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Fakten- und Wahrscheinlichtscheck - erotische Schläge

Wie Männer sich Unterwerfung erträumen ...
Alles, was wir uns erotisch vorstellen, beginn im Gehirn. Gleich, ob wir später optische, akustische oder schon taktile Vorstellungen von Handlungen haben - unser Gehirn ist der Motor der Fantasie. Und er lässt sich kaum abwürgen. Dazu immerhin gibt es Zahlen.

Zunächst fragten wir uns, welche Indikatoren dafür sprechen, nach erotischen Schlägen zu verlangen.

Der erotische Tagtraum und die Zahlen

Das heimliche Verlangen nach erotischer oder sexueller Unterwerfung ist weit verbreitet. Etwa zwei Drittel der Frauen fantasieren darüber. Ein weiteres Anzeichen ist der Wunsch, gefesselt zu werden - etwa die Hälfte der Frauen bezieht dies in ihre Unterwerfungsträume mit ein. Etwa ein Drittel wünscht sich auch, in der einen oder anderen Art geschlagen zu werden. (1,7)

Gehen wir nun zu den Männern über. Die meisten Menschen, die diese Zahlen jemals angesehen haben, sind überrascht. Ungefähr die Hälfte der Männer erträumt sich, dominiert zu werden, und fast so viel können sich vorstellen, dabei gefesselt zu werden. Schläge wünschen sich allerdings nur gegen 30 Prozent der Männer. (1,7)

Die Zahlen sind dennoch nur Schall und Rauch, denn die eigentliche Frage wäre nicht: „Träumst du davon“ ... oder „masturbierst du darüber“. Sie würde lauten: „Strebst du aktiv an, geschlagen zu werden?“ Oder „lässt du dich bereits erotisch schlagen?“

Manipulation mit Zahlen

Wenn wir lesen, „jede dritte Frau“ erlebe Schmerzen als lustvoll, dann lohnt es sich, genau hinzusehen, wer dies festgestellt hat. In diesem Fall war es eine Erotik-Partnerbörse (2). „Jede siebte Frau“ also etwa 14 Prozent der Befragten, will eine US-amerikanische Umfrage als Liebhaberin von Schlägen ermittelt haben (3).

Diese - und weitere - Beispiele zeigen immer wieder, wie wenig verlässlich solche Daten sind. Vor allem Männer versuchen in Umfragen gerne, ihre masochistischen oder unterwürfigen Tendenzen zu verschleiern. Dann liest man, dass nur noch „neun Prozent“ der Männer „zugeben, dass sich gerne mal von einer Frau den Hintern versohlen lassen.“ (4)

Hemmungen und Falschaussagen

Allerdings sind auch Frauen nicht frei davon - es gilt derzeit als ausgesprochen fragwürdig, sich zu unterwerfen - auch spielerisch. Zitat (5):

Eine Frau, die auf sexuelle Unterwerfung oder Schmerzen beim Sex steht, schämt sich oft für ihre Vorliebe. Sie empfindet Scham gegenüber Frauen, die Opfer von Gewalt wurden.

Wie auch immer: Die Anzahl derer, die tatsächlich im realen Leben Freude an Schlägen haben, soll bei gegen sechs bis sieben Prozent liegen. (6)
Wessen Po glüht vor Lust?


Der erotisch glühende Po im Traum und in der der Realität

Wie kommt es nun, dass so viele Menschen vom glühenden Po träumen, aber so wenige bereit sind, sich darauf einzulassen? (8)

Dabei hilft ein kleiner Ausflug in die Verhaltenspsychologie.

1. Etwas zu erträumen hießt nicht, es sich „real“ vorstellen zu können.
2. Sich selbst in der Rolle vorstellen zu können, bedeutet noch nicht, es wirklich zu praktizieren zu wollen.
3. Wer etwas Ungewöhnliches praktizieren will, überwindet nicht immer die inneren Widerstände.
4. Auch wer alle inneren Vorbehalte ablegt, findet häufig niemanden, mit dem sich eine Gelegenheit ergibt.
5. Der erste Versuch ist oft enttäuschend, weitere Versuche werden deshalb abgelehnt.
6. Selbst wenn der Versuch lustvoll ist, wird die Praxis nicht immer beibehalten. Das kann viele Gründe haben.
7. Nur ein kleiner Teil überwindet alle Hürden und genießt das neue Verhalten.

