Orgasmen, Fesselungen, Schläge, Substanzen

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 24. Februar 2015 • Kategorie: liebe an sich


Ein Einstieg in das Verständnis der besonderen Liebeserlebnisse im Schatten von Herrn Grey und Fräulein Steele.

Wie fühlen sich Hanfseile auf der Haut an?


Eines der wirklich schwierigen Themen in der Liebe ist ohne Zweifel der Orgasmus. Bereits anatomisch ist er schwerer zu erklären als gemeinhin angenommen wird. Kürzlich las ich beispielsweise die Albernheit, durch Stimulation der Klitoris würde der Orgasmus direkt und unmittelbar erzeugt. Das ist ungefähr so, als würde die Betätigung der Computermaus direkt zu einer Bildschirmanzeige führen – ohne CPU. Richtig ist, dass ohne die Nervenstränge, das Gehirn und die Botenstoffe, die vom Gehirn initiiert werden, gar nichts dergleichen geschähe. Emotional erleben Frauen und Männer ihre Orgasmen unterschiedlich, was ebenso schwer zu vermitteln ist – man lese entsprechende Aufklärungsbücher für junge Leute. Dort wird zwar alles beschrieben, aber ein Bild kann man sich trotz alledem nicht machen. Gefühle bleiben eben Gefühle, und sie sind kaum durch reine Beschreibungen zu vermitteln.

Seit einiger Zeit werden wir nun mit anderen Phänomenen konfrontiert. Offiziell sind die „50 Shades of Grey“ die Auslöser, doch das ist nur die Spitze eines Eisbergs, der längst tief im Meer der Lust liegt. Denn viele Paare versuchen seit langer Zeit, ihre müde Lust durch sinnliche Spiele „aufzupeppen“. Die „FSoG-Masche, in der Fräulein Steele und Herr Grey sich mit Fesselungen und Schlägen auf den Hintern beschäftigen, ist sozusagen nur die Übertragung einer Praxi der Eliten auf das gewöhnliche Volk. Und siehe, auch in ihm loderte die Lunte schon lange.

Ist es nun völlig pervers, einmal eigene Versuche zu wagen? Und was passiert eigentlich, wenn jemand gefesselt wird, Schläge bekommt oder wenn Substanzen auf die empfindliche Haut einwirken?

Keine Schranken zwischen Frau und Mann: ähnliche Gefühle

In einer Beziehung haben wir dabei Glück: Frauen und Männer mögen unterschiedlich reagieren, wenn es um die Empfindsamkeit, die Sinnlichkeit oder die Hemmschwellen und Schmerzgrenzen geht, die dabei überwunden werden. Aber: Im Prinzip ist die Wirkung am weiblichen wie am männlichen Körper so ähnlich, dass jeder ahnen kann, wie der andere fühlt. Hanfseile, Seide, Stahl, Kunststoff, Klebeband und Leder, eng an die Haut angelegt, fühlen sich für alle Menschen ähnlich an. Ebenso ist es mit den Schlägen, solange wir sie rein physisch betrachten und den Substanzen, die auf die Haut aufgebracht werden. In der Regel dienen sie in den „leichten“ Versionen lediglich dazu, die Durchblutung der „strategisch interessanten“ Stellen zu fördern und damit die Lust zu steigern. Über Schmerzen (insbesondere Lustschmerzen) lässt sich streiten, doch berichten zahlreiche Menschen davon, dass sie davon ebenfalls erotisch erregt werden. Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind dabei eher geringfügig und zumeist eher abhängig vom eigenen Schmerzempfinden. Klar dürfte sein, dass eine Frau, die Leistungssport betreibt und dabei ihre „Schrenzgrenzen“ kennt, anderes empfindet als eine verhöhnte Mode-Prinzessin auf der Erbse, die schon bei einem kleinen Klaps „Aua!“ schreit.

Bei den „50 Shades of Grey“ versäumte die Autorin ja bekanntlich nicht, einen psychologischen Grund für das „abweichende“ Verhalten von Herrn Grey zu nennen. Ich nutze dies, um Ihnen etwas über die psychologischen Faktoren von Unterwerfungen, Fesselungen und Schlägen zu berichten – in aller Kürze.

Erotische Unterwerfung

Unterwerfung als Verhaltensweise ist ein natürlicher Prozess, der ursächlich nichts mit Erotik zu tun hat, aber in allen Formen der gelebten Sexualität Auswirkungen hat. Wer darin bereits eine „sexuelle Abweichung“ sieht, ist zu bedauern. Das Spiel mit der erotischen Unterwerfung ist ein ganz normaler Bestandteil des „Liebeswerbens“ und wird von jedem Menschen nach eigenen Vorstellungen verwirklicht. Auch Männer neigend neuerdings dazu, sich in der Rolle des „Verführten“ wohlzufühlen, wenn die Partnerin über entsprechende erotische Ressourcen verfügt.

Fesselungen - Angst und Sinnlichkeit

In seiner Freiheit eingeschränkt zu werden, erzeugt Furcht. Wer in seiner Jugend in Abstellräume gesperrt wurde, oder wer einmal in Fesseln lag, während andere ihn verhöhnten, weiß davon. Ebenso erzeugt auch die erotische Fesselung Ängste. Je mehr die Bewegung eingeschränkt wird, je peinlicher die Zurschaustellung ist und je mehr Sinne manipuliert werden, umso größer ist in der Regel die Angst. Doch auch die Angst ist nicht bei allen Menschen identisch: Wer in seiner Jugend traumatische Erlebnisse hatte, mag panikartig reagieren, wer neugierig darauf ist, seine Reaktionen zu erforschen, reagiert hingegen meist erregt, aufmerksam und sinnlich. Man kann Fesselungen als sinnlich Extremerfahrungen betrachten, die durch Nacktheit und dem Verbinden der Augen noch verstärkt werden können.

Schläge, Lust und Strafen -psychisch

Schläge und Fesselungen hängen nicht ursächlich zusammen – und nicht alle Schläge sind erotische Strafen. Geht man von dieser Grundlage aus, so werden die Unterschiede deutlich: Der Klaps auf den Po, die krallenden Fingernägel im Nacken, der Biss in die Oberhaut oder die Abwendung einer Kleiderbürste oder Streichelpeitsche sind ungefähr gleichwertig sinnlich. Erst, wenn sich der Rezipient oder die Rezipientin sich psychisch in den Zustand der Strafe hineinversetzen will oder soll, werden möglicherweise längst vergessene Erfahrungen mit Körperstrafen aus der Erinnerung herausgebaggert. Und erst dann tauchen die „psychologischen“ Effekte“ auf, die in der Literatur ständig ausgekostet werden. Werden Schläge mit Fesselungen kombiniert, so können Ängste und Erinnerungen zu heftigsten psychischen Reaktionen führen, die nicht immer kontrollierbar sind.

Unterschiede zwischen Literatur und wirklichem Leben

Literarisch lässt sich selbstverständlich alles verarbeiten – auch der Gang durch die Hölle von Kindheits- oder Pubertätserinnerungen, die dabei möglicherweise hochkommen. Doch wer die Realität sucht, sollte sich davor hüten, sich Extremen hinzugeben. Die Beschäftigung mit sich selbst und die Erforschung der eigenen Psyche sind an sich schon abenteuerliche Unternehmen. Erinnern wir uns aber unbeabsichtigt unter erotischen Fesslungen und Schlägen an Szenen, die uns extrem ängstigen, so sollten wir andere Wege zur Lust suchen.
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Was ist wirklich gut an den “Shades of Grey”?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Mittwoch, 11. Februar 2015 • Kategorie: psychologie


Goldene Lösung Unterwerfung?
Bekanntlich hat die Trilogie „Shades of Grey“ ihre Gegner – und durchaus ihre Befürworter. Gehe ich mittags an der örtlichen Buchhandlung vorbei, dann sehe ich: Frauen sind die Rezipienten ähnlicher Machwerke, und sie verschlingen diese Bücher. Mit Sex, ohne Sex. Ist das neu? Eigentlich nicht. Früher wurden Dienstmägde bezichtigt, Arztromane aus falsch verstandener Romantik zu lesen. Heute lesen selbst Abiturientinnen kitschige Liebesromane. Sie wollen das. Offenbar brauchen sie das. Dabei ist den Frauen - trotz aller Emanzipation – die literarische Qualität scheißegal. So ähnlich wie bei Männern, die Heftchen-Pornos lesen, um geil zu werden.

