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Findelsatire – das Leben findet auf Instagram statt

An sich ein sehr positiver Artikel, den wir fanden. Es geht um Feminismus, und zwar um die helle, lustvolle Seite und die dunkle, doktrinäre Seite. Und wir finden natürlich gut, dass darüber gesprochen und geschrieben wird. Musste mal sein, und ist absolut OK.

Nur … äh … werden da nicht „soziale Medien“ und die Realität miteinander vermischt? Da zitiere ich doch mal:

Offen über Wünsche zu sprechen zeugt von einem neuen, weiblichen Selbstbewusstsein, das auf Instagram unter Hashtags wie #orgasmsmatter und #sexmatters stattfindet.


Oh ... und wo findet all dies in der Realität statt?

Warum ihr Männer Schweine seid

Ich hasse Männer wie dich. Ich weiß, dass du mit mir vögeln willst, jedenfalls früher oder später. Aber ich bin nicht für dich verfügbar, und das weißt du genau. Aber ich sorge dafür, dass du glaubst, ich wäre zu haben und gebe vor, dass du mir vielleicht doch eine Chance hast. Ich spanne dich ein bisschen auf die Folter, wenn ich von der Bar aufstehe und ein paar Schritte gehe und dir dabei zeige, wie weich und sanft mein Becken schwingen kann. Ich weiß sowieso, dass du mich längst mit den Augen ausgezogen hast und du dir vorstellst, wie es wohl mit uns beiden im Bett wäre. Aber, wenn du mich jetzt anmachen solltest oder auch nur, falls ich dich dabei erwische, wie deine Augen meinen BH öffnen – na, da kannst du was erleben. Ich sage dann jedem, dass du eine chauvinistische Drecksau bist und in mit nur ein Sexobjekt gesehen hast.

Vielleicht blogge ich das sogar.

Warum ihr Männer Schweine seid ist natürlich erfunden – ein Monolog, eine Mini-Satire. Aber nicht ganz ohne ein wenig Realität.

Ein Plädoyer, Angehörige fremder Kulturen zu tolerieren

Integrationskurse für bayrische (und andere) Migranten
Sollen wir Obergrenzen festlegen für die Fremden, die ständig bei uns einwandern? Für die Migration von Bayern, Badenern und Schwaben beispielsweise? Menschen, die weder die deutsche Sprache beherrschen noch denselben kulturellen Hintergrund haben?

Nein, nein: Wir sollten sie tolerieren, wirklich. Was wäre der Luxuskarossenbau ohne Schwaben und Bayern? Wie würden wir jemals ohne deren Produkte auskommen? Da müsste man ja glatt – auf Wolfsburg ausweichen. Freilich: Nehmen wir mal die Integration. Man kann doch von einem Schwaben oder Bayern nicht erwarten, deutsch zu sprechen. Das würde glatt seine kulturelle Identität verletzen. Von einem Badener mal ganz abgesehen. Der spricht Alemannisch, und das versteht außerhalb des Südwestzipfels keine Sau.

Nein, nein, kulturelle Identität verlangt, um mal auf Bayern zu kommen, Lederhosen und Lodenkleidung. Im restlichen Deutschland sieht das so aus, als sei gerade Trachtenvereinsfest, egal, wie „modisch“ die Loden aufgemotzt sind. Und dennoch: Nein, ich bin gegen das Lederhosen- und Lodenverbot in der Öffentlichkeit. Sollen sich die Gebirgsjodler doch lächerlich machen.

Sehen wir es mal so: Die aufreizende Dirndl-Mode ist nicht nur bei den Deerns, sondern auch bei „gestandenen“ bayrischen Damen hochgelobt und äußert beliebt. Und sie könnte, trotz der offenkundigen Werbung für runde, halb nackte Brüste, doch geduldet werden, nicht wahr?

