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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Sie sucht ihn ... Kultur, Natur und DU

Bei den meisten Säugetieren stellen sich die Männchen zur Schau, um die Weibchen zu beeindrucken. Das hat sich recht gut bewährt, weil die Weibchen dadurch sicherstellen, den bestmöglichen Nachwuchs auf die Welt zubringen – was letztlich in aller Interesse ist.

Die Menschen haben irgendwann ein Verfahren entwickelt, in dem die Weibchen die Vorteile ihre Körper zur Schau stellen. Jedenfalls an geeigneten Orten, bei geeigneten Gelegenheiten und meist einem begrenzten Kreis von Bewerbern.

Die Männchen sind durchaus in der Lage, nach wie vor die üblichen „Affentänzchen“ aufzuführen. Was letztlich bedeutet, den Körper mit Kraft und Stärke zu präsentieren – gegebenenfalls auch mit Geist und Kontostand.

Er sucht sie - großer Aufwand, wenig Erfolg

Dennoch „sucht“ der Mann angeblich die Frau – was manche Statistiken durchaus belegen. Er umwirbt sie, er lädt ein, er bezahlt, er lässt sich abweisen. Manchmal lässt er sich auch suchen – aber dann muss der Mann schon außerordentlich begehrenswert sein. Der Rest (oder gar die Mehrheit) spielt einfach weiter – mit hohem Einsatz, aber nahezu ohne erkennbare Erfolge.

Was wäre, wenn SIE suchen würde?

Eines ist sicher: Wer selbst sucht, kann die besser Auswahl treffen. Voraussetzung waren allerdings ausreichende Ressourcen, oder im Volksmund: „Ob er eine gute Partie ist“. War er das, folgte noch eine kurze Prüfung des „Charakters“. Passte beides, durfte die Frau noch das „Jawort“ geben, um die Sache zu besiegeln. Ausgehandelt war längst alles: vom Kandidaten um die „Hand der Tochter“ und dem Vater der Braut.

Hat man je gehört, dass eine Frau um die Hand des Sohnes anhielt? Und dass die Mutter des Bräutigams gemeinsam mit der Kandidatin die Bedingungen für die Heirat aushandelte?

Auf keinen Fall. Es war einfach nicht möglich. Der Vater hatte das Geld – und darum ging es.

Die Gesellschaft ändert sich - doch ist das überall angekommen?

Inzwischen gaben es viele Änderungen in der Gesellschaftsordnung. Zuerst wurde die “Neigungsehe“ zum Standard. Sie beruhte im Wesentlichen darauf, dass sich Paare auf dem freien Heiratsmarkt tummeln konnten. Damit war es auch möglich, den Willen der Eltern zu umgehen.

Inzwischen sind Frauen zu Geld, Macht und Einfluss gekommen. Theoretisch sind sie die Gewinner aller Kulturevolutionen der letzten hundert Jahre. Sie könnten also ausschwärmen und „ihren Mann“ suchen – frei, ohne Vorbehalte und Standesdünkel.

Tun sie das?

Nein, das tun sie nicht. Sie lassen sich einladen, verlocken durch ihr Auftreten und ihre Kleidung – oftmals mehr als durch andere Ressourcen. Nur wenige wissen, wer für sie wirklich infrage käme – und ich bin ganz sicher, dass diese Frauen längst einen Partner gefunden haben. Die Mehrheit der Suchenden schwebt irgendwo zwischen Einfamilienhäusern, Familienidealen und Illusionen aller Art.

Beziehungen suchen geht auch anders

Wäre es nicht besser, erst einmal Bilanz zu machen? Zum Beispiel zu fragen: Wer bist du und was willst du eigentlich da, wo du bist? Und sich dann zu fragen: Was fehlt dir wirklich, und mit wem kannst du es wo erreichen?

Wenn du das kannst, dann kannst du selber deinen Mann suchen, finden und an dich binden.

Warum also lässt du dich suchen? Warum suchst du nicht selbst?

Nein, antworte nicht der Liebeszeitung. Suche die Antwort für dich selbst – und schreib sie auf.

Das einfache Prinzip – gute Partner(innen) sind schnell weg

Wenn eine Ware bekannt für ihre ausgezeichnete Qualität ist, dann ist sie normalerweise teuer, manchmal auch knapp. Die Waren, die nicht ganz so begehrt sind, mögen ebenfalls ausgezeichnete Qualitäten besitzen, kosten aber deutlich weniger.