Kritik kommt aber nicht nur vonseiten der Feuilletons. Auch die sogenannte BDSM-Community fühlt sich kompetent, etwas zu den „Shades of Grey“ zu sagen. Was sie dazu berechtigt, steht in den Sternen. BDSM ist keine Religion, ja nicht einmal eine Weltanschauung, und so, wie es kein Papsttum in der Liebe gibt, gibt es auch keine Verbindlichkeit, wie zwei Menschen ihre Lust ausleben sollten.

Doch – es gibt Positives zu berichten. Positives, über das, man nicht spricht, weil die meisten Leserinnen der „Shades of Grey“ janusgesichtige Anstandsbürgerinnen sind, die gezwungen sind, öffentlich ihre Schamröte vorzuzeigen.

Positiv: Frauen stehen wenigstens selbst zu ihren geheimen Lüsten

Die Fantasien aus dem engen Gefängnis der Scham herauslassen? Bingo, das ist gelungen. Nach Zehntausenden zählende Frauen bekennen sich wenigstens in der Abgeschiedenheit ihrer Schlafzimmer, Küchen und Bäder dazu, „ganz arg schmutzige“, aber ziemlich schicke Fantasien zu haben. Ein großer Teil von ihnen masturbiert über die Stellen des Buches, die ihre Fantasie besonders kitzelt. Ein weiterer, etwas kleinerer Teil beschließt, sich einmal der beißende Zunge einer Peitsche auszusetzen es und den Genuss daran zu erproben. Und manche Frau rettete damit ihre Ehe aus der erotischen Langeweile.

Das alles ist gut - solange wir der Sexualität offen gegenüberstehen, Paare das leben lassen, was sie gerne möchten und Gedankenfreiheit gewähren.

Negativ: Leichtsinniges Erproben der Inhalte mit Fremden

Vergessen sollten wir allerdings nicht, dass Menschen frei und gleich geboren sind und niemand des anderen Sklave werden sollte. Was in der Literatur möglicherweise noch chic ist, kann im wirklichen Leben leicht zum Desaster verkommen. Auch der Unterwürfige muss seine Würde, sein Selbstbewusstsein und seine Integrität wahren. Ist dies nicht der Fall, so stimmt etwas nicht in der Psyche des einen, des anderen oder beider.

Aus dieser Sicht sollte jede Frau (und sicher auch jeder Mann) äußerste Vorsicht walten lassen, wenn ihr oder ihm „Sklavenverträge“ sowie örtliche, finanzielle oder sachliche Knebelungen angeboten werden. Was Sie einfach wissen müssen: Nicht alle Menschen spielen fair. Und bestimmte psychologische Verfahren, die der Gehirnwäsche ähneln, sind den Rattenfängern unter den „Herinnen“ und „Herren“ durchaus geläufig.
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Die bunten Facetten der weiblichen Dominanz

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Montag, 9. Februar 2015 • Kategorie: lifestyle


Dominieren - nicht die Realität, sondern ein Exponat im erotischen Museum


Die bunten Facetten der weiblichen Dominanz und die Gefühle eines Mannes, für den die Unterwerfung unter eine Frau Neuland bedeutet – das beschreibt ein Roman von G. Horsam, der seinerseits Teil eines geplanten Zyklus über weibliche Dominierung („Femdom“) ist.

Ist es möglich, sich dem Partner völlig zu unterwerfen und dennoch eine enge Liebesbeziehung miteinander einzugehen? Diese Frage wird dieser Tage die gesamte Presse beschäftigen, denn die „Shades of Grey“ kommen demnächst ins Kino. Neben den üblichen Ankündigungen, wie lange die Akteurin im Film nackt sein wird und wie sensationell dies für einen Kinofilm ist, wird auch die Diskussion über die „sadomasochistische“ Haltung von Herrn Grey und Fräulein Steele wieder zur Debatte sehen.

Liebe in Dominanz – ein klassisches Thema

Es gab immer Versuche, die Frage nach der Vereinbarkeit von „Liebe und Abhängigkeit“ zu beschreiben, sei es aus männlicher Sicht in der „Venus im Pelz“ oder aus weiblicher in der „Histoire d’O“. Doch auch außerhalb der Literatur existiert dazu eine umfassende, nicht immer sachliche Diskussion, in der diese Art von Beziehungen einerseits verherrlicht, andererseits verdammt wurden.

Der Autor eines neuen Buches, „In dominanter Liebe“ versucht, uns einen Einblick in die Entwicklung einer solchen Beziehung zu geben. Das Buch handelt von der faszinierenden, gebildeten und ausgesprochen dominanten Claudia und ihrem ebenso zögerlichen wie neugierigen Liebhaber Thomas. Dabei stellt sich Thomas vor, aus Neugierde ein bisschen an einer „sadomasochistischen“ Affäre naschen, während für Claudia nur eine konsequent gelebte Vollzeitbeziehung infrage kommt.

Dominanz und Unterwerfung „auf Probe“

Die Geschichte bekommt ihre Dramatik durch den Vorschlag von Thomas, sie als „Gast“ zu einer Party zu begleiten, die ganz von weiblicher Dominanz geprägt ist. Claudia nutzt die Gelegenheit, um Thomas einen ausführlichen Einblick in die Welt der weiblichen Dominanz vorzuschlagen – zweifellos mit dem Hintergedanken, dass er noch tiefer in ihren Sog gerät, als dies schon zu Anfang der Fall ist. Nach vielfältigen Bedenken und bis zum letzen Moment zögernd, entschließt sich der Icherzähler Thomas, auf Claudias Angebot einer 14-tägigen „Ausbildungszeit zu einem akzeptablen und vorzeigbaren Sklaven einzugehen.

Was fühlt ein Mann, der Unterwerfung lernt?

Der Autor beschränkt sich dabei nicht darauf, nur die Ereignisse zu schildern, die ihn in diesen Tagen erwarten, sondern erzählt auch von der Entwicklung seiner Gefühle in Lust, Schmerz, Verzweiflung und Verliebtheit. Dabei erweist sich Claudia als wesentlich unnachgiebiger, als der Held dies erwarten konnte, und seine Seele schreit gelegentlich auf unter dem Schmerz und der Erniedrigung. Doch zugleich verliebt er sich immer mehr in seine raffinierte, erotische Peinigerin.

Das Buch verschafft den neugierigen Leserinnen und Lesern vor allem einen facettenreichen Einblick in die weibliche Dominanz. Es zeigt aber auch auf, wie sich Wege finden lassen, Dominanz und Unterwerfung einerseits und sinnliche Liebe andererseits in Einklang zu bringen und sich dabei sogar gegenseitigen Respekt zu erweisen.

Frauen und Paaren zur Lektüre empfohlen

Obgleich es aus der Sicht des männlichen Helden verfasst wurde, ist das Buch „In dominanter Liebe – die Probezeit“ besonders interessant für weibliche Leser, die sich in die Möglichkeiten der Dominanz einlesen wollen. Interessant ist das Buch „In dominanter Liebe – die Probezeit“ auch für Paare, die sich schon lange wünschen, ihre Beziehung durch neue Elemente der Sinnlichkeit zu bereichern – auch wenn sie keine „sadomasochistische“ Beziehung anstreben, sondern lediglich ein wenig damit spielen wollen.

