Lustvolle Strafen oder Strafen für Regelbruch?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 18. Juni 2013 • Kategorie: psychologie


Psychotherapeuten und Psychiater sind unzuverlässig, wenn sie über die Bestrafung Liebender reden, weil sie nur diejenigen sehen, die Hilfe suchen. Andererseits sind allerdings die Berichte aus dem Umfeld der sogenannten „Szene“ ebenso unzuverlässig, weil sie zumindest teilweise sektenähnliche Züge hat. Wie andere verschworene Gemeinschaften auch sehen sie das Umfeld der Emotionen so, wie es ihnen in ihrem eigenen Licht erscheint. Ob es überhaupt eine objektive Sichtweise gibt? Die Liebeszeitung bezweifelt es. Das Spiel mit Dominanz und Unterwerfung schwankt zwischen liebevollen Momenten, erbärmlichen Lügengebäuden und eiskaltem Geschäft. Kein Wunder, dass sich kaum jemand traut, darüber zu schreiben. Unsere Kulturredaktion wagte es – so neutral wie irgend möglich.

Was mag sie hinter der Tür erwarten?


Sich aus Liebe unterwerfen und verweigern

Was veranlasst eine liebende Frau dazu, alles, aber auch wirklich alles zu tun, was ihr Lover von ihr wünscht? Wir wissen es nicht, und ebenso wenig wie wir es hier wissen, wissen wir es auch bei SM-Beziehungen. Der sogenannte Sub, ob Frau oder Mann, will dem dominanten Partner gefallen – und tut deshalb alles, wonach sie oder er verlangt. Wirklich? Selbst diese Behauptung ist zweifelhaft.

Der Ernst und das Spiel – wie ernst ist die Strafe gemeint?

Stellen wir noch eine Frage: die von Spiel und Ernst. Was ist in der Liebe Spiel, was Ernst? Die Liebe ist einer der letzten verbliebenen Spielwiesen, auf denen Erwachsene herumtollen können, wie es ihnen gefällt. Und bei SM-Paaren? Da ist es ähnlich, nur dass sie miteinander nicht nur sanfte Liebespiele vollziehen, sondern auch harte. Auch hier folgt ein Einwand: Nicht alle Paare, die harte Spiele miteinander versuchen, sind SM-Paare.

Wann werden Strafen angedroht?

Eine Strafe wird immer dann angedroht, wenn ein ausdrücklich erwünschtes oder vereinbartes Verhalten absichtlich oder aus Nachlässigkeit nicht eingehalten wurde. Doch jeder kennt aus seinem Alltag Situationen, in denen diese Grenzen berührt oder gar überschritten wurden. Man parkt sein Auto eben doch manchmal im Halteverbot, überschreitet die Kompetenzen im Berufsalltag oder riskiert einen Seitensprung. Die Konsequenzen wie Bußgelder, Abmahnungen oder Sexstreik der Partnerin werden billigend in Kauf genommen.

Von der "Tat" bis zur Strafe

Wie ist nun der Ablauf von der Tat bis zur Bestrafung?

Gehen wir einmal Schrittweise vor, dann ist der Ablauf so:

1. Die Tat muss entweder gestanden oder aber nachgewiesen werden.
2. Eine Strafe wird entweder nach einer Vereinbarung, mittels einer Vereinbarung oder willkürlich festgelegt.
3. Anschließend wird die Strafe vollzogen, wobei emotional mehr oder weniger bewegende Verfahren angewendet werden können.
4. Die Schuld ist damit in der Regel getilgt - möglicherweise verbleibt eine nachhaltige Mahnung im Hirn.

Bei Strafen, die eine unterwürfige Person empfängt, ist noch wichtig, auf die vier Möglichkeiten hinzuweisen, die beim Nachweis oder Geständnis entstehen: der/die Unterwürfige kann …

- … die Tat leugnen, obgleich er sie begangen hat.
- … die Tat leugnen, weil er sie nicht begangen hat.
- … die Tat zugeben, weil er sie begangen hat.
- … die Tat zugeben, obgleich er sie nicht begangen hat.

Das bedeutet letztendlich, dass es im Bereich der erotischen Spiele mit Strafen relativ unerheblich ist, ob wirklich ein „Vergehen“ vorliegt oder nicht – bestraft werden kann immer. Auch die Vorgeschalteten Verhör- oder Folterrituale können zu dem Spiel gehören, das angestrebt wird. Da ein sogenannter „Sub“, also eine unterwürfige Person, oft gar keine Gelegenheit hat, tatsächliche Vereinbarungen zu durchbrechen, wird die „Tat“ oftmals zugegeben, obgleich sie niemals ausgeführt wurde. Der Unterworfene will oftmals vor allem die Sühne – und nicht die Schuld.

Lustvoll unterwürfig sein – oder die Strafe fürchten, es nicht zu sein

Kein Mensch entwirft sich freiwillig, wenn er keine Lust daran findet. Doch das Leben in der Unterwerfung wäre langweilig, wenn der „Sub“, die „Sklavin/der Sklave“ oder die Dienerin/der Diener) immer alles perfekt ausführen würde, was die Meisterin oder der Meister denkt. Genau an dieser Stelle beginnt das Spiel: Wie weit geht ein Sub, um seinen Dom zu ärgern? Welche Vergehen werden so hart betraft, dass es sich „lohnt“, das Risiko einzugehen? Letztendlich, aber nicht zuletzt: Welche Lust, Furcht oder eine Kombination von Lust und Furcht hat der Sub an/vor der Strafe?

Das Internet ist eine fragwürdige Quelle für die Wahrheit


Wer im Internet nachzulesen versucht, welche Motive unterwürfige und dominante Partner haben, und wie sie denken und fühlen, wird bald erleben, dass er überwiegend auf Extreme trifft, die sich ungefähr so darstellen lassen. Zunächst fällt auf, wie sehr die geschilderten Beziehungen auf völliger Abhängigkeit (zumeist der Frau) beruhen, und sodann, dass es sich um Dauer-Unterwerfungen nach Art der 24/7-Verhälnisse handelt. Ebenso auffällig ist, wie sehr die Dominanz von Männern ausgeht, während Frauen so gut wie immer als unterwürfige Person agieren. Wörter wie „Spiel“ und „Humor“ kommen selten vor – und die Lust der Männer an Unterwerfung, Entwürdigung und Strafe wird zumeist nur als Werbung für professionelle Domina-Dienste genutzt. Dabei sind erhebliche Zweifel angebracht, ob die Gefühle stimmig geschildert werden.
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Strafe muss sein – jedenfalls in manchen Beziehungen

Geschrieben von © induna •Montag, 17. Juni 2013 • Kategorie: liebe an sich


Alte Erinnerungen? Oder neue Wünsche?
Im Leben des modernen Menschen ist es oft nicht die Strafe, die uns verwirrt, sondern die Abwesenheit von Strafe. Wir alle überschreiten in unserem heutigen Leben Grenzen, deren Übertretung sich unsere Großmütter und Großmütter geschämt hätten.

Vielleicht erinnern sich einige der Älteren noch an Körperstrafen, obgleich sie schon in den 1960er Jahren verpönt waren. Im Jahr 1958 ging das väterliche Züchtigungsrecht auf das elterliche Züchtigungsrecht über, und erst seit dem Jahr 2000 wurde in Deutschland verankert, dass Kinder gewaltfrei zu erziehen seien. Womit alle Arten von Gewalt gemeint sind, also sowohl körperliche wie auch psychische Gewalt. Dennoch wurden Kinder sei Beginn der Diskussion um die repressionsfreie Erziehung deutlich weniger gezüchtigt als zuvor.

Psychiater und Psychotherapeuten - ratlos

Dies alles stellt die Psychotherapeuten und Psychiater vor ein Problem. Sie nehmen an, dass insbesondere Schläge, aber auch Demütigungen dazu führten, in späteren Jahren selbst zu schlagen und zu demütigen beziehungsweise geschlagen und gedemütigt zu werden und sie nennen dies einen sadomasochistischen Charakter. Nun mag dies für „echten Sadismus“ und „echten Masochismus“ zutreffen – und sicher auch für manche gutmütigen Spinner in der sogenannten SM-Szenerie. Es erklärt aber nicht, warum sich Menschen in Rollenspielen mit Wonne erniedrigen, lustvoll Schläge empfangen und sich für alle möglichen Pseudo-Vergehen „bestrafen“ zu lassen. Vor allem wird das „wissenschaftliche“ Erklärungswerk aber dadurch unglaubwürdig, weil die submissiven Charaktere niemals mehr schmerzhafte Schläge, Einsperrungen oder elterliche Psychofolter erdulden mussten.

