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Schläge auf den Po - pervers oder lustvoll?

Die Präsentation - doch macht es wirklich Freude?
Über kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie über „Küsse und Schläge“, also den Austausch von konventionellen sinnlichen Genüssen und heftigen Lüsten, die spürbar „unter die Haut gehen“. Allein die Idee führte im Schlager „Laila“ einstmals zu einer heftigen öffentlichen Kontroverse, die sich in einem Satz manifestierte:

Laila, nur die eine Nacht erwähle mich - küsse mich, quäle mich.
Eine ernsthaftere Auseinandersetzung gab es um die Frage, warum Erwachsene wechselweise geschlagen und liebkost werden wollten, während diese Maßnahmen bei Kindern als extrem verwerflich galten. Die Psychologen witterten Unrat und behaupteten, nur Kinder, die in den frühen Jahren (oder während der Pubertät) geschlagen wurden, später solche perversen Wünsche hätten. Von dieser Idee leben heute noch zahlreiche Romane.

Die Frage nach dem "Warum" ist unlösbar

Lösen lässt sich dieser Knoten so gut wie gar nicht. Auch moderne Menschen empfinden so etwas wie „Schuld“ an ihrem Verhalten und sehnen sich manchmal danach, diese auf irgendeine Art zu sühnen. „Bestraft“ zu werden, ist da eine Alternative, die auch ohne Jugenderinnerungen zwischen Furcht und Lust chargiert. Zudem ist zumeist eine „unzüchtige Entblößung“ nötig, die sich nicht mit dem „normalen“ Ausziehen“ vergleichen lässt.

Grundsätzlich kann man aber drei Wünsche unterscheiden:

1. Die Lust an der Strafe unabhängig vom Schmerz.
2. Die Lust am Schmerz und die Wirkung, die er auf Leib und Psyche hat.
3. Die sexuelle Erregung, die besonders mit leichten (Po)-Schlägen einhergeht.

Manchmal sind Schläge ein Teil des Vorspiels zu heftigem, erfüllenden Sex, und sie gehören dann zum Repertoire der Person, um Lust zu empfinden. Manchmal sind sie aber auch Bestandteile von Szenarien, die einige Vorbereitung erfordern, zum Beispiel in Rollenspielen, die in ganz bestimmten Umgebungen in einer genau definierten Verkleidung und nach strengen Ritualen ausgeführt werden.

Sicherheit geht vor

Jeder, der es ausprobieren möchte, sollte beachten: Sicherheit geht vor. Wer immer sich auf ein Spiel einlässt, sollte sich vergewissern, dass der Spielpartner absolut verlässlich ist, dass keine gesundheitlichen Bedenken bestehen und dass keiner von beiden betrunken ist oder unter anderen körperfremden Drogen steht.

Werden heftige Schläge über längere Zeit gegeben, so versucht der Körper, eigene Drogen (schmerzhemmende Botenstoffe) zu produzieren, die dazu führen können, dass der eigene Wille gelähmt wird.


Wie pervers ist eigentlich … Schläge zu lieben?

Träume oder Wünsche?
Erwischt, nicht wahr? Fast die Hälfte der Frauen und Männer träumt davon, erotisch dominiert zu werden, und ein Teil davon will wirklich geschlagen werden, aber niemand gibt’s zu. Das liegt daran, dass wir „Schläge“ heute als Erziehungsmittel ablehnen. Und Menschen, die’s trotzdem tun, halten wir für pervers, unmoralisch oder unkontrolliert. Und – damit haben wir recht.

Das Spiel mit Lust und Schlägen ist nicht pervers

Aber: Als Spiel ist es sehr beliebt, den Po hinzuhalten, damit jemand draufhaut. Es gehört zu den Spielen „mit Anfassen“, die dazu dienen, dem anderen näher zu kommen und ihm zu zeigen, dass er ihn gerne hat. Also ist ein Schlag auf den Po unter Liebenden ganz normal. Und weil so etwas auch „durchblutungsfördernd“ wirkt, ist es auch dazu geeignet, die Lust anzuregen. Bis hierher erklärt, isst das noch keine „Schmergeilheit“. Die kommt erst auf, wenn jemand durch den Schmerz geil wird – also nicht nur durch die Hautrötung. Das wissen alle, dies schon mal probier haben. Aber keiner sagt es.

Schläge in Rollenspielen sind eine andere Liga – da geht s um das Spiel als solches, das eben manchmal mit „Aua“ verbunden ist.

In dieser Serie vertreten unsere Autoren ihre persönliche Meinung, aber nicht ihre persönliche Praxiserfahrung. Das Wort „pervers“ wird hier im Sinne des bürgerlichen Gebrauchs im 19. Jahrhundert verwendet. Die Verbreitung als Fantasie liegt bei ungefähr bei einem Drittel bei Frauen und zu etwa 30 Prozent bei Männern. Es gibt eine Dunkelziffer, weil viele Menschen davon träumen, auf ähnliche Art dominiert zu werden

Bild: historische Illustration.

