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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Die Pornografie und die Realität - der Unterschied

Die eingeübte Pose - und die Wirklichkeit?
Erotische Literatur handelt von „Sex und noch etwas anderem“, während pornografische Literatur das Leben auf Sex (oder Varianten davon) reduziert. In beiden Fällen kann es sich um „Trivialliteratur“ handeln. Für sie ist typisch, dass Gefühle vereinfacht werden und Handlungen kaum jemals auf Plausibilität überprüft werden.

Drauflos schreiben, um erotische Gefühle zu wecken

Die Autoren solcher Literatur haben den Vorteil, einfach drauflos schreiben zu können. Wenn sie pornografische Literatur verfassen, geht es ihnen darum, die Neugierde ihrer Leser(innen) zu wecken und sie dabei möglichst sexuell zu erregen. Ob die Vorgänge, Handlungen und Gefühlsregungen technisch, körperlich oder emotional möglich oder wenigstes wahrscheinlich sind, ist ihnen gleichgültig. Entsprechend einfach sind die Plots, die größtenteils Klischees bedienen.

Sinnlichere Erfahrungen: sich in die Figur hineinversetzen können

Aus der Sicht der Leser und Leserinnen ist wichtig, sich in eine der handelnden Personen hineinversetzen zu können. Das gilt zunächst für jede Kurzgeschichte, jede Novelle und jeden Roman. Je einfacher das Konzept, und je plakativer die Figuren sind, umso besser gelingt dies. Ist dien Hauptfigur eine Art Aschenbrödel, naiv, jungfräulich und unterwürfig, funktioniert das tadellos. Interessanterweise wirkt auch das Gegenteil: Frauen können sich oftmals auch in die dominante Frau hineinversetzen und die Macht genießen, die sie auf diese Weise ausüben können. Besonders wichtig ist für Frauen ganz offensichtlich, dass es sich überhaupt um eine „Story“ handelt, also nicht nur um eine Episode, in der Sexszenen aneinandergereiht werden. Werden Frauen angesprochen, so werden die sexuellen Szenen in eine Gefühlswelt eingebettet – und da gibt es kaum einen Unterschied zu traditionellen Liebesromanen. Echte Gefühle, Zwiespälte und gemischte Gefühle werden zumeist auf gängige Klischees reduziert. Auf diese Wiese riskieren die Autorinnen und Autoren nicht, dass persönliche Ängste und Unsicherheiten in der Psyche der Leserinnen und Leser wachgerufen werden.

Bei Männern ist dies ein bisschen anders, weil sie gerne auf eine detaillierte Handlungs- oder Gefühlsschilderungen verzichten. Ihnen geht es vielmehr darum, möglichst erregende sexuelle Handlungen in Folge zu lesen.

Das bewegte Bild – vom Schreiben zum Darstellen

Der Hauptunterschied zwischen einem Roman und der Verfilmung besteht darin, dass wir die Bilder der Figuren sozusagen „fertig serviert“ bekommen. Innerhalb der Pornografie haben sich die Darsteller(innen) darauf spezialisiert, nackt und schamlos vor die Kamera zu treten und dabei glaubhaft und gefühlsstark sehr intime Sexszenen zu spielen. Nur wenige der Figuren werden als „Menschen mit sozialem Hintergrund“ dargestellt – sie tauchen aus dem Nichts auf, lassen nach einigen Minuten die Kleidung fallen, absolvieren die üblichen Rituale und gehen wieder auseinander. Ausführliche, sinnliche Begegnungen werden sehr selten gezeigt – schon deshalb, weil lustvolle Dialoge fehlen, bevor es „zur Sache“ geht. Vor allem Kriminalromane, Abenteuerromane, Liebesromane und eben auch pornografische Themen werden überwiegend durch erregende optische Eindrücke vermittelt. Man sieht also mehr auf die Oberfläche und weniger auf die Gefühle.

Von der Literatur und dem bewegten Bild zurück zur Realität

Im Grunde geht es bei der „ungeschminkten“ Pornografie immer darum, körperliche Erregung hervorzurufen oder zu verstärken. Also zielen sie meist auf die Erfüllung feuchte Träume ab. Manchmal werden sie aber auch zur Vorlage für eigene Tagträume mit abweichenden Handlungen. Und letztlich versuchen manche Paare, die Szenen „nachzuspielen“.