Der moderne Mensch wünscht sich heimlich strenge Wegweisung

Betrachten wir den modernen Menschen, so gehen wir von seiner „Selbstverantwortung“ aus. Alle Berater, aber auch die meisten „ganz gewöhnlichen“ Menschen wissen, wie schwer die Selbstverantwortung zu schultern ist. Viele Menschen versuchen, die Selbstverantwortung an die Eltern, Erzieher, gesellschaftliche Umstände oder gar den Lebenspartner zu delegieren. Eine für meine Begriffe entsetzlich hohe Anzahl von Menschen führt die Selbstständigkeit auf der Stirn, wünscht sich hinter der Stirn aber so etwas wie „Führung“. Der Rat der Katze in Alice im Wunderland zählt heute nicht mehr:
Alice (zu Katze): „Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?“
Katze (zu Alice): „Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest.“
Das alles ist oft beklagt worden – und am Ende muss jeder Berater feststellen: Die Kraft des Selbst, das Selbstbewusstsein, ist bei den meisten Menschen viel zu schwach ausgeprägt, um auch nur zu wissen: „Wo willst du hin?“

Der Wunsch, bestraft zu werden - je mehr Macht, umso größer der Wunsch

Der Wunsch nach dem Leid der unverdienten Strafe, gemeinhin Masochismus genannt, ist nicht das Gleiche wie der Wunsch, endlich zur Verantwortung gezogen zu werden für all die Grenzüberschreitungen des Lebens. In der Vergangenheit erlebten sogenannte Domina-Studios einen ungeheuren Zulauf von (männlichen) Managern, die genau wussten, dass sie täglich „zu weit gingen“ und die bei der Dame lustvoll oder gar unter erheblichem Leid ihre Strafe dafür suchten. Sie taten und tun das, was Menschen üblicherweise tun, wenn sie „in sich gehen“: Sie werden wieder um Kind, das eigentlich ja gar nicht verantwortlich ist für die Missetaten, die es begannen, hat. Es ist der Wunsch, alles wieder auslöschen zu können: durch eine Beichte, durch eine Entschuldigung, durch Nahrungs- oder Freiheitsentzug, Demütigungen oder eben Züchtigungen. Kinder können innerlich zumindest „kleine Vergehen“ „ungeschehen zu machen“, indem sie sich darauf berufen, noch Kinder zu sein und deshalb nicht voll verantwortlich. Erwachsene brauchen dazu Rituale.

Sühne-Rituale im Kleinen und im Großen

Ob Weltreligion oder Sekte, Domina/Dominus oder Geliebte(r) – das Spiel mit Schuld und Sühne kann überall gespielt werden, und nahezu immer wird bitterer Ernst vorgetäuscht. Eine Sühne ohne tiefe, ehrliche Reue ist den Aufwand nicht wert, und ebenso muss eine Körperstrafe hart ausfallen, wenn schon der Aufwand des „großen Rollenspiels“ betrieben wird. Dies gilt umso mehr für Psycho-Strafen, Fesselungen und und Demütigungen, für die der Aufwand zumeist noch wesentlich höher ist.

Wie muss man sich nun solche Rollenspiele und Strafen vorstellen? Und warum gewinnt bei ihnen so gut wie immer nur der Unterwürfige, es sei denn, man würde den Hurenlohn („Tribut) der Dominas als „Gewinn“ rechnen?

Ja, und nicht zuletzt: Passt des alles in „ganz gewöhnliche“ Ehen, also nicht in völlig verkrampfte Szenen-Beziehungen, weitgehend als24/7 bekannt?

Unsere Redaktion hat Fakten und Meinungen zusammengetragen – und wir glauben einfach, dass jeder Leserin von „Shades of Grey“ und anderen SM-Märchen darüber etwas wissen sollte. Sie können dazu beitragen, diese Sammlung zu vervollkommnen, wenn Sie sachlich vorgetragene Argumente an die Redaktion schicken.

Lesen Sie die nächste Folge dieses Artikels: Lustvolle Strafen oder Strafen für den Bruch der Regeln?
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Der rundgelutschte Charakter – der ideale Partner?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 15. Juni 2013 • Kategorie: partnersuche


„Erkenne dich selbst!“ – ja, das stand einmal in Delphi, und schon damals konnten es wenige: Sei vertrauten lieber auf die berauschte Pythia, die ihnen sagte, was sie zu erwarten hatten.

Machen wir einen großen Sprung von der Antike ins „Nachkriegsdeutschland“. Als wir jungen Westdeutschen in die neue Republik hineinwuchsen, wurde ein Teil von uns schon in früher Jugend, spätestens aber beim Eintritt ins Berufsleben, „rundgelutscht“. Dieser Teil wurde sehr bewusst daran gehindert, das zu werden, was er wollte – man drängte ihn vielmehr dazu, unauffällig, dankbar und in gewisser Weise auch unterwürfig zu sein.

Ein anderer Teil folgte der Devise, die eigene Persönlichkeit durchzusetzen, was deutlicher schwieriger war, wenn man auf die gesellschaftliche Bodenhaftung nicht ganz verzichten wollte. Rundgelutscht? Stromlinienförmig angepasst und ewig auf der Schleimspur? Nein, das wollte dieser Teil um jeden Preis vermeiden.

Rebell oder Anpasser - und Psychologie für die Dummbacken


Zu jener Zeit – dun sie reichte weit bis in die 1970er Jahre – war es so „normal“, sich der Meinung anderer zu unterwerfen, dass man nur dann auffiel, wenn man unangepasst lebte. Die westdeutsche Gesellschaft (und auch die Wirtschaft) erkannte erst spät, dass in den jungen, unangepassten Menschen ein potenzial an Gedanken und Verhaltensweisen schlummerte, dass der Gesellschaft nutzen konnte. Man brauchte gar keinen „langen Marsch durch die Institutionen“, wie die Akademiker unter den Rebellen behaupteten. Man wurde gesucht, geholt, abgeworben. Frische Ideen brachen die verkrusteten Führungssysteme auf – und eine neue Zeit begann, die eigentlich hätte so weiterlaufen können.

Doch heute? Es ist noch nicht lange her, dass mir eine Psychologin in einem Interview übers Maul fuhr: Partnersuchende sollten sich bitte an die von Partneragenturen ermittelten Fremdbilder halten, Selbstbilder seien ja so unzuverlässig.

Selbstbilder, liebe Freundinnen dun Freunde, sind unser Eigentum, und sie sind sehr wertvoll für das, was man „unser Sein“ nennt. Selbstverständlich kenne ich die Aufteilung in „Selbstbild – Fremdbild und Wunschbild“, doch das ist eine psychologische These.

In Wahrheit versuchen dynamische, selbstbewusste Charaktere, ihre Einschätzungen und Vorstellungen gegen die Umgebungsmeinung durchzusetzen. Erst wenn sie mehrfach scheitern, ist es erlaubt, sie auf einen möglichen Irrtum hinzuweisen.

Was bedeutet dies alles für die Partnersuche?

Nun – der rundgelutschte Charakter sucht in der Regel nach anderen rundgelutschten Charakteren – man könntet auch sagen, nach Traumfrauen, Traummännern, Ms. Rights, Mr. Rights, Idealpartner oder wie man sonst so sagt. Doch hat er dergleichen gefunden, dann stellt sich plötzlich heraus: Unter der rundgelutschten Oberfläche zeigen sich bei zunehmender Nähe Zacken, Spitzen und Kanten – beim Anderen wie auch bei sich selbst.

Meine Empfehlung: Egal, wie stark Sie bereits „rundgelutscht“ wurden, oder wie angepasst Sie sich bereits verhalten - lernen Sie die Zacken und Kanten ihrer Persönlichkeit kennen – das nützt Ihnen, wenn Sie eine Beziehung zu einer anderen Person aufbauen wollen.

Ein bisschen möchte ich hier noch für die Menschen mit Facetten werben, ebenso wie für die Rebellen und die nicht eindeutigen Charaktere: Sie sind eindeutig die interessanteren Partner. Sicher, man benötigt ein bisschen mehr Toleranz, eine Prise mehr Humor und ein gehöriges Maß an Selbstsicherheit, um sich mit diesen Menschen zusammenzutun. Doch sie haben einen Vorteil: Sie entdecken nicht plötzlich „ganz andere Züge an sich“ – die haben sie nämlich längst entdeckt.
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Wer will was in SM-Beziehungen?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 1. Juni 2013 • Kategorie: hintergrund


Alle angaben in Prozent, Erläuterung siehe Text
In SM-Beziehungen sind, insgesamt gesehen, mehr Menschen unterwürfig als dominant. Lediglich durch die vielen „Switcher“ (Rollenwechsler) wird das Verhältnis wieder ein wenig ausgeglichener. Normalerweise, so eine Studie, fühlen sich Männer überwiegend (48 Prozent) als dominante Partner, Frauen sich eher als unterwürfige Partner 75 Prozent) einschätzen.

Dennoch hinkt die Rechnung, denn wen ein unterwürfiger Mann eine dominante Frau sucht, hat er ausgesprochen schlechte Chancen, weil hier ein Missverhältnis vorliegt: Nur acht Prozent der Frauen wollen dominant sein, während 33 Prozent der Männer nach solchen Beziehungen suchen, weil sie sich als unterwürfig einschätzen. Daher ergeben sich für die Beziehungssuche in jedem Fall Probleme.

Diese Untersuchungen wurden unter Menschen durchgeführt, die sich zu SM-Aktivitäten bekannten.