Tatsache ist, dass wir bei der Partnerwahl zu oft danach suchen, eine ausgezeichnete Qualität zu erwerben. Sie soll strahlende Schönheit, ungebrochene Gesundheit, überdurchschnittliche Körperkraft und ein gehobenes Einkommen besitzen. Wir erkundigen uns, aus welchem „Stall“ sie kommt, welche Bildung sie besitzt und ob sie sich eine Familie wünscht.

Natürlich sind das alles nur Illusionen, was sonst?

Irgendwann wachen wir auf, reiben uns die Augen und finden uns auf einem Marktplatz wieder. Und wir sehen: Entweder sind die besten Exemplare dort nicht vorhanden, weil sie schon „weg“ sind. Oder sie haben sehr genau Vorstellungen, wie sie leben wollen – und wir wissen, dass wir dieses Leben nicht mitmachen wollen.

Je scheller du läufst, umso mehr verschwindet das Ziel der Parterschaft

Nun ist es soweit: Entweder wir gehen Kompromisse ein oder wir rasen weiter auf ein Ziel los, das immer weiter entschwindet, je schneller wir es zu erreichen versuchen.

Von den professionellen Märchenerzählern werden wir hören, dass es selbstverständlich dennoch klappen kann. Allerdings müssen wir vorher ihre Kurse buchen oder irgendeinen Dienst abonnieren. Und es gibt ganz sicher ein Beispiel, das sie dafür bei der Hand haben.

Diese Beispiele gibt es. Die Menschen die „dennoch“ Erfolg hatten, haben etwas anders gemacht als all die anderen, die den Ratschlägen nachgelaufen sind und „Wundermittel“ erprobt haben.

Lauft nicht den Massen nach - geht ihnen entgegen

Ich habe früher einmal geschrieben: „Ihr findet keinen Partner, wenn ihr in die Richtung lauft, in die alle laufen.“ Und die Begründung ist ganz einfach: Sobald ihr den Menschen entgegenlauft, sehen sie euch – und ihr seht sie.
Irgendwann wir eine Entscheidung fällig. Ich empfehle, darauf vorbereitet zu sein.

Neulich sagten zwei Suchende zueinander: „Ich würde niemals meinen Wohnort verlassen, um eine Partnerschaft zu beginnen.“

In diesem Moment habe ich gedacht: „Was, nicht einmal das?“

Männer müssen sich bei der Partnersuche neu aufstellen - Frauen auch?

Eigentlich pfeifen es die Spatzen von den Dächern, doch inzwischen ist die Botschaft auch in der Dating-Branche angekommen. Und sie heißt: Männer haben es inzwischen deutlich schwerer, eine Frau zu finden – vor allem zum Heiraten.

Doch wo liegen die Gründe?

Zunächst einmal hat die Frauenemanzipation einen erheblichen Einfluss auf die soziale Kultur genommen. Genauer gesagt handelt es sich um den Durchbruch bei der Bildung: Frauen streben heute danach, einen Beruf auszuüben, durch den sie sich selbst ernähren können. Das macht sie flexibler und unabhängiger bei der Lebensplanung. Die Psychologin Caroline Erb (PARSHIP) kommentiert dies so:

(Die „männliche Einsamkeitskrise“) ... ist mitunter auch bedingt durch die stärkere finanzielle Unabhängigkeit und das Achten auf die eigenen Bedürfnisse ... (vieler Frauen) zurückzuführen.

Dieser Begriff ist relativ neu. Die „loneliness male epidemic“ ist – wie könnte es anders sein – von „Sozialen Netzwerkern“ erfunden worden – hat aber auch reale Hintergründe. Denn zumindest „gefühlt“ wird es für Männer schwerer, passende Partnerinnen zu finden – für alle Fälle, also sowohl für feste wie auch für flüchtige Beziehungen.

Die Suche nach DEN Gründen - oder die Suche nach DEINEN Gründen?

Manche Männer (und übrigen auch viele Frauen) machen es sich leicht, wenn es um die Gründe geht: Schuld ist entweder der liberale Zeitgeist, die Selbstherrlichkeit der Suchenden oder das andere Geschlecht. Aus dieser einfachen Sicht lässt sich immer von den wahren Gründen abzulenken. Doch gibt es sie überhaupt?

Nach Meinung der meisten Beobachter des Partnermarkts trifft die „Mangellage" vor allem sehr gebildete Frauen, die keinen „Partner auf Augenhöhe“ finden und Männer, die am unteren Ende des Bildungsniveaus stehen.

