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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Wenn die starken Emotionen ein Gefühl geben – KI als Klischeeproduzentin

KI wird die Welt veränden? Ja - aber nicht immer zum Positiven. Wenn die KI das Web durchforstet, werden Mehrheitsmeinungen gebündelt und mit Klischees vermischt, bis am Ende ein wohlschmeckender Einheitsbrei entsteht (1):

Liebe ist das schönste Gefühl, das man erleben kann. Sie hat die Kraft, das größte Glück in das Leben zu bringen. Sie ist eine starke Emotion, die das Gefühl geben kann, die Welt zu erobern. Es gibt den Menschen den Mut, sich zu bemühen, ihnen nahestehende Menschen glücklich zu machen.

Gebetsmühle KI

Man könnte die Gebetsmühlen so weiterdrehen … denn das ist drin: Papier, Bildschirmtexte, Meinungen, Verschleierungen. Mal etwas verdeckt, damit wir nicht gleich merken, wie die KI uns foppt. Aber stets mit dem ständigen Gesäusel der gefälligen Wiederholungen von Nichtigkeiten, Klischees und Übertreibungen.

Das Internet als Ki-Schleuder

Es wird immer schwerer für Internet-Benutzer, sich ein Bild der Wirklichkeit zu mache wollen – besonders für Jugendliche. Sie sollen bereits heute künstliche Intelligenz nutzen, um ihre Hausaufsätze zu schreiben oder Referate zu halten. Es mag mühevoll sein, aber Lehrende sollten die Arbeiten von Lernenden kritisch auf KI-Nutzung überprüfen.

Die Gefahr durch KI: Einseitigkeit, Bevormundung und Hoheitsverlust

Letztlich werden wir bald alle unsere Gefühle durch KI erklärt bekommen. KI wird uns sagen, was und wie wir zu fühlen haben. Wenn wir nicht genau aufpassen, werden wir die Hoheit über unsere Gefühle völlig verlieren – und das betrifft nicht nur die Liebe.

Ein Appell an euch: Lasst euch nicht entmündigen durch KI!

Wollen wir das zulassen? Ich denke, wir sollten aufklären, das Denken neu anregen und darauf achten, dass uns unsere Selbstbestimmung nicht durch KI auf „kalte Art“ entzogen wird.

(1) Wir verlinken nicht auf die Ki-Quelle, weil es dort um Werbung für ein Produkt geht.

Frauen, soziale Korrektheit und Diktatoren des Geistes

Menschen mit heftig abweichenden Gefühlen von dem, was als „Standard“ gilt, sind angeblich männlich. So jedenfalls steht es in vielen psychologischen Publikationen.

Hetero, Bi udn andere Etiketten

Frauen, die sich als heterosexuell bezeichnen, aber dennoch Bi-Wünsche haben und sie auch dann und wann ausleben, gelten immer noch als Exoten. Würden sie sich zu „ihrer Bisexualität bekennen“, dann wären sie wenigsten in der Szene geduldet – aber wenn sie einfach machen, was sie wollen und wie sie es wollen, dann eher nicht.

Wie fühlen Feministinnen wirklich?

In den letzten Jahren fielen mir viele Frauen auf, die mit starken feministischen Argumenten für „die Sache der Frauen“ kämpften, ohne jemals darüber zu sprechen, wie sie ihren eigenen Gefühlshaushalt im Gleichgewicht halten. Mit anderen Worten: Abseits von der Frage, wie sie die Gesellschaft umbauen wollen – haben sie jemals daran gedacht, sich selbst auch „umzubauen“?

Welche Rolle spielen "Kinks" bei Frauen?

Und was, wenn Themen wie „Kinks“, also meist gewollte Abweichungen von sexueller Normalität, in Frauen aufflackern? Würden sie zugeben, andere zu verführen? Wurden sie jemals verführt? Oder wenn nicht: Was begeistert sie daran, selber sinnlich leiden zu wollen oder anderen lustvolle Leiden zuzufügen?

Wer wird gezwungen, etwas zu fühlen?

