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Die Verteilung von Düften und Aerosolen durch Fächer

Visuelle und olfaktorische Ansprache des Liebhabers
Einst ließen sich die Damen der Gesellschaft von Bediensteten, Sklaven oder auch devoten Liebhabern befächern. Und nicht nur sie – auch Kurtisanen nutzen den kühlenden Fächer, um erotisches Interesse herbeizuführen. Nicht nur visuell, sondern durchaus auch olfaktorisch. Denn mit der Bewegung der Fächer würde zugleich das sinnliche Duftgemisch aus den Hautporen mit den sinnlichen orientalischen Düften der Parfüms verbreitet. Die männlichen Rezipienten wussten dies offenbar zu goutieren. Ob etwas an den Gerüchten wahr ist, die Düfte bewusst auf Schritthöhe wegzufächern, konnte ich leider nicht erfahren.

Der infektiöse Fächer

Doch – ach. Im August des Jahres 2020, recht heiß und eigentlich vorzüglich dafür geeignet, sinnliche Schwüle entstehen zu lassen, erging ein Dekret. Nicht für alle, aber für die Besucher(innen) der Salzburger Festspiele.

Denn durch die Benutzung von Fächern könnten infektiöse Aerosole seitlich verteilt werden, die eigentlich über die Belüftung nach oben abgesaugt werden müssten. Die Fächer stören also die gewollte Luftführung, weil sie individuelle Luftbewegungen verursachen könnten.

Wenn du zur Frau gehst, achte auf ihre Fächernutzung

Fall du demnächst eine Dame triffst, die dich in ihr nostalgisches Boudoir mit Paravents und Fächern einlädt – gib um Himmelswillen acht, dass sie ihre Fächer nicht benutzt. Die Luftwechselrate in solchen Räumen wird ohnehin sträflich vernachlässigt, um den sinnlichen Duft möglichst lange und intensiv auf die Liebhaber einwirken zu lassen.

Ach, du sagst, du kämst ihr doch in anderer Weise näher? Ja, was soll ich denn dazu sagen? Da bleibt mir doch das Wort im Halse stecken ... so wahr ich Gramse heiße.

Gramse bleibt Gramse - schrecklich schräg und unverschämt.
Bild: Nach einer historischen Postkarte, ca. 1900.

Jetzt: Richte deine Wohnung erotisch ein!

Auch Tagträume im Schlafzimmer sind schön ...
Bist du zur Zeit oft in deiner Wohnung? Und fühlst du dich darin alles andere als sexy, frivol oder erotisch?

Dann könntest du überlegen, ob du es nicht ein wenig „lustvoll aufhübschen“ könntest. Sieh mal: Die Lust ist nichts, was du verbergen müsstest. Und du musst niemanden in deiner Wohnung empfangen, der da nichts zu suchen hat. Also könntest du eigentlich alles ein wenig „erotisieren“: Flur, Badezimmer, Wohnzimmer ... und natürlich das Schlafzimmer. Du brauchst dazu keine Möbel, die es nur in Spezialgeschäften gibt ... es reicht völlig, alles ein bisschen umzugestalten. Und wenn du wirklich schamvoll bist ... nimm das Schlafzimmer unter die Lupe. Hat dort jemand anders etwas zu suchen außer Dir und deinen Lovern oder Geliebten?

Farben des Orients - vor allem Rot

Das Erste ist die Farbe. Warum nicht rot oder wenigsten rötlich? Die „Farben des Orients“ sind immer sinnlich. Wenn das absolut nicht geht, hilft die Beleuchtung: Rote Lampenschirme erzeugen ein perfektes Licht, in dem auch du wesentlich besser aussiehst, wenn du nackt bist. Egal, welches Bett du hast: Stell es so, dass es von beiden (oder von drei) Seiten zugänglich ist - das hilft dir dabei, dich selbst besser zu präsentieren und verschieden Stellungen auszuprobieren, die du beim Sex nutzen willst.

Ein Spiegel und lustvolle Bilder

Als hübsch erweisen sich erotische Skulpturen oder Bilder. Wenn du wenig Geld hast, kannst durchaus Fotos oder Drucke verwenden - sie wirken beim Schummerlicht genauso intensiv wie „echte“ Gemälde. Zu deinem eigenen Vergnügen und zur Kontrolle deines Aussehens sollte ein Spiegel nicht fehlen - er muss nicht groß sein. Interessant ist, einige erotische Bücher zu verstreuen - auch Bildbände.