Doch auch ein ganz anderes Zeitphänomen macht Männer zu schaffen – und Frauen tatsächlich auch. Denn neben dem Universum der neuen Freiheiten, auf das immer wieder verwiesen wird, existiert nach wie vor die konservative bürgerliche Vorstellung von Ehe und Familie. Hören wir dazu noch einmal die Psychologin:

„(Heute) ...muss man sich zwischen konservativen Biedermeiertum und Polyamorie irgendwie zurechtfinden.“

Unsere gesplatene Kultur - erstarrte Werte und gesellsschaftliche Utopien

Das bedeutet, dass wir faktisch in zwei völlig unterschiedlichen Kulturen leben. Eine, die sich erstarrt zeigt und alte Werte beruft, die teils noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Und die anderen, die unabhängiger, liberaler oder flexibler sein wollen. Bildlich gesprochen, stehen wir als Gesellschaft mit einem Fuß in der Vergangenheit, mit dem anderen bereits in einer Zukunft, die vorerst nur in den Köpfen exisitiert.

Das wär noch nicht so schlimm, wenn in „der Brust nicht zwei Seelen“ wohnen würden – nämlich beide Seiten. So selten ist das nicht: Kinder zu haben und sich dennoch unabhängig zu fühlen, ist ziemlich schwierig. Und immerhin haben wir alle Säugetierinstinkte, die in erst in der mittleren Lebensphase dringlicher werden.

Keine Lösungen von außen - wie wäre es jetzt mit Nachdenken?

Eine Lösung „von außen“ ist nicht zu erwarten, und es empfiehlt sich ebenso nicht, auf eine Trendwende zu hoffen. „Wir“ müssen Probleme dieser Art auf unsere Weise selbst lösen.

Tatsächlich lohnt sich für Männer, zwei Mal nachzudenken, warum ihre Situation derzeit nicht so rosig ist. Sich weiterbilden, auch noch mit 30? Oder früher aus dem Elternhaus ausziehen und zeitiger flügge werden? Den Umkreis der Suche mental und örtlich erweitern? Das eigene Verhalten darauf abklopfen, ob es für Frauen erträglich ist? Hilfe in Anspruch nehmen?

Viele Vorschläge – aber noch keine Lösungen. Und genau genommen gelten einige dieser Ratschläge auch für Frauen.

Aus meiner Sicht ist das Hauptproblem der Männer wie der Frauen, mit Wunschzetteln unterwegs zu sein und dabei zu hoffen, dass der Zufall die entsprechenden Exemplare auswählt.

Wenn es uns gelingen sollte, mit klareren Vorstellungen, aber mehr Bereitschaft zu Kompromissen auf die Partnersuche zu gehen, dann wäre viel gewonnen. Bei Männern – und sicher auch bei Frauen.

Zitate aus der "Kleinen Zeitung", Österreich.

Weitere sinnvolle Informationen: WISSEN.de

Die Partnersuche völlig neu gestalten – endlich Erfolge haben

Du willst mehr Matches, Dates oder irgendetwas sonst, was du in Zahlen ausdrücken kannst?

Dann lies dies – es hilft wirklich.

Das Fazit einer umfangreichen Analyse der Zahlenspiele um mehr „Matches“ oder mehr „Dates“ ist ernüchternd: Zahlenspiele bewirken so gut wie gar nichts.

Das ist die schlechte Nachricht. Aber nun folgt die gute Nachricht:

Deine Wünsche werden wahr, wenn du deine eigenen Grenzen durchbrichst – räumliche Grenzen, emotionale Grenzen und die Grenzen deiner bisherigen Sichtweise.
Im Detail:

1. Die Anzahl der Matches ist keine verwertbare Größe für den Erfolg.
2. Deine Art, mit möglichen Kontakten umzugehen, ist dagegen der beste Weg zu einem Date.
3. Je mehr „Fracht“ (Wünsche, Vorstellungen) du zum Date mitbringst, umso schlechter ist die Aussicht auf Erfolg.
Na schön – das sind die Gründe. Wo bleibt die Abhilfe?

