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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Was, wenn dein Outfit zum Fetisch wird?

Auffällige Kleidung erzeugt Wirkung - ob du willst oder nicht
Kürzlich waren wir ziemlich überrascht, dass ausgerechnet Jeans, Latexhandschuhe und Gummistiefel das Blut der Männer in Wallungen bringen.

Abgesehen von solchen populistischen Meldungen – welche gewöhnlichen oder ungewöhnlichen Kleidungsstücke haben auf Männer eine Signalwirkung?

Alles an dir kann zum Fetisch werden

Es kann wirklich alles sein. Ein Slip, der sich abzeichnet oder auch nur ein rotes Kleid, ein schwarzer BH oder ein Fußkettchen. Jeder Mann hat da seine „Hingucker“, die ihn „irgendwie“ erregen. Und auch einige der Klamotten, die du jetzt trägst, werden „seine“ Fantasie anregen.

Was andere denken? Das ahnst du nicht einmal ...

Die Gedanken sind frei. Du (und alle anderen Frauen) wissen, was Männer anregt, erregt oder interessiert. Im Allgemeinen sind sie die Gedanken harmlos – sehen, erinnern, schnell wieder vergessen. Und die „Fetische“? Brüste, Aureolen und Brustwarzen, die in irgendeiner Form zu sehen sind, regen Männer an – fast alle Männer. Rot lackierte Zehennägel oder besonders lange Fingernägel auch – aber dazu muss man schon Hand- oder Fußliebhaber sein. Apropos Handliebhaber – diese Kategorie bevorzugt nackte Hände – die Sache mit den Latexhandschuhen ist das wesentlich delikater.

Deine Kleidung kann wie ein Schaufenster wirken

Auch, wenn es dich stört: Deine Kleidung dient nicht nur der Verhüllung des Körpers, sondern ist auch Dekoration und Anreiz. Oder wie ein Einzelhändler sagen würde: „Die Auslage“.

Schau mal: An einem Geschäft mit einem hübsch dekorierten Schaufenster gehen täglich vielleicht zweitausend Nicht-Käufer vorbei. Einige werden im Vorübergehen denken: „Ach, wie schön die Inhaberin dekoriert hat“, aber sie gehen dennoch vorbei. Doch irgendwann wir einer das Ladengeschäft betreten wollen, weil er neugierig ist, was es drinnen zu sehen gibt.

Innere Werte? Wo sind deine?

Was, wenn die Inhaberin dann sagt: „Wissen sie, ich habe alle meine Schätze im Schaufenster, hier drinnen suchen sie vergeblich, mein Herr.“

Ich vermute, dass er dann nicht weiter nachfragt.

Reden wir mal von den inneren Werften. Sie sind äußerliche nicht erkennbar, deswegen heißen sie ja „innere Werte“. Doch ist es wirklich so abwegig, mit dem Äußeren zu verlocken, um dann die inneren Werte zu präsentieren?

Denkst du gerade nach?

Überleg mal: Wer kennt deine guten Eigenschaften, und wem zeigst du sie? Ich denke, dass es sich um sehr wenige Menschen handelt. Dein „echtes“ Verhalten kennen einige Leute – aber deine Kleidung nehmen alle wahr. Übrigens auch viele Kolleginnen und Freundinnen.

Kommen wir mal zurück zu den Männern. Auch wenn sie „ein bisschen fetischistisch“ sein sollten, sind sie auch Menschen. Oftmals hängen sie gar nicht besonders an ihrem „Fetisch“ – es ist nur das, was sie am meisten erregt, wenn sie dich gerade erst kennengelernt haben.

Weißt du, das mit den „perversen“, fetischistischen oder „voyeuristischen“ Männern ist eine Redensart. Ein Mann will viel mehr von dir als dich „in Strapsen sehen“. Er will all deine Ressourcen – oder simpler: alles, was dich ausmacht.

Und du?

Zeig ihm, wer du bist. Sag ihm, was du willst. Denk an deine eigenen Wünsche – sind die etwa immer engelsrein?

Versuche doch einmal, die Sache so zu sehen.

Warum Männer Brustwarzen haben und was daran erotisch interessant ist

Sinnliche Erwartungen - ob sie erfüllt werden?
Die Brustwarzen der Frauen mögen erschrecken oder entzücken – jedenfalls haben sie eine Funktion. Sobald sie in der Öffentlichkeit gezeigt werden, erhebt sich ein Raunen, und oftmals werden die Frauen, die ihre „Nippel“ entblößen, beschimpft oder gar verhaftet.