Alle Angaben in Prozent. Datenherkunft: siehe Grafik. Grafischer Hintergrund: ©, 2013 by Liebesverlag.de
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BDSM-Anhänger (Sadomaso) sind nicht „krank“, sondern glücklich

Geschrieben von © Gebhard Roese •Samstag, 1. Juni 2013 • Kategorie: lifestyle


Glücklich beim SM-Rollenspiel - oder nicht?


Wie Andreas Wismeijer von der Nyenrode Wirtschaftsakademie (Tilburg Universität, Niederlande)mit seinem Team herausgefunden haben will, sind SM-Aktivitäten, also spielerischer Sadomasochismus, nicht „krank“, sonder sie machen die Paare, die SM praktizieren, eher glücklicher.

Der Forscher sagte der Presse:

(BDSM-Anhänger …) unterscheiden sich nicht von der übrigen Bevölkerung, und wenn sie sich davon unterscheiden, dann eher in einer positiven Richtung.


Die Forscher verglichen dabei insgesamt 902 Menschen, die BDSM praktizierten mit 424 Probanden mit „stinknormalen“ sexuellen Gewohnheiten, die man allgemein in der Szene als „Vanilla“ bezeichnet. Keiner der Probanden wusste, dass er im Rahmen einer BDSM-Studie befragt wurde – alle mussten annehmen, dass es alleine um menschliche Verhaltensweisen ginge.

Zu den interessantesten Ergebnissen gehört, dass BDSM-Anhänger ihre Beziehungen allgemein als positiver ansahen als die Anhänger konventioneller sexueller Beziehungen. Dabei wurden aber auch manche Klischees bestätigt. Denn ungefähr 75 Prozent der weiblichen BDSM-Anhänger stuften sich selbst als submissiv (unterwürfig) ein, während dies bei den Männern „nur“ 33 Prozent waren. Hingegen gaben 48 Prozent der Männer an, dominant zu sein, aber nur acht Prozent der Frauen.

Allerdings muss man bei diesen Zahlen berücksichtigen, dass Männer in der SM-Szene, ihrem Rollenklischee entsprechend, häufiger angeben, „eher dominant“ zu sein als Frauen. Immerhin gab es bei beiden Geschlechtern gegen 17 Prozent „Switcher“, also Personen, die sowohl die dominante wie die submissive Rolle annehmen.

Insgesamt ergab die Studie, dass SM-Anhänger extravertierter, offener für neue Erfahrungen und selbstbewusster waren als die Kontrollgruppe der „Stinknormalen“. Zudem waren sie psychisch gesünder und angstfreier, und sie litten nicht so sehr unter Zurückweisung wie die „Vanilla“-Gruppe.

Man kann kaum ermessen, wie sensationell diese Forschungsergebnisse sind, weil viele „gewöhnliche Bürger“, aber auch manche Ärzte kein positives Verhältnis zu SM-Anhängern entwickeln können. Selbstverständlich dringt in diesen Bereich auch die konservative „Fassandmoral“ hinein.

Während nämlich die Spießbürger nach draußen eine Fassade der Abscheu aufbauen, haben sie sich BDSM längst zu eigen gemacht. Die Ehefrau liest mittlerweile BDSM-Romane wie „Fifty Shades of Grey“, die Paare bestellen Fesselzubehör und peitschen in Erotik-Shops und hinter verschlossenen Türen werden SM-Rollenspiele mit oder ohne käufliche Hilfsmittel ohne Scham praktiziert.
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Unterwerfung – die Lust, wieder abhängig zu sein

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 28. Mai 2013 • Kategorie: liebe an sich


Die „Shades of Grey“ werfen immer noch lange Schatten. Doch ist es wirklich sinnvoll, unterwürfig zu sein? Muss man das lernen? Ist es angeboren? Kann man es trainieren? Alles unsinnig, meint unsere Kulturredaktion. Submission (Unterwerfung) ist chic, wenn man sie mag – und unerträglich, wenn man sie hasst.

Welche Gefühle überwiegen?
Sich zu unterwerfen, bedeutet, sich willentlich einem anderen Menschen unterzuordnen, um fortan nach seinen Gesetzen zu leben. So jedenfalls die Theorie. Eine unterwürfige Person zu sein, heißt also, sich dafür entschieden zu haben, die Macht über sich selbst an einen anderen Menschen abzugeben, oder jedenfalls das Bedürfnis zu haben, dies zu tun.

Vorsicht vor Übertreibungen – wie Machtspiele funktionieren

Die völlige körperliche, mentale und auch sexuelle Unterwerfung, wie sie die Anhänger entsprechender Zirkel sehen, ist allerdings eher eine urbane Legende als eine Realität – und sie ist ein keiner Weise wünschenswert.

Hingegen ist die Übergabe der Macht an einen anderen Menschen im Rollenspiel eine sehr typische menschliche Regung, die wir bereits als Kinder erlernt haben – mal wohl, mal übel. Kinder versuchen ja, herauszufinden, wie weit sie Macht gewinnen können. Und Erwachsene, aber auch Angehörige ihrer Peergroup setzen ihnen dabei Grenzen. Mit anderen Worten: Wir lernen früh, unsere Interessen einerseits durchzusetzen und andererseits, uns den Interessen anderer zu fügen.

Das klingt sehr ernst, aber es ist eben auch ein Spiel.

Das Spiel mit Macht, Lust und Unterwerfung

Wann immer es ein Spiel ist, muss der Unterwürfige wohl eine Freude daran haben, sonst würde er die Rolle nicht übernehmen. Unterwürfig zu sein, hat den großen Vorteil, für seine Handlungen nicht mehr verantwortlich zu sein, denn mit der Macht über sich selbst wird auch die Verantwortung für sich selbst an den anderen „abgegeben“. In den „Spielen der Erwachsenen“, gerade im erotischen Bereich, ist diese Tatsache enorm wichtig. Auch außerhalb aller Zirkel, Szenerien und paraphilen Neigungen kommt es beim Sex stets der Punkt, an dem Frau oder

Mann sich den Wünschen des Partners unterwirft. Darauf werden ganze Mythen aufgebaut, zum Beispiel, „verführt worden zu sein“, die in Sätzen gipfelt wie „Ich wusste überhaupt nicht mehr, wie das geschah.“

Verpönte und lustvolle Unterwerfung – und eine populäre Lüge

Es ist ausgesprochen verpönt, zuzugeben, dass man unterworfen werden will, aber es ist sehr populär zu sagen, dass es „einfach passiert ist“. Über lange zeit hatte man die Geschlechterrollen verantwortlich dafür gemacht, dass sich Menschen beim Sex unterwerfen: Frauen erdulden Sex, Männer haben Freude daran. Das ist kaum noch haltbar. Nag Mutter Natur auch ihren Beitrag dazu leiste, dass dies äußerlich so geschieht: Innerlich lieben es auch Männer, sich zu unterwerfen und sich dabei eben auch herausreden zu können: „Ach, mich überkam es dann einfach.“

Macht wird nicht wirklich abgegeben – alles sollte ein Spiel bleiben

Einem Irrtum gilt es vorzubeugen: Die Übergabe der Macht an einen anderen Menschen bedeutet im Spiel niemals, dem anderen das Spiel eigenmächtig zu überlassen. Dieser Irrtum scheint aus SM-Horrorgeschichten, bewussten Falschinformationen und der Verwechslung von Spiel und Ernst hervorzugehen. So, wie wir uns auch sonst „scheinbar“ unterwerfen, um Macht zu behalten oder sogar dazuzugewinnen, so ist es auch im sexuellen Machtspiel. Man muss kein Psychologe oder Philosoph zu sein, um dies zu erkennen. Sehen wir uns die meisten Männer an, die Lustgenuss aus Unterwerfungen ziehen, so finden wir, dass sie dafür bezahlen, ihre Macht für ein paar Stunden an eine „strenge Frau“ abzugeben, die für sie in dieser Zeit die „Domina“ ist.

Unterwerfung muss nicht erlernt werden

Für die meisten Menschen ist es beim Sex oder auch in erotischen Rollenspielen, nicht nötig, „Unterwerfung“ zu erlernen. Wir besitzen seit Urzeiten diese Fähigkeit, und wir haben sie im Laufe unseres Lebens verfeinert. Und wir waren alle einmal Kinder und erinnern uns an das Spiel wie den Ernst, mit der Macht praktiziert, abgegeben und zurückgewonnen wurde.

Selbstverständlich hat die erotische Unterwerfung Nuancen und Facetten, die nicht leicht zu verstehen oder zu praktizieren sind. Dazu gehört vor allem die „Formaldisziplin“, mit der Rekruten der eigene Wille genommen wird, die Fesselung oder Verwahrung, die Gefühle ganz eigener Art auslöst. Letztendlich zählt dazu auch die körperliche Züchtigung, die von sehr unterschiedlichen Gefühlen begleitet wird, je nachdem, wie sie „nur“ als Schmerz, als Lustschmerz oder als mental-physisches Gehirnfeuerwerk empfunden wird.

