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Qualantäne

Quälende Zeiten
Qualantäne gefällig? Die Dame sieht nicht so aus, als ob sie sehr zugänglich wäre.

Wir haben uns übrigens die Mühe gemacht, einmal festzustellen, mit welchen Fotos Damen für Dominanz und Unterwerfung werben. Ihr dürft gespannt sein. Bisher wurden 150 Fotos bewertet, die aus einer Sammlung stammen.

Dabei wurde nicht berücksichtigt, ob die Damen für sich selbst warben, oder ob sie einfach Modell standen, um Männer zu verlocken.

Das Ergebnis ist überraschend - so viel verraten wir schon mal. Das Foto oben wurde natürlich nicht mitbewertet. Wir wissen nicht einmal woher es im Original stammte - es handelt sich um eine Bearbeitung eine schlechten Scans,

Welche Maske trägst du zum Date?

Maske und Erotik - Judah und Tamar als orientalisches Paar
Heute habe ich fein die Ohren gespitzt, als eine Expertin über Masken sprach. Also – zu einer wirklich gepflegten Dame gehört keine Einmal-Maske, grün, es sei denn, du würdest einen Fetischisten treffen, der auf OP-Masken steht. Passt aber wirklich nur zum Krankenschwesternkostüm.

Spaße weg – ernst herbei – welche Maske, die zugleich schützt und anregt, solltest du tragen?

Das wichtigste: Unter der Maske atmen können

Natürlich sollte sie schützen – aber das reicht nicht, um dein Gegenüber zu bezaubern. Dann solltest du – wirklich – durch sie atmen können. Am Markt waren (und sind) zahnlose Masken, durch die du kaum Luft bekommst und deren Stoff stinkt. Bist du Brillenträgerin? Dann achte darauf, dass deine Brille nicht jedes Mal beschlägt, wenn du ausatmest – du solltest dein Gegenüber ja in jedem Fall ansehen können, oder?

Farben oder Symbole?

Ich habe gestern beobachtet, dass eine Dame eine kanarienvogelgelbe Maske trug – passen zum überwiegend gelben Outfit. Ton-in-Ton geht immer, die Komplementärfarbe auch, ansonsten könnt ihr euch an Haarfarbe und Hauttyp orientieren – erlaubt ist, was gefällt. In einer Zeitschrift sah ich eine Maske aus „Schottenstoff“ – passte zum Schottenrock, der zwar gerade nicht „in“ ist, erotisch aber durchaus interessant. Auch Super und unheimlich erotisch: ein Kussmund auf der Maske.

Die Sache mit „hier nicht küssen“ hatten wir hier ja schon mal – Wagemut ist nötig, um so etwas zu tragen – und du brauchst jemanden, der die so etwas herstellt. Ist immer gut, Leute zu kennen, die eine Nähmaschine bedienen können.

Verlockende Augen

Wenn eine Maske nicht für sich selbst spricht, gibt es nur eines: die Augen nachschminken, und vor dem Spiegel üben, wie die mit den Augen verführen kannst, während du die Maske trägst. Das hängt mit der Mimik zusammen, die nicht vollständig „rüberkommt“, wenn du eine Maske trägst. Flirts mit Maske gehen also „über die Augen“.

Nichts als eine Maske? Für die Verführung zu Hause gar nicht schlecht, aber dann musst du ja den „Mindestabstand“ einhalten – außer, du wohnts mit deinem Liebsten zusammen.

Verschleiert zum Date?

Oh, Maske – Verschleierung, Vermummung? Fällt euch da eventuell der Orient ein? Eine der erotischsten Szenen des „Alten Testaments“ hat der Maler Horace Vernet 1840 festgehalten, ganz auf „orientalisch“ interpretiert und dabei gezeigt, dass eine Maske nicht davor schützt, erotisch anziehend zu sein – sondern eher im Gegenteil. Es handelt sich um einen relativ kleinen Ausschnitt. Das Originalbild ist in London in der Wallace Gallery zu besichtigen.

