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Das Halsband (nein, nicht für Hunde)

Ob öffentliche Dominanz oder private Unterwerfung: Das Halsband ist ein Symbol
Kennst du irgendjemanden in deiner Umgebung, der ein Halsband trägt? Vielleicht hast du es noch gar nicht bemerkt. Denn ein Halsband muss nicht sofort als solches erkennbar sein. Wenn eine Frau ein Halsband oder ein anderes, ungewöhnliches Schmuckstück ähnlicher Art trägt, kann dies drei Gründe haben:

Einfach mal ganz anderen Schmuck tragen

Der Hauptgrund ist, sich etwas abzuheben vom Mainstream, in dem eigentlich wertloser Massenschmuck teuer angeboten wird, weil damit bestimmte Namen verbunden sind. Wer solchen individuellen Schmuck trägt, will dadurch seine „Alleinstellungsmerkmale“ ausdrücken oder andere Attribute seiner außergewöhnliche Erscheinung betonen.

Sich annähern an S/M-Interessen

Es kann aber auch sein, dass die Frau, die ihn trägt, von sich aus zeigen will, dass sie für spielerische Experimente mit Unterwürfigkeit und Dominanz offen ist. Letztendlich kann es bedeuten, dass sie sich wirklich in einer Beziehung befindet, in der das Tragen von „Halsbändern“ ihre Verbundenheit zum Partner oder zur Partnerin ausdrücken soll.

Üblicherweise dienen gerade die Halsbänder, die in der Öffentlichkeit getragen werden, als exklusiver, frecher und teils auffordernder Schmuck, ähnlich wie Handschellen als Ohrhänger oder Manschettenknöpfe. Damit werden dann häufig ausdrücklich „Eingeweihte“, aber durchaus auch Neugierige angesprochen.

Oder schon in einer Beziehung?

Manchmal ist das „Zeichen der Verbundenheit“ oder des Interesses offenkundig – wie etwa beim Halsband oder auf „chic“ gestylten Handfesseln. Indessen kommen als Zeichen der Verbundenheit auch Armbänder, Taillenketten oder gar Fußketten infrage.

Minimalistische Tageskette für eine Frau, die ihre Neigung zeigen will
Extrem, aber chic –minimalistischer S/M-Halsschmuck

Klar gibt es die „kräftigen“ Halsbänder mit Stahlringen, die der „Disziplinierung“ dienen. Aber wer da spielt, der ist nicht mehr in der „Amateurliga“. Jeder mag also selbst entscheiden, ob er Halsbänder als „sehr chic“ empfindet oder ob er sich dessen schämen will. Manche sind jedenfalls ausgesprochene „Hingucker“.

In englischsprachigen Ländern heißt der Tagesschmuck für Frauen, die ihre Unterwürfigkeit öffentlich zeigen wollen, auch „discrete day collar. (1) Aber die meisten Schmuckstücke dieser Art eignen sich auch durchaus als Tagesschmuck für Frauen, die zarte Andeutungen an sinnliche Leidenschaften lieben. Je nach Gold- oder Silbergehalt und Aufwand liegen die Preise gelegentlich durchaus über 100 Euro – und Sonderanfertigungen noch weit darüber.

(Hinweis: Der Link führt zu einem kommerziellen Angebot - dieser Artikel wurde nicht von dem Portal gesponsert, auf das verwiesen wird.
Bild oben: © 2019 by Liebesvelag.de
Bild unten ©2019 beim Hersteller/Vertrieb des Halsschmucks - dem Link folgen.

Anmerkungen zu den Gedanken einer dominanten Frau

Zirkus der Lust oder Therapie?
Was haltet ihr von einer dominanten Frau, die über Beziehungen und therapeutische Werte der Unterwerfung nachdenkt? Wir haben eine verlässlich-nachdenkliche Quelle gefunden und dann einige Gedanken dazu verfasst. Die Quelle werden wir, wie immer, nicht nennen.

Eine Domina, die darüber nachdenkt, welchen Unterschied es wohl geben mag zwischen der Unterwerfung einer Frau und der eines Mannes? Sie sagt selbst, sie könne nicht für alle dominanten Frauen sprechen – es sei eben ihre Meinung über das, was man üblicherweise „Power Exchange“ nennt. Gibt es einen Unterschied zwischen der Dominanz, die von einer Frau ausgeht und auf eine andere Frau wirkt. „Power Exchange“ bezeichnet eigentlich den Machttausch zwischen Frau und Mann, kann aber auch anders definiert werden. In jedem Fall gibt der oder die Unterwürfige ihre Macht in einer Art Spiel ab. Zwar wird vereinbart, in welcher Form Wohlverhalten belohnt und Fehlverhalten bestraft wird, aber das Spektrum der Möglichkeiten ist damit nicht eindeutig beschrieben.