Unterwerfung: Irrtümer der Wissenschaft

Wer die Unterwerfung als ernstes soziales Manöver, einen bedrohlichen, angsterregenden Zustand oder als menschenverachtende Horrortat ansieht, kann in der Regel nicht damit spielen. Ebenso hält die angebliche psychologische Erkenntnis nicht stand, dass Menschen, die zur Unterwerfung neigen, schwache Charaktere sind – das Gegenteil ist eher der Fall, soweit es das erotische Spiel betrifft. Letztendlich erweist sich auch eine andere Annahme der Psychologie als fragwürdig: Kaum jemand, der im Erwachsenenalter an Schläge Freude hat, wurde als Kind jemals geschlagen. Vielmehr wird berichtet, dass im Erwachsenenalter eine gewisse Begierde entsteht, im Spiel zu büßen und abgestraft zu werden.

Soll ich oder soll ich nicht? Die persönliche Unterwerfung

Eine goldene Regel sagt: Diene erst dem Mächtigen, damit du von ihm lernst, wie er Macht ausübt. Wenn ein Mensch lernt, Macht zu nehmen und abzugeben, ist er weitgehend dagegen gefeit, „untergebuttert“ zu werden, aber auch dagegen, Macht zu missbrauchen. Wer mit der Macht umgehen kann, kann sich in der Regel also auch freiwillig unterwerfen, und es kann für ihn Erleichterung, Entspannung und lustvolle Freude sein, sich einem anderen Menschen völlig hinzugeben – machtlos, hilflos und abhängig. Konkret heißt dies: Wer selbstbewusst ist und Träume, Wünsche und Vorstellungen hat, wie so etwas geschehen könnte, der kann es versuchen, denn ohne Versuch ist es nicht möglich, die tatsächlichen Gefühle zu erleben. Mehr zu den Vorbereitungen lesen Sie auch in der Liebepur. Dort finden Sie 10 Überlegungen, die Sie vor Ihrem ersten SM-Versuch machen sollten.

Ich denke, wir sollten darauf hinweisen, dass es immer gefährlich ist, mit völlig Fremden zu spielen. „Harmlose“ Versuche in geschützten Umgebungen mit guten Freunden oder Freundinnen sind immer besser als waghalsige Abenteuer. Gerade im Internet gibt es neben Genießerinnen und Genießern auch verschrobene Typen beiderlei Geschlechts und letztendlich auch echte Sadistinnen und Sadisten, die schon manches Unheil angerichtet haben.

Anmerkung: Ich weise darauf hin, dass alle Meinungen, die hier vertreten werden, sorgfältig anhand von glaubwürdigen Quellen überprüft wurden.
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Warum soll ich mich zur Schlampe machen? Zehn Antworten

Geschrieben von © Miss Y. •Montag, 29. April 2013 • Kategorie: inas liebesrat


Alles zu Hause holen - oder woanders?
Vor einer Woche hat Ina die schamlosesten Ratschläge für Frauen veröffentlicht, um ihre Männer "bei der Stange" zu halten. Die Frage "warum gerade das?" blieb aber offen. Hier ein versuch, warum die zehn Vorschläge Männer extrem wild machen können.


1. Die wenigsten Frauen bieten alles von ihrem Körper an – aber der Körper beginnt bei den Haarspitzen und endet bei den Fußnägeln. Ales, was dazwischen liegt, kann eine „erogene Zone“ sein. Kennt ihr nicht den Schlager: „All of me, why don’t you take all of me?
2. Der Vorschlag, ihm "alles zu machen, was er will" klingt hart. Aber keine Angst, „er“ wird nicht alles fordern, sondern nur mutiger sein, etwas vorzuschlagen.
3. Jeder Mann hat erotsiche bWünsche und Geheimnisse, die er nicht mal seinen Kumpels verrät. Wenn du sie kennst, hast du ihn in der Hand. Wenn du sie ihm erfüllst, beherrscht du ihn wie keine andere Frau.
4. Die Kerle reden nie über die Teile, die sie selbst nicht erforschen mögen. Aber versuch mal, wie es sich anfühlt, seinen Damm zu streicheln – und die Rosette? Die meisten Männer sagen, sie würden so was nie ergründen wollen. Aber viele finden Gefallen daran. Probier es einfach aus.
5. Warum gehen Männer zu Stripshows oder in den Puff? Weil sich dort Frauen schamlos zeigen. Wenn du es auch tust, wird er wenigstens geil auf dich und lässt sein Geld bei dir, statt es fremden Frauen hinterherzuwerfen.
6. Rollenspiele sind das schärfste Gewürz in der Beziehung – du wirst bald herausfinden, dass er nicht nur die Miezekatze in dir liebt, sondern auch deine Strenge mag. Garantieren kann dir das niemand – ausprobieren heißt die Devise. Wenn du etwas mit ihm machst, was keiner wissen darf, hast du ihn in der Hand.
7. Männer sind zwar Voyeure, ihnen ist aber schrecklich peinlich, deine intimsten Stellen von der Nähe zu sehen. Zeig sie ihm, und lass dich dort verwöhnen, wenn er mag und du es auch gern hast. Vielleicht weiß er es noch gar nicht, wie wie wild der darauf ist. Der Appetit kommt oft beim Essen.
8. Was für dich gut ist, ist meisten auch gut für ihn. Vibratoren wirken bei ihm genauso wie bei dir. Versuche es einfach. Wenn du ihm zeigst, wie du sie bei dir benutzt, kann er enttäuscht sein oder schrecklich geil werden. Probier es einfach aus, du verlierst nichts dabei.
9. Die meisten Männer wissen gar nicht, wie schön es ist, „passiv“ zu sein. Ihn mit geschlossenen Augen und in leichten Fesslungen zu verführen, ist unglaublich erregend für die Kerle, und vielleicht auch für dich.
10. Beim "auf den Po hauen" solltest du „klein anfangen“ und mal sehen, ob er unterwürfig, schmerzgeil oder einfach „ganz normal“ geil wird, wenn du ihm auf den Po haust. Submissive Männer wickelst du damit um den kleinen Finger, schmerzgeile Männer machst du abhängig und ganz normale Männer regst du damit ebenso an, weil mehr Blut in den Po fließt. Wer es nicht mag, wird es dir schon sagen, und, wenn er mehr will, wahrscheinlich auch.
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Die Woche in Liebe: Grundlagen der Wollust und Röcke

Geschrieben von © Gebhard Roese •Freitag, 22. März 2013 • Kategorie: hintergrund


Grundlegende Fragen der Liebe – das sind Themen für unsere Liebeszeitung. In dieser Woche haben wir uns gefragt, wie es Frauen und Männer eigentlich schaffen, richtig geil zu werden. Ja, und da mussten wir Sie enttäuschen, wenn Sie gehofft hatten, das Patentrezept zu bekommen. Denn Geilheit beginnt im Kopf, und wenn der Kopf nicht frei für die Wollust ist, dann wird es nichts mit dem tollen Sex. Ja, natürlich schreibe ich „Wollust“ – was geht mich die römische Kirche an, die so etwas als „Todsünde“ bezeichnet?

Fremdsündigen mit Großmutter-Sex?

Mit wem man „sündigt“, wird ja sehr differenziert gesehen. Jedenfalls tendiert offenbar die erotische Fantasie der Finnen dazu, es mal mit einer Frau in mittleren Jahren (auch MILF genannt) zu treiben, und auf Platz zwei steht Großmutter-Sex. Deutsche wollen hingegen hauptsächlich „Deutschsex“. Na klar, man würde ja sonst nicht verstehen, was die Damen da hinausstöhnen, nicht wahr? Humor ist, wenn man darüber lächeln kann.

Sex ohne Liebe - wie soll denn das gehen?

Sex ohne Liebe ist undenkbar für Frauen … ja, Schnee von gestern, liebe Romantiker und Romantikerinnen. Frauen schalten zwar etwas anders in den vierten Gang als Männer, aber es funktioniert tadellos. Sehr ernüchternd, aber nötig: Sex ist weitgehend „interne Autoerotik“ mit einem Partner, jedenfalls beim ONS oder zu Anfang einer Beziehung. Übrigens: jeder „Sexologe“ hätte das eigentlich wissen müssen. Warum sagt es eigentlich fast niemand? Um die deutsche Liebesromantik nicht zu gefährden?

Flirts sind ... nur Flirts, und kein Sex-Vorspiel

Übrigens haben wir mittlerweile den dritten Teil unserer ultimativen Aufklärungsserie über Sex- und Liebesirrtümer veröffentlicht. Es geht um Flirts, und was den Feministinnen so wenig gefallen wird wie den Maskulinisten, ist die Tatsache, dass Flirts in erster Linie von Frauen ausgehen. Ich denke, dieser Artikel denkt manches auf, was jeden Tag „unter dem Teppich“ landet: Missverständnisse um die Frage, wie der Gesichtsausdruck einer Frau sein muss, um Liebesbereitschaft zu signalisieren. Und übrigens: Flirts sind nicht dazu da, um Sex zu bekommen – auch wenn die PUAs und ihre Verleger so etwas behaupten.

Generationen und warum Röcke sinnlich sind

Die Generation Y kennt sowieso kaum noch Liebesromantik – dafür trägt sie auch keine Geschlechterkämpfe aus, die auch dieser Tage wieder schwelten. Übrigens bin ich auf eine Meinung einer sinnlichen und erfahrenen Frau gestoßen, die auf die Etepetete-Frauen mittlerer Jahre erschreckend wirken könnten. Demnach wollen Männer an Frauen luftige Röcke und sinnliche Kleider sehen, damit sie sich vorstellen können, wie die Dame im Schritt aussieht. Na, das hätte mal ein Mann behaupten sollen, dann wäre die nächste Internet-Hetzkampagne angepfiffen worden.