Dabei tauchen in der Regel emotionale und physische Hürden auf. Darstellerinnen und Darsteller in erotischen oder pornografischen Filmen sind zumeist schlank und athletisch, und jederzeit bereit und in der Lage, auch die kompliziertesten Positionen einzunehmen. Liebespaare oder Ehepaare haben – jede Person für sich – sowohl körperlich wie psychisch „befangen“. Wir können getrost davon ausgehen, dass die Darsteller(innen) alles, was sie zeigen, schon einmal gemacht haben. Das heißt, sie wissen, wo ihre Scham- und Schmerzgrenzen liegen.

Die Lust sieht oft besser aus, als sie schmeckt

Zudem gibt beim „Nachspielen“ ein Problem, das selten bedacht wird: Die Erwartungen, die beide Teile des privaten Paars an die Szene hatten, werden oft nicht einmal annähernd erfüllt. Dabei spielt nicht nur die Tagesform eine Rolle, auch die Toleranzen wurden häufig überschätzt. Und was in der Theorie ganz einfach und „sauber“ aussah, kann in der Praxis durchaus Ekelgefühle auslösen – oder sogar Panik. Noch einfacher ausgedrückt: Die Lust kann leckerer aussehen, als sie schmeckt.

Nun ist keine Frage, dass viele Menschen – auch Frauen – von sinnlichen, erotischen oder pornografischen Darstellungen so stark angeregt werden, dass sie es doch gerne versuchen würden. Das gilt insbesondere dann, insbesondere dann, wenn es darum geht, die eigenen Grenzen auszutesten. Dabei werden auch immer wieder echte oder vermeintliche Tabus berührt, wie etwa Unterwerfung, Schmerzlust, Heteroflexibilität oder Sex mit mehr als zwei Personen.

Es gibt noch viele Geheimnisse - und manche Überraschungen

Bislang ist nur bekannt, dass ein relativ großer Anteil der Menschen solche lüsternen Fantasien hart – mit oder ohne Pornografie. Wie viele Paare sich wirklich an solche Aktivitäten heranwagen und in welcher Form sie diese genießen, ist hingegen noch weitgehend unbekannt.

Die meisten „gewöhnlichen“ Alltagsmenschen kommen mit solchen Themen gar nicht erst in Berührung, könnte man meinen. Doch stimmt das eigentlich wirklich?

Falls ihr Antworten darauf habt, schreibt uns oder kommentiert hier. Die Redaktion recherchiert inzwischen weiter, aber eines wissen wir schon jetzt: Es gibt tatsächlich ein paar glaubwürdige Annahmen zum Thema – und einige davon werden euch überraschen.

Die Woche: Die alten Klischees leben wieder auf

Männer wollen immer nur das Eine – Frauen, die so denken, sollten sich wirklich mal um ihr soziales, emotionales und erotisches Inventar kümmern. Klar – Männer wollen „das Eine“, das ist ihre biologische Aufgabe. Aber wenn alle Männer bei dir immer „nur das Eine wollen“, dann stimmt irgendetwas nicht. Mein Tipp: Setz dich hin und schreib mal deine „Alleinstellungsmerkmale“ auf.

Ein Lob für den unterwürfigen Mann

Es wurde Zeit, mal den unterwürfigen Mann zu loben – gleich, ob du ihn heiratest oder ihn für ein paar Spielchen einlädst. Und überhaupt – was ist daran so schrecklich, ein paar Stunden in der Woche jede Verantwortung für sich selbst abzulegen und sie der/dem Geliebten zu übertragen?

Das sinnlose Wort: Outercourse

Ich hab schon manchen Blödsinn über „Trends“ beim Sex gelesen. Einer der dümmsten ist die Empfehlung, „Outercourse“ zu praktizieren – statt „Intercourse“. Inzwischen habe ich über die Praxis recherchiert. Was dabei herauskam ist – wirklich stinklangweilig. Der beste Tipp: Billige Fummel aus waschbaren Materialien tragen und hinterher, wenn möglich, alles abduschen. Allerdings soll es auch einige Genießerinnen geben, soweit ich weiß, ist es eine Minderheit.

