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Machen Frauen wirklich „echt schmutzige“ Vorschläge?

Fantasie anregen - ohne Worte oder mit schmutzigen Worten?
Wir weisen vorab darauf hin, dass Artikel dieser Art in Frauenzeitschriften aller Art erscheinen - wenn du empfindlich bist gegenüber einer "heftigen, versauten Sprache", dann lies bitte nicht weiter.

Manche Männer werden von „schmutzigen Vorschlägen“ angetörnt, andere wieder sind befremdet, wenn eine Frau eine „direkte“, vielleicht gar noch provokative Ansprache verwendet.

„Schmutzige Vorschläge“ sind demnach alle Aussagen, die sich direkt und unmittelbar auf sexuelle Handlungen beziehen. Vor allem, wenn sie in einer Art übermittelt werden, die für „Frauen nicht als angemessen“ gilt.

Unterscheiden kann man sie danach, ob sie unter Anwesenden oder durch Medien (SMS, WhatsApp, Telefon) übertragen werden. Außerdem lässt sich der Gebrauch von „schmutzigen Reden“ danach unterscheiden, ob sie beim ersten Date oder unter festen Paaren stattfinden. Beim ersten Date ist Vorsicht geboten - auch Männer sind sensibel und mögen vielleicht nicht, wenn du sagst: „Ich werde meine roten Krallen in deine weiße Haut bohren, während du mich nimmst wie ein Hengst.“ Jeder hat Tabus und Schmerzgrenzen - sogar ein Mann.

Favorit 1: Ich fühl gerade etwas und denke dabei an dich

- Ich mach’s mir gerade und denke dabei an dich.
- Meine Muschi ist schon feucht - komm endlich zu mir!
- Ich kann kaum erwarten, dass dein Penis in mich reingeht.
- Wenn du kommst, sollst du mit die Kleider vom Körper reißen.
- Ich spür dich schon jetzt in mir - es ist so geil.
- Ich werde so oft feucht, wenn ich an dich denke.
- Ich war so unartig - bekomme ich heute Schläge?
- Nimm dich heute Nacht in acht vor mir- ich bin ein Raubtier.
- Ich habe mich für dich hingelegt wie eine Hure.


Favorit 2: Ich will, dass du es härter mit mir treibst

- Drück meine Brüste zusammen und küss die Brustwarzen!
- Nimm mich wie ein Tier.
- Vergiss, dass ich deine Frau bin - nimm mich wie eine Hure!
- Nimm mich mit der Zunge!
- Steck mit einen Finger in den Po!
- Fessle mich und mach mit mir, was du willst!
- Besudel mich!
- Das F-Wort in Kombination mit "hart"


Favorit 3: Überraschungen

- Ich trage nur einen BH unter diesem Sommermantel.
- Ja, ich trage Strapse - aber keinen Slip dazu.
- Ich habe paar Handschellen dabei - fällt dir dazu was ein?
- Ich will mich in dich verkrallen wie eine Raubkatze in ihr Opfer.
- Leg dich einfach hin - ich reite dich, bis dir Hören und Sehen vergeht.
- Ich mach es mir jetzt selbst - und du bist Zuschauer.
- Ich will, das du es dir selbst machst - und ich schau dir zu.
- Heute wirst du mal meine kleine Schlampe sein.
- Zieh dich nackt aus und leg dich auf den Fußboden.


Wie schon gesagt - das alles ist etwas für Frauen, die provozieren wollen und für Paare, die sich durch „schmutzige Reden“ zu mehr Lust kommen wollen. Wir haben die meisten dieser Sprüche übrigens in Frauenzeitschriften gefunden.. Eine Webseite musste wir ignorieren, weil sie schlecht übersetzt war, eine andere erwies sich als zweifelhaft, da in ihr ein Virus vermutet wurde. Die drei verlinkten Seiten sollten jedoch „sauber“ sein - oder eben: hübsch schmutzig.

Einen schmutzigen Satz liefere ich noch nach:

Du machst mich so geil, weil ich dir so viel schmutzige Sachen sagen kann.

Wenn du weißt, worauf dein Lover wirklich abfährt, kannst du den Trick mit dem „Schlampenverhalten“ immer wieder anwenden. Und vielleicht macht es dir wirklich Spaß, sein „dreckiges Luder“ zu sein. Vorher und nachher kamst du wieder Studienrätin, Mutter oder (meinetwegen) Redakteurin sein.

Drei von fünf Web-Seiten zum Vergleich (wir mussten zwei auslassen)

fem.com
Amorelle
Cosmo

Wenn er Sex will - Ja oder Nein?