Was ist mit den Emotionen passiert? Wer weist wem zu, etwas sein oder fühlen zu müssen, was er/sie selber gar nicht sein oder gar nicht fühltl? Sich als etwas zu bezeichnen, was er/sie als Etikett ansieht? Warum sollte sich jemand zu etwas „bekennen“, wenn es nichts zu bekennen gibt? Die Möglichkeit des Andersseins oder des Andersdenkens muss jedem offenstehen – sie darf nicht durch ideologische Barrikaden verbaut werden.

Eine neue Diktatur des Geistes im Gewand des "Guten"?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich ein Teil der Menschen abgesondert hat, um die Diktatur der „sozialen Korrektheit“ einzuführen, während andere inzwischen das Maul halten, um nicht ihre Opfer zu werden. Und nein – das betrifft nicht ausschließlich Frauen. Es ist eine sonderbare Haltung, die mit Edelmut, Wertschätzung und Gerechtigkeit wirbt, aber im Hintergrund eine neue anti-demokratische und vor allem anti-liberale Geisteshaltung durchzusetzen versucht.

Was meint ihr? Ist die Meinung unseres Autors zu extrem? Feedback jederzeit hier oder per E-Mail.

Kontra Contra

Blödsinn zu erfinden über Gefühle, Lust, Liebe und Beziehungen wird nach und nach zum Hobby der PR-Quasselstrippen in sozialen Netzwerken. Was lese ich da? Contra-Dating?

Nein, ich schreibe nicht darüber. Vielleicht kommt als nächster „Trend“ das „Re-Dating“? Dann könnte ich mal darüber als Experte schreiben - als Bewohner einer „Skatstadt“ bin ich ja ohne Weiteres kompetent, das zu tun, oder etwa nicht?

Jedenfalls reden sich die „Expertinnen“ und „Experten“ schon den Mund fusselig über das tolle Thema, das auf die übliche Art in die Welt kam: Von einem Dating-Unternehmen, das damit auf sich aufmerksam machen wollte.

Nö - ich kann nicht Kontra geben. Die ständigen Trends und das dumme Geschwätz darüber verpesten das Klima der Wahrheit - so wahr ich Gramse heiße.

Der wundersame Begriff „Fetisch“ und was wir darüber wissen

Gerahmter Wandschmuck eines Fetischisten
Von Wissenschaftlern erwarten wir, dass sie klüger sind als wir selbst. Und wenn sie dieser Erwartung entsprechen wollen, dann geben sie Antworten. Ob sie zutreffen oder nicht, überlassen sie oft dem Zufall – jedenfalls in der Öffentlichkeit, die wir als "Internet" kennen.

Der unscharfe Begriff "Fetisch" führt zu Verwirrungen

Machen wir uns erst einmal klar: Die wenigsten „Fetische“ sind wirklich welche. Im Grund genommen ist der Fetisch ein Gegenstand, der anstelle einer Gottheit (1) verehrt wird. Nach und nach wurde der Begriff ins Sexuelle übertragen: Man verehrte die Dame, indem man von ihr ein Taschentuch forderte oder stahl. Es mögen später auch Schuhe, Strumpfhosen, Slips, BHs oder andere Kleidungsstücke gewesen sein. In jedem Fall war ein „Fetisch“ lange Zeit ein Ersatz für die Person, die ein Mann verehrte. Später wurde auch der lebendige Frauenkörper einbezogen. Und zwar dann, wenn sich die Verehrung des Mannes auf ein einziges Körpermerkmal oder ein Körperteil bezog: Fuß statt Schuh, Schritt statt Slip, Brust statt BH.

Heute gilt alles als „Fetisch“, was der Psychiater „paraphile Störungen“ nennt. Sucht man im Internet Gründe, dann findet man beispielsweise (2):

Eine Studie … legt nahe, dass eine komplexe Mischung aus biologischen und kulturellen Einflüssen sowie alldem, was die Gesellschaft als „erotisch“ ansieht, als Grundlage für die Entwicklung von Fetischen angesehen werden kann.