Männer haben auch „Nippel“, oder eben Brustwarzen. Sie sind nicht so auffällig, meist nicht so stark pigmentiert und wesentlich kleiner. Das Bedürfnis, an ihnen zu saugen, geht gegen null. Lesen konnte ich darüber dies (1):

Die männliche Brustwarze ist nur ein Nebenprodukt (der Evolution) … sie wird nicht wirklich benötigt, aber sie verursacht auch keine Schwierigkeiten, Probleme, sodass es keinen Grund für den Körper gibt, auf sie zu verzichten.
Dennoch ist auch die männliche Brustwarze sensibel genug, um auf Berührungen zu reagieren.
Warum das so ist, lassen wir uns von einem Sexologen erklären (2):

Bei Männern haben die Brustwarzen keine … Funktion, abgesehen davon, dass sie erogene Zonen sind. Aber jeder Mann ist anders, und was sich für einige gut anfühlen könnte, könnte andere verletzen, kitzeln oder irritieren“ …Für viele Männer ist das zusätzliche Spiel mit den Nippeln sogar erforderlich, um einen Orgasmus zu erreichen. Für andere kann das reine Spiel mit den Brustwarzen zu einem vulkanähnlichen Ausbruch der Lust führen.

Nicht sensibel genug? Warte ab, bis "sie" dich stuímuliert

Wenn Männer behaupten, dass ihre Brustwarzen „in keiner Weise“ sensibel oder gar erogene Zonen wären, so kann dies beispielsweise daran liegen, dass es nie jemand versucht hat. In der Regel, so sagen uns Fachleute wie Laien, benötigen Männer deutlich intensive Stimulationen. Das reicht von sinnlichen Berührungen mit den Fingerkuppen über die Aktivitäten des Mundes bis hin zu den bekannten „Nippelklemmen“, die neben Lüsten auch erhebliche Schmerzen verursachen.

Was auch immer du auch erwartest, hoffst oder befürchtest: Der Versuch, die männlichen Nippel zu sensibilisieren, hat meist Erfolg. Und immerhin erweitert dies die sanften und harten Spielformen der Lust um eine Variante, die noch nicht jedem Mann bekannt ist.

Zitate: ( beide in englischer Sprache)
(1) Warum Männer Brustwarzen haben.
(2) Wozu männliche Brustwarzen dienen können.

Der Mann, der BH und Strapse trägt … Sissy, Damenwäscheträger oder Transvestit?

Die Scham wirkt auch bei ganz gewöhnlichen "ertappten" Männern
Das „Frivole“ oder „Unsägliche“ am Transvestiten ist die Verwirrung der anderen. Wenn sie entdecken, dass der Herr Prokurist unter dem Maßanzug ein Rüschenhöschen und Strapse trägt, regen sie sich auf. Wenn gewöhnliche Männer mit einem schicken, femininen Transvestiten geflirtet haben, schämen sie sich.

Soweit der Teil der Wahrheit, der den männlichen Normalbürger stört, der Feinripp drunter trägt und darüber Jeans, dazu wahlweise T-Shirt oder Holzfällerhemd.

Das Empfinden beim Tragen weiblicher Kleidung

Ein anderer Teil ist das „Feeling“. Die Wäsche der Damen ist leichter, hautfreundlicher und anschmiegsamer. Einen Rock zu tragen, sei es mit oder ohne Slip, erzeugt ein sensationelles Gefühl. Halterlose Strümpfe sind einmalig – dann trägt „Mann“ Haut und doch nicht nur Haut, sondern noch eine dünne Hülle darüber.

Die äußerliche, oberflächliche Wandlung zur Frau

Die Neugierde ist ein anderer Faktor, um „es“ zu tun. Die Lippen schminken, die Wimpern tuschen, die Augenlider einfärben – das ist nur der Anfang. Sobald eine Bluse ins Spiel kommt, reicht die männliche Brust nicht mehr für das Gesamtbild – eine künstliche Brust zum aufkleben und ein BH scheinen nötig zu sein. Am Schluss noch die Perücke – fertig?

Oh nein, bewahre … da wären noch Enthaarungen, High Heels, die Stimmlage, vielleicht ein allzu auffälliger Adamsapfel, den es zu verbergen gilt – und manches mehr.