Buch: "In dominanter Liebe" ein FemDom-Zyklus von G. Horsam, Band 1: Die Probezeit, Taschenbuch: 234 Seiten (auch als E-Book verfügbar), 2014, ISBN-10: 1505383579, ISBN-13: 978-1505383577.
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Glühende Hintern in einer Welt von Arschlöchern und Langweilern?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Sonntag, 8. Februar 2015 • Kategorie: anziehen und ausziehen


Lutschmerz: Das kaum zu unterdrückende "Autsch"!


Nun kommt es also in die Kinos, dieses von Kitsch triefende Machwerk, das wir unter dem Namen „Fifty Shades of Grey“ bereits als Trilogie kennen. Der zweifellos gigantische Erfolg, der schon jetzt abzusehen ist, wird aber nicht nur diejenigen auf den Plan rufen, dies sagen: „Es ist eben Kino, und die Leute wollen solchen Mist“, sondern auch alle anderen, die sich irgendwie betroffen fühlen.

Die Beton-Moralisten werden dagegen wettern, dass die Darstellerin so schrecklich nackt ist, die sozial korrekten werden bemängeln, dass Mr. Grey „nicht mit Frauen schläft, sondern sie fickt (1)“. Die Empörungsmafia wird das Abendland in Gefahr sehen, weil der Anastasia der Hintern versohlt wird, und die Gutmenschenschaft, weil sie dabei gefesselt wird. Von Genderforschern und Feministinnen will ich gar nicht reden – sie sind im Chor der Kritiker ohnehin nur die Quakfrösche. Doch auch sie werden, gemeinsam mit Psychologen, Theologen, Kulturkritiker und anderen Vielredner, demnächst viel heiße Luft ablassen. Und möglicherweise wird man sogar noch ein paar BDSM-Adepten auftreten lassen. Letztere eignen sich immer als Paradiesvögel im Sex-Zirkus, doch sind sie diesmal nicht einverstanden weil – nun ja, weil alles eben nur Kino ist und nichts von ihrer Ideologie widerspiegelt.

Den Nagel auf den Kopf getroffen hat –wie es scheint - jenseits aller eitler Salbaderei, der Psychoanalytiker Peter Schneider, der begründet, warum die mittlere weibliche Angestellte das Buch als „Wichsvorlage“ benötigt (2):

Die heutige Arbeitswelt hat nur Unterwerfung und unerotische Machtspiele zu bieten. Die Chefs sind keine Greys, sondern meistens nur mittelmäßige Arschlöcher oder nette Langweiler.


Das mag eine extreme Meinung sein, sie drückt aber ohne Umschweife aus, wo des Pudels kern liegt. Da träumt die Mittelklasse-Mami vom tollen Abenteuer mit einem vornehmen, reichen und mächtigen, mild-perversen Gentleman, der sie dahin bringt, wohin sie sich niemals trauen würde.

Womit dann der Zweck derartiger „Literatur“ oder „Filmkunst“ absolut erfüllt wäre.

(1) "Ich schlafe nicht mit jemandem. Ich ficke ... hart" (Shades of Grey, Seite 111, deutsche Ausgabe.

(2) Zitat aus der Printausgabe der „Leipziger Volkszeitung“ vom 7. Februar 2015

Hinweis: Das Bild entspricht keinem im Film gezeigten Ausschnitt, es ist eine künstlerische Nachahmung der Träume davon.
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Liebe Woche: jetzt wieder mehr Liebeszeitung

Geschrieben von © induna •Freitag, 30. Januar 2015 • Kategorie: hintergrund und wissenschaft


Die Liebeszeitung ist immer aktiv – aber in den letzten Wochen habe ich doch ein klein wenig die Zügel schleifen lassen. Der Grund liegt daran, dass ich kaum Zeit zum Schreiben habe, und auch Ina hat gerade andere Pläne. Kann man ihr nicht verdenken. Erotik- und Beratungsthemen sind ziemlich ausgelutscht.

Diese Woche will zumindest ich euch aber mal wieder ansprechen. Wir hatten ja schon oft das Thema „Unterwürdig sein – dominant sein.“ Ich kann nicht „gegen den Strom“ schwimmen, wenn das Thema gerade im Fokus des Interesses steht – und das tut es zweifellos. Klar wollen mal wieder alle davon profitieren, auch die Hersteller von „Erotik-Spielwaren“ und insbesondere von stabilen Leder-Erzeugnissen, damit der Po schön rot wird. Autsch!

Immer beliebt - Isdiora über unterwürfige Männer

Ich gehe zwar nicht wirklich auf die Knie, wenn ich Isidora bitte, einen Artikel zu schreiben, aber warten muss ich doch oft. Deshalb bin ich froh, euch die „Ansprache an einen unterwürfigen Mann“ präsentieren zu können.

Ina schreibt über Hass bei der Liebe und anale Möglichkeiten


Diese Woche konnte ich Ina bewegen, statt meiner zu schreiben. Dabei kam etwas heraus, was alle Frauen interessieren dürfte (auch Männer, die nicht absolut beratungsresistent sind): was Frauen vor und nach dem Sex abtörnt.

Schamhaar muss unglaublich gefährlich sein. Sein Anblick ist so schrecklich, dass Erwachsenen- und Jugendschützer in Panik geraten, wenn sie zu sehen sind. Da könnte einem der Humor beinahe vergehen – oder doch nicht?

Manchmal regen uns fremde Artikel an, etwas zu schreiben: zum Beispiel, wenn US-Frauen über Sexthemen schreiben. Diesmal geht es um „anal“ – und warum ihr die Scham aus dem Thema nehmen solltet.

Noch mal Ina, diesmal mit Humor: Wir hatten wieder etwas gelesen, und das wurde gleich mal umgesetzt: „Sex mit sich selbst oder mit anderen?“ Was ist besser? Wahrscheinlich kennt ihr schon den alten Witz: „Der Vorteil beim Geschlechtsverkehr gegenüber der Masturbation ist, wesentlich mehr Leute kennenzulernen.“ Der Artikel nennt aber 10 Punkte pro und kontra.

Wer hat dich, du armer Mann, verführt?

Das war noch was? Junge Männer und reife Verführerinnen. Das ist ja alles schrecklich verpönt und die Presse fasst es auch nur mit der Kohlenzange an. Fragt sich nur, wie denn der junge Mann Lust und Leidenschaft lernen soll, die zum vollständigen Genuss führt.

Neu: Wilderotische Verführerinnen, dominante Frauen und süße Sugar-Babys

Die kommenden Wochen werden spannend. Ich werde Isidora nochmals die Füße küssen müssen, damit sie uns über das schreibt, was in der Szene „Femdom“ heißt – weibliche Domination. Und Ina habe ich gebeten, sich mal in die Rolle eines Sugar-Babys hineinzufühlen. Ob’s gelingt? Beide Themen sind interessant, wurden hier auch schon behandelt, aber nie aus der Sicht von Unterwerfungs-Süchtigen, echt dominanten Frauen oder Autorinnen und Autoren. Ich schaue Mal, was sich machen lässt, um Einsichten in die beiden heiklen Themen zu gewinnen.

Schreibst Du? Dann her mit den Manuskripten!

Schreibst du? Möchtest Du gereni Auszüge aus erotischen Romanen bei uns veröffentlichen? Oder Kurzgeschichten, Artikel, Stellungnahmen? Willst du auf dem Trend mitschwimmen? Dann nichts wie Kontakt aufnehmen! Oder erstmal hier lesen, wie man über sinnliche Fesselungen schreiben kann.
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Gefällig und fragwürdig: Presse, Frauen, Masochismus

Geschrieben von © Gebhard Roese •Montag, 17. November 2014 • Kategorie: liebes kurznachrichten


Die Fantasie ist immer grenzenlos - und kein Beweis für die Zugschreibung "Masochistin"

Was der „Frankfurter Rundschau“ vor einiger Zeit recht war, ist dem FOCUS (mit zeitlicher Verzögerung) billig. Schrieb die FR vor Kurzem:

Gerade Frauen haben der Studie zufolge häufig Unterwerfungs-Fantasien.