Na schön – biologische Grundlagen, kulturelle oder soziale Einflüsse und ein paar Begriffe für Dinge, die eine Gesellschaftsordnung als „erotisch“ ansieht? Kann diese Erklärung nicht für alles gelten, was menschliche Gefühle ausmacht?

Wäre es – in solchen Fällen – nicht besser, zu sagen: „Nein, in Wahrheit wissen wir gar nichts?

Jeder definiert "Fetisch", wie er will

Inzwischen haben sich drei höchst unterschiedliche Definitionen für „Fetische“ breitgemacht:

1. Die erste ist die traditionelle Sichtweise: Der Fetisch dient als Stellvertreter für die sexuelle Verehrung oder Begierde.
2. Die zweite ist die „Szenensichtweise“, die heute auch Alltag ist: Ein Fetisch ist eine sonderbare, aber höchst lustvolle sexuelle Variante unter Erwachsenen.
3. Die (angeblich) professionelle Sichtweise: Ein Fetisch ist eine Paraphilie, also eine psychische Störung, die von der gesellschaftlichen Norm abweichende sexuelle Verhaltensweisen zum Inhalt hat.

Die Wahrheit ist viel zu kompliziert - und teils völlig unklar

Wem das nicht aufschlussreich genug erscheint, muss tiefer graben und erfährt dann, dass alle von irgendwelchen „Normen“ abweichenden Verhaltensweisen „krank“ sind. Das können sie in der Tat sein, aber oft wird nicht klar ersichtlich, wann die Betroffenen sich an einen Arzt oder wenigstens einen Berater wenden sollten.

Wie diese Verhaltensweisen entstehen und warum sie so beliebt sind, wurde nie herausgefunden. Allerdings wird die Pubertät als Ursprung verdächtigt, was eine ebenso kühne Theorie ist. Bekanntlich ist die Pubertät eine Art „Umbauphase der Gefühle“. Ende des 19. Jahrhunderts nahm man an, dass masturbierende Jünglinge ein solches verhalte begünstigen würden.

Was ist nun wirklich los mit Fetischen?

Dieser Satz bringt ein wenig Licht ins Dunkel (3):

Eine klinische Diagnose für Paraphilie (4) zu treffen, ist oft schwierig. Sexuelle Devianzen werden von verschiedenen Kulturen und Bevölkerungsgruppen unterschiedlich bewertet. Somit ist es grundsätzlich schwer, eine klare Linie zwischen "Normalität" und Störung der Sexualpräferenz (5) zu ziehen.

Das Fazit

Es gibt besonders schwerwiegende Störungen der menschlichen Psyche und des menschlichen Verhaltens (6) – daran zweifelt niemand. Wie können der Psychiatrie und der Psychologie dankbar sein, dass sie Menschen hilft, die auf Irrwegen unterwegs sind. Das gilt insbesondere, wenn sie sich selbst und/oder anderen schaden.

Auf der anderen Seite ist es unangemessen, „Fetische“ und erhebliche Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen in „einen Topf“ zu werfen. Zumal, wenn es sich in Wahrheit nicht um „Fetische“ handelt.

(1) Meyers (ca. 1890)
(2) Psycho Central (englisch)
(3) DocCheck
(4) Paraphilie: angebliche Abweichung von der sexuellen Norm. Teils als Störung, teils als Eigenschaft bewertet.
(5) Sexualpräferenz – Bevorzugung bestimmter sexuelle Praktiken. Zunächst wertfrei formuliert, dann aber auch negativ bewertet – je nach Abweichung.
(6) WHO-Definition
Bild: Aus einem Aquarell ca. 1950 - signiert "Viktor"

Druck, Zwang, Tränen und „Katharsis“ - Hilfe für die Psyche?

