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Ihr Weibchen hart bum...?

Na klar, was sonst?
Oh ja, Corona - ohne Ende. Da kursiert eine E-Mail von einem angeblichen Prof. Dr. Schmitt, und der schreibt das oben gekürzte Wort aus - was für einen Professor im öffentlichen Raum nicht gerade üblich ist, nicht wahr?

Der sprich auch nicht von einer Pandemie, sondern

im Laufe der hektischen Phase der Grippen Welle.

Und er möchte also, dass Männer ihre „Weibchen“ jetzt hart ... an ihr wisst schon. Und was „hart“ bedeutet, das wissen wir ja: „der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und von der Dauer.“

Denn:

Ihren persönlichen Spaß am Sex kann Ihnen keiner verwehren. Nun gilt zu Hause zu bleiben und dort harte Sexspiele genießen.
Na also. Gelobt sei, was hart macht.

Und klar: das ist ein Zitat aus einer dieser Betrüger-E-Mails, die jetzt überall kursieren.

Dann eben am 2. April - der Maskenschutz

Beim höchsten Drang noch kein Maskenzwang - wie beruhigend
Beunruhigt hat mich, dass man uns allenthalben einen Maskenzwang auferlegen wollte. Oder auch nicht. Oder vielleicht doch? Oder wer oder was oder wie? Gewoben, gehäkelt oder gestrickt?

Hier die ultimative Lösung für „oben herum“. Unten herum helfen weiterhin Kondome. So weit also der Humor.

Und ernsthaft: Bleibt mit eurem einen Liebespartner zusammen und macht was Hübsches miteinander, aufeinander, untereinander oder was ihr mögt.

Corona und Genitalfotos

Die Illusion zählt ... nicht die Realität
Och ... also jetzt könnt ihr endlich eure eigene Sammlung von „Schwanzfotos“ anlegen. Denn wie las ich gerade?

Wie junge Frauen erzählen, weichen einige Männer auf Social-Media-Plattformen wie Snapchat oder Instagram aus, um dort Sexting zu betreiben. Die Folge: Eine Flut an ungefragten Nacktbilder, sogenannten Dickpics, während der Corona-Krise.

Man denke - Nacktbilder, dazu ungefragt, und dann noch mit baumelndem männlichen Genital.

Was Frau nicht mag, liebt Mann offenbar über alles

Zeitgleich las ich, dass Genitalfotos von Damen nach wie vor gefragt sind, und dass einige (von euch?) schon Fanseiten haben, auf denen sie gegen (genügend) Kohle alles zeigen. Hoch aufgelöst, versteht sich. Man braucht offenbar einen Account, um Fans zu gewinnen („Follower“). Je mehr Männer dir folgen, umso mehr Kohle soll es geben. Nein, die Seite ist nicht nur für kreative junge Frauen gedacht, bei denen der Körper das Kreativste ist. Und ehrlich - ich hab keine Ahnung, wie toll die Bilder sind. In jedem Fall ist der eigene Körper nach wie vor ein Geschäft, das manche Frauen am Laufen halten, ohne das Haus zu verlassen.

Dating und Corona - kein Mensch, kein Problem

Ansagerin bei einer TV-Show für Camgirls
Wenn du dich mit einer „nicht im Haushalt lebenden Person“ verabreden willst oder gar an Sex denkst, dann bist du in Gefahr, denn ... (1)

Jeder Kontakt mit einem anderen Menschen stellt ein höheres Risiko dar, sich anzustecken und das Virus zu übertragen, als kein Kontakt.

Also kein Kontakt - da bleiben eigentlich nur die im Haushalt lebenden Personen. Aber da wir kaum noch über Dienstmägde noch über Leibeigene verfügen und der Inzest aus gutem Grunde auch nicht in Frage kommt, wer bleibt da eigentlich wirklich? Cousinen zweiten Grades?

Eigentlich kein Mensch - und kein Mensch bedeutet kein Problem.

Online und nicht sexuell?

Nun stehen Frauenzeitschriften wie die BRIGITTE natürlich in einem Konflikt: Gar nicht über gar nichts zu schreiben geht gar nicht. Und weil frau ja gewohnt ist, dass die Frauenzeitschrift die beste Freundin ist (auch wenn sie anders heißt), hat die BRIGITTE Tipps.

Zuerst kommt der Tipp, die bereits bestehenden "Kontakte und Beziehungen online und nicht sexuell zu vertiefen.“ Na klar - bisher wurden „Kontakte und Beziehungen“ ja mal hopp-di-hopp sexuell vertieft. Überhaupt „online und nicht sexuell“ - welch Vergleich! Na ja, vielleicht bekam der Redakteurin ja das Homeoffice nicht gut.

Die nicht pandemischen Verabredungen und ihr virtuellen Äquivalente

Den Rest kann ich mir fast schenken, außer diesem Satz:

Besprecht einfach mal, was ihr beide mögt und was ihr unter nicht pandemischen Umständen machen würdet, und dann recherchiert im Netz, was wann abgeht.