Das kann man noch einfacher sagen:

Wenn man mit viel Mut die hohen Hürden überwunden hat, muss die Erfahrung dabei mindestens gleichwertig sein, die mit anderen Praktiken erreicht werden konnten.

Die Ökonomie der Lust

Beim Sex verhalten wir uns meist ökonomischer als wir glauben: Wir geben, was wir im Überfluss haben und nehmen, was leicht erreichbar ist. Je höher die Hürden sind, umso mehr Lustgewinn erwarten wir, wenn wir sie überwunden haben. Wenn wir und nicht vorstellen können, die Hürden zu nehmen, bleiben wir bei dem, was wir kennen - und werden nicht enttäuscht. Zwar kann der Gewinn höher sein, wenn wir tatsächlich „hinüberspringen“, aber auch die Enttäuschung kann größer sein. Wir fragen uns also, ob der mögliche Lustgewinn die Anstrengung lohnt. (9)

Quellen und Hinweise
(1) Zahlen von 2014: What Exactly Is an Unusual Sexual Fantasy? Department of Psychology, Université du Québec à Trois-Rivières, Trois-Rivières, Québec, Canada.
(2) "Angeblich "viele" Erfahrungen"
(3) US-amerikanische Studie (vice)
(4) Nur neun Prozent - Umfrage Brainbitch.
(5) Erläuterungen zum Thema ,schämen" (Men's Health)
(6) Yougov: Niedrige Zahlen
(7) Entsprechende Untersuchungen auch In "Erotisch schreiben"
(8) Als Ergänzung zu einem Artikel der Liebeszeitung.
(9) Bökenkamp, "Ökonomie der Sexualität", S. 69)
Eine weitere Anmerkung: Viele Autoren verwechseln den Wunsch nach erotischen Schlägen mit "allgemeinem BDSM-Interessen")

RACK - extreme BDSM-Praktiken - sollte man dafür wirklich werben?

schreckliches leid oder abenteuer?
Dieser Artikel wendet sich an Leserinnen (und Leser) die "Shades of Grey" kennen und damit liebäugeln, sich auf derartige Spiele einzulassen.

In der sogenannten BDSM-Community gibt es Begriffe, die „Insidern“ bekannt sind und die sie für akzeptabel halten. Doch außerhalb des „harten inneren Zirkels“, zu dem die Shades-of-Grey“ Leserinnen sicherlich nicht gehören, lösen sie Befremden aus.

Dazu las sich jüngst: (1)

Ein wichtiger Begriff in Bezug auf Sicherheit, der in der BDSM-Community verwendet wird, ist RACK, ausgeschrieben „risk-aware consensual kink“ Der Begriff bedeutet „risikobewusstes, einvernehmliches Ausleben der besonderen Neigungen“ (englisch: Kink).
Die Autorin schrieb, es sei eine Sicherheitsphilosophie, die riskante Spiele ermöglichten - dazu müssten sich die Teilnehmer aber bewusst zu sein, dass solche Risiken existieren.

Die Frage, dich sich daraus ergibt, wäre für jeden Nicht-BDSM-Anhänger:

Wie kann jemand, der sich auf ein gefährliches Spiel mit offenem Ausgang einlässt, sicher sein, dass er sich des Risikos bewusst ist?

Er kann es nicht. Die harmlosen, wenngleich nicht völlig einvernehmlichen Spiele in den „Shades of Grey“ stellen ohnehin nur die „Schokoladenseite“ lustvoller Schläge oder Fesselungen dar. bei denen sowohl das körperliche wie auch das psychische Risiko gering ist.

