Lustvolle Strafen oder Strafen für Regelbruch?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 18. Juni 2013 • Kategorie: psychologie


Psychotherapeuten und Psychiater sind unzuverlässig, wenn sie über die Bestrafung Liebender reden, weil sie nur diejenigen sehen, die Hilfe suchen. Andererseits sind allerdings die Berichte aus dem Umfeld der sogenannten „Szene“ ebenso unzuverlässig, weil sie zumindest teilweise sektenähnliche Züge hat. Wie andere verschworene Gemeinschaften auch sehen sie das Umfeld der Emotionen so, wie es ihnen in ihrem eigenen Licht erscheint. Ob es überhaupt eine objektive Sichtweise gibt? Die Liebeszeitung bezweifelt es. Das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung schwankt zwischen liebevollen Momenten, erbärmlichen Lügengebäuden und eiskaltem Geschäft. Kein Wunder, dass sich kaum jemand traut, darüber zu schreiben. Unsere Kulturredaktion wagte es – so neutral wie irgend möglich.

Was mag sie hinter der Tür erwarten?


Sich aus Liebe unterwerfen und verweigern

Was veranlasst eine liebende Frau dazu, alles, aber auch wirklich alles zu tun, was ihr Lover von ihr wünscht? Wir wissen es nicht, und ebenso wenig wie wir es hier wissen, wissen wir es auch bei SM-Beziehungen. Der sogenannte Sub, ob Frau oder Mann, will dem dominanten Partner gefallen – und tut deshalb alles, wonach sie oder er verlangt. Wirklich? Selbst diese Behauptung ist zweifelhaft.

Der Ernst und das Spiel – wie ernst ist die Strafe gemeint?

Stellen wir noch eine Frage: die von Spiel und Ernst. Was ist in der Liebe Spiel, was Ernst? Die Liebe ist einer der letzten verbliebenen Spielwiesen, auf denen Erwachsene herumtollen können, wie es ihnen gefällt. Und bei SM-Paaren? Da ist es ähnlich, nur dass sie miteinander nicht nur sanfte Liebespiele vollziehen, sondern auch harte. Auch hier folgt ein Einwand: Nicht alle Paare, die harte Spiele miteinander versuchen, sind SM-Paare.

Wann werden Strafen angedroht?

Eine Strafe wird immer dann angedroht, wenn ein ausdrücklich erwünschtes oder vereinbartes Verhalten absichtlich oder aus Nachlässigkeit nicht eingehalten wurde. Doch jeder kennt aus seinem Alltag Situationen, in denen diese Grenzen berührt oder gar überschritten wurden. Man parkt sein Auto eben doch manchmal im Halteverbot, überschreitet die Kompetenzen im Berufsalltag oder riskiert einen Seitensprung. Die Konsequenzen wie Bußgelder, Abmahnungen oder Sexstreik der Partnerin werden billigend in Kauf genommen.

Von der "Tat" bis zur Strafe

Wie ist nun der Ablauf von der Tat bis zur Bestrafung?

Gehen wir einmal Schrittweise vor, dann ist der Ablauf so:

1. Die Tat muss entweder gestanden oder aber nachgewiesen werden.
2. Eine Strafe wird entweder nach einer Vereinbarung, mittels einer Vereinbarung oder willkürlich festgelegt.
3. Anschließend wird die Strafe vollzogen, wobei emotional mehr oder weniger bewegende Verfahren angewendet werden können.
4. Die Schuld ist damit in der Regel getilgt - möglicherweise verbleibt eine nachhaltige Mahnung im Hirn.

Bei Strafen, die eine unterwürfige Person empfängt, ist noch wichtig, auf die vier Möglichkeiten hinzuweisen, die beim Nachweis oder Geständnis entstehen: der/die Unterwürfige kann …

- … die Tat leugnen, obgleich er sie begangen hat.
- … die Tat leugnen, weil er sie nicht begangen hat.
- … die Tat zugeben, weil er sie begangen hat.
- … die Tat zugeben, obgleich er sie nicht begangen hat.

Das bedeutet letztendlich, dass es im Bereich der erotischen Spiele mit Strafen relativ unerheblich ist, ob wirklich ein „Vergehen“ vorliegt oder nicht – bestraft werden kann immer. Auch die Vorgeschalteten Verhör- oder Folterrituale können zu dem Spiel gehören, das angestrebt wird. Da ein sogenannter „Sub“, also eine unterwürfige Person, oft gar keine Gelegenheit hat, tatsächliche Vereinbarungen zu durchbrechen, wird die „Tat“ oftmals zugegeben, obgleich sie niemals ausgeführt wurde. Der Unterworfene will oftmals vor allem die Sühne – und nicht die Schuld.

Lustvoll unterwürfig sein – oder die Strafe fürchten, es nicht zu sein

Kein Mensch entwirft sich freiwillig, wenn er keine Lust daran findet. Doch das Leben in der Unterwerfung wäre langweilig, wenn der „Sub“, die „Sklavin/der Sklave“ oder die Dienerin/der Diener) immer alles perfekt ausführen würde, was die Meisterin oder der Meister denkt. Genau an dieser Stelle beginnt das Spiel: Wie weit geht ein Sub, um seinen Dom zu ärgern? Welche Vergehen werden so hart betraft, dass es sich „lohnt“, das Risiko einzugehen? Letztendlich, aber nicht zuletzt: Welche Lust, Furcht oder eine Kombination von Lust und Furcht hat der Sub an/vor der Strafe?

Das Internet ist eine fragwürdige Quelle für die Wahrheit


Wer im Internet nachzulesen versucht, welche Motive unterwürfige und dominante Partner haben, und wie sie denken und fühlen, wird bald erleben, dass er überwiegend auf Extreme trifft, die sich ungefähr so darstellen lassen. Zunächst fällt auf, wie sehr die geschilderten Beziehungen auf völliger Abhängigkeit (zumeist der Frau) beruhen, und sodann, dass es sich um Dauer-Unterwerfungen nach Art der 24/7-Verhälnisse handelt. Ebenso auffällig ist, wie sehr die Dominanz von Männern ausgeht, während Frauen so gut wie immer als unterwürfige Person agieren. Wörter wie „Spiel“ und „Humor“ kommen selten vor – und die Lust der Männer an Unterwerfung, Entwürdigung und Strafe wird zumeist nur als Werbung für professionelle Domina-Dienste genutzt. Dabei sind erhebliche Zweifel angebracht, ob die Gefühle stimmig geschildert werden.
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Unterwerfung – die Lust, wieder abhängig zu sein

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 28. Mai 2013 • Kategorie: liebe an sich


Die „Shades of Grey“ werfen immer noch lange Schatten. Doch ist es wirklich sinnvoll, unterwürfig zu sein? Muss man das lernen? Ist es angeboren? Kann man es trainieren? Alles unsinnig, meint unsere Kulturredaktion. Submission (Unterwerfung) ist chic, wenn man sie mag – und unerträglich, wenn man sie hasst.

Welche Gefühle überwiegen?
Sich zu unterwerfen, bedeutet, sich willentlich einem anderen Menschen unterzuordnen, um fortan nach seinen Gesetzen zu leben. So jedenfalls die Theorie. Eine unterwürfige Person zu sein, heißt also, sich dafür entschieden zu haben, die Macht über sich selbst an einen anderen Menschen abzugeben, oder jedenfalls das Bedürfnis zu haben, dies zu tun.

Vorsicht vor Übertreibungen – wie Machtspiele funktionieren

Die völlige körperliche, mentale und auch sexuelle Unterwerfung, wie sie die Anhänger entsprechender Zirkel sehen, ist allerdings eher eine urbane Legende als eine Realität – und sie ist ein keiner Weise wünschenswert.

Hingegen ist die Übergabe der Macht an einen anderen Menschen im Rollenspiel eine sehr typische menschliche Regung, die wir bereits als Kinder erlernt haben – mal wohl, mal übel. Kinder versuchen ja, herauszufinden, wie weit sie Macht gewinnen können. Und Erwachsene, aber auch Angehörige ihrer Peergroup setzen ihnen dabei Grenzen. Mit anderen Worten: Wir lernen früh, unsere Interessen einerseits durchzusetzen und andererseits, uns den Interessen anderer zu fügen.

Das klingt sehr ernst, aber es ist eben auch ein Spiel.

Das Spiel mit Macht, Lust und Unterwerfung

Wann immer es ein Spiel ist, muss der Unterwürfige wohl eine Freude daran haben, sonst würde er die Rolle nicht übernehmen. Unterwürfig zu sein, hat den großen Vorteil, für seine Handlungen nicht mehr verantwortlich zu sein, denn mit der Macht über sich selbst wird auch die Verantwortung für sich selbst an den anderen „abgegeben“. In den „Spielen der Erwachsenen“, gerade im erotischen Bereich, ist diese Tatsache enorm wichtig. Auch außerhalb aller Zirkel, Szenerien und paraphilen Neigungen kommt es beim Sex stets der Punkt, an dem Frau oder

Mann sich den Wünschen des Partners unterwirft. Darauf werden ganze Mythen aufgebaut, zum Beispiel, „verführt worden zu sein“, die in Sätzen gipfelt wie „Ich wusste überhaupt nicht mehr, wie das geschah.“

Verpönte und lustvolle Unterwerfung – und eine populäre Lüge

Es ist ausgesprochen verpönt, zuzugeben, dass man unterworfen werden will, aber es ist sehr populär zu sagen, dass es „einfach passiert ist“. Über lange zeit hatte man die Geschlechterrollen verantwortlich dafür gemacht, dass sich Menschen beim Sex unterwerfen: Frauen erdulden Sex, Männer haben Freude daran. Das ist kaum noch haltbar. Nag Mutter Natur auch ihren Beitrag dazu leiste, dass dies äußerlich so geschieht: Innerlich lieben es auch Männer, sich zu unterwerfen und sich dabei eben auch herausreden zu können: „Ach, mich überkam es dann einfach.“

Macht wird nicht wirklich abgegeben – alles sollte ein Spiel bleiben

Einem Irrtum gilt es vorzubeugen: Die Übergabe der Macht an einen anderen Menschen bedeutet im Spiel niemals, dem anderen das Spiel eigenmächtig zu überlassen. Dieser Irrtum scheint aus SM-Horrorgeschichten, bewussten Falschinformationen und der Verwechslung von Spiel und Ernst hervorzugehen. So, wie wir uns auch sonst „scheinbar“ unterwerfen, um Macht zu behalten oder sogar dazuzugewinnen, so ist es auch im sexuellen Machtspiel. Man muss kein Psychologe oder Philosoph zu sein, um dies zu erkennen. Sehen wir uns die meisten Männer an, die Lustgenuss aus Unterwerfungen ziehen, so finden wir, dass sie dafür bezahlen, ihre Macht für ein paar Stunden an eine „strenge Frau“ abzugeben, die für sie in dieser Zeit die „Domina“ ist.

