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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Intimität

Intimes - ganz intim
Du zeigst einer Person etwas von deinem Körper, was du (fast) nur dieser Person zeigst. Vielleicht lässt du dich dort berühren. Außen, vielleicht auch innen.

Diese Person weiß etwas von dir, was nur sie wissen darf - und du ahnst etwas von ihr, falls du es noch nicht weißt. Vielleicht führt euch beides zusammen. Möglich, dass ihr euch deshalb etwas erzählt, was wirklich ungewöhnlich intim ist.

Manchmal schenkst du ihr/ihm etwas, was sehr rar ist - eine Handlung, die dieser Mensch liebt. Es ist keine Handlung, über die du beim Damenkränzchen reden würdest, nicht wahr? Viel zu intim … was würden denn die Leute denken, wenn es sich herumsprechen würde? Du willst nicht, dass andere sehen, dass du dich hingibst, nicht wahr? Oder dass du deinen animalischen Trieben folgst - ohne Rücksicht auf das, was man von einer ... (Hier darfst du deinen Beruf oder deine Position einsetzen) erwartet.

Warum ich das schreibe? Ich habe gerade etwas von Beate Absalon gelesen. Sie sagt::

Wenn Intimität doch etwas mit Hingabe, mit Kontrollverlust und dem sich fallen lassen zu tun, wie passt das dann mit immer wieder neuen Begriffen, Regeln, fast schon klinischer Klarheit zusammen?

Und wir sehen klar und deutlich, wie oft wir leugnen, Menschen zu sein. Aber auch, wie oft wir uns dem Diktat von Ideologinnen, Ideologen und Moralistinnen/Moralisten aller Schattierungen beeinflussen lassen.

Warum sollten wir nicht „nutzlosen Verrücktheiten“ folgen, wenn und danach ist?

Es gibt keine Gründe dafür. Wirklich nicht.

Zitat aus: pioneer

Die Woche: Alles über Dating-Fehler sowie Merkwürdiges über Dominanz, Brüste und Bäder

Der Montag begann mit einer kleinen Panne: Ich hatte vergessen, mein HTTPS-Zertifikat zu verlängern. Das mögen Browser gar nicht – und so wurde ein Teil meiner Leserinnen und Leser gewarnt, auf die Seite zu gehen. Alles wurde schnell erledigt und abgehakt.

Der Plan für das erste Date: Einfacher ist besser

Ich werde immer wieder gefragt, ob es einen Plan für das erste Date gibt. Ja, den gibt es – und „eigentlich“ müssen wir nicht darüber reden, sondern der Plan liegt in der Natur der Sache. Ich denke, dass viel von euch viel zu viel planen. Und daher: Weniger ist mehr – und es zahlt sich unbedingt aus, das Treffen selbstischer anzugehen.

Warum Ratgeber nicht zu erfolgreichen Dates führen

Bleiben wir noch ein bisschen beim „ganz gewöhnlichen Date“. Mein Artikel auf keinen Fall auf fremden Rat zu hören, hat bei einigen von euch Befremden ausgelöst. Wenn du jetzt sagst: „Aber werden Erfolg will, braucht doch immer Rat“, dann bist du bereits einer populären Ansicht auf den Leim gegangen. In diesem Fall rate ich: Überleg dir noch mal, was für dich ein „erfolgreiches Date“ ist.

Dates ohne künstlichen Stress - was du anders machen kannst

Das bringt mich zum „ersten Date“. Die meisten gehen mit zu viel Erwartungen auf dieses Treffen – und genau das führt zu den viel Enttäuschungen, die heute zusammengefasst als „Dating Burn-out“ bezeichnet werden. Warum versucht ihr nicht einfach, eure „ersten Dates“ ohne den Stress hoher Erwartungen anzugehen?

Schlimmer noch als die Erwartungen ist der „Druck, dass es klappen muss“. Dich unter Druck zu setzen, ist einer der drei schlimmsten Fehler, die du beim Date machen kannst. Auch darüber habe ich diese Woche geschrieben.

Wichtig ist die Person - nicht das Etikett, das du ihr aufdrückst

Der dritte vermeidbare Fehler ist einer, den ihr alle kennt (vermute ich jedenfalls): Nicht die Person zu sehen, die vor dir sitzt, sondern ein Exemplar der Gattung Mensch, mit dem du „schon Erfahrungen hast“. Ist sie oder er „typisch dies oder das?“ Ja, es kann sein. Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen Frauen davor gewarnt wurden, Zöllner, Ingenieure oder Lehrer zu treffen. Oder Sozialpädagoginnen, Sekretärinnen und Lehrerinnen. Heute werden weitere Etiketten ausgeteilt: bloß keine … keinen … und so weiter.

Die dominante Frau und das Date mit ihr

Unter den etwas spektakuläreren Themen haben wir dieser Tage „dominante Frauen auf Partnersuche“ ausgewählt. Und bevor bei den interessierten Herren die Augen leuchten: Wir meinen dabei Frauen, die ihre Dominanz mehrschichtig unter Beweis stellen wollen. Es geht also nicht ausschließlich um sexuelle Dominanz.