Verbläuen des Ehepartners als Tugend - nein, keine Satire

Heute „praktizieren“ ja viele Paare Soft-SM – aber die Hardliner nehmen „Disziplinierungen“ wirklich bierernst. Da wird die nachlässige Partnerin ebenso verbläut wie der unaufmerksame Partner. Nicht etwa fallbezogen, sondern präventiv. Zunächst hielt ich entsprechende Berichte für Satiren – aber offenbar gibt es ein einigen Ländern Menschen, die ernsthaft auf Disziplinierung der Ehepartner bestehen. In welchem Jahrhundert leben die eigentlich?

Realitätsverlust durch Medien oder konservative Rückbesinnung?

Dasselbe fragte ich mich auch bei einem äußerst merkwürdigen Bericht über das „Kennenlernen durch soziale Medien“. Offenbar geht es darum, dass indische Frauen durch ihre amourösen Internet-Aktivitäten den Bezug zur „Realität“ verlieren. Das kling ganz plausibel, aber genau genommen geht es um angebliche indische „Traditionen“, von denen immer mehr junge Frauen abweichen.

Ach ja – und die Frage „mit wie vielen Männern warst du schon im Bett?“, wurde modernisiert – und sie wird jetzt öffentlich gemacht als Body Count. Wo? Natürlich in sozialen Medien. Da musst du wenigstens nicht erröten, wenn du die Anzahl deine Sexpartner herauf- oder herunterlügst.

Beim Date hingegen macht sich das Erröten bei der Frage ganz gut – und eine hübsche Lüge aus tiefblauen Augen wird immer wieder gerne gehört.

Und ab ins Wochenende ...

Schönes Wochenende noch für euch alle – und versucht, wenigstens ab und zu mal nüchtern über Liebe, Lust und Sex zu denken. Die Liebe soll nicht von Mythen, Geheimnissen, Traditionen oder Ideologien bestimmt werden, sondern von den schönen Gefühlen, die sie uns schenkt.

Lob des unterwürfigen Mannes – nur des Mannes?

Wenn er sich unterwirft ...
In der Zweisamkeit wird die Macht gerecht geteilt. Schöne Worte, aber reine Theorie. Würde es ein Paar „aufrichtig“ versuchen, müssten beide etwas von ihren starken Persönlichkeitsmerkmalen unterdrücken und dafür schwächere einbringen. Tatsächlich funktioniert das ausgesprochen schlecht. Genau deshalb beginnt nun das Spiel, die Macht im Alltag neu oder anders zu verteilen als vorgesehen. Beide Möglichkeiten schaffen Fakten – die Partner geben in Alltagssituationen entweder nach oder sie versuchen, sich zu bemächtigen.

Historisch sind Männer mal dies, mal das

Ein historischer Rückblick zeigt: Männlichkeit war in vielen Epochen der Menschheitsgeschichte mit dem Begriff der „innigen, aufrechten Zuneigung“ verbunden. Insbesondere Künstler, vor allem die Musiker, Dichter und Denker erwiesen sich als ebenso sinnlich wie bedürftig.

Es gab Bewegungen und Gegenbewegungen. Der „He-Man“ oder auch Alpha-Mann, dessen Testosteron-Ausstoß die Fantasie weiblicher Träume beflügelte, war eine Zeiterscheinung. Der sanfte, milde und emotional zugängliche Mann eine andere. Solange eine Epoche sich dem jeweiligen Zeitgeist unterordnete, gab es Ideale und Kontra-Ideale. Doch fast immer galt: Am besten wäre All-in-One: Alles in einer Person.

Die Lust des Mannes, sich emotional völlig hinzugeben

Der Historiker Dr. Gerald Thompson bringt es auf den Punkt (Zitat)

Der unterwürfige Mann war, wie alle Ausdrucksformen der Menschheit, eine fließende Einheit, geformt und umgestaltet durch den Sand der Zeit. Das Verständnis seines historischen Kontextes ist entscheidend, um die Schichten und die Tiefe seines Lebens zu würdigen.

Was aber ist der Vorteil, unterwürfig zu sein?

Um es vorwegzunehmen: Gemeint ist nicht die totale Unterordnung. Es ist vielmehr der Vorteil, nicht direkt und unmittelbar für alles verantwortlich zu sein. Das ist im „gewöhnlichen“ Alltag kaum anders als in der lustvollen Unterwerfung. Du überlässt einem weiblichen Wesen die Entscheidung darüber, welche Lüste sie sich selbst und dir gönnen will. Oder sagen wir mal: Sie hat das Verfügungsrecht, du das Vorschlagsrecht – aber sie behält den Startknopf in der Hand und hat damit das Recht, dich zum Sex zu verführen.