Letzte Möglichkeit, "NEIN" zu sagen - für IHN
Wenn er Sex will - Ja oder Nein? ist etwas kniffliger als du vielleicht denkst. Aber sag maL. erwartest du eigentlich, dass der Mann immer "Ja" sagt, egal, was du von ihm willst?

Angeblich ist es ja furchtbar schwierig, „Nein“ zu sagen. Aber „ja“ zu sagen, ist auch nicht soooo schrecklich leicht. Also, was tun? „Nein“ sagen, weil es definitiv, und ultimativ und sowieso „Nein“ ist? Oder „Jaaah“ (sehr gedehnt, wenn’s (noch) nicht wirklich „Ja“ ist?

Ich habe gerade von jemandem gelesen, der weiß, wie du’s richtig machst. Und das geht so:

Du wartest nicht, bis er fragt, was für dich geht. Du fragst ihn, was für ihn geht.

Die Frau, die das blogt, meint, es sei immer sicher, weil du dabei sicher bist. Aber es funktioniert auch nicht immer, weil Männer sich nicht so schrecklich gerne danach fragen lassen. Bearbeitetes Zitat (1):

Ein wenig Beharrlichkeit und Einfühlungsvermögen kann Wunder bewirken, wenn er einige Zeit braucht, bis er dir sagt, wie er’s gerne hätte. Denn nicht jeder Mann fühlt sich wohl, wenn seine innersten Wünsche offengelegt werden - das ist aber wichtig, denn Wohlfühlen ist die Hauptsache beim Sex.

Wenn du fragst, heißt das noch lange nicht, dass es tun musst. Falls er antwortet, kannst du aber sagen: „Das, was du willst, geht gar nicht oder nur falls (...).“ Wenn er nicht gerade auf dem Romantik-Trip ist, wird er damit einverstanden sein, dass du ein bisschen „verhandelst“.

Falls du es „anders herum“ versuchst, zum Beispiel mit „du, ich hätte am liebsten, dass du (...)“, dann kann es sein, dass er ins Dilemma kommt, nicht „Nein“ sagen zu wollen, obgleich er „das“ eigentlich nicht will. Und da haben wir einen Punkt, der in keinem Ratgeber steht (bearbeitetes Zitat):

Viel zu oft wird angenommen, dass Männer im Schlafzimmer zu absolut allem bereit sind. Dies ist natürlich nicht wahr, aber die Gesellschaft stellt diese Erwartung an die Männer - und wir Frauen oft auch. Also denk daran: Männer machen nicht „alles“. Und wenn sie alles machen, dann tun sie’s oft nicht gerne. Und ohne Vergnügen ist Sex einfach blöd.

Fragen lohnt sich also. Fragen vor dem Ausziehen zu stellen ist immer besser, als mit Wünschen herauszuplatzen, wenn er/sie schon nackt ist. Und schließlich mal ganz nüchtern: Wenn du nicht fragst, wie willst du je in deinem Leben bekommen, worauf du wirklich richtig geil bist?

De verwendeten Zitate stammen von einer äußerst klugen Bloggerin,die aber eine Webseite betreibt, auf die wir nicht verlinken können.

Lust: erforsche deine Möglichkeiten und Grenzen

Der größte Wunsch, die größte Hürde: Oralsex
Neulich las ich einen Artikel einer Frau, die immer geglaubt hatte, es sei ekelhaft, einem Mann „einen zu blasen“, oder weniger ordinär: „Fellatio zu geben.“ Doch nach einiger Zeit entdeckte sie:

Nachdem ich es so gut erlernte, dass die Männer sich nicht mehr einkriegten, wenn ich es tat, da wusste ich, dass ich mindestens eine Eigenschaft hatte, die sie liebten.

Klar kannst du provokativ fragen: “Was, und andere Eigenschaften hast du nicht, die Männer mögen?“ Nun, es ist nur ein Beispiel: Versuch alles, und behalte das bei, was dir oder deinen Liebhabern/Geliebten Freude bereitet, und verwerfe alles, was für dich und andere nichts als Routinen sind.

Die Beispiele sind nicht grenzenlos, aber sie folgen einem Schema: Zuerst kannst du versuchen, die beliebtesten Wünsche und Träume zu verwirklichen – oder wenigsten ihre Vorstufen.