Risiko, Sektierer und Ideologie

Doch das Risiko wird umso höher, je mehr Ideologie, Gruppendruck und andere Maßnahmen psychischer Art versucht werden, um den Neuling zu veranlassen, mehr zu riskieren, als ihm eigentlichlieb ist. Das ist kein Phänomen, das ausschließlich dei BDSM-Gruppen betrifft, sondern für alle sektiererischen Gruppen gilt, inklusive der religiösen Gruppen, die mit Gruppendruck und Psycho-Tricks arbeiten. „Spring endlich, du Feigling“, ist ein Befehl, für den der Sender möglicherweise keine Verantwortung übernimmt - der Empfänger der Nachricht hätte ja nicht springen müssen. Doch wenn jemand diesen Befehl von Dach eines Hochhauses aus gibt und der Empfänger nicht mehr Herr seiner Sinne ist, dann ist dies ein Verhalten, das den Namen „kriminell“ durchaus verdient.

Nein, es gibt keinen Grund, Menschen zu veranlassen, sich extremen körperlichen oder psychischen Risiken auszusetzen. Aber es gibt durchaus Gründe, den Personen zu misstrauen, die eher naive Menschen in Risiken hineinziehen wollen, die sie nicht wirklich verstanden haben.

Ich weiß, dass es kritische und nachdenkliche Betrachtungen zum Thema RACK gibt, die durchaus lesenswert sind.

(1) Dieser Artikel wurde zu Werbezwecken von einem Fetisch-Modell verfasst - aus diesem Grund weigere ich mich, auf den Beitrag zu verlinken.
Bild: Künstlerdarstellung einer Szene.

Schönere Schmerzen und schmerzvollere Lüste

Seit vielen Jahren "Untergrundliteratur" - der Mann als Sklave der Frau
Schönere Schmerzen und schmerzvollere Lüste? Frage wir uns, ob das überhaupt ein Thema für Sie ist, dann finden wir früher oder später diesen Hinweis: Ja, psychisch und physisch zu leiden, unterworfen oder geschlagen zu werden, ist die Sehnsucht vieler lüsterner Menschen. Aber nur wenige trauen sich, diese Lüste in einem geschützten Rahmen auszuleben. (1)

Nein – wir reden hier nicht von BDSM-interna, nicht von Sektierern oder gar von Menschen, die sich nicht zügeln können. Wir umgehen bewusst den Dunkelbereich, in dem Frauen und Männer im sexuellen Wahn oder in sonstigen Zuständen der Unzurechnungsfähigen in Spiele hineingetrickst wurden, die sie später bereuten.

Wir reden vielmehr von Menschen, die den roten, lüsternen Teil ihrer bedürftigen Psyche nach außen gelegt haben und die dabei auch Haut und Haar anbieten, um an die Grenzen ihrer Möglichkeiten zu gelangen. Na ja, manchmal wohl auch nicht ganz so weit.

Was will die lechzende, bedürftige Psyche? Wie werden die empfindsamen Nerven gereizt und überreizt, und warum macht das alles auch noch Freude? Warum wird das Winseln nach Schlägen, wieso werden Hiebe, die an die Grenzen des erträglichen gehen oder Tränen als psychisch herausfordernde Sensation empfunden?

Die häufigsten Antworten: Warum wollen wir schmerzvolle Lüste?

Die häufigste Antwort ist einfach: Weil es eine Herausforderung ist, die Grenzen der psychischen und körperlichen Belastung zu erkunden. Und weil es geil ist, dies mit einer Person des anderen Geschlechts zu tun. Oder auch aus der Lust an den Herausforderungen es gleichen Geschlechts.

Eine andere Antwort, die ebenfalls sehr häufig ist: Es ist so toll für die unterworfene Person, weil sie sich nun keine Gedanken mehr über Schamgrenzen, Moral, Verantwortung oder Selbstbewusstsein machen muss. Sie lässt einfach geschehen und empfindet diesen Zustand als herrlich.

Eine dritte Antwort wird seltener gegeben. Weil es die pure Lust ist, jegliche Schamgefühle zu verlieren, sondern sich der unendlichen Lust hinzugeben, die nur jemand erleben kann, der teilweise oder vollständig gefesselt oder auf wenige Wahrnehmungen reduziert wurde.

