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Der Orgasmus – durch die sensible Perle oder den elastischen Schlauch?

Modell einer Klitoris - viel mehr als eine "Perle"
Alle Jahre wieder wird die Diskussion um den weiblichen Orgasmus wieder aufgemischt. Da ist auf der einen Seite die vielfach zitierte Studie von Vincenzo Puppo and Giulia Puppo, die uns klipp und klar um die Ohren haut: „Es gibt keinen vaginalen Orgasmus“. Dieser Satz ist vielfach nachgeplappert worden, doch er basiert auf einer mehr als rudimentären Betrachtung: Die Vagina und die Klitoris hätten „unterschiedliche Strukturen“.

Der feministische Standpunkt

So gewappnet argumentieren denn auch die Feministinnen: Frau benötigt keinen Penis, um Lust zu empfinden – er ist eher hinderlich. Was zählt, ist die „Knospe“ oder „Perle“ sprich: die Klitoris.

Das klingt sehr logisch, zumal, wenn Frauen dieser Gedanken-Linie folgten: Wenn 80 Prozent der Frauen durch Selbststimulation (überwiegend Masturbation) voller Lust „kommen“, dann muss die Klitoris den Orgasmus auslösen.

Die Vagina – Schlauch ohne Nerven?

Nun gibt es allerdings Widerspruch, und zwar nicht, wie geargwöhnt wird, vonseiten der Männer, die fürchten, sie dürften nun ihren geliebten Penis nicht mehr in der Vagina hüpfen lassen. Die Vagina nämlich galt seither als eine Art lebloser Schlauch, der keine erotischen Lüste erzeugen konnte.

Das Leben schreibt andere Erfahrungen

Der Widerspruch kommt von Frauen, die aus Erfahrungen sprechen, aber auch von (weiblichen) Sexologen. Nach einer aktuellen Befragung kämen „knapp zwei Drittel“ der Frauen auch vaginal zum Orgasmus, während etwa ein Drittel ausschließlich durch die Stimulation der Klitoris zum Orgasmus käme. Und obgleich das Ergebnis alles ander als repräsentativ ist, deckt es sich mit Beobachtungen von Sexologen.

Die Klitoris ist ganz anders, als Frauen und Männer denken

Zunächst ist die Klitoris nicht „WYSIWYG“ – denn was frau/man sieht, ist nicht das, was die Lust anheizt, oder mit den Worten einer bekannten Sexologin:

Die Perle betrifft davon (von der Klitoris) nur zehn Prozent. Durch das Anschwellen des ganzen Bereiches aber verengt sich die Vagina, die als solche viel weniger sensible Nerven hat als die Perle. Die Neuronen in der Vagina sind langsam und reagieren vor allem auf Druck. Mit entsprechender Stimulation kann also auch die Vagina einen Orgasmus auslösen.


Kein Orgasmus ohne Gehirn

Lust Solo - die beste Voraussetzung für Orgasmen?

Hier allerdings muss sowohl den feministisch orientierten Klitoris-exclusiv-Fanatikern wie auch den abwägenden Vagina-auch-Freundinnen widersprochen werden, denn der Orgasmus hat keinen unmittelbaren Auslöser durch irgendwelche Nerven im Unterleib.

Wie das?


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Weil der Unterleib also solcher (Klitoris, Vagina, Damm, Anus) ebenso wenig Orgasmen erzeugen kann wie die Aureolen oder Brustwarzen. Aber je mehr Einfluss die sensiblen Nerven auf das Gehirn gewinnen, umso intensiver bereitet sich dieses „eigentliche“ Sexualorgan darauf vor, den Orgasmus (und viele andere Körperfunktionen) auszulösen. Eigentlich sollte diese jedem geläufig sein, aber es ist eben einfach zu sagen, es „gäbe einen/keinen vaginalen Orgasmus“. Diese Denkweise, die man als Rhetorik der schrecklichen Vereinfacher bezeichnen könnte, man ein(em) Bäckereiwarenverkäufer(in) würdig sein, aber sicher nicht einer Psychologin oder Soziologin.