Unterwerfung muss nicht erlernt werden

Für die meisten Menschen ist es beim Sex oder auch in erotischen Rollenspielen, nicht nötig, „Unterwerfung“ zu erlernen. Wir besitzen seit Urzeiten diese Fähigkeit, und wir haben sie im Laufe unseres Lebens verfeinert. Und wir waren alle einmal Kinder und erinnern uns an das Spiel wie den Ernst, mit der Macht praktiziert, abgegeben und zurückgewonnen wurde.

Selbstverständlich hat die erotische Unterwerfung Nuancen und Facetten, die nicht leicht zu verstehen oder zu praktizieren sind. Dazu gehört vor allem die „Formaldisziplin“, mit der Rekruten der eigene Wille genommen wird, die Fesselung oder Verwahrung, die Gefühle ganz eigener Art auslöst. Letztendlich zählt dazu auch die körperliche Züchtigung, die von sehr unterschiedlichen Gefühlen begleitet wird, je nachdem, wie sie „nur“ als Schmerz, als Lustschmerz oder als mental-physisches Gehirnfeuerwerk empfunden wird.

Unterwerfung: Irrtümer der Wissenschaft

Wer die Unterwerfung als ernstes soziales Manöver, einen bedrohlichen, angsterregenden Zustand oder als menschenverachtende Horrortat ansieht, kann in der Regel nicht damit spielen. Ebenso hält die angebliche psychologische Erkenntnis nicht stand, dass Menschen, die zur Unterwerfung neigen, schwache Charaktere sind – das Gegenteil ist eher der Fall, soweit es das erotische Spiel betrifft. Letztendlich erweist sich auch eine andere Annahme der Psychologie als fragwürdig: Kaum jemand, der im Erwachsenenalter an Schläge Freude hat, wurde als Kind jemals geschlagen. Vielmehr wird berichtet, dass im Erwachsenenalter eine gewisse Begierde entsteht, im Spiel zu büßen und abgestraft zu werden.

Soll ich oder soll ich nicht? Die persönliche Unterwerfung

Eine goldene Regel sagt: Diene erst dem Mächtigen, damit du von ihm lernst, wie er Macht ausübt. Wenn ein Mensch lernt, Macht zu nehmen und abzugeben, ist er weitgehend dagegen gefeit, „untergebuttert“ zu werden, aber auch dagegen, Macht zu missbrauchen. Wer mit der Macht umgehen kann, kann sich in der Regel also auch freiwillig unterwerfen, und es kann für ihn Erleichterung, Entspannung und lustvolle Freude sein, sich einem anderen Menschen völlig hinzugeben – machtlos, hilflos und abhängig. Konkret heißt dies: Wer selbstbewusst ist und Träume, Wünsche und Vorstellungen hat, wie so etwas geschehen könnte, der kann es versuchen, denn ohne Versuch ist es nicht möglich, die tatsächlichen Gefühle zu erleben. Mehr zu den Vorbereitungen lesen Sie auch in der Liebepur. Dort finden Sie 10 Überlegungen, die Sie vor Ihrem ersten SM-Versuch machen sollten.

Ich denke, wir sollten darauf hinweisen, dass es immer gefährlich ist, mit völlig Fremden zu spielen. „Harmlose“ Versuche in geschützten Umgebungen mit guten Freunden oder Freundinnen sind immer besser als waghalsige Abenteuer. Gerade im Internet gibt es neben Genießerinnen und Genießern auch verschrobene Typen beiderlei Geschlechts und letztendlich auch echte Sadistinnen und Sadisten, die schon manches Unheil angerichtet haben.

Anmerkung: Ich weise darauf hin, dass alle Meinungen, die hier vertreten werden, sorgfältig anhand von glaubwürdigen Quellen überprüft wurden.
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Warum Liebe und Schmerz manchmal zusammengehen

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Donnerstag, 28. März 2013 • Kategorie: lifestyle


Bei der Liebe ist die Sache eigentlich ganz einfach: Da braut sich im im Hirn nach und nach die Lust auf, die schließlich im Rausch endet und ganz am Schluss ziemlich schnell zu „komischen“ Gefühlen führt. Dafür ist im Wesentlichen der Botenstoff Dopamin zuständig, der aber nicht bei allen Menschen in gleicher Weise wirkt. Bei der Liebe wird dieser Botenstoff besonders beansprucht, da er nun ja nicht nur Glücksgefühle vermitteln soll, sondern auch das Bewusstsein lähmen. Wir der Stoff wieder abgebaut, reagiert die Gefühlsebene zumeist mit Unlust. Das Ziel der meisten Liebenden ist deshalb, den rauschhaften, aber durchaus noch bewussten Zustand lange aufrechtzuerhalten. Kurz und knapp: Je länger es gelingt, die Lust vor dem Orgasmus aufrechtzuerhalten, umso länger kann man das sinnliche Gefühl des Liebesrausches genießen. Relativ unbekannt ist, wie wenig die Organe beim Geschlechtsverkehr „eigenständig“ wirken – alle Prozesse werden vom Gehirn gesteuert, und wenn die „Leitung“ zwischen Gehirn und Genitalen gestört ist, funktionieren sie nicht gut, oder gar nicht mehr.

Schmerz wirkt anders als Lust - doch was ist, wenn beide zusammenkommen?

Beim Schmerz ist es etwas anderes. Betrachten wir nur den Schmerz, der uns von anderen wissentlich zugefügt wird, also beispielsweise ein Schlag mit der flachen Hand, so wird dieser erst als Geräusch, dann als stechender Schmerz und schließlich erst als „dumpfer Schmerz“ wahrgenommen. Man „hört“ den Schmerz also zuerst, dann empfindet man ihn scharf und oberflächlich, und schließlich als dumpf und entwürdigend. In diesem Moment setzt bei den meisten Menschen eine Strategie zur Schmerzvermeidung ein. Gelingt diese nicht oder wird sie durch Dritte verhindert, so versucht der Körper, durch Ausschüttung anderer Botenstoffe den Schmerz zu lindern. Dies geschieht durch die Monamide, zu denen wiederum auch das Dopamin gehört. Bekannter zur Reduzierung des Schmerzes ist aber das Serotonin.

Das Gefühlsleben gerät durcheinander - darf es das oder nicht?

Allein aus dieser Sicht ist erkennbar, dass Lust und Schläge, alternierend oder zur gleichen Zeit empfunden, das Gefühlsleben recht heftig durcheinanderbringen können. Deshalb ist es fast unsinnig, nach einer „psychologischen“ Erklärung für die Lust-Schmerz-Liebe zu suchen. Betrachtet man nun aber die Unterwerfung, so sieht die Sache etwas anders aus. Allerdings ist auch sie nicht ausschließlich „psychologisch-kulturell“ motiviert, sondern ein Teil der Natur. Ein Lebewesen der gleichen Art, das sich einem anderen unterwirft, tut dies, um den Kampf um die Macht zu beenden. Glücklicherweise werden diese Zeichen zumeist verstanden, und der Unterlegene überlebt. Das Rollenspiel zwischen sogenannten „submissiven“ und sogenannten „dominaten“ Charakteren ist also sozusagen eine Nachahmung der Natur. In der Tat kann man bei submissiven Spielern immer wieder feststellen, dass sie in den Zustand von Kindheit und Verantwortungslosigkeit zurückfallen wollen.

Man muss der Wissenschaft eine schallende Ohrfeige erteilen: Sie ist ständig damit beschäftigt, Annahmen zu produzieren, beweist aber niemals, was die Ursachen dafür sind, dass Menschen dieses intensive Begehren nach einer Mischung aus Unterwerfung, Schmerz und erotischer Lust empfinden.

Die Annahmen wandeln sich ständig:

- Masturbation und Promiskuität seien dafür verantwortlich.
- Schläge in der Kindheit seien der Grund für den Lustschmerz.
- Erste sexuelle Erlebnisse, die mit Lustschmerz verbunden waren, wirkten sich prägend auf die weitere Entwicklung aus.

Dabei wird nicht berücksichtigt, wie sehr das Spiel mit dem Schmerz zu den vielleicht nicht alltäglichen, aber doch intensiven und prägenden Erfahrungen des kindlichen Lebens gehören.

- Schüler „schlagen sich“ auf dem Schulhof.
- Mädchen kitzeln einander durch. (Kitzelfrei-Spiel)
- Schmerz und schmerzhafte Anstrengungen beim Sport, bei Jungen wie bei Mädchen, wird belohnt. (Kein Schüler fragt jemals „warum“)
- Einzelne Kinder werden von anderen „gefangen genommen“ (Indianerspiel).
- Schmerzspiele (Wachs auf die Haut tropfen lassen) gehören Weihnachten zu den heimlichen Mutproben.

Ist es nun wirklich bedauerlich, wenn Menschen Lust, Schmerz und Unterwerfung in einer Kombination miteinander erleben wollen? Noch immer spukt in den Köpfen der „guten Bürger“ das Märchen von der Perversion herum, werden grausame Bücher wie die des Marquis de Sade herangezogen, um die „Perversen“ Absichten zu beweisen. Doch was ist wirklich dran an diesem merkwürdigen Gefühl, das manchmal als Lustschmerz, dann wieder als Schmerlust bezeichnet wird, ist dem Bürger kaum zu erklären. Er denkt in abendländischen Gegensatzpaaren, nach denen etwas entweder süß oder sauer, entweder zart oder hart, oder eben lustvoll oder schmerzvoll ist.

