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Menschen, wahre Liebe und Online-Dating

Unwahre Liebe?
Ich wurde heute gefragt, ob ich schon einmal einen Menschen kennengelernt hätte, der per Online-Dating seine „wahre Liebe“ gefunden hätte. Die entsprechende Frage wurde schon von vielen Menschen vor mir beantwortet worden. Die meisten kannten jemanden, und teils waren sie es selbst, die „online“ die „Wahre Liebe“ gefunden hatten.

Was mich immer ein bisschen befremdet, ist allerdings die Inflation des Wortes „wahr“. Meinen die Fragesteller eine langfristige, vertrauensvolle, glückliche oder sinnliche Beziehung? Was soll daran denn „unwahr“ sein?

Zudem ist fraglich, ob „online“ wirklich etwas aussagt. Ich habe das zwar schon ein Dutzend Mal gesagt, aber das endgültige Kennenlernen findet nie „online“ statt - nur der Kontakt wird „online“ geknüpft.

Manchmal trifft man Menschen, die nicht glauben, dass es tragfähige Beziehungen gibt, die über das Internet zustande kommen. Dazu las ich dann doch etwas äußerst Merkwürdiges:

Online-Dating mag zwar für die kurzfristige Bestätigung gut sein, aber wer darauf zurückgreift, hat das Kennenlernen im echten Leben leider verlernt. Und das ist sehr schade.

Wer immer noch dieser Meinung sein sollte oder mit ihr liebäugelt: Das „kennenlernen im echten Leben“ besteht zunächst darin, einen Markt zu finden, auf dem solche Partner verfügbar sind. Im Gegensatz zu früheren Zeiten fehlen aber die öffentlichen Balzplätze, an denen man überwiegend Singles findet. Und mit den Jahren wird es immer schwerer, die ledigen, bindungswilligen und nur moderat neurotischen Menschen zu erkennen und sie sozusagen „an Land zu ziehen“.

Die Suche nach dauerhaften Partnerschaften folgt eher nachvollziehbaren ökonomischen Regeln als schicksalhaften Fügungen. Und das „Kennenlernen im richtigen Leben“ ist ohnehin kaum mehr als eine Floskel, denn auch jene, die einander zuerst „online“ begegnet sind, stehen „im richtigen Leben“. Wo denn sonst?

Keine Nüsse im November

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ...
Der November hat inzwischen viele Namen … für manche Fetischisten ging der Locktober still in den Lockvember über. Die meisten anderen erlebten den Lockvember als Eingriff in ihre Hoppelfreiheit.

Die Soldaten der trockenen Nuss

Normalerweise geht es bei den Fetischisten und ihren FLR-Beziehungen um den Verschluss männlicher Genitalien zum Zweck der Keuschhaltung. Das Thema wurde auch hier schon gelegentlich behandelt. Aber diesmal handelt es sich um andere Männer: um die Soldaten der inneren Kriegsführung, die sich in den Kopf gesetzt haben, den ganzen November nicht zu - masturbieren.

Oh … es ist peinlich, nicht wahr? Viele der edlen Vertreter des männlichen Geschlechts schämen sich ja dafür, dass sie überhaupt je auf die Idee kamen, zu masturbieren. Klar - wer masturbiert ist ein Wichser, und ein Wichser ist jemand, der kein Geld hat, in den Puff zu gehen oder eine Frau da draußen zu überreden, das Gleiche kostenlos und mit Kuschelnachschlag zu tun.

No Nuts November

Doch nun ist Schluss mit der frivolen Lust. Denn wir schreiben November, und zwar „No Nuts November“. Das hat wieder nichts mit Eichhörnchen zu tun, sondern höchstens mit den Nüssen, die in Ruhe gelassen werden sollen. „To bust a nut“ heißt im Slang „Abspritzen“ – möglicherweise abgeleitet von „die Nuss, die platzt“, womit die Prostata gemeint sein könnte.

Steif darf er werden - aber sonst geht nix

Wer das noch mal nachlesen will, der kann es tun, denn es geht nicht nur um Masturbation, sondern schlicht darum, „keinen Sex mit niemandem zu haben“. Du darfst zwar „einen Steifen“ bekommen (weil sich das nicht verhindern lässt), aber dabei darf in 30 Tagen nur einmal eine „stille“ Ejakulation auftreten. Wenn du das den ganzen November durchhältst – bekommst du nichts.

Nichts ist eigentlich noch zu viel für die Kerle, die sich auf „so etwas“ einlassen.

Keine Nüsse ... aber waren da nicht noch Datteln?