Stochern im Nebel: Dynamische Prinzipien könnten helfen

Wie dies alles im Zusammenspiel von Nerven und Gehirn genau geschieht, liegt noch im Nebel der exakten Wissenschaften. Dennoch scheint es so zu sein, dass die Impulse, die von den Nerven kommen, mit Erfahrungen, Gelüsten und Fantasien abgemischt werden, bevor das Gehirn die Auslösung als Orgasmus freigibt. Parallel müsste es noch einen Rückkoppelungseffekt geben, ohne den im Grunde kein dynamischer Prozess funktioniert: Die Stimulation wirkt auf das Gehirn, das Gehirn verstärkt die Sensibilität, die wieder die Stimulation anheizt. Diese Aussage ist etwas spekulativ – doch überall in der Natur finden wie ähnliche Zusammenhänge.

Masturbation und Toys – die neueste Umfrage

Nun also hat Secret, ein Portal für lustvolle, sinnliche Frauen, die eher erotische Beziehungen als Partnerschaften suchen, eine Umfrage abgeschlossen. Sie bestätigt im Wesentlichen einen Trend: Masturbation erweist sich als ausgesprochener Orgasmus-Turbo, und die befragten Frauen verwöhnen sich oftmals täglich, mindestens aber mehrfach pro Woche. Wörtlich (von secret.de):

So masturbieren 19 Prozent der Secret.de-Frauen „am liebsten täglich“. Weitere 30 Prozent legen drei bis viermal die Woche Hand an sich und immerhin jede Dritte (34 Prozent) verwöhnt sich mindestens ein bis zweimal in der Woche. Lediglich drei Prozent geben an, dass sie komplett die Finger von sich lassen.


Dabei scheint der Finger immer noch vor dem Vibrator zu rangieren, der allerdings stark „im Kommen“ ist, denn nahezu ein Viertel der Befragten benutzt „regelmäßig“ Sexspielzeuge, und fast jede zweite Frau greift gelegentlich zu diesen spielerischen Lustverstärkern.

Der Vibrator ist übrigens ein Beispiel dafür, dass Druck auf die Vaginawände durchaus zu völlig neuen sexuellen Erfahrungen führen kann. Denn in den letzten Jahren ist das Angebot von gebogenen Vibratoren wie auch von Vibratoren mit extragroßen, flexibel einsetzbaren Köpfen erheblich gestiegen.

Hinweise:

(1) Der umfassendste Bericht erschien bisher bei der BBC: zwar englisch, aber sehr verständlich.

(2) Das verwendete aktuelle Zahlenmaterial wurde von Secret.de zur Verfügung gestellt, beeinflusste aber diesen Text in keiner Weise. Andere Studien zeigen zwar völlig abweichende Werte, aber im Grunde beeinflusst die Art der Fragestellung die Ehrlichkeit der Antworten.

Echte Männer und schüchterne Jungs

Da habe ich mich einmal wieder gewundert, wie das Online-Magazin „Beziehungsweise“ „echte Männer“ definiert. Dabei vergleicht die Redaktion des Magazins „Männer“ mit „Jungen“ – wobei nicht etwas „jüngere kontra ältere Männer“ gemein ist, sondern „Kerle kontra Bubis“.

Also lesen wir doch mal, was die richtigen Männer machen. Dies schon vorab: Sie passen bestens in Frauenklischees.

Also: Ein echter Mann legt sich fest. In einer Umschreibung heißt es: Er setzt Prioritäten. Er hält Verabredungen präzis ein und hat seien Zukunft bereits geplant, ja, er ist in seine Zukunft verliebt.

Soweit die ersten drei Punkte. Ich denke mal: Aspirant auf das mittlere Management mit Hoffnung auf den Aufstieg ins Top-Management.

Natürlich geht es noch weiter: Stellen Sie sich nun diesen Mann vor. Er übernimmt selbstverständlich Verantwortung für sich selbst, bekennst sich zu Konflikten, ruhen in sich selbst und ist – schlicht und ergreifend –ein Macher.

Und nun stellen Sie sich vor, Sie treffen diesen Mann.

Oh, ja – er weiß ja schon, was er will und wohin er will, nicht wahr? Und Sie dürfen ihn dabei begleiten. Zwar fällt im Text gelegentlich das Wort „gemeinsam“ – doch was ein echter „Macher“ unter „Gemeinsam“ versteht, dürfte halbwegs bekannt sein: Er akzeptiert alles, was seiner Karriere nützt und verwirft alles, was ihn daran hindert.