Fallen für den Durst nach Lust - Thirst Traps

Ein Comic - aber bestimmte eine schöne Frau
Einer der wenigen Orte, an dem die Welt noch „in Ordnung“ ist, und in der alle Vorurteile bestätigt werden, ist Instagram. Männer und (insbesondere) Frauen müssen schön sein. Besser noch so verführerisch, dass du den Bildschirm ableckst.

Das Phänomen, von dem derzeit geschnattert wird, heißt „Durstfallen“, oder auf Englisch "Thirst Traps“.

Durstige Männer und verlockende Frauen

Ich erfahre, dass es darum geht, mit Menschen in Kontakt zu bleiben (oder zu kommen), mit denen du entweder geflirtet oder gevögelt hast - oder mit denen du gerne Vögeln würdest. Die „Thrist Traps“ sind Fotos, und die Frauen und Männer, die sie „posten“ sollen angeblich jeden Tag überprüfen, wie viele lechzende (potenzielle) Liebhaber diese Bilder gesehen haben.

Lechzende Fans und ihre Prinzessinnen

Wer ein einziges Mal so ein Foto sieht, ist nicht interessant für die „Fallenstellerinnen“. Erst wer mit hängender Zunge und triefendem Speichel vor dem Bildschirm lechzt, wird wahrgenommen und ist damit in der „Mausefalle“ seiner Begierden. Angeblich soll dies für emotional „gesunde“ Menschen ganz OK sein - sowohl für die Fallenstellerinnen wie für die Maus-Männchen, die vom Speck naschen wollen. Probleme soll’s aber geben, wenn sich die lechzenden Interessenten eine Beziehung wünschen. Sich als Prinzessin zu fühlen, weil die Fallenstellerin von so vielen Männern (wie wir hörten, auch von vereinzelten Frauen) begehrt wird?

Geld ist kein Tabu

Es gibt eine Geschichte, in der erläutert wird, wie sich dergleichen „monetarisieren“ lässt, sprich: wie es eine Frau geschafft hat, einen extrem notgeilen Mäuserich um 100 US-Dollar zu erleichtern. Die allerdings erzählen wir hier nicht. Sie wurde (in englischer Sprache) auf „Vice“ erstellt. Der Artikel ist NSFW, aber er enthält keine „versauten Bilder“, sondern nur Nacktheit.

Und ein Teil unserer Informationen haben wir von „Dmarge“ sowie einer Dame, die selber keine Fallen stellt, aber sich doch irgendwie dafür begeistern könnte.

Prognosen über Dating nach der Corona-Krise - der übliche Unsinn

Spekulieren über die Zukunft
Was wird es geben, mehr Geilheit oder mehr Ernsthaftigkeit bei der Partnersuche nach der Corona-Krise? Und wird wirklich alles "besser" werden? Die Glaskugel-Fraktion jedenfalls ist gerade dabei, eine schöne neue Welt zu suggerieren. Und die Warner werden kaum gehört.

Würde man den sogenannten „Experten“ Glauben schenken, so hätten die Kontaktverbote und Kontakteinschränkungen in jedem Fall jetzt schon Auswirkungen auf die Qualität kommender Beziehungen.

Freilich weiß das niemand wirklich – und es muss zum gegenwärtigen Zeitpunkt als haltlose Spekulation abgetan werden. Aber welche Qualitäten werden von diesen „Experten“ eigentlich erwartet?

Einige glauben, dass mehr Quantität mehr Qualität bedeutet: Wir lesen, dass „hochwertige Gespräche“ zwischen Chattern zunehmen würden, weil sie nunmehr länger dauern würden und mehr Inhalte enthielten.

Keine Werbung!
Auch ernsthafte Beobachter der Szene fallen darauf herein. Behauptet wird, dass „Gespräche tiefgründiger würden“ – und dabei wird schnell vergessen, dass bisher die Maxime galt „nur das persönliche Treffen lässt wirklich Rückschlüsse auf die Person zu.“ Man erinnere sich: Vor der Krise rieten noch alle dazu, nicht zu lange zu warten, um ein persönliches Treffen zu vereinbaren. Die Wendehälse reden genau das nach, was die Branche ihnen vorgibt.