Die nächste Folge beschäftigt sich damit, welche Gefühle der Lust und des Schmerzes harmonieren, und dass es neben vielen Formen der Lust auch unterschiedliche Formen des sinnlichen Schmerzes gibt.
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Muss man der unterwürfige Typ für die Unterwerfung sein?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Donnerstag, 21. März 2013 • Kategorie: lust und sex


sieht ganz hübsch aus - aber macht es auch freude?


Die Lust an der Unterwerfung befällt in den letzten Monaten nicht mehr ausschließlich die „üblichen Verdächtigen“, die uns irgendwie „merkwürdig“ erscheinen und die vielleicht sogar als „paraphil“ gelten.

Nein, wir können Hausfrauen und Mütter in mittleren Jahren beobachten, die das verschlingen, was man früher wohl als „billige Pornografie“ abgetan hätte: Liebesromane mit einem Schuss „Perversion“. Sie entwickeln dabei auch gelegentlich heimliche Sehnsüchte – schließlich will die Leserin ja „irgendwie nachfühlen“, wie es der lustvoll gepeinigten Protagonistin geht.

Ja, und wie geht es denen? Inzwischen hat jede Etepete-Journalistin schon mal einen Blick in die einschlägige Literatur zum Thema SM geworfen und dabei ein bisschen was gelernt. Man merkt förmlich, wie befremdet die Damen in Wahrheit sind, wenn sie in die Welt der sinnlichen Schläge und der schicken Unterwerfung eintauchen.

Fehlannahme: Unterwürfige Menschen sind gut in Unterwerfung

„Echt“ unterwürfige Menschen, die suchtartig nach „strenger Erziehung“, schlechter Behandlung, Schmerzen, Entbehrungen und letztendlich nach Versklavung gieren, sind psychisch hochgradig gefährdet. Für eine wirklich lustvolle Unterwerfung benötigt man aber ein gesundes Selbstbewusstsein, das man freiwillig für eine begrenzte Zeit aufgibt. Es scheint zumindest so, als würden skrupellose Sadisten und Sadistinnen oft solche Menschen mit schwacher Psyche ansprechen. Sie sind die Opfer, die obskure „Slavenverträge“ unterschreiben und sich Kleidung, Nahrung und Freizeitbetätigung vorschreiben lassen und dies (nach Meinung ihrer Sklavenhalter) auch noch aus Liebe tun.

Gut in der Rolle: selbstbewusste Rollenspieler(innen)

Gut in der Rolle des Unterworfenen sind also nicht schwache und labile Menschen, sondern solche, die wissen, was die Ausübung von Macht bedeutet. Sie können sozusagen „die andere Seite der Medaille“ in sich spüren und wollen sie „auf Biegen und Brechen“ durchsetzen. Dies alles zeigt schon, wie Paradox die Rolle des Submissiven ist. So unternehmen Frauen, die in diese Rolle schlüpfen wollen, erhebliche Anstrengungen, um einen „Meister“ zu finden, bei dem sie sich wohlfühlen. Es dürfte überflüssig sein, darauf hinzuweisen, dass dieser „Meister“ (teils auch diese dominante Frau) ebenfalls ein Mensch sein muss, der sich der Paradoxie der Rollen bewusst ist.

Männer in Machtpositionen lösen ihr Problem der Suche nach einer dominanten Frau zumeist, indem sie ihre Gelüste mithilfe von Dienstleisterinnen durchsetzen und „zahlen und schweigen“. Denn als Ehefrau oder Verlobte brauchen sie andere Frauen – sie sollen ja vor allem den Alltag verschönen.

Die „Szene“ verliert ihre Definitionsmacht bei SM-Spielen

Seit einigen Jahren schon hat sich das Potenzial der süßen Unterwerfung und der köstlichen Schläge vom „Harten Kern“ der sadomasochistischen Szene in private Schlafzimmer verlagert. Die Szene selbst ist seither gespalten und besteht aus Traditionalisten, die insbesondere auf Freiwilligkeit, Drogenfreiheit und übereinstimmenden Zielen der Spiele achten, und Extremisten, die sich und andere in Abenteuer stürzen, deren Vollzug mit einem hohen Gefahrenpotenzial belegt ist. Bei ihnen besteht der Verdacht, dass grundlegende Menschenrechte nicht mehr beachtet werden. Durch diese Umstände, aber auch dadurch, dass Rollenspiele in den erotischen „Mainstream“ abgewandert sind, hat die einstmals nächtige und aufklärerisch tätige „Szene“ an Bedeutung eingebüßt.

Rollenspiele in Beziehungen und bei Dienstleisterinnen

Im privaten Bereich experimentierten bislang vor allem junge Paare mit den traditionellen Mitteln „Fesseln und Züchtigungen“. Sie sind leichter zu verwirklichen als die Variante „Meister(in) und Sklave/Sklavin“, weil sie kaum mentale Vorbereitung verlangt und nur geringe Anforderungen an die Schauspielkunst stellt.

Seit der Welle, die das Buch „50 Shades of Grey“ausgelöst hat, interessieren sich auch Frauen mittlerer Jahre und unterschiedlicher Bildungsschichten für sinnliche Schläge und spielerische Unterwerfungen. Zuvor war dies eher eine Domäne gebildeter Frauen.

Abseits von der sogenannten „Szene“ und fern vom ehelichen Schlafzimmer werden Dienstleisterinnen aktiv, die „professionelle Dominierung“ anbieten. Sie wurden früher nach ihrem Habitus als „Stiefelfrauen“ bezeichnet und heute als „Domina“ (Dominatrix, Dominatrice), auf deutsche etwa „Herrin, wörtlich „Hausherrin“.

Was, wenn DU es willst?

Im Grunde ist es müßig, über das „Für“ und „Wider“ von Rollenspielen zu diskutieren – man muss sie einfach mit einem sicheren Partner auf einer ebenso sicheren Spielwiese erproben. Und nachschauen, ob man sich dabei wohlfühlt.

Wie du es machen kannst, dich wirklich lustvoll, frivol und chic beim Rollenspiel zu amüsieren, haben wir zwar schon mal gebracht – aber „wir machen es noch einmal“ – in Kurzfassung, in einer der nächsten Ausgaben der Liebeszeitung.
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50 Shades – die lesbische Version

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Sonntag, 24. Februar 2013 • Kategorie: lifestyle


Nachdem die „50 Shades of Grey“ so erfolgreich sind, hat Madison Young nicht gezögert, einen Film über das Thema der „50 Shades of Grey“ zu machen – nur noch eine Spur härter und ganz und gar unter Frauen.

Diesmal sind es die „50 Shades of Dylan Ryan“. Hier unterwirft sich eine junge Studentin einer ebenso reifen wie reichen Frau. Die Handlung ist heftig, und die Heldin muss wesentlich mehr ertragen als Anastasia, zumal sie gleich von Anfang an in die „totale Unterwerfung“ gedrängt wird. Ansonsten ist es, wie es ist in solchen Beziehungen: ständig ein Wechselbad von Lust und Schmerz, sexueller Ekstase und tiefer Entwürdigung.

Ein lesbisch orientierter Spielfilm, der sicher pornografisch ist, aber mancher Frau buchstäblich „unter die Haut“ gehen dürfte.
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Pegging - ist der Mann schwul, der Pegging mag?

Geschrieben von © induna •Sonntag, 17. Februar 2013 • Kategorie: hintergrund


Dieser Artikel hat zwei Teile: Im ersten Teil hatten wir geklärt, warum die Schamgrenze für Analverkehr so hoch liegt. Nun wollen wir betrachteten, wie der Prozess "Pegging" auf Männer einwirkt.

Männer haben ein verborgenes Lustorgan

Doch was ist mit den Männern? Sie haben ein Organ, das direkt nur durch den Enddarm erreicht werden kann, und das im Allgemeinen verantwortlich für die heftige Lust beim männlichen Orgasmus ist: die Prostata. Sie kann allerdings auch direkt stimuliert erden – ein klein wenig durch den Damm, und ganz bestimmt sehr heftig durch den Enddarm.

Nicht alle Männer mögen dies, auch nicht nach längerem „Training“. Für viele ist es ehere eine Strafe im Rahmen der Unterwerfung unter eine Frau (Female Domination) als ein Vergnügen, dass eine Frau bereiten kann. Dabei gibt es verschiedene Ausdrücke: Prostatastimulation, Pegging, Strap-On-Sex – es ist alles ein wenig ähnlich, aber nicht gleich.

Pegging – nicht ein Prozess, sondern ein ganzes Programm

Generell bezeichnet die Prostatastimulation alle Methoden mit Fingern und Instrumenten, um die Prostata zu stimulieren und so einen Orgasmus zu erzeugen beziehungsweise zu verstärken. In der Regel wird, was manchen Mann überrascht, der Penis dabei nicht steif, sondern er muss zusätzlich stimuliert werden, wenn ein „volles Programm“ gewünscht wird. Das „Pegging“ bezeichnet das Eindringen mit einem Instrument, also zumeist einem Dildo oder Vibrator, der zweckmäßigerweise zunächst von Hand geführt wird – insbesondere bei Anal-Anfängern. „Strap-On ist eine Sonderform, bei der ein homosexueller Geschlechtsakt simuliert wird – durch eine Frau.
Präzis: Wie homosexuell ist Pegging?

Ist Pegging die verborgene Lust am Schwulsein?