Satire, Ausblick und neue Themen

Unser Freund Gramse war schon am Wochenende auf ein Scheinthema gestoßen – so eines, das die Neugierde von Lesern und möglichen Abonnenten) beflügelt. Ach, wie schrecklich, dass sich Damen in Badeanstalten, die nunmehr ihre Brüste zeigen dürfen, nun ejakulierende männliche Badegäste befürchten müssen. Das war eine Satire wert.

Ein Thema, auf das wir mit der Nase gestoßen wurden, ist die Frage, ob sogenannte „sexuelle Handlungen“ von Frauen oder Männern ähnlich lustvoll ausgeführt werden können. Klar ist, dass wir damit in ein Wespennest stechen, zumal wir nicht von „Szenen“ sprechen wollen, sondern von natürlicher, fluider Sexualität und sinnlichen Gefühlen.

Noch ist nicht ganz klar, ob wir genügend Materialien dazu finden können, weil es ein Thema ist, über das nahezu alle Frauen und Männer schweigen.

Themenvorschläge dieser und anderer Art sind immer willkommen.

Zunächst aber gilt es, das Wochenende zu genießen … den der Genuss ist das eigentliche Ziel der Lust. Gönnt ihn euch.

Du und deine geheimen Lüste

Ich könnte ... das Herantasten an erotische Fantasien
Nein, ich frage dich nicht, welche speziellen geheimen Lüste und geheimsten Wünsche du hast. Stattdessen mache ich dir einen Vorschlag: Denk die jetzt (ja jetzt!) den geheimsten, sonderbarsten erotischen Wunsch aus, denn du im hintersten Kämmerchen deines Gehirns vorfindest. Du kannst dir jetzt eine beliebige Szene vorstellen, die unter Erwachsenen vorkommt. Infrage kommt alles, was dich neugierig macht.

Taste dich an die erotische Vorstellung heran

Nun tust du etwas ganz Einfaches: Du stellst dir vor, wie nahe dir diese Szene kommt oder inwieweit du gerne daran teilhaben würdest. Je „näher“ du an die Szene herankommst, umso mehr wandelt sich deine Neugierde in das Gefühl, ein Teil der Szene zu sein - sei es als Betrachter(in) oder Teilnehmer(in). Nun werden deine „echten“ Gefühle und Neigungen wachgerufen. Lust oder Abscheu (und manchmal beides zusammen) kommen dir näher.

Sieben Schritte, um zu wissen, wie sich die Lust anfühlt

Ich denke, du hast inzwischen deine Fantasie, deinen Traum, deine süßsaure Neigung oder etwas dergleichen gefunden. Nun kommt sie dir in sieben Schritten gedanklich näher.

1. Du liest über diese Szene in einem Buch.
2. Du siehst einen Spielfilm, in dem diese Szene vorkommt.
3. Du siehst dir einen pornografischen Film an, in dem diese Szene herausgestellt wird.
4. Die Szene wird auf einer Bühne angedeutet (beispielsweise in einem Varieté oder auf einer Erotik-Messe) oder ausgeführt.
5. Auf einer Party oder in einem Klub siehst du aus der Distanz wie einzelne Paare tatsächlich „zur Sache gehen“.
6. Die Szene spielt unmittelbar vor deinen Augen in einem kleinen Raum, den du nicht verlassen willst oder kannst.
7. Du wirst von einem/einer der Beteiligten aufgefordert, an der Szene teilzunehmen.

Es lohnt sich, darüber nachzudenken, was jede dieser Stufen für dich bedeuten würde – selbst dann, wenn du niemals „in Versuchung“ kommen würdest.

Was es dir nützt, dich mit Lüsten zu beschäftigen

Du kannst dies mit mehreren Fantasien erproben. Stell dir immer alles möglichst plastisch vor: den Raum, die Personen, die Handlungen. Am Ende wirst du wissen, welche Lüste dich bewegen. In jedem Fall bist du emotional besser vorbereitet, wenn du per Zufall davon berührt wirst. Und sollte es einmal die Gelegenheit, eine passende Situation und eine wundervolle Person geben, die in die Szene hineinpasst, dann kannst du dich sicherer entscheiden.

Bild: Nach einer Zeichnung aus dem Magazin "Le Rire" (ca. 1915)

Was man sich so erzählt über Po und Brust …

Der scheue Blick ins Badezimmer von Madame ...
Als es noch kein „Neusprech“ gab, welches wir heute „Soziale Korrektheit“ nennen, war eine der Hauptfragen, ob Männer auf „Gesäße“ oder „Busen“ standen. Wahrscheinlich ist euch der Satz geläufiger, wenn ihr das Gesäß mit dem A-Wort und den Busen mit dem T-Wort austauscht.

Wenn ich so überlege, dann waren die Gesäße nie wirklich in Augenhöhe, es sei denn, ich hätte mal im Außenbereich eines Cafés gesessen, und ein solches Gesäß wäre wippend an mir vorübergegangen. Ja, ich weiß, ich habe das Gesäß nun verdinglicht. Es schwebt ja nicht eigenständig am Cafébesucher vorbei, nicht wahr?

