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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Zeitreise: Warum das Sugar-Baby in Verruf gekommen ist

Erster Teil: Wie und wann kam das Sugar-Baby in die Welt?

Der Ursprung des Begriffs „Sugarbaby“ ist unbekannt, aber die Vermutungen gehen dahin (1), dass er zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand. In den berühmten 1920er-Jahren („Roaring Twenties“) entstanden zahllose Revuen, in denen die „Chorus Girls“ als sinnliche Attraktionen herausgestellt wurden. Nach Zeitzeugenberichten war es üblich, dass diese Tänzerinnen sich einen Teil ihrer Luxusbedürfnisse von wohlhabenden Männern bezahlen ließen (2).

(Dazu kam) … dass ihnen regelmäßig Hüte, Kleider und andere Dinge geschenkt wurden oder von männlichen Bewunderern zum Dinner eingeladen wurden.

Der Tod einer Revuetänzerin brachte das "Sugar Baby" in die Presse

Der Begriff „Sugar Baby“ kam offenbar erst in die Öffentlichkeit, als es einen mysteriösen Todesfall gab. Das war 1923, als die „Salisbury Evening Post“ von einem spektakulären Mord berichtete. Es ging um den Tod einer gewissen Dorothy Marie Keenan („Dot King“), die sich sehr wahrscheinlich von reichen Liebhabern aushalten ließ. Die Informationen aus der Presse (3) sowie die Lebensgeschichte der Dorothy Marie Keenan (4) ist dokumentiert udn erscheint glaubwürdig.

Verbreitung des Begriffs "Sugar" durch Songtexte - und der frivole Ursprung

Es kann aber auch sein, dass die vielen Songs, die den Begriff „Sugar“ beinhalteten, für die Verbreitung des Begriffs sorgten. Insbesondere Cole Porters Song „My Heart Belongs to Daddy“ aus dem Musical „Leave It to Me!“ wurde ausgesprochen populär. Auf diese Weise wurde der Begriff 1938 offenbar einem großen Publikum bekannt. Der Begriff tauchte in zahllosen Liedern jener Zeit auf – die Verbindung von „Zucker“, „Süß“ und „Sex“ war dabei kaum zu übersehen. Der Slang-Ausdruck „Sugar Bowl“ („Zuckerdose“) stand für die Vagina und er definierte im weitesten Sinne auch die Sugar-Beziehungen.

Ab 1935 existierte der Begriff „Sugar Baby“ auch als Markenname für eine süße Nascherei.

Das Sugar-Baby nach den "Goldenen Zwanzigern" bis in die 1940er Jahre

Auch nach der Blütezeit der Revuen war es nicht ungewöhnlich, dass sich reiche, meist verheiratete Herren zu Damen hingezogen fühlten, die erstens deutlich jünger und zweitens ausreichend freizügig waren, um den Herren den Beischlaf zu gewähren. Im Grunde handelte es sich dabei allerdings um eine „jüngere Geliebte“, die weitgehend auf Kosten des betreffenden Mannes lebte und dann „verfügbar“ sein musste, wenn ihn die Lust auf einen Besuch bei ihr packte.

Die Großstadt - verführerisch, aber teuer

Die Großstadt lockte allerdings nach wie vor junge Frauen aus der Provinz an. Die Möglichkeiten, dort zu leben, waren verführerisch, aber die Kosten, insbesondere für Wohnungen, wurden oft unterschätzt. Nun war es nicht mehr ausschließlich Frauen aus der Glitzerwelt, die mit ihrem Geld nicht auskamen, sondern auch Serviererinnen, Verkäuferinnen und andere Personen, die Kundenkontakte hatten. Und auf diese Weise entstanden neue, „schräge“ Beziehungen, die durchaus an die Tradition der "Sugar Babys" und "Sugar Daddys" anknüpften.

Bedeutungswandel - auf dem Weg in eine neue Epoche

Von der Blütezeit des „Sugar Babys“ in den 1920er-Jahren, dem erneuten Aufflackern in den 1930-er Jahren bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und der „Wiedergeburt“ des Begriffs klafft eine Lücke, die bis heute nicht ausreichend belegt ist. Im zweiten Teil dieses Artikels geht es deshalb um die Zeit zwischen 1950 und dem Beginn des Internet-Zeitalters. Der Begriff des „Sugar Babys“ blieb – aber die Bedeutung wandelte sich erheblich.

(1) Definitionen der Begriffe
(2) Die Revue-Girls
(3) Sammlung von Presseausschnitten
(4) Das Leben von Dorothy Marie Keenan und ihr Tod


We tried to introduce this article to our english-speaking readers - as follows
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