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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Das Entenprinzip, das Date, die Lust und der Hetero-Mann

Eine wunderschöne Frau - oder wer ist sie eigentlich?
Wenn es aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente. (Das Entenprinzip)

Die meisten Männer glauben, eine Frau vor sich zu sehen, wenn sie aussieht wie eine Frau, geht wie eine Frau und eine sanfte, verlockende Stimme hat – wie eine Frau. Was das mit dem Entenprinzip zu tun hat? Lest einfach weiter ...

An einer Frau sind Brüste dran – denkt der Mann

Genau genommen sehen die Männer zunächst auf das Körperliche: Eine Frau schminkt Augen und Lippen, hat lange Wimpern und deutlich längere, gepflegte Haare. Ihre Hände sind haarlos und ausgesprochen gepflegt. Sind Brüste erkennbar, so werden diese automatisch mit „Frau“ assoziiert. Das „Weibliche“ wird darüber hinaus einerseits über Schmuck (Ohrringe, Ketten), andererseits über die Kleidung (Bluse und Rock, Stümpfe) und die Dessous erkannt. Den letzten Rest an Sicherheit bringt das „Wesen“ – zuvorkommend, sinnlich, bereitwillig.

Je berauschter, umso leichter täuscht sich der Mann

Lasst mich noch etwas über den Zustand des Mannes sagen. Je berauschter er ist, umso mehr übersieht er die Kleinigkeiten: den Adamsapfel, die künstlichen Brüste, die Stimme schlechthin, die Schuhgröße und viele andere Details. Kommt dazu noch die Vorstellung, schon bald mit der Frau den berühmten „Austausch von Körperflüssigkeiten“ vorzunehmen, so verstärkt sich der Rausch, und die Realität schwindet.

Auch Frauen sehen aus wie Frauen

Was aussieht wie eine Frau, kann natürlich durchaus eine Frau sein. Manchmal geben sich Frauen durchaus „burschikos“, das heißt, sie reden wie Männer, kleiden sich neutral oder ähnlich wie Männer und schminken sich bewusst nicht.

Weil das alles so ist, weiß der Mann, der dieser Frau in einer Bar oder auf einer Party begegnet, nicht wirklich, wer aus dem vorhandenen Menschenzoo weiblich ist. Er verwendet einfach das Entenprinzip.

Irren ist allerdings menschlich – und dieser Text mag dir zeigen, wie schwer es wirklich ist, eine Transfrau von einer „biologischen Frau“ zu unterscheiden:

Sei dir bewusst, dass es keine eindeutigen körperlichen Anzeichen gibt, auf die du dich verlassen kannst. Du wirst niemals in der Lage sein, eine Transperson allein anhand ihrer körperlichen Merkmale zu identifizieren.
(1)
Diese Passage mag umstritten sein. Jeder „echte Mann“ wird behaupten, es eben doch feststellen zu können. Aber diese Männer treffen sich zumeist mit Frauen aus einem bekannten Milieu zum ersten Date. Taucht der Mann jedoch in ein Milieu ein, in dem „Lust als solche“ eine größere Rolle spielt als „Ehe und Familie“, dann hat er mehr Möglichkeiten, per Zufall einer Transfrau zu begegnen.

Die wichtigen Fragen sind bei allen Sexpartnern gleich

Wenn wir das Thema nun weiterverfolgen würden, dann wäre die Frage nicht mehr: Ist es eine Bio-Frau, die du triffst? Sondern „welche Lüste möchtest du mit dieser Person genießen?“ Und dazu gehört natürlich: „Welche Befürchtungen hast du?“

Es ist gut, wenn du dich selbst kennst – deine Toleranzen, deine Risikobereitschaft – alles. Das ist allerdings bei jedem Date gegeben, egal, ob mit Frau, Mann oder Transfrau. Das einzige Problem bei der Transfrau ist, dass du es nicht vorher weißt. Und bevor ihr vor der Frage steht: „Zu mir oder zu dir?“ Darfst du erwarten, dass „sie“ dir sagt, dass sie „trans“ ist.

Flüchten, standhalten oder bewusst genießen?