Schwierig wird dien Sache natürlich wegen des Bildes der Deutschen im Ausland. Dort könnte man denken, alle Menschen sähen hier so aufreizend oder furchterregend aus und niemand spräche in Deutschland deutsch. Und alle würden nicht als Bier saufen, auf dem die Etiketten bayrischer Brauereien kleben. Und nein. Wir feiern nicht den ganzen Herbst Oktoberfest. Wirklich nicht.

Sehen Sie – und dennoch plädiere ich für Toleranz gegenüber Bayern, Badenern, Schwaben und – natürlich auch Sachsen. Wir schaffen das,, diese fremden und bisweilen befremdlichen Kulturen zu integrieren, auch wenn es uns viel Mühe macht und unendliche Geduld abverlangt.

Mr. Grey, Fräulein Steele, Muttis Pornografie und die Gerte

Was Sie sehen, ist nicht, was sie zu sehen glauben
Habt ihr die Geschichte von Isidor gelesen, in der sie einen Flogger erklärt? Ich habe mich jetzt mal an die deutsche Übersetzung der „Shades of Grey“ (erster Teil!) herangetraut und mal geguckt, was da so steht.

Die Einführung der Gerte in die Geschichte

Also – die Gerte ist zuerst eine Reitgerte und wird als Zeigestock benutzt. Das leuchtet ein. Sie zeigt auf ein Andreaskreuz. Danach kettet der Herr Grey das Fräulein Steele mit „Manschetten“ an (hoffentlich hat er die Manschettenknöpfe auch richtig geschlossen). Danach hat sie mächtig „Manschetten“ vor ihm, denn nun genießt der Herr Grey zunächst einmal den Anblick des so gut wie nackten Fräuleins Steele. Sodann zieht er ihr das noch an ihr verbliebene Höschen herunter und steckt es in die Hosentasche. Nun taucht die Gerte wieder auf, und diesmal drückt Herr Grey den „Gertenknauf in ihren Nabel“. Da erschauert vor allem die Mutti, die das Buch liest: oh je! Wie fühlt sich denn so was an? So ein kalter Knauf im Bauchnabel, und das, wenn ich nackt bin!

Der Gertenknauf wandert über den Körper

Nunmehr wird die Gerte genutzt, um eine Körperwanderung anzutreten, wobei sie „unablässig“ Fräulein Steeles Haut berührt. Danach ist „Schluss mit lustig“, und Herr Grey schlägt zu, und zwar direkt unterhalb von Fräulein Steeles Hinterteil, wobei er „ihre Vulva“ trifft. Nicht, dass er nur so zuschlägt, nein. Er „holt aus“ und lässt „die Gerte nach vorne schnellen“, was bei den meisten Frauen zu einem tierischen Gebrüll geführt hätte, wenn wirklich „eine Gerte“ verwendet worden wäre.

Die Gerte und die intimen Teile von Fräulein Steele

Allerdings schreit auch Fräulein Steele, allerdings nicht vor Schmerz, sondern „vor Schreck“. Der Schlag durchfährt ihr Nervensystem nicht, sondern „spannt ihre Nervenden bis zum Zerreißen“. Die Nervenenden werden nun reichlich strapaziert, den sie beginnen zu singen. Auch den Schmerz bekommt Fräulein Steele jetzt zu spüren, als „süß und brennend“ zuerst und dann und als „süßen Schmerz“. Wie einfallsreich. Die Schläge gingen übrigens auf die nackten Brüste.

Es schmerzelt sich so dahin

Es schmerzelt und herzelt … als nächste schlägt der Herr Grey zur Abwechslung mal wieder aus „Hinterteil“ – und „diesmal schmerzt es“. Wie gut, dass die Nervenenden nicht gerissen sind bei diesem Vorgang. Denn nun kommt das vorläufige Finale furioso, bestehend aus einer Abfolge von „winzigen, beißenden Schlägen“. Erstaunlicherweise kennt Fräulein Steele nun das Ziel des Herrn Grey ganz genau und weiß, was er "als nächstes treffen wird". Wie gut, dass dieses sensible Teilchen schon so weit vorsteht, dass es von der Gerte getroffen werden kann. Vorher war’s ja „nur“ die Vulva. Das Teilchen, von dem die Rede ist, wird später noch intensiver strapaziert werden, und wir schweigen hier besser davon.