Frauen, insbesondere Szenenfrauen, erkennen „Fake-Frauen“ am Gang. Neben der Stimme und der Mimik ist der Gang das verräterischste an einem amateurhaft agierenden männlichen Transvestiten. Und um das zu ändern, benötigt der Mann ein umfassendes Training im „aufrechten, femininen Gang“.

Warum Mann „Frau sein“ will – aber nicht für immer

Es gibt keine „eindeutige Ursache“ für den Wunsch, die Kleider einer Frau zu tragen oder gar zu lernen, sich wie eine attraktive Frau zu verhalten. Manchmal sucht man die Gründe bei Freud – dann muss der Grund vor der Pubertät liegen. Manche Psychologen sprechen davon, dass es eine Art „Wiederaufnahme“ von Feminisierungswünschen in der Pubertät gib, die mit „sexueller Erregung“ einher gehe. Die dritte Stufe sei dann in der Wiederholung dieses Verhaltens im Erwachsenenalter.

Lust an der Unterwerfung in weiblichen Kleidern

Psychologen behaupten, dass der Forscherdrang dazu führt, weibliche Kleidung zu tragen. Andere behaupten, es sei die Suche nach „der sexuellen Identität“ – sie folgen offenbar dem Zeitgeist. Wieder andere akzeptieren keine „Geschlechternormen“, sondern lieben es einfach, sich anders zu kleiden als die Mehrheit der Männer.

Seltener wird darauf hingewiesen, dass Männer mit der Frauenrolle auch den Submissiven Charakter für sich entdecken. Dazu würde passen, dass Männer, die zum „Crossdressing“ neigen, Schamgefühle oder gar Schuldgefühle gegenüber der Gesellschaft empfinden.

Was ist an Transvestiten so aufregend?

Im Grund ist das Aufregendste daran, ob sie als Frau erkannt und behandelt werden oder eher als „Mann im Frauenkleid“. Es ist – das dürfte kein Geheimnis sein – viel einfacher, die Kleider der Damen zu tragen als wie eine Dame zu wirken. Letzteres erfordert viel Übung, insbesondere, wenn beide Rollen glaubwürdig gestaltet werden sollen. Manche Transvestiten legen ausgesprochenen Wert auf ihr Äußeres und ihr Verhalten, wenn sie die Frauenrolle annehmen. Das ist auch der Grund, warum junge, schlanke männliche Transvestiten oft als schöner empfunden werden als gleichaltrige „biologische“ Frauen.

Welche Rolle spielt nun die „Sissy“?

Im Grunde ist die „Sissy“ eine Karikatur eines Transvestiten. Dieser Typ wird meist als „mädchenhaft“ hingestellt, oft auch naiv und „in die Rolle gedrängt“. Die Vorbilder solcher „naiv-männlicher Transvestiten“, die trickreich in ihre Rolle eingeführt wurden, stammen aus dem Viktorianischen England. Bekannt wurde vor allem die angebliche Lebensbeichte eines „Viscount Ladywood“. Die Trilogie gilt als Vorbild für spätere Autoren des Genres.

In schlechter Erotik-Literatur und in entsprechenden Blogs ist es leider üblich geworden, die „Sissy-Manie“ zu preisen. Sie hat aber nicht mit dem wundersamen, erregender Spiel mit der Nachahmung von erwachsenen Frauen durch Männer zu tun.

Genaueres dazu bei: "Psychology Today"
Bilddarstellung: liebesverlag-archiv.

Der wundersame Begriff „Fetisch“ und was wir darüber wissen

Gerahmter Wandschmuck eines Fetischisten
Von Wissenschaftlern erwarten wir, dass sie klüger sind als wir selbst. Und wenn sie dieser Erwartung entsprechen wollen, dann geben sie Antworten. Ob sie zutreffen oder nicht, überlassen sie oft dem Zufall – jedenfalls in der Öffentlichkeit, die wir als "Internet" kennen.

