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Sexuelle Ausrichtung - orientiert, auf dem Weg oder schwankend?

Hetero - oder wohin führt der Weg?
Die meisten Menschen haben gegen Mitte 25 ihre sexuelle Orientierung gefundene, die sie bis ins hohe Alter beibehalten. So einfach, wie sich das manche Menschen vorstellen, ist die Festlegung aber nicht.

Denn die sexuelle Orientierung umfasst viele Aspekte des Lebens, zum Beispiel, wir wir uns einschätzen, also beispielsweise auf „Straight“ (heterosexuell) Gay (homosexuell/lesbisch) oder Bi (unentschieden, wechselnd). Heute sieht die Einschätzung etwas anders aus: Jemand kann durchaus heterosexuell sein und zugleich von der erotischen und/oder sexuellen Ausstrahlung des gleichen Geschlechts angezogen sein.

Frauen differenzieren stark - nur knapp drei Viertel sagen: Ich bin Straight

Vor allem Frauen differenzieren – sie schätzen sich etwa nach einer neuen Studie zu 74 Prozent als „hetero“ ein, aber immerhin jede zehnte Frau gab an, zwar überwiegend heterosexuell zu sein, aber sich nicht immer daran zu halten. Bei 7,5 Prozent der untersuchten Frauen zeichnete sich eine deutliche bisexuelle Neigung ab, und bei nur 1,5 Prozent eine ausgeprägte lesbische Neigung. Etwa sieben Prozent wollten sich gar nicht festlegen, wie ihre sexuellen Neigungen überhaupt nur minimal ausgeprägt waren.

Das Problem bei derartigen Befragungen besteht darin, dass sich junge Menschen heute durchaus als „heterosexuell“ empfinden, aber zugleich eben doch intime Beziehungen zum gleichen Geschlecht unterhalten. Ob dahinter eine Art „offizieller Identifizierungszwang“ steckt, um sich sozial klar abzugrenzen, ist nicht bekannt. Sicher ist aber, dass Ergebnisse umso fragwürdiger sind, je weniger Varianten, Aspekte oder Facetten als Antworten zulässig sind.

Für die Studie wurden 12.000 Studenten untersucht.

Quelle: Eurekalert

Mythos fünf: Sanfte Männer sind potenziell bisexuell

Ein sanfter Mann ist oft liebevoller als ein harter Mann
Ach ja: Der Mann muss hart und zupackend sein, darf nicht lange fackeln, bevor die Couch bebt, muss immer einen steifen Penis haben, wenn die Frau Lust hat – aber er soll sanft, verständnisvoll und fürsorglich sein. Diese idiotische Sichtweise wird fast jeder Junge einmal gehört haben: Mütter, Schwestern, Tanten und Cousinen reden auf ihn ein, sanft und zärtlich zu sein, wenn er eine Frau zu lieben wünscht. Und die realen Frauen, die er trifft, die ja ebenfalls Mütter, Tanten, Schwestern oder Cousinen von jemandem sind, lachen ihn aus, wenn er dilettantisch, sanft und zögerlich um erotische Zugeständnisse buhlt.

Trotz solcher negativer Erfahrungen bleiben sanft Männer sanft, und nach und nach lernen sie, wann, wie und wo sie auch damit punkten können. Es sind Männer, die ihren Körper ein bisschen mehr lieben als andere Männer, die ihre Körper quälen und zermartern. Und es sind Männer, die gerne Zärtlichkeiten und Verführungen erleben möchten. Manche von ihnen verfallen dabei manchmal der offensivenVerführung eines Mannes und mal der sanften Süße einer Frau. Dies als „bisexuell““ zu bezeichnen, ist albern.

Wie auch immer - die meisten legen Härte nach – und behaupten sich in der Welt der heterosexuellen Beziehungen, in der von Männern das große Repertoire aller Tugenden und Untugenden erwartet wird. Immerhin reicht es von „mach mir den Hengst“ bis zu „Ach, könnest du mal dem Lütten die Windel wechseln.“

Um es klar zu sagen: Männer sind nicht schwul, weil sie gelegentlich „weichlich“ sind, oder empfänglich für Zärtlichkeiten, weiche Stoffe auf der Haut oder Süßigkeiten auf der Zunge. Wer schwul ist, ist es ganz und gar – und er kann ein Muskelprotz oder ein Hänfling sein. Richtig ist: Männer sind, was sie sind – mal empfindsam, mal empfindlich, mal abwägend und mal zupackend.