Lutschen, Blasen und noch mehr ... schlüpfrig oder Normalität?

Manchmal denke ich, wir sind hier noch viel zu zurückhaltend. Über jede „sexuelle Abweichung“ kann man heute in den Foren der Frauenzeitschriften und auf weibliches Publikum ausgerichteten Online-Magazinen nachlesen. Einem Mann einen „Blasen“? Das hat nun inzwischen jede Frauenzeitschrift abgehakt. Leider weisen nur wenige Frauenzeitschriften darauf hin, dass die Sache am erfolgreichsten mit dem Erzeugen von Unterdruck funktioniert, also mit „Ansaugen“. Ina weiß es, denn sie hat stets das Programm gewisser „Spielwarenhersteller“ im Auge, und dort spielen „Vakuumpumpen“ eine große Rolle.

Bei so viel „Schlüpfrigkeit“ dürfen natürlich auch die Folgen der „Shades of Grey“ nicht fehlen. Derzeit gibt jede Briefkastentante Rat, wie man sich chic unterwirft oder sich elegant den Po verhauen lässt. Paradoxon gefällig? Am Unterwürfigsten sind nicht die Unterwürfigen, sondern selbstbewusste Rollenspieler(innen). Zu behaupten, dass devote Menschen (hier mal wieder bevorzugt das Klischee der devoten Frau) sich lustvoll erniedrigen können, ist Bullshit. Nehmen wir mal eine Kellnerin: Am besten, sie ist kenntnisreich, selbstbewusst und charmant. Wer würde jemals behaupten, die beste Kellnerin sei devot („unterwürfig“)?

Nun ja – lassen wir das. Und fahren wir fort, an die Liebe zu glauben statt an die Schwätzerinnen und Schwätzer, die und die Birne zusülzen.

Ihnen wünsche ich ein lustvolles Wochenende.
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Muss man der unterwürfige Typ für die Unterwerfung sein?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Donnerstag, 21. März 2013 • Kategorie: lust und sex


sieht ganz hübsch aus - aber macht es auch freude?


Die Lust an der Unterwerfung befällt in den letzten Monaten nicht mehr ausschließlich die „üblichen Verdächtigen“, die uns irgendwie „merkwürdig“ erscheinen und die vielleicht sogar als „paraphil“ gelten.

Nein, wir können Hausfrauen und Mütter in mittleren Jahren beobachten, die das verschlingen, was man früher wohl als „billige Pornografie“ abgetan hätte: Liebesromane mit einem Schuss „Perversion“. Sie entwickeln dabei auch gelegentlich heimliche Sehnsüchte – schließlich will die Leserin ja „irgendwie nachfühlen“, wie es der lustvoll gepeinigten Protagonistin geht.

Ja, und wie geht es denen? Inzwischen hat jede Etepete-Journalistin schon mal einen Blick in die einschlägige Literatur zum Thema SM geworfen und dabei ein bisschen was gelernt. Man merkt förmlich, wie befremdet die Damen in Wahrheit sind, wenn sie in die Welt der sinnlichen Schläge und der schicken Unterwerfung eintauchen.

Fehlannahme: Unterwürfige Menschen sind gut in Unterwerfung

„Echt“ unterwürfige Menschen, die suchtartig nach „strenger Erziehung“, schlechter Behandlung, Schmerzen, Entbehrungen und letztendlich nach Versklavung gieren, sind psychisch hochgradig gefährdet. Für eine wirklich lustvolle Unterwerfung benötigt man aber ein gesundes Selbstbewusstsein, das man freiwillig für eine begrenzte Zeit aufgibt. Es scheint zumindest so, als würden skrupellose Sadisten und Sadistinnen oft solche Menschen mit schwacher Psyche ansprechen. Sie sind die Opfer, die obskure „Slavenverträge“ unterschreiben und sich Kleidung, Nahrung und Freizeitbetätigung vorschreiben lassen und dies (nach Meinung ihrer Sklavenhalter) auch noch aus Liebe tun.

Gut in der Rolle: selbstbewusste Rollenspieler(innen)

Gut in der Rolle des Unterworfenen sind also nicht schwache und labile Menschen, sondern solche, die wissen, was die Ausübung von Macht bedeutet. Sie können sozusagen „die andere Seite der Medaille“ in sich spüren und wollen sie „auf Biegen und Brechen“ durchsetzen. Dies alles zeigt schon, wie Paradox die Rolle des Submissiven ist. So unternehmen Frauen, die in diese Rolle schlüpfen wollen, erhebliche Anstrengungen, um einen „Meister“ zu finden, bei dem sie sich wohlfühlen. Es dürfte überflüssig sein, darauf hinzuweisen, dass dieser „Meister“ (teils auch diese dominante Frau) ebenfalls ein Mensch sein muss, der sich der Paradoxie der Rollen bewusst ist.

Männer in Machtpositionen lösen ihr Problem der Suche nach einer dominanten Frau zumeist, indem sie ihre Gelüste mithilfe von Dienstleisterinnen durchsetzen und „zahlen und schweigen“. Denn als Ehefrau oder Verlobte brauchen sie andere Frauen – sie sollen ja vor allem den Alltag verschönen.

Die „Szene“ verliert ihre Definitionsmacht bei SM-Spielen

Seit einigen Jahren schon hat sich das Potenzial der süßen Unterwerfung und der köstlichen Schläge vom „Harten Kern“ der sadomasochistischen Szene in private Schlafzimmer verlagert. Die Szene selbst ist seither gespalten und besteht aus Traditionalisten, die insbesondere auf Freiwilligkeit, Drogenfreiheit und übereinstimmenden Zielen der Spiele achten, und Extremisten, die sich und andere in Abenteuer stürzen, deren Vollzug mit einem hohen Gefahrenpotenzial belegt ist. Bei ihnen besteht der Verdacht, dass grundlegende Menschenrechte nicht mehr beachtet werden. Durch diese Umstände, aber auch dadurch, dass Rollenspiele in den erotischen „Mainstream“ abgewandert sind, hat die einstmals nächtige und aufklärerisch tätige „Szene“ an Bedeutung eingebüßt.

Rollenspiele in Beziehungen und bei Dienstleisterinnen

Im privaten Bereich experimentierten bislang vor allem junge Paare mit den traditionellen Mitteln „Fesseln und Züchtigungen“. Sie sind leichter zu verwirklichen als die Variante „Meister(in) und Sklave/Sklavin“, weil sie kaum mentale Vorbereitung verlangt und nur geringe Anforderungen an die Schauspielkunst stellt.

Seit der Welle, die das Buch „50 Shades of Grey“ausgelöst hat, interessieren sich auch Frauen mittlerer Jahre und unterschiedlicher Bildungsschichten für sinnliche Schläge und spielerische Unterwerfungen. Zuvor war dies eher eine Domäne gebildeter Frauen.

Abseits von der sogenannten „Szene“ und fern vom ehelichen Schlafzimmer werden Dienstleisterinnen aktiv, die „professionelle Dominierung“ anbieten. Sie wurden früher nach ihrem Habitus als „Stiefelfrauen“ bezeichnet und heute als „Domina“ (Dominatrix, Dominatrice), auf deutsche etwa „Herrin, wörtlich „Hausherrin“.

Was, wenn DU es willst?

Im Grunde ist es müßig, über das „Für“ und „Wider“ von Rollenspielen zu diskutieren – man muss sie einfach mit einem sicheren Partner auf einer ebenso sicheren Spielwiese erproben. Und nachschauen, ob man sich dabei wohlfühlt.

Wie du es machen kannst, dich wirklich lustvoll, frivol und chic beim Rollenspiel zu amüsieren, haben wir zwar schon mal gebracht – aber „wir machen es noch einmal“ – in Kurzfassung, in einer der nächsten Ausgaben der Liebeszeitung.
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Blasen – Zeichen für Unterwürfigkeit?

Geschrieben von © Miss Y. •Mittwoch, 20. März 2013 • Kategorie: inas liebesrat


Süßigkeiten sind nicht immer beliebt


Manche Frauen tun es gegen Geld, andere aus Liebe und wieder andere, weil sie damit etwas zur „strammen Haltung“ beitragen können. Lohnt sich eigentlich die Liebesmühe? Und wie haben es die Männer eigentlich wirklich gerne?

Macht es Spaß?

Was kann daran Spaß machen, so etwas Ekliges im Mund zu haben wie einen Penis? Ich habe es mir mal erklären lassen von Isi, die damit „mehr Umgang hat“ als ich. Sie sagt, dass es schon Spaß machen kann, weil du die Kerle damit ganz verrückt machen kannst. Sie müssen also, wie beim Handjob, „nach deiner Pfeife tanzen“ – klingt hübsch, nicht? Es macht also Spaß, wenn du Lust dazu hast, wenn du es gut kannst und wenn du es toll findest, deinen Mann zappeln zu sehen, bis er „kommen darf“.