Das ist sachlich halbrichtig, aber nur, wenn es aus dem Zusammenhang gerissen wird. Durch das Wort „gerade“, von der Redaktion der FR als „namentlich“ verwendet, wird die Aussage weiter auf gefällige Art verfälscht. Der Leser muss auf die Idee kommen, es seien „im Übermaß Frauen“, die ganz offensichtlich wissenschaftlich abgesichert („der Studie zufolge“) Unterwerfungsfantasien haben.

Immerhin bleibt die FR soweit bei der Wahrheit: Es handelte sich bei der Forschung um Fantasien, und nur als solche sollten sie verstanden werden. Die FOCUS-Redaktion sah dies offenbar etwas anders. Sie textete:

Eine Studie zu Sex-Fantasien zeigt: Zwei Drittel aller Frauen haben masochistische Neigungen.


Das geht nun einen Schritt weiter, denn natürlich kann eine Studie über Fantasien keine Neigungen feststellen. Abgesehen davon, dass dies (wie auch in der FR) nur einen Ausschnitt der Wahrheit widerspiegelt, denn zumindest ein Teil dieser Frauen hatte neben Unterwerfungs-Fantasien auch solche, die auf Dominierung abzielen. Für sich genommen, hätte man sogar texten können: "Die Hälfte der Frauen haben sadistische Neigungen." Das ginge, wenn man denn wollte, aus der gleichen Quelle hervor.

Wer wird demnächst schreiben: “Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, sind Frauen ausgesprochen masochistisch veranlagt: Zwei Drittel träumen davon, sexuell versklavt zu werden.“ Das ist zwar noch etwas falscher, deckt sich zahlenmäßig aber noch mit der Studie – und dass ich hier „Fantasien“ durch „Träume“ ersetzt habe, würde wohl kaum einen deutschen Boulevard-Redakteur stören.

Was ist die Presse wert? Sei schreibt, was Menschen sensationell finden – aber eben auch, was gerade noch als „gefällig“ abgenickt wird. Was ist sie also Wert? Entscheiden Sie selbst. Wenn Sie jetzt sagen sollten: "Aber auch Blogger machen Fehler", dann vergegenwärtigen sie sich bitte, wie hoch die Auflage der Massenmedien ist und wie viel unkritische Leser ihre Informationen daraus beziehen.
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Die Gefahren sexueller Fantasien werden oft überbewertet

Geschrieben von © Gebhard Roese •Dienstag, 11. November 2014 • Kategorie: anziehen und ausziehen


Fast die Hälfte der Frauen träumt davon, sexuell zu dominieren


Es ist schon merkwürdig: Da träumen Menschen sich in berufliche Erfolge, Macht- und Führungspositionen hinein. Oder sie wünschen sich, die Welt zu bereisen, Luxusprodukte wie Jachten, Modellkleider oder riesige Karossen zu besitzen.

All das stört die Freundin, Verlobte oder Ehefrau nicht. Undfalls die Frau solche Gelüste hat – dann lassen sie auch den Ehemann kalt.

Sobald es aber um Sex geht, klingeln sämtliche Kirchenglocken, und alle Schiffssirenen beginnen, ohrenbetäubenden Lärm zu verbreiten: Hilfe, er/sie hat perverse Gedanken! Um Himmel Willen– soll ich mich gleich trennen/scheiden lassen oder hilft noch der Eheberater, Psychotherapeut oder Psychiater?

Natürlich kann man auf solche Fragen keinen allgemeinen Rat geben. Aber vielleicht hilft es, zu wissen, dass außerordentlich viele Menschen sexuelle Fantasien haben, dass diese nahezu grenzenlos sind und der größte Teil dankenswerterweise niemals in die Realität umgesetzt wird. Ahnen Sie beispielsweise, wie viele „stinknormale“ Frauen Unterwerfungs- oder Beherrschungsfantasien haben? Nein? Sind es über 15, 30 oder 45 Prozent?

Und auch das ist beruhigend, wenn man kein Eiferer ist: Es gibt es für viele „seltsame Wünsche“ helfende Hände, die man gelegentlich auch als „Prostituierte“ bezeichnet. Und bei Paaren kann man immer wieder feststellen: Nachdem deutlich wird, dass immer mehr Frauen immer wildere Fantasien haben, lassen sich einige eben auch im häuslichen Rollenspiel verwirklichen.
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Erotische Unterwerfung und Dominierung –keine Perversionen

Geschrieben von © Gebhard Roese •Donnerstag, 6. November 2014 • Kategorie: psychologie


Keine Besonderheit mehr - aber Frauen mögen dennoch lieber von Unterwerfung träumen


Dominanz und Unterwerfung war noch vor wenigen Jahren ein Thema, das man öffentlich besser nicht diskutierte – die Verachtung der Frauen und Männer sprach aus ihren Gesichtern. Möglich, dass es ihnen sehr nahe ging, weil sie selbst als beckmesserische Moralisten geheime Sehnsüchte nach der Unterwerfung hatten.

Vor allem die Feministinnen waren es, die Gift und Galle spuckten, als ruchbar wurde: Nicht ein paar verstreute perverse Männer träumen von Unterwerfung, sondern ebenso viele Frauen. Und, was die Sache noch Schlimmer erscheinen ließ: Diese Frauen waren durchaus emanzipiert und machtvoll.

Es gab immer schon Gerüchte, die Differenz zwischen männlichen und weiblichen Personen, die nach Unterwerfung lechzen, seien in etwa gleich.

BDSM - Keine großen Differenzen - aber ziemlich hohe Prozentzahlen


Enorm hoher Anteil an SM-Fantasien

Und so ist es auch: In der Studie, die wir untersuchten, war die Differenz zwischen Frauen und Männern, die dominiert werden wollen, nicht sonderlich hoch, der Anteil der Frauen, die solche Fantasien hatten, war hingegen enorm hoch. Frauen fantasierten zu fast zwei Dritteln davon, dominiert zu werden, nämlich zu 65 Prozent, wobei sie immer noch stärker vertreten sind als die Männer, die „nur“ zu 52 Prozent dominiert werden wollen, was ganze 13 Prozent Differenz ausmacht. Für die Beobachtungen, die uns vorliegen, sind 13 Prozent ein vernachlässigbar kleiner Wert.

Wer will dominiert werden und wie?

Gering ist auch die Differenz bei Fesselspielen. Hier wollen 51 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer in ihren Fantasien erleben, wie sich „Sex in Fesseln“ anfühlt. Wie allgemein bekannt, ist der Drang, sich schlagen oder peitschen zu lassen, nicht so groß wie die Lust an der „Unterwerfung“ als solches. Das beweist auch die Studie erneut: Gepeitscht/geschlagen werden wollen lediglich 36 Prozent der Frauen (aber immer noch mehr als ein Drittel) und 28 Prozent der Männer.

Wer will dominieren – Frauen und Männer im Vergleich

So richtig fühlen sich Frauen niemals in das Leben einer Domina herein, heißt es. Aber in der Fantasie scheint das ganz anders zu sein: 47 Prozent der Frauen haben durchaus die Fantasie, jemanden sexuell zu dominieren, mit nur 13 Prozent Abstand zu den Männern, die zu 60 Prozent Dominierungsfantasien haben.

Beim aktiven Fesseln sieht das Verhältnis ganz ähnlich aus: 42 Prozent der Frauen träumen davon, jemanden zu fesseln, während dies ebenso für 48 Prozent der Männer gilt – also ebenso eine geringe Differenz.

Schwieriger ist es immer dann, wenn die Frau die Rolle der Domina spielen soll – auch in der Fantasie. Nur 24 Prozent der Frauen schwingen in der Fantasie die Peitsche oder schlagen sonst wie zu, während dies durchaus 44 Prozent der Männer in der Fantasie tun. (1)

Wie viel dieser Personen würden wohl „Schläge und Fesselungen“ als Gewalt ansehen? Die Frage muss offenbleiben, aber „zum Sex gezwungen“ werden möchten in der Fantasie beinahe so viele Frauen wie Männer, nämlich 29 zu 31 Prozent.