Der unscharfe Begriff "Fetisch" führt zu Verwirrungen

Machen wir uns erst einmal klar: Die wenigsten „Fetische“ sind wirklich welche. Im Grund genommen ist der Fetisch ein Gegenstand, der anstelle einer Gottheit (1) verehrt wird. Nach und nach wurde der Begriff ins Sexuelle übertragen: Man verehrte die Dame, indem man von ihr ein Taschentuch forderte oder stahl. Es mögen später auch Schuhe, Strumpfhosen, Slips, BHs oder andere Kleidungsstücke gewesen sein. In jedem Fall war ein „Fetisch“ lange Zeit ein Ersatz für die Person, die ein Mann verehrte. Später wurde auch der lebendige Frauenkörper einbezogen. Und zwar dann, wenn sich die Verehrung des Mannes auf ein einziges Körpermerkmal oder ein Körperteil bezog: Fuß statt Schuh, Schritt statt Slip, Brust statt BH.

Heute gilt alles als „Fetisch“, was der Psychiater „paraphile Störungen“ nennt. Sucht man im Internet Gründe, dann findet man beispielsweise (2):

Eine Studie … legt nahe, dass eine komplexe Mischung aus biologischen und kulturellen Einflüssen sowie alldem, was die Gesellschaft als „erotisch“ ansieht, als Grundlage für die Entwicklung von Fetischen angesehen werden kann.

Na schön – biologische Grundlagen, kulturelle oder soziale Einflüsse und ein paar Begriffe für Dinge, die eine Gesellschaftsordnung als „erotisch“ ansieht? Kann diese Erklärung nicht für alles gelten, was menschliche Gefühle ausmacht?

Wäre es – in solchen Fällen – nicht besser, zu sagen: „Nein, in Wahrheit wissen wir gar nichts?

Jeder definiert "Fetisch", wie er will

Inzwischen haben sich drei höchst unterschiedliche Definitionen für „Fetische“ breitgemacht:

1. Die erste ist die traditionelle Sichtweise: Der Fetisch dient als Stellvertreter für die sexuelle Verehrung oder Begierde.
2. Die zweite ist die „Szenensichtweise“, die heute auch Alltag ist: Ein Fetisch ist eine sonderbare, aber höchst lustvolle sexuelle Variante unter Erwachsenen.
3. Die (angeblich) professionelle Sichtweise: Ein Fetisch ist eine Paraphilie, also eine psychische Störung, die von der gesellschaftlichen Norm abweichende sexuelle Verhaltensweisen zum Inhalt hat.

Die Wahrheit ist viel zu kompliziert - und teils völlig unklar

Wem das nicht aufschlussreich genug erscheint, muss tiefer graben und erfährt dann, dass alle von irgendwelchen „Normen“ abweichenden Verhaltensweisen „krank“ sind. Das können sie in der Tat sein, aber oft wird nicht klar ersichtlich, wann die Betroffenen sich an einen Arzt oder wenigstens einen Berater wenden sollten.

Wie diese Verhaltensweisen entstehen und warum sie so beliebt sind, wurde nie herausgefunden. Allerdings wird die Pubertät als Ursprung verdächtigt, was eine ebenso kühne Theorie ist. Bekanntlich ist die Pubertät eine Art „Umbauphase der Gefühle“. Ende des 19. Jahrhunderts nahm man an, dass masturbierende Jünglinge ein solches verhalte begünstigen würden.

Was ist nun wirklich los mit Fetischen?

Dieser Satz bringt ein wenig Licht ins Dunkel (3):

Eine klinische Diagnose für Paraphilie (4) zu treffen, ist oft schwierig. Sexuelle Devianzen werden von verschiedenen Kulturen und Bevölkerungsgruppen unterschiedlich bewertet. Somit ist es grundsätzlich schwer, eine klare Linie zwischen "Normalität" und Störung der Sexualpräferenz (5) zu ziehen.

Das Fazit

Es gibt besonders schwerwiegende Störungen der menschlichen Psyche und des menschlichen Verhaltens (6) – daran zweifelt niemand. Wie können der Psychiatrie und der Psychologie dankbar sein, dass sie Menschen hilft, die auf Irrwegen unterwegs sind. Das gilt insbesondere, wenn sie sich selbst und/oder anderen schaden.

Auf der anderen Seite ist es unangemessen, „Fetische“ und erhebliche Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen in „einen Topf“ zu werfen. Zumal, wenn es sich in Wahrheit nicht um „Fetische“ handelt.