Wie kann man ihm einen Blowjob schöner machen?

Feuchtigkeit und Wärme sind Voraussetzungen, und damit liegst du immer besser als beim Handjob. Die Zunge übernimmt die „Feinarbeit“, und besser kann dies kein anderes Organ. Wichtig, wenn dein Mann „ein bisschen schwach auf der Brust“ ist: Ein Penis lässt sich mit Unterdruck zum Schwellen bringen. Also: saugen und den Penis an der Wurzel festhalten, sodass du nicht würgen musst. Das macht ihn wahnsinnig – garantiert.

Wie kann man die Rollen festlegen?

Wenn du die Oberhand behalten willst, kannst du ihn sanft fesseln, währen du ihn oral behandelst. Dann ist er dir ausgeliefert und „bettelt“ vielleicht darum, dass du ihn endlich „kommen“ lässt. Das Spiel muss ihm gefallen, sonst taugt es nichts. Wenn du es tust, wirst du deinen Typen vielleicht mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

"Mit Aufnahme"?

Die Frauen im Bordell sagen „mit Aufnahme“, wenn wir „schlucken“ sagen. Eine Alternative zu „Schlucken“ ist: „zurückküssen“. Wenn du das tust, merkst du gleich, ob ihm etwas eklig ist, was er von dir so ganz normal verlangt.

Revanche?

Wenn du es magst: na klar. Die Revanche heißt Cunnilingus. Versuch, ihm ein bisschen beizubringen, wie du es gerne hast. Wenn du es nicht magst: Lass es bleiben.

Also: Blowjobs sind kein Zeichen dafür, dass du unterwürfig bist.
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Englische Erziehung und Körperstrafen – auch gut für Frauen?

Geschrieben von © Ubomi Ulobi •Dienstag, 15. Januar 2013 • Kategorie: lust und sex


Damit du dich an mich erinnerst ... Schläge zum Abschied


Was genau ist eigentlich „englische Erziehung“? Wer einen Sinn für Merkwürdigsten in der Erotik hat, wird mit diesem Begriff sofort die „körperliche Züchtigung“ assoziieren. Ohne Umschweife sagt ein älteres Lexikon:

Damit wird jene Tätigkeit bezeichnet, die in der körperlichen Züchtigung als Strafmittel eine sexuelle Befriedigung findet.


Wir suchten den Begriff im Zusammenhang mit „englisch“ allerdings zumeist vergeblich. Allerdings verzeichnet das "Bilder Lexikon des Instituts für Sexualforschung (Wien)" 1930, dass „derartige Bestrebungen“, vor allem aber entsprechende Geheimzirkel, vor allem in Amerika und England existieren würden. Das Lexikon schreibt:

Amerika und England, wo diese sonderlichen Bestrebungen zu Hause sind, … stehen mit derartigen Gesellschaften an der Spitze aller Länder.


Für viele Zeitgenossen war vor allem erstaunlich, dass es überwiegend Männer waren (ja, sogar ausgewiesene Gentlemen), deren Vergnügen darin bestand, sich von Damen (die allerdings alles andere als Ladys waren) auspeitschen zu lassen. Dabei wurden Schläge verabreicht, die das Maß des „Popovolls“ deutlich überschritten – nach glaubwürdigen Schilderungen bemaßen sich die Kosten danach, wie viel Blut aus den geschundenen Hinterteilen floss – je mehr, umso teuerer wurde die Prozedur. Zeitzeugen berichten auch, dass die Etablissements, die hauptsächlich im damaligen London (gegen Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts) zu finden waren, den heutigen Namen „Flagellationsbordelle“ zu Recht trugen. Die Herren, die durch die Flagellation sexuell erregt wurden, konnten bei Bedarf während, aber auch nach der Auspeitschung, noch den Verkehr mit den Huren aufnehmen, die sich zu diesem Zweck für solche Dienste bereithielten.

Typisch: Von einer schönen Frau geschlagen werden

Rolf und die Gouvernante
Von einer schönen Frau geschlagen zu werden, galt aber auch ohne sexuelle Kontakte als einer der Höhepunkte der Lust. Sie werden, teil in grausamer Weise, teils mit feinsinnigen psychologischen Bezügen, in der Trilogie „Gynecocracy“ („Weiberherrschaft“) geschildert, das unter dem Pseudonym „Viscount Ladywood“ erschien. Bis heute ist die Urheberschaft des 1893 erschienenen Buches bis heute nicht völlig geklärt, und mittlerweile wird angenommen, dass nicht alle drei Teile vom selben Autor stammen.

Das Buch gilt als Schlüsselwerk zur britischen erotischen Erziehungs-Literatur. Es bekommt seien Pikanterie dadurch, dass der Viscount als „Mädchen“ unter Frauen erzogen wird und dabei neben seiner Unterwürfigkeit auch seine feminine Seiten kennenlernt. Die Erziehung findet dabei „Under Petticoat Rule“ statt, was zumeist mit „Erziehung unter dem Rock“ übersetzt wird. Dies wiederum beinhaltet außer "absoluter Ergebenheit" auch noch einen gewissen Hang dazu, sich "tatsächlich" wie eine Frau zu fühlen und auch so behandelt zu werden - typisch englisch, wie man sagen könnte.

Sehen wir nach Österreich, so finden wie hier die Geschichte des Leopold Ritter von Sacher Masoch, dessen nahezu autobiografischer Held sich von einer nur mit einer Pelzjacke bekleideten „Venus“ namens Wanda peitschen ließ (1870).

In Deutschland - gegen 1900 viel verschollene erotische Untergrund-Literatur

Die deutsche sexuelle „Untergrundliteratur“ der damaligen Zeit ist weitgehend untergegangen. „Rolf und die Gouvernante“ dürfte dem Thema am meisten entgegenkommen, jedoch erwies sich bald, dass Geschichten populärer waren, in denen Ehefrauen, Internatsschülerinnen und Bedienstete mit Körperstrafen belegt wurden, beispielsweise in „Pension Birkenrute – aus dem Tagebuch einer Erzieherin“

Was macht "englische Erziehung" so sexy?

Der eigentliche Reiz der „Britischen Erziehung („Englische Erziehung“), die in der Ausübung nicht immer „von feiner englischer Art“ ist, liegt in zweierlei:

1. Im tatsächlich vollzogenen, konsequenten Rollenspiel mit talentierten „Erzieherinnen“, die das Schauspiel perfekt beherrschen.
2. In der Literatur, die den Vollzug mit Entkleidungsritualen, gleichgeschlechtlichen Komponenten und widersprüchlich geschilderten Gefühlen zum erotischen Gehirnschmaus werden lässt.

Die "Shades" - kaum ein Vorbild für sinnliche Strafen
Man mag darüber streiten, ob die Sinnlichkeit der Literatur durch die Praxis einer sinnlichen Bestrafung übertroffen wird. Immerhin ist die Realität mit zahllosen Widrigkeiten belastet, von denen sicher die entscheidendste in den hohen Kosten einer perfekt ausgeführte Erziehungsmaßname liegt. Jedenfalls scheinen moderne flagellantische Szenen, wie sie etwa in den „Shades of Grey vorkommen, die These zu bestätigen, dass der fantasierende Voyeur sich in der Rolle der Bestraften wohler fühlt als der Dominaknecht oder Puffgänger.

Zumal, das es sich bei den Lesern der „Shades of Grey“ fast ausschließlich um Frauen handelt. Ihre sinnliche Flagellationsliteratur war bisher weitgehend auf feine Damen beschränkt, die ihre Bedienstete schlugen und sich anschließend von ihnen befriedigen ließen – lesbisch orientierte Flagellationen, sozusagen. Ob diese Frauen jemals in den Genuss kommen wollen, die Wonnen der Rute, der Gerte, oder des „geben Onkels“ (Rohrstock) am eignen Leib zu spüren? Und wenn … ja, wenn. Wie würden sie es schaffen, sich einen Herrn zu suchen, der sie nicht einmal (wie Ms. Steele) dafür belohnt, sich zu erniedrigen? Ein Mann, für dessen Erniedrigungen und Schläge sie mit Geld oder verlorenen Träumen bezahlen müssten? Würden sie sich dann lieber einer Frau unterwerfen? Sinnlich wäre das Eine wie das Andere, wie ich meine.

Bild oben: Adaption einer Illustration von Richard Hegemann - die Dame straft ihren Liebhaber ab, bevor sie verreist, damit er sie nicht vergessen möge.
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Willst du wirklich "seine" Sklavin werden?

Geschrieben von © Miss Y. •Donnerstag, 10. Januar 2013 • Kategorie: inas liebesrat


Lust am Naschen? Das erfordert keine Beziehung!
Ich möchte fast wetten: Wenn du wirklich Interesse dran hast, wie Anastasia Steele zu sein, dann hast du schon mal „feuchte“ Träume darübergehabt, „wie es wohl wäre, wenn …“. Ich frage gar nicht danach, ob du dabei masturbiert hast, oder ob du mal „nur so“ vor sich hingeträumt hast. Wenn du jemals davon geträumt hast, dass irgendein Mann mit dir „machen kann, was er will“, wenn du ihm zu Füßen gelegen hast und er dich in deinen Träumen geschlagen und gedemütigt hat, dann eignest du dich auch als „Sklavin“.