In der Welt der Mythen und Halb-Mythen werden Sie immer wieder finden, dass Frauen „mehr Nervenenden“ hätten als Männer, dass ihr Körper druckempfindlicher und sensibler sei, mehr erogene Zonen hätte und ganz generell eben auf Empfindsamkeit ausgerichtet wären. Selbst wenn das stimmen sollte, heißt dies nicht, dass sie dies „im Gegensatz zu Männern“ sind. Würde man wirklich ernsthaft vorgehen, würde man bald feststellen: Jeder Mensch hat eine sensible Haut, und manche Berührungen werden durch das Gehirn (und nicht etwa durch die Nervenenden) als sensibel und erotisch wirksam interpretiert. Die Frage, ob Frauen wirklich „schmerzempfindlicher“ oder (daraus abgeleitet) auch generell gefühlsintensiver sind, wird damit nicht beantwortet.

Also: Machen wir Schluss mit dem Mythos, sanfte Männer seien latent schwul, bisexuell oder „Weicheier“. Er ist etwas für die Dummen unter den Frauen – und erst recht unter den Männern.

Bild: Aus einer historischen Novelle, Ausschnitt.
mythos mannZum Thema: "Mythen über männliche Sexualität" erscheinen weitere Folgen.

Nicht nur beim Dating: kein Wort über Sex?

Es ist kein Wunder, dass so viele Blogger(innen) so besorgt um die Bewahrung ihrer Anonymität sind. Denn wären sie es nicht würden sie angemacht und angefeindet.

Es ist nicht das Sein. Niemand bezweifelt, dass die Frauen, die in Blogs schreiben, sexuelle Persönlichkeiten sind. Es geht um den besserwisserischen Mob das draußen. Von „schau mal, was die Schlampe schreibt“ bis hin zu: „Das gehört doch auf den Index“, sind sich alle Misanthropen, Moralisten und Weltenretter einig: Da ist eine Frau (oder ein Mann) im Sack, da müssen wir draufhauen. Und wenn eines dieser Krokodile mal an die Rampe getreten ist, dann helfen Suchmaschinen und soziale Netzwerke sofort, die gottverdammten Lügen über die ganze Welt zu verbreiten.

Also: Redet nicht über Sex. Männer können es vielleicht tun. Frauen nicht. Wenn eine Frau wie seine Sau schwitzt, so wurden wir einst belehrt, schwitzt sie nicht wie eine Sau. „Männer transpirieren vielleicht, aber eine wohlerzogene junge Dame fühlt sich ein wenig heiß“. Nun gut. Wir haben verstanden. Wir wissen: Frauen machen sich’s nicht selbst. Männer masturbieren vielleicht, aber Frauen gönnen sich bestenfalls „ein kleines Vergnügen zwischendurch“.

Am besten ist immer, sich in jeder Hinsicht bedeckt zu halten: Vorsicht mit Fotos, auch dann, wenn sie „brav“ sind. Wenns schon Fotos sein müssen, dann bitte das Gesicht nicht zeigen … und alle Merkmale wegretuschieren, die auf die Identität hinweisen. Das Geburtsdatum? Niemand muss wissen, ob du gerade 18 oder bereits 80 bist.

Deine Identität ist ein Teil der Medaille. Deine Figuren sind eine andere. Früher oder später glaubt aber jeder Idiot, du wärest die rothaarige, mannstolle Heldin um die 40, die den anderen die Butter vom Brot nimmt. Oder das blonde Escortgirl von blutjungen 21, das für Partys von Top-Managern gebucht wird. Oder vielleicht die bisexuelle Frau mit der Rattenfrisur, die unbedarften jungen Frauen die Tonleiter der Lust beibringt. Und selbst, wenn sie das nicht denken sie, dann fragen sie sich, ob du ein krankes Hirn hast, das sich „so etwas“ ausdenkt.

Gute Mädchen reden nicht über Sex, schreiben nicht über Sex und vollziehen Sex bestenfalls mit dem Ehemann – wenn überhaupt. Und weil das so ist, gehörst du, die du über Sex schreibst, zu den bösen Mädchen. „Du Schlampe! Bist selbt verdorben und verdirbst andere!

