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Unbeschnitten

Viele Frauen in Europa wissen nicht um den Unterschied im „Feeling“ zwischen einem beschnittenen Penis und und einem unbeschnittenen. Anders in Teilen der USA: Dort gibt es wahrlich Frauen, die noch nie einen „unbeschnittenen“ Penis gesehen oder gefühlt haben.

Das an sich wäre ja keine Notiz wert, aber interessant ist, dass es dort Naturform-Dildos in zwei Ausführungen gibt: mit Vorhaut-Nachbildung („uncut“) und ohne. Offenbar ist das „Feeling“ deutlich spürbar. Man lernt jeden Tag dazu.

Männer: Wenn sie Sex in ihren Körpern erlauben

Warum Männer Sex als etwas sehen, was stets nach außen geht, warum sie verabscheuen, „genommen“ zu werden, und warum einige Männer es trotzdem lieben.
Nur mit Frau erwünscht: die Lust am Neuen

Bei Männern „passiert“ Sex eigentlich immer außerhalb ihrer Körper. Das Einzige, was sie möglicherweise noch aufnehmen, sind Zungen – weibliche Zungen, versteht sich. Männer haben eine an Hysterie grenzende Angst davon, Zungenküsse mit anderen Männern auszutauschen, finden aber nichts dabei, anatomisch identische Zungen von Frauen in ihre Münder zu lassen, um sich erotisch aufheizen zu lassen.

Neue Erfahrung: Wenn sich der Mann vorbereiten muss

Junge Männer müssen sich selten auf Sex vorbereiten – sobald sie in eine Situation kommen, in der sie sexuell erregt werden, versteift sich ihr Penis. Ältere Männer wollen zumeist verführt werden – was Frauen übrigens selten einsehen. Sie brauchen eine längere „Einstimmzeit“ auf Sex, die teils biologisch bedingt ist, teils aber auch auf mehr Lust am Genuss zurückzuführen ist.

Im Körper etwas geschehen lassen - unmännlich?

Was ist nun, wenn Sex bei Männern „im Körper“ passiert? Wenn sie in der einen oder anderen Art „genommen“ werden? Rein pragmatisch gesehen sind es die Vorbereitungen, die sowohl am Körper wie auch an den Emotionen vorgenommen werden müssen. Wen das an Frauen erinnert, der liegt richtig: Die meisten Frauen wünschen sich eine gewisse Vorbereitungszeit, um sich körperlich und emotional auf Geschlechtsverkehr einzustellen. Wenn Männer Sex „im Körper“ haben wollen, müssen sie sich ebenfalls vorbereiten, oder (besser noch) sich darauf vorbereiten lassen.

Dazu gehört, niemals „brutal“ genommen zu werden. Das erste Mal einen Eindringling in sich zu spüren, und sei er auch nur ein Finger, ein dünner Dildo oder ein winziger Pfropfen (Analplug), ist auf höchste erregend und in der Regel mit Ängsten besetzt. Was viele Frauen nicht wissen: Die Untersuchung der Prostata bei Mann erfolgt durch den Enddarm, und dabei entstehen zwei Mal eigenartige Gefühle: einmal beim Eindringen des Fingers durch den Schließmuskel und dann, intensiver und zunächst meist schmerzlich, an der Prostata.

Verwirrende Gefühlswelt rund um die Prostata

Diese Gefühle sind so verwirrend, dass ein Teil der Männer sie gerne vertiefen würde, während andere allein der Gedanke daran erschrecken lässt. Wie auch immer: Für einen Mann ist absolut ungewohnt, dass jemand oder etwas in ihn eindringt, ihn „nimmt“ und dabei sinnliche Gefühle erzeugt.

Die weitaus meisten Männer, die „anal passive“ Erfahrungen haben, wie das Fachwort dafür heißt, lassen sich nicht von anderen Männern anal verwöhnen. Sie lassen sich vielmehr von professionellen Dominas, gelegentlich aber auch durchaus von engen Freundinnen, mit Dildos beglücken. Viele Dildos lassen sich ausgesprochen gezielt anwenden, um den „männlichen G-Punkt“ zu treffen, besonders sehr genussfähige Männer lieben es, wenn sich die Hand der Frau und der Dildo die Arbeit an der Lust teilen. Andere wollen bewusst „hart genommen“ werden und bevorzugen die Variante, von Frauen mit einem Hilfsgerät „anal genommen zu werden“, wobei die Frau mit dem Becken stoßende Bewegungen ausführt. Das entsprechend Gerät kann sogar über Jeans getragen werden – es besteht für die Frau also keine Notwendigkeit, sich zu entblößen.

Warum Männer die Lust im eigen Körper spüren wollen


Die Frage nach dem „Warum“ lässt sich relativ leicht beantworten: Das Gefühl der direkten und unmittelbaren Prostatastimulation, verbunden mit anderen sexuellen Aktivitäten, ist unglaublich erregend. Ist die Schranke, anal verschlossen zu sein, erst einmal überwunden, so sin die Schleusen für den Genuss weiterer analer vergnügen zumeist geöffnet. Man sagt ja, dass „verbiesterte“ Männer „den Hintern zusammenkeifen würden“. Ob es wirklich wahr ist, dass die Männer sich wohler fühlen, wenn Sie keine Angst mehr vor analen Genüssen haben? Möglicherweise ja. Frauen, die erproben wollen, ob ihre Männer entsprechende Bedürfnisse haben, sollten zunächst einen Finger mit reichlich Gleitcreme nutzen – einfach mal so, beim gewöhnlichen Sex. Wenn sein Po den Finger liebt, wird er auch zugänglich für weitere anale Lüste sein.

Weiter führende Informationen: Eine bessere Welt durch Analverkehr? und "Sich öffnen und etwas bekommen".