Diese Ausdrucksweise würde allerdings von vielen Männern abgelehnt. Sie sagen, dass der Analverkehr an sich keine Homosexualität voraussetzt – und damit haben sie tatsächlich recht. Genau an diesem Punkt herrscht aber Klärungsbedarf, und man kann ihn etwa so definieren:

1. Der passive Analverkehr ist zunächst nur ein Akt der Sexualität, aber keiner der, der die Liebe zu einem Mann bedingt.
2. Führt eine Frau diesen Verkehr aus, so kann man davon ausgehen, dass der Mann die Lust, vor einer Frau begünstigt oder gequält zu werden, liebt. Er genießt daher auch deren Handlungen, und das ist eindeutig kein homosexueller Akt.
3. Wenn der aktive Analverkehr von einem Mann vollzogen wird, muss dies noch keinerlei emotionale Bindung des passiven Mannes an den aktiven Mann bedeuten, und schon gar nicht, dass der passive Partner homosexuell orientiert ist. Es könnte „nur Sex“ sein. Allerdings könnte in diesem Fall die Gefühlswelt des passiven Mannes außer Kontrolle geraten.

Letztendlich ergibt sich daraus: Der passive Partner ist weder „schwul“ noch muss er zwangsläufig bisexuell sein. Denn es steht absolut fest, dass ein Mann geschlechtsneutrale Lust empfinden kann, wenn er an der Prostata gereizt wird.

Geschlechtsneutaler Sex ist nicht ungefährlich

Man könnte, wenn man wollte, diese Diskussion noch weiter führen. Denn auch andere sexuelle Praktiken müssen nicht zwangsläufig vom anderen Geschlecht ausgeübt werden. Doch sollte man auch dies bedenken, besonders in jungen Jahren: Wer sich ständig an Sexualität ohne Liebe mit einem anderen Menschen erfreut, verliert einen Teil des allgemeinen Selbstverständnisses von Liebe, Zuneigung und Sexualität. Mit anderen Worten: Seine Bindung an den Menschen als Ganzes lässt nach, und die Bindung an die sexuelle Abweichung nimmt zu. Das ist auf Dauer ermüdend, und dann und wann sogar gefährlich.

Wenn es die Gans bekommt, sollte es auch der Ganter spüren

Ein Wort noch zum Ausgangspunkt (bitte im ersten Teil nachlesen) : Was der Frau recht ist, sollte dem Mann billig sein. Falls die Geliebte, Verlobte oder Ehefrau analen Sex „hinnimmt“, sollte der Mann mindestens bereit sein, einmal die äußerlichen Empfindungen zu durchleben, die dabei unweigerlich ausgelöst werden. Wer es nicht will, sollte sich wirklich überlegen, warum seien Ablehnung so groß ist.

Recherche: Induna und Miss Y. anderer Meinung? Bitte schön ...
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Pegging – was dem einen recht ist, ist dem anderen billig

Geschrieben von © induna •Sonntag, 17. Februar 2013 • Kategorie: lust und sex


Der Ganter könnte wie die Gans behandelt werden ... nicht in der Bratröhre, sondern ...


In Deutsch passt es nicht so ganz, was ich Ihnen in den Titel geschrieben habe. Im Original beißt der Spruch „was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter“. Im Englischen gibt’s davon zwei Versionen, die ein bisschen Interpretationsspielraum zulassen. Die eine sagt aus: Die Soße, die für die Gans passt, passt auch für den Ganter. Anderwärts sagt man vereinfacht: „Was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter.“

Ich habe einmal mit einer sehr vornehmen englischen Lady über sexuelle Praktiken von Frauen und Männern gesprochen, und als wir auf die Möglichkeiten und Grenzen kamen (beispielsweise beim Oral- oder Analverkehr), sagte sie nur milde lächelnd: „Oh, ich glaube, was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter.“

Pegging und anale Schamgrenzen

Also schön – soweit der Spruch. Wenn wir über „pegging“ reden, müssen wir über Analverkehr im Allgemeinen und über passiven Analverkehr im Besonderen erden. Das wäre an sich recht einfach, wenn da nicht verschiedene Schamgrenzen wären:

1. Schamgrenze eins verläuft bei Männern wie bei Frauen steht fest im psychobiologischen Bereich: „Da kommt was raus, aber nichts rein.“
2. Schamgrenze Nummer zwei: Zu einem passiven Partner gehört auch immer ein aktiver Partner. Der könnte sagen: ich? Pfui Teufel, ich steck da nicht mal nen Finger herein (und ab jetzt für Männer), geschweige denn … und so weiter.
3. Schamgrenze Nummer drei: (Nur Männer, nur passiv): „Ich bin doch nicht schwul!“

Na schön, so weit, so gut. Und nun?

Bleiben wir mal beim ersten Fall. Wer nie irgendetwas „von hinten“ eingeführt bekommen hat, kennt die Gefühle nicht, die dies bewirkt: Fieberthermometer, Seifestücke, Zäpfchen, Einläufe … da kommt nichts rein? Nun ja … wer es erlebt hat, der weiß: wundersame Gefühlslage. Ab und an haben Männer schon mal „einen drin“ gehabt: bei der Liebe selten, weil Frauen die Stelle im Allgemeinen schonen, an der es interessant wird. Beim Männerarzt (Urologen) schon eher: Deren Finger gleitet zielsicher zur Prostata, um sie abzutasten. Da wundert sich mancher Mann, welche Gefühle in ihm frei werden. Zumeist sind es zunächst eher ein wenig stechende, störende Schmerzen. Bei der liebevollen Behandlung durch einen nicht-ärztlichen, neugierigen Frauenfinger lassen sich diese jedoch auch in heftige Lust wandeln.

Wollen Frauen wirklich Analverkehr?

Obwohl es immer wieder behauptet wird: Frauen haben selten wirklich Lust darauf, anal „genommen“ zu werden. Wenn sie es tun, dann ist die Sache immer ein wenig mit „ey, neugierig bin ich schon“ verbunden. Fast alle Frauen, die wir fragten, bezweifelten, dass Frauen anale Lüste erleben können. Lediglich im Internet fanden sich Kreise, in denen die Frauen angeblich ganz wild auf passiven Analverkehr waren.

Lesen Sie jetzt weiter über die Männer und das Pegging - das interessierte Sie doch vor allem, nicht wahr?
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Wie der Sadomasochismus zu seinem Namen kam

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Montag, 11. Februar 2013 • Kategorie: liebe an sich


Wie der Sadomasochismus zu seinem Namen kam- Und warum man ihn so schnell wie möglich vergessen sollte.

Die Wurzel allen Übels: Die Venus im Pelz


Das bürgerliche Konversationslexikon „Meyers“ (1888) kennt den Begriff „Masochismus“ noch gar nicht, und vom Sadismus weiß es nur, dass er ein im Volk gebräuchlicher Ausdruck für Grausamkeiten ist:

Auf ihn (de Sade) bezieht sich der noch heute gebräuchliche Ausdruck Sadismus.


Der überwiegend in Österreich tätige deutsche Psychiater Richard Freiherr von Krafft-Ebing ist der eigentliche Schöpfer des heutigen Wortgebrauchs von Sadismus, Masochismus und Sadomasochismus. Nachdem er sich in seinem Buch „Psychopathia Sexualis“ ein wenig über Sadismus und seitenlang über den von ihm eingeführten Begriff des „Masochismus“ ausgelassen hat, beginnt er, Parallelen zu definieren.

Er schreibt:

Als Resümee aller beobachteten Fälle erscheinen Lust am schmerzufügen und Lust am zugefügten Schmerze nur nur wie zwei verschiedene Seiten des desselben seelischen Vorganges.


Daraufhin ändert auch Meyers beide Begriffe und schreibt 1891 zum Sadismus:

Nach den berüchtigten Romanen des Marquis de Sade nennt die Psychologie die Verquickung der sexuellen Triebe mit einer unnatürlichen Freude an Grausamkeiten »Sadismus«. Diese Verbindung von Wollust mit der Lust an Schmerzen der geliebten Person zeigt sich auf niedriger Stufe in den Fällen, wo schmerzhaftes Pressen, Kratzen, Beißen dem aktiven Teil seinen Genuß erhöht.


Krafft-Ebing - Ideologe und selbstherrlicher Aristokrat

Der Freiherr von Krafft-Ebing mag in seinem Fach kompetent gewesen sein, dennoch beruht sein Werk auch auf einer Weltanschauung, de für den Menschen der damaligen Zeit typisch war: Sexuelle Abweichler sind alle, die Sexualität nicht ausschließlich zur Reproduktion verwenden, und sie müssen behandelt werden, weil sie krank sind.

Darüber hinaus war Krafft-Ebing in der (ebenfalls üblichen) Art der damaligen Wissenschaft ausgesprochen selbstherrlich. Den Begriff des „Masochismus“ schöpfte er aus einem einzigen Werk des Autors Leopold Ritter von Sacher-Masoch (Venus im Pelz). In seiner typischen Arroganz und unter Andeutung einer „Perversion“ des Autors schreibt der Psychiater Krafft-Ebing:

In den letzten Jahren wurden mir übrigens beweise dafür gebracht, dass Sacher-Masoch nicht bloss der Dichter des Masochismus gewesen, sondern auch mit der in Rede stehenden Anomalie behaftet gewesen sei … Den Tadel … dass ich den Namen eine geachteten Schriftstellers mit einer Perversion des Sexuallebens verquicke, muss ich zurückweisen.


Es war nicht immer wissenschaftliches Interesse ...
Es ist wahrhaftig erstaunlich, wie dumm und leichtfertig dieser Begriff später in die seriöse psychiatrische und psychologische Literatur übernommen wurde. Denn soviel weiß jeder, vom Gymnasiasten bis zum Hochschulprofessor: Die Möglichkeit, jemandem Schmerz zuzufügen, ist nicht überwiegend sexuell motiviert – und ebenso ist die Unterwerfung eher ein Teil der natürlichen Machtkämpfe um die soziale Stellung – übrigens bis heute. Allerdings haben wie Menschen uns (zum Glück!) angewöhnt, unsere täglichen Machtkämpfe auf einer Sozial-psychischen ebene auszutragen und nicht mehr auf der körperlichen Ebene.

