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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

2026 - ich wünsche ein fröhliches durchjonglieren

Fröhlches Jonglieren 2026


"Durchjonglieren" – unser Motto für 2026

Ich habe einen unüblichen Vorsatz für 2026 gefasst: Ich werde mich da „so durchjonglieren“. Das ist zuglcih eien Empfehlung für euch - jedenfalls, was Lust, Liebe, Leidenschaft und andere heftige Emotionen betrifft.

Was das bedeutet? Eigentlich sagt es aus: Die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und das Beste für sich selbst daraus machen.

Von der KI habe ich zudem gelernt:

Durch jonglieren soll nicht nur die Konzentration, sondern auch die Wahrnehmung geschult werden. Die braucht man, um „metaphorisch (1) das Manövrieren durch schwierige Situationen“ zu erlernen.

Ihr wundert euch? Dann versucht mal, mit einer einzigen Gedanken-Kugel zu jongliere und sie dabei nicht aus der Hand zu geben. Was passiert? Niemand wird euch zusehen. Wenn du es mit zwei oder mehr Kugeln versuchst, guckt dir vielleicht jemand zu.

Ach ja – die KI wusste noch, dass rhythmische Bewegung außerordentlich hilfreich sind. Da kann man die KI nur beglückwünschen, nicht wahr ...?

Sinnlich, nachdenklich, frivol und lustvoll

Alls verstanden? Prima. Sinnliches, Nachdenkliches, Frivoles und süßer, sinnlicher Schmerz wird weiterhin die Liebeszeitung beherrschen. In dieser Reihenfolge, wie ich hoffe.

Frauen - Männer - Lebewesen

Im Jahr 2026 wird sich auch die Liebeszeitung wieder darauf besinnen, dass Frauen in erster Linie Frauen sind, Männer in erster Linie Männer. Und beide sollten das tun, was sie für sich und andere verantworten können.

Und noch mal zum Erinnern: Ob ihr Christen oder Andersgläubige, Sozialisten oder Konservative, Hauptschüler oder Doktoranden seid, ihr seid auch das Ergebnis der lebendigen Natur. Und die hat es nun mal so eingerichtet, dass ihr manchmal den Verstand verliert und euch ganz jemandem hingebt.

Mein Wunsch? Jongliert euch einfach mal durch. Es macht nichts, wenn beim Üben mal eine Kugel herunterfällt. So, wie es in der Circe heißt (2) :

Ja, is' wahr, man zaubert besser oft allein
Fällt was aus'm Ärmel, steckt man's wieder rein.


Wie geht das mit dem „durchjonglieren“ eigentlich? Ganz einfach – du guckst jeden Tag, was du willst und was du kannst und überlegst aufs Neue, wie du am besten zum Ziel kommst.

Und nun ... komm mit ins neue Jahr 2026!

(1) "mataphorisch" - Pseudo-Gelehrtendeutsch für "eine bildliche Kurzform verwenden."
(2) Zitat: Hanne Wieder (Interpretin) Friedrich Holländer (Text und Musik).
(3) Bild - Jungleurin © 2025 by liebesverlag.de

Emotionen selbst erforschen … oder waren es Lüste?

Manche Menschen wollen genau wissen, wie Gefühle funktionieren. Sie fragen dann zum Beispiel Wissenschaftler. Machen wir es kurz: Emotionen haben Wurzeln, und einige entstehen aus der Gefühlswelt, die uns mitgegeben wurde. Im Bereich der Partnersuche spielen biologische Gründe bei Weitem die größere Rolle als das, was in den Ordnungssystemen der Psychologie als „Gefühle“ gilt.

Verlassen wir die Wissenschaft für einen Moment.

Wir und unsere Emotionen

Wie können wir unsere Emotionen kennenlernen? Wir wissen inzwischen, dass es im Erwachsenenleben keine Gefühle mehr gibt, die absolut „gleich“ sind. Wenn du über 25 bist, dann sind so viele Ereignisse durch dein Gehirn gelaufen, dass du auf dein eigenes „Gefühlsbild“ vertrauen kannst. Und wenn das nicht so ist, dann solltest du versuchen, wenigstens das „hinzukriegen“.