Fazit – SM ist im Alltag angekommen

Aus den Zahlen wird deutlich, wie verbreitet das Thema „unterwerfen und unterworfen werden“ ist und wie viele Menschen sich – zumeist passiv, aber auch aktiv – mit der Dominanz beschäftigen. Gerade bei Dominanz und Demut liegt nahe, die reine Fantasie auch auf Rollenspiele auszuweiten. Insoweit gibt es eben nicht – wie die Forscher vermuten – nur einen Unterschied zwischen Fantasie einerseits und Realität andererseits, sondern auch noch das weitgehend gefahrlose Spiel mit der Dominanz.

Irrtum vorbehalten. Dem Autor lagen nur etwa 90 Prozent des Zahlenwerks vor, als dieser Artikel geschrieben wurde.

(1) Die Abweichungen zwischen Frauen und Männern lagen im Schnitt bei 1:1,9 (beidseitig). Alle Abweichungen hier liegen unterhalb diese Schnitts, lediglich Jemanden aktiv peitschen oder schlagen kam an den Schnitt mit 1:1,8 heran. (eine Frau mit dieser Fantasie kommt auf 1,8 Männer)
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Die meisten sexuellen Abweichungen sind ziemlich normal

Geschrieben von © Gebhard Roese •Sonntag, 2. November 2014 • Kategorie: liebe an sich


Gleich zwei "Abweichungen" - ist das noch normal?

Eigentlich wollten kanadische Forscher (1) nur feststellen, ob die „offiziellen“ Diagnosen für sexuelle Abweichungen noch vertretbar sind. Dahinter steht die Idee, dass nichts als „Abweichung“ bezeichnet werden kann, was in der Bevölkerung weitgehend akzeptiert wird. Mit anderen Worten: Wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung „Dreier“ oder „SM-Spiele“ sexuell positiv bewerten, dann kann es nicht sein, dass sie therapiert werden müssen.

Die Forscher haben sich dabei vor allem daran orientiert, was in der Fantasie der Menschen abgeht – also nicht so sehr auf das, was davon „machbar“ ist. Wichtig für den Leser dieser Zeilen ist ein Umstand, der absolut beachtet werden muss: Frauen unterscheiden sich deutlicher als Männer darin, Fantasie und Verlangen auseinanderzuhalten. Viele der Frauen erklärten, dass sie ihre Fantasien niemals verwirklichen wollten, ganz im Gegensatz zu Männern, die in der Regel Fantasien in Taten wandeln wollen – soweit jedenfalls die Wissenschaftler. Auf der anderen Seite gilt dies jedoch nicht immer und nicht für alle Fantasien, da einige von ihnen durchaus mit weiblicher Begierde verbunden sind.

Wie dem auch sei: Nach einer umfassenden Befragung, in der es um 55 Sexfantasien, von der romantischen Liebe bis zu Grenzerfahrung mit sexueller Gewalt ging, liegt nun eine umfassend Statistik vor. Dabei stellte sich heraus, dass die Hälfte der Befragten zu 30 dieser Fantasien (als zu mehr als der Hälfte) sagten, „ja, darüber habe ich schon mal fanatisiert“.

Uns interessierte, wie groß die Abweichungen zwischen Frauen und Männer waren. Denn nur, wenn man weiß. Was für das andere Geschlecht „denkbar“ ist, und sei es auch nur in der Fantasie, können Schlüsse gezogen werden, welche Bedürfnisse daraus erwachsen beziehungsweise erwachsen könnten.

In der Presse wurden zwar verschiedene Ergebnisse erläutert, aber die Zusammenhänge wurden dabei oftmals vergessen. Denn viele der „Abweichungen“ gehören inhaltlich zusammen oder können jedenfalls in eine Relation zueinander gesetzt werden. Wir haben nun drei Themenbereiche zusammengeschnürt, die wir Ihnen präsentieren wollen:

1. Sex mit mehreren Personen
2. Übliche Praktiken, die nach wie vor als „ungewöhnlich“ gelten.
3. D/S (SM)-Praktiken mit Unterwerfungen.

In der heutigen Ausgabe beginnen wir mit dem ersten Thema. Das Überraschendste daran: Männer wollen zwar Sex mit zwei Frauen, sind aber Sex mit einer Frau und einem zweiten Mann (MMF-Dreier) durchaus zugeneigt. Die anderen Beiträge folgen zeitnah.

(1) Institut universitaire en santé mentale de Montréal and Institut Philippe-Pinel de Montréal.

Quellen: Deutsch, nicht sehr ausführlich: SPIEGEL.
Ausführlicher: BusinessInsider.
Auf Englisch, (offiziell): Eurekalert.
Auf Französisch (offiziell): EurekAltert.
Abstract.

Bild: nach einer Zeichnung von Paul Proett.
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Unterwürfig lieben wollen – eine Störung der Persönlichkeit?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 21. Oktober 2014 • Kategorie: psychologie


Unscharfe Identitäten - Dominanz oder Unterwerfung?


Fragt man irgendeine dieser Hausfrauen, Sekretärinnen, Ladnerinnen oder Arzthelferinnen, was eine „submissive“ Frau (oder auch ein unterwürfiger Mann) denkt und fühlt, so wird man drei Worte hören: „wahrscheinlich Masochistin“, „schlimme Jugend“ oder „schwache Persönlichkeit“. So verbreitet, wie die Küchenpsychologie ist, wird manche der Befragten Damen wissen: „Oh, diese Frauen sind in ihrer Jugend missbraucht worden, das ist typisch für solche Menschen.“

Dazu passt die Theorie, dass sich Männer (ja, Männer) ohnehin oft schwache Frauen suchen, um sie noch tiefer in die Rolle der unterwürfigen Frau hineinzudrängen. Es gibt diese Männer, gewiss. Sie lauern auf instabile Frauen, wedeln mit Sklavenverträgen herum und beherrschen das Dummy-Repertoire der Gehirnwäsche. Dazu sollte ich erwähnen, dass es auch solche Frauen gibt. Sie suchen sich submissive Männer - besonders solche, die sexuell bedürftig sind. Wie Grimms Hexe locken sie diese Männer mit erotischen Süßigkeiten, um sie zugleich unter ihre Herrschaft zu bringen.

Schwach sucht Schwach - Stark sucht Stark

Sehen wir die Sache mal psychologisch (und aus der Sicht eines Personalberaters). Dann finden wir, dass schwache Führungskräfte noch schwächere Mitarbeiter rekrutieren. Sie tun dies nicht nur, um sie umso besser unterdrücken zu können, sondern vor allem, um von den eigenen Schwächen abzulenken. Flaschen heuern Flaschen an, heißt es.

Wir wissen aus der Wirtschaft, dass selbstsichere Chefinnen und Chefs stets Mitarbeiter wählen, die ebenfalls eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlen. Das liegt daran, dass diese Führungskräfte oder Inhaber keine Probleme mit der Durchsetzung ihrer Autorität und Kompetenz befürchten. Sie wollen deshalb auch nicht ständig anleiten, kritisieren und korrigieren, sondern erwarten, dass Mitarbeiter so handeln, wie sie es selbst tun würden.

Das andere Selbstbewusstsein - Schwäche in Stärke wandeln

An dieser Stelle müssen wir über eine andere Art von Selbstbewusstsein sprechen. Denn außer den Menschen, die ihr Selbstbewusstsein sozusagen in die Wiege gelegt bekamen und es auf ihrem Lebensweg beständig ausbauen konnten, gibt es auch die anderen, denen das nicht gegeben war.

