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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Haben Männer eigentlich sensible Brustwarzen?

Keine Haare, wenig sportlich - ob seine Brustwarzen empfindlich sind?
Oh ja - sie haben zwar überwiegend nicht die schönen, großen Brustwarzen, die von manchen Frauen verlockend angeboten werden, aber sensible sind ihre „Nippel“ trotzdem.

Die Lust der Frauen

Was mit den Brustwarzen geht oder nicht geht, weiß nahezu jede Frau, wenn sie ein paar gute Liebhaber hatte. Manche Frauen mögen sanftes streicheln, andere werden total geil davon, wenn sie leicht angesaugt werden, und wieder andere haben tatsächlich Lust auf leichte Schmerzen, wie sie zum Beispiel bei sanften Bissen auftreten. Wachsspiele befinden sich im Mittelbereich - sie sind Herausforderungen und Lustbringer zugleich, wenn man das warme Wachs richtig einsetzt. Die harten Methoden mit „Nippletoys“ sind hingegen eher für Frauen geeignet, die den Schmerz als Herausforderung erleben.

Männer mit Lust auf Nippelspiele

Da Männer viel weniger Erfahrung mit sensiblen Reaktionen ihrer Brustwarzen haben, denken sie oft gar nicht daran, ihre Sensibilität zu testen. Im Grundsatz gibt es drei Möglichkeiten, ähnlich wie bei Frauen:

1. Sie spüren keine Rektionen bei leichten Berührungen (Feder, Fingerspitzen).
2. Sie erleben eine kleine, wohlige Erhöhung ihrer Lust, wenn jemand an ihren Brustwarzen saugt.
3. Sie mögen sanfte Schmerzen, wie sie bei leichten Bissen, Fingernägeln, Eis, Wachs oder Bürsten auftreten.
4. Sie reagieren schmerzvoll-erotisch auf starke Reize, wie sie etwa von „Nippelklemmen“ erzeugt werden.

Weil bei Männern kein Unterschied zwischen „akzeptabler Verwendung von Brustwarzen“ und „abartigen Neigungen“ gemacht wird, liegt eigentlich nahe, den Versuch zu wagen. Dennoch haben manche Männer eine heftige innere Abneigung, sich „wie Frauen erregen zu lassen.“

Wenngleich die Brust der Frauen sensibler sein mag, so ist andererseits auch wahr, dass die „interne Muskulatur völlig gleich gesteuert“ist. Man könne dies, so die Biologie, durchaus an dem Einfluss des Kältereizes erkennen, der die Brustwarzen anschwellen ließe - bei Frauen wie bei Männern.

Ob es eine „Nervenleitung“ gibt, die direkt von den Brustwarzen auf die Genitalien geht? Das wäre sehr unwahrscheinlich. Wesentlich wahrscheinlicher wäre, dass positive Lustimpulse aus allen sensiblen Körperregionen auch die Genitalien positiv beeinflussen. Und das können Zungenküsse ebenso bewirken wie Berührungen der Brüste.

Teils unter Verwendung diese Quelle: Deutschlandfunk.

Je öller, je döller?

Zuerst übersetze ich den Spruch mal aus dem Niederdeutschen: Werden die Männer immer liebestoller und begieriger nach Lust oder sogar nach Schmerzen, wenn sie älter werden?

Warum ausschließlich Männer gemeint sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings ist sicher zutreffend, dass die Reize, die auf „ältere“ Menschen einwirken, oftmals deutlich heftiger sein müssen, als dies in der Jugend der Fall war.

Sprechen wir stattdessen mal über das Verlangen.

Das Verlangen speist sich einerseits aus der Entbehrung, andererseits aber auch aus der Erinnerung. Wer entbehrt, ist schneller bereit, eine dargeboten Brust zu küssen, wer sich nur erinnert, mag diesen Versuch der Verführung belächeln. Oder mit anderen Worten: Sinnliche Frauen und Männer streben mit dem Alter Qualität an, während Bedürftige vor allem ihr Verlangen stillen wollen.

Das Dilemma der Dates: Wohlanstand und Begierde

Viel Licht fällt in diesem Zusammenhang auf die Menschen, die sich zu Dates verabreden, aber mehr als fünf Jahre keinerlei sexuellen Kontakte mehr hatten. Der Theorie nach müssten sie bedürftig sein und zugleich vertuschen, dass sie es sind. Das halte ich, mit Verlaub, für so gut wie aussichtslos. Mag sein, dass deswegen so viele Frauen und Männer behaupten, „der Funke sie nicht übergesprungen.“ Wie soll sich den ein Funke entzünden, wenn die Begierde im Hintergrund lauert, aber vordergründig über gemeinsame Hobbys geplauscht wird? Oder gar über eine Familienplanung, die niemals stattfinden wird?