Frauen denken aufgrund der Evolution etwas anders als Männer – sie suchen nach Partnern, die ebenso einfühlsam als Liebhaber sind wie als Väter. Männer gelten als oberflächlicher – ihnen geht es darum, möglichst viele erregende Begegnungen sexueller Art zu haben.

Jede Kultur hat eigene Vorstellungen von Sex und Beziehungen

Je nach Kultur werden manche Frauen wie auch manche Männer bestraft, wenn sie ihre Begierden zu sehr in den Vordergrund stellen. Die meisten Kulturen verlangen allerdings eine „bedeutungsvolle“ Näherung der Geschlechter – sowohl von den Frauen als auch von den Männern.

Wir können als Gesellschaft allerdings nicht erwarten, dass junge Menschen so handeln, wie „gestandene“ Erwachsene, die genau wissen, wer sie sind und was sie wollen. Junge Leute sprechen beispielsweise heute von „Vibes“, wenn der Geschlechtstrieb heftig tickt. Gute „Vibes“ sind für sie die Garantie für tolle Beziehungen – und doch bedeutet das Wort im Grunde nicht mehr als würden sie sagen: „Bei uns stimmt die Chemie“.

Die Vibrationen und die Chemie

Bekanntermaßen sagt man „bei denen stimmt die Chemie“, wenn wir eigentlich nicht wissen, was uns mit jemandem verbindet – außer dem „Unsichtbaren“, das wir als „Chemie“ zusammenfassen.

Ja – das alles können wir uns „klarer“ machen – wenn wir viele Begegnungen mit unterschiedlichen Partnern haben, beispielsweise. Aber um ein genaues Bild zu bekommen, müssten es recht viele Partner sein – doch was sind viele? Mehr als ein Dutzend?

Sex, Beziehungen und Freundschaften - trennen oder vereinen?

Menschen, die „viele“ Sexpartner hatten, beginnen oft zu trennen: Heftige Gelüste, die in erregenden sexuellen Erlebnissen enden, werden als „Genuss“ erlebt. Solche hingegen, die auf eine gemeinsame Zukunft hindeuten, werden als „sichere Häfen“ angesehen.

Und wer immer du bist – auch in dir wirken beide Richtungen: eine Bindung für eine gemeinsame Zukunft setzt auf sinnliches „Wohlbefinden“. Eine Begegnung, die heftige Emotionen freisetzt, bringt eher den Körper zum Vibrieren.

Vor Jahren hörte ich, wie eine Dame klagte: Sie hätte gerne einen einfallsreichen Lover, einen guten Freund und einen verlässlichen Vater für ihre späteren Kinder. Und sie ergänzte diesen Satz: „Wenn möglich, in einer Person“.

Wenn es möglich wäre – wer wollte das nicht?

Du willst selbst deine Emotionen erforschen? Dann lies hier weiter, bitte.

Intimität

Intimes - ganz intim
Du zeigst einer Person etwas von deinem Körper, was du (fast) nur dieser Person zeigst. Vielleicht lässt du dich dort berühren. Außen, vielleicht auch innen.

Diese Person weiß etwas von dir, was nur sie wissen darf - und du ahnst etwas von ihr, falls du es noch nicht weißt. Vielleicht führt euch beides zusammen. Möglich, dass ihr euch deshalb etwas erzählt, was wirklich ungewöhnlich intim ist.

Manchmal schenkst du ihr/ihm etwas, was sehr rar ist - eine Handlung, die dieser Mensch liebt. Es ist keine Handlung, über die du beim Damenkränzchen reden würdest, nicht wahr? Viel zu intim … was würden denn die Leute denken, wenn es sich herumsprechen würde? Du willst nicht, dass andere sehen, dass du dich hingibst, nicht wahr? Oder dass du deinen animalischen Trieben folgst - ohne Rücksicht auf das, was man von einer ... (Hier darfst du deinen Beruf oder deine Position einsetzen) erwartet.