Der November ist ja schon bald wieder vorbei – aber ich habe erst heute davon erfahren. War hier nicht das Motto für November „Vorräte einsammeln und genießen?“ Irgendwie passt das nicht zu „No nuts“. Wie war das noch? No Nuts, no Bananas, no milk today?

Also, ich für meinen Teil würde lieber noch nach Rosinen, Datteln, Feigen, Melonen und dergleichen fahnden – so war ich Gramse heiße.

Hinweise und Quellen

Für Zweifler an Gramse: Das alles gibt es wirklich, auch, wenn du es nicht glaubst. Nur Gramse gibt es nicht wirklich.
Quellen: (1) Metro
(2) Urban Dictionary
(3) Wikipedia.
(4) New Statesman.

(5) Beinahe vergessen - Mittelalter und NNN.

Der Elefant bleibt im Bett, solange er gefüttert wird

Elefant im Dubliner Zoo
Heute las ich etwas über Elefanten. Nicht diejenigen, die du im Zoo, im Zirkus oder vielleicht auch schon einmal in Afrika in freier Wildbahn gesehen hast.

Es sind die „Elefanten im Bett“. Und damit sind nun nicht die Couch-Potatoes oder Wampeninhaber gemeint, sondern die Elefanten, die sich zwischen die Paare gelegt haben: Unlösbare Konflikte.

Wie kommen Elefanten herein?

Normalerweise dadurch, dass einer der Partner sich nicht so verhält, wie es der andere erwartet. Gut - das kommt in den besten Beziehungen vor - aber das gebiert keine Elefanten.

Die meisten Elefanten kommen eines Tages mit ihm oder ihr durch die Tür. Der Partner merkt, dass plötzlich ein Elefant mit im Bett liegt. Das heißt, da ist ein unausgesprochenes Problem, das zwischen beiden liegt - wie ein riesiger Elefant.

Die Hauptgründe dafür neben allen Formen „Fremdgehens“ vor allem sexuelle Wünsche: zu viel, zu wenig, zu „abartig“. Auch entsprechende Fantasien, die der Partner offenkundig hat, können Elefanten ins Schlafzimmer locken. Vergessen wir nicht: Nach Umfragen, deren Wert nicht unbedingt belegt ist, sind Frauen in Deutschland schon eifersüchtig auf die Fantasien der Männer. Eine christlich motivierte US-Autorin meinte gar, dass solche Fantasien die „eheliche Intimität stören“ würden.

Wie wird man Elefanten wieder los?

Und was machen Paare, bei denen Elefanten eingezogen sind? Ich verrate es sofort: Nicht füttern.

1. Kleine Elefanten essen weniger von der Seele weg

Der erste, und vielleicht beste Rat ist, die Elefanten nicht wachsen zu lassen. Das funktioniert, wenn sie nicht an Dritte gebunden sind, was konkret heißt: wenn es sich nicht um „aktives“ Fremdgehen handelt. Der Elefant verschwindet, wenn ihn beide sehen und beschließen, ihn nicht zu füttern. Um das zu tun, muss das Paar darüber reden. Schließlich könnte es ja sein, dass nur einer von beiden den Elefanten im Bett sieht oder ständig füttert.

2. Wenn der Elefant nicht gefüttert wird, verschwindet er

Ignorieren ist ein weiteres Mittel, das aber nur dann wirkt, wenn der Elefant nicht ständig im Raum herum trampelt. Das kann funktionieren, wenn das Paar den Grund herausfindet, warum der Elefant auftaucht und wer von beiden ihn füttert. Wenn dies bekannt wird, verschwindet der Elefant sehr wahrscheinlich, falls ihr beide einsichtig seid.

3. Hinauswerfen ist keine Lösung - der Elefant kommt zurück

Fragwürdig ist, den Elefanten hinauszuwerfen. Er kommt bei nächster Gelegenheit durch die Hintertür wieder herein. Das liegt daran, dass er abermals von einem er beiden Partner gefüttert wird. Ein Beispiel wäre latente Eifersucht, die ständig im Raum steht. („Es riecht hier nach einem fremden Parfüm“).

4. Gehen ist fragwürdig - der Elefant könnte mitkommen

Ob es gut wäre, einfach zu gehen? Die Erwartung besteht darin, dass der andere mit dem Elefanten zurückbleibt - also mit der vermeintlichen Ursache des Konflikts. Es könnte aber durchaus sein, dass der Elefant mitgeht und man ihn beim nächsten Partner wiedertrifft. Für manche Menschen ist leider nicht einmal dann sicher, dass sie es sind, die Elefanten füttern.