Versteht man die Liebe als ein Spiel, so hat sie mit Gewissheit Komponenten von Bedrängen, Abwehren und Unterwerfen. Liene lässt sich nicht pragmatisch und „sozial korrekt“ abhandeln oder aushandeln – es sei denn, im Bordell. Noch immer „fliehen“ Frauen spielerisch vor den Männern, die sie gerne als Liebhaber hätten. Das Spiel geht ungefähr so:

Hoffentlich folgt er mir, wenn ich ihn erst einmal abblitzen lasse. Sollte er dies nicht tun, ist er nichts wert.


Den Autoren dieses Artikels ist klar, dass es ganz und gar unspielerische, kriminelle Varianten dieses Themas gibt. Das heißt aber nicht, dass eine beginnende Liebe in einer „im Voraus geschlossenen Übereinkunft über alle potenziellen Handlungen“ besteht.

Was bedeutet "Sadomaso" für die Liebe und die Lust?

Wann wird nun die Liebe zu dem, was die Boulevardpresse heute allgemein als „Sadomaso“, also die Miniaturisierung und Sexualisierung von Sadismus und Masochismus versteht?

Es ist so einfach … solange die Liebe im Vordergrund steht, und solange beide Partner alles wirklich wollen und von Herzen leben, geht es niemanden etwas an. Es gibt Fälle, in denen die Liebe von der Lust getrennt wird, etwa so, wie Liebe und Sex trennbar sind. Fast immer, wenn dies der Fall ist, treten Dritte in die Beziehung ein – was auf Dauer keiner Beziehung gut tut. Die eigentlich Gefahr der Lust an der Lust wie auch der Lust am Schmerz ist ja nicht, dass es sie gibt, sondern dass sie außerhalb der Partnerschaft vollzogen wird. Dadurch können neue Abhängigkeiten entstehen, die ihrerseits auf vielfältige Weise zur wieder zu Persönlichkeitsschäden führen können. Besonders gefährdet sind insbesondere Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Sie werden durch ihre Neigung gegebenenfalls erpressbar.

Die typischen Beispiele sind erst ein paar Jahre her: Wenn sich ein Bürgermeister oder Minister outet, homosexuell zu sein, erkennt dies die westliche Gesellschaft heute an. Würde sich aber ein Manager, Amts- oder Mandatsträger als „Masochist“ outen, der Damen dafür bezahlt, um ihn zu quälen, hätte die Boulevardpresse Schaum vor dem Mund. Dies ist tatsächlich geschehen, und die deutsche Boulevardpresse hat keinen Hehl daraus gemacht, für wie verachtungswürdig sie dieses Verhalten einschätzte.

Der süße Lustschmerz ist längst Bestandteil der Liebe im „Mainstream“ geworden, und er ist nicht neu. Frauen mögen ihn, Männer mögen ihn, und er findet einen Platz im Liebesspiel ganz normaler Paare. Sadomaso? Sadomasochismus? Welche ein Blödsinn! Es ist ein Spiel mit den Möglichkeiten des Gehirns, besonders intensive und manchmal auch nachhaltige Empfindungen über das Medium Körper zu empfinden. Wem es nicht gefällt, der sagt einfach „Nein“ dazu.

Historische Recherche: Gebhard Roese
Quellen: Psychopathia Sexualis, zitiert aus der "Vierzehnten, vermehrten Ausgabe", Meyers Konversations Lexikon (auch Online verfügbar).
Bild oben: Interpretation des Themas Venus im Pelz, © unbekannt, Bild Mitte: Kolorierte und stark retuschierte Version eines Bildes aus der einschlägigen Novelle "Bizarre Straf Praxis"
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Wie ist man eigentlich unschwul?

Geschrieben von © induna •Mittwoch, 12. Dezember 2012 • Kategorie: lifestyle


Um sich einer schönen Frau zu unterwerfen, muss man kein "Weichei" sein

Spätestes nach Ablauf der ersten Jahre der Pubertät muss sich der junge Mann festlegen: bin ich nun „hetero“, so, wie es sich die Familie wünscht, oder bin ich homosexuell? Hat der Mann sich einmal auf „Homosexuell“ festgelegt, so ist er Mitglied einer Gruppe, in der man einander kennt und respektiert.

Heterosexuell zu sein bedeutet - gar nichts

Was aber, wenn sich der junge Mann als „heterosexuell“ definiert? Dann ist er im Grunde genommen keinen Schritt weitergekommen in seiner erotischen Selbstdefinition. „Hetero“ zu sein bedeutet nicht viel. Wie er liebt, wie er seinen Körper einsetzt oder behandeln lässt, ist noch völlig unklar. „Mann sein“ bedeutete jahrzehntelang (wenn nicht jahrhundertelang) vor allem, potent zu sein, dies weidlich zu nutzen und dabei kaum Rücksicht auf die Gefühle der Frauen zu nehmen. Das ist kein besonders positives Männerbild. nicht wahr?

Anders sein? Warmduscher, Frauenversteher!

Wer irgendwie „anders“ war, also beispielsweise tief empfundene Beziehungen zu Frauen entwickelte, war ein Warmduscher, Frauenversteher, Sitzpinkler oder eine andere Art Weichei. Ebenso wurde jeder Mann bezeichnet, der mehr als eine erogene Zone hatte, zum Beispiel alle, die Lust in den Ohren, beim Berühren des Damms und des Anus oder an den Brustwarzen empfanden. Wer dergleichen mochte, musste höllisch aufpassen, nicht entdeckt zu werden. Ebenso erging es unterwürfigen Männern, die sich bewusst nicht in weiche Frauenhände, sondern unter Schaftstiefel, High Heels Stiefel und Peitsche begaben.

Kurz und gut: Männer duften nicht sinnlich sein – sie hatten an Frauen den Dienst zu tun, den Hengste an Stuten verrichten und dabei „gut“ zu sein, um von anderen Männern bewundert zu werden.

Der harte Mann will sich auch mal unterwerfen

Sind Männer so? Wahrscheinlich nicht, jedenfalls nicht mehr heute. Wer dauernd den harten Macker, Manager oder Politiker gibt, legt sein Männerkorsett schon mal an der Garderobe einer Dame ab, die sich auf Wünsche anderer Art spezialisiert hat. Feminisierung, Unterwerfungen oder auch nur das Bespielen der „verbotenen“ erotischen Zonen sind das Metier solcher Damen.

Doch was ist eigentlich mit den Frauen, die in ganz normalen Beziehungen leben und einen Mann kennenlernt haben, der „ganz Mann“ ist, sich als ausgezeichneter Beschäler erwies und nun doch so „merkwürdige“ erotische wünsche hat?

Frauen: Wenn er nett fragt, warum denn eigentlich nicht?

Die meisten Frauen der 1950er, ja gar noch der 1970er oder 1990er Jahre wären von jedem „unmännlich“ wirkenden verwirrt gewesen. Doch heute sind gewisse Nuancen bereits im „Mainstream“ angekommen. Jedenfalls nahm die Woman-Autorin Ira Panic das sogenannte „Pegging“ ausdrücklich von den Dingen aus, denen eine Frau „eher zurückhaltend“ gegenüberstehen würde. Unter den Dingen, die sie als absolute „no gos“ bezeichnete, waren unter anderem Folterpraktiken wie Strappado (Aufzug, Hängefolter), Entehrungen wie sogenannte „Gesichtsbesamungen“, aber auch eher harmlose Vergnügungen wie „Gangbangs“ (Gruppensex). Pegging hingegen wäre „meist in Ordnung, wenn der Mann nett darum bäte.“

Zauberwort Pegging - aber ist "Mann" dann schwul?

„Pegging“ ist gegenwärtig ein Zauberwort, das nur wenige Frauen kennen - doch für diejenigen, die wissen, worum es geht, gibt es bereits Produkte im Übermaß. Das ist die eine Seite. Die andere ist leider, dass nur sehr wenige Frauen wissen, wie man damit wirklich sinnlich umgeht. Die Artikel über „Pegging“, auch „Strap-on-Sex“ genannt, werden entweder von ausgewiesenen Pornografinnen und Pornografen verfasst, oder aber sie entstammen der Feder der Frauen, die „so etwas“ ausführen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie die wahren Gefühle der Männer dabei tatsächlich erkennen – und die Männer? Nun, die schweigen, weil sie sich nicht als Genießer der analen Lust outen wollen. Sie fürchten, als schwul zu gelten.

Als „schwul“ zu gelten, ist ein Horror für einen Mann, der sich selbst ausdrücklich als „heterosexuell“ definiert. Männer haben gelernt, dass sie „unschwul“ sein müssen – nicht etwa heterosexuell, ein Wort, das im Grunde gar nichts bedeutet. Das hindert sie daran, sinnlichen Vergnügungen nachzugehen, die in irgendeinem anderen Zusammenhang stehen als damit, sich in den Körper eine Frau zu ergießen.

Geschlechtertabus brechen - lustvoll für Frau und Mann

Doch die Lust an frivolen Spielen, an Tabus und deren Überschreitungen ist heute eben auch beim Mann angekommen. Das Spiel mit „analen Lüsten“, die „Feminisierung“ oder die Unterwerfung hat zahllose Produkte im Bereich der analen Penetration hervorgebracht, namentlich ein Überangebot an „Strap-On-Dildos mit den entsprechenden Geschirren.

Soll der Mann es versuchen? Wird die Freundin oder Ehefrau es an ihm vollziehen? Was wird sie fühlen, was er? Nun und für die Modebewussten: Was ist eigentlich die passende Kleidung für solche Spiele? Antwort: Das hängt vom Drehbuch ab. Fragt sich nur, welches Drehbuch man benutzt. Haben Sie die Antwort? Wir haben sie – zwar nicht „die“ Antwort, aber Antworten.