Warum ich das schreibe? Ich habe gerade etwas von Beate Absalon gelesen. Sie sagt::

Wenn Intimität doch etwas mit Hingabe, mit Kontrollverlust und dem sich fallen lassen zu tun, wie passt das dann mit immer wieder neuen Begriffen, Regeln, fast schon klinischer Klarheit zusammen?

Und wir sehen klar und deutlich, wie oft wir leugnen, Menschen zu sein. Aber auch, wie oft wir uns dem Diktat von Ideologinnen, Ideologen und Moralistinnen/Moralisten aller Schattierungen beeinflussen lassen.

Warum sollten wir nicht „nutzlosen Verrücktheiten“ folgen, wenn und danach ist?

Es gibt keine Gründe dafür. Wirklich nicht.

Zitat aus: pioneer

Die Woche: Alles über Dating-Fehler sowie Merkwürdiges über Dominanz, Brüste und Bäder

Der Montag begann mit einer kleinen Panne: Ich hatte vergessen, mein HTTPS-Zertifikat zu verlängern. Das mögen Browser gar nicht – und so wurde ein Teil meiner Leserinnen und Leser gewarnt, auf die Seite zu gehen. Alles wurde schnell erledigt und abgehakt.

Der Plan für das erste Date: Einfacher ist besser

Ich werde immer wieder gefragt, ob es einen Plan für das erste Date gibt. Ja, den gibt es – und „eigentlich“ müssen wir nicht darüber reden, sondern der Plan liegt in der Natur der Sache. Ich denke, dass viel von euch viel zu viel planen. Und daher: Weniger ist mehr – und es zahlt sich unbedingt aus, das Treffen selbstischer anzugehen.

Warum Ratgeber nicht zu erfolgreichen Dates führen

Bleiben wir noch ein bisschen beim „ganz gewöhnlichen Date“. Mein Artikel auf keinen Fall auf fremden Rat zu hören, hat bei einigen von euch Befremden ausgelöst. Wenn du jetzt sagst: „Aber werden Erfolg will, braucht doch immer Rat“, dann bist du bereits einer populären Ansicht auf den Leim gegangen. In diesem Fall rate ich: Überleg dir noch mal, was für dich ein „erfolgreiches Date“ ist.

Dates ohne künstlichen Stress - was du anders machen kannst

Das bringt mich zum „ersten Date“. Die meisten gehen mit zu viel Erwartungen auf dieses Treffen – und genau das führt zu den viel Enttäuschungen, die heute zusammengefasst als „Dating Burn-out“ bezeichnet werden. Warum versucht ihr nicht einfach, eure „ersten Dates“ ohne den Stress hoher Erwartungen anzugehen?

Schlimmer noch als die Erwartungen ist der „Druck, dass es klappen muss“. Dich unter Druck zu setzen, ist einer der drei schlimmsten Fehler, die du beim Date machen kannst. Auch darüber habe ich diese Woche geschrieben.

Wichtig ist die Person - nicht das Etikett, das du ihr aufdrückst

Der dritte vermeidbare Fehler ist einer, den ihr alle kennt (vermute ich jedenfalls): Nicht die Person zu sehen, die vor dir sitzt, sondern ein Exemplar der Gattung Mensch, mit dem du „schon Erfahrungen hast“. Ist sie oder er „typisch dies oder das?“ Ja, es kann sein. Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen Frauen davor gewarnt wurden, Zöllner, Ingenieure oder Lehrer zu treffen. Oder Sozialpädagoginnen, Sekretärinnen und Lehrerinnen. Heute werden weitere Etiketten ausgeteilt: bloß keine … keinen … und so weiter.

Die dominante Frau und das Date mit ihr

Unter den etwas spektakuläreren Themen haben wir dieser Tage „dominante Frauen auf Partnersuche“ ausgewählt. Und bevor bei den interessierten Herren die Augen leuchten: Wir meinen dabei Frauen, die ihre Dominanz mehrschichtig unter Beweis stellen wollen. Es geht also nicht ausschließlich um sexuelle Dominanz.