(1) Meyers (ca. 1890)
(2) Psycho Central (englisch)
(3) DocCheck
(4) Paraphilie: angebliche Abweichung von der sexuellen Norm. Teils als Störung, teils als Eigenschaft bewertet.
(5) Sexualpräferenz – Bevorzugung bestimmter sexuelle Praktiken. Zunächst wertfrei formuliert, dann aber auch negativ bewertet – je nach Abweichung.
(6) WHO-Definition
Bild: Aus einem Aquarell ca. 1950 - signiert "Viktor"

Wenn sich die Lippen öffnen und du eine Zunge berührst …

Der Zungenkuss - der feuchte Kuss führt oft zum Sex
Kaum ein Mensch – weder Frau noch Mann – kann sich der Faszination der Näherung eines begehrenswerten anderen entziehen. Oder anders ausgedrückt: Du lässt deinen Lover oder deine Geliebte an dich heran. Erst mal „ohne anfassen“ – sie oder er darf dir aber näherkommen als andere. Dann durchaus mit Berührungen – an Stellen, an denen wir nackt sind – beispielsweise an den Händen, und schließlich an Körperteilen, die wir vorher entblößen müssen.

Für die Empfindungen reicht der Zungenkuss allemal - egal, ob Frau oder Mann
Bei alldem hast du dich noch nicht geöffnet, du bist weder in den/die andere eingedrungen noch hast du jemandem den „Eintritt“ gewährt.

Das deutliche Zeichen - beim Flirt

Eine sehr offensive Flirtmethode ...
Aber vielleicht hast du dich doch schon innerlich geöffnet. Und du willst jemandem den Weg ebnen. Du weißt, wie es geht, oder? Du steckst einfach deinen Zeigefinger in den leicht geöffneten Mund, saugst ein wenig daran, mal verträumt, mal provokativ. Jeder und jede braucht eine andere Anregung, um zu verstehe, dass du nicht abgeneigt bist. Jede Verführerin kann das – man braucht kein Studium dazu, oder? Nur ein paar Viertelstunden vor dem Spiegel reichen, um es einzuüben.

Soweit der Flirt. Die traditionelle Methode, Hingabe zu beweisen, liegt im Zungenkuss- unabhängig vom Geschlecht und vom Wer-mit-wem.

Hier ist ein Auszug aus einer Geschichte („We are Night Travellers“ Boston 1981 von Ethan Caine):

„Als ich sie küsse, sind ihre Lippen trocken, sie kratzen an meinen und sind do unvertraut wie der Meeresboden. Aber dann geben ihre Lippen plötzlich nach, teilen sich. Ich bin plötzlich in ihrem Mund, und dort … ist es nass - Himmel! Es erscheint mir wie ein Wunder – ihre Zunge kommt hervor. Und dann kenne ich mich nicht mehr, weiß nicht mehr, wer ich bin…

Nicht nur der Zungenkuss löst sinnliche Gedanken aus

Es ist nicht immer der Kuss. Wenn dein Finger von den Lippen ebenso begierig aufgenommen wird, dann zeigt sich die Hingabe darin, wie er/sie ihn lutscht. Das ist eigentlich kein Sex, aber wer würde dabei nicht an Sex denken? Noch interessanter kann es für die dominante Person sein, die unterwürfig dargebotene Zunge zu streicheln – und damit würden wir an die Grenzen der lustvollen Fetische kommen. Doch auch abseits davon lieben es viele Menschen, an Brustwarzen (männlichen wie weiblichen) zu saugen oder gar Zehen intensiv zu belecken.

Herausforderung, Ablehnung und Ethik

„Bewahre!“, werden die Moralisten sagen, „allein der Gedanke bringt mich zum Erbrechen“. Die Mehrheit aber wird dabei „gemischte Gefühle“ bekommen. Eine Herausforderung Ein Beweis für die Hingabe? Oder die Lust am Abenteuer? Oder einfach das Erschauern, wenn uns dies eigenartigen „gemischten Gefühle“ befallen? Etwas zu belecken, soll ja infantil sein – meint Freud. Aber es macht eben auch Freude, erzeugt Lust, bietet heftige sinnliche Erlebnisse. Und es ist wirklich sehr, sehr intim.

Hinweise und mehr Infos:
Zitat: Nach nach der deutschen Übersetzung von "Erotik schreiben", Berlin 2002/2013.
Wenn es "nur" ums Küssen geht: GEO
und
DIE ZEIT - darüber, wie wir eigentlich auf die Idee kamen, Zungenküsse zu tauschen.

Bilder: Alle Bilder sind künstlerisch bearbeitete Bilder anonymer Autoren oder Autorinnen aus dem Liebesverlag-Archiv.