Sehr modern - ein Monitor, um anregende Filme zu sehen

Wenn du im Bett liegst und Anregungen benötigst, ist ein unauffälliger Monitor oder ein Fernsehgerät nicht schlecht. Du kannst damit die Filme ansehen, die dich anregen - oder dich und deinen Lover.

Versteck nicht, was deine (seine,ihre) Lust anregt

Ich finde es hübsch, die kleinen „Essentials“ zu zeigen und nicht zu verstecken. Eine hübsche kleine Schale mit Kondomen, falls du männliche Liebhaber erwartest? Vielleicht eine kleine Peitsche oder ein paar Handschellen? Für alle Fällen sinnvoll - auch wenn die Gegenstände nur zu erotischen Gesprächen anregen sollte. Ähnlich verhält es sich mit „Spielzeugen“.

Wenn du ein bisschen nostalgisch bist: Es ist unglaublich erregend für ältere Herren, wenn du dich hinter einem Paravent entkleidest.

Ob allein, für erotische Spiele zu zweit, für Vanillesex oder Experimente - das Schlafzimmer ist immer ein Ort, an dem du dich vollständig hingeben kannst.

Schwiegermutter und Hund

Bitte an der Leine führen ...
„Hunde sind willkommen und deine Schwiegermutter auch.“ Nun gut, nicht meine Art von Humor, doch als ich das Bild jemandem zeigte, war es mit der Gemütlichkeit vorbei. „Schwiegermütter“, so wurde ich belehrt, seien doch so wichtig.

Na ja, wenn Vater und Mutter arbeiten gehen und die Kita geschlossen ist? Oder wenn man um Geld für das neue Auto nachsucht?

Ich könnte nun abwiegelnd sagen: Jeder Mensch ist wichtig. Doch wäre die nächste Frage: Was an ihm ist wichtig für mich?

Die Schwiegermutter ist auch Mutter - klar, sonst könnte sie nicht Schwiegermutter werden. Und sie liebt vermutlich ihre Tochter oder ihren Sohn. Und also ist sie auch wichtig für den jeweiligen Partner oder die Partnerin.

Wichtig für uns sind immer die Personen, die uns mögen, uns raten und trösten, ohne dabei zuerst an sich zu denken. Wer uneigennützig von dem gibt, von dem er genug hat, ohne sich dabei aufzudrängen, ist ideal für jeden Menschen, der Rat und Hilfe benötigt.

Wir sollten ihnen etwas zurückgeben, etwas, das nicht nach „Tauschhandel“ aussieht. Ein „Danke“ reicht oft schon.

Und auf welche Personen können wir verzichten? Vor allem auf solche, die sich ungefragt einmischen, und bevormunden, uns korrigieren und versuchen, uns zu disziplinieren.

Schwiegermütter können wichtig sein, aber auch unerträglich. Und was passiert, wenn sie Konflikte in unsere Beziehungen tragen? Was, wenn sich ein Paar entzweit, weil die Schwiegermutter „in die Ehe hineinfunkt“?

Nein, ich plädiere nicht für „Leinenzwang“. Aber durchaus für Zurückhaltung.

Sexuelle Experimente und ihre Risiken

Nicht die richtige Methode, Risiken zu beurteilen
Sexuelle Experimente und ihre Risiken - oder: warum das Vermeiden keinen Nutzen bringt

Jedes sexuelle Experiment, das du eingehst, ist ein Risiko, in dem du mit zwei Schwestern zu tun bekommst: eine heißt „Chance“, die andere „Gefahr“.

Die Gefahren - der Schnupfen der Psyche und der erschlaffende Penis

Die Gefahren zuerst: Möglicherweise ist „das Technische“ dir im Weg: Die Liegefläche ist beispielsweise zu hoch oder zu niedrig. Das macht beim Blümchensex natürlich nichts aus, bei Experimenten aber schon. Dann ist es das Physische: die Erregung im Kopf und die im Penis oder der Vagina laufen nicht synchron. Sie bleibt trocken, er bleibt weich. Und schließlich ist es die Psyche, die plötzlich Schnupfen bekommt und zu niesen beginnt – dann geht nichts mehr. Die Nachdenklichen und psychologisch Geschulten unter euch werden auch an Langzeitfolgen denken, doch die werden überschätzt, jedenfalls, wenn ihr nicht miteinander verheiratet seid.