Den Sargdeckel klappern lassen?

Andere werden gar philosophisch: Entbehrungen, so können wir lesen, sei die gegenwärtige Gesellschaftsordnung nicht mehr gewöhnt, und durch die Konfrontation mit dem Tod erfahre man täglich, dass alles „begrenzt und nicht selbstverständlich“ sei.

Da hat die gute alte Meinung, dass ein bisschen flirten, chatten und sonstiges fern-poussieren kaum Beziehungen stiften würde, offenbar keine Chance mehr, und so verpufft auch eine der wenigen kompetenten Warnungen:

Je weniger menschliche Nähe man hat, desto größer ist das Bedürfnis danach. Das kann dazu führen, dass man sich jetzt virtuell schneller verliebt.


Psychologie raus, Ökonomie rein

Psychologen, Philosophen und ähnlich ausgebildete Menschen haben zumeist sehr Wenig Ahnung von Ökonomie und denken nicht daran, dass jede Form des Kennenlernens auf Marktprinzipien beruht und ein bisschen Logistik nie schadet.

Der Einsatz steigt, wenn die Warteschlange länger wird

Ökonomisch ausgedrückt: Wenn es einen Mangel an Begegnungen gibt, steigt der Wert jeder Begegnung. Was heißt: Sex-Treffen werden wie auch Treffen zur Anbahnung seriöser Beziehungen werden begehrter. Und das wieder heißt, dass man sich als Single in die Warteschlange einreihen muss, wenn man das Eine oder das Andere will. Heißt „auf ökonomisch“: Der „Preis“ für ein Date, gemessen in Bemühungen und Attraktivität, wird deutlich höher. Und bedeutet: Nicht alle, die ein Date wollen, bekommen auch eins, weil attraktiver Menschen noch wahrscheinlicher bevorzugt werden als sonst.

Die Enge im Flaschenhals

Der Markt wird also enger, aber nicht nur das. Logistisch werden wir einen „Dating-Stau“ erleben, denn nach den hoffentlich bald eintretenden Lockerungen drängen alle, die bisher „von unten“ Druck aufgebaut haben, aus der Enge heraus. Und je mehr sich dort drängeln, umso enger wird es im „Flaschenhals“, und je enger es wird, umso weniger kommen wirklich „hinaus“, also zum Date.

Windige Prognosen

Rein logisch gibt es keine Hoffnung, dass „nach der Krise“ eine „bessere“ Lange eintritt als „vor der Krise“. Die großartigen Versprechungen und windige Prognosen, die Krise würde alles zum Besseren wenden ist Wunschdenken? Die Menschen bleiben dieselben, und sie vergessen schnell wieder das Geklapper mit dem Sargdeckel – hoffentlich, wie ich meine. Denn noch gilt die Stadtmusikanten-Überzeugung: „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.

Betrüger ante portas

Auch, wenn es viele nicht gerne hören: Viele Menschen, etwas mehr Männer als Frauen, wollen jetzt endlich wieder „intim werden“ – jeder auf seine Art. Und das heißt: Der bestehende Mangel, verbunden mit dem emotionalen und sexuellen Druck, wird wieder Betrüger erwachen lassen -von den üblichen Verdächtigen Lovescammern bis zu den Damen, die sich auf Sex-Plattformen versammeln, und noch mehr jene, die zwar mit Sex locken, aber gar nicht existieren. Und davor kann ich nur warnen.

Die Informationen zu diesem Artikel entstammen verschiedenen Medien und Pressemitteilungen. Das Zitat von Christian Beer,entnahm ich dem Standard (Österreich).

Bild: Fotograf unbekannt

Wie weit darfst du beim Sex gehen?

Der Rat mag noch so gut gemeint sein - die Realität ist oft anders
Bei der Fülle von Themen, die uns Tag für Tag angeboten werden, spielen die „Grenzen des Erlaubten“ eine große Rolle. Damit sind nicht die legalen Grenzen gemeint, sondern die eigenen, die des Partners und die des Paares als Einheit. Mit anderen Worten: deine Grenzen, seine/ihre Grenzen und eure gemeinsamen Grenzen.