Die Geschlechterrollen haben sich längst verändert - im Geheimen

Es gib viele weitere Antworten – auch die, dass Schmerz die Lüste steigern kann oder gar zu neuen, bisher unbekannten Lüsten führt. Dann ist es gar nicht der Schmerz, sondern die Lust an der neuen Freiheit, etwas Ungewöhnliches zu tun, wie etwas die Geschlechterrolle zu überwinden, die Scham hinter sich zu lassen und sogar zu lieben, was andere ekelt.

Dieses Zitat sagt überzeugend aus, worum es oftmals geht:

Wenn Sex nämlich tatsächlich einmal anders buchstabiert wird, als das die große Mehrheit tut und mag, wenn Männer unterwürfig sind, Frauen keine zarten, rosa Wesen, die mit Samthandschuhen angefasst werden wollen und müssen, wenn Fesseln und Handschellen nicht einfach ein Gag … sind, sondern wesentlicher Bestandteil des Sexlebens, dann reagiert die Mehrheit der Gesellschaft überraschend irritiert.


Frauen üben wirtschaftlich und politisch Macht aus - und beim Sex nicht?

Die Gesellschaft reagiert nun ja immer irritiert, wenn sie nicht das vorfindet, was sie kennt. Sie will klare Verhältnisse. Ein Mann ist ein Mann und seine Rolle ist so und so, während eine Frau eine Frau ist, und sie eine andere Rolle einnimmt. Und während wir uns alle daran gewöhnt haben, dass Frauen Führungsposition in Wirtschaft, Verwaltung und Politik eingenommen haben und „ganz selbstverständlich“ dabei auch Macht ausüben, ist diese Erkenntnis in den Bereich der Sexualität noch nicht vorgedrungen. Die Idee: „Da hat sich nichts verändert“ ist populär, aber dennoch nicht haltbar.

Der weibliche Anspruch auf Sex wird immer häufiger

In den Köpfen hat sich eine Menge verändert, und ein wenig auch in der Praxis. Männer erleben es in erster Linie bei „Dates“, bei denen sie immer häufiger indirekt oder direkt, manchmal gar ohne Umschweife, zum Geschlechtsverkehr aufgefordert werden. Und auch in den Ehen bürgerlicher Frauen liegen häufig ein paar Gegenstände, die auf die spontane Erfüllung weiblicher Triebe oder auf Rollenspiele mit Männern hindeuten.

Wollen Sie mehr dazu lesen? Haben auch Sie Lüste, die abweichen, oder ist Ihnen das hier Gesagte noch zu unkonkret? Dann tun Sie etwas für die Liebeszeitung, indem Sie aus diesem Artikel zitieren. Wir haben noch jede Menge Material, auch Konkreteres.

(1) "Ausführende" sollen nur etwa 10 Prozent der lustvollen Träumer sein - aber von sanften bis harten Rollenspielen mit psychischen und physischen Herausforderungen träumen bis zu fast zwei Drittel der Frauen und über 50 Prozent der Männer.
Bild: "Steffi und Ihr Gatte" war ein Teil der von Amateurhand gezeichneten Untergrundliteratur.

Die Unterschiede – BDSM, Fetische und Abweichungen

Ehe eine Liebkosung als ein Fetisch: die Liebe zum nackten Fuß
Um mitzureden, braucht man mehr als diese kurze Information. Aber sie kann helfen, wenigsten zu wissen, wovon die Rede ist. Denn was dem Sexualwissenschaftler, dem Autor und einigen Therapeuten klar ist, muss noch lange nicht für alle klar sein. Und damit es nicht zu ausführlich wird, machen wir’s einfach kurz:

Abweichungen (Kink)

Abweichungen können alle Praktiken sein, bei denen das „Ding nicht ins Ding“ kommt, im Englischen heute oft als „PiV“ abgekürzt und auch als „Blümchensex“ wohlbekannt. Die Abweichungen können legal oder illegal sein, sanft-sinnlich oder schmerzhaft, lustvoll oder krankhaft. Was legal ist, steht im Gesetzbuch, was verpönt ist, wissen die Moralapostel, und ob etwas krankhaft ist, wissen Selbsthilfeorganisationen, Psychotherapeuten und Psychiater – allerdings erst nach ausführlichen Gesprächen. Denn auf diesem Gebiet ist des einen Eule des anderen Nachtigall. Wenn man sich selber nachhaltig schadet oder die Leidenschaft in Sucht umgeschlagen ist, sollte man sich an Fachleute wenden. Das Gleiche gilt, wenn ander esich dadurch bedrängt oder belästigt fühlen.