Und wenn Sie darin nicht die Rolle wiederfinden, die Sie sich gewünscht haben, werden Sie entweder Fremdgehen oder Seufzen oder sich scheiden lassen. C’est la vie.

Du, falls Sie dann gefrustet oder geschieden sind, werden Sie sagen: „Ach hätte ich doch lieber einen Bubi geheiratet.“

Nun zu den Jungs

Gut, gut, Sie wollen auch keinen Bubi treffen, nicht wahr?

Wenn ich mal die Kurzfassung davon zum Besten geben darf:

Das Jungchen also lässt sich treiben, „verschenkt sein Herz“ nicht, kann sich nicht entscheiden, hat keine Geduld und scheut jede Form von Mühe.

Klar, dass niemand dieses Treibgut unter den Männlein treffen will, oder? Es geht aber noch weiter. Dazu müssen Sie sich diesen Bubi nun vorstellen: Verkäufer in der Herrenkonfektion oder Schreiber von ungelesenen Novellen? Das überlasse ich mal Ihnen, denn nun folgt die endgültige Charakterisierung:

Die Bubis nämlich lieben Partnerschaften, die Mutter-Sohn-Beziehungen ähnelnn Sie laufen außerdem Konflikten davon, lassen sich von „klugen Frauen“ einschüchtern und versprechen dies und das, ohne es zu halten.

Und nun stellen Sie sich vor, Sie treffen diesen Bubi.

Na ja, vielleicht treffen Sie ihn erst gar nicht, wenn er so charakterisiert wurde, nicht wahr? Falls doch: Was wird Sie erwarten?

Sie dürfen ihn zu etwas machen, was er noch nicht ist. Er darf sie begleiten, wohin Sie auch gehen. Er wird an Ihnen wachsen und sich von Ihnen abhängig machen. Vielleicht ist er dankbar für das, was Sie für ihn tun – jedenfalls wird er sie bei Ihren Vorhaben unterstützen.

Wenn er aus dieser Rolle herausgewachsen ist, wird er sie entweder besonders intensiv lieben oder sie verlassen. C’est la vie.

Und falls er Sie verlässt, werden Sie sagen: „Hätte ich doch einen echten Mann geheiratet.“

Ich habe gerade überlegt, was wohl die Feministinnen (sicher nicht nur deren extremer Flügel) dazu gesagt hätte, wenn jemand geschrieben hätte: „Mädchen hingegen lassen sich treiben, wollen mal hier, mal dort naschen, ohne sich richtig festzulegen und ihr Herz zu verschenken.“

Die Seele berühren – Wunsch, Gefahr oder Illusion?

Natur oder Psyche? Woran klammern wir uns?
Nehmen wir einmal an, wir fassen den Begriff „Seele“ nicht so scharf, dann könnte ich fragen: „Wir berühre ich eigentlich einen Menschen in seinen intimsten oder verborgendsten Gedanken und Gefühlen?“ Und sollte ich die überhaupt tun? Und falls es jemand bei mir versucht, sollte ich es zulassen?

Sicher ist: Über unserem Intimsten und Verborgendsten liegt ein Schutzschild – körperlich wie psychisch. Und sogar unsere Gedanken, die an sich frei sind, verbergen sich hinter einer Hülle, an die wir nicht jeden Menschen heranlassen.

Was dem einen nützt, schadet dem anderen

Das ist alles so in Ordnung. Es gibt Menschen, die Geist, Körper und Psyche für andere öffnen und damit umgehen können - und es gibt solche, die es nicht können. Einst gab es psychotherapeutische Richtungen, die es nicht dabei belassen wollten, sondern die kräftig am kollektiven Abbau dieser Schutzschilde arbeiteten. Der größte Teil dieser quasi-religiösen Therapierichtungen ist untergegangen – vermutlich zum Wohl der Menschheit.