Rollenzuweisungen: Sadistin, Masochistin
In Tränen auszubrechen gilt – wie jede andere Art eines spontanen, ungewöhnlichen und erschütternden Gefühls als seltene psychische Sensation. Die Person hofft, sich durch das „Ausheulen“ von Spannung und Konflikten psychisch befreien zu können. Doch die sogenannte Katharsis soll nach Meinung von manchen Autoren mehr als „psychisches Abreagieren“ sein. Vielmehr soll sie die Gründe für psychische Schwierigkeiten enthüllen, wie etwa in der Psychoanalyse oder der Gestalttherapie. Dort versucht man, den Kern der Psyche unter verschiedenen, verhüllenden Schalen (Zwiebelschalen) zu entdecken. Einige esoterisch angehauchte Wundertherapien versuchen, dem Beispiel zu folgen.

Psychischer Druck und körperlicher Zwang außerhalb der seriösen Therapien

Erreicht werden kann dies außerhalb der seriösen Psychotherapie auf zwei Arten: Durch „psychischen Druck“ (einengen, übliche Aussagen bezweifeln, abwerten, demütigen) oder durch „therapeutische Körperstrafen“, also beispielsweise, heftige Schläge zu verabreichen, die erduldet werden müssen.

Das übliche Mittel: psychischer Druck

Solange die Anbieter sich edel und hilfreich geben, wird möglicherweise ausschließlich mit psychischem Druck gearbeitet. Dazu gehören auch Maßnahmen ganz gewöhnlicher Wunderheiler, Gurus und Sektierer. Das verraten sie dir allerdings nichts, wenn du dich bei ihnen anmeldest. Zum Aufbau dieses Drucks werden überwiegend „ganz gewöhnliche“ Maßnahmen verwendet, also beispielsweise Überwachung, Gruppendruck, Abwertung der Person einerseits, Zuweisungen an die Person andererseits und ähnliche Verfahren.

Körperlicher Druck wird seltener

Nach meinem Kenntnisstand wird heute nur noch in vereinzelten Religionsgemeinschaften, in bestimmten „esoterischen“ Gruppen und in extremen BDSM-Kreisen eine Art „therapeutische körperliche Bestrafung“ angewendet.

Meist sind die Ziele fragwürdig – warum sollst du leiden?

Ziel ist bei nahezu allen Methoden, den „umgebenden Selbstwert“ abzulegen, der eigentlich „Ballast“ ist, bis der nackte Kern der Psyche freigelegt wird. „Weinen“ wird dabei als Zeichen für das Gelingen gewertet.

Die Lust an der Demütigung und das Spiel damit

Obwohl es paradox klingt, geht der Wunsch danach, nackt und hilflos zu sein und dabei psychisch völlig entblößt zu werden oftmals von den „Opfern“ aus. Sie heißen in der Psycho-Sprache Masochisten/Masochistinnen, ihre Gegenspieler Sadisten/Sadistinnen. Objektiv gibt es dabei allerdings einen Unterschied: Solange sie zeitlich begrenzt nach bekannten Regeln spielen, mit denen beide einverstanden sind, kann jeder davon halten, was er will. Wird jedoch nach den Regeln einer „übergeordneten Prinzips“ oder einer Respektsperson gespielt, dann ist es an der Zeit, schnellstens einen der noch offenen Fluchtwege einzuschlagen.

Das Fazit - die Psyche zu reinigen ist ein Abenteuer - mehr nicht

Machen wir es kurz: es gibt nicht den geringsten Beweis dafür, dass jemand seine Seele reinigen kann, wenn er sich öffentlich zu Sünden bekennt, die keine sind und sich dabei jeder erdenklichen Strafe unterzieht. Katharsis ist ein schön klingendes Wort, aber was in Wahrheit damit gemeint ist, nämlich die „Läuterung der Psyche“ ist ebenso fragwürdig. Möglicherweise fühlt sich ein Mensch nach einer rituellen Prozedur wirklich „emotional befreit“. Wenn dies aber unter irgendeiner Form von Zwang geschieht, dann ist jedoch Vorsicht geboten.

Hinweis der Redaktion:

Dieser Beitrag enthält einige Textstellen, die auf Meinungen und Erfahrungen beruhen, aber nicht typisch für alle Verfahren sind, die von heutigen Gruppen verwendet werden.