Soweit die Vorrede für alle, die nicht wissen, was in sogenannten D/S-Beziehungen passiert.

Zunächst die Behauptung der Frau, die zunächst als unterwürfig galt, dann aber die Seite wechselte und sich schließlich als dominant bezeichnete.

Ich tendiere dazu, Frauen aufzubauen und Männer aufzubrechen.

Als ich den Satz zum ersten Mal hörte, und auch den Zusammenhang las, in dem er geäußert wurde, war ich empört. Aber als ich darüber nachdachte, fand ich ihn nicht mehr so abwegig.

Therapie durch Unterwerfung?

Bauen sich unterwürfige Frauen bei S/M-Spielen auf ?

Aus manchen Gesprächen, Bücher, Blogs und dergleichen geht hervor, dass sich zuvor spielerisch-unterwürfige Frauen durch intensive Rollenspiele gewandelt haben. Das heißt, sie spielten zunächst aus Neugierde die Unterwürfige, fanden dabei heraus, dass die ihr innewohnende „schwache Person“ dadurch erstarken kann, und wechselten später die Rolle. Manche Psychologen würden sagen, „sie holen sich zurück, was sie entbehrt haben“, und das bemerken sie erst, wenn sie sehr bewusst unterwürfig sind. Paradox oder nicht: Sie behaupten, durch Unterwerfung psychisch gewachsen zu sein.

Werden Männer als unterwürfige Spieler aufgebrochen?

Die meisten Männer, die im Spiel unterwürfig sein wollen (es sind ziemlich viele), wissen, dass die ihre Macht während des Spiels verlieren. Das ist genau das, was sie anstreben: frei von Macht und Verantwortung zu sein, sich selbst zu verlieren und Gefühle zuzulassen. Dabei ist es durchaus möglich, dass diese Männer einen anderen Zugang zu ihren Gefühlen, zu dem „weichen Jüngling“ in ihnen bekommen, der sehr bedürftig ist. Die zitierte Frau sagt, sie würde „den Mann zwingen, sich immer wieder neben sich selbst zu stellen“ und auf neue Art zu betrachten. Beispielsweise hält sie für richtig, einen Mann zum Weinen zu bringen – an dem sicheren Ort, an dem es niemand sieht.

Kalte Schauer aus der Wissenschaft?

Unterwerfung als Therapie dürfte bei den meisten Psychiatern und Psychologen kalte Schauer auslösen, gefolgt von Kopfschütteln und Protesten. Doch das „innere Kind“ in uns wird selten beachtet – und wenn es zu deutlich hervortritt, dann wird es belächelt. Deshalb bemühen wir uns, immer „Erwachsene zu spielen“, auch wenn wir gerne dann und wann Kind sein würden. Und insofern mögen „Spielplätze“ für Erwachsene durchaus einen Sinn haben, und sie könnten durchaus auch ganz anders aussehen als dies in „Dominanz und Unterwerfung“ nach Art der D/S Beziehungen geschieht. Nachlesen kann man dies durchaus – zum Beispiel bei Eric Berne. Wer mag, sollte sein Buch " Spiele der Erwachsenen" lesen. Das Buch ist in Neuauflage erhältlich.

Bild oben: Illustration, angeblich von Vladimir Alexandre Karenin, koloriert, Original von 1933

Interessiert irgendjemand, was ein devoter Mensch denkt?

Glücklich in erotischer Unterwerfung? Oder eher doch nicht?
Was im erotischen Sinne devote Personen denken und fühlen, könnte vor allem dominante Menschen interessieren. Oder doch nicht? Wie es scheint, wissen die Doms sehr genau, was Subs denken, währen die unterwürfigen Frauen und Männer nicht genau wissen, was ihre dominanten Gegenparts wirklich bewegt.

Und der Rest der Menschheit? Herr oder Frau Musterhaft-Vanille zum Beispiel? Will er/sie wissen, wie es wäre, wenn … ?

Kürzlich las ich eine Aufstellung dessen, was unterwürfige Menschen (angeblich) wirklich wollen.

Ein lustvoller Niemand sein?

Die gesamte Auflistung durchzog ein Gedanke: Bewusst ohne jede Verantwortung handeln zu dürfen. Nur eine Kreatur zu sein, ein Sklave, ein Haustier – völlig der Herrin oder dem Herrn ausgeliefert zu sein.

Erst dann folgten die Vorstellungen, die man sich gemeinhin von einer Beziehung in Dominanz und Demut macht: Körperliches Leid zu ertragen und emotionale Demütigung hinzunehmen.

Nachhaltigere Lust als beim Sex?