Der Eingriff in die Psyche Fremder

Auf der andrehen Seite gibt es Menschen, die es auf Eingriffe in die Psyche und den Geist anderer abgesehen haben. Wenn sie keine Ärzte oder Therapeuten sind, was motiviert sie dann? Geld? Machtgelüste? Der Auftrag eines Dienstes, einer Organisation oder einer Religionsgruppe, die Meinungsmanipulation oder gar Gehirnwäsche betreibt?

Bleiben wir bei jenen, die sich öffnen. Sind sie starke, selbstbewusste Menschen, die ihre Emotionen unter Kontrolle haben, dann wissen sie, was sie tun. Auch dann, wenn sie heftig „lieben“ oder an gewagten Rollenspielen teilnehmen. Sind sie hingegen schwach und leicht zu beeinflussen, dann besteht die Gefahr, sich selbst zu verlieren und dem „anderen“ die Macht über Psyche, Geist und Körper abzugeben.

Die Liebe - Eingriff in Körper, Geist und Seele

Ich komme erst jetzt auf die Liebenden. Beim Sex, bei der Lust, bei der Sinnlichkeit und beim Verliebtsein ist es unmöglich, sich nicht zu öffnen. Gewisse – das „Öffnen“ kann gespielt sein, wie etwa bei Huren oder „Goldgräberinnen“, bei Machos und bei Sexgaunern. Normalerweise aber öffnet sich der oder die Verliebte ganz und gar, weil sie/er ja „berührt“ werden möchte. Diese Person lebt in der Illusion, dass ihre „Seele“ freiliegt und sie sich mit der Seele des anderen vereint – so jedenfalls die Kitschversion. Solche „poetischen“ Aufbereitungen entsprechen aber nicht der Realität. Die Natur ist nicht „feinstofflich“, sondern sie hat ganz konkrete Ziele, die sie erfüllt wissen will. Und sie setzt dabei auf „harte Drogen“, die das Gehirn in großen Mengen produzieren lässt.

Was die "Seelen" vereint

Niemand wird bezweifeln, dass hinter „echten Beziehungen“ mehr steht als Mutter Natur. Aber der Weg von einer Affäre bis zu einer „echten Liebe“ ist weit. Und die Liebe, in der beider „Seelen“ einander nur durch einen Blick berühren, beruht auf langer, intensiver Erfahrung miteinander.

Eigentlich nicht nur ein Thema der Lust - psychische Berührungen

Und ob das „Berühren der Seele“ wirklich etwas mit Sex, Erotik, BDSM oder ähnlichen Begriffen zu tun hat? Ich bezweifle es. Wenn die Psyche (warum auch immer) ihre Schutzschicht verliert, wird sie nicht „wahrer“, sondern sie offenbart nur mehr Natur, mehr Ursprung, mehr frühe Erfahrungen.

Ich lade Sie zur Diskussion des Themas ein.

Warum sollte ein Mann eigentlich mit einem Mann schlafen wollen?

Warum küssen Männer einander?
Sich als „heterosexuell“ zu bezeichnen, ist eine neue soziale Mode, die darauf beruht, dass man sich im Leben „gefälligst einzuordnen“ hat. Wer sich hingegen als „homosexuell“ bezeichnet, tut dies aufgrund seiner Liebes- und Lebenspräferenzen – er will damit sagen: Ich bin aus meiner Veranlagung, meinen Erfahrungen und aus den Beziehungen, die ich eingehe, sicher, homosexuell zu sein.

Nachdem dies nun gesagt ist, dürfen wir uns fragen: Warum eigentlich befällt manche „typischen“ Hetero-Männer der Wunsch, einmal mit einem Mann zu schlafen?

Sexuelle Praktiken sind Praktiken, keine Orientierung

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Bevor wir auch nur noch einen weiteren Satz aussprechen: Eine sexuelle Orientierung setzt voraus, dass emotionale und körperliche Lüste parallel vorhanden sein müssen. Sind es nur emotionale Wünsche, so handelt es sich um Schwärmerei, sind es nur körperliche Wünsche, so geht es nur um die Geilheit und ihre Befriedigung. Das gilt unabhängig von „hetero“ oder „schwul“.

Hetero-Männer und „schwule Lüste“ – ein Tabu-Thema

Warum also haben Hetero-Männer Lust, mit anderen Männern zu schlafen? Diesmal haben wir es uns „richtig schwer“ gemacht, denn Informationen darüber, was einen „typischen“ Heteromann dazu verleiten könnte, sich einem Mann hinzugeben, ist schwer zu erfassen. Sicher ist, dass es sich nicht um die gleichen Argumente handelt, die Frauen zu anderen Frauen führen.

