagierte Rollenspielerin ist in der Lage, ihren Partner tatsächlich mental zu verführen. Er soll sein dürfen, was er nicht ist, und dies, wenn es sein kann, mit der gleichen Hingabe.