In diesem Moment entscheidet sich meist, ob du die aufkommende Affäre sofort abbrichst oder dich einlässt. Solltest du dich einlassen, sind die üblichen Fragen zu klären: Von sexuell übertragbaren Krankheiten bis hin zu den Prozeduren, die sie mit dir plant oder du mit ihr. Auch das ist nicht anders als bei jeder anderen „ersten Nacht“ mit einem „neuen“ Sexualpartner. Und auch der Ausgang der Affäre ist absolut offen – wenn du die Lüste genießt, dann willst du sie vielleicht wiederholen. Wenn nicht, lässt du es bleiben. Ob eine Beziehung daraus wird, ist nie sicher – egal, wen du triffst.

(1) Aus "wikihow", wo auch viele weitere Informationen verfügbar sind.

Die Woche – Dating-Erfolg ist machbar, ONS, Wissenschaft und Männer

Die Woche begann mit einem „Schlag ins Kontor“ – ich musste meine Aktivitäten auf etwas ein Viertel des Üblichen reduzieren. Allerdings waren noch einige vorbereitete Artikel im Archiv. Und danke, es geht mir deutlich besser.

Schlecht denken über den ONS?

Frauen wie Männer, die häufiger einen ONS oder eine andere ultrakurze, aber extrem heftige Beziehung hatten, geben normalerweise nicht damit an. Vor allem Frauen nicht, die auf ihren Ruf bedacht sein müssen. Und doch ist es nicht unnormal, bei der Partnersuche diese Option zu haben. Es hat sogar Tradition, denn Frauen, die einst „Kurzzeitbeziehungen“ anstrebten, annoncierten in Zeitungen lieber in der Rubrik „Heiratswünsche “ als in der Rubrik „Bekanntschaften“. Der Grund ist einfach: Frauen mit „festen Absichten“ stehen nicht unter „Schlampenverdacht“ und sie locken weniger abenteuerlustige Kerle an. Warum es ihnen ging (und immer noch geht), ist die Lust ohne feste Bindung - warum auch immer.

Es gibt den sicheren Weg zum Dating-Erfolg

Dating-Erfolge fallen, wie jeder andere Erfolg, nur selten vom Himmel. Wen du also jemand bist, dem das Glück nicht in den Schoß fällt und der Himmel dir keine engelsgleichen Menschen schickt, dann brauchst du einen Plan. Und den gibt es wirklich. Einer der Kernpunkte ist „selbstverantwortlich zu handeln“. Denn alle, die nicht durchs Leben gehen wir Gustav Gans (Gladstone Gander) (oder ein entsprechendes weibliches Äquivalent) sind immer aufgefordert, das Leben aktiv anzupacken.

Probleme sind lösbar

Ich habe das Thema „Probleme lösen“ erneut aufgegriffen, um euch zu zeigen, dass es möglich ist. Und tatsächlich geschieht es auch jeden Tag. Und es ist sogar sehr einfach. Oder sagen wir: Es wäre sehr einfach, wenn die Problemlösungsmodelle inzwischen nicht schrecklich verkompliziert worden wären. Ich selbst habe Jahre gebraucht, bevor ich das Modell, das ich gelernt hatte, einmal wirklich angewendet habe. Als Buch ist „Entscheidungstraining“ von Tom Werneck und Frank Ullman nach wie vor die beste Methode für Anfänger - inzwischen kostete s kaum mehr als einen Euro. Das Buch ist in Wahrheit eine komplette Anleitung zum Lösen von Problemen.

Was Männer wirklich erregt

Klar: Große Brüste, pralle Hinteren? Nein, nicht ganz. Denn Männer schöpfen – wie Frauen auch – aus ihren Erinnerungen. Was Männer wirklich erregt, ist also der Gedanke an eine wundervolle erotische Situation, in der sie voll und ganz zufrieden waren. Mal ganz einfach gefragt: Warum sollte ein Mann sich an Brüste erinnern, deren Wärme er nicht körperlich gefühlt hat?