Ja, wenn … und wenn nicht? Dann muss ich dir schone wieder die Frage stellen: Was willst du eigentlich von einem Mann, der dich dominiert? Mal ein bisschen an verbotenen Früchten naschen? Einmal ganz verrucht sein, damit du später deinem Kaffeekränzchen erzählen kannst: „Hört mal, als ich jung war, habe ich auch mal …?“

Dein Körper - er wird alle sehen und berühren

Falls du dabei bleibst und eine Beziehung willst: Der Mann wird mehr von deinem Körper sehen und besitzen, als je ein Mann zuvor, und er wird immer noch mehr fordern. Du musst damit rechnen, deine Würde völlig zu verlieren, jedenfalls so lange, wie deine zweite Persönlichkeit angesprochen wird.

Dein zweites ICH - zu deinem Schutz

Wenn du jetzt sage solltest: „Wieso eine zweite Persönlichkeit?“, dann sollten ringsum die Kirchglocken läuten und dich darauf hinweisen, dass du auf dem Holzweg bist. Du brauchst als „seine Sklavin“ eine andere Persönlichkeit als die, du nach außen zeigst.

Du wirst andere Theorien und Aussagen darüber finden. Zum Beispiel die, dass eine „Sklavin“ stets unterwürfig zu sein hat, keine Ansprüche zu stellen hat und nur das tun darf, was der Herr für richtig hält. Das ist Unsinn, denn dein Leben ändert sich in keinem Fall in „jeder Beziehung“, sondern ausschließlich in dieser Beziehung und auch nicht jederzeit. Du wirst zum Beispiel deinen Beruf weiterhin ausüben. Ob du Sekretärin, Personalchefin, Architektin, Designerin oder Fleischwarenfachverkäuferin bist, spielt dafür überhaupt keine Rolle.

Wenn du einen Herrn findest, der dich wirklich will – dann such dir bitte einen, der dich großzügig unterstützt, der dir Wege ebnet und der mit dir auch ein Leben mit deiner „Anderen Persönlichkeit“ führen kann. Die meisten Männer, die sich’s leisten können, mal diese, mal jene Frau zu dominieren, sind großzügig. Nimm, was dir angeboten wird. Lass dir nicht erklären, „Sklavinnen hätten keinen Besitz“ oder so etwas.

Wozu eine Beziehung, wenn du auch naschen kannst?

Überleg dir, ob du eine Beziehung brauchst, um deine Schmerlust- und Unterwürfigkeitsgefühle auszuprobieren. Beziehungen sind auch ohne SM schon kompliziert genug, und mit SM werden sie nicht leichter. Wenn du „mal naschen“ willst, sag dies deutlich. Die Chance, dass dich jemand „naschen lässt“ ist viel größer als die Aussicht auf eine Beziehung.

Der Weg hinein in die schmerzhaften Wonnen

Das nächste Problem für Single-Frauen ist wirklich hart: Ein guter Herr ist schwer zu finden. Zwar müssen auch die Herren „Doms“ ihre „Königreiche“ halten und beherrschen, aber sie haben normalerweise keinen Mangel an „Kandidatinnen“. Mein privater Tipp: Suche die Nähe eines guten Herrn, lass dich von ihm einladen und habe Geduld. Vor allem aber: Dränge dich niemals einem dominanten Mann auf. Wenn er dich für einen Abend möchte, nimm diesen Abend, wenn er dich für ein Wochenende einlädt, genieße das Wochenende.

Der Weg hinaus aus einem Beziehungs-Dilemma

Beziehungen haben einen Nachteil: Sie binden oft viel stärker, als du das wünschen kannst. Vielleicht hast du den Satz schon mal gehört: „Wenn ich mich weigere, etwas zu tun, ist die Beziehung aus, und dann stehe ich auf der Straße“. Lass es nie soweit kommen. Bleibe in einer SM-Beziehung immer unabhängig, vor allem finanziell. Gehe deshalb keine 24/7-Beziehung ein, so sehr du auch bedrängt wirst. Bleibe unter allen Umständen so unabhängig, dass du jederzeit „sein Haus“ verlassen kannst und treffen, wen du willst.

Willst du immer noch eine neue Anastasia Steele werden? Dann Good Luck und eine Elefantenhaut für dich.
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Shades of Grey - Aschenbrödel-Effekt oder Lust am Schmerz?

Geschrieben von © Gebhard Roese •Mittwoch, 9. Januar 2013 • Kategorie: partnersuche


Besser ist es oft, zu träumen, statt auf Anzeigen zu schreiben


Ich weiß wirklich nicht, was Frauen mehr fasziniert: Vom Luxus-Aschenbrödel über zahllose Peinlichkeiten zur Ehefrau eines Milliardärs aufzusteigen? Oder aus einer relativ gesicherten, aber unbedeutenden Position zur allzeit verfügbaren Ehehure mit Körper-Vollnutzung zu mutieren? Ich weiß nur, dass sehr viele Frauen die Trilogie „50 Shades of Grey“ gierig verschlingen, so, als sei nur es eine andere Version der üblichen schmalztriefenden Kitschromane.

Frauen mögen den Aschenputtel-Effekt

Na schön. Ich weiß, wie junge Frauen nach dem Aschenputtel-Effekt gieren. Ich beobachte dies sogar unter Frauen, die sich selbst wahrscheinlich als „gebildet“ bezeichnen würden. Sie behaupten, „kaum zu suchen“, aber in ihren Augen sieht man stets das innere Krönchen: „Eigentlich bin ich ja eine Prinzessin, und ich verdiene einen Königssohn.“ Nun ja, wenn es denn kein Königssohn ist, dann wenigsten einen erfolgreichen Manager, Arzt oder Rechtsanwalt. Die Frage ist, wie viel Hurencharakter hinter diesen Krönchen verborgen liegt, und da kann man dann einmal nachfragen: „Was würdest du alles dafür tun, um mich von einem Mann aushalten zu lassen?“ (Frauen ohne Kenntnis des Buches muss hier gesagt werden, dass es dort zunächst nicht um eine Ehe geht).

Den Hurencharakter in sich entdecken?

Na, was würden Sie alles tun, Frau Fischfabrik-Arbeiterin, Frau Mediengestalterin oder Frau Diplom-Informatikerin? Sie werfen diese Frage weg, weil sie nicht relevant für Sie ist? Ich vermute, da haben Sie den einen oder anderen Gedanken vergessen, der schon einmal durch ihr Hirn schlich, nämlich ob es sich lohnt, etwas Sexuelles zu gewähren, von dem sie nicht vollends überzeugt waren. So weit ist dies übrigens noch nicht verhurt, sondern durchaus natürlich und mithin legitim. Denken sie zurück an ihre ersten Erlebnisse mit Männern, dann finden Sie selbst heraus, wie Sie gehandelt haben und warum.

So, nun sind wir beim Punkt, und den kann man so ausdrücken:

Was tun Sie alles, um einen reichen oder mächtigen Mann an Tisch und Bett zu bekommen, und ihn dort auch zu halten?


Diese Frage stellen sich die meisten beziehungswilligen Frauen, nicht wahr? Und dies sogar dann, wenn der Mann nicht reich oder mächtig ist.

Zwei Gründe, warum Sie Ms. Steele sein wollen

Bleiben wir mal bei der Trilogie der „50 Shades of Grey“. Es gibt nur zwei Gründe, die Sache in die Realität umzusetzen:

1. Sie entdecken ihren Hurencharakter, während Sie das Buch lesen, und sie beschließen, den unaufhaltsamen Aufstieg des Aschenbrödels zur Luxus-Ehehure nachzuvollziehen.
2. Sie bemerken, dass sie die Szenen faszinieren, in denen Ms. Steele „benutzt“ wird und sie wollen dies nachvollziehen.

Im ersten Fall sollten Sie sich intensiv im Spiegel ansehen, drei Tage lang nachdenken und Ihr Vorhaben dann seufzend fallen lassen – es ist so gut wie aussichtslos. Einen wirklich reichen Mann gewinnen Sie dadurch, dass Sie selbstbewusst auf ihn zugehen, nicht unterwürfig.

Im zweiten Fall kommen sie in den Bereich faszinierender sinnlicher Erlebnisse, aber leider eben auch in einen Bereich, in dem die Geier kreisen. Das ist scher zu erklären, aber ich versuche es einmal:

1. Ein Mann, der selbstbewusst, gebildet und machtvoll ist, und der sich auch für Dominierung interessiert, sucht sich aus den zur Verfügung stehenden Damen die geeignetsten aus. Dabei wird er kaum labile Frauen berücksichtigen, die nicht wissen, was sie wollen.
2. Ein Mann, bei dem seine sexuelle Abweichungen im Vordergrund stehen, und der deshalb Wünsche nach Dominierung von Frauen hat, wird sich eine schwache Frau suchen, für de alles „neu“ ist. Er baut drauf, dass sie nicht merkt, wie unerfahren oder brutal er ist.