Für Muttis eine besonderer Perversion

Ich lasse hier den Teil einmal bewusst weg, in der Herr Grey dem Fräulein Steele zeigt, wie eine benetzte Gerte schmeckt – das ist die Mutti-Pornografie, die nun mal im Buch enthalten ist. Jedenfalls saugt das Fräulein Steele danach an der Gerte. Wenn ihr von der Schilderung jetzt befangen seid: Überlegt mal, wie man „an einer Gerte saugt“. Saugen kann man ja an vielen Körperteilen – vor allem am Zeigefinger, damit sich Zeilen füllen.
Zwischenzeitlich „saust die Gerte“ noch mal auf die Gesäßbacken von Fräulein Steele, was diese jetzt mit dem Wort „Au“ quittiert. Den Rest erledigt dann die Gerte wieder wandernd, bis sie Gefühle anderer Art erzeugt, die man gemeinhin Orgasmus nennt. Da wären wir dann wieder bei der Mutti-Pornografie. Und hiermit verlasse ich auch diese Satire.

Unstimmigkeiten und Probleme beim „Nachspielen“


Ich habe immer gewusst, dass diese Buch Schundliteratur ist. Was mir neu war, sind die vielen Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten. Übrigens mache ich mir wirklich Gedanken darüber, was passiert, wenn diese Phase der „Begegnung“ einmal von einem Paar „nachgespielt“ wird.

Soll man einen Vampir daten?



Das wichtigste Thema für Teenies haben wir hier lange Zeit ausgelassen: Soll man einen Vampir daten? Mit anderen Worten: Soll man dem Ruf des Zwielichts folgen und sich in die Abgründe der „lebenden Toten“ begeben? Was erwartet die Partnersuchenden dort? Wie empfindet man bei der „Liebe auf den ersten Biss?“

Unsere Autoren haben sich auf den Weg gemacht, um zu erforschen, wie man Kröten zu Prinzessen macht, Scheintote durch Küsse erweckt, mit Zombies durchs Leben geht und mit beliebigen anderen Dämonen, Engeln und Lichtgestalten amouröse Beziehungen aufnimmt.

Vorerst aber empfehlen wir euch mal das Buch zum Thema: „Tote Jungs küssen besser: Wie date ich einen Vampir und andere Unsterbliche?“ eines kann ich euch verraten: Es ist nicht ganz so einfach, wie es scheint, weil man bisweilen in die Abgründe der dämonischen Seelen herabsteigen muss und ihre abweichende Gefühlswelt genau kennen sollte, bevor man auch nur die scharfen Zahnspitzen an den weißen Schwanenhals lässt – aber das wissen wir ja schon, nicht wahr?

Da ich gerade beim Thema sind: Mädchen sind nicht nur scharf auf männliche Vampire, sondern auch auf weibliche – und auch Männer verfallen bisweilen sowohl transsylvanischen Transvestiten wie auch blutgräflichen ungarischen Schönheiten. Wenn ihr also einmal berühmt werden wollt: Beginnt jetzt damit, die Liebe eines jungen Mannes zu einer älteren, blutrünstigen Gräfin zu beschreiben – sechs Bände zu je 400 Seiten sollten allerdings schon zusammen kommen – und bitte: kein Sex, falls dein Buch in den USA ein Beststeller werden soll: Blut ist ein viel sinnlicherer Stoff als Sex – und wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, mit Körper, Geist und Seele einer veritablen Gräfin zu verfallen?

Also: das Warten wird sich lohnen. Und wenn ihr nicht solange warten wollt: Hier erscheinen demnächst nicht ganz ernst zu nehmende Tipps für den keuschen und unkeuschen Umgang mit Vampiren und ähnlichen Kindern der Nacht.

Foto: © 2004 by mscaprikell