Virtuell, versteht sich, unter pandemischen Umständen. SIE dort, ER hier. Beide sehen einen Film oder hören Tschaikowskys Klavierkonzert. Jeder für sich. Ei wie fein - die beste Möglichkeit, einander kennzulernen.

Bevor ich zum letzten Punkt der BRIGITTE komme, will ich euch noch kurz etwas Sinnreiches zitieren (2):

Die medialen Sozialkontakte funktionierten umso besser, je besser man sich kennt ... mit der besten Freundin und dem besten Freund kann man auch sehr gut telefonieren. Je weniger man sich kennt, desto weniger gut ist der Ersatz des direkten Kontaktes durch zum Beispiel ein Telefonat.

Habt ihr das geschnallt? Wenn du jemanden gut kennst, kannst du mit ihm umso besser telefonieren. Und je weniger du den andere schon kennst, so wenig empfiehlt sich der Telefonkontakt.

Ausweg Cyber-Sex?
Werbung für lechzende Männer
Warum dich das so betone? Weil ich jetzt zum letzten Punkt der Tipps von BRIGITTE komme: Cybersex. Die BRIGITTE weiß anderwärts (3):

Masturbieren zum Web-Porno fällt nämlich auch schon darunter.

Das ist aber wohl nicht gemeint. Irgendwie waren da ja die nicht-realen Sehnsuchtskontakte - also die Kontakte von Mensch zu Mensch ohne „menschliche“ Kontakte.

So, und nun sag ich euch was:

Cybersex wäre ein schöner Versuch, wenn ihr schon wüsstet, dass der andere auf Cybersex steht (was ziemlich selten vorkommt). Oder eben, wenn am anderen Ende eine professionelle „Senderin“ („Camgirl)“ sitzt, die jede Minute ein Fünfzigcentstück fallen hört.

Denk mal, an den Satz „mit deiner besten Freundin und deine, besten Freud kannst man auch sehr gut telefonieren.“

Und dann erklär mir mal, mit welchen deiner besten Freundinnen oder Freunde du wagen würdest, Cybersex zu haben. Na?

Ganz höflich ausgedrückt sage ich mal „dazu ist eine gewisse Form von Kommunikation nötig, die du nicht beherrscht.“ Denn beim Cybersex zwischen Unbekannten geht es um eine Art von Geilheit, die nichts mit der Person zu tun hat.

Cybersex aus Erwerbsgründen: schamlos sein als Methode

Die Damen, die dergleichen aus Erwerbsgründen anbieten, wissen genau, was sie tun: dich mit schmutzigen Worten und körperlichen Reizen dazu zu bringen, dass sich ihre Kunden am Ende selbst befriedigen. Und damit das hübsch langsam abläuft, wissen sie sehr genau, wann und wie sie ihre Rezipienten „hochbringen“ und „bei der Stange halten“. Immer hübsch langsam und wohldosiert - weil jede Minute zählt. Frauen als Kundinnen sind ziemlich selten, deswegen lassen wir die hier mal weg.

Cybersex mit Unbekannten? Nicht sexuelle „Vertiefungen“?

Ich sag mal: Kein realer Mensch - kein reales Problem. Aber eben auch keine reale Beziehung.

That’s all, folks.

(1) BRIGITTE.
(2) Manfred Spitzer gegenüber der "Deutschen Welle".
(3) Einer der Links aus dem Artikel in BRIGITTE.
Bilder: Screenshots verschiedener TV-Shows.

Sex während der Selbst-Isolation?

Nein, „richtiger Sex“ ist wohl nicht möglich, wenn du gerade keinen Ehemann, Verlobten oder festen Freund hast.

Aber was ist schon „richtiger Sex“? Nichts ist so aufragend wie die Fantasie. Und erst kürzlich hab‘ ich gelesen, dass Masturbation ohne Fantasie so unwahrscheinlich ist wie Curry ohne Kurkuma.

Philosophinnen und Moralistinnen werden nun sagen: Ja, aber nur wenn du von außen Impulse erhältst, und dann ist noch die Frage, ob du empfänglich für diese Impulse bist, und ... laber, laber, laber. Die „Impulse“ heißen Erotikgeschichten oder Pornos und wo ein Wille ist, ist euch ein Vibrator. Da ist doch ziemlich wurscht, ob der Impuls von innen oder außen kommt oder erst bei der „intimen Berührung“.

Niemand weiß, was du mit wem treibst

Das Schöne daran: Du kannst dir vorstellen, dass du Sex mit Männern, Frauen oder Paaren hast, ja sogar mit ganzen „Herrenrunden“. Das ist mal das Erste. Und das Zweite ist, dass du etwas mit ihnen machen kannst (und sie mit dir), was du dich im wahren Leben nie trauen würde. Alles, was dich geil macht, ist erlaubt.

Und du musst keine Rücksicht darauf nehmen, wie die Leute, mit denen du rummachst, nachher über dich denken - sie wissen ja nicht mal, dass du es mit ihnen treibst.

Ja sicher, dir könnten die Batterien ausgehen. Woran man mal wieder sieht: Es ist klüger, Batterien zu horten als Nudeln.