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Ihr Weibchen hart bum...?

Na klar, was sonst?
Oh ja, Corona - ohne Ende. Da kursiert eine E-Mail von einem angeblichen Prof. Dr. Schmitt, und der schreibt das oben gekürzte Wort aus - was für einen Professor im öffentlichen Raum nicht gerade üblich ist, nicht wahr?

Der sprich auch nicht von einer Pandemie, sondern

im Laufe der hektischen Phase der Grippen Welle.

Und er möchte also, dass Männer ihre „Weibchen“ jetzt hart ... an ihr wisst schon. Und was „hart“ bedeutet, das wissen wir ja: „der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und von der Dauer.“

Denn:

Ihren persönlichen Spaß am Sex kann Ihnen keiner verwehren. Nun gilt zu Hause zu bleiben und dort harte Sexspiele genießen.
Na also. Gelobt sei, was hart macht.

Und klar: das ist ein Zitat aus einer dieser Betrüger-E-Mails, die jetzt überall kursieren.

Ist sie eine Hure? Und woran erkennst du das?

Ein Gesicht sagt gar nichts aus ...
Blödsinnige Frage – werden die meisten von euch sagen. Eine Hure ist eine Frau, die im Hamburger Stadtteil St. Pauli (oder sonst wo) im kurzen Rock und mit deutlich präsenten Brüsten am Straßenrand steht. Oder eine, die im Bordell „arbeitet“, irgendwo im Koberfenster sitzt oder …

Oder?

Na gut, oder. Oder eine Frau, die „Haus- und Hotelbesuche“ macht, ihre Tarife im Internet veröffentlicht und … oder?

Eine Hure ist immer, wen Männer dafür halten

Grundsätzlich ist immer die Frau eine Hure, die Männer dafür halten. Sie gehen dabei von dem Typ Hure aus, mit der sie es „gemacht“ haben, oder die sie mal am Straßenrand gesehen haben. Mit diesem Bild der Frau gehen sie dann durchs ganze Leben. Plakativ gesagt: Sie ist stark geschminkt, auffällig blondiert, trägt ihre Brüste schamlos spazieren, und zeigt mehr von ihren Oberschenkeln, als es eigentlich üblich ist. Und natürlich „wackelt sie mit der Tasche, womit denn sonst?

Der männliche Blick versagt bei Damen, die Haltung zeigen

Wer ist die Frau, die dort unauffällig an der Bar sitzt, dezent geschminkt ist, wenig Schmuck und einen Blazer trägt? Woher weißt du, ob sie eine Sekretärin ist, die sich einen Kaffee gönnt, oder eine Escortfrau, die auf ihren Kunden wartet?

Kulturelle Unterschiede trüben das Bild

Es ist immer so – wer einem bestimmten Bild entspricht, wird auch so angesehen. Denkt dabei mal an den „Ententest“ (1). Die meisten Menschen (und vor allem Männer) schließen vom Äußeren aufs Innere. Und interessant ist dabei, sie sie sich täuschen können. In Budapest beispielsweise versuchen die meisten jungen Frauen, extrem sexy zu wirken, was schon mal einen Schüler veranlasste zu sagen: „Bei euch laufen die Mädchen so im Warenhaus herum wie bei uns die Huren auf St. Pauli“. Nein, das tun sie nicht – sie kleiden sich lediglich provokativer als die jungen Damen aus distinguierten Hamburger Familien. Und sie tun die auch, wenn sie mit dem Kinderwagen unterwegs sind.

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Spam E-Mail – wurden Sie beim Masturbieren erwischt?

Eine völlig neue Masche beim Spam: Der Urheber behauptet aus Indien zu stammen und alles über Sie herausgefunden zu haben.

Text: (Grobübersetzung)

Zusätzlich habe ich noch einige andere Fakten, die dich bloßstellen. Das Interessanteste, was ich (bei dir) gestohlen habe, ist ein Video, auf dem du masturbierst. Ich habe einen Virus auf einer Porno-Seite platziert, nachdem du es geladen hast. Wenn du das Video dann angesehen wolltest, und auf den „Play“-Knopf gedrückt hast, hat sich meine Schadsoftware sofort in dein System eingenistet. Nachdem es sich justiert hat, hat deine Kamera ein Video aufgenommen, das dich bei diesem Selbst-Missbrauch zeigt, und zusätzlich habe ich genau das Porno-Video gesichert, auf das du masturbiert hast. Daraufhin hat meine Schadsoftware all deine sozialen Kontakte und die Kontaktpartner deiner Arbeitsstelle erfasst.