Hier findest du Lösungen

1. Um einen schwachen Markt zu beleben, sind vor allem attraktive Angebote nötig. Das bedeute, die besten Eigenschaften (Geber-Eigenschaften) in den Vordergrund zu stellen.
2. Viele Personen in Deutschland verstehen sich nicht auf Kommunikation – das bedeutet oft, nur unvollständige Gespräche bei Dates führen zu können. Abhilfe: Kommunikationskurse.
3. Kenntnisse über eigene Eigenschaften. Wer sich selbst kaum kennt, kann sich kaum mit anderen abgleichen. Abhilfe: Beratung durch gute Freunde oder Fachleute.
4. Partnermarkt-Kenntnisse. Der Partnermarkt entscheidet, wer jetzt und hier verfügbar ist. Es lohnt sich, auf mehreren Märkten zu schauen, um sich einen Überblick zu verschaffen.
5. Ausweitung der Grenzen: Wohnorte kann man wechseln, eigene Grenzen lassen sich aufheben. Möglicherweise wohnt ein passender Partner in 100 Kilometer Entfernung. Hast du es schon einmal versucht, deinen Radius zu erweitern?


Das Sehpferd-Team wünscht dir viel Glück dabei – und Erfolg. Darüber sind wie uns sicher, wenn du es wirklich versuchst.

Ledig und Sex über 40? Die Zeiten ändern sich – und manchmal gar nicht

Was tut eine Frau, die inzwischen über 40 Jahre alt ist, wenn sie nach einer neuen Beziehung sucht?

Die „braven“ unter euch werden sagen: „Dann sucht sie etwas für die Dauer, will endlich wieder einen Mann an ihrer Seite haben.“ Falls du auch „brav“ bist – diene Meinung in Ehren, aber es ist wesentlichen einfacher, keine Beziehung zu suchen. Denn wenn du längere Zeit keine Verabredungen hattest, dann hast du keine Ahnung, wie so etwas läuft.

Warum "nur Sex" eine Option ist

Nicht so, wie du denkst - jedenfalls. Denn was du auch denkst – es kommt anders. Du wirst eine Menge verheiratete Männer kennenlernen – die können sehr interessant sein, falls du selber nicht heiraten willst. Sie „betrügen“ wahrscheinlich eine andere Frau. Je nachdem, wie du ethisch „drauf“ bist, kannst du das hinnehmen oder auch nicht. Wichtig ist: Von diesen Männern gibt es Sex und manchmal ein hübsches Geschenk. Das sollte im Grunde reichen – und die Romantik musst du weiterhin aus Büchern beziehen.

Unmoral, Treue und Konflikte

Wer so etwas tut, gilt als „unmoralisch“. Du wirst abgewertet, wenn du es weißt. Wahrscheinlich auch dann, wenn du es nicht weißt und genügend andere davon wissen. Wenn die „andere Frau“ herausbekommt, dass du in ihre Ehe eingebrochen bist, gibt es für euch beide Ärger. Auch, wenn du keine Ahnung hattest.

Männer, die kaum Beziehungen hatten

Es gibt einige ledige oder geschiedene Männer in „deinem“ Alter, also solche zwischen 40 und 50 Jahren. Einige werden dir gestehen, seit zehn oder gar 20 Jahren keine Beziehung gehabt zu haben. Es wird lange dauern, bis du herausfindest, warum – und die Gründe dafür werden dir nicht gefallen. Einige andere werden ziemlich schnell Sex wollen – sie sind wesentlich einfacher zu handhaben.

Tiefe Bindungen - oder kurze sexuelel Episoden?

Na schön, das alles kannst du unseren Autoren glauben oder nicht. Und du kannst auch viele andere Wege gehen. Einer davon ist, sich auf Sex zu beschränken. Das bewährt sich solange, wie du keine „tiefen Bindungen“ zu jemandem aufbauen willst. Sex hat den Vorteil, intensiv und für den Moment erfüllend zu sein. Liebe klingt besser, denn darüber kannst du mit jedem reden. Aber eine neue Liebe bringt auch Schwierigkeiten mit sich ... Vom Wohnort bis zu den „sinnlichen Präferenzen“ deines Neuen.

Dieser Tage stand in Foren, Blogs und Zeitungen wieder viel über die „Lust in mittleren Jahren“. Die Aussagen variieren von „ich möchte nicht abgewertet werden, weil ich fast nur ONS habe“ bis hin zu „ich verabrede mich nur mit Menschen, die ich voraussichtlich nie wiedersehen werde – das schützt mich vor Nachverfolgungen.“

Einen der letzten Artikel zum Thema fand ich in der TAZ. Nein, ihr dürft keine Sensation erwarten. Aber es ist das, was im Alltag immer wieder passiert: eben das Gewöhnliche.

Übrigens: Das war vor vierzig Jahren keinesfalls völlig anders. Aber damals redet kaum eine Frau darüber, dass „nur Sex“ auch eine Option für eine Beziehung sein konnnte.