Ist „brav sein oder bestraft werden“ wirklich ein Rollenspiel?

Um es vorauszuschicken: Wir reden hier von den Spielen der Erwachsenen. Es geht um Menschen, die eigentlich mit sich selbst ins Reine kommen sollten – aber denen dies besser gelingt, wenn sie sich bestrafen lassen. Möglichst von einem Partner des anderen Geschlechts.

Der Schrecken der Kinderzeit bis in die 1960er Jahre hinein waren die in vollem Ernst applizierten Schläge auf das „Brötchen“, die dazu dienen sollten, die Knaben und manchmal gar die Mädchen zu braven Kindern zu machen. Erst in den 1970er Jahren wurde den Eltern die Grundlage entzogen, die ihnen das Recht gab, Kinder körperlich zu züchtigen, was nicht hieß, dass die Züchtigungen schlagartig aufhörten. Wir können also gut und gerne davon ausgehen, dass viele von jenen, die heute zwischen 40 und 80 Jahre alt sind, noch ernstlich „verhauen“ wurden.

Welche Erinnerungen?
Die Schande, gezüchtigt zu werden, hat merkwürdigerweise eine Kehrseite: die Löschung der Tat durch die Züchtigung. Denn offenbar gibt es eine menschliche Neigung, eine „Untat“ dadurch wieder auslöschen zu können, dass man sich der Strafe sofort unterwirft. Hier die Tat – dort die Strafe. Keine lange Reue, kein bleibendes Schuldgefühl. Soweit die Theorie – für den Gestraften. Die Strafenden sehen und sahen es anders: Man wurde trotz der körperlichen Züchtigung immer wieder an seine Untaten erinnert – und stets aufs Neue erniedrigt, wenn sie zur Sprache kamen. So jedenfalls berichteten es Menschen aus jenen Jahren.

Was mag Menschen nun veranlassen, das Spiel aufs Neue zu beginnen? Eine mögliche Antwort wäre: Wir modernen, westlichen, freien Menschen können fast alles tun, was wir wollen. Nicht wird mehr gesühnt, nur weil es den Auffassungen anderer zuwiderläuft. Jeder nimmt sich alle Rechte heraus und vernachlässigt bisweilen seine Pflichten. Menschen schämen sich dessen, was sie getan haben, können aber nirgendwo hin mit ihrer Scham. Katholiken kennen wenigstens noch die Beichte, die in ähnlicher Weise reinigt. Wer nimmt dem modernen Menschen die Schuld an den kleinen Sünden? Niemand. Angeblich müssen sie mit ihrem „Gewissen“ abmachen, was sie getan haben und wie sie es sühnen wollen. Das kling sehr erwachsen, und das ist es vermutlich auch.

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Und doch: Viele Erwachsene glauben an die reinigende Kraft von Schlägen – ausgeführt von Erwachsenen und an anderen Erwachsenen, im vollen Bewusstsein, dass sie dabei nur ein Spiel spielen. Ein Spiel der Erwachsene, bei dem es um Schuld, Sühne, Schmerz, Tränen und manchmal auch Wollust geht.

Ja, es ist ein Rollenspiel. Wer jemals ernsthaft versucht hat, eine andere Person zu verkörpern (Schauspiel, Laienspiel, psychologische und soziale Rollenspiele), der weiß dies: Sie können sich schneller in die Rolle fügen, als Ihnen lieb ist.

Sehen Sie, und wenn das so ist – dann können Sie sich vielleicht auch vorstellen, warum Erwachsene tatsächlich Lust daran finden, gestraft zu werden – mal ganz „außerpsychologisch“.

Erwachsene Lust durch Nikolaus und Nicoline

Nikolaus und Nicoline - Rollenwechsel gefällig?
Nun aber los! Raus mit den Bettstiefeln, von Spermaresten säubern und blitzblank polieren. Denn sonst gibt’s nix vom Nikolaus. Nachdem nun alle die „50 Dingsdas von Grau“ gelesen oder gesehen haben, könne ja auch eine Rute drin liegen – aber so etwas ist schwer zu bekommen. Das nur als Hinweis für Mr-Grey-Imitatoren. In England kann man noch wundervolle Rohrstöcke kaufen, auch solche mit Handgriff – nur mal so als Tipp. Und natürlich gibt’s die ganze Kollektion der preiswerten „Spielwaren“ auch im Handel. Für Luxusmädels gibt's handgemachte oder antiquarische Peitschen - Geiz ist in diesem Fall nicht geil.

Oder die Rollen umkehren?