Ja, stell dir mal vor, jemand liest das und macht das nach – das wäre ja schrecklich – Kind, hast du denn kein Ehrgefühl?“ Sätze wie diesen kennt wahrscheinlich jede und jeder. Und wenn’s jemand nachmacht? Zumeist wäre das doch nicht so schlimm, oder?

Kein Wort über Sex. Eine recht gute Freundin sagte einmal: „Rede nicht lange, küss ihn einfach nieder.“ Beim Date, das weißt du so gut wie ich, geht alles. Verführen, verführen lassen – und am Ende behaupten, alles sei so zufällig über dich gekommen.

Nur … ob das gut ist?

Ich weiß nicht so recht. Eine(r) muss doch über Sex reden. Wenigstens, wo es stattfinden soll und ob er ein Kondom dabei hat.

Warum wurdest du eigentlich nicht bisexuell?

Sich einfach verführen lassen ... oder lieber nur davon träumen?
Du kannst jemanden fragen, wie er entdeckt hatte, dass er „schwul“ oder „lesbisch“ ist. Du kannst kaum jemanden fragen, warum er heterosexuell wurde – und die Frage st auch ganz dumm. Aber: Warum wurdest du eigentlich nicht bisexuell?

Die Frage ist einfach zu beantworten, wenn man eine lineare Entwicklung nahm: einen Freund zu haben war gut für das Ansehen, und so schlecht war der Sex mit einem Mann auch nicht. Und du konntest masturbieren, was auch ziemlich aufregend war.

War das bei dir so?

Manchmal sagen Leute: je älter du wirst und je mehr du dich darauf festlegst, zu genießen, kommt es nicht mehr drauf an, wer dir Lust bereitet, Hauptsache sie gefällt dir. Ich denke, meistens ist es Zufall, dass dir eine Frau gefällt, eine Stimmung für Lust entsteht und jemand von beiden, die initiativ ergreift. Das höre ich jedenfalls immer wieder.

Die Frage ist, wie du dich fühlen wirst. Vorher, während du es durchlebst, und hinterher.

Ein Medizin-Professor hat mir mal gesagt: „Wenn Sie sündigen, tun sie es schamlos und genießen Sie es.“ Na ja, das galt für das Essen. Aber gilt es nicht auch für die Lust auf andere Körper?

Eigentlich schon. In einem BLOG findest du einen Beitrag zum Thema, in dem die Zweifel an der eigenen Heterosexualität angesprochen werden. Und wenn frau nicht heterosexuell ist und auch nicht lesbisch, ist sie dann Bi? Oder nur Bi-neugierig?

Die Bloggerin stellt sich darin die Frage, ob sie ihre sexuelle Etikettierung ändern muss, wenn sie Frauen liebt, und sie antwortet anderen (und sich selbst) so:

Ich sage ihnen, sie sollten sich keine Sorgen machen … es gibt keinen Grund, sich an eine Etikettierung zu halten, wenn es nur ein Teil deiner sexuellen Reise und Reife ist.


Wenn wir Lust einmal von „Geschlecht“ trennen, werden wir sowieso finden, dass wir im Grunde alles sinnlich empfinden können, wenn es schön, erregend und sicher ist. Wissen wir das nicht längst, wenn wir unseren eigenen Körper genießen?

Was meint ihr?

Zitat: Simply Oloni Blog

Worüber müssen oder sollten wir schreiben?

Lustvoll nackt sein oder sich der Nacktheit schämen?
Worüber müssen oder sollten wir schreiben? Dies ist die Frage aller Fragen, die wir uns jedes Jahr neu stellen, und zwar in dieser Reihenfolge:

1. Worüber müssen wir schreiben, um alle zu erreichen, die aus Lust lieben?
2. Worüber sollten wir schreiben, um die 50 Prozent zu erreichen, die von Lüsten träumen, die nicht ganz in den erotischen Vanille-Bereich passen?
3. Worüber sollten wir nicht mehr schreiben, weil mehr als drei Viertel der Bevölkerung das Thema als „Perversion“ ansehen würden?

Die Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Aus der Boulevardpresse wissen wir, dass die Schauspielern XYZ erst interessant wird, wenn sie eine „schräge Affäre“ hat, sich als „lesbisch“ bezeichnet oder ihre Nippel zeigt - aber das wollen wir nun wirklich nicht nachvollziehen.

