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Ist anal wirklich so toll?

Irgendwie anregend - aber ist anal eigentlich empfehlenswert?
Ist anal wirklich so toll? Keinesfalls, wie wir gerade hörten. Nur 10 bis 15 Prozent der ganz gewöhnlichen Paare tun es. Und selbst wenn sie’s tun, dann passiert es nicht so häufig. Vaginal ist einfach toller – und es erfordert weniger Vorbereitungen. Doch es gibt eine wohlbekannte Ausnahme, über die allerdings mehr geschwiegen als geredet wird: Passiver Analverkehr beim Mann kann sensationell sein.

Und wenn es doch sein muss?

Anale Lust ist nicht an den Penis gebunden – das glauben allerdings die meisten Leute, die darüber reden. Und sobald der Penis ist Spiel kommt, glauben die Leute kompetent zu sein, die „übliche Ratschläge“ geben, wie ein Penis problemarm den Weg „hinein“ findet. Doch oftmals reicht auch ein behandschuhter Finger oder ein Dildo, um das passive Vergnügen auszulösen. Vor allem ist wichtig: viel, viel Schmierstoff (Gleitmittel). Der Unterschied zwischen Frau und Mann beim passiven Analverkehr: Der Mann empfindet doppelt – einmal beim Eintritt des Fingers oder P-Punkt-Dildos, dann aber auch an der Prostata. Und da geht’s der Gans dann eben nicht wie dem Ganter – denn die eigentliche Sensation erlebt nur der Mann. Ob er die dabei entstehenden Gefühle als erschreckend, schmerzlich, interessant oder lustvoll empfindet, ist offen. Tatsache ist: Die Lust daran hat Potenzial, weil die Prostata extrem berührungsempfindlich ist. Und auf sie wird (über den Darm) beim Mann Druck ausgeübt.

Mehr bei GOOP im Interview mit Paul Joannides.