Wie wäre es mal, die Rollen umzudrehen? Soll er doch mal seine Puschen, Sneakers oder Theaterschuhe rausstellen, und du legst ihm mal eine kleine Peitsche, Klatsche oder etwas anderes hinein, was „Aua“ macht.

Am Besten: Gleich mal als Nicola (oder heißt das Nikolausine?) an die Tür klopfen und und dann mal überprüfen, ob er auch immer schön artig war. War er sowieso nicht, weil er Pornos geguckt hat. Na und dann? Dann gib’s „sechs von den Allerbesten“, und weil das die Kerle locker verkraften, noch mal sechs hinterher. Danach kommt entweder etwas Flüssigkeit aus seinen Augen oder woanders raus.

Dann kannst du weitermachen. Ob als Nicoline oder als du selbst. Tipp: unter dem Nikolauskostüm rote Dessous, sonst nix.

Die magische Züchtigung (2) Höschen runter!

Was bisher geschah: Eine junge Dame kommt in ein Buchantiquariat, liest ein erotisches Buch und hat dabei die Hand unter dem kurzen Rock. Die Antiquarin hat die Tür längst verschlossen – und die junge Frau wird daran gehindert, das Buchantiquariat zu verlassen.

Zweiter Teil - von blauen Augen gefesselt - wie das Höschen herunterkam - letzter Protest

Ich wusste nicht mehr, wie ich mich verhalten sollte. Mein Körper war wie gelähmt, und ich erinnerte mich an den Spruch vom Kaninchen, das vor der Schlange still stehen bleibt, um schließlich gefressen zu werden. „Wie heißt du?“, hörte ich wie durch einen Nebel die sanfte, aber klare Stimme der Frau mit den tiefblauen Augen. „Ich heiße … Ranghild .. sagte ich stockend, obgleich ich nicht wusste, was sie mit meinem Namen anfangen sollte. „Sie hätten dich lieber Rahima nennen sollen“, sagte mein Gegenüber daraufhin in einem spöttischen Ton, „so nennt man die Dienerin einer Herrin. Mein Name ist übrigens Sarah.“

Langsam kam mir zu Bewusstsein, dass ich hier stand wie ein kleines verirrtes Mädchen, mit nackten Beinen und viel zu kurzem Rock. Eine Dienerin? Hatte mich nicht gerade ein Mädchen fasziniert, das seiner Herrin in einer Weise diente, deren ich mich schämen sollte? Oder wollte ich selbst die Herrin sein? Was wollte ich denn nun „wirklich“? Im Moment kam ich mir klein und kläglich vor.

Ich spürte, wie ich bei der Hand genommen wurde, und es war mir keinesfalls unangenehm. Sarah hatte warme, freundliche Hände und führte mich ein Stück ins Ladeninnere zurück. Ja, ich hatte Führung nötig, musste zu mir selbst finden, zu meinen wirklichen Bedürfnissen. Ich seufzte tief auf, und zu meiner völligen Überraschung erriet Sarah meinen Wunsch: „Du brauchst Führung, mein Kind … folge mir einfach.“ Ich wollte gegen „mein Kind“ protestieren, aber da trafen mich wieder die blauen Augen, und ich sackte ein wenig zusammen.

Sie führte mich zu dem Jugendstilschreibtisch, räumte einige Bücher weg, setzte sich dahinter und sagte ohne Umschweife: „Nun zieh dein Höschen herunter, du böses Mädchen. Hast du nicht eine Strafe verdient, weil du dich so schamlos selbst befriedigen wolltest, hier, in aller Öffentlichkeit?“

Ich sah Sarah verständnislos an. „Aber“, wandte ich ein, „ich schäme mich, und es war … nun, der Einfluss des Buches, dass ich …“ Sarah lächelte, milde, sagte dann aber mit fester Stimme: „Es ist eine Sünde, sich selbst zu berühren, wie du wissen solltest. Und es ist unkeusch und außerdem ziemt es sich nicht für eine junge Dame aus gebildetem Stand, nicht wahr?“

Nachdem ich einen Moment wie versteinert vor ihr stand, wiederholte sie ihre Aufforderung als Befehl: „Zieh das Höschen herunter - dann werden wir beide weitersehen, wie wir uns amüsieren können.“ Sie zog dabei das Wort „amüsieren“ lang durch die Zähne und leckte sich die Lippen, nachdem sie den Satz vollendet hatte.

Ich nestelte an meinem Höschen, noch zögerlich, zog es dann aber wirklich herunter. Ich schämte mich dabei in Grund und Boden, nicht nur, weil ich hier vor einer erwachsenen Frau mein Höschen auszog wie ein kleines Mädchen. Nein, ich schämte mich, diesen billigen Slip zu tragen, der einem Schulmädchen alle Ehre gemacht hätte. Man denke! Mit Herzchen!