Bild: Nachkolorierter Buchtitel
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Frauen über 40: Erotische Träume, Wünsche und Ängste

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 23. November 2012 • Kategorie: lust über 40


Frauen über 40, so wissen wir, sind in der Regel sehr interessante, lustvolle Frauen, die sich aber selten trauen, die Grenzen „bürgerlichen Wohlanstands“ zu überschreiten. Manche von ihnen haben sich ein Moralkorsett zugelegt, das man mit einem Satz beschreiben kann: „Eine anständige Frau tut so etwas nicht.“

Eine der Regeln, die immer noch in den Köpfen herumspuken ist: „Kein Sex ohne Liebe“. Das klingt solange plausibel, wie man es nicht hinterfragt. Wir haben es getan und in einem anderen Artikel festgestellt: Die Sache stimmt sprachlich nicht – und biologisch schon gar nicht. Hinzu kommt, dass uns Forscher austricksen wollen: Mit manipulativen Fragestellungen versuchen sie, Ideale als Forschungsergebnisse vorzulegen, sodass am Ende nur ein Prozent der Frauen an einem ONS beim ersten Date interessiert ist.

Doch was ist mit den anderen Dingen? Wovon träumen Frauen heimlich, und was hindert sie an der Ausführung? Was wird an Frauen von sinnlichen Partnern oder Partnerinnen herangetragen und wie reagieren sie darauf? Und nicht zuletzt: was wäre, wenn … frau sich aus der Verantwortung reden kann, wenn sie sich also beispielsweise verführen lässt?

Starker Tobak: sinnliche Träume

Zuerst befreien Sie sich bitte von allen „wissenschaftlichen“ Berichten, die sie über erotische Träume, Wünsche und Vorstellungen gelesen haben. Solche Berichte basieren zumeist auf windigen Erhebungen unzuverlässiger Quellen. Ja nach Wunsch der Auftraggeber kommt dabei heraus, dass Frauen kaum sexuelle Fantasien entwickeln oder dass sie eher starke sexuelle Fantasien haben, die kurz vor der Verwirklichung stehen.

Wer ist schon ehrlich bei geheimen erotischen Wünschen?

Berücksichtigen Sie beim Lesen solcher Berichte, dass kaum jemand wirklich ehrlich ist, wenn er über seine „geheimen“ sexuellen Träume befragt wird. Zumeist müsste man sich als Befragter ja zunächst auf seine Träume besinnen – und zwar auch auf solche, die man gerne verdrängt, weil sie peinlich sind. Dazu würde man Zeit benötigen – spontane Antworten bringen nur das in in den Vordergrund, was bereits durch die Gefühls-Sprach-Schranke gewandert ist. (1)

Nützt es also, Swinger-Frauen, Seitenspringerinnen oder Casual-Dating-Frauen nach ihren sexuellen Träumen, Vorstellungen oder Wünschen zu fragen? Natürlich nicht – sie geben die Antworten, die ihren momentanen Bedürfnissen entsprechen. Die übrigen Frauen würden andere Antworten geben, wenn sie offen und ehrlich wären – aber warum sollten sie einem Volksbefrager ihre erotischen Träume offenbaren? Übrigens ist die Verleugnung bei Männern noch höher – aber das ist hier nicht das aktuelle Thema.

Erotische Träume sind noch keine Wünsche

Lassen Sie mich noch kurz sinngemäß Konrad Lorenz abwandeln:

Erträumt ist noch nicht erwünscht, erwünscht ist noch lange nicht vorbereitet, und vorbereitet ist noch lange nicht ausgeführt.


Mit anderen Worten: Vom Traum bis zum Wunsch, vom Wunsch zur Vorbereitung und von der Vorbereitung bis zum Ausführen stehen jeweils neue Hürden, die uns hindern, unsere erotischen Träume zu verwirklichen.

Welche erotischen Träume haben Frauen, und was ist so peinlich an ihnen?

Sagen wir es zunächst geschlechtsneutral: Peinlich sind uns zunächst alle Träume, die gesellschaftlich nur schwach toleriert werden oder dien ausgesprochen unerwünscht sind. Dazu gehören insbesondere Träume, in die Gewalt, Freiheitsberaubung, Homosexualität oder Fetischismus hineinspielen.

lustvoll feuchte träume genießen
Üblicherweise gibt keine emanzipierte Frau zu, von passiv erlebter Gewalt zu träumen, und kein heterosexueller Mann steht zu seinen gleichgeschlechtlichen Träumen. Beide Erlebnisbereiche sind derart tabuisiert, dass wir keine ehrlichen Antworten erwarten dürfen. Anders sieht es aus bei „erotischen Rollenspielen“, in denen das verwirklicht wird, was man heute gemeinhin Soft-SM“ nennt: leichte Fesselungen, Schläge und „schmutzige Reden“. Hier liegen Traum, Wunsch und Verwirklichung nahe. Im Mittelfeld zwischen „Gut und Böse“ liegt dann alles, was sich nicht „ad hoc“ (und vielleicht gar nicht) verwirklichen lässt: die Teilnahme an Orgien, die Dreier, die bisexuellen Wünsche und das „harte“ Herangehen an Rollenspiele mit Versklavung, Erniedrigung, Schmerz und Unterwerfung. Frauen haben hingegen zumeist weniger Berührungsangst mit dem eigenen Geschlecht. Vom zärtlichen Umgang miteinander bis zum erotischen Abenteuer mit einer anderen Frau ist es deshalb zumeist nur ein kleiner Schritt.

Wünsche haben – Wünsche erfüllen – sich selbst überwinden

Wann immer wir mit Menschen zusammenkommen, stehen natürlich nicht nur die eigenen Träume, Wünsche und Vorstellungen im Raum, sondern auch die anderer. Herausforderungen für Frauen sind stets männliche Wünsche nach Fellatio, (weiblich passivem) Analverkehr und dem berühmten FFM-Dreier. Die Vorstellung, lustvoll Fellatio zu vollziehen, beschämt manche Frauen so, dass sie sich verweigern. Andere lutschen und saugen halbherzig und ohne Anteilnahme an dem peinlichen männlichen Körperteil, wobei zumeist bei beiden Partnern kaum Freude aufkommt.

Praktische Probleme bei der Umsetzung größer als psychische Probleme

Zurück zu den Träumen: Es müssen keine „psychischen Probleme“ sein, die uns hindern, über die eigenen Grenzen hinaus zuwachsen. Weder Scham noch Angst sind die Hauptverhinderer erotischer Träume – in der Regel sind es die Ressourcen, die fehlen. Ein Mann, der auf spezielle Wünsche (Cunnilingus, Fesselungen, Schläge) eingeht, ist nicht leicht zu finden, und für den unter Frauen oft erträumten MMF-Dreier braucht man gar zwei verlässliche Männer, die ihrerseits einander vertrauen. Die Arrangements von Rollenspielen verlangt Bereitschaft, Kostümierung und den ehrlichen Willen eines der Partner, das Schauspiel bis zum Ende durchzuziehen – ungeachtet eigener Gefühle und Hemmungen.

Es ist also in erster Linie der Aufwand, der uns zurückschrecken lässt. Wenn Sie daran zweifeln: Warum bauen Sie sich kein Haus? Weil sie den Aufwand scheuen, der mit der Suche nach einem Grundstück, der Finanzierung, der Eigenleistung und der Festlegung verbunden ist. Oder einfach, weil Sie nicht über ausreichende Ressourcen verfügen. Aber jedenfalls nicht, weil Sie generell ablehnen würden, im eignen Haus zu wohnen.

Lesen Sie das nächste Mal, wann Sie erotische Träume bewahren sollten und wie sie den einen oder anderen sinnlichen Traum auch verwirklichen können.

(1) Gefühle sind analoge Informationen, die noch nicht in Sprache umgesetzt wurden.
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Shades of Grey: Invasion der Trittbrettfahrer

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Freitag, 9. November 2012 • Kategorie: psychologie


Die „Süddeutsche Zeitung“ vergleicht in ihrem Magazin sechs Bücher mit dem Erfolgsroman „Fifty Shades of Grey“. Das Resultat ist nicht eben schmeichelhaft. Leider ist es eben so: Die Vorlage ist Schund, weil die Autorin nicht vom Groschenroman-Stil loskommt. Die Journalistin des „Süddeutschen Zeitung Magazin“ entlarvt sowohl das Original wie die Nachahmer anhand der Einladungen zu sexuellen Handlungen und der Schilderung der erlebten Orgasmen. Fazit: Wenn man nicht weiß, wie sich Unterwerfung und Domination wirklich anfühlen, sollte man die Finger vom Thema lassen. Der Höhepunkt wie ein „Hochgeschwindigkeitszug in voller Fahrt? Ja, was soll denn das? Doch es kommt noch schlimmer: „Wie ein Sturz über eine Klippe“ oder „wie ein Tornado aus Samt“.

Im ersten Beispiel denke ich an eine ruhige Fahrt ohne Höhepunkte, denn Hochgeschwindigkeitszüge fahren nun mal überwiegend ruhig, sodass ein Vergleich mit einem Gefühl nicht unbedingt naheliegt. Ja … und die Klippe, der Tornado und dergleichen? Wer noch nie von einer Klippe gestürzt ist (ich denke, das geht den meisten Menschen so (ich hoffe e jedenfalls), der wird diesen Vergleich kaum nachvollziehen können, und genauso verhält es sich mit dem Tornado.

Was wieder einmal zeigt: Gefühle lassen sich nicht so einfach auf ein Blatt Papier schmieren. Sie verlangen danach, beseelt zu werde, selbst wenn es sich „nur“ um Orgasmen oder Höhepunkte einer flagellantischen Sitzung handelt.
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Lust wie Anastasia - öffnet sich die Tür auch für dich?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Mittwoch, 26. September 2012 • Kategorie: psychologie


Von Ina und Ubomi aus der Liebepur-Redaktion

Alles beginnt mit der Vorstellung davon ...


Anders als bei den „50 Shades of Grey“ sollte eine Überlegung im Vordergrund stehen: „Kann ich und will ich eine Spielerin mit der Lust werden?“ Denn die lust der Anastasia Steel wird nicht nur von der Buchautorin reichlich oberflächlich beschreiben, auch die „gute Bürgerin“ weiß kaum etwas damit anzufangen.