Dazu sagt die Sexualforscherin und Autorin Jane Ward (1)

Wenn Männer auch nur minimalen homosexuellen Kontakt haben, denken wir sofort, dass es ein „versteckter Homosexueller“ ist.


Und genau das befürchten Männer eben auch: Wenn sie miteinander übernachten, denken sie gar nicht daran, sanft oder zärtlich miteinander umzugehen. Ja, sie distanzieren sich sogar von zufälligen, zärtlichen Berührungen. Einer der Gründe, warum Männer sich selten auf MMF-Dreier einlassen, ist die Nähe zum „anderen Mann“, der ja im Dreier durchaus auch „zärtlich“ werden könnte. Kurz: Sie scheuen den Verdacht, „schwul“ zu sein, wie der Teufel das Weihwasser.

Doch warum tun sie es dann überhaupt?

Sieben Gründe für einen Mann, mit einem Mann zu schlafen

1. Der Hauptgrund ist die Neugierde auf das emotionale Erlebnis. Es besteht aus der Furcht und der Überwindung der Furcht, aus Lust und der Angst vor der Begierde. Man könnte auch sagen: aus Abenteuerlust.
2. Neben der Neugierde auf die Emotionen spielt auch die Lust auf „alternative“ Körpererfahrungen eine Rolle. Wie fühlen sich Zungenküsse und manuelle Stimulationen an? Wie ist es, Fellatio von einem Mann zu bekommen? Ist Analverkehr wirklich so erregend? Wenn’s keine Offenbarung ist, ist es eben Erfahrung.
3. Obgleich „homosexuelle“ Kontakte nicht notwendigerweise Analverkehr beinhalten, ist der passive Analverkehr die heftigste Sensation, die ein Mann in seinem Leben erfahren kann – und sie muss nicht einmal notwendigerweise von einem anderen Mann ausgehen, sondern kann auch mit einem Strap-on-Dildo von einer Frau erzeugt werden.
4. Mache Hetero-Männer sind von anderen, namentlich schönen, schlanken und femininen Männern ebenso angetan wie von ähnlich schönen Frauen. Ergibt sich die Gelegenheit, so zählt der schöne Körper – nicht ob Frau oder Mann.
5. Eine Variante zu Punkt fünf ist der Kontakt zu „She-Males“, also besonders schönen, schlanken Männern mit künstlichen Brüsten, die sozusagen „beide Lüste“ abdecken. Hier wird auch die Grenze zur Prostitution berührt.
6. Es kommt vor, wenngleich es nicht die Regel ist, dass Männer zu homosexuellen Praktiken verführt werden. Manchmal, weil ihnen die Möglichkeiten fehlen, mit Frauen in Kontakt zu kommen, dann aber auch, weil sie ihn solche Situationen „hineingetrickst“ werden. Letzteres ist infam und in jeder Hinsicht zu verurteilen.
7. Zu guter Letzt: Manche Praktiken können von Männern und Frauen in ähnlicher Weise ausgeführt werden, und manche Männer bevorzugen tatsächlich die Lust, die ihnen Männer geben können, wenn sie den Vergleich haben.

Die Quellen dieser Recherche

Die Angaben hier stammen aus zahllosen Foren, Blogs und Berichten, die wir mühsam durchsucht haben. Wir konnten nirgendwo finden, dass erotische, sinnlich oder sexuelle Kontakte von Mann zu Mann „homosexuell“ sein müssten, haben aber oft den Verdacht vorgefunden, dies sei so. Wir erfuhren weiterhin, dass es im Grunde falsch ist, von Bi-Sexualität zu sprechen – eigentlich ist es eine geschlechtsneutrale Sexualität, die von diesen Männern (und Frauen) empfunden wird.

Hinweis: (1) Das Buch von Jane Ward in deutscher Sprache ist gegenwärtig in Deutschland nicht überall erhältlich. Wir beziehen uns auf das Interview in der "Wienerin"

Wir empfehlen englischsprachigen Lesern das englische Buch von Jane Ward oder aber – noch wichtiger: „Straight“ von Hanne Blank.