Eigene Sache und wissenschaftliche Arroganz

Ich schreibe diese Woche „in eigener Sache“, dass die Liebeszeitung mit oft unendlich gründlichem Aufwand versucht, redliche Quellen zu verwenden und dies auch zu überprüfen. Der Anlass war, dass bestimmte arrogante Autoren aus dem Wissenschaftsbereich versuchen, Journalisten und Schriftsteller in Misskredit zu bringen, weil sie nicht die „reine Wahrheit“ verbreiten würden. Ich denke, ich komme bald noch mal darauf zurück.

Abgesang für Heute

Wenn ihr glaubt, dass wir „schief liegen“, oder „falsch zitieren“, ungeeignete, veraltete oder gar falsche Quellen nutzen, dann reicht eine kurze E-Mail, um uns zu benachrichtigen. Ich überprüfe jeden Fall persönlich und informiere den Einsender über meine Ergebnisse und Änderungen, die ich daraufhin vorgenommen habe.

Und ja – das Motto für Dezember fehlt noch – aber das kommt spätestens Montag.

Bis dahin: Freut euch an der schönen Vorweihnachtszeit und versucht, dabei das Glück zu fangen. Und natürlich: das Beste für das kommende Wochenende.

Einfach: Was erregt den Mann?

Wissenschaft der Vergangenheit udn der Zukunft
Als Wissenschaftler damit anfingen, offen über Sexualität zu schreiben, fanden sie diese Beispiele sexueller Erregungen:

Sehen – durch Dessous, durch das Ausziehen, durch Nacktheit.
Hören – durch eine sinnliche Stimme.
Riechen - durch den Duft des Körpers oder eines Parfüms.
Fühlen - durch enge Berührungen.

Männerwünsche stecken in ihnen – und du löst sie aus

Das „Schmecken“ war nicht dabei, dafür hatte man aber eine andere wichtige Komponente entdeckt: Eine lustvolle Erinnerung. Tatsächlich wird oft vergessen, dass Menschen an sich, besonders aber Männer, die letzte „wirklich sensationell“ Sexerfahrung wiederholen wollen. Dieses Ziel wird allerdings nur selten erreicht. Männer suchen aber nicht ausschließlich diese „liebeserfahrene“ Partnerin, sondern auch das Ebenbild der „liebevollen Partnerin“. Sie kramen also in der Vergangenheit, wenn sie dich in der Gegenwart kennenlernen.

Weil heute nahezu alles offenliegt, wissen wir zusätzliche, dass Männer beim Betrachten sexueller Handlungen stark erregt werden.

Die Macht der Erinnerung, die Wirkung von Brüsten – und Irrtümer darüber

Bevor es Pornografie gab, wurden die erregenden Gedanken nahezu ausschließlich aus Lust erregenden Erinnerungen gespeist – es musste ich nicht einmal um den „vollzogenen Geschlechtsverkehr“ handeln. Einzelne Erinnerungen, zum Beispiel daran, eine Frau zufällig nackt unter der Dusche gesehen zu haben, reichten völlig aus.

Nicht jeder Mann nimmt alle Signale auf, die Frauen aussenden. Sind sie zu schwach, wirken sie nicht – sind sie zu offensichtlich, verfehlen sie auch die Wirkung, weil die Botschaften nicht zum Erfahrungsschatz der Männer passen. So kann es sein, dass die Präsentation von DD-Brüsten oder noch voluminöserer „Oberweiten“ eher abschreckt als anregt. Das gilt auch für Frauen, die ihre Brüste bei Dates auffällig „zur Besichtigung“ freigeben.

Begierde wecken und Hoffnung wecken

Ein Thema habe ich mir bis zum Schluss aufbewahrt: Die Begierde (und damit die Hoffnung auf eine sinnliche Beziehung) wächst beim Mann vor allem durch die Nähe und die unmittelbare Kommunikation. Das heißt, wenn du ihn vorsichtig berührst und dich nicht scheust, über erotische Themen zu sprechen, hast du gewonnen. Männer sind nicht gewohnt, dass Frauen „wirklich offen“ mit ihnen reden – und sie selbst trauen sich oft auch nicht. Dich zu riechen, dich zu hören und in bekleidetem Zustand zu fühlen, gibt stärkere erotische Impulse als jede Zurschaustellung.