1. Oralsex zu geben und/oder zu empfangen.
2. Meinen Partner masturbieren / von ihm masturbiert werden.
3. Sexuell dominiert zu werden / zu dominieren.
4. Voyeur/Voyeuse sein bei hefigen Szenen anderer.
5. Einen „Dreier“ erproben (MMF oder FFM).
6. Lust am eigenen Geschlecht.
7. Aktive und passive anale Lust (auch mit Instrumenten)


Beim Dreier sind die Hürden (besonders für Singles) sehr hoch, während die Lust am eigenen Geschlecht bei Frauen deutlich höher ist als bei Männern, die allerdings eher an entsprechenden Rollenspielen interessiert sind. Bei anderen lustvollen Abweichungen gibt es Vorstufen, besonders beim Analverkehr, beim Küssen des gesamten Körpers, bei Orgien, bei Soft-SM mit Schlägen oder bei Bondage-Spielen. Beispielsweise beginnt man bei „Schlägen“ oft damit, ob der Partner beim normalen Sex Lust daran empfindet, einen kleinen Schlag auf den Po zu bekommen. Vor dem Analsex mache viele Paare erst einmal die “Fingerprobe“, und das Kitzeln ist oft der Einstieg zum Bondage-Sex (Fesselspiele).

Hat das etwas mit Liebe zu tun?

Ja und nein - nicht mit der beständigen Liebe. Aber mit dem Feuer der Lust, nach dem sich Singles und Paare gleichermaßen sehnen. Und auch das gilt: Für Mann und Frau ist bisweilen am schönsten, sich dem Partner oder der Partnerin völlig vorbehaltlos hinzugeben.

Für Paare könnt ihr hier viel in englischer Sprache nachlesen.

Darf eine Frau nach Sex fragen?

Scheue,sehnsüchtige Lust
Viele Frauen scheuen sich „nach Sex zu fragen“. Sind die Männer nicht sowieso dauergeil? Muss man sie nicht eher abwehren als ihnen noch zu zeigen, dass man notgeil oder wenigstens feucht ist?

Nahezu alle Berichte, die man dazu lesen kann, stammen von Ehefrauen oder Frauen, die in Beziehungen leben. Wir hörten sogar von Paaren, die Schulnoten für den Grad ihrer Geilheit an den Kühlschrank pinnen.

Doch Singles? Frauen, die auf Dates gehen, damit „endlich etwas passiert?“ Oder solche, die während des Dates den unausweichlichen Drang erleben, möglichst sofort mit dem Typen zu vögeln, der ihnen gegenübersitzt?

Ich habe eine lustige Überschrift dazu gelesen: „Ab wann ist in der Kennlernphase Sex ‚angemessen‘“ und mich herzlich darüber amüsiert. Aber letztendlich gilt: „Ist sie notgeil, getraut sie sich im 98 Prozent der Fälle, nicht darüber zu sprechen“, will ein Züricher wissen.

Nach dem Date vögeln - na klar, wenn du Lust hast

Guter Rat ist nicht teuer: Beim größten Frust hilft dir, den erstbesten Mann zu vögeln, mit dem du ein Date hast. Doch auch dazu musst du erst mal ein Date haben, zweitens darf der Kerl nicht zurückschrecken, wenn du die Hand auf seine Penisbeule legst und drittens musst du dabei noch selber mit dir klarkommen. Geht so ungefähr so: „Ich treffe ihn, weil ich ihn vögeln will, und dann vergesse ich ihn.“

Vergiss den Schmus um "gebrochene Herzen"

Oh, da ist schon die Mutti zu hören, oder? „Aber Kind …“ oder die ELLE.

Die meint, dass beim Sex in der ersten Nacht (oder in der zweiten) „das eine oder andere Herz in tausend Splitter endet.“ Gut, das ist dummes Gelaber, aber der Rat lautet:

Wer ein gebrochenes Herz vermeiden will, sollte auf gar keinen Fall eine gemeinsame Nacht nach dem ersten oder zweiten Date anstreben.


Da haben wir’s. Entweder eine Beziehung oder ein gebrochenes Herz. Klischees haben ein längeres Leben als Krokodile, ohne Zweifel.

Zwei Tipps reichen für dein Date mit Sex

Ach, ihr habt nach Tacheles gefragt? Konkreten Tipps, wie ihr den Mann über die Bettkante bringt?

Also dann: Körpersprache ist die beste Idee. Intensive Flirtgesten, die du sowieso beherrscht, und einige, die du noch intensivieren kannst. Wenn er darauf positiv reagiert, vorsichtig anfassen (auf keinen Fall gleich den Unterleib berühren, egal, wo).