Das Internet ist voll von dümmlichen Kommentaren zu einer Studie, die sich um Brüste und Gesäße dreht – bei „stinknormalen“ Männer, versteht sich. Demnach sind Männer mit ausgeprägter Po-Liebe „sehr ehrgeizig“ – und darüber hinaus noch sehr ordentlich. Diejenigen, die eher auf Tit… Pardon, auf Brüste ausgerichtet sind, seien hingegen eher chaotisch … und je doofer sie wären, umso größere Brüste würden sie anglotzen - oder anfassen? Ich weiß es nicht.

Leider kann ich euch auch nicht sagen, welche Persönlichkeitseigenschaften Bauchnabelliebhaber, Zehenliebhaber oder Achselhaarliebhaber haben.

Aber nachdem ich dies alles gründlich überlegt und mehrfach durch die innere Zensur gejagt habe, kam ich zu dem Schluss, heut auf keinen Fall einen Artikel über „Po oder Busen“ zu schreiben. Ihr könntet ja daraus schließen, wie meschugge oder hochnäsig ich bin. So wahr ich Gramse heiße.
Bild: Nach einer Vorlage aus dem 19. Jahrhundert, restauriert udn koloriert.

Warum Liebe durch (und unter) die Haut geht

Gorillas und Affenliebe
Die Haut dient normalerweise dazu, uns zu schützen. Nachdem wir Menschen nahezu haarlos sind, legen sie zum weiteren Schutz gegen allerlei Umwelteinflüsse, Kälte und voyeuristische Neigungen Kleidung an. Das ist sozusagen ihr „Fellersatz“. Legen sie das Ersatzfell ab, so fühlen sie sich verletzlich, besonders bei Berührungen. Das ist die Ausgangslage.

Das Spiel damit, mehr oder weniger Haut zu zeigen, die Haut durchscheinen zu lassen oder blickdicht zu verdecken, ist der Beginn des Flirts wie auch der Verführung – und selbstverständlich auch ein Showeffekt.

Liebe geht durch die Haut - und Haut zu spüren, heißt auch "Intimität"

So viel ist jedenfalls sicher: „Liebe“, dieses oft missbrauchte Wort – ist etwas, das „durch die Haut geht“. Gegen wir dazu in den Zoo. Ein Gorillamännchen erlebt die sprichwörtliche Affenliebe wie ein menschlicher Säugling – durch die Haut. Das war es dann auch - für das Männchen. Das Gorillaweibchen wird normalerweise wieder Mutter und setzt so den Kreislauf fort: Liebe empfangen haben – Liebe geben – und somit die Liebe in die nächste Gorillageneration übertragen.

Über die Haut geht Liebe auch unter die Haut

Bei den Menschen wird „Liebe“ oft mit „Intimität“ gleichgesetzt. Je mehr Haut wird dem anderen zeigen, je mehr Berührungen wir zulassen, umso mehr reden wir von „Intimität“. Irgendwann paar sich der Wunsch nach Intimität mit dem Fortpflanzungstrieb, dann reden wir davon, dass sie oder er „gevögelt“ haben.

Sex ohne nackte Haut

Warum das auch ohne nackte Haut geht? Sehr einfach. Sexuelle Begierde wird auch durch Düfte und Gesten ausgelöst. Und manchmal sind es eben nur bestimmte Vorstellungen oder Gegebenheiten, die zum Sex führen. Wenn „sie“ sich bereits vorstellt, dass der Abend nicht ohne Sex ausklingen soll, und er auch schon mit halbsteifem Penis dasitzt, reicht oft ein Satz, um den Bann der Wohlanständigkeit zu brechen.

Rituale, Haut und Lüste

Wir erkennen darin: Liebe geht durch die Haut und erzeugt sehr unterschiedliche Übereinstimmungen. Manche Paare nutzen Liebesrituale, die „unter die Haut gehen“, wie etwa einander zu streicheln oder zu küssen. Etwa so, wie Entenpaare vor dem Sex zusammen Wasser trinken. Wenn sie sich dabei wohlfühlen, nennen sie diese Prozeduren auch „erfüllenden Sex“, weil er mehr bedeutet, als sich zu paaren und weil die Gefühle auch länger anhalten. Sie mögen das nennen, wie sie wollen, aber meist unterstützt die Natur diesen „Liebesrausch“ durch Botenstoffe.

Einige Fragen bleiben

Das Thema ist damit nicht erschöpft. Wir verstehen bis heute nicht genau, warum Menschenfrauen auf Rituale bestehen, bevor sie sich dem Geschlechtsakt hingeben, obwohl sie selbst darauf zusteuern. Wir bezeichnen dies gerne als „Liebesspiel“, und zumindest die Männer sagen, es folge stets den Regeln, die die Frau dafür aufstellt. Wir kennen auch die Gründe nicht, warum Schmerz und Lust oftmals eine Symbiose eingehen.

Aber wir wissen, dass es geschieht. Erwachsene Menschen sind Spieler mit der Lust – erwachsene Gorillas leisten sich diesen Luxus nicht. Und sicher nicht nur, weil sie weitgehend von Fell bedeckt sind.