Auf der anderen Seite springt bei Frau Mustermann schon die Sicherung heraus, wenn wir über die Lust am Oralverkehr schreiben. Diese öffentliche Moralinhaltung entspricht zwar nicht den feuchten Träumen, die sie sich in Begleitung ihres Vibrators holt, macht sich aber öffentlich ausgezeichnet: Oh, wie tugendsam ist sie doch …

Also: was sollen wir, was können wir schreiben?

Die Formel ist einfach: Wenn unter Frauen und Männern gemeinsam mindestens 50 Prozent Interesse besteht, weil diese Leserinnen und Leser selbst von etwas träumen, dann schreiben wir immer darüber.

Die Frage wäre natürlich: Welche erotischen Themen oder Liebesfragen wären das?

Mainstream: Lust inklusive Oralverkehr

Grundsätzlich trifft dies bei allen Fragen zu, die sich um das Kennenlernen, gegenseitiges Beschnüffeln und erste sexuelle Erfahrungen sowie Verhütung und Gesundheitsvorsorge drehen. Diese Themen sind ganz normal, und Liebe, Lust und Leidenschaft als solche werden von 90 Prozent der Menschheit gewünscht. Erstaunlicherweise liegt das Interesse am Oralverkehr ähnlich hoch, gefolgt vom Handverkehr. Gerade beim Handverkehr ist die Übereinstimmung zwischen Frauen und Männer am stärksten.

Häufige Wünsche: Abenteuer, BDSM und Nervenkitzel

Die üblichen Wünsche, Sex in erregenden äußeren Situationen zu genießen, sich von völlig Fremden verführen zu lassen oder auch völlig Fremde zu verführen, sind die Themen, die immerhin noch 50 Prozent Interessieren. Die Überraschung: In diesem Bereich liegen auch die grundlegenden SM-Erfahrungen, also zu dominieren oder dominiert zu werden, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung. Selbst Fesselungen (passiv) liegen noch in diesem Bereich.

Wunschkonzert im Mittelbereich

Im Mittelbereich, also dem Bereich zwischen 50 und 25 Prozent sowie in Bereichen, in denen Frauen- und Männerwünsche stark voneinander abweichen, gehören vor allem Triolen (Threesomes, Dreier) und Partousen (Gang Bang, Gruppensex). In diesen Bereich fallen auch große Altersunterschiede, Sex zwischen unterschiedlichen Ethiken, gleichgeschlechtlich Kontakte und und Analsex.

Der Übergang zu den No-Gos

Hart an der Grenze liegen alle Praktiken, die als peinlich empfunden werden, und dazu gehört sogar die Nacktheit, der Fetischismus, der Hang zur Kleidung des anderen Geschlechts und der „Natursekt“. Bei Frauen wird vor allem extreme weibliche Dominanz abgelehnt – einen Partner oder eine Partnerin aus Lust zu schlagen, kommt also auch dann nicht infrage, wenn Lust daran besteht, selbst geschlagen zu werden. Männer zeigen deutliche Ablehnung bei allen Arten von bisexuellen Beziehungen, sei es im Duo oder in Gruppen, und gleich, welche Art de Betätigung ihnen abverlangt wird.

Warum es dennoch andere Themen gibt, die interessieren

Allerdings sind die „allgemeinen Interessen“ und auch die „Wunschvorstellungen“ nicht unbedingt ein Maßstab für das Interesse, denn die Nacktheit anderer, die Praktiken anderer und die Fetische anderer interessieren sehr wohl.

Daher kommt es, dass sich viele Frauen und Männer gerne am „Fremdschämen“ (lesen über Nacktheit, nackte Menschen ansehen) ergötzen, aber sich selbst nicht nackt zeigen wollen. Aus dem gleichen Grund sind Vanille-Themen wie „PiV“ kaum noch interessant: Was man selber haben kann und wo man sich auskennt, interessiert kaum noch jemanden.

Wir sagen Ihnen gerne, ob und wie wir Ihre Themen aufbereiten können und hoffen, dass Sie uns Anregungen geben, was Sie gerne lesen würden. Für die „Lust an der Vanille“ ist immer interessant, wie sich der Körper des anderen (oder auch der eigene) entdecken lässt. Von der Zunge bis zum Zeh – erotisch kann eigentlich alles am menschlichen Körper sein.

Hinweis: wir benutzten verlässliche Zahlen über erotische und sexuelle Wünsche., keine Fantasiezahlen. Bild: Teil einer Buchillustration)