Zweitbeste Idee: Direkt, aber dezent und humorvoll fragen. Typische Frage, die viele Männer kennen: „Gefällt dir eigentlich, was du siehst?“ Wenn er „ja“ sagt, gleich nachziehen: „und könntest du dir vorstellen, dass wir den Abend noch ein bisschen verlängern?“ Es geht auch direkter: „ich würde eigentlich gerne noch wo hingehen, wo wir kein Publikum haben.“ Und natürlich der Klassiker: „Wenn du Lust hast, können wir noch ein bisschen zu mir gehen.“ Solltest du ein Menü mit ihm verputzt haben und dich erst beim zweiten Gang entscheiden haben, deiner Lust freien Lauf zu lassen: Sobald der Kellner fragt: „Möchten Sie noch einen Kaffee oder ein Dessert?“ Lehnst du ab und flüsterst ihm ins Ohr: „Das Dessert gibt es bei mir, wenn du magst?“ Oder „den Kaffee verschieben wir auf morgen früh, oder?“

Vergiss nicht, die einmal angeleierte Verführung „heiß“ zu halten, zieh also wirklich das durch, was du selber willst und hol das Beste für dich heraus.

Wenn er dich anschließend wiedersehen will, ist es OK, wenn nicht, muss es aber auch OK sein. Und frage‘ nie, wofür er dich hält. Frag dich, ob du einen Lustgewinn hattest. Und falls ja: Mach einfach so weiter.

Bild: Zeichnung. ca. 30er Jahre, der Autor könnte André Collot gewesen sein. Gezeigt wird hier nur die obere Hälfte des Bildes.

Sind Frauen komplizierte sexuelle Wesen?

Lust haben,solange etwas passiert ...
Solange wir Liebe für kompliziert halten, wird sie auch kompliziert für uns sein. Und solange wir glauben, dass Sex am Ende eines Hürdenlaufs um die Gunst der Partnerin /des Partners steht, kommen wir nie zu wirklicher Erfüllung unserer Lust.

Unterschiede - ja, sicher - aber woher kommen sie?

In der Vergangenheit haben uns Forscher erläutert, worin der Unterschiede im Verhalten von Frauen und Männern bestünden und dies auch begründet. Eine der Interpretationen, die man oft leist: es sei eine Folge der Evolution. Eine Schwangerschaft daure lang, und sie behindere die weiblichen Exemplare. Deshalb hätten die Frauen weniger Interesse an Sex - sie müssten schließlich die Folgen tragen. Das ist sozusagen „Evolution rückwärts erklärt“. Weibliche Säugetiere wählen sorgfältig aus, um gesunde Nachfahren zu gebären - das ist der Ruf der Evolution.

Dasselbe Gehirn, aber anders gesteuert

Heute sind diese Theorien kaum noch haltbar. Frauen sind anders, weil die Natur - Evolution hin, Evolution her - sie mit einer hormonalen Steuerung ausgestattet hat, die von den Männern abweicht. Punkt und aus. Wenn du es jemals anders hörst, handelt es sich bestenfalls um eine Intellektualisierung, schlimmstenfalls um eine Idealisierung.

Und was heißt das nun konkret für dich?

Vor allem, dass Frauen nicht wirklich „kompliziert“ organisiert sind, sondern ihren Lüsten durchaus folgen. Behauptet wird, dass Frauen ständig über ein „hellwaches sozial-emotionales“ inneres Netzwerk verfügen, das „nach Beschäftigung sucht.“ Und die beste Art, dieses Netz beschäftigt zu halten, seien erotische Fantasien. Dies ließen sich nun wieder relativ problemlos in ein erotisches Körperempfinden umwandeln, wenn sie nur scharf genug wären.

Was letztlich heißt: Wenn du wirklich scharf werden willst, brauchst du eher eine heftige Fantasie als einen Menschen mit Penis. Obwohl auch diese Idee ihre Vorzüge hätte.

Am besten, so habe ich das verstanden, ist eine Fantasie plus ein Mensch. Ob es ein Mann sein muss? Da wird dann und wann in Zweifel gezogen, denn

... beim Geschlecht der erotisch Abgebildeten sind Frauen flexibel, solange was passiert.


Nicht nur bei den „Abgebildeten“, wie wir erfuhren. Frauen bezeichnen sich nicht nur stärker als „Bi“ im Vergleich zu Männern - sie lehnen auch immer häufiger die gesamte Klassifikation sexueller „Orientierungen“ ab.

Wohin das führt? Wahrscheinlich zu wesentlich mehr Lust.

Hinweis: Zum Teil wurden aus einem Text von BARBARA aus BRIGITTE zitiert. Der Text weist auf ein Buch von Dr. Franca Pariane hin.