Das Problem geht schon los, wenn du dich fragst: Wie ist das eigentlich mit dieser Lust? Wie beurteilt man dich, wenn du solche Lüste bekommst?

Psychologen glauben, in der Lust am Schmerz und an der Unterwerfung frühkindliche Prägungen entdecken zu können. Andere schreiben, dass erst der während der Pubertät empfundene Lustschmerz oder die Unterwerfung als Auslöser infrage käme.

Ich sage dir mal dies: Da ist alles Unsinn. Als du jünger warst, hast du vielleicht mal das Spiel gespielt: „Ich halte ihn hin, bis er mich auf Knien bitte, mich vögeln zu dürfen.“ Oder „Ich spiel' mal die Unnahbare, denn dann mach ich mich rar und kriege jede Menge Verehrer.“ Jedenfalls hast du probiert, wie du mit der Lust auf deine Muschi Männer an der Nase herumführen kannst. So, und dann bist du älter geworden, hast vielleicht geheiratet oder so, und die Spiele sind vorbei. Das ist blöd, denn sie haben ja auch ein bisschen Spaß gemacht, nicht?

Bühne offen für neue erotische Spiele

Na also – und nun ist die Bühne wieder offen. Entweder, weil du jetzt so alt bist, dass du es dir leisten kannst, oder weil du geschieden wurdest und Neuland betreten möchtest. Wenn du jünger als 30 bist, ist es vielleicht ein bisschen anders. Dann bis du nur neugierig – auch keine schlechte Eigenschaft, um neue Spiele zu lernen.

Man kann alle Spiele der Erwachsenen aktiv und passiv spielen, und man kann sogar wechseln. Meistens ist es so: Wenn du mit den Jahren Macht und Einfluss bekommen hast, willst du im Spiel geführt werden – also genau das Gegenteil von dem, was du im Alltag machst. Hast du aber immer noch Frust und einen miesen Job, dann kannst du im Spiel Macht bekommen und die „Domina“ geben. Manche Frauen sind auch „Switcher“, das heißt, dass sie mal die eine, mal die andere Rolle spielen mögen.

Die erste Frage wäre also: Dominieren oder Unterwerfen, oder von vornherein beides probieren?

Da wäre noch eine Frage, die du dir stellen solltest: Was willst du lieber ausprobieren - die Qual und den Schmerz oder die Entwürdigung? Natürlich sind auch Spiele mit Schmerz und Pein entwürdigend, aber sie haben eben doch einen anderen Charakter. Ich frage dich aus ganz bestimmten Gründen. Für die körperliche Züchtigung und die Verabreichung von Qualen benötigt man nur eine Einweisung, für die Entwürdigung aber in jedem Fall schauspielerisches Talent. Wenn du passiv sein willst (wie Anastasia) ist die zwar nicht wichtig für dich, aber für deinen Partner. Hat keine passende Stimme oder spielt er sowieso kaum, dann geht mit ihm gar nichts. Entwürdigung muss absolut überzeugend sein, sonst wirkt sie nicht.

Ja – und das alles ist erst der Anfang der Reise. Falls du wirklich weiterreisen willst, kannst du dir ja schon mal Gedanken machen, ob dein Nervenkostüm das Eine wie das Andere aushält, und ob dein Körper nach diesen Spielen mit Spuren gezeichnet sein darf.

Willst du all das? Dann erfährst du morgen auch mehr über die sinnliche Entwürdigung.
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Selber quälen oder quälen lassen?

Geschrieben von © induna •Montag, 24. September 2012 • Kategorie: liebe an sich


Schön leiden, schön quälen lassen - ist das der neue Frauenwunsch?


„Sagen Sie, Frau Zimmermann … bei wem, lassen Sie quälen?“ Als die Frage gestellt wurde, war eigentlich klar: „Weil bestimmt Ihr armer Mann eine Peitsche brauchen kann - deshalb frag' ich Sie, Frau Zimmermann“. Das hintergründig-humorige Lied beinhaltet spielerisch mehrere Situationen, in denen man etwas nicht selbst tut, sondern „tun lässt“.

Den eigenen Ehemann erotisch quälen oder lieber fremdquälen lassen?

Den eigenen Ehemann selbst quälen, wenn er die Veranlagung verspürt? Oder ihn besser quälen lassen? Selber die Partitur für eine sinnliche Unterwerfung schreiben oder lieber schreiben lassen? Ergibt sich diese Frage überhaupt, wenn der Mann der Schmerzlust frönt oder die Unterwerfung genießt? Wäre es dann nicht besser sich scheiden zu lassen? Oder sollte die Ehefrau dann doch lieber die Kunst des erotischen Quälens erlernen? Die Frage stellt sich für wenige Frauen, weil die Neigung meist anderweitig und geheim ausgelebt wird. Doch wenn sie sich stellt: Haben Sie eine Antwort darauf?

Schick, sinnlich, romantisch ... und in Handschellen?


Wie werde ich schick gequält, ohne wirklich zu leiden?

Einen Zeitsprung weiter schreiben wir das Jahr 2012. Gerade sind sinnliche Qualen ein Gesprächsthema. „Die Geschichte ist trivial, aber die erotischen Szenen – ach, das hat schon was“, sagte eine vornehme Dame zur anderen im Zug Berlin-Leipzig. Gemeint sind Liebe und Hiebe, so, wie sie in den „Shades of Grey“ beschrieben sind. Im Allgemeinen bedeutet dies: sich mal schick quälen zu lassen, ohne wirklich zu leiden.

Ja, und nun? Nun ist die Frage nicht mehr „wo lassen Sie quälen, foltern und erniedrigen“, sondern eher: „Und Sie, wo lassen Sie sich gepflegt quälen, Madame?“

Der Versuch mit dem eigenen Ehemann? Da füllt mir die Geschichte der Architektin ein, derer Mann in Panik geriet, als sie ihm von ihren Fesselungsgelüsten erzählte. Erst im Baumarkt, beim gemeinsamen Aussuchen der Seile, soll er sich beruhigt haben, woran man einmal wieder sehen kann, wie sinnvoll Baumärkte sind – Kabelbinder finden Sie dort auch, gnädige Frau.

Oder besser doch nicht der Ehemann? Dann wird schnell deutlich – ein Dominus ist nicht leicht zu bekommen, zumal kein zuverlässiger Herr mit Erfahrung, der kein „echter“ Sadist im klinischen Sinne ist. Sicher, eine Domina wäre möglich – aber gibt sie einer Frau den gleichen Kick wie ein Mann?

Frau, ledig und mit Schmerzsehnsucht - geht das?

In ähnlicher Weise müssten ledige Damen darüber nachdenken – denn den Herren Grey und Co. begegnet man nicht auf der Straße. Ob Casual Dating die Situation bereinigt? Wohl kaum – die Herren, die infrage kämen, sind begehrt und haben keine Probleme, neue „Rekrutinnen“ zu bekommen. Die Agenturen sehen das natürlich anders – sie versprechen vor allem Frauen die Erfüllung der wundersamsten erotischen Wünsche „nach deinen eigenen Regeln“. Im Grunde genommen ist dies absurd: Wer etwas erst einmal erproben will, hat keine Konzepte, Choreografien, Drehbücher oder Regeln. Trotz aller Vorgespräche ist die aktuelle Situation ein bisschen wie die erste Französischstunde. Ihr Lehrer kommt herein und spricht französisch – und Sie müssen sich damit abfinden, dass sie eigentlich noch gar nichts verstehen – nicht einmal von sich selbst.

Der örtliche Kreis - schicke erotische Qualen für alle?

Natürlich gibt es sie, die örtlichen Kreise – aber nicht gerade dort, wo man zufälligerweise lebt. Ob sie hilfreich sind, hängt davon ab, wie sie sich selbst verstehen – und ob der weibliche Neuling dazu passt. Zu diesen Kreisen zu gehören, ist mal leicht, mal schwierig – je nachdem, wie elitär der Kreis aufgebaut ist. Doch sind diese Kreise wirklich hilfreich? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Alles ist abhängig davon, wie viel „Privatheit“ man sich wünscht oder wie offen man seine Neigung gegenüber anderen zeigen will.

Jemanden erotisch zu quälen ist nicht sonderlich beliebt

Andere quälen oder sich selber quälen lassen- das bedeutet angeblich, das eine wie das Andere zu wollen. – so will es die wissenschaftliche Literatur, die es „Sadomasochismus“ nennt. Psychiater werfen beides in einen Topf, Freudianer führen es auf frühkindliche Erlebnisse zurück, und für die Menschen, die es ausführen, spielt all dies keine Rolle. Denn der Wunsch nach lustvollem Leiden ist allemal begehrter als die Absicht, dem anderen ein Leid anzutun und es dabei noch wohlgefällig zu dosieren. Im Grunde sind die meisten Herrinnen und Meister im erotischen Bereich Schauspieler, während die Unterworfenen und Gequälten ihre Situation in vollen Zügen nach ihren eigenen Wünschen genießen dürfen. Übrigens ist dies eine Wahrheit, die in einschlägigen, „offiziellen“ Kreisen nicht gerne gehört wird.

Keine eindeutige Empfehlung zur schicken erotischen Qual

Ja, Frau Zimmermann, Frau Mustermann, oder wie Sie so heißen mögen, wo lassen Sie quälen, und wo lassen Sie sich quälen? Der Markt der einschlägigen Dienstleistungen verläuft nicht parallel zum Büchermarkt, auch wenn es heißt, dass seit dem Erscheinen der „Shades of Grey“ immer mehr Damen die Lust am Schmerz beim Casual Dating suchen. Die Nachfrage ist dort stets größer als das Angebot. Die einzige Empfehlung, die wir wirklich geben können: Sprechen sie Männer dezent auf das Thema an, so, als ob Sie das alles kaum interessieren würde. "Ich hätte gerne mal die Meinung eines Mannes gehört, dieses Buch ('Shades of Grey') wird doch hauptsächlich von Frauen gelesen", ist ein guter Einstieg. Wenn Sie beim Mann eine (aktive) Neigung spüren, vertiefen Sie einfach diese Erfahrung durch ein vorsichtig arrangiertes Date.