Das Panoptikum der Frauen: die Schlampe

Kaum eine weibliche Rolle ist im Moment mehr in der Diskussion als die Schlampe. Wenn wir wissen wollen, was sie eigentlich ist, dann staunen wir: ein legeres Kleidungsstück. Von der Kleidung wurde der Begriff auf die Frau projiziert: Wenn sie in der Schlampe darin in der Öffentlichkeit zeigt, ist sie schlampig gekleidet. Andererseits wird sie auch so genannt, falls sie (nach Meinung anderer), ihre sexuellen Beziehungen nicht ordentlich auswählt, sondern eben „recht schlampig“ darin ist.

Der Name stört - niemand will eine Schlampe sein

Was Frauen am Begriff stört, ist nicht der Name, ja nicht einmal die Bezichtigung, nachlässig oder aufreizend gekleidet zu sein, sondern der Verdacht, wahllos herumzuschlafen. Denn nach der Meinung der „anständigen“ unter den Frauen ist eine Schlampe eine Frau, die häufiger mit Männern schläft als sie selbst. Was letztlich heißt: Eine Schlampe kann sein, wer zwei Mal im Monat mit unterschiedlichen Männern schläft – aber auch, wer dies zwei Mal in einer Nacht tut. Kommt immer darauf an, wie etepetete die beurteilenden Frauen und Männer sind.

Neben der Frequenz sind es auch die Varianten sexueller Handlungen, die eine Frau zur „Schlampe“ abstempeln können. Wer den Pfad der Tugend, sprich „PiV“ verlässt, kann ebenso als Schlampe angesehen werden wie die Frau, die auf einer Party mit einem Gast auf der Toilette vögelt. Denn, wie schon gesagt, alle Frauen machen – bis zum Beweis des Gegenteils -„in anständig“. Außer Schlampen.

Ach, wie wild sind doch die Schlampen ... oder auch nicht

Und die Männer? Die meisten Männer sehnen sich nach Schlampen, weil sie glauben, hinter ihnen stünde eine geradezu magische erotische Macht, die alles übertreffen würde, was Frauen an Lust zu verschenken hätten.

Gut, wir können nicht alles beurteilen, was auf dieser Welt geschieht. Aber wir haben Berichte gehört, nach denen gerade als „Schlampen“ bezeichnete Frauen zwar häufiger bereit sind, die Honigtöpchen zu öffnen, aber in der Ausführung keine besonderen Fähigkeiten an den Tag legten. „Es schien für sie eine Art Routine zu sein“, sagte mir ein Freund, der eines Tages (nach langem Zögern) die Firmenschlampe einlud.

Am Ende wir der Mann, der sich einer Schlampe nähert, wohl dies feststellen: Der Ruf ist eine Sache, die Realität eine andere. Frauen, die unter Männern als Schlampen verschrien sind, gehen nicht unbefangen zu Dates – sie glauben gelegentlich gar, sie müssten tatsächlich ihrem negativen Ruf entsprechen und am Schluss des Dates noch irgendetwas anbieten, und sei es ein Handjob.

Sehen wir die Sache mal nüchtern. Offen für Sex zu sein, ist keine Schande, und Erfahrung ist kein Hinderungsgrund für eine Ehe. Und wenn die Frau, die ihr Schlampe nennt, einen Mann fragt, ob er gerne dies oder jenes hätte, dann ist diese auch kein Nachteil.

Die Konkurrenz der Frauen stempelt Frauen als "Schlampen" ab - oder?

Nur die Konkurrentinnen – oh, oh! Die sehen ind er Schlampe eine Frau, die mit unredlichen Mitteln versucht, Männer abzufischen. Männer, die sie auch gerne hätten.

Und da schließt sich der Kreis: Frauen bezichtigen andere Frauen, Schlampen zu sein – und wären doch so gerne selber welche.

Und mit diesem Orakel lasse ich euch jetzt allein – so wahr ich Gramse heiße.

Schlampe wird im Englischen sinngemäß mit "Slut" übersetzt. Der Begriff für die Abwertung von Schlampen unter Frauen heißt "Slut Shaming".