Zurück zu den Älteren. Ich bin überzeugt, dass es nicht zutrifft, mit dem Alter immer „geiler“ zu werden, wohl aber, dass man dann eher dem Genuss zugetan ist.

Und was meint ihr?

Die Woche: wenn die Lust zu uns sprechen soll

Wirkliche Neuigkeiten sind dieser Tage rar. Manche Autoren/Autorinnen fokussieren sich auf die anstehende Wahl, andere nagen immer noch an Covid-Themen herum - und viele sind erstaunt, dass sie im Spiegel nichts anders als sich selbst sehen.

Sinnliche Geschichten in der Liebeszeitung?

Zeit für mich, ein wenig über unsere Zeitung nachzudenken. Seit Monaten erwäge ich, wieder einige wirklich „sinnliche“ Themen zu veröffentlichen. Dabei bin ich in demselben Konflikt wie eh und je. Die Geschichten sollten sich so lesen, dass die Damen leicht erröten, aber nicht so, dass sie wütend auf den Bildschirm einschlagen. Wo die Konflikte bei „erotischen“ Geschichten liegen, ist vielfach beschreiben worden.

Wahre Gefühle oder sinnliche Sensationen?

In einem ersten Artikel geht es um „Gefühlswelten und Wahrheit“. Ganz kurz: Darum, was wirkliche Personen bei gewöhnlichen und ungewöhnlichen sexuellen Aktivitäten verspüren. Im zweiten beschäftigen wir uns damit, wie sinnliche erregende Geschichten geschrieben werden können, wenn die Autoren „nichts dergleichen“ wirklich erlebt haben. Wie auch immer – es ist ein Seiltanz.

Die Fassaden bröckeln: erotische Fantasien

Das Thema „erotische Fantasien“ korrespondiert eng mit dem Thema des „sinnlichen Schreibens“. Denn erotische Fantasien werden von uns in Skripten erlebt, die unsere Wachträume durchziehen. Und sie befremden die Träumer(innen) ebenso wie sie die sexuelle Erregung genießen, die von ihnen ausgehen. Überraschend ist immer wieder, dass hinter den Fassaden und Klischees sehr differenzierte Gefühle lauern.

Armselige Sprache - zu wenig Worte für die Lust und ein Bild

Wir haben wieder einmal ein Foto veröffentlicht – es geht um den „Verlust der Unschuld“ in längst vergangenen Zeiten. Dieser Artikel führte dann wieder zum „erotischen Schreiben und Denken“: Unsere Ausdrücke für die Variationen der Leidenschaft sind wahrhaft armselig.

Zwei Seelen in der Brust - kennst du das?

Ob Realität oder Fantasie – oft spüren wir, dass wir zwei gegensätzliche Dinge von der Liebe oder der Lust erwarten. Keine Panik nötig – das hat natürliche Ursachen – aber von uns wird eben erwartet, dass wir uns entscheiden. Dabei wählen wir nicht zwischen Himmel und Hölle, sondern nur, uns unserer Natur bewusst zu werden oder nicht. Das wäre eigentlich eine sehr einfache Entscheidung, wenn es nicht so viele „Aber“ gäbe.

Sexuelle Orientierung und sexuelle Lüste

Was hätte ich noch an anderen Themen zu bieten? Viele Menschen beginnen, ihre sexuellen Vorlieben zu liberalisieren. Und manche denken, dass habe etwas mit der grundlegenden sexuellen Orientierung zu tun. Nein, das ist nicht so. Rein sexuelle Begierden, Befriedigungen und sinnliche Lüste können auf vielfältige Weise betrachtet werden.

Langzeitpartner gesucht?

Ein erneuter Ausflug in die Partnersuche gefällig? Bei langfristigen Beziehungen entscheidet, sich auf „des Lebens Wogen“ einzustellen. Und nicht darauf, was du dir jetzt erträumst. Also kann sich eine vielseitige, flexible und tolerante Persönlichkeit auf Dauer besser eignen als der „ideale Partner“ für die nächsten drei Jahre.

Zumutungen, Wonnen, Dominanz?

Habe ich euch zu viel zugemutet diese Woche? Andere Themen wären die dominanten Frauen dieser Welt gewesen. Wie real sind sie? Was entspringt der männlichen Fantasie? Wo beginnt das Schauspiel, das „Grand Guignol“ der Lust? Immerhin fand schon die Circe Vergnügen daran, „aus Männer Schweinchen zu machen.“

Falls ihr nicht so krause Gedanken habt: Das Wochenende naht, und Lust und Wonne winken. Und manchmal ist wirklich besser, mal einen Sperling einzuladen als darauf zu warten, dass ein Fasan durch die Tür spaziert.