Liebe als Quelle lustvoller Unterwerfung

Emotional greift die „innere Verbindung“ zwischen Unterwerfung, körperlicher Empfindung und den Gedanken an Liebe sofort. Um nochmals die Quelle zu zitieren:

Indem ein unterwürfiger Mann die Kontrolle aufgibt, drückt er sein Vertrauen in die Entscheidungen und das Urteil seiner Partnerin aus. Dieser Akt des Nachgebens kann Bindungen stärken und tiefes Vertrauen in Beziehungen fördern.
Für manche ist Unterwerfung ein Akt der Hingabe. So wie große Gesten oder bestätigende Worte für manche eine Liebessprache sind, kann Unterwerfung für andere eine aufrichtige Art sein, Liebe und Engagement auszudrücken.

Die Angst des Mannes und die Einwände der Frauen

Gewiss – manchem Mann aber auch vielen Frauen werden diese Sätze befremdlich vorkommen. Es gibt das Horrorszenario, sich zu unterwerfen und dann zwischen Angst und Hoffnung zu darben, sich selbst zu verlieren und letztlich emotional zerstört zu werden. Das allerdings setzt erhebliche kriminelle Energien oder ideologische Verwirrung bei der Partnerin voraus. Indessen sind solche Veranlagungen selten. Hier ist die Rede von Beziehungen, in denen der Mann einen Teil der „männlichen Privilegien“ freiwillig aufgegeben hat, um dem Druck zu entfliehen, ständig initiativ zu werden. Immerhin vermeidet der Mann damit die üblichen Konflikte: Will er zu viel oder zu einseitigen Sex, ist es „ihr“ nicht recht. Vermeidet er aber, initiativ zu werden, so beklagt sie sich, weil er sie nicht oft genug befriedigen will.

Was Frauen wollen – Unterwerfen? Herrschen? Verhandeln?

Die offizielle Kunde lautet: Frauen wollen sich nicht unterwerfen. Sie wollten es niemals. Entsprechende „wissenschaftliche“ Meinungen sind falsch, mit männlichem Gift infiziert. Doch das ist ebenso verlogen wie das Gegenteil. Sex setzt immer eine gewisse Bereitschaft voraus, für eine kurze Zeit Idealvorstellungen zu streichen und sich dem eigenen Körper unterzuordnen. Sex ist, was er ist – ein Vorgang, der besonderen Regeln folgt, die uns die Natur mitgegeben hat. Menschen haben die Chance, in der Unterwerfung eine unendliche Lust zu empfinden – und diese Empfindung steht allen Menschen offen, sie sich bewusst sind, was sie in diesem Moment tun.

Was Menschen aus Lust tun, kann spontan entschieden werden, verhandelt werden oder (leider auch) von menschenverachtenden Ideologien diktiert werden. Sich als Herrscher/Herrscherin über den jeweils anderen aufzuspielen, ist immer problematisch - egal, ob beim Sex oder anderwärts.

Zitate aus: enotalone

Was begeistert Männer an dominanten Frauen?

Wenn der Mann sich Dominanz wünscht ..
Bist du ein Mann? Und hast du dann und wann den Wunsch, dich einer starken, mächtigen und konsequent handelnden Frau zu unterwerfen?

Es gibt Gerüchte, wie Männer sind, die sich Frauen zu Füßen legen. Und es gibt auf der anderen Seite Gerüchte über Frauen, die besonders dominant wirken. Gemeint sind alle Frauen, die Freude an sinnlichen Rollenspielen haben, bei denen sie selbst die dominante Rolle einnehmen. Das bedeutet keinesfalls, dass sie in anderen Teilen ihrer Existenz ebenfalls dominant auftreten.

Werfen wir also einen Blick in die magische Welt der sinnlichen Illusionen. Denken wir uns einmal alles weg, was wir gehört oder vielleicht auch schon gesehen haben. Fragen wir uns einfach: Was macht eine Frau zur dominanten Persönlichkeit? Und warum ist sie dann so begehrenswert?

Dominante Frauen sind Sie außerordentlich selbstbewusst

Schauen wir uns diesmal die Frauen an. Sie sind ausgesprochen selbstbewusst – sonst könnten sie nicht so sein oder ihre Rolle so überzeugend spielen. Es ist durchaus möglich, dass dies nur Teile ihres Lebens betrifft.