Die E-Mail ist selbstverständlich Betrug. Der Urheber fordert eine Vergleichsweise geringe Summe, die in Bitcoins überwiesen werden soll. Interessant ist, dass er nicht nur als „gehackt“ bekannte E-Mail-Adresse benutzt, sonder versucht, Webseiteninhaber direkt anzugehen, indem er beispielsweise an „info@ …“ schreibt. Mehr Informationen an verschiedenen Stellen des Internets. Die Mail ist erkenntlich an dem ungewöhnlichen Ausdruck „deleteriоus“, über den auch so gut wie alle Quellen gefundene werden können, die darüber berichtet haben. Bitte kopieren Sie dazu das Wort von hier – es ist mit ASCII 1086 geschrieben, was auf einen russischen Urheber hindeutet.

Vergleiche:
Deleterious
Deleteriоus.

Sieht gleich aus, nicht wahr?


Weitere Informationen zum Beispiel bei: Mailspam oder Nexus.
Offizielle Presse zum Beispiel: StZ

Frauen erfinden – nichts Ungewöhnliches am Beziehungs-Markt

Frauen zu erfinden ist einer der ältesten Tricks der Ehemakler, Heiratsvermittler, Partnerdienste und – ganz selbstverständlich – auch mancher Online-Singlebörsen. Manche erfanden (und erfinden weiterhin) auch Männer: vor allem Akademiker jenseits der 50. Sie werden gebraucht, um naive Goldgräberinnen wie Magnete anzuziehen.

Alter Trick – immer wieder neu aufgelegt

Typisches Werbe-Profil für Sex-Dating
Der Trick ist so bekannt, dass er schon beinah irrwitzig wirkt: Die Werbung stößt immer in eine sexuelle Öde. Der abgewrackte, seelisch angeknackste, aber sexuell bedürftige Versager wird mit der jugendlichen Zaubermaus konfrontiert, die absolut sein Leben teilen will. Ebenso wir die traditionelle Frustfrau, über 40, edle Absichten vorne heraus, hinter der Fassade durchaus liebebedürftig, die einen „wirklich guten“ Mann über 50 sucht. Der wird schnell aus dem Hut gezaubert, verwitwet, vermögend, gut aussehend. Nicht ganz neu ist auch, dass notgeile, gefrustete Jünglinge, die beim Rattenrennen um willige Frauen den Kürzeren gezogen haben, mit nackten Brüsten verlockt werden – und teilweise, per E-Mail, sogar mit gespreizten Beinen.

Das Prinzip ist immer gleich: Dort, wo die Nachfrage riesig, das Angebot aber hauchdünn ist, werden „Stellvertreter(innen)“ angeboten. Das ist der vornehme Name für das, was wirklich passiert: Die Menschen, die da im Angebot sind, gibt es entweder gar nicht, oder jedenfalls so nicht, oder es gibt die Person zwar - sie wird aber hundertfach angeboten.

Im Internet funktioniert die Täuschung perfekt

Im Internet funktioniert der Trick noch um ein Vielfaches besser: Sonja, Maria und Clarissa wollen mit dir chatten. Da spürt man schon, wie heiß die Damen sind, die nichts als Sex wollen, nicht wahr? Oder Sie bekommen eines dieser absolut dringenden E-Mail-Benachrichtigungen, dass Pia, Gia oder Mia gerade JETZT online sind, und das wollen Sie doch nicht verpassen nicht wahr? Hurry, hurry, sonst ist der Zug raus … Oder Sie bekommen eine Nachricht von Bri69, die „sich dein Profil angesehen hat und so an dem interessiert, was du gesagt hast, dass sie den nächsten Schritt gemacht und dich kontaktiert hat.“

Zehntausendfach werden Fakes herumgestreut

Der alte Schaubudentrick ... drinnen zeigt sie sich nackt ....
Solche E–Mail-Nachrichten werden zu Zehntausenden ausgesandt – diese Woche mit Bri96, die nächste Woche mit diversen „heißen Miezen“, dann wieder mit „Frauen deines Alters“. Und natürlich hat weder Bri69 noch sonst jemand Lust, mit dem Deppen am anderen Ende zu chatten. Der muss nämlich erst mal ein Abo kaufen, das ihn monatelang (oder oft auch jahrelang) an das Unternehmen fesselt, das den summenden Bienenstock betreibt. Hat man das getan, darf man tatsächlich manchmal mit einer Animateurin chatten – wenn man Pech hat, aber lediglich mit einem Roboter. Oder mit gar niemandem, weil sich Bri69 schon anderweitig orientiert hat- man war eben nicht schnell genug. Der frühe Vogel fängt den Wurm, nicht wahr?

Es ist nicht nett, Frauen zu erfinden

Es ist wirklich nicht nett, Frauen zu erfinden. Es ist auch nicht nett, Menschen abzuzocken, die ihre ganze Hoffnung auf diese eine Person legen, die so wohlhabend, so begehrenswerte oder so lustvoll ist, dass einem schon das Wasser aus den Mundwinkeln läuft. Aber es ist eben der alte Schaubudentrick, der alte Ehemaklertrick, die alte Illusion: Es gibt die Prinzessin aus dem Harem des Orients zwar nicht, aber bei uns entblößt sie Ihre Brüste.