Das fassen wir noch einmal kurz zusammen:

1. Männer wählen dich nachdem Typ, den du „ausstrahlst“.
2. Dieses Ideal kommt aus der Erinnerung.
3. Deine Nähe erzeugt alle Arten von Bedürfnissen – von der Gemeinsamkeit an sich bis zum sexuellen verlangen. Nähe einzusetzen ist der Tipp Nummer eins – gleich ob du eine Beziehung suchst oder ein Abenteuer.
4. Eine sinnliche Stimme erinnert sie an intime Situationen – sie kann auch den Wunsch nach Intimität auslösen.
5. Wenn du dich traust, erotische Themen anzusprechen, weckst du die Hoffnung auf eine sinnliche Beziehung.
6. Wenn du deinen Körper erotisch präsentierst, bekommt der Mann für „dieses Mal“ Lust, aber keinesfalls auf Dauer.
7. Sinnlicher Düfte (Parfüm oder verlockende Körperdüfte) unterstützen die Lust des Mannes unterschwellig.


Warum es dir guttut, einen Plan für Sinnlichkeit zu haben

Wenn du meinst, Männer wären sowieso „notgeil“ und du hättest schließlich nicht nötig, sie dabei noch zu unterstützen, hier ein kleiner Hinweis:

Ja, Männer sind oft notgeil – aber dann wollen sie nicht mit DIR vögeln, sondern mit irgendeiner Frau, die halbwegs gut aussieht. Der Trick ist also, diejenigen herauszufiltern, die DICH wollen – und nur die kannst du auch „halten“.

Bild oben: Aus der "Illustrated Encyklopedia of Sex", historisches Auklärungswerk anonymer Autoren.

Das Klischee der Lust im Café und im Bett

Auf wen wartet sie oder er?
Da sitzt sie im Café – feminin in den Gesichtszügen, dezent geschminkt, unter dem strengen Blazer ein Herrenhemd mit Krawatte. Einige ältere Damen werfen verstohlene Blicke auf Sie. Ist sie eine Frau oder ein Mann? Und wenn sie eine Frau ist, ist sie dann eine Lesbe? Sie sieht auf, lächelt ein wenig, und ein junger Mann kommt auf sie zu. Das Gesicht wirkt etwa feminin mit den süßen dunklen Locken und den langen Wimpern, aber sein Körper ist maskulin und athletisch. Die älteren Damen riskieren einen Blick und seufzen – ach, so ein Mann – und der hat es nötig, dieses Mannweib zu treffen?

So verwirrt, wie die Damen im Café sind viele Menschen, wenn sie sehen, dass eine eher herbe, maskulin wirkende Frau einen hübschen, sanften Mann trifft. Was will er von ihr? Was will sie von ihm?

Das Denken in Klischees und unter Etiketten

Wir haben uns angewöhnt, Menschen in „homo“, „hetero“ und „bi“ einzuteilen. Dabei vergessen wir, dass es eben auch Menschen gibt, die eine fließende Sexualität haben. Oder auch fließende Bedürfnisse.

Verführerin als Klischee
Nehmen wir an, du verführst gerne. Dann giltst du als männlich, wirst du hingegen lieber verführt, so giltst du als weiblich. Das Etikett: „Will verführt werden“ oder „versucht stets, zu verführen“ klebt dann an dir.

Das ist aber nicht die ganze Wahrheit. Eine Frau kann verführen, den Wunsch haben, verführt zu werden oder heute diesen, morgen jenen Wunsch haben. Und das gilt auch für Männer.

Nehmen wir ein anderes Beispiel: Das Klischee sagt, Männer seien dominant, Frauen seien devot. Nun können Frauen sexuell äußert dominant, ja geradezu fordernd sein, aber auch devot. Und sie können heute dieses, morgen jenes Bedürfnis haben. Wieder gilt beides auch für Männer.

Neuerlich erzählte mir jemand, er habe eine Frau getroffen, die tags ausgesprochen dominante Züge habe, die im Bett aber ausgesprochen devot sei. Normalerweise sagt man dies von erfolgreichen Männern in der Wirtschaft – aber jetzt eben auch von Frauen.