Menschen, die sich unterwerfen wollen (Frauen wie Männer), erwarten nicht, dass sie ihre Partnerinnen zur Dominanz auffordern müssen und diese dann zögerlich einwilligen.

Warum dominante Frauen eher aufgabenorientiert sind

Dominante Frauen sind manchmal Führungspersönlichkeiten – aber viel häufiger sind sie aufgabenorientiert. Das heißt, sie setzen sich bestimmte Ziele, auf die sie konsequent hinarbeiten. Um dies zu erreichen, nehmen sie Eigenschaften an, die manchmal mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen übereinstimmen, oftmals aber auch nicht. Das heißt: Wenn sie eine Aufgabe übernommen haben, handelt sie ausgesprochen konsequent und ignorieren Bedenken.

Das Wundervolle an Rollenspielen ist, dass sich diese zeitlich Begrenzen lassen. Normalerweise wird die Realität in etwa einer Viertelstunde durch die Illusion ersetzt.

Wie dominante Frauen mit Emotionen umgehen

Zum Bild der Dominatrix (Domina) und jeder anderen dominanten Frau gehört, die Emotionen anderer zu verstehen. In der Regel sind sie Spezialisten im Lesen der Körpersprache. Die eignen Emotionen stellen sie normalerweise zurück – es sei denn, sie passten zur Rolle.

Verstanden zu werden ist für die unterwürfige Person eines der wichtigsten Elemente des Rollenspiels – und die Körpersprache ist dabei die häufigste Kommunikationsmethode, zumal wenn andere Möglichkeiten unterdrückt werden.

Dominante Frauen handeln, ohne zu zögern

Frauen, die Dominanz ausüben, müssen agieren – nicht reagieren. Obgleich ihnen andere oft die Limits für ihre Spiele setzen, versuchen sie, diese Grenzen zu berühren, um unterwürfige Menschen herauszufordern.

Männer erwarten von Frauen häufig mehr Initiative beim Sex und bei allem, was dem Sex gleichkommt. – also auch bei Rollenspielen. Und die Konsequenz der dominanten Frau sorgt dafür, dass bis zum Ende begeistert gespielt wird.

Im Spiel mit der Dominanz sorgen Frauen für Magie

Die wirklich guten dominanten Rollenspielerinnen verstehen sich darauf, eine magische Faszination zu erzeugen. Dabei werden sie selbst, der unterwürfige Mitspieler und mögliche Zuschauer(innen) Teil einer fremden, faszinierenden Realität.

Wer einmal erlebt hat, wie Menschen so überzeugen in ihrer Rolle sind, dass sie andere absolut mitreißen können, wird wissen, wovon ich rede. Dabei muss es sich nicht um irgendetwas „Erotisches“ handeln. Aber das Spiel ist neben dem Kostüm und der Umgebung das wichtigste Element, um sich selbst, die andere Person oder eventuell anwesende Zuschauer vollständig in die Illusion einzubeziehen.

Und Du?

Du bist als Leser(in) der Souverän oder die Souveränin in der Welt der Lust. Also ist deine Meinung gefragt, wenn du eine Speilerin oder Spieler in der Welt der sinnlichen Dominanz bist.

Hinweis: Dieser Blogbeitrag ist eine Gemeinschaftsarbeit mehrerer Autoren/Autorinnen.
Bild: Nach einer Zeichnung aus Japan, ca. 1950er Jahre

Warum lassen sich Männer dominieren?

Durch Strenge Strenge und Erniedrigung Erleichterung bewirken?
Wenn du die Frage, welche Männer sich dominieren lassen und warum sie das tun, gibt es drei mögliche Quellen, um in die Nähe der Wahrheit zu kommen.

1. Es ist jederzeit möglich, Beiträge der Fachleute lesen, die „über“ solche Verhaltensweisen Bescheid wissen.
2. Du kannst diejenigen Männer befragen, die sich solchen Prozeduren unterwerfen.
3. Es ist aber auch möglich, die Frauen zu fragen, die Männer professionell oder in privaten Beziehungen dominieren.

Nie sollst du sie befragen ...

In der Praxis ist es so: Redakteurinnen und Redakteure verlassen sich am liebsten auf Fachleute, in diesem Fall also vor allem Psychiater und Psychotherapeuten. Fall dies nicht ausreicht, greifen sie auf Artikel anderer Autoren zu, die aus der BDSM-Szene stammen oder etwas aus diesen Kreisen erfahren konnten.