Kluge Sprüche und alltägliche Realitäten

Die Standardantwort ist einfach: so weit, dass der andere ohne Scham oder emotionale Kränkungen mitmachen will und kann.

Die Praxis zeigt jedoch: Es ist nicht so leicht, eigene, innere Widerstände zu überwinden – selbst dann nicht, wenn daraus ein enormer Lustgewinn entsteht.

Eigentlich ist es das Grundprinzip, das immer wieder herausgefordert wird: Geschlechtsverkehr ist an sich zwar schön, erfordert aber dennoch Überwindung. Beim „traditionellen“ ersten Mal wie auch bei jedem nächsten „ersten Mal“, wenn ihr etwas Neues und Erregendes ausprobieren wollt.

Du kannst darüber lesen, wie "es geht" - aber nicht, wie du dich dabei fühlst

Heute kannst du Vorschläge für etliche „ernste Male“ im Internet finden: Oral, manuell, anal, zu dritt, zu zwei Paaren, zu vielen. Du bekommst Informationen über allerlei Rollenspiele, über erotische Fesselungen und Schläge … ja sogar über gleichgeschlechtliche Eskapaden.

Nur eines bekommst du nicht: einen Eindruck darüber, wie du dich fühlen wirst, bevor es geschieht, wenn es geschieht und nachdem es geschehen ist. Ja, du weißt nicht einmal wirklich, wie hoch deine Schwelle sein wird, die Lüste anzunehmen oder abzulehnen.

Sex mal Neun - warum wir uns der Lust hingeben

Die meisten von uns wissen aus Erfahrung, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, sich in entsprechende Situationen zu begebe oder „hineinzuschlittern“:

1. Erotische Neugierde – das ist der häufigste Grund.
2. Alkohol als „Enthemmer“, auch bewusst verwendet.
3. Gruppendruck – du wolltest nicht „kneifen“.
4. Du tust etwas „aus Liebe“, was dich ansonsten ekelt.
5. Du fühlst dich innerlich ihm/ihr gegenüber „verpflichtet“.
6. Du findest dich „plötzlich“ in einer Situation wieder, in der du dich schnell entscheiden musst.
7. Du hast dich – bewusst oder unbewusst – auf einen Verführer oder eine Verführerin eingelassen.
8. Du bist in einem Zweifel, denkst aber, wenn du „A“ sagst, musst du auch „B“ sagen.
9. Du hast dich in eine Tunnelsituation locken lassen. Der Rückzug ist möglich, würde dir aber aus anderen Gründen negativ ausgelegt.

Risiken - warum wir sie (nicht) eingehen

Es ist leichter gesagt als getan, jedes Mal eine „rationale“ oder „gefühlsmäßig richtige“ Entscheidung zu treffen. Mancher fährt eben gerne auf Jahrmärkten in den gefährlich anmutenden Achterbahnen und hofft, körperlich und emotional unversehrt herauszukommen. Der andere juchzt vor Wonne, wenn sie scheinbar in den Abgrund fährt. Beim Sex kommt hinzu, dass wir uns stets überlegen, welchen körperlichen, emotionalen und sozialen Risiken wir uns aussetzen.

Kürzlich las ich, es sei zu einem Tabu geworden, sich „einfach“ hinzugeben, so als ob es "kein Morgen" gäbe. Freude daran zu haben, „gewollt zu werden“ ist zwar ein beliebter Traum, aber eine seltene Realität.

Auf ein bisschen von deinem "Stolz" kannst du verzichten, oder?

Was bleibt, ist der Wunsch, begehrt zu werden und für diesen Wunsch einen überschaubaren Preis zu zahlen. Und bevor du jetzt an die Decke gehst: nicht in Geld. Riskier einfach, dass derjenige Teil deines Selbstbilds zerbröckelt, der dich ohnehin nicht froh macht.

Bild: Aus einem historischen Buch, möglicherweise von Leon Lebegue, dann ca. 1899. Das Bild wurde wegen einer Farbverfälschung geringfügig nachgearbeitet. Es stellt nur einen Ausschnitt der Szene dar.