Geht es auch ohne klischeehaftes Verhalten?

Es geht nicht nur – es ist auch dringend nötig. Das zeigt sich bei „ersten Dates“ eindringlich.

Das Problem dabei dürfte bekannt sein: Frauen wie Männer versuchen, dem jeweiligen „neuen“ Partner ein Klischee zu präsentieren. Dabei will man dem Weiblichkeitsideal oder dem Männlichkeitsideal möglichst nahekommen. Schon allein dadurch scheitern viele erste Dates, denn in Wahrheit haben beide eher individuelle Bedürfnisse, die den Klischees nur selten entsprechen.

Erst vor wenigen Tagen las ich, dass dies durchaus auch im Bereich der gleichgeschlechtlichen Liebe gilt. Frauen, die entsprechende Bars gehen, suchen mehr und mehr nicht den Typus „Butch“ oder „Femme“, sondern eine Person, die ihre Bedürfnisse erfüllt.

Den Menschen und seine Bedürfnisse entdecken

Hier schließt sich der Kreis: „Genderfluidität“, also der fließende Wechsel der Lustbereitschaft von Frau zu Mann und zurück ist nur eine Möglichkeit, die sinnlichen Erfahrungen zu erweitern und dabei die eigenen Befugnisse im Auge zu haben. Denn auch die anderen „Festlegungen“ sind oft fluid: Verführen und verführt werden, harter Sex und Kuschelsex, devotes und dominantes Verhalten.

Wenn wir sehen, dass andere Menschen solche frei flottierenden Gefühle haben, sind wir verwirrt, vielleicht sogar befremdet. Doch es gäbe immerhin einen dritten Weg: herauszufinden, wohin die Gefühle des/der jeweils anderen jetzt tendieren und ihnen zu folgen.

Tust du das, verlässt du allerdings deine „Komfortzone“, das heißt, das Terrain, auf dem du dich auskennst. Und plötzlich merkst vielleicht du: Ich habe immer nur die Rolle gespielt, von der ich glaubte, dass sie mein neuer Partner (meine Partnerin) erwartet. Und in mir kling noch ein Satz nach: Es ist besser, dafür zu sorgen, dass sich meine Partnerin (mein Partner) wohl fühlt, als ihr/ihm eine klischeehafte Standard-Rolle vorzuspielen.

Was glaubst du? Hast du eine Standard-Rolle, die du für jeden/jede beim ersten Date spielst? Oder hast du eine Meinung dazu? Dann sprich.
Bilder: Oben: Avatar in irischer Umgebung by Liebesverlag.de speziell für diesen Artikel.
Mitte: Vermutlich aus einem Herenmagazin, 1970er Jahre

Sex, grüne Ampeln, Nacktheit, Prinzessinnen und Pegging

Eine Wochenzusammenfassung hat es letzte Woche nicht gegeben, weil ich mal wieder „anderweitig“ beschäftigt war. Lest die Artikel des Monats einfach durch, vielleicht fällt euch ja noch etwas Lesenswertes in den Schoß.

Sex oder Beziehung – fragst du dich das wirklich?

Ebenso lustig wie bedenklich: die ständigen Behauptungen, die angeblich aus „Umfragen“ stammen und die dann in „Trends“ umgewandelt werden. Wie der Eselschwanz mal nach rechts und mal nach links ausschlägt, werden Behauptungen über „werdende Paare“ aufgestellt, die sehr kurzlebig sind – wenn sie überhaupt stimmen. Gegenwärtig schwankt die verbreitete Meinung zwischen „Menschen wollen mehr Lust und Sex“ und „Paare suchen zuerst nach Verbindlichkeit.“ Was ich dazu zu sagen habe? Nur eines: „Menschen“ wissen, was gut für sie ist – sie benötigen keine falschen Ratgeber und Über-Väter respektive Über-Mütter.