Und die Lust? Sie sei unendlich … wenn man nur wolle. Die Liebe, die Lust und die Leidenschaft wirkten nachhaltig. Und alles sei nicht zu vergleichen mit den fünf oder fünfzehn Minuten, in denen man üblicherweise die Freuden von Sex genießen könne.

Was ist eigentlich mit all jenen, die nur davon träumen, sich zu unterwerfen? Was mit den Millionen Leserinnen der „Shades of Grey“? Haben alle ihre hübschen Aua-Träume wieder abgewählt?

Und … mal ganz anders gedacht … war dieser Ausflug der Vanillepudding-Frauen in das Reich der scharf gewürzten Chili-Gerichte überhaupt sinnvoll? Was hat es ihnen wirklich gebracht?

Ich bin gespannt, ob wir auf Meinungen dazu hoffen dürfen.

Bild: Quelle unbekannt, Grafik

Der ideale unterwürfige Mann?

Wer ist der ideale unterwürfige Mann? Manchmal muss ich lachen: und immer öfter dann, wenn mehr oder weniger professionelle Ladys, die keine sind, ihren Beruf loben, der eigentlich keiner ist: die Dominatrix.

Und ja, diese Dame hat Ansprüche an den Mann, der sich bitte zur Unterwerfung anbieten soll. Zum Beispiel diese. Er sollte …:

- ... einen guten, festen Job haben.
- … ausgezeichnet auftreten, sei es bei einer Anfrage oder persönlich.
- … einwandfreie Rechtschreibung beherrschen.
- … Bezahlung anbieten, ohne dass die Dame danach fragt.
- … auf keinen Fall notgeil sein.
- … gut gekleidet sein.
- … Ein gutes Benehmen an den Tag legen.
- … weder Ehefrauen noch Kinder haben.

Das Bild dieser Dame zeigt eine eher scheue, unsichere Person, die aber nach Eigenangaben schon manches in der Erotik-Unterhaltungsbranche versucht hatte.

Der „Forderungskatalog“ sieht in meinen Augen ähnlich aus wie beim Online-Dating, wenn ich mal von „Bezahlung anbieten“ absehe.

Ist das wirklich der ideale unterwürfige Mann? Ich habe Gründe, es nicht anzunehmen. Er ist vielleicht ein nützlicher, unterwürfiger Idiot.

Wie kann jede Frau ihren Freund sanft dominieren?

sanftes hinführen zum ziel - wann auch immer
Welchen Rat würde man einer Frau geben, die herausfinden will, ob ihr Freund Lust auf weibliche Dominanz hat? Sie ist allerdings nicht sicher, und sie schämt sich, ihn darauf anzusprechen, obgleich sie Anzeichen für eine gewisse Unterwürfigkeit spürt. Und sie ist unsicher, ob sie ihn einmal auf „solch eine Art“ verführen soll.

Ein kluger Rat für Frauen, die eigentlich nur Blümchensex kennen

Wir fanden einen wirklich klugen Rat. Er wurde etwas verändert, um ihn auch Lesern zugänglich zu machen, die nicht mit „unanständigen Wörtern“ belästigt werden wollen.

Ich glaube, du wärst unheimlich schockiert, wenn du herausfinden würdest, wie viele Männer extrem begeistert wären, wenn eine Frau beim Sex Macht ausübt. Betrachten wir die Sache mal aus sozialkultureller Sicht: Männer gelten als der auffordernde, aktive Teil beim Sex, nicht wahr? Es ist leider so: Die einzige Rolle, die wir ihm bei der Liebe oder beim Sex zuschreiben, ist der offensive Mann. Es mag wohl daran liegen, dass Männer sich selbst nicht als begehrenswert empfinden. Deswegen glauben sie, sexuell immer offensiv, initiativ oder dominant sein zu müssen.

Der durchschnittliche, heterosexuelle Mann weiß überhaupt nicht, wie es ist, sinnlich begehrt zu werden. Er hat keine Ahnung, wie es ist, das Objekt weiblicher Begierde zu sein oder einfach „genommen zu werden“.

Zeig ihm, dass du es bist, die ihn begehrt. Verführe ihn nach Strich und Faden. Das geht am besten, indem du ihm zuerst mal die Augen verbindest, was mehrere Vorteile hat. Erstens wird er dadurch sensibler, zweitens verliert er die Macht, das Geschehen zu steuern, und drittens kann er dich nicht beobachten – er merkt also nicht, wenn du etwas unsicher oder zögerlich bist.

Wahrscheinlich mag er es – und ihr beide habt ein neues Feld der Lust entdeckt: das sanfte Spiel mit der Macht.


Was meint ihr? Würdet ihr es auch so machen? Oder habt ihr schon einmal probiert, die Macht im Bett zu übernehmen?

Bild: Humorvolle Illustration (Titelbild) zu einem Buch: Der Mann als Hund