Sie bekamen nicht automatisch Achtung und Anerkennung – oft im Gegenteil. Das bedeutete nun, dass diese Frauen und Männer lernen mussten, sich durchzusetzen – gegen das eigene Geschlecht wie gegen das andere. Anders als bei den „natürlichen“ Selbstbewussten sahen sie in ihrer Entwicklung in jeder Person einen potenziellen Herausforderer – und sie waren bereit zu kämpfen. Früher oder später lernten sie, dass es nur eine verlässliche Instanz in ihre Leben gab: Sie selbst. Es ist möglich, sich dabei zu vergreifen, aber am Ende entstehen dann diese selbstbewussten, oft etwas schwierigen und bisweilen leicht exzentrischen Persönlichkeiten, die ein ähnliches Selbstbewusstsein ausstrahlen wie die „natürlichen“ Selbstbewussten.

Diese Personen sind überall, und sie sind nicht notwendigerweise sexuell unterwürfig. Und diejenigen von ihnen, die erotische Unterwerfung lieben, sind nicht notwendigerweise süchtig danach, also nicht „hörig“.

Starke Person sucht Herausforderer -auch für die Unterwerfung

Ich las gerade einen interessanten Satz einer starken, aber dennoch unterwürfigen Frau:

Wir Unterwürfigen sind in den meisten Fällen starke Frauen, ja, wir sind stärker als nur „stark“. Und wir haben einen starken Willen.



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Die Sache hat einen kleinen Haken: denn in nahezu allen Personen, die so denken und fühlen, steckt ein kleines, ängstliches Mädchen oder ein kleiner, furchtsamer Junge – und diese Kinder in uns sind ständig präsent. Das führt einerseits dazu, dass Speer und Schild permanent bereitliegen, um Gegner abzuwehren. Anderseits aber führt es auch dahin, dass die „inneren Kinder“ gerne spielen würden. Und ihr „Spielplatz“ heißt Unterwerfung. Vorbehaltlose Unterwerfung unter eine Person des anderen Geschlechts, zumeist jedenfalls. Im Spiel funkeln Lüste und Ängste in einer sonderbaren Kombination, die nur dann entsteht, wenn erotische Anziehung im Spiel ist.
Die selbstbewusste Person und die unterwürfige Person stecken also unter einer einzigen Haut – was nicht so ungewöhnlich ist. Immerhin hat Eric Berne uns ja gezeigt, dass unser „Inneres Kind“ jederzeit ins Spiel gebracht werden kann, wenn uns danach ist.

Wenn das "innere Kind" einfach spielen will

Doch nicht nur unterwürfige Frauen und Männer scheinen in die Kategorie zu fallen, in der sich das scheue innere Kind erst zum Selbstbewusstsein emporkämpfen musste. Einige Biografien von sogenannten „Dominas“ (professionelle dominante Frauen, die damit ihr Geld verdienen) weisen inzwischen aus, dass ihre Dominanz aus dem Kern eines eher ängstlichen Mädchens hervorging, das sich beweisen wollte.

Nein, es ist nicht Dominanz. Masochismus, Sadomasochismus oder was sonst an Etiketten vergeben wird. Auch die Annahme einer „schweren Jugend“, hinter der sich noch wesentlich Ärgeres verstecken mag, ist kaum gerechtfertigt. Und schwach sind die Personen auf gar keinen Fall, die sich nach Unterwerfung sehnen.

Vielleicht ist es wirklich nur ein erotisches Spiel mit der Macht, mit der Lust und mit der Sinnlichkeit. Und wenn es so ist, dann sollte man dieses Spiel nicht anfeinden.
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Männer demütigen - für Fortgeschrittene

Geschrieben von © Miss Y. •Mittwoch, 1. Oktober 2014 • Kategorie: inas liebesrat


Im BH udn "auf Frau geschminkt" schämt sich fast jeder Mann - garantiert
Gestern hatte ich euch gesagt, wie ihr herausfinden könnt, ob euer Freund oder Ehemann „reif für die Demütigung“ ist. Wenn er es liebt, dann könnt ihr Mal versuchen, wie weit ihr gehen könnt, ohne gleich seine „Grenzen“ auszuloten. Denn die „richtig harte“ Demütigung kommt bei den meisten Paaren nicht vor – und das finde ich auch gut. Es soll doch ein Spiel blieben, oder etwa nicht?

Armee-Schlafanzüge, lange Unterhosen, Feinripp

Die einfachste Art, Männer zu demütigen, ohne dass große Vorbereitungen getroffen werden müssen, ist „schreckliche“ Bekleidung, zum Beispiel durch Pyjamas und Nachthemden, wie man sie früher trug oder hässliche Feinrippunterhosen. Auch schrecklich: Armee-Schlafanzüge und lange Unterhosen. Das fultioniertnatürlich nur, wenn er sonst wert auf feine Wäsche legt und nicht sowieso solche unsexy Sachen trägt.

Besonders heftig: weibliche Dessous am Mann

Du kannst seine Demütigung aber auch anders erreichen, indem du ihn veranlasst, Frauenkleidung zu tragen. Das ist meisten die größte Erniedrigung, es sei denn, er steht auf so etwas. Am meisten sind Männer schockiert, wenn sie zarte Dessous und Damenstrümpfe tragen sollen.

Mach ihn zum Haustier

Interessant kann auch sein, ihn „wie einen Hund“ zu behandeln, also zum Beispiel am Halsband zu führen oder aus einem Hundenapf essen zu lassen.

Natürlich ist auch „seine“ Nacktheit an sich erniedrigend, solange du selbst angezogen bist. Sag ihm zum Beispiel, er soll sich nackt ausziehen und nur mit einem Schlips bekleidet zurückkommen.

Lass ihn deinen Körper loben und preisen

Besonders erniedrigend ist zumeist, den Mann zu veranlassen, sich mit dem eignen Körper zu beschäftigen, während du zuschaust – du wirst schon genügend Fantasie haben, um dir das vorzustellen. Auf sehr ähnliche Weise kannst du ihn erniedrigen, in dem du von ihm veranlasst, deinen Körper zu loben, zu küssen und zu belecken. Beginne mit den Händen, dann gehe auf die Füße über. Lass ihn auf keinen Fall sofort an deine „schöne Stelle“ heran, auch nicht, wenn er es hasst, sie zu küssen.

Rollenspiele - schnell, sicher und erniedrigend

Wenn er Rollenspiele bevorzugt, ist meistens die „strenge, reife, unnachgiebige Frau“ gefragt. Am leichtesten sind diese Spiele als „Krankenschwester--Patient“ Rollenspiel durchzuführen, weil nahezu jeder Mann schon einmal erlebt hat, wie er von einer schönen Ärztin/Krankenschwester „gefühlt“ in seiner Intimsphäre verletzt wurde.

Wenn du „richtig“ spielen willst, dann muss dein Freund/Ehemann sich wirklich in die Rolle hineinfühlen, das heißt, er will für einige Minuten wirklich erleben, dass ihn eine schöne Frau in die Demütigung hinein zwingt. Du darfst also nicht allzu zimperlich sei. Wenn du eine feste Stimme hast, kannst du deine Rolle mit „verbalen Erniedrigungen“ vervollkommnen.

Zwei Warnungen zu deiner Sicherheit

Ich gehe davon aus, dass du nur mit sicheren Freunden oder deinem Ehemann spielst. Fremde können für dich auch dann gefährlich sein, wenn du dich als dominante Person sicher fühlst – sie können nämlich den Spieß ganz schnell umdrehen.

Ganz wichtig in der heutigen Zeit: Es ist üblich geworden, von Unterwerfungen Fotos oder Videos herzustellen. Kommen diese in die falschen Hände, kann euer Leben ruiniert werden - auch deines. Also vor allem: Niemals die Fotos/Filme auf dem Handy speichern.
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Die Woche: besserer Sex, Pornos, Dreier, Storys und Ethik

Geschrieben von © induna •Freitag, 26. September 2014 • Kategorie: hintergrund und wissenschaft


Macht Sex Spaß? Und wenn ja, mit wem? Ich liebe das Zitat: „Sex, der gut aussieht, fühlt sich oft nicht gut an, und Sex, der sich gut anfühlt, sieht oftmals nicht gut aus.“ Klaro. Ist genau wie bei Frauen. Diejenigen, die sich gut anfühlen, sehen nicht immer gut aus. Und die, die ihre gestylten Model-Körper durch die Schlafzimmertür schieben, fühlen sich nicht gut an. Niemals, vorher nicht, währenddessen nicht und hinterher auch nicht. Musste mal gesagt werden. Chauvinismus? Nö – eigentlich etwas zu Ehren der Frauen, die sich weder rasieren noch „Körper-Modifikationen“ vornehmen lassen.