Fahnen, Ampeln und die Wahrheit über Beziehungen

Wenn mich etwas aufregt, dann immer das, was in den dämlichen „sozialen Medien“ geplappert wird und dann überall auftaucht: Rote Fahnen, grüne Fahnen, Ampelsymbolik. Ja, Frauenzeitschriften sind die eifrigsten Verbreiter solcher Nachrichten – aber sie saugen sich dies nicht aus dem Finger, sondern eine Redakteurin liest sie irgendwo, hält sie für wahr und schreibt sie ab. Ich habe recht gründlich recherchiert. Es gibt sie, die Warnzeichen, „rote Fahnen“ genannt, aber sie sind jeder und jedem bekannt, es sei denn, er/sie hätte gar keine Erfahrung mit Menschen. „Grüne Fahnen“ sind – salopp gesagt, eine freie Erfindung - und auch im Ampeljargon heißt das nicht: Freie Fahrt ohne Rücksichtnahme.

Was tatsächlich passiert, wenn sich zwei Menschen treffen, um ein Paar zu werden, habe ich vorausgeschickt. Ohne nachzudenken: Dieser Artikel ist der wichtigere.

Sex: Lustvolle Geber(innen) sind schwer zu finden

Was den Sex betrifft, so ist „geben“ nicht seliger als „nehmen“. Das dürfte jeder und jede schon erfahren haben, der/die nach dem höchsten Lustgenuss sucht. Gute „Geber“ zu finden ist deutlich schwieriger als gute Nehmer, wobei Geberinnen und Nehmerinnen durchaus eingeschlossen sind. Das zeigt sich besonders deutlich beim Geben von Oralverkehr, wie du vermutlich selbst weißt. Beim Analverkehr kommen weitere Schwierigkeiten hinzu … darüber wäre noch zu reden. Zum Beispiel über Pegging.

Pegging – plötzlich ist der Strap-On-Sex wieder in aller Munde

Warum ist „Pegging“, das alte Plapperthema, plötzlich wieder in Mode? Ich wäre nie darauf gekommen, wenn ich nicht durch Zufall einen Artikel der Klatschpresse gelesen hätte: Da hat angeblich ein Promi zugegeben, dass er es mag. Und plötzlich schallt es von allen Seiten: „Pegging!“ Und natürlich „wie geht das, wer tut das, und warum und mit wem?“ Wer darüber etwas weiß, ist zweifellos im Vorteil. Und warum und dazu der britische Spruch einfiel: „Was gut für die Gans ist, ist auch gut für den Ganter“, das lest ihr in einem (hoffentlich unterhaltsamen) Artikel rund ums Pegging – bei uns.

Nach wie viel Treffen schenkst (erwartest) du Sex?

Es gibt keine blöden Fragen? Doch – und eine der blödesten ist, bei welchem Date oder nach welcher Zeit man „Sex haben darf“. Die Antworten werden aus dem Ärmel geholt wie bei einem Zauberer die Spielkarten. Und am Ende muss ich sagen: Ich habe selten so viel wissenschaftlichen Unsinn gelesen wie über die Spanne, die vom ersten Augenschein bis zum ersten Sex vergehen „sollte“.

Prinzessin, darf ich dein Prinzgemahl werden?

Ähnlich pseudowissenschaftlich argumentieren zahllose Autorinnen, die entweder mal „Psychology Today“ gelesen haben oder davon gehört haben, dass da etwas über „berechtigte Ansprüche junger Frauen“ steht. Da hilft nur noch die Satire: Gramse, übernimm das!

Spaß und Spiel sowie der Abgesang für heute

Ein bisschen spielerisch war ich auch: ein nacktes Liebespaar auf einem Brunnen – natürlich kein echtes. Aber begeistern konnte es dennoch. Am gleichen Tag habe wir auch noch zwei unbekleidete Damen entdeckt und die Bilder in dieses Blog gestellt.

Und wieder: Ein schönes Wochenende – zieht euch warm an und verlockend aus. Der „Indian Summer“, in Deutschland einst „Altweibersommer“ genannt, ist irgendwann vorbei und was ihr genossen habt, niemand euch niemand mehr weg. In diesem Sinne verlässt euch für heute der Herausgeber der Liebeszeitung.