Fetische

Man unterscheidet Fetische in „echte“ und „sogenannte“. Echte Fetische sind alle Gegenstände, die nicht mehr an der Frau (seltener am Mann) hängen, also beispielsweise „getragene Höschen“, aber durchaus auch Schmuck oder andere Gegenstände, die einst die Haut der Geliebten berührten. Sogenannte Fetische sind Brüste oder Füße (und viele andere Körperteile), die bevorzugt oder verehrt werden. Ob es sich dabei im Lüste oder um Abweichungen (Paraphilie) handelt, und ob diese gefährlich sind oder nicht, ist umstritten. Wie auf allen Gebieten sind suchtartige Auswüchse gefahrvoll.

BDSM

BDSM ist ein Konglomerat von sexuelle und außersexuellen Praktiken, nicht mehr. Nahezu alle bestehen darin, auf Körper und Psyche eines Partners durch Bewegungshemmungen, Entzug von Sinneswahrnehmungen, Schläge oder psychologische Methoden (Unterwerfung, Gehirnwäsche) Einfluss zu nehmen. Zumeist dienen diese Methoden der Luststeigerung - aber auch, um physische oder psychische Sensationen zu erzeugen und Menschen ihre körperlichen und emotionalen Grenzen aufzuzeigen. Aufgrund des unterschiedlichen Charakters solcher Manipulationen ist BDSM nicht dafür geeignet, pauschal betrachtet, gelobt oder verurteilt zu werden. Vielmehr steckt in jeder der genannten Ideen ein Lust- und ein Gefahrenpotenzial. Beliebte Praktiken (von Frauen wie von Männern) sind unter anderem: Erziehungsspiele, Rollenspiele um die Vorherrschaft (insbesondere FemdDom (1)), Rollentausch (insbesondere Pegging), schmerzhafte Schläge und Fesselungen. Solange solche Rollenspiele kontrolliert ablaufen, ist kaum etwas dazu zu sagen. Probleme gibt es, falls Abhängigkeiten daraus entstehen.

(1) Dominieren eines Mannes durch eine Frau.

Sex als Event … ist das die Zukunft?

Eigentlich gab's sie schon im Mittelalter, die Sex-Partys
Sex als Event … ist das die Zukunft für lustvolle junge Leute?

Sex kann wirklich intim sein oder zwar nicht wirklich intim, aber wenigstens abgeschieden. Und er kann sehr Exquisit sein, ohne wirklich intim zu sein – als Event.

Solche Veranstaltungen, die kaum noch an „Swinger-Klubs mit rustikaler Eiche, in denen die Gäste in Badelatschen herumlaufen“ erinnern, würde es immer mehr geben, sagte Christian Schumann, der Sprecher des Joy-Clubs, den „Stuttgarter Nachrichten“. Seine Prognose: Ein tolles Essen, echtes Vergnügen und Tanz – und eben auch Sex – das könnte die Zukunft des Vergnügens junger, aufgeschlossener Erwachsener sein.

Aus dem Vereinigten Königreich und aus den USA hören wir das schon seit längerer Zeit. Man trifft sich mehr oder weniger halb-öffentlich unter einem meist recht frivolen Motto, und dann geht entweder etwas oder auch nicht.

Klar, dass manche Bürger dies für Sodom und Gomorrha halten, zumal, wenn sie hören, dass es Fetisch- und BDSM-Liebhaber waren, die so etwas veranstalteten. Aber die Menschen, die hingehen, wissen, was sie erwartet. Und warum sollten Sie es eigentlich nicht tun? Irgendwie war Sex ja auch das Ziel vieler Partys der 1960er Jahre ... nur dass sich die Paare meist schnell verzogen, wenn sie einander gefunden hatten.

Bild: Darstellung aus einem Badehaus im Mittelalter, Details unbekannt