Pornos sind Mist als Kopiervorlagen fürs Leben. Weiß eigentlich jeder. Trotzdem versuchen manche Leute, „Dreier“ abzukupfern. Das geht meistens schief. Sechs Punkte für Sex, wenn ihr es trotzdem versuchen wollt.

Der Chef will dem Vorwurf entgegentreten, wir würden immer niveauloser. Doch wie macht man „kulturell hochstehende Erotik“, die auch noch jemand liest? Versuch macht klug. Wir haben ein Essay über die Sucht nach der „natürlichen Domina in Auftrag gegeben: „Nachtgedanken über die Unterwerfung.“

Na, und dann noch unser Highlight der Woche: warum Menschen erotische Geschichten schreiben, wie sie ihre Leser damit verführen und warum sie das Für „ethisch korrekt“ halten.

Wenn ihr Liebe, Beziehungen, Lust oder Sex im Herbst sucht … na bitte, dann lest hier weite, wo der Chef kocht.
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Deine Domina - Nachtgedanken über die Unterwerfung

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Mittwoch, 24. September 2014 • Kategorie: lifestyle


Pose oder Passion? Meist braucht der Fotograf lange, um der "Domina" Respekt zu verleihen
Die erste Domina? War es eine entfernte Tante, eine Fremde, die versprach, deinen sexuellen Frust zu beseitigen? Oder einfach eine Freundin, die neugierig war, wie weit sie mit dir gehen konnte, während deine Hände gefesselt waren? Erst schien es ein Spiel zu sein, nicht wahr? Aber dann erkanntest du, wie ihre Augen blitzen, während sie nach und nach Macht über dich gewann. Du hast gemerkt, in welcher Gefahr du warst, aber du bist nicht geflohen. Hast sie gewähren lassen, weil du … eine Frau nicht beleidigen wolltest? … mehr von ihr erhofft hast? … genossen hast, mit einer Schönheit so intim zu sein, dass du ihr deinen nackten Po präsentieren durftest? … oder es einfach genossen hast, lustvolle Schmerzen zu ertragen?

Sie hat dich dabei beobachtet, wusste genau, was sie tat. Hat deine Ängste genutzt und deine Geilheit. Hat beides miteinander verknotet, bis du es selbst als richtig empfunden hast, dich vor ihr zu erniedrigen.

Dann hat sie versucht, deine Grenzen auszuloten, nicht wahr? Du hast dich in Grund und Boden geschämt, vor Schmerzen gewinselt, um Gnade gebeten, versucht, deine Tränen zurückzuhalten. Sie hat dich „Weichei“ genannt und noch Schlimmeres, wenn du winselnd vor ihr gelegen hast, unfähig, auch nur noch einen vollständigen Satz zu sagen. Aber du bist wieder zu ihr gekommen … immer wieder. Wie weit ist sie gegangen?


Sie hat dich benutzt, verführt, verdorben. Du hast nach ihrer Nähe gelechzt, Schmerz, Erniedrigung und Wollust bei ihr gesucht. Du hast dich dafür geschämt, so geworden zu sein, hast oft gedacht, die Beziehung zu ihr abzubrechen, dich nicht mehr benutzen zu lassen. Und hast es doch wieder getan. Hast sie angerufen, inständig gebeten, dich noch einmal zu treffen.

Aber irgendwann hatte sie keine Lust mehr auf dich. Es gibt noch so viele junge Männer, die ängstlich und lüstern sind. Männer, die sich gerne verführen lassen. Männer, die zunächst nicht merken, dass ihre Lüste bald mit Bedingungen verknüpft werden. Die strenge, durchtriebene Frau wird ihren Stolz scheibchenweise vereinnahmen, so wie sie es bei dir getan hat.

Du vermisst sie und suchst nach ihrem Ebenbild. Du versuchst es zuerst bei den Damen, die deiner Verführerin ähnlich sind. Frauen, die selbstbewusst einherschreiten, gute Umgangsformen haben und jenes eigenartige Blitzen in den Augen, das deine Verführerin hatte. Damen, die die aussehen wie selbstbewusste Geschäftsfrauen und die beim Flirt anklingen lassen, dass sie durchaus wissen, wie man Männer zur Räson bringt.“

Mag sein, dass du sie wirklich triffst, die Frau, die wunderschön aussieht, natürliche Strenge ausstrahlt, die passende Stimme hat und die Freude dabei empfindet, dich zu züchtigen und zu demütigen. Man sagt: „Viel Glück“, und meint „die findest du nie, mein Freund …“

Wenn deine Suche zur Sucht wird, findest du dich bald in einem anderen Milieu wieder, in dem das Zwielicht der Absichten aufflackert. Du wirst Frauen treffen, die Männer hassen und verachten. Solche, die mit sich selbst im Unreinen sind und solche, die dich betrügen. Mag sein, dass du krank bist, weil du in deiner Sucht befangen bist. Aber du wirst hier auf Menschen treffen, die unter anderen Dämonen leiden als nur unter der Sucht, beherrscht zu werden.

Kannst du dein süchtiges Verlangen immer noch nicht beherrschen?

Oh, sie warten auf dich. Frauen, die im Internet auftauchen wie in einer Schaubude. Sie nehmen lächerliche Posen in Dessous, Lack und Leder an, wie die Frauen, die auf der Parade alter Jahrmarktsbuden standen. Das Blitzen in den Augen? Man merkt, wie lange der Fotograf brauchte, um den „strengen Blick“ einzufangen, den sie nur mühsam zustande bringt.

Die meisten sind Huren, die bei Bedarf eben auch die „Domina-Rolle“ für dich spielen. Wenn es aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und schnattert wie eine Ente, dann ist es eine Ente, auch wenn ihr jemand fürs Foto eine Peitsche in die Hand gedrückt hat.

Gibt es da nicht die anderen, die dir professionell und instinktsicher die perfekte Unterwerfung bieten? Schon bald wirst du merken, wie brüchig die Illusionen sind, die dir angeboten werden. Seih mal: Die Peitschenkönigin gastiert diese Woche in München, morgen in Wien und nächste Woche in Zürich? Nein, so hattest du es dir nicht vorgestellt. War es nicht gerade die Intimität, die du gesucht hast?

Soll ich ehrlich zu dir sein? Solange du daran festhältst, deiner Verführerin noch einmal zu begegnen, wist du ein schweres, anstrengendes und unerfülltes Leben haben. Du wirst desillusioniert, betrogen und verachtet werden. Frauen werden dich meiden, auch solche, die vielleicht Lust auf deine Nähe hätten. Frauen, die dich eigentlich mögen und dir vielleicht gar Lüste schenken möchten, die ebenso bittersüß sind. Aber sie wollen nicht mit deiner Verführerin verglichen werden. Wirklich nicht.

Hinweis: Dieses Essay hat keinerlei Bezug zu den Autoren und auch nicht zu einer Einzelperson, die davon betroffen ist. Es ist vielmehr eine aufbereitete Zusammenfassung der Abgründe, die entstehen, wenn jemand seine ersten, ungewöhnlichen Lusterfahrungen suchtartig wiederholen will. Anfragen oder gar Angebote an die beteiligen Autoren sind deshalb zwecklos.
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Liebe Woche: Du solltest dich schämen – oder?

Geschrieben von © induna •Freitag, 19. September 2014 • Kategorie: hintergrund und wissenschaft


„Du solltest dich schämen“ – wie oft habt ihr das gehört? Und wie oft haben es dir Leute gesagt, die sich besser selbst geschämt hätten für das, was sie tun?