Die Männer, die es tun, sind in der Regel aus nahe liegenden Gründen schweigsam. Außerdem ist es sehr kompliziert, die Unterwerfung zu genießen und sie zugleich zu beobachten. Obgleich sie die „authentischsten“ Quellen darstellen würden, sind ihre Aussagen in der Praxis unzureichend oder nicht sachlich genug.

Im Grunde bleiben die Frauen übrig, die als dominante Person eine wesentlich bessere Beobachtungsposition einnehmen können. Hinzu kommt, dass sie „abgebrüht“ genug sind, um eigene Emotionen in den Hintergrund zu drängen. Doch bei ihnen spielt der Rotlicht-Effekt eine Rolle: Jemand, der offiziell zum „Milieu“ gezählt wird, ist keine verlässliche Quelle.

Die Motive - werden Männer selbstbewusster durch professionelle Erniedrigungen?

Um aus dem Dilemma herauszukommen, muss man dreierlei betrachten: Erstens die Motive der Männer, zweitens ihre Wünsche und drittens, warum die Peinigerin um jeden Preis eine Frau sein soll.

Unter den Wünschen spielen verbale Erniedrigung, körperliche Erniedrigung und Körperstrafen eine große Rolle.

Begründet wird das so:

Indem sie sich der Macht einer Frau ausliefern und jegliche Kontrolle aufgeben, können diese Männer wirklich „loslassen“ und sich in einer Kunstform des „Hier und Jetzt“ zu existieren. Im Land der Verlierer zu sein, enthebt sie jeder Verantwortung und jeder Kontrolle über die Situation.

Berichtet wird noch von einer ganz anderen Motivation: Obgleich diese Männer ein äußerlich stabiles „Selbstwertgefühl“ haben, fürchten sie doch die Möglichkeit, abzustürzen. Wenn sie nun in einer Sitzung mit einer strengen Dame als „Verlierer“ bezeichnet werden, dann können sie diese Gefühle sozusagen „im Labor“ abarbeiten. Das heißt, sie können auf das dünne Eis gehen, ohne Gefahr zu laufen wirklich einzubrechen.

Das Spiel mit der Macht - ein Grundsatz der Unterwerfung

Solange es um verbale Demütigungen geht, gelten folgende Sätze, die sozusagen aus einem „Lehrbuch“ über Dominanz stammen: (1)

Die dominante Frau hat die Macht, Grenzen auszutesten und gegebenenfalls im Rahmen der Vereinbarungen zu überschreiten. Der unterwürfige Mann bekommt die Möglichkeit, intensive Empfindungen und Emotionen in einer sicheren und kontrollierten Umgebung zu erleben.

Das alles klingt nicht unvernünftig. Andererseits werden in derartigen Beziehungen nicht ausschließlich verbale Demütigungen benutzt, sondern auch Handlungen, Körperhaltungen und Verfahren ausgetestet, die alles andere als alltäglich sind. Nacktheit und Körperhaltung, das Tragen von Frauenkleidern, körperliche Erniedrigungen anderer Art, Bewegungseinschränkungen und andere Rituale sind oftmals Mittel, um besonders starke Emotionen zu durchleben. Auch die körperliche Züchtigung ist nicht ganz aus der Mode gekommen, besonders die Arten, die besonders konsequent ausgeübt werden sollen.

Wieder stellt sich die Frage nach den Gründen - und wieder gibt es keine Antworten darauf.
Sicher ist nur, dass sich die Männer durchaus darüber klar sind, dass sie sich in einer Ausnahmesituation befinden. Dennoch suchen sie die kleinen Sensationen, die ihnen diese Spielformen der Lust bieten.

Bleibt die Frage: Warum die Peinigerin oder Helferin bei der Verwirklichung der sinnlichen Wünsche eine Frau sein muss. Obgleich dies nie ganz klar wurde, warum das so sein „muss“, ist es für einen Mann ausgesprochen erregend, von einer schönen, selbstbewussten, gebildeten und erfahrenen Frau gedemütigt oder geschlagen zu werden.

(1) Das Zitat ist authentisch, stammt jedoch stammt aus einer Quelle, die hier nicht genannt werden kann.
Bild: Liebesverlag-Archiv © 2024