Haben wir zwei Seelen in der Brust?

Die Lust wird eingemischt ...
Ein „deutscher Mann“ hat sie – behauptet jedenfalls Dr. Faustus durch Goethes Feder, nicht ohne ein „ach“ einzufügen. Doch auch vergangene Kulturen haben schon gewusst, dass mehr als eine „Seele“ in der Brust „wohnt“. Der griechische Gott Janus zeigte sie sogar, indem ihm ein Januskopf gegeben war.

Der Zwiespalt ist menschlich

Der Zwiespalt war einst durchaus bekannt, schien sogar echt menschlich zu sein und wurde besonders im Bereich der Künstler, Dichter und Denker verortet. In der Blüte des Bürgertums verschwand jeder Zwiespalt hinter der Fassade des Wohlanstands. Hinter den Mauern der Bürgerhäuser allerdings trieb er dann heftige exotische Blüten. Fast alle von uns haben irgendwann einmal die Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ gelesen. In ihm wird die Persönlichkeit noch durch eine Droge gespalten. Man schrieb das Jahr 1886 – lange, bevor der Begriff „Schizophrenie“ entstand. Erst seit 1908 wurde dieses Wort verwendet, und es dauert noch etliche Jahre, bevor man diese Diagnose bei „Patienten“ verwendete.

Ist der Zwiespalt eine Frage für die Psychiatrie?

Indessen ist der Zwiespalt nicht etwa in den Bereich der Psychiatrie abgewandert. In den eigenen Gefühlen ein „sowohl als auch“ festzustellen, hat schon nahezu jeden Menschen getroffen. Das gilt besonders für unsere Lüste und Begierden.

Werfen wir einen kurzen Blick darauf: Wir können über unsere sexuellen Lüste nicht ausschließlich „willentlich“ entscheiden. Es gibt keinen grünen Knopf für „loslassen“ und einen roten für „stoppen“. Wenn unser biochemisches „System“ anfängt, Lustdrogen zu produzieren, dann will es etwas damit erreichen. Und um dies auch durchzusetzen, versucht es, unser Denken vorübergehend auszuschalten. Nun können wir eine Weile „dagegenhalten“ und uns sagen: „Tu es nicht, das könnte Folgen haben.“

Jekyll und Hyde - vereint sind sie menschlich

Jedes Mal, wenn wir das tun, bringen wir „Jekyll und Hyde“ in uns wieder in Einklang, aber sie verschwinden deshalb nicht aus unserem Potenzial an Gefühlen. Denn wir bleiben ja ein Teil der Natur und die sagt uns: „Wenn du deine Lust erfüllen willst, musst du auch ein Risiko eingehen.“

Der „Zwiespalt“ zwischen dem drängenden Trieb, der heut oft als „Notgeilheit“ bezeichnet wird, und der Tugend es Verzichts, wurde von Jahren noch ausschließlich Männer zu geschrieben. Inzwischen „deckeln“ auch Frauen ihre Sexualität nicht mehr und bekennen sich dazu, ihre Lüste ausleben zu wollen.

Die Natur hat meist die stärkeren "Argumente"

Wie die Konflikte „Natur gegen Vernunft“ in unserer Psyche ausgehen? In Wahrheit wissen wir das nicht. Die Natur hat normalerweise die stärkeren „Argumente“, weil sie nicht einfach mal aus Jux damit beginnt, sexuell erregende Botenstoffe ins Blut zu pumpen. Bekanntermaßen sind diese sehr wirksam, und deshalb benötigt der Geist viele gute Argumente, um diesen Ansturm jetzt nicht zuzulassen.

Und weil dies so ist … werden wir uns mal dazu entschließen, uns von den Wogen der Natur mitreißen zu lassen. Und ein anderes Mal werden wir abrupt und verwirrt auf die Bremse treten.

Wie immer alles ausgeht – mal strahlen unsere Augen vor Glück, „es“ getan zu haben, mal bilden sich danach Sorgenfalten. Und wenn wir „es“ nicht taten? Dann fragen sich einige, was sie wohl versäumt haben und andere rühmen sich, standhaft geblieben zu sein.

Menschen haben eben innere Konflikte. Stellen wir uns den Konflikten, Zwiespälten, Lüsten und Ängsten. Einen besseren Rat weiß ich nicht.

Bild: Henri Caruchet, Auschnitt, Illustration von 1904.