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Huren-Fakes, Schönschreiben und andere Merkwürdigkeiten

Illusionen verkaufen - oder Fake-Profile?
Zu den ganz gewöhnlichen Aufgaben von Schriftstellern gehört, Personen, Dienstleistungen und Gegenstände „schönzuschreiben“. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange die Gegenstände wirklich unzweifelhaft dafür geeignet sind, wofür sie angeboten werden. Besonders bei gewissen Medikamenten, in letzter Zeit auch bei Fernsehzubehör, kann man da mit Sicherheit Zweifel bekommen. Bei Dienstleistern sollen zumeist die Möglichkeiten und Chancen hervorgehoben werden, und bei Personen die guten beruflichen, emotionalen oder körperlichen Eigenschaften.

Multiple Profile oder Fakes?

In einigen Branchen sind „multiple Profile“ üblich geworden. Künstler verwenden sie oft, und in hohem Maße Schriftsteller, die ihren bürgerlichen Namen nicht mit den Themen in Verbindung bringen wollen, über die sie schreiben. Auch manche Damen arbeiten – wie könnet es anders sein – gerne mit Kosenamen, die ihre bürgerliche Identität verschleiern sollen.

So weit so gut. Ein Teil dieser Damen hat mehrere Identitäten, für die jeweils unterschiedliche Profile erstellt werden müssen, die speziell auf die Klientel zugeschnitten sind. Auch noch gut. Schließlich spielen diese Damen ihren Kunden eine Rolle vor und sind ohnehin nie „sie selbst“.

Nicht gut: Profile zu schreiben von Personen, die gar nicht existieren. Und doch verdienen manche Texter damit ihr Geld.

Wenn Sie sich selbst, ihre Dienstleistung oder einen Gegenstand schönschreiben lassen wollen, dann wenden Sie sich ruhig an meine Adresse. Ich schrieb dann für Sie unter einem Pseudonym.

Sollten Sie aber Fakes benötigen – dann wenden Sie sich bitte an die Leute, die sich damit ihre Hände schmutzig machen.


Flirt- und Datingportale, die es gar nicht gibt

Eines der vielen Fake-Profile im Internet
Wir warnen vor Flirt- und Datingportale, die es gar nicht wirklich gibt. Die Damen (und manchmal auch die Herren) sind oftmals fiktive Personen, die von Mitarbeiter der Betreiber wie Marionetten an Fäden gezogen werden.

Mit raffinierten AGB versuchen diese Sex-Dating-Anbieter, Flirtbösen und Kontaktbörsen ihre wahren Absichten rechtlich abzusichern. Manche verklausulieren dies geschickt – und andere sagen inzwischen auch einfach, was sie sind: Goldgruben, um Kunden zu schröpfen, die geil auf Sex sind.

Die Frage ist ist allerdings, wer die AGB liest, bevor er sich schröpfen lässt, und deshalb meine Empfehlung: Immer AGB lesen, und falls Zweifel bestehen: Ausdrucken und der örtlichen Verbraucherzentrale vorlegen.

Frauen erfinden – nichts Ungewöhnliches am Beziehungs-Markt

Frauen zu erfinden ist einer der ältesten Tricks der Ehemakler, Heiratsvermittler, Partnerdienste und – ganz selbstverständlich – auch mancher Online-Singlebörsen. Manche erfanden (und erfinden weiterhin) auch Männer: vor allem Akademiker jenseits der 50. Sie werden gebraucht, um naive Goldgräberinnen wie Magnete anzuziehen.

Alter Trick – immer wieder neu aufgelegt

Typisches Werbe-Profil für Sex-Dating
Der Trick ist so bekannt, dass er schon beinah irrwitzig wirkt: Die Werbung stößt immer in eine sexuelle Öde. Der abgewrackte, seelisch angeknackste, aber sexuell bedürftige Versager wird mit der jugendlichen Zaubermaus konfrontiert, die absolut sein Leben teilen will. Ebenso wir die traditionelle Frustfrau, über 40, edle Absichten vorne heraus, hinter der Fassade durchaus liebebedürftig, die einen „wirklich guten“ Mann über 50 sucht. Der wird schnell aus dem Hut gezaubert, verwitwet, vermögend, gut aussehend. Nicht ganz neu ist auch, dass notgeile, gefrustete Jünglinge, die beim Rattenrennen um willige Frauen den Kürzeren gezogen haben, mit nackten Brüsten verlockt werden – und teilweise, per E-Mail, sogar mit gespreizten Beinen.

Das Prinzip ist immer gleich: Dort, wo die Nachfrage riesig, das Angebot aber hauchdünn ist, werden „Stellvertreter(innen)“ angeboten. Das ist der vornehme Name für das, was wirklich passiert: Die Menschen, die da im Angebot sind, gibt es entweder gar nicht, oder jedenfalls so nicht, oder es gibt die Person zwar - sie wird aber hundertfach angeboten.

Im Internet funktioniert die Täuschung perfekt

Im Internet funktioniert der Trick noch um ein Vielfaches besser: Sonja, Maria und Clarissa wollen mit dir chatten. Da spürt man schon, wie heiß die Damen sind, die nichts als Sex wollen, nicht wahr? Oder Sie bekommen eines dieser absolut dringenden E-Mail-Benachrichtigungen, dass Pia, Gia oder Mia gerade JETZT online sind, und das wollen Sie doch nicht verpassen nicht wahr? Hurry, hurry, sonst ist der Zug raus … Oder Sie bekommen eine Nachricht von Bri69, die „sich dein Profil angesehen hat und so an dem interessiert, was du gesagt hast, dass sie den nächsten Schritt gemacht und dich kontaktiert hat.“

Zehntausendfach werden Fakes herumgestreut

Der alte Schaubudentrick ... drinnen zeigt sie sich nackt ....
Solche E–Mail-Nachrichten werden zu Zehntausenden ausgesandt – diese Woche mit Bri96, die nächste Woche mit diversen „heißen Miezen“, dann wieder mit „Frauen deines Alters“. Und natürlich hat weder Bri69 noch sonst jemand Lust, mit dem Deppen am anderen Ende zu chatten. Der muss nämlich erst mal ein Abo kaufen, das ihn monatelang (oder oft auch jahrelang) an das Unternehmen fesselt, das den summenden Bienenstock betreibt. Hat man das getan, darf man tatsächlich manchmal mit einer Animateurin chatten – wenn man Pech hat, aber lediglich mit einem Roboter. Oder mit gar niemandem, weil sich Bri69 schon anderweitig orientiert hat- man war eben nicht schnell genug. Der frühe Vogel fängt den Wurm, nicht wahr?

Es ist nicht nett, Frauen zu erfinden

Es ist wirklich nicht nett, Frauen zu erfinden. Es ist auch nicht nett, Menschen abzuzocken, die ihre ganze Hoffnung auf diese eine Person legen, die so wohlhabend, so begehrenswerte oder so lustvoll ist, dass einem schon das Wasser aus den Mundwinkeln läuft. Aber es ist eben der alte Schaubudentrick, der alte Ehemaklertrick, die alte Illusion: Es gibt die Prinzessin aus dem Harem des Orients zwar nicht, aber bei uns entblößt sie Ihre Brüste.