Leute schämt euch nicht für das, was ihr tut, solange es niemandem schadet – und entfernt mal die Maus, Mutti, Lehrerin oder Tante aus eurem Ohr, die da nicht hingehört.

Von lesbischen Frauen zu lernen heißt Lust zu gewinnen?

Lesbische Frauen haben befriedigenderen Sex? Ach nee, mal wieder so eine Studie, deren Wert eigentlich null ist. Man kann sie aber aufblasen wie ein Kondom, und dann wird sie interessant – für Hetero-Paare. Oder doch nicht?

Drei Dessous-Farben und ihre Bedeutung

Wir sind immer allen einen Schritt voraus: Miss Y weiß, welche Dessous Lust machen – oder hat sie daneben gegriffen? Macht Weiß heiß? Oder sieht ein Mann rot, wenn er Rot sieht? Oder wird er schwach, wenn er Schwarz sieht? Übrigens: Frauen kaufen ihre frivolen Dessous eher nicht in Sex-Versandhäusern - dort kaufen sie Vibratoren.

Schwarz macht geil, oder doch nicht?

Kommt auf den Typ an? Oder auf die Frau? Ich meine: Wenn ihr mich fragen solltet– schwarz ist was für Milfs und Cougars, Rot was für Ehefrauen und Huren. Und die jungen Frauen – die tragen vor allem sanfte Farben, wenn sie verführen wollen. Aber was zählt schon meine Meinung? Der „Experte“ meint: Online-Dating-Frauen tragen schwarz, um zu verführen. Sex-Dating Seiten zu besuchen, wäre dabei hilfreich gewesen – aber vielleicht schämt man sich, wenn man’s tut?

Vibros, Dessous oder Fesselsets - was kauft Frau im Sex-Shop?

Die Shades of Grey werfen noch immer Schatten: Züchtigungsfantasien allüberall. Sogar verheirate Frauen kaufen schon mal Fesselspielzeuge – warum wohl? Die schämen sich wenigsten nicht – und das ist gut so.

Bei Frauen immer ein Thema: Analsex – nicht weil sie es unbedingt wollen, sondern weil ihre Lover darum betteln. Äh … ich meine diesmal aktiv für den Mann, passiv für die Frau. Da frage ich mich allerdings, warum manche Männer so wild auf Analspielzeuge sind. Sollten die sich schämen?

Frauen dürfen wieder begehren und begehrt werden

Sensation: Frauen dürfen sich wieder daran freuen, sexuell begehrt zu werden. Das „durften“ sie nach Meinung von verholzten Psychiatern des vorvorigen Jahrhunderts und überzeugten Feministinnen des vorigen Jahrhunderts nicht. Also: Schämt euch nicht, wenn ihr begehrt werden wollt.

Blöde Männer-Tricks

Ziemlich blöd finden wir, wenn Männer Frauen mit blöden Tricks und Psycho-Drangsalierungen beherrschen wollen. Die sollten sich schämen. Wenn „Sie“ ein Hundehalsband tragen soll, dann eines, das auch am Frauenhals chic ist. Und das soll er gefälligst bezahlen.

Habt ihr schon mal auf einer Party eines getragen, nur so? Wäre interessant, etwas darüber von euch zu erfahren.
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Die vergessene Lust am Spiel mit der häuslichen Züchtigung

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 16. September 2014 • Kategorie: lifestyle


Die Sessellehne - eine klassische Position


Warnung: Dieser Artikel ist nach Ansicht der Redaktion ungeeignet für Menschen, die an den Folgen einer körperlichen Züchtigung in der Jugend leiden. Er wendet sich an Paare, die spielerisch mit sinnlicher Züchtigung umgehen wollen, zum Beispiel, weil sie durch die "Shades of Grey" dazu angeregt wurden. .

In einer Zeit, in der lüsterne Frauen mittleren Alters die „Shades of Grey“ sehnsuchtsvoll lesen, dürfen wir wohl daran erinnern, dass die gesamte Geschichte in einer erkalteten Glitzerwelt spielt, deren Elemente modernen pornografischen Darstellungen entlehnt sind.

Das süße Sehnen nach der intimen körperlichen Züchtigung dürfte sich kaum darin ausdrücken. Es ist ursprünglicher, intimer und stärker am alltäglichen Leben orientiert. Der Hintergrund besteht in der Sehnsucht, von einem Angehörigen des anderen Geschlechtes, meist von einer deutlich älteren Person, gezüchtigt zu werden. Dabei werden ambivalente Empfindungen geweckt, die man als süßen, bittersüßen oder auch bitteren Schmerz bezeichnen kann, der sich mit der Lust paart, sehr innig und intim mit dem Partner verbunden zu sein. Frühere Annahmen, dies sei auf Kindheitserlebnisse zurückzuführen, konnten niemals bestätigt werden, aber auch moderne Theorien sind brüchig. Möglicherweise steht dahinter eine allgegenwärtige, geheime Befriedigung durch Unterwerfung, die den meisten Säugetieren eigen ist.

Gegen die Kälte von Stahlmöbeln, echten Peitschen, sterilen Umgebungen und gestelzten Dialogen ist die „häusliche Züchtigung“ wesentlich „heimeliger“. Sie findet im Wohn- oder Schlafzimmer statt, wird mit der Hand, einem Hosengürtel oder Haushaltsgegenständen durchgeführt und kann jederzeit und unmittelbar inszeniert werden.

Wie bereits erwähnt, ist die häusliche Züchtigung sehr intim, weil sie in den weitaus meisten Fällen mit dem Kontakt der Handfläche zu einem anderen Körperteil beginnt, also nicht mit einem Instrument. Der Nachteil dürfet jedem bekannt sein, der es einmal versucht hat: Die Hand schmerzt am Ende mehr als der Körperteil, den sie traf, und die schmerzhaften Empfindungen halten oft länger an als bei der Person, die geschlagen wurde. Deshalb haben vor allem schlagende Frauen schon bald nach anderen Möglichkeiten gesucht, die sie (in angelsächsischen Ländern) in der Rückseite der breiten, hölzernen Haarbürste fanden, die sehr stabil ist. Neben dem Kochlöffel und dem Pantoffel spielt auch der Teppichklopfer eine Rolle, der bis heute auf Korbmärkten angeboten wird. Er ist etwas aus der Mode gekommen, seit alle Welt von „Floggern“ und Peitschen redet, aber er ist wesentlich sinnvoller und gefahrloser einzusetzen.

Bei der häuslich motivierten erotischen Züchtigung spielt die Auflage eine große Rolle, und zumeist wird dabei eine vernünftige Mischung aus Bequemlichkeit und Erreichbarkeit gewählt. Sofa- oder Sessellehnen eignen sich vorzüglich, weil sich der Züchtigende dabei nicht sonderlich anstrengen muss, um sein Ziel zu erreichen und der zu Züchtigende immer ebenso stabil, wie den Umständen entsprechend auch bequem darauf liegen kann.

Zumeist benötigen Paare, aber auch Personen, die nur das Spiel genießen wollen, eine Art Drehbuch, nach dem die Prozeduren ablaufen sollen. Häufig beginnt dies damit, dass sich eine Person selbst bezichtigt, „böse“ oder „unartig“ gewesen zu sein. Dies ist dann für den Partner das Stichwort, von der Realität in die Spielhandlung zu wechseln. Sie beginnt in der Regel mit einem Ritual, innerhalb dessen der betroffene „schuldige“ Partner ausdrücklich darum bitte, für seine Vergehen bestraft zu werden. Danach beginnt die bewusst als entwürdigend inszenierte Entkleidung. Was dann passiert, ist individuell unterschiedlich, jedoch steigen sich die Partner, die Strafe empfangen wollen, immer mehr in die Rolle hinein und verschmelzen schließlich mit ihr. Obgleich es als paradox erscheint, fällt es den Strafenden meist viel schwerer, die Rolle zu halten – sie werden also viel seltener zu emotional agierenden „Sadisten“, als dies allgemein angenommen wird.
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