Das Fazit: Der Elefant gehört nicht den anderen

Der Elefant, also der Dauerkonflikt oder das ungelöste Partnerproblem, ist nicht Eigentum des jeweils anderen. Das Eigentumsrecht an ihm haben beide, und es ist zunächst einmal müßig, festzustellen, wer den größeren Anteil hat. Wenn du Elefanten im Bett loswerden willst, fange bei dir an. Stell fest, wann, wo und wie du Futter für euren Elefanten heimbringst. Wenn du so weit bist, füttere ihn einfach nicht weiter. Falls du dann Konflikte damit bekommen solltest, den Elefanten nicht zu füttern, könntest du versuchen, daran zu arbeiten.

Ist es leicht, einen Mann zu dominieren?

Dominanz aus Eigennutz?
"Ist es leicht, einen Mann zu dominieren?" ist ein Essay über die Methoden, die Frauen verwenden, um wirtschaftlich, sozial oder emotional zu dominieren. Er erhebt kennen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit

Einen Mann dominieren? Allein der Satz, kalt in den Raum gestellt, erzeugt Friedhofsstille. Frauen, die etwas darüber wissen, lächeln in sich hinein oder setzen ein Pokerface auf, die anderen haben dazu „keine Meinung“ oder denken abfällig über Männer, die sich dominieren lassen.

Wenn du eine Single-Freundin fragst, wie sie sich ihren „zukünftigen Partner“ vorstellt, wird sie spätestens nach dem zweiten Glas Wein so etwa sagen wie: „Also, ich will schon einen Mann, der weiß, wo es lang geht.“ Wie sagt man heute „Macho Lite?“

Warum, warum nur, warum?

Nun müssten wir eigentlich in die Psychologie eintauchen: Warum sollte eine Frau einen Mann wollen, der sich „leicht handhaben“ lässt? Oder „was hat sie von einem Typen, der eigentlich kein richtiger Kerl ist?“

Nun sagen wir ja immer: „Niemand tut etwas, von dem er keinen Vorteil hat.“ Doch was ist der Vorteil?

Objektive soziale Vorteile oder Handel mit Emotionen?

Da gibt es zwei Sichtweisen: Die eine ist einfach. Wenn du eine sehr selbstbewusste Frau bist, hast du vielleicht gerne einen „Mann um dich“. Der mag seine eigenen Entscheidungen fällen, aber es soll sich nicht in deine einmischen. Klare Verhältnisse und sehr verständlich.

Die andere Sichtweise besteht darin, einen Vorteil herauszuholen. Du kannst etwas geben, das er will. Und er bekommt es nur, wenn er dich als dominante Person anerkennt. Jede von euch, die so etwas macht, hat ihre eigenen Methoden, aber meistens ist es die „Salamitaktik“, die zum Erfolg führt.

Reden wir mal Tacheles. Wenn deine Gedanken eben bei einer Peitschenfrau im Lederkostüm war und bei einem nackten Sklaven mit Hundehalsband, dann ist Diene Fantasie vorausgeeilt.

Unterschwellige erotische Dominanz im Geschäftsleben

Das, was solche Frauen geben, kann in Freundlichkeit und Großzügigkeit bestehen, im Übersehen von Schwächen oder Anerkennung der Leistungen des Mannes. Sicher könnte dies auch in erotischen Avancen bestehen oder in sexueller Erfüllung. Aber das ist gewiss nicht der Alltag.

Der Trick besteht vielmehr darin, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Erst wenn der Mann sicher ist, dass ihn die Frau nicht bloßstellt, wird er seine Schwächen offenbaren - und erst dann ist sie in der Lage, mit der Domination zu beginnen.

Der nächste Schritt ist einfach: Die „Partnerin“ fordert etwas, das über „die üblichen Toleranzen“ hinausgeht, aber auf keinen Fall verweigert werden kann, wen das Vertrauensverhältnis nicht beschädigt werden soll. Das geht dann immer so weiter, Scheibchen für Scheibchen, wobei der Mann die eigentlich festgesetzten Grenzen immer mehr überschreitet. Beispiele dafür wären. Mehr Rabatt zu geben, einzelne Arbeitsstunden nicht zu berechnen oder Projekte mit Funktionen auszustatten, die „eigentlich“ nicht im Budget enthalten sind.

Ihr wundert euch vielleicht, dass „so etwas“ im Geschäftsleben passiert. Wolltet ihr nicht wissen, wie es „privat“ funktioniert?