Die Chancen - mehr Lust an der Lust erzeugt noch mehr Lust

Die Chance ist die schönere der beiden Schwestern. Alles, was irgendwie technisch schief gehen könnte, kann abgefangen werden, und wenn trotzdem etwas nicht ganz „passt“, kann man improvisieren. Bei kleinen physischen Problemen kann Abhilfe geschaffen werden, und nicht bei allen sexuellen Experimenten muss der Mann „bocksteif“ sein und die Frau „klatschnass“. Wobei wir nun zur Psyche kommen müssen: Ein gelungenes sinnlich-erotisches oder sexuelles Experiment beflügelt, macht Lust auf mehr und kann auch ein ganzes Leben positiv verändern. Manchmal erleben einzelne Partner einen „Durchbruch“. Dann fragen sie sich, warum sie dies oder jenes nicht schon früher getan haben.

Solltest du es wagen, dich einfach "gehen zu lassen"?

Wenn wir genau wüssten, dass ein Risiko zum Erfolg führt, würden wir alle Risiken eingehen. Wenn wir alle fürchten müssten, dass Risiken im Chaos enden, würde sie niemand eingehen. Manche Risiken sind abschätzbar, andere nicht. Die Schwierigkeit bei sinnlichen, erotischen oder sexuellen Risiken besteht darin, dass Gefühle freigesetzt werden, die wir nicht willentlich beherrschen können, sondern die wir einfach „geschehen lassen müssen“.

Ja oder Nein zum Risiko?

Normalerweise hindern uns Furcht, Scham und die üble Nachrede missgünstiger Mitmenschen, unser Liebesleben in „Eigenregie“ zu gestalten. Unsere natürlichen Triebe und Sehnsüchte sowie unsere Neugierde auf das Ungewöhnliche oder Unbekannte treiben uns aber an, Wagnisse einzugehen.

Erotische Wagnisse kann man einschätzen. Je weniger Personen beteiligt sind und je mehr man den Beteiligten vertrauen kann, umso sicherer ist der Versuch. Der eigentliche Risikofaktor sind wir selbst. Ja, es könnte nicht so lustvoll sein wie gedacht. Und ja, wir könnten versagen. Aber wäre das wirklich so schlimm?

Das meist, wodurch Menschen zu Ruhm und Ehre gekommen sind, haben sie aufgrund von Wagnissen erreicht. Und falls sie zu sinnlicher Freude, mitreißender Lust oder erotischen Genüssen gekommen sind, haben sie erreicht, indem sie sich selbst auf Wagnisse eingelassen haben. Und etwas will ich euch noch mitgeben: Die Menschen um euch herum reden über euch, egal, was ihr tut. Mal seid ihr zur prüde, mal zu geil. Mal lachen sie über euch, weil ihr zögert, und mal sind sie schadenfroh, wenn ihr „auf die Nase fallt“.

Und jetzt? Was tut ihr?

Bild: bedauerlicherweise ist mir der Autor unbekannt.

Das Ungewöhnliche in Dir

Was, wenn das Undenkbare in dir aufblitzt?
In dir steckt das Gewöhnliche wie das Ungewöhnliche. Man muss kein Psychotherapeut sein, um zu wissen, dass alles, was du an Gedanken zulässt, nur die Spitze eines Eisbergs ist. Du kontrollierst dich selbst. Deine Umgebung kontrolliert dich. Dein Leben fällt dir leichter, wenn du unauffällig bist.

Und doch muss ich dich fragen: Was machst du, wenn das Undenkbare dich berührt? Wenn Gedanken in dir aufkeimen, die du zugleich fürchtest und liebst?

Es gibt kaum etwas „Undenkbares“ in der Liebe unter Erwachsenen. Die Gedanken schwimmen in uns wie die Fische im Meer. Wenn wir ihnen nicht begegnen wollen, weichen wir ihnen aus. Und wenn wir es doch wollen?

Und du weißt, wer du bist?

Du glaubst, zu wissen, wer du bist. Jeder glaubt es, die Wissenden wie die Unwissenden, die Ehrlichen wie die Falschmünzer.

Doch wer bist du, wenn dich das Undenkbare in dir berührt oder gar überfällt? Lässt du es zu? Gibst du dich dem hin, was an deiner Seele zerrt? Oder wirst du hart wie Marmor und wehrst alles ab, weil du fürchtest, was hinter den Mauern deiner Wohlanständigkeit liegt?

Hier folgt kein Rat. Aber nachdenken könntest du schon mal darüber, oder?

(Nach einigen Gedanken von Adrienne Maree Brown)