Sarah schien den billigen Slip zu übersehen, betrachtete mich amüsiert dabei, wie umständlich ich mein Höschen auszog. Als ich ihn endlich über meine Schuhe gefädelt hatte, sagte sie mit lüsternem Unterton: „Ich bin gespannt, was unter deinem Höschen hervorschaut. Rasierst du dich?“ Ich schüttelte den Kopf, und sofort ging über Sarahs Gesicht ein zufrieden Lächeln. „im Buch“, so begann sie, „wird ein dichter schwarzer Haarbusch voller Locken bewundert, der sich über den elfenbeinernen Leib vom Schritt bis an den Bauchnabel kräuselt“. Sie lächelte dabei verträumt, „und den möchte ich jetzt sehen – du hast doch Schamlöckchen?“

Das Blut schoss mir erneut in den Kopf, und trotz der unverschämten Frage zog ich meinen kurzen Rock ganz hoch, fast ein wenig keck, sodass Sarah meine schwarzen, krausen Locken bewundern konnte. „Sehr hübsch“, sagte sie nach einem intensiven, verlangenden Blick. „So muss sich die Dienerin Margret ihrer Herrin präsentiert haben. Du weißt, was im Anschluss geschah?“

Ich wusste es. Zuerst musste sich die arme Margret den anwesenden Damen in schamloser Weise präsentieren, bevor sie zuerst mit Blumen, dann mit einer leibhaftigen Rute heftig gepeitscht wird. Ich erinnerte mich, dass die Situation noch beschämender wurde, weil sich die junge Dienerin dabei offenbar so viel Lust bekam, dass sie … Ich wurde in meinen Gedanken durch Sarahs sanfte, aber fordernde Stimme unterbrochen: „Du hattest doch schon deine Hand unter dem Rock – wäre es nicht interessant für dich, wenn wir probieren würden, um durch Schläge allein … zur Erlösung kommst?“ Sie sah mich dabei unentwegt an, und ich konnte nicht einmal meinen Blick senken, sondern hing an ihren Augen und ihrem Mund. „Zur Erlösung“ – welch seltsame Worte sie verwendete. Doch ich hatte kaum Zeit, nachzudenken, denn Sarah fuhr fort: „Unglücklicherweise bekommt man heute keine Ruten mehr – doch ich habe noch einen wundervollen Rohrstock nach englischer Tradition – er wird uns vorzügliche Dienste leisten, wie ich annehme.“ Noch einmal regte sich in mir der Widerspruch: „Uns?“, sagte ich etwas kleinlaut, „ich werde mich nicht von Ihnen schlagen lassen – warum sollte ich? Es gibt doch gar kein „uns“ – es ist einzig Ihr Vergnügen und ich …“ Meine Worte erstarben im girrenden Lachen von Sarah, die mich nunmehr anstrahlte: „So ist es recht, mein Täubchen“, sagte sie, „leiste nur noch ein bisschen Widerstand – das gefällt mir, und du wirst sehen, dass es dir auch nützt. Du lernst dabei viel über dich – und das musst du auch, wenn du im Leben bestehen willst. Du willst doch ein unabhängiges Leben führen, nicht wahr?“

Wieder überkam mich dieses merkwürdige Gefühl, völlig umnebelt zu sein, und wieder hing ich an den tiefblauen Augen, die keinen Widerspruch zuließen. Ja, ich war unzufrieden mit meinem Leben, und ja, ich wollte weiterkommen im Leben, und ich hatte mir vorgenommen, dabei keine Scham zu kennen. Wie zu mir selbst sagte ich: „Ich bin noch zu schamvoll, und es stört mich.“ Dann senkte ich den Kopf in Demut und sagte einen Satz, den ich aus meinem Mund niemals erwartet hatte: „Ich hasse mich bei dem, worauf ich mich einlasse. Und ich hasse Sie, weil Sie mich behandeln wie ein Kind. Aber ich kann nicht anders, als Ihnen zu folgen. Ich weiß nicht warum …“

Es war die Wahrheit. Ich folgte Sarah, ohne zu wissen, warum. Diese legte nun den Kopf in den Nacken, warf ihn dann wieder ruckartig nach vorne und erwiderte eindringlich: „Dann ist es gut, denn auf diese Weise wirst du endlich lernen, dich dem Leben zu stellen – und vielleicht wirst du mich am Ende lieben statt mich zu hassen.“

Teil 3 von 8 - Schamvoll, höchst schamvoll.

Diese Geschichte ist reine Fiktion, wird hier unter dem Namen unseres Kulturbeobachters veröffentlicht und ist geistiges Eigentum des Liebesverlags. Striktes © 2013 bei Liebesverlag.de