"Ist es leicht, einen Mann zu dominieren?" vollständig lesen

Die Woche: Ehebruch light, die Lust am "Aua", Dating und Unsinn

Die Woche war wirklich nervig - ich hätte euch gerne etwas wirklich Hübsches vorgetragen. Es begann mit CNM -einer dieser Wortschöpfungen, mit denen sich Leute unglaublich wichtig machen wollen. Welche Leute? Wissenschaftler. Und wer faselt alles nach, was von Wissenschaftlern abgesondert wird? Journalisten. Man kann’s Letzteren nicht mal verdenken, denn zur Zeit gibt es kaum sinnvolle Themen. Und das heißt (auch für mich) entweder Wiederkäuer werden oder aus den Rossäpfeln noch die verbliebenen Nährwerte herauszuholen. Und weil das CNM auch sogenannte Cuckcold-Beziehungen beinhaltet, haben wir uns gleich mal daran gemacht: Auch solche Themen darf man nicht den Interessengruppen (S/M, Pornofilmern und Swinger) überlassen. Und weil all das etwas im traditionellen Sinn etwas mit „Ehebruch“ zu tun hat, haben wir gleich malgeforscht, was eigentlich am meisten nervt beim Grasen in Nachbars Garten. Ehebruch "light"? Nö, das ist wirklich kein sehr hübsches Thema

Warum ist Lust mit "Aua" so beliebt?

Unsre bestreben, etwas „Authentisches“ über die Gefühlswelt der Würdigen, Unwürdigen und Merkwürdigen zu bringen, haben wir uns mal wieder um etwas gekümmert, das mit „Aua“ zusammenhängt. Zum Beispiel: Macht es Frauen Spaß, Männer zu schlagen? Und warum möchten manche Frauen erotisch geschlagen werden? Klar haben Psychologen darauf Antworten - aber mit denen kann man in der Lebenswirklichkeit nichts anfangen. Wir wollen nicht wissen, woher das rührt, was sie tun, sondern was ihnen HIER und JETZT dabei Freude bereitet.

Bei der Gelegenheit haben wir gleich mal aufgezeigt, was eigentlich eine Domina ist.

Dates - es geht nicht um "Fehler", sondern um falsche Ansätze

Kommen wir mal zu Dates: Das ist ja zu Corona-Zeiten kein leichtes Thema - aber es gibt eine Zeit danach. Wir sehen immer wieder, wie die Leute das Pferd „kennenlernen“ von hinten aufzäumen: „Was täten wir wohl, wenn wir schon ein Paar wären?“ Das ist echt Scheiße, Leute. Erstes seid ihr noch kein Paar, und außerdem habt ihr einen Sparren im Hirn, und der geht so:

„Was würden wir machen, wenn wir ein Paar wären und die Interessen, Verhaltenseisen und Lebensziele (insbesondere Sport und Hobbys) so blieben, wie sie heute sind?“

Wer das nicht begreift, den rette ich nicht mehr. Und ich sage auch nichts mehr dazu. Nachdenken hilft.

Ökonomie des Datings und falsche Annahmen darüber

Was dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zum Dating“ einfiel, kann ich nicht nachvollziehen. Sinngemäß shoppen die Singles Menschen, weil sie zu Narzissten geworden sind und denken, sie handeln dabei ökonomisch. in dem Artikel steht noch mehr Zeug, das ich für unzusammenhängend und wenig sinnvoll halte. Am Ende wird auf eine App hingewiesen, die angeblich alles ändert. Dazu sag ich mal: Plus ça change, plus c'est la même chose“. (1)

Der Handel mit Emotionen - vom Spiel bis zum Betrug

Ich persönlich mag nicht, wenn Frauen mit Emotionen „handeln“. Und Frauen mögen nicht, wenn Männer mit Emotionen handeln. Wenn sie es selbst tun ... na schweigen wie lieber davon. Die Wirklichkeit sieht ohnehin ein wenig anders aus: Der Handel mit Emotionen blüht, und dabei meine ich sowohl kleine, flirtive und spielerische Aktionen wie auch gigantische Betrugsmaschen. Das Fazit: Verschließt die Augen nicht, weil angeblich nicht sein kann, was nicht sein darf. Der Handel mit Emotionen ist so alt wie die Kulturgeschichtlich der Menschheit.

Marginalien

Ein Foto hat mich überzeugt. Ich sage mal klar und klipp, dass mich nicht mehr viele Fotos überzeugen. Und ich habe ein Motto für November gewählt. „Vorräte einsammeln und genießen.“

Zum Motto hier noch ein Hinweis: Nutzt das, was gerade noch geht ... verschiebt nichts und gebt euch mit dem zufrieden, was euch über den Weg läuft. Und natürlich: Wohl dem, der schon weiß, mit wem er sich einkuscheln könnte.

Ich wünsche euch im Namen aller eine fröhliche Woche trotz "Lockdown Light" und natürlich beste Gesundheit auf all euren Wegen.

Das Liebepur-Team

(1) Je mehr sich ändert, umso mehr bleibt alles gleich.