Satire, Ausblick und neue Themen

Unser Freund Gramse war schon am Wochenende auf ein Scheinthema gestoßen – so eines, das die Neugierde von Lesern und möglichen Abonnenten) beflügelt. Ach, wie schrecklich, dass sich Damen in Badeanstalten, die nunmehr ihre Brüste zeigen dürfen, nun ejakulierende männliche Badegäste befürchten müssen. Das war eine Satire wert.

Ein Thema, auf das wir mit der Nase gestoßen wurden, ist die Frage, ob sogenannte „sexuelle Handlungen“ von Frauen oder Männern ähnlich lustvoll ausgeführt werden können. Klar ist, dass wir damit in ein Wespennest stechen, zumal wir nicht von „Szenen“ sprechen wollen, sondern von natürlicher, fluider Sexualität und sinnlichen Gefühlen.

Noch ist nicht ganz klar, ob wir genügend Materialien dazu finden können, weil es ein Thema ist, über das nahezu alle Frauen und Männer schweigen.

Themenvorschläge dieser und anderer Art sind immer willkommen.

Zunächst aber gilt es, das Wochenende zu genießen … den der Genuss ist das eigentliche Ziel der Lust. Gönnt ihn euch.

Du und deine geheimen Lüste

Ich könnte ... das Herantasten an erotische Fantasien
Nein, ich frage dich nicht, welche speziellen geheimen Lüste und geheimsten Wünsche du hast. Stattdessen mache ich dir einen Vorschlag: Denk die jetzt (ja jetzt!) den geheimsten, sonderbarsten erotischen Wunsch aus, denn du im hintersten Kämmerchen deines Gehirns vorfindest. Du kannst dir jetzt eine beliebige Szene vorstellen, die unter Erwachsenen vorkommt. Infrage kommt alles, was dich neugierig macht.

Taste dich an die erotische Vorstellung heran

Nun tust du etwas ganz Einfaches: Du stellst dir vor, wie nahe dir diese Szene kommt oder inwieweit du gerne daran teilhaben würdest. Je „näher“ du an die Szene herankommst, umso mehr wandelt sich deine Neugierde in das Gefühl, ein Teil der Szene zu sein - sei es als Betrachter(in) oder Teilnehmer(in). Nun werden deine „echten“ Gefühle und Neigungen wachgerufen. Lust oder Abscheu (und manchmal beides zusammen) kommen dir näher.

Sieben Schritte, um zu wissen, wie sich die Lust anfühlt

Ich denke, du hast inzwischen deine Fantasie, deinen Traum, deine süßsaure Neigung oder etwas dergleichen gefunden. Nun kommt sie dir in sieben Schritten gedanklich näher.

1. Du liest über diese Szene in einem Buch.
2. Du siehst einen Spielfilm, in dem diese Szene vorkommt.
3. Du siehst dir einen pornografischen Film an, in dem diese Szene herausgestellt wird.
4. Die Szene wird auf einer Bühne angedeutet (beispielsweise in einem Varieté oder auf einer Erotik-Messe) oder ausgeführt.
5. Auf einer Party oder in einem Klub siehst du aus der Distanz wie einzelne Paare tatsächlich „zur Sache gehen“.
6. Die Szene spielt unmittelbar vor deinen Augen in einem kleinen Raum, den du nicht verlassen willst oder kannst.
7. Du wirst von einem/einer der Beteiligten aufgefordert, an der Szene teilzunehmen.

Es lohnt sich, darüber nachzudenken, was jede dieser Stufen für dich bedeuten würde – selbst dann, wenn du niemals „in Versuchung“ kommen würdest.

Was es dir nützt, dich mit Lüsten zu beschäftigen

Du kannst dies mit mehreren Fantasien erproben. Stell dir immer alles möglichst plastisch vor: den Raum, die Personen, die Handlungen. Am Ende wirst du wissen, welche Lüste dich bewegen. In jedem Fall bist du emotional besser vorbereitet, wenn du per Zufall davon berührt wirst. Und sollte es einmal die Gelegenheit, eine passende Situation und eine wundervolle Person geben, die in die Szene hineinpasst, dann kannst du dich sicherer entscheiden.

Bild: Nach einer Zeichnung aus dem Magazin "Le Rire" (ca. 1915)