Zur Frau Zimmermann und dem Lied lesen Sie bitte auch: "Wo lassen Sie lieben?"

Ina hat sich mit aktiver Hilfe von Ubomi entschlossen, eine kleine Serie "Lust wie Anastasia" zu schreiben. Sie beginnt schon übermorgen.

Hier geht es weiter: Wir stellen die Frage, ob sich für dich die Tür zur Lust öffnet.
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Frivole Wünsche? Wie sag ich’s meiner Freundin?

Geschrieben von © Miss Y. •Donnerstag, 23. August 2012 • Kategorie: inas liebesrat


Was geht, was nicht geht und warum es manchmal doch geht.

Extrem scharfe Wünsche? Träume von Seide, Leder oder Latex? Dominierung oder Unterwerfung? Frivole Rollenspiele? Schmerzen und Qualen? Da ergibt sich doch die Frage: Wie sag ich’s meiner Freundin? Ina las ein Online-Magazin und machte sich selber Gedanken. So ganz ist sie nicht der Meinung der Autorin eines US-Magazins.

Sie dir an, was sie liest - dann weißt du, was sie möchte


1. Frage sie (nicht), was sie anmacht
Fragen kostet nichts, kann aber trotzdem manchmal mit Frust bezahlt werden. Die Antworten, die du auf diese Frage kriegst, kannst du in der Pfeife rauchen. Solltet du trotzdem fragen? Ich meine: Nein, es sei denn, ihr hättet schon ein paar Gläser Wein intus und es wäre gerade „Stunde der Wahrheit“ angesagt. Wenn mich jemand fragt, sage ich jedenfalls nicht gleich die Wahrheit, und mal ehrlich: Wenn ich eine Fantasie habe, weiß ich dann, ob sie mir auch im Leben Spaß macht? Die meisten meiner Freundinnen wären zum Beispiel geschockt, wenn ihnen ein Kerl sagen würde: „Ich hätte Lust, dir ein Hundehalsband anzulegen“. Aber mit einem frivolen Halsband auf eine Party gehen, das würden sie schon. Ich übrigens auch.

2. Du wirst verlegen, sie wird verlegen
Gespräche über erotische Wünsche werden schnell zu Gesprächen darüber, wer sich besser aus der Affäre zieht. Eine Freundin sagt immer das Gleiche, weil sie das als nicht schamvoll ansieht (Leder BH tragen), aber wahr ist es nicht. Einmal hat sie einen geschenkt bekommen, da kam die Stunde der Wahrheit. Normalerweise gestehen wir nur, was uns nicht beschämt. Man weiß nie, wie Kerle reagieren, wirklich nicht.

3. Erotische Filme kontra pornografische Filme
Nein, fang nicht mit Pornos an, bitte nicht. Du wählst sowieso die Falschen aus. Erotische Spielfilme sind besser, vor allem, wenn Frauen darin vorkommen, die sinnlich dominiert werden wollen. Stell dir das als Mann doch bitte mal bildlich vor: Supergestylte Tussen ohne Makel, die den Po versohlt bekommen oder korpulente Hausfrauen, die von Amateuren scheußlich gefilmt wurden? Nein, danke. Wenn die Frauen aber erfolgreiche Geschäftsfrauen sind, die sich unterwerfen, dann denken wie (manchmal und vielleicht): Na, wenn die Freude dran haben, dann gefällt’s mir vielleicht auch.

4. Spiele, Spielsachen und Verkleidungen
Bei Männern ist es so wie bei Frauen: Wenn du erst einmal anfängst zu spielen, kannst du solange weiterspielen, bis der andere sagt: „Hör auf“. Könnt ihr euch an eure Spiele in der Kindheit erinnern? Da habt ihr auch nicht hundertprozentig festgelegt, wie die Spielregeln sein sollen. So ist es auch bei Erwachsenenspielen. Du schlägst etwas vor, indem du es versuchst. Manche Männer bestellen Spielsachen für Rollenspiele, ohne zu wissen, ob wir es mögen. Aber manche Frauen tun das auch. Alles, was ästhetisch schön ist und nicht kneift, kannst du eigentlich bestellen, ohne zu fragen: zum Beispiel Halsbänder, Augenmasken und Streichelpeitschen.

5. Sei bereit - und beobachte, was sie liest
Manchmal gibt es diese Momente, in denen deine Freundin feuchte Augen bekommt, wenn sie etwas Frivoles denkt, sieht oder liest. Ich sagte ja schon, dass Pornos nichts taugen. Aber in Frauenzeitschriften kommen jetzt immer mehr Sachen, bei denen es um Rollenspiele, Schläge. Fetische oder ander Spielchen geht. Wenn du siehst, dass wir so etwas interessiert lesen oder ansehen, hak‘ dich einfach ein und nutze die Stimmung aus. Ich sagte ja schon: Manchmal wissen wir selber nicht, wozu wir bereit wären und warten nur drauf, dass uns unsere Männer bei der Hand nehmen und führen.
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Praxis und Moral - wie du deinen Mann dressierst

Geschrieben von © Miss Y. •Dienstag, 21. August 2012 • Kategorie: psychologie


Kann man einen Mann wirklich "dressieren"?

Kann man einen Mann erotisch umerziehen oder ihn gar dressieren? Unsere Autoren sagen: "Ja, man kann", aber die Wahl der Mittel sollte in einer Art "Spiel mit den Möglichkeiten" durch Verstärkung "seiner" Motivation erfolgen. Auf keinen Fall sollten Frauen zu drastischen Maßnahmen greifen, die im Internet oft glorifiziert werden - meist aus kommerziellen Interessen. Lesen Sie bitte unbedingt auch den ersten Teil.

Die Praxis erfolgreicher erotischer Verhaltensänderungen

Fantasien stimmen selten mit der Praxis überein
In der Praxis ist die Umerziehung eine Mischung aus Verlockung, Frust und etwas liebevollem Nachdruck. Wenn dein Mann gewohnt ist, dass er sich „in dir“ befriedigen darf wie er will, kannst du ihm dies zunächst einmal verweigern. Versuche, ihn anderweitig so weit zu reizen, bis er herumwimmert, nun endlich „kommen“ zu dürfen. Das soll er auch – aber nicht, bevor er genau das getan hat, was du von ihm willst. Du kannst sicher sein, dass er sich mehrfach bei dir beklagen wird oder sich auf das Betteln um Lusterfüllung verlegt. Versuche, hart zu bleiben: Erst du, dann er.

Wenn du ihm ein Abenteuer versprichst, wird er manches tun und erdulden, was er sonst ablehnt. Wenn er denkt, dass alles ein Spiel ist, wird er eher mitspielen, als wenn du ihn „hart“ zu formen versuchst. Sinnvoller, als ihn beispielsweise mit einem Instrument oder ständiger Kontrolle „keusch zu halten“ ist die Methode, ihn bei freiem Oberkörper, aber ansonsten in voller Montur (beispielweise in engen Jeans) zu verführen, während er Handschellen trägt. In dieser Lage hast du ihn in der Hand: Du kannst ihn reizen, frustrieren oder sogar sanft abstrafen. Seine Erwartungen werden sein, dass du ihn letztendlich von seiner Hose befreist – aber warum solltest du es tun, bevor er dir deine Wünsche erfüllt hat? Selbstverständlich musst du Ihm vorher sagen, was du wirklich gerne hättest. Kaum ein Mann glaubt, dass du konsequent bleibst, also wird er sich drauf einlassen und glauben, er kann sich "irgendwie durchlavieren".

Die Moral der Umerziehung - das Ziel ist mehr Freude an der Lust

Lust ist oft unmoralisch, weil es sehr, sehr selten vorkommt, dass beide zum gleichen Zeitpunkt genau das Gleiche wollen und nicht ein wenig motiviert werden müssen. Das Wort dafür heißt „Verführung“, und es findet in allen Arten von Beziehungen statt. Verführungen sind nichts Negatives, sondern eine Notwendigkeit, um unsinnige Hemmungen abzubauen. Gerade Männer freuen sich darauf, zu neuen Erfahrungen verführt zu werden.

Einem jungen Mann, der bereits von ungeeigneten Freundinnen fehlgeleitet worden ist (zu wenig einfühlsam, zu schnell, zu einseitig) tust du einen guten Dienst, wenn du seine sexuellen Neigungen neu formst. Es ist beinahe eine soziale Tat, weil er selbst und alle Frauen, die er nach dir trifft, für immer etwas davon haben. Verführungen zu ungewöhnlichen Praktiken oder zu Praktiken, die der Frau mehr Lust bereiten als dem Mann, sind ebenfalls moralisch und sozial vertretbar. Ein junger, unerfahrener Mann kann unmöglich alles wissen, was gut für ihn ist. Gib ihm die Chance, es mit dir auszuprobieren.

Moralisch verwerflich, in der Praxis sinnlos: Wenn er dich dafür hasst

Moralische und soziale Probleme kannst du bekommen, wenn du deinen Freund oder Liebhaber zu Praktiken verführst, die ihm sozial schaden könnten. Dazu gehören vor allem Praktiken intensiver Unterwerfung, Disziplinierung, Versklavung oder Feminisierung, die ernsthaft und nachhaltig betrieben werden. Gerade sie werden im Internet jedoch häufig glorifiziert.

Ein Freund von mir sagte immer:

Wenn du etwas Gutes für dich tust, das auch ihm zugutekommt, dann bist du ein erotischer Engel, wenn du aber etwas tust, was nur dir nützt, aber ihm schadet, dann bis du ein Teufelin.


Ich sage dir noch dies: Glaube nur an dich selbst, nimm nur für wahr, was du wirklich sehen und erleben kannst, und vertraue niemals den Seiten der Wichtigtuerinnen, die angeblich alles ausprobiert haben. Ein Mann, der sich schämt, etwas Sexuelles für dich zu tun, flutscht dir schneller durch die Finger, als du denken kannst.
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