Online-Sex-Dating - für Aschenbrödel sehr gefährlich

Wenn Sie im Internet oder per Zeitungsinserat nach einem dominanten Mann suchen, haben Sie aus genau diesem Grund wenig Chancen, sind aber vielen Gefahren ausgesetzt. Interessanter ist es, sich in dem Kreis, in dem Sie sich ohnehin bewegen, nach interessanten Männern umzusehen, die sich mit dem Gedanken bereits beschäftigt haben und die bereit sind, mit Ihnen Rollenspiele zu erproben. Durch die soziale Kontrolle ist es wesentlich ungefährlicher und möglicherweise genau so interessant für Sie, sich bei diesen Männern die ersten Erfahrungen zu holen.

So sehr ich normalerweise auch Online-Dating befürworte: Seien Sie dabei mindestens drei Mal so vorsichtig bei der Verwirklichung ihrer sadomasochistischen Träume, wie es für gewöhnliche Beziehungen empfohlen wird. Denken Sie daran: Wann immer, wie immer und wo immer sie gefesselt werden, sind sie einem Menschen oder gar einer Gruppe von Menschen hilflos ausgeliefert. Dies gilt sogar dann, wenn andere Frauen anwesend sind.
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Lustvoll leiden - Experimente für dich

Geschrieben von © Miss Y. •Mittwoch, 9. Januar 2013 • Kategorie: inas liebesrat


Sinnlich an den Nerven piksen mit Instrumenten
In den „Shades of Grey“ soll euch ja vorgespielt werden, dass eine Cinderella einen Prinzen trifft. Deswegen musste die Autorin so dick auftragen. In Wirklichkeit ist die „devote Frau“ aber keine Cinderella, sondern jemand, der Neugiergig auf Spiele mit der Lust ist. Na klar, warum würde sie es sonst tun? Mal Klartexte: Irgendwie ist sie käuflich.

Ich gehe mal davon aus, dass du vor allem neugierig bist, sonst kannst du es nämlich lassen. Mich geht wirklich nichts an, auf was du neugierig bist. Neben SM gibt es auch noch Dreier, Vierer, lesbische Beziehungen und Swingerklubs. Das meiste davon ist ungefährlicher als Bondage und Submission. Wenn du also neugierig auf SM bist, hast du dafür vielleicht einen Grund, und da wäre gut zu wissen, was dir daran gefällt.

Zuerst überleg dir mal, was dir schon immer gefallen hat oder was seltsame Gefühle in dir ausgelöst hat: leichte Klapse? Sanftes Haarziehen? Leder oder Samt auf der nackten Haut? Wachsspiele zu Weihnachten? Epilation auf die „harte Art“? Gekitzelt werden? Sich bei der Liebe an den Händen fesseln lassen? Klammerspiele, mit Holzwäscheklammern? Kosmetische Schaber zu entfernen von Hautschuppen? Stark reizende Stoffe auf der Haut?

Wenn du die alles überlegt hast, dann sind vor allem die Empfindungen wichtig, bei denen du pure Lust oder Lust und Schmerz zugleich empfundene hast – und auch die, bei denen du dir bis heute unsicher bist.

1. Sammle Reste aus verschiedenen Stoffen, zum Beispiel Federn, Seide, Samt, Wolle (auch kratzige), Hanf, Sisal, Gummi, PVC, Metall und Leder.
2. Suche dir „sanfte“ Schlaginstrumente, die du im Haushalt findest, und die du an dir selbst ausprobieren kannst, wie etwa Kochlöffel, Pantoffeln, verschiedene Stoff- und Ledergürtel sowie die Rückseite einer Haarbürste.
3. Wenn du dich traust: Wachs, Eis, Wäscheklammern, Nagelfeilen und eine gewöhnliche Gabel, die ein bisschen pikst. Dabei können Probleme auftauchen, die du genau kennen musst, bevor du sie anwendest.
4. Probiere alles zuerst am Unterarm aus, der relativ unempfindlich ist. Berühre ihn mit den Gegenständen, mal sanft streichend, mal stark aufgedrückt und mal schabend (besonders bei Hanf oder Sisal). Schlage mit den Schlaggeräten sanft zu, bis du einen Schmerz verspürst. Du kannst auch deine Handinnenfläche benutzen, um stärkere Empfindungen zu bekommen.
5. Wenn dir die Berührung mit den Stoffen und Gegenständen auf deinem Unterarm oder der Hand irgendwie gefallen hat, oder du sie als zu schwach empfunden hast, gehe dazu über, sie auf deinen Brüsten auszuprobieren. Gehe behutsam mit dir um, solange du noch keine Erfahrung mit den Empfindungen hast, besonders bei Schlägen.
6. Wenn du sicher bist, was du anwenden willst, bitte eine Freundin, dir die Augen zu verbinden und die Materialien oder Gegenstände an dir zu erproben, auf dem Po, an den Oberschenkeln und zuletzt an den Brüsten. Du wirst erkennen, dass sich deine Gefühle verändern, wenn dich eine andere Person mit den Gegenständen berührt. Das spürst du selbst dann, wenn du nur sanft mit den Gegenständen gestreift wirst.

Am Ende weißt du, wie sich alles anfühlt und was dir davon gefällt und was nicht.

Nun ahnst du ungefähr, was auf dich zukommt. Du musst damit rechnen, dass du bei der einen oder anderen Prozedur gefesselt wirst. Damit begibst du dich in die Gewalt deines Partners oder deiner Partnerin. Überlege dir gut, ob du das wirklich willst. Lies den Artikel vom Chef dazu, wenn du magst.

Lies morgen, wie du feststellen kannst, ob du dich wirklich als SM-Gespielin eignest von Mr. Black, Brown, Beige, Grey oder White - oder wem auch immer.

Bild: Das Bild entnahmen wir einer Internet-Quelle ohne Impressum. Es ist kein © bekannt.
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Sexy Rollenspiele für Anfänger

Geschrieben von © Miss Y. •Freitag, 28. Dezember 2012 • Kategorie: anziehen und ausziehen


Je besser die Rolle gelingt, umso schöner ist das Spiel


Du hast schon mal davon gehört, wie sexy Rollenspiele sein können? Und wie anregend sie sind?

Hier sind die Tipps für absolute Anfänger:

1. Eine gute Story
Du brauchst eine gute Story, die mindestens einen von euch heißmacht – möglichst natürlich beide. Su brauchst also zunächst mal weder Kostüme noch Hilfsmittel – wenn du sie später hinzufügst, sind euer Spiele noch wirkungsvoller.

2. Die beliebten Rollen
Die beliebtesten Rollenspiele sind immer die, bei denen einer herrscht und der andere beherrscht wird. Typisch: Nörgelnder Patient – strenge Krankenschwester, nachlässiges Personal – strafender Dienstherr, mächtige, verführerische Frau – schwacher, unterwürfiger Mann, fordernder, strenger Lehrer – nachlässige Schülerin. Achte auf deine Sprache. Wer herrscht, braucht eine feste Stimme.

3. Die geeigneten Spieler(innen)
Du bist ein guter Rollenspieler, wenn du die Rolle wirklich annimmst. Du kannst alles sein, was du nicht bist – versuche erst gar nicht, die eigene Rolle zu spielen –das geht schief. Wenn du eine ernsthafte, selbstbewusste Frau bist, sei eine kleine Hure, oder eine sexy Stripperin. Bist du eine eher unsichere, wehleidige Frau, versuche, eine Domina oder eine strenge Nonne in einem Jungeninternat zu spielen. Gib dir einen Namen für die Rolle – und deinem Partner auch.

4. Zieh erst einmal an (oder aus), was du hast
Hast du einen alten Pelz- Klepper- oder Ledermantel? Prima – du kannst alles tragen, was heute ungewöhnlich ist: Pelzmantel mit nichts drunter ist ein Hit, große Schürze und nackter Hintern auch. Herrenhemden für Frauen sind auch immer wunderbar.

5. Instrumente, die du hast
Du hast sowohl Schlegel wie auch die nötigen Instrumente, um jemandem sanft zu fesseln: Kochlöffel, Haarbürsten, Pantoffel und Hosengürtel ersetzen käufliche Schlegel, Strümpfe, Schals und Höschen können zum spielerischen Fesseln und Knebeln benutzt werden.

6. Werde frecher und einfallsreicher
Zuerst sind wir alle immer ein bisschen gehemmt, wenn wir Rollen spielen sollen. Nach und nach kannst du aber mutiger und frecher werden – das heißt meistens auch ein bisschen strenger und unnachgiebiger. Lass dir etwas einfallen, womit du ihm/ihr die Rolle realistischer mache kannst. Deine Partnerin oder dein Partner will nach und nach vergessen, dass es nichts als ein „oberflächliches Spiel ist. Erst, wenn er seine Rolle völlig angenommen hat, wird er die volle Sinnlichkeit des Spiels bemerken.

7. Hab Freude, nichts als Freude!
Das ganze Rollenspiel nützt nichts, wenn du keine Freude daran hast. Wenn du wirklich nicht soviel Spaß hast, aber deine Partnerin oder dein Partner, dann ist es auch gut. Versuche, damit umzugehen.

Anregungen hierzu entnahm ich dem Lelo Blog
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